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2009/0246

Jobticket für die Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 13.08.2009

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2009/0246

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2009/0246

7480 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
25.08.2009 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Agenda-Büro  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2009/0246 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Jobticket für die Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Vorlage vom: 13. 8.2009 
 
Beschlussvorschlag: 
a) Der Magistrat befürwortet weiterhin grundsätzlich die Implementierung eines Jobticket-Angebotes für 
die Stadtverwaltung Darmstadt. 
b) Agenda-Büro und Amt 15 / Abteilung Statistik werden beauftragt, eine interne Mitarbeiterbefragung zur 
Ermittlung des potenziellen Nachfrageverhaltens durchzuführen. Die hierfür voraussichtlich anfallen-
den Kosten i.H.v. 6.000,- € werden zu Lasten des Agenda21-Budgets verbucht. 
c) Bei Vorlage Erfolg versprechender Ergebnisse zur internen Mitarbeiterbefragung wird das Agenda-
Büro beauftragt, mit dem RMV die Durchführung der Stichprobenbefragung zur Preisermittlung umzu-
setzen. 
d) Bei der Vorbereitung der internen Mitarbeiterbefragung und der Stichprobenbefragung des RMV wer-
den die Rechte des Gesamtpersonalrates und der Datenschutzbeauftragten gewahrt. 
e) Bei der Vorbereitung und Umsetzung der Umfragen gewähren alle Verwaltungsstellen und Eigenbe-
triebe uneingeschränkte und unverzügliche Unterstützung. 
f) Über die Etatisierung der ggf. erforderlichen Anschubfinanzierung ist bei den künftigen Haushaltsbera-
tungen zu entscheiden. 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

2 
... 
 
Beschluss des Magistrats vom

3 
... 
 
Begründungsseite zur MV 2009 / 0246 (Jobticket) 
 
Unternehmen und Organisationen (zum Beispiel Vereine, Behörden, Verbände, öffentliche Verwaltun-
gen etc), die im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) über 100 Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter beschäftigen, können nach einer entsprechenden Vereinbarung mit dem RMV ihren Mitarbei-
terinnen und Mitarbeitern sogenannte Jobtickets ausstellen. 
Das sind persönliche Zeitkarten, die an das Arbeits- oder Dienstverhältnis gebundenen sind und in 
den für den Arbeitsweg notwendigen Tarifgebieten gelten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhal-
ten das Jobticket über ihr Unternehmen oder ihre Organisation. Der vom Unternehmen beziehungs-
weise der Organisation zu entrichtende Pauschalpreis wird individuell kalkuliert. Jobtickets sind per-
sonengebunden, also nicht übertragbar und beinhalten keine Mitnahmeregelung. 
 
2006 wurde eine verwaltungsinterne „AG Jobticket“ gegründet, mit dem Ziel, für die MitarbeiterInnen 
der Stadtverwaltung Darmstadt die Realisierbarkeit eines finanzierbaren Jobtickets zu prüfen.  
 
Job-Tickets gibt es für die Mitarbeiter der Stadt Darmstadt derzeit nicht. 
 
Mit Vorlage 2007 / 0096 wurde ein erstes Zwischenergebnis vorgelegt, wobei grundsätzlich von einer 
Realisierbarkeit für die Stadtverwaltung Darmstadt ausgegangen wurde. 
 
Auftragsgemäß wurden Sondierungsgespräche mit dem RMV zwecks Einführung eines Jobtickets ge-
führt, vorrangig mit dem Ziel keine umfangreiche Mitarbeiterbefragung durchführen zu müssen. 
 
Aktueller Sachstand:
 
 
Angebotsseite: 
 
Mit dem RMV besteht grundsätzlich Einigkeit darüber, anstelle einer umfänglichen Mitarbeiterbefra-
gung (mit standardmäßig festgelegter hoher Rücklaufquote) lediglich eine  stichprobenartige telefoni-
sche Befragung von 500 MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung zur Ermittlung der RMV-
Preisvorstellungen für ein Jobticket Darmstadt durchzuführen. 
 
Hierzu benötigt der RMV eine anonymisierte Gesamtliste aller städtischen Mitarbeiter und Mitarbeite-
rinnen des sog. Berechtigtenkreises mit Angaben über Postleitzahl des Wohnortes und Wohnort. 
Daraus generiert der RMV nach einer sog. „Schichtenbildung“ eine repräsentative Mitarbeiterliste mit 
500 telefonisch zu befragenden Personen. 
 
Die Befragung des RMV bezieht sich dabei fast ausschließlich auf das gegenwärtige ÖPNV-Verhalten 
und dient der Abschätzung des jetzigen ÖPNV-Verhaltens zur Entwicklung einer Preisvorstellung des 
RMV für das Jobticket. 
 
Erst danach kann der RMV der Stadt Darmstadt auf der Basis eines definierten Nutzerkreises ein be-
lastbares Jobticket-Angebot vorlegen. 
 
Ob sich dieses Jobticket-Angebot durch eine ausreichend hohe Nachfrage aus der Mitarbeiterschaft 
selbst trägt (Best-Case), oder anfänglich in einer „Probephase“ einer Initial- oder Zuschuss- Finanzie-
rung bedarf, oder sich insgesamt zu einer Zuschuss-Leistung des Arbeitgebers entwickelt (Worst-
Case) steht und fällt mit der … 
 
…Nachfrageseite: 
 
Lange in der AG Jobticket diskutiert wurde die Frage des sog „Berechtigtenkreises“, d.h. die Definition 
des Personenkreises, der Zugang zum Jobticket haben sollte. 
Hintergrund war der betriebswirtschaftliche Umstand, dass ein umfänglich kleinerer Berechtigtenkreis 
zu einem geringeren Jobticket-Preis des RMV führt, als bei Definition eines größeren Berechtigten-
kreises. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat incl. Eigenbetriebe, exklusive Auszubildende und exklusive Kli-
nikum ca. 3.300 MitarbeiterInnen. 
 
Eine verwaltungsinterne Umfrage des Agenda-Büros hat ergeben, dass lediglich für etwa 40 Mitarbei-
terInnen sachliche Gründe (z.B. zwingende dienstliche Nutzung des Privat-PKW) vorliegen, diese als 
Berechtigte für ein Jobticket auszuschließen.

4 
... 
 
Ein ursprünglicher Gedanke, sämtliche städtischen Eigenbetriebe aus dem Berechtigtenkreis für ein 
Jobticket heraus zu nehmen, wurde nach Gründung des Eigenbetriebes IDA mangels sachlicher Be-
gründbarkeit wieder verworfen. 
 
Empfehlung:
 
Zur Definition des Berechtigtenkreises für ein Jobticket, und damit letztlich auch Kalkulationsgrundlage 
für das RMV-Preisangebot, sollte im weiteren Verlauf der Verhandlungen von der Kernverwaltung und 
alle Eigenbetriebe der Stadt Darmstadt ausgegangen werden, ausgenommen: 
 
- Auszubildende (wegen MobiTick) 
- MitarbeiterInnen des Klinikums Darmstadt 
 
In den Berechtigtenkreis würden demnach ca. 3.300 MitarbeiterInnen aufgenommen. 
 
Zur Abschätzung des potenziellen Nachfrageverhaltens der städtischen Mitarbeiterschaft bei Angebot 
eines Jobtickets wird eine interne schriftliche Mitarbeiterbefragung vorgeschlagen. 
 
Die Abteilung Statistik und Stadtforschung (Amt 15) hat die Kosten für eine derartige interne Befra-
gung mit Auswertung mit ca. 6.000 Euro kalkuliert. 
 
 
Erst bei Vorliegen belastbarer Ergebnisse zu den beiden Entscheidungsparametern „Angebot“ und 
„Nachfrage“ kann letztlich eine Entscheidung der Gremien zur Einführung und Finanzierung, ggfs. 
nach Genehmigung durch das RP Darmstadt, getroffen werden. 
 
 
Finanzierung Jobticket 
 
Aussagen zur Höhe einer möglicherweise erforderlichen Anschubfinanzierung sind derzeit nicht mög-
lich. Die Entscheidung über die Etatisierung muss daher den künftigen Haushaltsberatungen vorbe-
halten bleiben. Diese Entscheidung kann erst in Kenntnis eines verbindlichen Angebotes des RMV ge-
troffen werden.  
 
 
 
Darmstadt, den 13.08.2009 
III-561-Klimaschutz-Jobticket 
 
 
 
Der Dezernent I    Der Dezernent II   Der Dezernent III 
 
 
 
 
 
 
 
Walter Hoffmann   Wolfgang Glenz   Klaus Feuchtinger 
Oberbürgermeister   Stadtkämmerer   Stadtrat

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Details

Vorlagen-Nr.
2009/0246
Typ
Magistratsvorlage
Datum
13.08.2009
Erstellt
29.09.2026 00:00