AN/1992/2023
Finanzielle Bildung für Alleinerziehende und Care-Arbeit Leistende
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FDP Anfrage nach § 4
2911 Zeichen
www.FDP-Koeln.de
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
An die Vorsitzende des
Ausschusses für die Gleichstellung
von Frauen und Männern
Frau Teresa De Bellis-Olinger
Rathaus · 50667 Köln
Fon 0221. 221-23830
Fax 0221. 221-23833
fdp-fraktion@stadt-koeln.de
www.fdp-koeln.de
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.11.2023
AN/1992/2023
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 04.12.2023
Finanzielle Bildung für Alleinerziehende und Care-Arbeit Leistende
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Frau Vorsitzende,
die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie darum, folgende Anfrage auf die Tagesord-
nung der kommenden Sitzung des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Män-
ner am 04. Dezember 2023 zu setzen.
Die Gleichstellung von Mann und Frau ist seit Jahren eines der größten Projekte der Gesell-
schaftspolitik. Stand 31.12.2022 waren 90% der Alleinerziehenden in Köln Frauen. Trotz aller
Anstrengung sind heute mehr als 30% dieser alleinerziehenden Mütter1 auf Sozialhilfe ange-
wiesen.
Außerdem geben 30% aller Frauen an, finanziell abhängig zu sein2. Grund hierfür ist die un-
bezahlte Care-Arbeit, die mehrheitlich von Frauen im Bereich der Kindererziehung und An-
gehörigenpflege geleistet wird.
Personen, die Care-Arbeit leisten, arbeiten häufiger in Teilzeit oder sind über einen gewissen
Zeitraum hinweg überhaupt nicht erwerbstätig, weshalb mit der Sorgearbeit oftmals finanzi-
elle Nachteile einhergehen. Können die daraus resultierenden finanziellen Nachteile über
staatliche Leistungen (z.B. das Elterngeld) kurzfristig häufig noch ausgeglichen werden, ent-
stehen langfristig, etwa in Bezug auf die Altersvorsorge, erhebliche Nachteile, aus denen in
vielen Fällen Altersarmut resultiert.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung:
1. Welche Beratungsangebote zur finanziellen Bildung, dem (Wieder-)Einstieg in den Ar-
beitsmarkt und Altersvorsorge gibt es in Köln speziell für Alleinerziehende und von
1 Vgl. Zahlen der Bertelsmann Stiftung.
2 Vgl. Womenomics – Studie zu Frauen und Finanzen (Mastercard).
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
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www.FDP-Koeln.de
Care-Arbeit betroffene Personen? Gibt es Angebote, die sich nur mit diesem Themen-
bereich beschäftigen?
2. Welche Erkenntnisse hat die Stadt Köln über die Inanspruchnahme dieser Beratungs-
angebote (bitte Aufschlüsselung der Zahlen nach Geschlecht, Alter und Postleitzahl)?.
3. Welche Beratungsangebote bietet die Stadt selbst für ihre Mitarbeitenden für den Wie-
dereinstieg nach der Leistung von Erziehungs- und Care-Arbeit an?
Mit freundlichen Grüßen
Gez. Ulrich Breite Christina Dumstorff
Fraktionsgeschäftsführer Gleichstellungspolitische Sprecherin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1992/2023
- Typ
- FDP/KSG Anfrage nach § 4
- Datum
- 27.11.2023
- Erstellt
- 14.11.2023 13:19