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Förderung des FrauenMediaTurms

Beschlussvorlage Ausschuss 3770/2023 vom 23.11.2023

Stand: Am 04.12.2023 im Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern ungeändert beschlossen.

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    Dezernat, Dienststelle II/03 Vorlagen-Nummer 3770/2023 Freigabedatum 23.11.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Förderung des FrauenMediaTurms Beschlussorgan Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern beschließt 1. einen Zuschuss in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 jeweils in Höhe von 10.000 € zur Unterstützung des FrauenMediaTurms SdbR. Dies trägt zur Gewährleistung der kontinuierlichen und professionellen Archivarbeit, die im FrauenMediaTurm geleistet wird, und dessen öffentlicher Nutzung bei. 2. die Freigabe der über den politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsplan 2023/2024 inklusive Mittelfristplanung zugesetzten Mittel „Förderprogramm Gleichstel- lungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit“ in Höhe von jeweils 10.000 € für die Haushalts- jahre 2023 und 2024. 3. die im Haushaltsplan 2023/2023 im Teilergebnisplan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der Produktgruppe 0111 – Sonstige Innere Verwaltung veran- schlagten Mittel aus Teilplanzeile 16 – Sonstige ordentliche Aufwendungen in die Teil- planzeile 15 – Transferaufwendungen umzuschichten. Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 04.12.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme in 2023: 10.000 € in 2024: 10.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Der FrauenMediaTurm (FMT) beheimatet das umfassendste feministische Archiv im deutsch- sprachigen Raum. Um die kontinuierliche und professionelle Archivarbeit, die im FrauenMedi- aTurm geleistet wird, und dessen öffentliche Nutzung weiterhin zu unterstützen, erfolgt eine weitere Förderung durch die Stadt Köln. Das 1984 gegründete Feministische Archiv und Dokumentationszentrum, welches nach Ein- zug in den Bayenturm zehn Jahre später in FrauenMediaTurm umbenannt wurde, ist heute dank seiner umfangreichen Materialien und Archivalien sowie deren modernen, computerge- stützten Erschließung national wie international hoch angesehen. Die Einrichtung wird von Journalist*innen, Forscher*innen, Studierenden und Schüler*innen zur Genderforschung ge- nutzt. Die Nutzer*innen des Archivs werden von einer Bibliothekarin und der wissenschaftli- chen Leitung des FMT bei ihren Forschungen beraten. 3 Hinzu kommen regelmäßige Führungen durch den modern ausgebauten mittelalterlichen Turm, der rund 600 Jahre lang das Wahrzeichen für Köln war (bis zur Fertigstellung des Doms). Im Jahr 2024 findet somit ein doppeltes Jubiläum statt – 40 Jahre feministisches Archiv und Dokumentationszentrum sowie 30 Jahre am Standort Bayenturm. Bereits jetzt sieht der Haushaltsplan für die Jahre 2023/2024 im Budget des Historischen Ar- chivs, Teilplan 0412, einen Zuschuss zur Archivarbeit für den FMT in Höhe von je 2.000 € vor. Finanzierung: Im Rahmen des politischen Veränderungsnachweises zum Haushaltsplan 2023/2024 wurden für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 inklusive Mittelfristplanung Mittel in Höhe von je 100.000 € für die Maßnahme „Förderprogramm Gleichstellungsprojekte und Öffentlichkeitsar- beit“ zur Verfügung gestellt. Diese Mittel stehen unter dem Freigabevorbehalt des Fachaus- schusses. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigten Mittel i. H. v. jeweils 10.000 € in 2023 und 2024 stehen im Teilergebnisplan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der Produktgruppe 0111, Sonstige Innere Verwaltung in der Teilplanzeile 16 – Sonstige ordentli- che Aufwendungen, für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. Da der Teilbetrag nunmehr als Zuschuss ausgezahlt werden soll, ist jeweils für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 eine Umschichtung der Mittel i. H. v. 10.000 € aus Teilplan- zeile 16 – Sonstige ordentliche Aufwendungen in die Teilplanzeile 15 – Transferaufwendun- gen erforderlich. Der Vorlage sind zwei Anlagen mit Informationen vom und über den FMT beigefügt. Anlagen FMT-Infofaltblatt FMT-Informationen
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    Der FMT ist zusammen mit weiteren 40 deutsch- sprachigen, feministischen Archiven im i.d.a.- Dach verband organisiert. Der ist, dank einer Förderung des Bundesfrauenministeriums, im Herbst 2018 mit einer gemeinsamen digitalen Plattform online gegangen: das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF). Alle Archive werden in den kommenden Jahren maximal Materialien ein- bringen, damit die Stimmenvielfalt der Frauen- bewegung sich auch in der Dokumentation ihrer Geschichte spiegelt. Der FMT ist außerdem im Verbund mit dem Hochschulbibliothekszentrum NRW (hbz) und der „Kooperation Kölner Bibliotheken“. Der FMT kann nur archivieren, was er hat. Also, liebe NutzerInnen: Tragt eure Vor- und Nachlässe sowie relevante Dokumente in den Turm. Er wird es euch danken! Durch ewige Sicherung für die Geschichtsschreibung. Damit wir Frauen nicht immer wieder bei Stunde Null anfangen müssen, sondern uns auf die Schultern unserer Vorgän- gerinnen stellen und weiterblicken können. Alice Schwarzer initiierte 1984 das „Feministische Archiv und Dokumentationszentrum“, das seit seinem Einzug in den Bayenturm den Namen FrauenMediaTurm trägt, und ist seither Vor- standsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung. Mit im ehrenamtlichen Vorstand sind Barbara Schneider-Kempf, die Generaldirektorin der Staats bibliothek zu Berlin, und Prof. Barbara Schock-Werner, Architektin und ehemalige Dombaumeisterin von Köln. Die Stiftung konnte in den ersten 20 Jahren, bis 2004, mit der großzügigen Anschubfinanzierung von Jan Philipp Reemtsma arbeiten. Seither ringt sie, wie alle Frauenarchive, Jahr für Jahr hart um die nötigen Mittel. Spenderinnen und Spender sind also sehr herzlich willkommen! In den Jahren 2016/19 fördert das Bundesfrauen- ministerium das Projekt einer gemeinsamen digitalen Plattform mit dem Digitalen Deutschen Frauen- archiv (DDF). Dazu trägt der FMT nicht nur mit Material, sondern auch mit fachlicher Kompetenz bei. FrauenMediaTurm Am Bayenturm 2, 50678 Köln FrauenMediaTurmwww.frauenmediaturm.de Die Guerrilla Girls im Turm Das ist der historische Brunnenraum im Erdgeschoss, bestens geeignet für Lesungen und Feste DIE GESCHICHTE DES FMT NETZWERKE & NUTZERiNNEN FMT_Broschuere_Wickelfalz.indd 2 07.09.18 15:30 Über 74.000 Textdokumente, laufend aktualisiert: Bücher, graue Literatur, Aufsätze und Zeitschriften (rund 29.000 Ausgaben von 990 Titeln, davon 51 historisch). 460 strukturierte Presseordner aus den 70ern und 80ern zu zentralen Themen der Frauenbewegung. Plus das weltweit einmalige Bildarchiv mit rund 8.000 Dokumenten: Fotos, Plakate etc. Und, in Kooperation mit EMMA und dem Hochschulbibliothekszentrum NRW: 40 Jahre EMMA Volltext und verschlagwortet, 337 Ausgaben zum Blättern (im EMMA-Lesesaal). Schwerpunkt der Sammlung ist der universelle Feminismus, vertreten u. a. durch Hedwig Dohm (re), Simone de Beauvoir (li) und die heutigen Gleichheitsfeministinnen; erschlossen nach wissenschaftlichen, medialen und feministischen Kriterien. Recherchierbar u. a. über Namen und Themenschlagworte. Online stehen Nachweise für alle Text- und Bilddokumente. Darüber hinaus volltext die gerade erstellte Serie „Themen der Frauenbewe- gung“, von Abtreibung über gleicher Lohn und Mutterschaft bis zur Vergewaltigung, in Text und Bild. Sowie die aktualisierte „Chronik der Neuen Frauenbewegung“, die lebendig und mit Original- dokumenten die Jahre des Aufbruchs dokumen- tiert: von 1968/71 bis in die 1980er-Jahre. Die Präsenzbibliothek ist von Montag bis Freitag geöffnet. Die NutzerInnen werden fachlich beglei- tet und beraten. Gebühr 5 € täglich. Anmeldung: info@frauenmediaturm.de, T 0221/9318810. Der FMT-Service. Einen interessanten Text bzw. Fotos in der Datenbank entdeckt? Textkopien und Bilddateien können geliefert werden. Gebühren siehe frauenmediaturm.de/archivnutzung/ Die Fernleihe kann über öffentliche und wissen- schaftliche Bibliotheken in ganz Deutschland getätigt werden. Anleitung durch die Bibliothe- karinnen. www.frauenmediaturm.de ist im Sommer 2018 modernisiert worden. Ergebnis: Der Auftritt ist noch nutzerInnenfreundlicher, klarer und visueller. Ein Klick genügt, und man/frau tritt in die Welt des feministischen Wissens und Gedächtnisses ein. Die Themen der Frauenbewegung sind sehr oft noch heute brandaktuelle Themen. Hier ist genau zu erfahren, wie Feministinnen in der Sexualpolitik, im Rechtssystem oder in der Wirtschaft Bewusstsein verändert und Gesetze beeinfl usst haben. Die Chronik der Neuen Frauenbewegung. Wie alles anfi ng. Hier ist jenseits aller Klischees sehr real der Aufbruch der Frauenbewegung nach- zuvollziehen, von 1968/71 bis in die 1980er-Jahre. Wer was wie getan und gefordert hat. Übrigens: BHs sind nie verbrannt worden. Die Archivalien. Im FMT befi nden sich auch Vor- und Nachlässe. Darunter ein Teil der Original-Tagebücher von Minna Cauer (1841– 1922), eine der großen Pionierinnen der histo- rischen Frauenbewegung. Das Bildarchiv mit seinen über 8.000 Fotos, Plakaten etc. ist weltweit einmalig. Es verdankt seinen Grundstock dem EMMA-Bildarchiv. Mit dem „Bild der Frau“ wird Politik gemacht. Entsprechend wurde die Auswahl der Porträts von Personen und Events im FMT-Bildarchiv mit einem anderen Blick getroffen. Das EMMA-Archiv, 40 Jahre EMMA, 337 Aus- gaben, voll erschlossen, recherchierbar nach Namen und Schlagwörtern. Volltext im EMMA- Lesesaal, zum Blättern. Ein Projekt in Zusam- menarbeit mit dem EMMA- Verlag und dem hbz (Hochschulbibliothekszentrum NRW). Das ist die Präsenzbibliothek im vierten Stock des Turms mit sechs Arbeitsplätzen für NutzerInnen und Blick auf den Rhein DIE INHALTE DER SERVICE DIE GOLDGRUBE FMT_Broschuere_Wickelfalz.indd 1 07.09.18 15:29
  • FMT_Informationen

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    INFORMATIONEN ÜBER DEN FRAUENMEDIATURM 1. Flyer FMT (Extra-Anlage) 2. Liste Vorstand/Beirat + Personalstand 3. Alleinstellungsmerkmale des FMT 4. Die Arbeit im Turm 5. Events, eine Auswahl DER EHRENAMTLICHE VORSTAND DES FMT Alice Schwarzer (Vorstandsvorsitzende), Gründete 1983 das „Feministische Archiv und Dokumentationszentrum“, seit 1994 „FrauenMediaTurm“, mit einer Anschubfinanzierung über 20 Jahre von Jan Philipp Reemtsma. Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (stellv. Vorsitzende), Architektin und Kunsthistorikerin, ehem. Dombaumeisterin zu Köln: Seit 2014 im Vorstand. Prof. Dr. Johanna Wanka, Professorin für Mathematik und Bundesministerin für Bildung und Forschung a.D. (seit 2022 im Vorstand, vorher Beiratsmitglied seit 2019) DER EHRENAMTLICHE BEIRAT DES FMT Dr. Anne-Laure Briatte, Historikerin, lehrt an der Sorbonne/Paris. Autorin von „Bevormun- dete Staatsbürgerinnen. Die radikale Frauenbewegung im deutschen Kaiserreich“. Seit 2021 im Beirat. Prof. Dr. Petra Gehring, Professorin für Philosophie an der TU Darmstadt, Vorsitzende des „Rates für Informationsinfrastrukturen“ der GWK des Bundes und der Länder. Zahlreiche Buchpublikationen. Seit 2012 im Beirat. Prof. Dr. Michaela Krützen, Professorin für Medienwissenschaft an der Hochschule für Fernsehen und Film, München. Zahlreiche Buchpublikationen. Seit 2004 im Beirat. Chantal Louis, Journalistin und Politologin. EMMA-Redakteurin seit 1994. Zahlreiche Buchpublikationen. Seit 2022 im Beirat. Aktueller Personalstand des FMT Berit Schallner, Wissenschaftliche Leiterin + Historikerin (100%-Stelle) Debora Stickl, Bibliotheksleiterin + Juristin (100%-Stelle) Margitta Hösel, Geschäftsführerin (50%-Stelle)‘ Katja Thieler, Diplom-Bibliothekarin (50%-Stelle) Rebekka Gingell, Volontärin (100%-Stelle) Plus wechselnde Praktikantinnen Stand: Juli 2023 ALLEINSTELLUNGSMERKMALE DES FMT Das Sammlungskonzept Der FrauenMediaTurm (FMT) ist das umfassendste Archiv zur westdeutschen Frauen- bewegung der 1970er und 1980er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland. Es dokumen- tiert ihre Geschichte und schlägt den Bogen von ihren historischen Vorläuferinnen bis zu aktuellen feministischen Strömungen: So dokumentiert der FrauenMediaTurm die historische Kontinuität des Gleichheitsgedankens der autonomen Frauenbewegungen der sogenannten „Radikalen“ der Historischen Frauenbewegung (Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1933) bis zu den Universalistinnen der Neuen Frauenbewegung. Außerdem kontextualisiert der FMT die feministischen Themen und zeigt auf, welchen umfassenden Einfluss die Frauenbewegung auf die Gesellschaft der Bundesrepublik hatte und hat. Ergänzt wird die Sammlung sowohl mit Material zu Pionierinnen aus allen Zeiten - also rollensprengenden, herausragenden und prägenden Frauen in Politik, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft – als auch zur Emanzipa- tion von Frauen in allen Lebenslagen. Erschließung Die Qualität der FMT-Dokumentation begründet sich unter anderem in der fundierten inhalt- lichen Erschließung auf Basis des 1994 vom FMT entwickelten, ersten deutschsprachigen feministischen Thesaurus. Wissenschaftliches Fachpersonal erschließt die vielfältigen Mate- rialien professionell und tiefgehend (zum Teil bis auf Artikelebene) nach standardisiertem Regelwerk in Archivdatenbanken. Quellen für Forschung und Medien Zu den einzigartigen Beständen des FMT gehört die Pressedokumentation (Berichtszeitraum 1964-1994): eine Sammlung tausender Presseartikel allgemeiner und feministischer Presse zu zentralen Themen und Debatten der Frauenbewegung. In 464 Ordnern ist dieses Quel- lenmaterial inhaltlich aufbereitet, thematisch gebündelt, chronologisch sortiert, übersichtlich gegliedert und professionell in der Datenbank des FMT erschlossen. Insbesondere für For- schende finden sich in der Pressedokumentation eine Vielzahl spannender Themen, wie z.B. die Pressesammlung zum §218, chronologisch sortiert in 45 Ordnern, inklusive Flugblättern, Fallbeispielen, Gerichtsurteilen und der Berichterstattung der Medien. Feministische Presse Die Sammlung feministischer Zeitschriften im FMT ist ab 1972 in dieser Breite und Dichte des Bestandes einmalig. Aktuell sind 939 Zeitschriftentitel mit rund 29.000 Zeitschriftenaus- gaben archiviert und erschlossen, darunter 51 Titel der historischen Frauenbewegungs- presse, sowie 888 Titel der Neuen Frauenbewegung seit Beginn der 1970er Jahre; überwie- gend aus dem deutschsprachigen Raum, aber auch zentrale Titel aus dem Ausland, wie z.B. „Ms.“ aus den USA. Die Bestandsnachweise werden auch an die Zeitschriftendatenbank (ZDB), das zentrale Katalogisierungsinstrument für Zeitschriften und Schriftenreihen in Deutschland, gemeldet. - 2 - - 2 - FMTvisuell Weltweit vermutlich einmalig in dieser Quantität und Qualität ist die feministische Bilddaten- bank, die seit 2013 online ist. Sie wird permanent aktualisiert und umfasst über 9.500 Doku- mente. Das Visuelle prägt das Bewusstsein stärker als Texte. Das gilt auch und gerade in Bezug auf Frauen und ihre Geschichte. Der FMT entwickelte für die Sammlung in Zusam- menarbeit mit Medienwissenschaftlerinnen spezielle antisexistische Kriterien, inhaltlich wie ästhetisch. Die Auswahl zeigt sowohl Dokumente von Events der historischen wie der neuen Frauenbewegung, als auch weibliche Persönlichkeiten aus den letzten 150 Jahren bis heute. Gerade bei den Porträts von Frauen – und hier allen voran emanzipierte Frauen! – wird mit dieser Bilddatenbank dem in der Regel offen oder subtil sexistischem Bild von Frauen in den Medien entgegengewirkt. FMTvisuell versteht sich mit dieser öffentlichen Dokumentation von Fotos vor allem als Mittlerin: zwischen Medien und Forschung einerseits, sowie den Fotogra- fInnen bzw. RechteinhaberInnen andererseits. Der Aufbau des Projektes FMTvisuell wurde von 2006 bis 2011 vom Bundeswissenschaftsministerium gefördert. FMTmultimedia Der FMT ist im Begriff, seinen Bestand an Ton- und Filmdokumenten so auszubauen und zu erschließen, dass es das größte feministische Multimediaarchiv mit Ton-und Filmdokumen- ten werden kann. Die Entwicklung der Kriterien für Erschließung, Archivierung und Nutzung ist noch im Gange. Ebenso sollen die Bestände erweitert werden – nicht zuletzt durch das Herstory-Projekt, für das bis 2020 Pionierinnen der Neuen Frauenbewegung in Ton und Film interviewt und porträtiert wurden. Verbund mit Hochschulbibliothekszentrum NRW Als erstes deutsches feministisches Archiv ist der FrauenMediaTurm Mitglied eines bibliothe- karischen Verbundes. Seit 2008 werden durch diese Kooperation mit dem Hochschul-biblio- thekszentrum NRW (hbz) etwa die Teilnahme am interbibliothekarischen Leihsystem und die Einspeisung der Bestandsdaten in eine Metasuche (DigiBib) ermöglicht. Die Digitale Biblio- thek (DigiBib), die der FMT seinen NutzerInnen in einer eigenen Sicht zur Verfügung stellt, ermöglicht eine parallele Recherche in zahlreichen lokalen und nationalen Katalogen sowie kostenfreien und lizenzierten Fach- und Volltextdatenbanken. Digilink – Feministische Linkliste Seit 2014 bietet der FMT online auch eine Feministische Linkliste mit dem Linkverwaltungs- system DigiLink an. FMT-DigiLink bündelt in ihrer Fülle, Aktualität und technischer Umset- zung eine einzigartige Sammlung feministischer Webangebote. Die Qualität dieser Liste wird u.a. durch den Einsatz eines Link-Checkers sichergestellt. Die Links sind über einen gemein- samen Datenpool des hbz auch für andere teilnehmende Bibliotheken und interessierte Inter- netnutzerInnen nachnutzbar. Köln, Juli 2023 Die Arbeit im Turm Tägliche Recherchen vor Ort, in der Bibliothek im 4. Stock des Turms, an acht zum Teil computergestützten Arbeitsplätzen. Wissenschaftliche Beratung – Anmeldung, 5 € Schutz- gebühr. Permanent aktualisierter Online-Auftritt (gratis). Online-Recherchen über Literatur- und Bilddatenbank sind jederzeit möglich. Über 80.000 Textdokumente in der Literaturdatenbank (in der mit etwa 10.000 Schlagwörtern recherchiert werden kann) und über 9.500 Dokumen- ten in der Bilddatenbank. Die ausgewiesenen Titel werden mit Sachschlagwörtern aus dem FMT-eigenen Thesaurus, Freien Schlagwörtern, Personen-, Körperschaften-, Regionen- und Formen-Schlagwörtern sowie Eigennamen inhaltlich erschlossen. Alle dokumentierten Texte können auch in der Bibliothek des FMT eingesehen werden. Wer nicht selbst recherchieren will, kann dem FMT einen Rechercheauftrag für die Literaturdatenbank erteilen (gegen Unkostenbeitrag. Der FMT ist der Fernleihe für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken dem Hochschulbibliothekszentrum (HBZ) NRW angeschlossen. Führungen im Turm, jeden letzten Mittwoch im Monat sowie Gruppenführungen nach Terminabsprache (5 € Unkostenbeitrag) Stand: Juli 2023 Events, eine Auswahl 1994: Das Buch „Turm der Frauen – Der Kölner Bayenturm. Vom alten Wehrturm zum FrauenMediaTurm“, Hrsg. Alice Schwarzer, mit Texten von u.a. Prof. Hiltrud Kier (Stadtkonservatorin), Dr. Ulrich Krings (Stadtkonservator), Dörte Gatermann (Architektin), Dr. Werner Schäfke (Direktor Stadtmuseum), Dumont Verlag 1999: 50 Jahre „Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir, internationaler Kongress mit u.a. Prof. Gerda Lerner (USA), Elisabeth Badinter und Benoite Groult (Frank- reich), Kate und Edward Fullbrook (Großbritannien), Prof. Rita Süssmuth (Deutschland). Ta- gungsband: „Man wird nicht als Frau geboren“, KiWi-Verlag. 2008: Ausstellung und Kongress „Frauen, die forschen. Wissenschaftlerinnen in Deutschland“, mit u.a. Prof. Christiane Nüsslein-Volhard, Dr. Annette Schavan (Wissen- schaftsministerin), Barbara Schneider-Kempf (Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin), Prof. Christina Holtz-Bacha. In Folge das Buch: „Frauen, die forschen. 25 Porträts“, Fotos: Bettina Flitner, Texte: Jeanne Rubner, Collection Rolf Heyne. 2021: „50 Jahre Frauenbewegung“, Veranstaltung mit Referentinnen, u.a. Prof. Jutta Allmendinger (WZB), Katarina Barley (Vizepräsidentin EU-Parlament), Prof. Johanna Wanka (Wissenschaftsministerin a.D.), Prof. Ute Frevert, Caroline Fourest und der Schriftstellerin Jenny Erpenbeck. 2022: „50 Jahre Frauenbewegung in Köln“, Veranstaltung mit Referentinnen, u.a. Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Stadtdirektorin Andrea Blome, Dr. Nicole Grünewald (IHK), Susanne Imhoff (Imhoff-Stiftung) und Frauke Mahr (Lobby für Mädchen).

Beratungsverlauf

  1. 04.12.2023

    Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern

    TOP 3.4, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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