V/0229/2007
Abfallstatistik 2006
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Berichtsvorlage
622 Zeichen
V/0229/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Betrifft Abfallstatistik 2006 Beratungsfolge 19.04.2007 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Werksaus- schuss mit der Anlage die Abfallbilanz 2006 vorgelegt. I. V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlage: Abfallbilanz 2006 Vorlagen-Nr.: V/0229/2007 Auskunft erteilt: Herr Beutel Ruf: 60 52 44 E-Mail: Beutel@awm.stadt-muenster.de Datum: 21.03.2007 Öffentliche Berichtsvorlage
Anlage: Abfallbilanz 2006
19603 Zeichen
1 Abfallbilanz 2006
11 11. Zusammenfassung................................ ....................3
22 22. Siedlungsabfälle und Wertstoffe ..........................4
2.1 Siedlungsabfälle................................ ..................................4
2.2 Siedlungsabfälle aus Haushalten……………………………5
2.3 Wertstoffe...................................... ........................................5
2.4 Recyclinghöfe.................................. .....................................6
2.5 Problemabfälle................................... ..................................7
2.6 Sperrmüll....................................... .........................................7
3. Restabfallbehandlung, Verwertung
und Deponierung................................... ....................8
3.1 Restabfallvorbehandlung......................... .......................8
3.2 Wertstoffsortierung.............................. ............................9
3.3 Verwertung organischer Abfälle..................... ...........10
3.4 Deponierung...................................... ..................................11
4. Abfallwirtschaftliche Entwicklung............... .........12
4.1 Siedlungsabfälle................................. ................................12
4.2 Wertstoffe............................................................................14
Inhaltsverzeichnis
2 Abfallbilanz 2006
Abb. 1: Gesamtabfallaufkommen 2006
in t nach Abfallart……………………………………………………….4
Abb. 2: Gesamtabfallaufkommen 2006
in kg pro Einwohner.................................... .......................4
Abb. 3: Aufkommen Siedlungsabfälle aus
Haushalten 2006 in t……………………..…………………….……5
Abb. 4: direkte Verwertung und Verwertung
in der MBRA in %........................................ ..........................5
Abb. 5: Verwertete Abfallarten in kg
pro Einwohner und Jahr.................................... ................5
Abb. 6: Zusammensetzung der
verwerteten Sieldungsabfälle in %....................... .......6
Abb. 7: Erfasste Mengen an den Recyclinghöfen
2006 in t............................................ ......................................6
Abb. 8: Erfasste und entsorgte Mengen
Problemabfälle 2006 in t............................. ....................7
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2006 in %...................... ...............7
Abb. 10: Input MBRA 2006 in t…......................... ............................8
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2006 in %............... .............8
Abb. 12: Hauptfraktionen Input
Wertstoffsortieranlage 2006 in %....................... ........9
Abb. 13: Output
Wertstoffsortieranlage 2006 in %....................... ........9
Abb. 14: Input
Grünabfallkompostierungsanlage 2006 in %......10
Abb. 15: Absatzbereiche Grünkompost 2006 in %............. ..10
Abb. 16: Entwicklung deponierter
Siedlungsabfälle 1990 -2006 in t...................... ..........12
Abb. 17: Entwicklung der erfassten
Wertstoffmengen 1990-2006 in t.......................... ....13
Abb. 18: Verwertete Mengen Bio- und
Grünabfälle 1990 - 2006 in t............................. ............14
Abb. 19: Glassammelmengen 1990 - 2006 in t.............. ........14
Abb. 20: Sammelmengen Papier 1990-2006 in t............. ......14
Abb. 21: Sammelmengen
Verpackungen 1990 - 2006 in t........................... .........15
Abb. 22: Holzmengen 1990 - 2006 in t..................... ..................15
Abbildungsverzeichnis
3 Abfallbilanz 2006
Wie schon im vergangenen Jahr zeichnet sich auch das
Jahr 2006 durch keine besonderen „Höhen“ bzw. „Tie-
fen“ in der Abfallwirtschaft aus. Der Anteil der depo-
nierten Abfälle und der Wertstoffe unterlag nur gering-
fügigen Schwankungen und pendelte sich auf ein be-
stimmtes Niveau ein.
Diese Konstanz der anfallenden Mengen kann durchaus
mit einer hohen Akzeptanz der verschiedenen Hol- und
Bringsysteme bei den Bürgerinnen und Bürgern erklärt
werden.
Im Jahr 2006 ist die mechanisch-biologische Restabfall-
anlage ganzjährig im Vollbetrieb gelaufen. Erstmalig
wurde in diesem Jahr nur noch vorbehandelter Abfall
abgelagert.
Im Bereich der häuslichen Abfälle ist der Anteil der de-
ponierten Mengen in den letzten 10 Jahren stetig zu-
rückgegangen. Diese Entwicklung verlangsamt sich seit
einigen Jahren.
Insgesamt befinden sich die Sammelmengen für Wert-
stoffe in Münster nach wie vor auf einem sehr hohen
Niveau.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Einwoh-
ner Münsters mit ihrer ausgeprägten Bereitschaft zur
Abfalltrennung und die AWM mit ihren ausdifferenzier-
ten abfallwirtschaftlichen Angeboten die Möglichkeiten
der Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Verwertung
nahezu ausgeschöpft haben.
1. Zusammenfassung
4 Abfallbilanz 2006
2.1 Siedlungsabfälle
Das Gesamtaufkommen an Siedlungsabfällen, die im
Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe
(AWM) entsorgt bzw. verwertet wurden, betrug 2006
insgesamt
173.631 t Siedlungsabfälle.
Der größte Anteil entfiel dabei auf den Haus- und Sperr-
müll mit 132.725 t. Die Gewerbeabfallmenge betrug
17.590 t, an Baurestabfällen fielen insgesamt
16.601 t an. Zudem wurden 6.635 t Rückstände aus der
Stadtreinigung durch die AWM entsorgt oder verwertet.
69,0%
7,5%
10,1%
9,6% 3,8%
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Baurestabfälle
Rückstände Stadtreinigung
Abb. 1: Gesamtabfallaufkommen 20o6 in % nach Abfallart
Bezogen auf die Einwohner der Stadt Münster ergibt
sich folgende Aufteilung des Abfallaufkommens:
429
47
63
60 24
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Baurestabfälle
Rückstände Stadtreinigung
Abb. 2: Gesamtabfallaufkommen 2006 in kg pro Einwohner
Das Aufkommen an Baurestabfällen spiegelt die ver-
wertete Boden- und Bauschuttmenge im Bereich der
Zentraldeponie Münster II wider.
2. Siedlungsabfälle und Wertstoffe
2. Siedlungsabfälle
5 Abfallbilanz 2006
2.2 Siedlungsabfälle aus Haushalten
Im Jahr 2006 wurden insgesamt
132.725 t Haushaltsabfälle
eingesammelt.
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
35.000
40.000
Hausmüll Papier
Bioabfälle
Grün
abfälle
Verp
ackungen
Sperr
mü
ll
Glas Ho
lz
Meta
lle
sonst. W ertstoffe
Abb. 3: Aufkommen Siedlungsabfälle aus Haushalten 2006 in t
Den größten Teil der Abfallmenge macht hierbei der
Restabfall (Haus- und Sperrmüll) mit 42.093 t aus. Als
nächst größte Fraktionen folgen die bei der Abfuhr ge-
trennt gesammelten Wertstoffe wie Papier, Bioabfälle
und Grünabfälle. Diese vier Fraktionen machen bereits
80 % des Gesamtaufkommens aus.
Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt in Münster bei
476 kg pro Einwohner und Jahr.
Von der Gesamtmenge konnten durch die getrennte
Erfassung 298 kg verwertet werden.
Zum Vergleich: Deutschlandweit lag das Pro-Kopf-
Aufkommen im Jahr 2005 bei 452 kg (Quelle: Statisti-
sches Bundesamt).
2.3 Wertstoffe
Von den Siedlungsabfällen wurden
146.165 t verwertet,
davon über 39.000 t über die MBRA. Die restlichen
107.000 t verwertbare Fraktionen wurden im Rahmen
der Abfallabfuhr direkt getrennt eingesammelt. Die
Verwertungsquote liegt bei 84,2 %.
27.466 t mussten im Jahr 2006 auf der Deponie abgela-
gert werden, 26.000 t stammen aus der Vorbehandlung
in der MBRA.
27%
73%
Verwertung MBRA direkte Verwertung
Abb. 4: Direkte Verwertung und Verwertung in MBRA in %
Bezogen auf die verschiedenen Wertstoffarten wurden
pro Einwohner folgende Mengen verwertet:
0 20 40 60 80 100 120
Metalle
Holz
Glas
Kunststoffe
Verpackungen
Bioabfälle
Grünabfälle
Papier
Abb. 5: Verwertete Abfallarten in kg pro Einwohner und Jahr
6 Abfallbilanz 2006
Im Jahr 2006 wurden keine gravierenden abfallwirt-
schaftlichen Maßnahmen im Bereich der Privathaushal-
te (Bio- und Papiertonne, getrennte Sperrmüllabfuhr,
Recyclinghofnetz, DSD-Sammlung) verändert bzw. neu
eingeführt. Bei den erfassten Mengen ergaben sich da-
her nur geringfügige Abweichungen zum Vorjahr.
27%
21%
18%
10%
7%
7%
3% 7%
Papier Grünabfälle Bioabfälle Verpackungen
Glas Holz Metalle Kunststoffe
Abb. 6: Zusammensetzung der verwerteten Siedlungsabfälle in %
2.4 Recyclinghöfe
Die Recyclinghöfe in Münster sind ein wichtiger Bau-
stein zur Erfassung von Abfällen. Insgesamt wurden im
Jahr 2006
25.124 t Abfälle
an den Recyclinghöfen von den Münsteranern abgege-
ben, die sich in folgende Hauptfraktionen aufteilen:
8743
1359
3311
757
2999
628
5579
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
Grünabfälle
Sperr-/ Hausmüll
Holz
Papier
Metalle
Verpackungen
Elekronikgeräte
Abb. 7: Erfasste Mengen an den Recyclinghöfen 2006 in t
Die größten Wertstofffraktionen bilden wie im letzten
Jahr:
Grünabfälle mit 8.743 t
Holz mit 3.311 t
Papier mit 2.999 t.
Neben diesen Hauptfraktionen wurden auch geringere
Mengen Metall, Verpackungen etc. abgegeben. 5.579 t
Sperr- und Hausmüll wurden an den Recyclinghöfen
angenommen.
Interessant ist die deutliche Steigerung der Sammel-
mengen bei den Elektrogeräten um über 300 t. Hier
schlägt die neue E-Schrott-VO durch. Intensive Öffent-
lichkeitsarbeit und die Akzeptanz bei den Bürgern erklä-
ren die relativ sprunghaft angestiegene Menge.
7 Abfallbilanz 2006
2.5 Problemabfälle
Über die Schadstoffsammlung auf den Recyclinghöfen
wurden
330 t Problemabfälle
aus Haushalten gesammelt und über die Problemab-
fallzwischenläger am Standort Rösnerstraße verschie-
denen Beseitigungs- und Verwertungswegen zugeführt.
0 20 40 60 80 100
Dispersionsfarbe
Lacke, Löse-, Holzschutzmittel
Altöl
ölhaltige Abfälle
Akkumulatoren
Batterien incl. Knopfzellen
Leuchtstoffröhren
Abb. 8: Erfasste und entsorgte Mengen Problemabfälle 2006 in t
Neben den dargestellten Hauptfraktionen wurden ge-
ringe Mengen Säuren, Laugen, Entwickler, Fixierer,
Pflanzenschutzmittel, Chemikalien, Quecksilberabfälle,
PCB-haltige Kondensatoren, Feuerlöschpulver und
Spraydosen an den Recyclinghöfen angenommen und
fachgerecht entsorgt.
Die Erfassung der Elektrogeräte erfolgte im Rahmen der
neuen Elektronikschrott-Verordnung über die Recycling-
höfe, die Sperrmüllabfuhr und durch Direktanlieferung
von Gewerbebetrieben. Insgesamt wurden 1.451 t
gesammelt. Die Geräte wurden entweder über das neue
Elektronikschrottsystem verwertet oder der Metallver-
wertung zugeführt.
2.6 Sperrgut
Im Rahmen der monatlichen Sperrgutabfuhr wurden
insgesamt
13.028 t Abfälle
erfasst.
Bei der Sperrgutsammlung werden drei Abfallfraktionen
getrennt erfasst: der typische Sperrmüll wie Möbel und
größere Haushaltgegenstände, große Elektrogeräte und
Grünabfälle.
7.672t Sperrmüll
macht den größten Anteil aus.
37%
4%
59%
Grünabfall Elektronikgeräte Sperrmüll
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2006 in %
Über die Gartenabfallsäcke und Bündelsammlung wur-
den
4.808 t Grünabfälle
eingesammelt.
Aufgrund der Schadstoffbelastung wurden 549 t Elek-
tronikgeräte getrennt gesammelt und schadlos wieder-
verwertet.
8 Abfallbilanz 2006
3.1 Restabfallvorbehandlung
Die MBRA lief 2006 ganzjährig mit beiden Behand-
lungsstufen im Vollbetrieb. Es wurden im Jahr 2006
insgesamt
69.217 t Restabfall
behandelt. Die Hauptfraktionen bilden der Hausmüll
mit 45.474 t, 7.936 t Sperrmüll, 8.908 t Gewerbeabfall
und 6.419 t Rückstände aus der Stadtreinigung.
66%
12%
13%
9%
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände aus der Stadtreinigung
Abb. 10: Input MBRA 2006 in % (Hauptfraktionen)
Insgesamt wurden in der MBRA
33.698 t Wertstoffe
aussortiert. Berücksichtigt man die biologischen Abbau-
produkte in der 2. Stufe der MBRA (Wasser, CO 2, Me-
thangas), ergibt sich rechnerisch eine gesamt verwerte-
te Menge von 43.300 t.
Die verwertete Gesamtmenge aus der 1. Stufe der MBRA
setzt sich aus 6.921 t Kunststoffen, 3.625 t Holz, 1.736 t
Eisenmetall. 1.212 t Papier und 439 t Nichteisenmetall
zusammen. Einer thermischen Verwertung (heizwert-
reiche Fraktion) wurden 19.765 t zugeführt.
58%
11% 4% 5% 1%
21%
Papier Eisenmetall
Nichteisenmetall Kunststoffe
Heizwertreiche Fraktion Holz, Steine
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2006 in %
3. Restabfallbehandlung,
Verwertung und Deponierung
9 Abfallbilanz 2006
3.2 Wertstoffsortierung
Die Wertstoffsortieranlage stellt aus verschiedenen
Wertstoffanlieferungen wie z. B. Papier, Kunststoffen,
Metallen oder Holz, sortenreine Fraktionen für die Ver-
wertung bereit.
Im Jahr 2006 wurden insgesamt
21.977 t Wertstoffe
in der Wertstoff-Sortieranlage angeliefert.
3% 3%
73%
3%
15%
3%
Gewerbeabfälle - Wertstoffe - Gewerbeabfälle - Holz -
Papiertonne Papier Gewerbebetriebe
Holz Recyclinghöfe Metall Recyclinghöfe
Abb. 12: Hauptfraktionen Input Wertstoffsortieranlage 2006 in %
Nach der Sortierung konnten
21.127 t Wertstoffe
für die weitere Verwertung bereitgestellt werden.
79,0%
0,1%
18,3% 0,4%
2,1%
Papier Styropor Metall Holz Flachglas
Abb. 13: Output Wertstoffsortieranlage 2006 in %
Abb.sverzeichnis
10 Abfallbilanz 2006
3.3 Verwertung organischer Abfälle
In der Grünabfallkompostierungsanlage wurden im Jahr
2006
26.405 t Grünabfälle
zu Kompost weiter verarbeitet.
Davon wurden rund 8.700 t Grünabfälle an den Re-
cyclinghöfen abgegeben, ca. 4.700 t stammen aus dem
Gewerbe, 4.800 t wurden bei der Sperrgutabfuhr einge-
sammelt und 5.700 t waren Gärrückstände aus der Bio-
vergärungsanlage.
18%
8%
34%
18%
1%
21%
Grünabfälle Gewerbe Grünabfälle Privat
Grünabfälle Recyclinghöfe Grünabfälle Sperrgut
Laub Straßenreinigung Gärrückstand
Abb. 14 Input Grünabfallkompostierungsanlage 2006 in %
Als Anlagenoutput wurden 17.767 t Kompost und 5.218 t
aufbereiteter Boden vermarktet. Die Zahlen sprechen
für eine am Verwertungsmarkt orientierte Anlage.
Der produzierte Kompost wurde vor allem im Bereich
von Landwirtschaft und Gartenbau abgesetzt.
74%
19%
3% 2% 2%
Landwirtschaft Landschaftsbau Kleingartenanlagen
Hobbygartenbau Erdenwerk
Abb. 15: Absatzbereiche Grünkompost 2006 in %
Die Bioabfallvergärungsanlage verarbeitete insgesamt
17.860 t organische Abfälle
aus der Biotonne. Der erzeugte Gärrückstand von 5.700 t
wurde in der Grünabfallkompostierungsanlage zu Kom-
post weiterverarbeitet.
11 Abfallbilanz 2006
3.4 Deponierung
Die Abfälle durchliefen vor der Deponierung die beiden
Behandlungsstufen der MBRA. Die vorbehandelten Rest-
stoffe wurden auf dem 3. Bauabschnitt der Zentralde-
ponie Münster II abgelagert. Insgesamt
25.952 t behandelte Reststoffe
wurden auf diesem Abschnitt deponiert.
2006 wurde auf dem 2. Baubschnitt der Zentraldeponie
Münster II 1.500 t Inertabfälle ablagert.
12 Abfallbilanz 2006
4.1 Siedlungsabfälle
Die deponierten Sieldungsabfälle setzen sich im Jahr
2006 hauptsächlich aus dem Feinmüll der MBRA zu-
sammen. Es ist keine gravierende Mengenverschiebung
zum Vorjahr zu beobachten.
0
50.000
100.000
150.000
200.000
250.000
300.000
350.000
1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006
Hausmüll Sperrmüll Gewerbeabfall
Rückstände Abwasserreinig. Rückstände Stadtreinigung Baurestabfälle
Feinmüll MBRA
Abb. 16: Entwicklung deponierter Siedlungsabfälle 1990 - 2006 in t
4. Abfallwirtschaftliche
Entwicklung
13 Abfallbilanz 2006
Die Verwertungsrate ist im Jahr 2006 leicht angestie-
gen. Durch die ganzjährige mechanische Vorbehand-
lung des Restabfalls in der MBRA konnten weitere Wert-
stoffe einer Verwertung zugeführt werden. Die Menge
der aussortierten Kunststoffe und die sogenannte
Heizwertreiche Fraktion sind nochmals angestiegen. Die
Mengen der anderen Wertstoffe sind ungefähr gleich
geblieben.
0
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
120.000
140.000
1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006
Glas Papier/Pappe Verpackung
Metalle Grünabfälle Bioabfälle
Kunststoffe Heizwertreiche Fraktion Holz
Abb. 17: Entwicklung der erfassten Wertstoffmengen 1990 - 2006 in t
14 Abfallbilanz 2006
4.2 Wertstoffe
Im Jahr 2006 ist die Gesamtmenge der erfassten
Bio- und Grünabfälle
im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gesunken.
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
35.000
40.000
45.000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Grünabfälle Bioabfälle
Abb. 18: Verwertete Mengen Bio- und Grünabfälle 1990 - 2006 in t
Bei dem 2006 gesammelten
Glas
ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Der seit 2001
insgesamt abnehmende Trend ist auf den verstärkten
Einsatz von PET-Flaschen zurückzuführen.
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Abb. 19: Gglassammelmengen 1990 - 2006 in t
Papier
Die Gesamtmenge ist im Vergleich zum Vorjahr leicht
angestiegen, was hauptsächlich auf die erhöhte Ver-
wertungsquote in der MBRA zurückzuführen ist.
Die Sammelmenge aus der Papiertonne bleibt konstant
hoch; auch die Mengen, die über die Recyclinghöfe ge-
sammelt werden, sind gleich geblieben. Auffällig sind
die relativ geringen Mengen aus dem gewerblichen
Bereich.
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Depotcont. / Papiertonne Recyclinghöfe
Gewerbe Verwertung MBRA
Abb. 20: Sammelmengen Papier 1990 - 2006 in t
Die Menge der gesammelten
15 Abfallbilanz 2006
Verpackungen
sind zum Vorjahr gleich geblieben.
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
1990
1992
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
Abb. 21: Sammelmengen Verpackungen 1990 - 2006 in t
Bei der gesammelten Menge
Holz
ist nach dem kontinuierlichen Rückgang der vergange-
nen Jahre seit drei Jahren wieder ein Anstieg auf über
7000 t zu verzeichnen. Hier spielt die bessere Sortierung
in der MBRA die ausschlaggebende Rolle.
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Abb. 22: Holzmengen 1990 - 2006 in t
Bei vielen Wertstofffraktionen sind die Mengen im Jahr
2006 im Vergleich zu den letzten Jahren mehr oder
weniger gleich geblieben. Die eingeführten Sammelsys-
teme haben sich bei den Münsteraner Bürgerinnen und
Bürgern etabliert. Mit der Inbetriebnahme der MBRA
pendeln sich die gesammelten Abfallmengen auf ein
bestimmtes Niveau ein.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Rösnerstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0229/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.03.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37