1691/2022
Beantwortung einer Anfrage aus dem Bauausschuss, Sitzungsdatum 04.04.2022, TOP 7.2, zur Mitteilung über die Überarbeitung der Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsstandards (BQA) für konventionelle Wohnungsbauvorhaben des Amtes für Wohnungswesen
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
5141 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/562/4 Vorlagen-Nummer 23.05.2022 1691/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bauausschuss 30.05.2022 Beantwortung einer Anfrage aus dem Bauausschuss, Sitzungsdatum 04.04.2022, TOP 7.2, zur Mitteilung über die Überarbeitung der Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsstandards (BQA) für konventionelle Wohnungsbauvorhaben des Amtes für Wohnungswesen Der Bauausschuss hat die Mitteilung zur Überarbeitung des Konzeptes zum Bau-, Qualitäts- und Ausstattungsstandard (BQA) für konventionelle Wohnungsbauvorhaben des Amtes für Wohnungswe- sen (Vorlage 0759/2022) in seiner Sitzung am 04.04.2022 zur Kenntnis genommen, mit erneuter Wiedervorlage. Im Rahmen der Sitzung wurde vereinbart, dass die Fraktionen zu diesem TOP Nach- fragen stellen können, die bis zur nächsten Sitzung des Bauausschusses schriftlich beantwortet wer- den. Die vorliegenden Fragen der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beantwortet die Verwaltung wie folgt: Frage 1 Wäre es nicht sinnvoll alternativ zum Passivhaus auch den jeweils höchsten Standard KfW (mindes- tens KfW 40 mit Nachhaltigkeitsklasse) zuzulassen? Bei Beantragung von KfW-Mitteln würde dies Doppelarbeit bei der Berechnung vermeiden. Antwort der Verwaltung Planungen und Umsetzungen von städtischen Wohnungsbauvorhaben richten sich nach den gesetz- lichen Rahmenbedingungen und nach der aktuellen Beschlusslage der Stadt Köln. Die Energieleitli- nien der Stadt Köln sehen vor, dass Neubauten mit Passivhauskomponenten geplant und ausgeführt werden sollen. Vorgaben zur Errichtung von Wohngebäuden in bestimmten Effizienzhaus-Stufen existieren in den einschlägigen Förderrichtlinien. Das Amt für Wohnungswesen beabsichtigt, ein ex- ternes Planungsbüro mit einer Ausarbeitung und Darstellung hinsichtlich des Mehraufwandes zur Erreichung einer förderfähigen Effizienzhaus-Stufe, ausgehend von einem Wohngebäude im Pas- sivhausstandard, zu beauftragen. Neben dem Mehraufwand sollen weitere zentrale Punkte wie Heizsysteme, Gewährleistung hoher Luftqualität, Sicherstellung der Wasserhygiene und Weiteres dargestellt und mögliche Synergieeffekte aufgezeigt werden. Derzeit werden Gespräche mit ver- schiedenen Planungsbüros geführt, eine Beauftragung wurde bisher nicht erteilt. Das Amt für Woh- nungswesen wird die gewonnenen Erkenntnisse unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit bewerten. Frage 2 Warum fehlt bei Heizung (S. 4) die Alternative der Wärmepumpe? Antwort der Verwaltung In den BQA wird die Alternative der Wärmepumpe auf Seite 28 unter dem Punkt Wärmeversorgungs- anlage aufgeführt. Die thematischen Ausführungen der Seiten 4 und 28 werden im technischen Part der BQA zusammengefasst, unter den Darstellungen zum Passivhausstandard erfolgt ein entspre- chender Verweis. Frage 3 2 Warum sollen Gasthermen zugelassen werden, obwohl der Bund sie verbieten will? Antwort der Verwaltung Bereits heute werden Gasthermen bei städtischen Neubauvorhaben ausschließlich als Hybrid- Systeme eingesetzt. Die Umsetzung energieeffizienter Bauweisen (siehe oben) ermöglicht den Anteil regenerativer Energien weiter zu steigern, so dass Gasthermen durchaus entbehrlich werden könn- ten. Im Einzelfall kann eine emissionsarme Gashybridheizung jedoch ein wirtschaftliches Zusatz- heizsystem darstellen, wenn Alternativen sich technisch nicht anbieten oder aber mit hohen Investiti- onen verbunden sind. Vor diesem Hintergrund sollte der Einsatz von Gashybridheizungen bei städti- schen Wohnungsbauvorhaben nicht gänzlich ausgeschlossen werden. So sieht der Koalitionsvertrag der Regierungs-Parteien im Bund auch lediglich vor, dass jede neu eingebaute Heizung auf der Basis von 65 Prozent erneuerbarer Energien betrieben wird. Frage 4 Warum bei Gas zentrale Warmwasserspeicher anstatt dezentrale Frischwasserstationen? Antwort der Verwaltung Der Aspekt, optional dezentrale Frischwasserstationen zu installieren, wird als weitere Möglichkeit zur Umsetzung in die BQA aufgenommen. Frage 5 Warum Zwischenwände nicht auch aus Holz? Antwort der Verwaltung Die BQA werden an entsprechender Stelle um eine Lösung aus Holz erweitert. Frage 6 Warum in allen Geschossen auch in allen Wohnräumen Rollläden? Andere Sonnenschutzsysteme erfüllen doch auch ihren Zweck. Antwort der Verwaltung Die Verwaltung wird die BQA hier anpassen. Eine generelle Festlegung auf Rollläden wird nicht favo- risiert. Der Punkt wird auf weitere Sonnenschutzsysteme erweitert, eine Prüfung erfolgt im Einzelfall. Hinweis der Verwaltung: Die Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen, technischer Fortschritt, politische Vorgaben sowie eigene gewonnene Expertise und Erfahrungen aus Planung, Errichtung und Bauunterhaltung sind Grundlage für künftige Anpassungen. Die Verwaltung sieht es als einen fortwährenden Prozess an, anzuwendende und umzusetzende Standards zu überprüfen und fortzuschreiben. Daneben sind je- doch auch planerische und gestalterische Freiräume wesentlich für gelungene Projekte und Bauvor- haben. Gez. Voigtsberger i.V. Dez V
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1691/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 23.05.2022
- Erstellt
- 18.05.2022 10:24