AN/0363/2026
Platzkümmerer für Chorweiler
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Gem. Antrag nach § 3 (BV6)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen SPD-Fraktion Gleichlautend Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Herrn Bezirksbürgermeister Daniel Kastenholz Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0363/2026 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 12.03.2026 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wir bitten Sie, den folgenden gemeinschaftlichen Antrag von GRÜNEN und SPD auf die Tagesordnung der nächsten BV-Chorweiler-Sitzung am 12.3.2026 zu setzen: Platzkümmerer für Chorweiler Ein harmonisches Zusammenleben aller Menschen, das wünschen wir uns alle. Aber gerade auf öffentlichen Plätzen wird dies immer wieder auf die Probe gestellt, nicht nur am Brüsseler. Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme sind aber Dinge, die man besser erlernt als erzwingt. Um Ordnungsamt und Polizei zu entlasten, regen wir deshalb so genannte Platzkümmerer an, für die beiden großen Plätze im Zentrum Chorweilers. Als ergänzende niedrigschwellige Maßnahme für Ordnung, Sauberkeit und sozialen Frieden. Und als Schnittstelle zu anderen Organisationen und Hilfsangeboten. Die Bezirksvertretung möge deshalb beschließen: 1. Für den Liverpooler und Pariser Platz zusammen wird zusätzlich die Position eines Platzkümmerers (er*sie) eingerichtet und geprüft, ob diese Aufgabe auch über ehrenamtliche Strukturen abgebildet werden kann. Die Person oder Personen sind idealerweise im Veedel verankert und vielen bekannt. Hauptzielrichtung ist ein sozial-pädagogischer Ansatz, der Nutzungskonflikte und Fehlverhalten durch erklärendes und vermittelndes Eingreifen löst und nur in extremen Fällen andere Behörden einschaltet. 2. Hierfür wird eine enge Abstimmung mit vorhandenen Streetworker*innen angestrebt. 3. Es soll ein regelmäßiger Austausch stattfinden mit Angeboten in unmittelbarer Nähe, wie des Bürgerzentrums Chorweiler, der GAG, der Kümmerei, von Outline, Pegasus, ansässigen Gemeinden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen. 4. Es wird keine 24-Stunden-Lösung angestrebt, sondern eine Verfügbarkeit zu den am stärksten frequentierten Nutzungszeiten der Plätze, ggf. beginnend mit den Markttagen. - 2 - 5. Das Konzept wird nach zwei Jahren evaluiert. Begründung: Die beiden zentralen Plätze unseres Stadtbezirks werden von Menschen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen und Gewohnheiten genutzt. Dabei kommt es immer wieder zu Nutzungskonflikten. Wir wollen, dass sich alle Menschen dort wohlfühlen und im Zweifelsfall klare Ansprechpartner haben. Ohne die oft überlasteten Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt in Anspruch nehmen zu müssen. Dies niedrigschwellig und mit sozial- pädagogischen Mitteln zu erreichen ist einen Versuch wert. Platzkümmerer gibt es auch in anderen Städten mit sozialen Brennpunkten. Sie können bei Konflikten vermitteln, nachbarschaftlichen Zusammenhalt stärken und üben eine Form sozialer Kontrolle aus, die Verstöße gegen Normen klar anspricht. Gesprächsbereit und geschult für viele aus sozialer Ungleichheit, Vernachlässigung und kulturellen Unterschieden resultierenden Verhaltensweisen. gez. Marc Kersten gez. Julian Meyer Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0363/2026
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV6
- Datum
- 02.03.2026
- Erstellt
- 02.03.2026 11:40