Sanierung der RDA-Schächte
Mitteilung Ausschuss 0838/2023 vom 10.03.2023
Stand: Am 21.03.2023 im Rechnungsprüfungsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 10.03.2023 0838/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 14.03.2023 Finanzausschuss 20.03.2023 Rechnungsprüfungsausschuss 21.03.2023 Sanierung der RDA-Schächte Seit November 2022 wurde in den Monatsberichten der Projektsteuerung kontinuierlich über die Problematik der Sanierung der RDA-Schächte berichtet. In der Sitzung des Betriebsausschusses Bühnen am 31.01.2023 hatte die SPD -Fraktion an- lässlich der Aussprach e über den Monatsbericht Dezember 2022 darum gebeten, zu den nachfolgenden Sitzungen von Finanzausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss am 06. und 07.2.2023 einen ausführlichen Bericht zu dieser Problematik vorzulegen. Dieser Bericht wurde von der Verwaltung zugesagt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass ein den berechtigten Ansprüchen des Betriebsausschusses genügender Bericht in der Kürze der Zeit nicht her - stellbar war. Die SPD-Fraktion wurde darüber am 03.02.2023 per e-mail informiert. Die Vorla- ge des erbetenen Berichtes wurde zur Sitzung des Betriebsausschusses am 14.03.2023 zu- gesagt. Die Verwaltung gibt den anhängenden Zwischenbericht des Projektsteuerers vom 28.02.2023 hiermit zur Kenntnis. gez. Streitberger -
2023-02-28 SBK Zwischenbericht RDA Thematik
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Zwischenbericht zur Thematik RDA Schächte Projekt Sanierung Bühnen Köln 1/5 Stand: 28.02.2023 Inhalt 1. Einleitung ................................ ................................ ................................ .................... 2 2. Aufgabe und Funktionsweise einer RDA ................................ ................................ .. 2 3. Problemstellung ................................ ................................ ................................ .......... 3 4. Ertüchtigung der Schachtwände ................................ ................................ ............... 4 5. Vorleistungen und Folgearbeiten TA (Technische Ausrüstung) ............................. 4 6. Weiteres Vorgehen ................................ ................................ ................................ ..... 4 7. Terminauswirkungen + Terminrisiken ................................ ................................ ....... 5 Zwischenbericht zur Thematik RDA Schächte Projekt Sanierung Bühnen Köln 2/5 1. Einleitung Aufgrund einer Anfrage im Betriebsausschuss Bühnen am 31.01.2023 wurde die Projekt- steuerung von den Bühnen Köln gebeten, einen Zwischenbericht zur Problematik der Sanie- rung der RDA -Schächte zu erstellen. Die Sanierung der RDA -Schächte ist gegenwärtig (Ende Februar 2023) konzeptionell, planerisch und baulich noch in Bearbeitung, insofern kann dieser Bericht noch nicht abschließend sein. Ein Abschlussbericht mit einer abschlie- ßenden Einschätzung der terminlichen Auswirkungen dieser Aufgabe auf das Sanierungs- projekt kann voraussichtlich Ende April 2023 vorgelegt werden. Die Bühnentürme des Opernhauses sind baurechtlich als Hochhäuser einzuordnen. Gemäß Brandschutzkonzept und Genehmigungsplanung sind zwei Fluchttreppenhäuser als soge- nannte Sicherheitstreppenräu me auszubilden. Die Sicherheitstreppenräume werden im Brandfall durch Rauchschutzdruckanlagen (RDA) rauchfrei gehalten. Die zur RDA gehören- den Zu - und Abluftschächte müssen besondere statische Anforderungen erfüllen. Diese Schächte wurden bis 2015 errichtet und sind mit den übrigen Rohbauleistungen 2016 abge- nommen worden. Im Zuge von Baubegehungen sind im September 2022 unter den Oberflächen verdeckte Mängel an gemauerten Schachtwänden erkannt worden. Daraufhin wurde eine umfangrei- che Überprüfung aller RD A -Schächte veranlasst und ein erheblicher Bedarf an baulicher Ertüchtigung von gemauerten Schachtwänden festgestellt. Der Prozess der Lösungsfindung sowohl hinsichtlich planerischer Maßnahmen als auch hinsichtlich der Durchführung von baulichen Ertüchtigungsmaßnahmen, wird in diesem Zwischenbericht erläutert. 2. Aufgabe und Funktionsweise einer RDA Rauchschutzdruckanlagen (RDA) haben die Aufgabe, Flucht- und Rettungswege (Treppen- räume, Feuerwehraufzüge, Fluchttunnel etc.) rauchfrei zu halten. Dabei wird im zu schützen- den Bereich ein kontrollierter Überdruck gegenüber den angrenzenden Räumen, in denen es zu einem Brand gekommen ist, erzeugt. Prinzipdarstellung einer RDA Anlage Zwischenbericht zur Thematik RDA Schächte Projekt Sanierung Bühnen Köln 3/5 (Quelle: Lebensrettende Rauchfreihaltung in Treppenhäusern: Rauchschutz -Druck- und Spüllüftungsanlagen. Anlagenbeschreibung Helios, https://www.heliosselect.de/cms/up- load/bilder/hk_pdf_seite/2016-09-09%20Technisches%20Daten- blatt%20RDA%20DDK%2020,%2025.pdf) Im Projekt Sanierung Bühnen Köln (SBK) werden zwei Treppenhäuser im Opernhaus durch eine RDA rauchfrei gehalten. Es handelt sich um die Treppenhäuser T 02 und T 13. Schema RDA T13 3. Problemstellung Die RDA Abströmschächte sind erheblichen Druck- bzw. Sogkräften ausgesetzt. Bei bauli- chen Kanälen können diese Kräfte durch Schachtwände aus Stahlbeton, bewehrtem Mau- erwerk oder Mischkonstruktionen aus Stahlbeton und Mauerwerk aufgenommen werden. Bei Kanalkonstruktionen der Feuerwiderstandsklasse F90 aus Kalziumsilikat (Handelsname Promat) gelten die entsprechenden technischen Regeln zur statischen Bemessung. Im Zuge der Begehun gen wurde festgestellt, dass die Mängel an den Schachtwänden bei mehreren Schächten und auf zahlreichen E benen auftreten. Das Herstellen der uneinge- schränkten Genehmigungsfähigkeit der RDA Anlagen erfordert die bauliche Sanierung die- ser Schachtwände. Die notwendigen Maßnahmen umfassen: - Demontagen von bereits montierter Haustechnik zur Herstellung von Baufreiheit außen an den Schachtwänden - Rohbauarbeiten zur statischen Ertüchtigung der Schachtwände Zwischenbericht zur Thematik RDA Schächte Projekt Sanierung Bühnen Köln 4/5 - Remontagen der zuvor demontierten Haustechnik Diese Arbeiten an 28 unterschiedlichen Stellen der RDA-Schächte stellen zusätzliche Leis- tungen zum geplanten Bauablauf dar und sind noch nicht abschließend terminlich bewertet. 4. Ertüchtigung der Schachtwände Der Tragwerksplaner hat eine Bewertung des Bauzustandes der Schachtwände vorgenom- men und Ende November 2022 ein Sanierungskonzept vorgestellt. Im 7. OG wurde an- schließend exemplarisch eine Sanierung von Schachtwänden durch die Rohbaufirma durch- geführt. Die Verstärkung der Mauerwerkswände erfolgt durch Stützen und Riegel aus Ort- beton und die nachträgliche Bewehrung von Mauerwerk. Diese Lösung wird schrittweise auf andere Etagen und Problemfälle übertragen. Die Sanierung ist möglich und muss dabei si- tuationsbedingt auf unterschiedliche Einzelfälle angewendet werden. In der Regel erfordern die Rohbauarbeiten Vorleistungen und Folgearbeiten von TA Gewerken in unterschiedli- chem Umfang. Insgesamt sind davon in zwei Schächten (Opernhaus Nord und Süd) 28 Stellen betroffen, für die 28 Maßnahmen zu planen und zu bauen sind. 5. Vorleistungen und Folgearbeiten TA (Technische Ausrüstung) Die Sanierung von Schachtwänden hat unterschiedliche Auswirkungen auf die haustechni- schen Installationen. Es können im Wesentlichen drei Fälle unterschieden werden: A) keine Auswirkungen, die Wände sind frei zugänglich, betrifft 18 Maßnahmen B) moderater De- und Remontageaufwand, z. B. Positionierung von Wandhydranten vor den Wänden, die Wandhydranten können umverlegt werden, betrifft 4 Maßnah- men C) hoher De- und Remontageaufwand, diese Fälle betreffen vorrangig Elektroinstallati- onen, z. B. wenn Schaltschränke auf den Schachtaußenwänden montiert sind, be- trifft 6 Maßnahmen Zur Klassifizierung der verschieden Situationen haben die Objektüberwachungen (OÜ) Be- gehungen und Abstimmungstermine unter Einbindung von ausführenden Firmen (z. B. Roh- bau, Lüftung, Elektro) durchgeführt. 6. Weiteres Vorgehen Die Ausführung der Rohbauarbeiten der Sanierungsfälle der Kategorie A hat am 30.01.2023 begonnen. Die Demontagearbeiten der TA Gewerke haben am 13.02.2023 begonnen. In wöchentlichen Abstimmungsterminen werden etagenweise die statischen Konzepte der Sanierungsfälle in Bauanweisungen überführt und die Reihenfolge der Maßnahmen fortlau- fend festgelegt. Teilnehmer der Abstimmungstermine sind die OÜ, die Architekten, der Trag- werksplaner und die Projektsteuerung. Die Rohbaufirma arbeitet mit zwei Sanierungstrupps. Zwischenbericht zur Thematik RDA Schächte Projekt Sanierung Bühnen Köln 5/5 7. Terminauswirkungen + Terminrisiken Gemäß erster Einschätzung der OÜ wird die Ausführung der Sanierungsmaßnahmen für die 15 Maßnahmen im Schachtbereich Nord bis Mitte August 2023 und für die 13 Maßnahmen im Schachtbereich Süd bis Anfang September 2023 andauern. Diese Einschätzung der OÜ stellt eine worst case Betrachtung dar. Die Sanierungsmaßnahmen führen zu Terminverzug bei den Ausbaugewerken und TA Fein- installationen. Dies betrifft insbesondere die Etagen 4, 5 und 6. Nach Einschätzung der Pro- jektsteuerung kann dieser Terminverzug im weiteren Baufortschritt voraussichtlich kompen- siert werden. Die Sanierungsmaßnahmen führen allerdings ebenfalls zu Terminverzug bei den Inbetrieb- setzungen der Elektrogewerke. Dies betrifft sowohl die Stromversorgung als auch die Ge- bäudeautomation, die B randmeldeanlage und die RDA . Gegenwärtig kann nicht ausge- schlossen werden, dass sich die Inbetriebsetzungen einzelner Anlagen und die nachfolgen- den Sachverständigenabnahmen so verzögern, dass der Abschluß aller Inbetriebsetzungen im Dezember 2023 nicht erreicht wird. Die daraus resultierende Verschiebung der Inbetrieb- nahmephase mit den Wirkprinzipprüfungen der sicherheitstechnischen Anlagen würde dann den Termin der Schlüsselübergabe gefährden. In den wöchentlichen Abstimmungsterminen werden deshalb gegenwärtig Gegensteuerungsmaßnahmen untersucht und festgelegt. Eine deutliche Reduzierung der Terminauswirkungen kann durch weitgehende Vermeidung der De- und Remontagen der TA erreicht werden, insbesondere durch Lösungsfindung bei Maß- nahmen der Kategorie C. In Ebene 5 konnte beispielsweise die Demontage eines fertig in- stallierten Elt Schaltschrankes vermieden werden. Hier konnte mit dem Rohbauunternehmer und dem Tragwerksplaner der Abbruch und Neubau der Schachtwand ohne Abrücken des Schaltschrankes gelöst werden. Die terminlichen Auswirkungen auf die Inbetriebsetzungen reduzieren sich dadurch erheblich. Weitere ähnliche Lösungsansätze dieser Art werden der- zeit ermittelt. Mögliche Terminrisiken ergeben sich zudem im Bereich der RDA-Zuluftschächte der Anla- gen OH-37 und 38, die ebenfalls über mehrere Etagen verlaufen. Auch hier wurden Mängel am Mauerwerk von Schachtwänden festgestellt. Die se Schachtwände werden allerdings weniger stark durch Druck- bzw. Sogkräfte belastet als die Abluftschächte. Die Abstimmun- gen mit dem Tragwerksplaner der notwendigen Maßnahmen für diese Schächte finden ge- genwärtig statt. Ziel der Abstimmungen ist die Festlegung minimalinvasiver Maßnahmen ohne wesentliche Terminauswirkungen. aufgestellt am 28.02.2023 zarinfar GmbH i.A. gez. i.A. gez. Wolf Bartuszat Tammo Freudenberg
Beratungsverlauf
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14.03.2023
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 5.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen -
21.03.2023 zuletzt
TOP 9.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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