V/0596/2013
Baustellenbefragungen im Tiefbauamt
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Berichtsvorlage
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V/0596/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Tiefbauamt Betrifft Baustellenbefragungen im Tiefbauamt Beratungsfolge 17.09.2013 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Bericht 1. Einleitung Das Tiefbauamt der Stadt Münster führt seit 2004 Baustellenbefragungen durch. Ziel dieser Baustellenbefragungen, die innerhalb von 4 bis 6 Wochen nach Abschluss der je weiligen Bau- maßnahme durchgeführt werden, ist, von den Bürgerinnen und Bürgern eine direkte Rückme l- dung zur Durchführung der Baumaßnahmen zu bekommen. Das Instrument der Baustellenb e- fragung bildet den Schlusspunkt in einer Reihe von verschiedensten Kommun ikationselementen (z.B. mündliche und schriftliche Anliegerinformationen, Baustellensprechstunden, Presseartikel, zentraler Ansprechpartner für Baustellen im Tiefbauamt) zwischen den Bürgerinnen und Bürger und dem Tiefbauamt von Beginn der Planung bis um Ende einer Baumaßnahme. 2. Verfahren Aus der Vielzahl der jährlichen Baumaßnahmen des Tiefbauamtes werden für die Baustellenb e- fragungen diejenigen Baustellen ausgewählt, bei denen bei der Planung und Durchführung u.a. folgende Besonderheiten berücksichtigt werden mussten: - Beeinträchtigungen in Hauptverkehrsstraßen oder Innenstadtbereichen - lange Bauzeiten und damit hohe Beeinträchtigungen für Anwohner und Nutzer - Durchführung der Arbeiten in Nachtarbeit - hohes bürgerschaftliches Engagement, z.B. durch Kaufmannschaft, bereits im Vorfeld der Baumaßnahme - erstmalige Herstellung der Straßen und Nebenanlagen nach bereits jahrelanger Nutzung durch die Anlieger - Baumaßnahmen in reinen Wohngebieten - Anzahl der betroffenen Anlieger muss so hoch sein, dass aus den Antworten ein reprä- sentatives Ergebnis entsteht Bei den Baustellenbefragungen erhalten die Anlieger einen Fragebogen mit 10 wiederkehre nden Fragen. Diese Fragen sind durch Ankreuzen von verschiedenen Antwortmöglichkeiten zu bean t- Vorlagen-Nr.: V/0596/2013 Auskunft erteilt: Herr Grimm Ruf: 492 66 00 E-Mail: Grimm@stadt-muenster.de Datum: 08.08.2013 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0596/2013 worten. Da bei jeder Baustellenbefr agung die gleichen Fragen gestellt werden, ist eine Ve r- gleichbarkeit der verschiedenen Baumaßnahmen aus der Sicht der Bürgerinnen und Bürger mög- lich. Bei der 11. Abschlussfrage haben die Anlieger die Möglichkeit, mit eigenen Formulierungen weitere Anmerku ngen oder Verbesserungsvorschläge für zukünftige Baumaßnahmen zu m a- chen. Die Fragebögen und ein erläuterndes Anschreiben werden vom Tiefbauamt erstellt und zusa m- men mit einem für die Anlieger portofreien Rückantwort -Briefumschlag an diese verteilt. Aus Gründen des Datenschutzes werden die Antworten an das Amt für Stadtentwicklung, Stadtpl a- nung, Verkehrsplanung gesandt und von dort anonym ausgewertet. Das Tiefbauamt erhält nach Auswertung die Ergebnisse der Baustellenbefragungen. 3. Ergebnisse Das Tiefbauamt hat bislang folgende Baustellenbefragungen durchgeführt: 2004 Wolbecker Straße, Scharnhorststraße 2005 Hofstraße 2007 Angelmodde 2009 Am Schlossgarten, Cheruskerring, Osttor 2010 Rothenburg/Lütke Gasse, Prinz-Eugen-Straße, Mondstraße 2011 Heisstraße 2012 Max-Winkelmann-Straße, Königsstraße 2013 Am Getterbach, Erlenkamp Da durch die variierenden Dimensionen der einzelnen Baumaßnahmen eine unterschiedliche Anzahl von Anliegern von den Bauarbeiten betroffen ist, ist auch die Anzahl der verteilten Frage- bögen sehr unterschiedlich. Bei den 15 durchgeführten Befragungen wurden zwischen 45 und 810 Fragebögen verteilt. Im Durchschnitt sind 22,7 % aller verteilten Fragebögen zurückgesandt worden. Die meisten Antworten gab es bei der Baumaßnahm e „Erlenkamp“ mit 57,8 %. Die ge- ringste Rücklaufquote gab es bei der Baustelle „Am Getterbach“ mit 11,4 %. Dies war aus der Sicht des Tiefbauamtes sehr überraschend, da es doch im Vorfeld der Baumaßnahme sehr i n- tensive Bürgerkontakte geben hatte. Lt. Ausku nft des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung , Verkehrsplanung sind diese Rücklaufquoten im Vergleich zu anderen Umfragen gut. Frage 1 Liegt Ihre Wohnung / Ihr Haus / Ihr Arbeitsplatz im Bereich der Baustelle? - Baustelle lag direkt vor meiner Wohnung - wohne im Umfeld der Baustelle - Baustelle lag direkt vor meinem Arbeitsplatz - arbeite im Umfeld der Baustelle 3 V/0596/2013 Da bei den Baustellenbefragungen nur die Anlieger angesprochen wurden, haben durchschnit t- lich 68 % der Befragten geantwortet, bei denen die Baustelle direkt vor der Wohnung lag. Bei der Baustelle „Am Getterbach“ waren es 90 %. Frage 2 Wie intensiv sind Sie bei dieser Baumaßnahme betroffen gewesen? - durch Verkehrsbehinderung - durch Verschlechterung der Erreichbarkeit - durch Verschlechterung des Parkplatzangebotes - Belästigung durch Lärm oder Staub Bei dieser Frage können die Befragten unterscheiden zwischen „immer, oft, gelegentlich, selten, nie und betrifft mich nicht“. Durchschnittlich waren 31 % der Rücksender „immer“ durch Ve r- kehrsbehinderungen betroffen. Bei der Baustelle „Erlenkamp“ lag der Wert bei 50 %. Durchschnittlich 24 % der Rücksender sahen in der Baustelle den Grund für die dauernde Ve r- schlechterung der Erreichbarkeit. Hier wurde der Spitzenwert von 42 % bei der Ba ustelle „Rot- henburg/Lütke Gasse“ erzielt. Durch die Baustelle empfanden durchschnittlich 30 % der Rücksender eine Verschlechterung des Parkplatzangebotes. Hier lag der Spitzenwert mit 54 % in der Heisstraße. Durchschnittlich 34 % der Rücksender fühlen si ch von Lärm und Staub der Baustelle belästigt. Besonders belästigt fühlten sich hier die Anwohner vom Osttor mit 58 %. Frage 3 Zu welchen Zeiten sind Sie von der Baumaßnahme betroffen gewesen? - ganztägig, in der Woche - nur morgens und/oder abends - am Wochenende - nur, wenn ich das Haus verlassen muss Durchschnittlich 64 % der Rücksender sind ganztägig in der Woche von der Baumaßnahme b e- troffen gewesen. Der Spitzenwert lag hier bei 83 % auf der Baustelle „Osttor“. Bei der Baustelle „Cheruskerring“, bei der die Arbeiten in Nachtarbeit durchgeführt worden sind, fühlten sich 74 % der Rücksender in ihrer Nachtruhe gestört. Frage 4 Hatten Sie Bedarf, mit jemandem wegen der Baustelle Kontakt aufzunehmen? - ja, Kontakt wurde aufgenommen - ja, Kontakt versucht, aber nicht zustande gekommen - ja, aber keinen Kontakt aufgenommen - nein, kein Bedarf Bedarf, mit jemandem wegen der Baustelle Kontakt aufzunehmen, hatten durchschnittlich 67 % der Rücksender. Tatsächlich Kontakt aufgenommen haben durchschn ittlich 54 %. Den größten Gesprächsbedarf gab es bei der Baustelle „Erlenkamp“ mit insgesamt 96 %, Insgesamt zeigt das Ergebnis, dass während der Durchführung einer Baustelle es regelmäßigen Gesprächsbedarf bei den Bürgerinnen und Bürgern zu den Baumaßnahmen gibt. Frage 5 Wie oft hatten Sie Kontakt mit dem Tiefbauamt / der Baufirma / den Stadtwerken wegen der Baumaßnahme? Bei dieser Frage können die Befragten bei den Antworten wählen zwischen „1x, 2x, öfter und ohne Kontakt“, Bei den einmaligen Kontakte n hatten 16 % der Rücksender Kontakt mit dem 4 V/0596/2013 Tiefbauamt, 13 % mit der Baufirma und 12 % mit den Stadtwerken. Jeweils 2x Kontakt hatten 8 % der Rücksender mit dem Tiefbauamt, 13 % mit der Baufirma und 5 % mit den Stadtwerken. Mehr als zweimaligen Gesprächsbedarf hatten 10 % der Rücksender mit dem Tiefbauamt, 23 % mit der Baufirma und 3 % mit den Stadtwerken. Als Ergebnis ist festzustellen, dass die Bürgeri n- nen und Bürger während der Baumaßnahme überwiegend den direkten Kontakt zu den Mitarbe i- tern der Baufirm en suchen. Dies ist sicherlich auch die beste Möglichkeit, um Probleme vor Ort direkt besprechen und lösen zu können. Frage 6 Wie zufrieden waren Sie mit den Ergebnissen aus diesen Kontakten? Wie bewerten Sie dabei - das Verhalten der Mitarbeiter des Tiefbauamtes - wie wurde Ihr Problem erledigt? Bei der Frage zum Verhalten der Mitarbeiter können die Befragten bei den Antworten wählen zwischen „war in Ordnung, teils/teils, war nicht in Ordnung und betrifft mich nicht“. Mit dem Ve r- halten der Mitarbeiter des Tiefbauamtes waren durchschnittlich 82 % der Rücksender zufrieden. Besonders zu erwähnen ist, dass bei den Baumaßnahmen „Am Schlossgarten“ und „Am Gette r- bach“ alle Rücksender der Meinung waren, das Verhalten der Mitarbeiter war in Ordnung. Im Gegensatz dazu waren bei der Baumaßnahme „Osttor“ nur 57 % der Rücksender mit dem Ve r- halten der Mitarbeiter einverstanden. Bei diesem Ergebnis ist zu berücksichtigen, dass bei dieser Baumaßnahme auch nur 29 % der Rücksender angegeben haben, dass ihr Problem gelös t wor- den ist. In vielen Fällen ist bei den Bürgerinnen und Bürger die Problemlösung mitentscheidend bei der Beurteilung des Verhaltens der Mitarbeiter. Voraussetzung für die gute Beurteilung ist neben der fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter auch das b ewusste Augenmerk auf die Bela n- ge und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu legen. Die Kundenfreundlichkeit während der Baumaßnahmen ist eines der Qualitätsziele des Tiefbauamtes. Die Ergebnisse der Baustellenbe- fragungen bestätigen die Mitarbeiter des Tiefbauamtes bei der Erreichung dieses Zieles. Bei der Frage zur Problemerledigung können die Befragten bei den Antworten wählen zwischen „wurde gelöst, wurde zum Teil gelöst, wurde nicht gelöst und war nicht lösbar“. Durchschnittlich 54 % der Rücksender haben angegeben, dass das Problem gelöst wurde. Lediglich in 13 % aller Fälle konnte das Problem nicht gelöst werden. Auch hier zeigt sich, dass die Mitarbeiter des Tief- bauamtes bei der Lösung von Problemen sehr bürgerorientiert sind und in der Regel „alles m a- chen, was technisch und aus der Sicht der Verkehrssicherheit möglich“ ist. Frage 7 Wie bewerten Sie die folgenden Aussagen zu der Baumaßnahme? - Es wurde nicht zügig genug gearbeitet - Es wurde zu wenig Personal eingesetzt - Es wurde nicht oder zu selten des nachts / an Samstagen gearbeitet - Insgesamt gesehen hat es zu lange gedauert Bei dieser Frage gibt es folgende Antwortmöglichkeiten: „trifft sehr zu, trifft zu, teils/teils, trifft nicht zu, trifft gar nicht zu, weiß nicht“. Bei der Frage na ch der Schnelligkeit bei der Erledigung der Arbeiten ergibt sich ein sehr differenziertes Ergebnis. Während durchschnittlich 24 % aller Rüc k- sender meinen, die Aussage „es wurde nicht zügig genug gearbeitet“ trifft sehr zu und trifft zu, waren 40 % der Rücksender der Meinung, diese Aussage trifft nicht zu und trifft gar nicht zu. Bei der Frage nach dem Personaleinsatz haben durchschnittlich 19 % der Rücksender geantwor- tet, die Aussage „es wurde zu wenig Personal eingesetzt“, trifft sehr zu und trifft zu. D agegen haben durchschnittlich 29 % der Rücksender gemeint, die Aussage trifft nicht zu und trifft gar nicht zu. Auffallend hier ist, dass bei der Beantwortung dieser Frage durchschnittlich 40 % der Rücksender „weiß nicht“ oder keine Angaben gemacht haben. Daraus lässt sich ableiten, dass es für die Bürgerinnen und Bürger schwierig ist zu beurteilen, ob der Personaleinsatz angemessen ist oder nicht. 5 V/0596/2013 Bei der Frage nach der Arbeit an Wochenende oder nachts waren durchschnittlich 21 % der Rücksender der Meinung, die Aussage „es wurde nicht oder zu selten des Nachts / an Samst a- gen gearbeitet“ trifft sehr zu und trifft zu. Im Gegensatz dazu haben sich 34 % geäußert, die Au s- sage trifft nicht zu und trifft gar nicht zu. Auch hier haben durchschnittlich 41 % der Rüc ksender keine Meinung gehabt oder keine Angaben gemacht. Anhand der unterschiedlichen Antworten ist festzustellen, dass die Themen „Samstagsarbeit“ und „Nachtarbeit“ sehr unterschiedlich beu r- teilt werden. Während die eine Gruppe die Bauarbeiten möglichst schnell beendet haben möchte, ist die andere Gruppe froh darüber, wenigstens abends, nachts und an den Wochenenden Ruhe zu haben. Den Eindruck, dass die Baustellen insgesamt zu lange dauern, haben durchschnittlich 47 % der Rücksender bestätigt. Demgegenüb er stehen nur 27 % der Rücksender, die die Aussage nicht bestätigen. Die Ergebnisse der Baustellenbefragungen bestätigen den Eindruck vieler Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern, dass der Ablauf einer Baumaßnahme mit der zeitlichen A b- stimmung der verschiedensten Gewerke unterschiedlicher Firmen und Institutionen einen gewi s- sen Zeitbedarf erfordert. Hier versuchen die Mitarbeiter des Tiefbauamtes den Bürgeri nnen und Bürgern nachvollziehbar zu erklären, dass nicht alle Arbeiten auf einmal erledigt werden können, sondern dass die eine Firma erst mit den Arbeiten beginnen kann, wenn die andere Firma an der Stelle ihre Arbeiten abgeschlossen hat. Frage 8 Wie bewerten Sie die verschiedensten Mittel und Wege, mit denen wir Sie über die Baumaßnahme informiert haben? Sind diese ausreichend, rechtzeitig und verständlich gewesen? - Bürgerinformationsveranstaltung - Information durch Baustellenbeschilderung - Handzettel für Anlieger - Presseinformationen Bei dieser Frage gibt es in den Kategorien „ausreichend “, „rechtzeitig“ und „verständlich“ jeweils die Antwortmöglichkeiten „ja, zum Teil, nein, nicht wahrgenommen“. Bei der „ausreichenden Information“ sind folgende Ergebnisse erzielt worden: Die Bürgeninformationsveranstaltungen empfanden durchschnittlich 41 % der Rücksender als ausreichend Den Spitzenwert erzielte hier die Bürgerinformationsveranstaltung zur Bauma ß- nahme „Erlenkamp“ mit 62 %. Als nicht ausreichend empfanden 26 % der Rücksender die Info r- mationsveranstaltung zur Baumaßnahme „Prinz-Eugen-Straße“. Die Baustellenbeschilderungen hielten durchschnittlich 57 % der Rücksender für ausreichend. Den Spitzenwert erzielte auch hier die Baumaßnahme „Erlenkamp“ mit 77 %. Als nicht ausre i- chend hielten 23 % der Rücksender die Baustellenbeschilderung zur Bauma ßnahme „Rothen- burg/Lütke Gasse“. Die Handzettel für Anlieger bezeichneten durchschnittlich 52 % der Rücksender als ausreichend. Den Spitzenwert erzielte hier die Baumaßnahme „Max -Winkelmann-Straße“ mit 71 %. Als nicht ausreichend bezeichneten 24 % der Rück sender die Handzettel für Anlieger zur Baumaßname „Prinz-Eugen-Straße“. Die Presseinformationen wurden von durchschnittlich nur 26 % der Rücksender für ausreichend gehalten. Den Spitzenwert erreichte hier die Baumaßnahme „Mondstraße“ mit 41 %. Als nicht ausreichend wurden die Presseinformationen von 24 % der Rücksender bei der Baumaßnahme „Prinz-Eugen-Straße“ gehalten. Auffallend bei den Presseinformationen ist, dass durchschnittlich 6 V/0596/2013 29 % der Rücksender diese gar nicht wahrgenommen haben. Hieraus lässt sich ableiten, dass es immer weniger Menschen gibt, die die lokalen Tageszeitungen lesen. Die „rechtzeitige Information“ wurde wie folgt beurteilt: Die Bürgeninformationsveranstaltungen empfanden durchschnittlich 45 % der Rücksender als rechtzeitig. Den Spit zenwert erzielte hier die Bürgerinformationsveranstaltung zur Baumaßna h- me „Erlenkamp“ mit 77 %. Die Baustellenbeschilderungen hielten durchschnittlich 56 % der Rücksender als rechtzeitig. Den Spitzenwert erzielte hier die Baumaßnahme „Am Schlossgarten“ mit 89 %. Die Handzettel für Anlieger bezeichneten durchschnittlich 50 % der Rücksender als rechtzeitig. Den Spitzenwert erzielte hier die Baumaßnahme „Max-Winkelmann-Straße“ mit 63 %. Die Presseinformationen wurden von durchschnittlich nur 27 % der Rücksend er als rechtzeitig angesehen. Den Spitzenwert erreichte hier die Baumaßnahme „Mondstraße“ mit 45 %. Als nicht rechtzeitig wurden die Presseinformationen von 21 % der Rücksender bei der Baumaßnahme „Osttor“ gehalten. Die Auswertung der „verständlichen Information“ ergab folgendes Ergebnis: Die Bürgeninformationsveranstaltungen empfanden durchschnittlich 39 % der Rücksender als verständlich. Den Spitzenwert erzielten hier die Bürgerinformationsveranstaltungen zu den Ba u- maßnahmen „Erlenkamp“ und „Am Getterbach“ mit jeweils 50 %. Die Baustellenbeschilderungen hielten durchschnittlich 57 % der Rücksender als verständlich. Den Spitzenwert erzielte hier die Baumaßnahme „Am Schlossgarten“ mit 84 %. Die Handzettel für Anlieger bezeichneten durchschnittlich 56 % der Rücksender als verständlich. Den Spitzenwert erzielte hier die Baumaßnahme „Heisstraße“ mit 72 %. Die Presseinformationen wurden von durchschnittlich nur 30 % der Rücksender für verständlich gehalten. Den Spitzenwert erreichte hier die Baumaßnahme „Mondstraße“ mit 47 %. Frage 9 Sind Sie mit dem Ablauf der Baumaßnahme zufrieden? Mit dem Ablauf der Baumaßnahme waren durchschnittlich 54 % der Rücksender zufrieden. Rechnet man den Anteil der 30 % derjenigen dazu, die mit dem Ablauf zum Teil zufrieden waren, ergibt dies ein erfreuliches Ergebnis von 84 %. Die höchste Zufriedenheit wurde bei der Ba u- maßnahme „Max -Winkelmann-Straße“ mit 94 % der Rücksender erreicht . Mit dem Ablauf der Baumaßnahme nicht zufrieden waren 22 % der Rücksender bei der Baumaßnahme „Hei sstraße“ und 24 % der Rücksender bei der Baumaßnahme „Prinz -Eugen-Straße“. Das Ergebnis zeigt, dass die Planung und die Vorbere itung der Baumaßnahmen mit hohem Sachverstand durchg e- führt werden. Nur so ist es möglich, den zeitlichen Ablauf von komplexen Str aßen- und Kanal- baumaßnahmen mit den unterschiedlichen Beteiligten, z.B. Tiefbauamt, Stadtwerke, Telekom, UnityMedia usw. optimal zu organisieren. Neben den Interessen der am Bau Beteiligten, sind auch noch die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse von Kaufmannschaft, Gewerbeb e- trieben, Behörden und Anliegern zu berücksichtigen. Frage 10 Sind Sie mit dem Gesamtergebnis der Baumaßnahme zufrieden? Mit dem Gesamtergebnis der Baumaßnahme waren durchschnittlich 60 % der Rücksender z u- frieden. Rechnet man den Anteil der 27 % derjenigen dazu, die mit dem Gesamtergebnis zum Teil zufrieden waren, ergibt dies ein sehr gutes Ergebnis von 87 %. Die höchste Zufriedenheit wurde auch hier bei der Baumaßnahme „Max -Winkelmann-Straße“ mit 98 % der Rücksender erreicht. Mit dem Gesamtergebnis der Baumaßnahme nicht zufrieden waren 24 % der Rückse n- der bei der Baumaßnahme „Prinz -Eugen-Straße“. Das Ergebnis zeigt, dass neben der Planung und Vorbereitung einer Maßnahme auch die Durchführung und Umsetzung von den Bürgerinnen und Bürgern positiv beurteilt wird. 7 V/0596/2013 Das Ergebnis der Zufriedenheit mit einer Baumaßnahme fließt auch in das vom Tiefbauamt selbst gewählte strategische Ziel „Kundenorientiert handeln“ im Rahmen der Balanced Scor e- card (BSC) ein. Frage 11 Haben Sie Anmerkungen zu der Bau maßnahme oder Verbesserungsvor- schläge für zukünftige Baustellen? Bei dieser Frage haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Dinge mitzuteilen, die sie im Zusammenhang mit der Baumaßnahme dem Tiefbauamt „noch mal sagen wollten“. Auch diese Form der Kommunikation ist zwischen Bürger und Verwaltung sehr wichtig, gibt es dadurch dem Bürger die Möglichkeit, evtl. aufgestauten Ärger in anonymer Form zu äußern. Di e- se Möglichkeit wird von den Rücksendern sehr häufig genutzt. Bei dieser Frage erhält das Tief- bauamt viele positive und negative Kritik. Die Anzahl der positiven und negativen Kritikpunkte ist im G esamtvergleich ausgeglichen. Auch werden bei der Beantwortung der Frage Belange der Stadtwerke und der Baufirmen angesprochen. Im Ergebnis hat das Tiefbauamt u.a. auf folgende Anregungen aus der Bürgerschaft reagiert:: - die Inanspruchnahme von Parkflächen für Materiallagerungen wird bei der Bauablaufpl a- nung kritisch überprüft, - bei der Planung wird versucht, die Bauarbeiten innerhalb eines Kal enderjahres zu erledi- gen um nicht eine längere „Winterpause“ zu haben“, - der Winkel der Bordsteinkarten bei den Grundstückseinfahrten wurde „benutzerfreundlich“ verändert, - bei Nachtarbeiten die lärmintensiven Geräusche der Baumaschinen auf das Notwendigste zu beschränken. Viele Dinge, die bei dieser Frage genannt werden, sind dem Tiefbauamt im Laufe der Bauma ß- nahme schon bekannt geworden. Aber auch neue Anregungen und Hinweise kann man den Antworten entnehmen. Das Tiefbauamt nutzt diese Anregungen und Hinwei se, um bei zukünft i- gen Baumaßnahmen „diese Fehler“ nicht noch einmal zu machen und letztendlich die Arbeit in s- gesamt kontinuierlich zu verbessern. 4. Zusammenfassung Das Tiefbauamt hat mit den bisher 15 durchgeführten Baustellenbefragungen insgesamt positiv e Erfahrungen gemacht. Als letztes Glied in der Kette der vielen Kommunikationsmöglichkeiten mit den Bürgerinnen und Bürgern im Ablauf einer Baumaßnahme profitieren sowohl die Befragten als auch das Tiefbauamt vom Einsatz dieses Kommunikationsinstrumentes. Die Bürgerinnen und Bürger können zum Abschluss einer Baumaßnahme anonym ihre Erfahrungen mitteilen und das Tiefbauamt nutzt diese Erfahrungen, um zukünftige Baumaßnahmen noch besser zu planen und abzuwickeln. Aus diesem Grunde wird das Tiefbauamt auch we iterhin Baustellenbefragungen durchführen. I. V. gez. Schultheiß Stadtdirektor
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (14)
- Wolbecker Straße
- Prinz-Eugen-Straße
- Max-Winkelmann-Straße
- Heisstraße 2012
- Mondstraße 2011
- Cheruskerring
- Erlenkamp
- Am Schlossgarten
- Am Getterbach
- Scharnhorststraße 2005
- Königsstraße 2013
- Lütke Gasse
- Hofstraße 2007
- Osttor 2010
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0596/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.08.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37