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3770/2023

Förderung des FrauenMediaTurms

Beschlussvorlage Ausschuss 23.11.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 04.12.2023, TOP 3.4

Beschlussvorlage Ausschuss

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Beschlussvorlage Ausschuss

4962 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
II/03 
 
Vorlagen-Nummer 
 3770/2023 
Freigabedatum 
 23.11.2023 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Förderung des FrauenMediaTurms  
Beschlussorgan 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern beschließt 
 
1. einen Zuschuss in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 jeweils in Höhe von 10.000 € 
zur Unterstützung des FrauenMediaTurms SdbR. 
Dies trägt zur Gewährleistung der kontinuierlichen und professionellen Archivarbeit, 
die im FrauenMediaTurm geleistet wird, und dessen öffentlicher Nutzung bei. 
 
2. die Freigabe der über den politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsplan 
2023/2024 inklusive Mittelfristplanung zugesetzten Mittel „Förderprogramm Gleichstel-
lungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit“ in Höhe von jeweils 10.000 € für die Haushalts-
jahre 2023 und 2024. 
 
3. die im Haushaltsplan 2023/2023 im Teilergebnisplan des Amtes für Gleichstellung von 
Frauen und Männern in der Produktgruppe 0111 – Sonstige Innere Verwaltung veran-
schlagten Mittel aus Teilplanzeile 16 – Sonstige ordentliche Aufwendungen in die Teil-
planzeile 15 – Transferaufwendungen umzuschichten. 
 
 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 04.12.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  
Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  in 2023: 
10.000 € 
                                                                                                                                 in 2024: 
10.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  
Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Der FrauenMediaTurm (FMT) beheimatet das umfassendste feministische Archiv im deutsch-
sprachigen Raum. Um die kontinuierliche und professionelle Archivarbeit, die im FrauenMedi-
aTurm geleistet wird, und dessen öffentliche Nutzung weiterhin zu unterstützen, erfolgt eine 
weitere Förderung durch die Stadt Köln. 
 
Das 1984 gegründete Feministische Archiv und Dokumentationszentrum, welches nach Ein-
zug in den Bayenturm zehn Jahre später in FrauenMediaTurm umbenannt wurde, ist heute 
dank seiner umfangreichen Materialien und Archivalien sowie deren modernen, computerge-
stützten Erschließung national wie international hoch angesehen. Die Einrichtung wird von 
Journalist*innen, Forscher*innen, Studierenden und Schüler*innen zur Genderforschung ge-
nutzt. Die Nutzer*innen des Archivs werden von einer Bibliothekarin und der wissenschaftli-
chen Leitung des FMT bei ihren Forschungen beraten.

3 
Hinzu kommen regelmäßige Führungen durch den modern ausgebauten mittelalterlichen 
Turm, der rund 600 Jahre lang das Wahrzeichen für Köln war (bis zur Fertigstellung des 
Doms).  
 
Im Jahr 2024 findet somit ein doppeltes Jubiläum statt – 40 Jahre feministisches Archiv und 
Dokumentationszentrum sowie 30 Jahre am Standort Bayenturm. 
 
Bereits jetzt sieht der Haushaltsplan für die Jahre 2023/2024 im Budget des Historischen Ar-
chivs, Teilplan 0412, einen Zuschuss zur Archivarbeit für den FMT in Höhe von je 2.000 € vor.  
 
 
Finanzierung: 
Im Rahmen des politischen Veränderungsnachweises zum Haushaltsplan 2023/2024 wurden 
für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 inklusive Mittelfristplanung Mittel in Höhe von je 
100.000 € für die Maßnahme „Förderprogramm Gleichstellungsprojekte und Öffentlichkeitsar-
beit“ zur Verfügung gestellt. Diese Mittel stehen unter dem Freigabevorbehalt des Fachaus-
schusses. 
 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigten Mittel i. H. v. jeweils 10.000 € in 2023 und 
2024 stehen im Teilergebnisplan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der 
Produktgruppe 0111, Sonstige Innere Verwaltung in der Teilplanzeile 16 – Sonstige ordentli-
che Aufwendungen, für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 im Haushaltsplan 2023/2024 zur 
Verfügung. Da der Teilbetrag nunmehr als Zuschuss ausgezahlt werden soll, ist jeweils für die 
Haushaltsjahre 2023 und 2024 eine Umschichtung der Mittel i. H. v. 10.000 € aus Teilplan-
zeile 16 – Sonstige ordentliche Aufwendungen in die Teilplanzeile 15 – Transferaufwendun-
gen erforderlich. 
 
 
Der Vorlage sind zwei Anlagen mit Informationen vom und über den FMT beigefügt. 
 
 
Anlagen 
FMT-Infofaltblatt 
FMT-Informationen

FMT_Informationen

10487 Zeichen

INFORMATIONEN ÜBER DEN FRAUENMEDIATURM 
 
1. Flyer FMT (Extra-Anlage) 
2. Liste Vorstand/Beirat + Personalstand 
3. Alleinstellungsmerkmale des FMT 
4. Die Arbeit im Turm 
5. Events, eine Auswahl

DER EHRENAMTLICHE VORSTAND DES FMT 
 
Alice Schwarzer (Vorstandsvorsitzende), Gründete 1983 das „Feministische Archiv und  
Dokumentationszentrum“, seit 1994 „FrauenMediaTurm“, mit einer Anschubfinanzierung  
über 20 Jahre von Jan Philipp Reemtsma. 
 
Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (stellv. Vorsitzende), Architektin und Kunsthistorikerin, 
ehem. Dombaumeisterin zu Köln: Seit 2014 im Vorstand. 
 
Prof. Dr. Johanna Wanka, Professorin für Mathematik und Bundesministerin für Bildung 
und Forschung a.D. (seit 2022 im Vorstand, vorher Beiratsmitglied seit 2019) 
 
 
DER EHRENAMTLICHE BEIRAT DES FMT 
 
Dr. Anne-Laure Briatte, Historikerin, lehrt an der Sorbonne/Paris. Autorin von „Bevormun-
dete Staatsbürgerinnen. Die radikale Frauenbewegung im deutschen Kaiserreich“. Seit 2021 
im Beirat. 
 
Prof. Dr. Petra Gehring, Professorin für Philosophie an der TU Darmstadt, Vorsitzende des 
„Rates für Informationsinfrastrukturen“ der GWK des Bundes und der Länder. Zahlreiche 
Buchpublikationen. Seit 2012 im Beirat. 
 
Prof. Dr. Michaela Krützen, Professorin für Medienwissenschaft an der Hochschule für 
Fernsehen und Film, München. Zahlreiche Buchpublikationen. Seit 2004 im Beirat. 
 
Chantal Louis, Journalistin und Politologin. EMMA-Redakteurin seit 1994. Zahlreiche  
Buchpublikationen. Seit 2022 im Beirat. 
 
 
Aktueller Personalstand des FMT 
Berit Schallner, Wissenschaftliche Leiterin + Historikerin (100%-Stelle) 
Debora Stickl, Bibliotheksleiterin + Juristin (100%-Stelle) 
Margitta Hösel, Geschäftsführerin (50%-Stelle)‘ 
Katja Thieler, Diplom-Bibliothekarin (50%-Stelle) 
Rebekka Gingell, Volontärin (100%-Stelle) 
Plus wechselnde Praktikantinnen 
 
 
Stand: Juli 2023

ALLEINSTELLUNGSMERKMALE DES FMT  
  
Das Sammlungskonzept  
Der FrauenMediaTurm (FMT) ist das umfassendste Archiv zur westdeutschen Frauen- 
bewegung der 1970er und 1980er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland. Es dokumen-
tiert ihre Geschichte und schlägt den Bogen von ihren historischen Vorläuferinnen bis zu  
aktuellen feministischen Strömungen: So dokumentiert der FrauenMediaTurm die historische 
Kontinuität des Gleichheitsgedankens der autonomen Frauenbewegungen der sogenannten 
„Radikalen“ der Historischen Frauenbewegung (Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1933) bis zu 
den Universalistinnen der Neuen Frauenbewegung. Außerdem kontextualisiert der FMT die 
feministischen Themen und zeigt auf, welchen umfassenden Einfluss die Frauenbewegung 
auf die Gesellschaft der Bundesrepublik hatte und hat. Ergänzt wird die Sammlung sowohl 
mit Material zu Pionierinnen aus allen Zeiten - also rollensprengenden, herausragenden und 
prägenden Frauen in Politik, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft – als auch zur Emanzipa-
tion von Frauen in allen Lebenslagen. 
  
Erschließung  
Die Qualität der FMT-Dokumentation begründet sich unter anderem in der fundierten inhalt-
lichen Erschließung auf Basis des 1994 vom FMT entwickelten, ersten deutschsprachigen 
feministischen Thesaurus. Wissenschaftliches Fachpersonal erschließt die vielfältigen Mate-
rialien professionell und tiefgehend (zum Teil bis auf Artikelebene) nach standardisiertem 
Regelwerk in Archivdatenbanken.  
  
Quellen für Forschung und Medien 
Zu den einzigartigen Beständen des FMT gehört die Pressedokumentation (Berichtszeitraum 
1964-1994): eine Sammlung tausender Presseartikel allgemeiner und feministischer Presse 
zu zentralen Themen und Debatten der Frauenbewegung. In 464 Ordnern ist dieses Quel-
lenmaterial inhaltlich aufbereitet, thematisch gebündelt, chronologisch sortiert, übersichtlich 
gegliedert und professionell in der Datenbank des FMT erschlossen. Insbesondere für For-
schende finden sich in der Pressedokumentation eine Vielzahl spannender Themen, wie z.B. 
die Pressesammlung zum §218, chronologisch sortiert in 45 Ordnern, inklusive Flugblättern, 
Fallbeispielen, Gerichtsurteilen und der Berichterstattung der Medien.   
 
Feministische Presse  
Die Sammlung feministischer Zeitschriften im FMT ist ab 1972 in dieser Breite und Dichte 
des Bestandes einmalig. Aktuell sind 939 Zeitschriftentitel mit rund 29.000 Zeitschriftenaus-
gaben archiviert und erschlossen, darunter 51 Titel der historischen Frauenbewegungs-
presse, sowie 888 Titel der Neuen Frauenbewegung seit Beginn der 1970er Jahre; überwie-
gend aus dem deutschsprachigen Raum, aber auch zentrale Titel aus dem Ausland, wie z.B. 
„Ms.“ aus den USA. Die Bestandsnachweise werden auch an die Zeitschriftendatenbank 
(ZDB), das zentrale Katalogisierungsinstrument für Zeitschriften und Schriftenreihen in 
Deutschland, gemeldet.  
- 2 -

- 2 - 
 
FMTvisuell  
Weltweit vermutlich einmalig in dieser Quantität und Qualität ist die feministische Bilddaten-
bank, die seit 2013 online ist. Sie wird permanent aktualisiert und umfasst über 9.500 Doku-
mente. Das Visuelle prägt das Bewusstsein stärker als Texte. Das gilt auch und gerade in 
Bezug auf Frauen und ihre Geschichte. Der FMT entwickelte für die Sammlung in Zusam-
menarbeit mit Medienwissenschaftlerinnen spezielle antisexistische Kriterien, inhaltlich wie 
ästhetisch. Die Auswahl zeigt sowohl Dokumente von Events der historischen wie der neuen 
Frauenbewegung, als auch weibliche Persönlichkeiten aus den letzten 150 Jahren bis heute. 
Gerade bei den Porträts von Frauen – und hier allen voran emanzipierte Frauen! – wird mit 
dieser Bilddatenbank dem in der Regel offen oder subtil sexistischem Bild von Frauen in den 
Medien entgegengewirkt. FMTvisuell versteht sich mit dieser öffentlichen Dokumentation von 
Fotos vor allem als Mittlerin: zwischen Medien und Forschung einerseits, sowie den Fotogra-
fInnen bzw. RechteinhaberInnen andererseits. Der Aufbau des Projektes FMTvisuell wurde 
von 2006 bis 2011 vom Bundeswissenschaftsministerium gefördert.  
 
FMTmultimedia 
Der FMT ist im Begriff, seinen Bestand an Ton- und Filmdokumenten so auszubauen und zu 
erschließen, dass es das größte feministische Multimediaarchiv mit Ton-und Filmdokumen-
ten werden kann. Die Entwicklung der Kriterien für Erschließung, Archivierung und Nutzung 
ist noch im Gange. Ebenso sollen die Bestände erweitert werden – nicht zuletzt durch das 
Herstory-Projekt, für das bis 2020 Pionierinnen der Neuen Frauenbewegung in Ton und Film 
interviewt und porträtiert wurden. 
 
Verbund mit Hochschulbibliothekszentrum NRW 
Als erstes deutsches feministisches Archiv ist der FrauenMediaTurm Mitglied eines bibliothe-
karischen Verbundes. Seit 2008 werden durch diese Kooperation mit dem Hochschul-biblio-
thekszentrum NRW (hbz) etwa die Teilnahme am interbibliothekarischen Leihsystem und die 
Einspeisung der Bestandsdaten in eine Metasuche (DigiBib) ermöglicht. Die Digitale Biblio-
thek (DigiBib), die der FMT seinen NutzerInnen in einer eigenen Sicht zur Verfügung stellt, 
ermöglicht eine parallele Recherche in zahlreichen lokalen und nationalen Katalogen sowie 
kostenfreien und lizenzierten Fach- und Volltextdatenbanken.  
 
Digilink – Feministische Linkliste  
Seit 2014 bietet der FMT online auch eine Feministische Linkliste mit dem Linkverwaltungs-
system DigiLink an. FMT-DigiLink bündelt in ihrer Fülle, Aktualität und technischer Umset-
zung eine einzigartige Sammlung feministischer Webangebote. Die Qualität dieser Liste wird 
u.a. durch den Einsatz eines Link-Checkers sichergestellt. Die Links sind über einen gemein-
samen Datenpool des hbz auch für andere teilnehmende Bibliotheken und interessierte Inter-
netnutzerInnen nachnutzbar.  
 
Köln, Juli 2023

Die Arbeit im Turm 
 
Tägliche Recherchen vor Ort, in der Bibliothek im 4. Stock des Turms, an acht zum Teil  
computergestützten Arbeitsplätzen. Wissenschaftliche Beratung – Anmeldung, 5 € Schutz-
gebühr. 
Permanent aktualisierter Online-Auftritt (gratis). Online-Recherchen über Literatur- und 
Bilddatenbank sind jederzeit möglich. Über 80.000 Textdokumente in der Literaturdatenbank 
(in der mit etwa 10.000 Schlagwörtern recherchiert werden kann) und über 9.500 Dokumen-
ten in der Bilddatenbank. Die ausgewiesenen Titel werden mit Sachschlagwörtern aus dem 
FMT-eigenen Thesaurus, Freien Schlagwörtern, Personen-, Körperschaften-, Regionen- und 
Formen-Schlagwörtern sowie Eigennamen inhaltlich erschlossen. Alle dokumentierten Texte 
können auch in der Bibliothek des FMT eingesehen werden. Wer nicht selbst recherchieren 
will, kann dem FMT einen Rechercheauftrag für die Literaturdatenbank erteilen (gegen  
Unkostenbeitrag. 
Der FMT ist der Fernleihe für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken dem  
Hochschulbibliothekszentrum (HBZ) NRW angeschlossen.  
Führungen im Turm, jeden letzten Mittwoch im Monat sowie Gruppenführungen nach  
Terminabsprache (5 € Unkostenbeitrag) 
 
Stand: Juli 2023

Events, eine Auswahl  
1994: Das Buch „Turm der Frauen – Der Kölner Bayenturm. Vom alten Wehrturm  
zum FrauenMediaTurm“, Hrsg. Alice Schwarzer, mit Texten von u.a. Prof. Hiltrud Kier 
(Stadtkonservatorin), Dr. Ulrich Krings (Stadtkonservator), Dörte Gatermann (Architektin),  
Dr. Werner Schäfke (Direktor Stadtmuseum), Dumont Verlag 
1999: 50 Jahre „Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir, internationaler 
Kongress mit u.a. Prof. Gerda Lerner (USA), Elisabeth Badinter und Benoite Groult (Frank-
reich), Kate und Edward Fullbrook (Großbritannien), Prof. Rita Süssmuth (Deutschland). Ta-
gungsband: „Man wird nicht als Frau geboren“, KiWi-Verlag. 
2008: Ausstellung und Kongress „Frauen, die forschen. Wissenschaftlerinnen in 
Deutschland“, mit u.a. Prof. Christiane Nüsslein-Volhard, Dr. Annette Schavan (Wissen-
schaftsministerin), Barbara Schneider-Kempf (Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu  
Berlin), Prof. Christina Holtz-Bacha. In Folge das Buch: „Frauen, die forschen.  
25 Porträts“, Fotos: Bettina Flitner, Texte: Jeanne Rubner, Collection Rolf Heyne. 
2021: „50 Jahre Frauenbewegung“, Veranstaltung mit Referentinnen, u.a. Prof. Jutta  
Allmendinger (WZB), Katarina Barley (Vizepräsidentin EU-Parlament), Prof. Johanna  
Wanka (Wissenschaftsministerin a.D.), Prof. Ute Frevert, Caroline Fourest und der  
Schriftstellerin Jenny Erpenbeck. 
2022: „50 Jahre Frauenbewegung in Köln“, Veranstaltung mit Referentinnen, u.a.  
Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Stadtdirektorin Andrea Blome, Dr. Nicole Grünewald 
(IHK), Susanne Imhoff (Imhoff-Stiftung) und Frauke Mahr (Lobby für Mädchen).

FMT_Infoflyer

5823 Zeichen

Der FMT ist zusammen mit weiteren 40 deutsch-
sprachigen, feministischen Archiven im i.d.a.-
Dach verband organisiert. Der ist, dank einer 
Förderung des Bundesfrauenministeriums, im 
Herbst 2018 mit einer gemeinsamen digitalen 
Plattform online gegangen: das Digitale Deutsche 
Frauenarchiv (DDF). Alle Archive werden in den 
kommenden Jahren maximal Materialien ein-
bringen, damit die Stimmenvielfalt der Frauen-
bewegung sich auch in der Dokumentation ihrer 
Geschichte spiegelt.
Der FMT ist außerdem im Verbund mit dem 
Hochschulbibliothekszentrum NRW (hbz) und 
der „Kooperation Kölner Bibliotheken“.
Der FMT kann nur archivieren, was er hat. Also, 
liebe NutzerInnen: Tragt eure Vor- und Nachlässe 
sowie relevante Dokumente in den Turm. Er wird 
es euch danken! Durch ewige Sicherung für die 
Geschichtsschreibung. Damit wir Frauen nicht 
immer wieder bei Stunde Null anfangen müssen, 
sondern uns auf die Schultern unserer Vorgän-
gerinnen stellen und weiterblicken können.
Alice Schwarzer initiierte 1984 das „Feministische 
Archiv und Dokumentationszentrum“, das seit 
seinem Einzug in den Bayenturm den Namen 
FrauenMediaTurm trägt, und ist seither Vor-
standsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung. 
Mit im ehrenamtlichen Vorstand sind Barbara 
Schneider-Kempf, die Generaldirektorin der 
Staats bibliothek zu Berlin, und Prof. Barbara 
Schock-Werner, Architektin und ehemalige 
Dombaumeisterin von Köln.
Die Stiftung konnte in den ersten 20 Jahren, bis 
2004, mit der großzügigen Anschubfinanzierung 
von Jan Philipp Reemtsma arbeiten. Seither ringt 
sie, wie alle Frauenarchive, Jahr für Jahr hart um 
die nötigen Mittel. Spenderinnen und Spender 
sind also sehr herzlich willkommen!
In den Jahren 
2016/19 fördert 
das Bundesfrauen-
ministerium das 
Projekt einer 
gemeinsamen 
digitalen Plattform 
mit dem Digitalen 
Deutschen Frauen-
archiv (DDF). Dazu 
trägt der FMT 
nicht nur mit 
Material, sondern 
auch mit fachlicher 
Kompetenz bei. 
FrauenMediaTurm 
Am Bayenturm 2, 50678 Köln
FrauenMediaTurmwww.frauenmediaturm.de
Die Guerrilla Girls im Turm
Das ist der historische Brunnenraum 
im Erdgeschoss, bestens geeignet für 
Lesungen und Feste
            DIE GESCHICHTE DES FMT               NETZWERKE & NUTZERiNNEN
FMT_Broschuere_Wickelfalz.indd   2 07.09.18   15:30

Über 74.000 Textdokumente, laufend aktualisiert: 
Bücher, graue Literatur, Aufsätze und Zeitschriften 
(rund 29.000 Ausgaben von 990 Titeln, davon 
51 historisch). 460 strukturierte Presseordner aus 
den 70ern und 80ern zu zentralen Themen der 
Frauenbewegung. Plus das weltweit einmalige 
Bildarchiv mit rund 8.000 Dokumenten: Fotos, 
Plakate etc. Und, in Kooperation mit EMMA und 
dem Hochschulbibliothekszentrum NRW: 40 Jahre 
EMMA Volltext und verschlagwortet, 337 Ausgaben 
zum Blättern (im EMMA-Lesesaal).
Schwerpunkt der Sammlung ist der universelle 
Feminismus, vertreten u. a. durch Hedwig Dohm 
(re), Simone de Beauvoir (li) und die heutigen 
Gleichheitsfeministinnen; erschlossen nach 
wissenschaftlichen, medialen und feministischen 
Kriterien. Recherchierbar u. a. über Namen und 
Themenschlagworte.
Online stehen Nachweise für alle Text- und 
Bilddokumente. Darüber hinaus volltext die 
gerade erstellte Serie „Themen der Frauenbewe-
gung“, von Abtreibung über gleicher Lohn und 
Mutterschaft bis zur Vergewaltigung, in Text und 
Bild. Sowie die aktualisierte „Chronik der Neuen 
Frauenbewegung“, die lebendig und mit Original-
dokumenten die Jahre des Aufbruchs dokumen-
tiert: von 1968/71 bis in die 1980er-Jahre.
Die Präsenzbibliothek ist von Montag bis Freitag 
geöffnet. Die NutzerInnen werden fachlich beglei-
tet und beraten. Gebühr 5 € täglich. Anmeldung: 
info@frauenmediaturm.de, T 0221/9318810.
Der FMT-Service. Einen interessanten Text bzw. 
Fotos in der Datenbank entdeckt? Textkopien und 
Bilddateien können geliefert werden. Gebühren 
siehe frauenmediaturm.de/archivnutzung/
Die Fernleihe kann über öffentliche und wissen-
schaftliche Bibliotheken in ganz Deutschland 
getätigt werden. Anleitung durch die Bibliothe-
karinnen.
www.frauenmediaturm.de ist im Sommer 2018 
modernisiert worden. Ergebnis: Der Auftritt ist 
noch nutzerInnenfreundlicher, klarer und visueller. 
Ein Klick genügt, und man/frau tritt in die Welt des 
feministischen Wissens und Gedächtnisses ein.
Die Themen der Frauenbewegung sind sehr 
oft noch heute brandaktuelle Themen. Hier ist 
genau zu erfahren, wie Feministinnen in der 
Sexualpolitik, im Rechtssystem oder in der 
Wirtschaft Bewusstsein verändert und Gesetze 
beeinfl  usst haben.
Die Chronik der Neuen Frauenbewegung. Wie 
alles anfi  ng. Hier ist jenseits aller Klischees sehr 
real der Aufbruch der Frauenbewegung nach-
zuvollziehen, von 1968/71 bis in die 1980er-Jahre. 
Wer was wie getan und gefordert hat. Übrigens: 
BHs sind nie verbrannt worden.
Die Archivalien. Im FMT befi  nden sich auch 
Vor-  und Nachlässe. Darunter ein Teil der 
Original-Tagebücher von Minna Cauer (1841–
1922), eine der großen Pionierinnen der histo-
rischen Frauenbewegung.
Das Bildarchiv mit seinen über 8.000 Fotos, 
Plakaten etc. ist weltweit einmalig. Es verdankt 
seinen Grundstock dem EMMA-Bildarchiv. 
Mit dem „Bild der Frau“ wird Politik gemacht. 
Entsprechend wurde die Auswahl der Porträts 
von Personen und Events im FMT-Bildarchiv 
mit einem anderen Blick getroffen.
Das EMMA-Archiv, 40 Jahre EMMA, 337 Aus-
gaben, voll erschlossen, recherchierbar nach 
Namen und Schlagwörtern. Volltext im EMMA- 
Lesesaal, zum Blättern. Ein Projekt in Zusam-
menarbeit mit dem EMMA- Verlag und dem 
hbz (Hochschulbibliothekszentrum NRW).
Das ist die Präsenzbibliothek im vierten Stock des 
Turms mit sechs Arbeitsplätzen für NutzerInnen 
und Blick auf den Rhein
                DIE INHALTE              DER SERVICE           DIE GOLDGRUBE
FMT_Broschuere_Wickelfalz.indd   1 07.09.18   15:29

Beratungsverlauf (1)

04.12.2023 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 3.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3770/2023
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
23.11.2023
Erstellt
15.11.2023 11:34