0852/2019
Der Jahresbericht 2018 des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4520 Vorlagen-Nummer 11.03.2019 0852/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 26.03.2019 Der Jahresbericht 2018 des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln Das NS-Dokumentationszentrum blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurück, was der 248 Seiten umfassende Jahresbericht belegt. Das Museum verzeichnete im 17. Jahr in Folge einen Besucherrekord. Mit 92.777 Besucherinnen und Besuchern wurde eine neue Höchstmarke erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Besuche um vier Prozent und im Vergleich zum Jahr 2002 (25.754) um mehr als das Dreieinhalbfa- che. Die Mehrheit der Besucher sind Einzelpersonen, häufig Touristen. Geführte Gruppen folgen erst an zweiter Stelle, für die mit der sehr hohen Zahl von 2.198 Führungen und Workshops ein um- fangreiches pädagogisches Programm angeboten wird. Das große Ziel des NS-DOK für die nächsten Jahre ist der Ausbau und die Erweiterung zum Haus für Erinnern und Demokratie. Dies hatte der Rat am 11. Juli 2017 fast einstimmig beschlossen. Der Auszug der bisherigen Nutzer des dritten und vierten Obergeschosses des EL-DE-Hauses ver- schiebt sich mindestens auf den 30. Juni 2019. Die kleine Arbeitsgruppe des NS-DOK hat dagegen bereits das Konzept für den Erlebnisort Demokratie, die Erzählcafés und das Junge Museum fast vollständig entwickelt. In einer Spendenverdopplungsaktion haben in 17 Veranstaltungen bekannte Kölner Künstlerinnen und Künstler das Projekt unterstützt. Die Aktion war doppelt erfolgreich: Zum einen kam mit 143.538 Euro eine hohe Geldsumme zusammen und zum anderen war sie eine großartige Imagekampagne. Die Vielfalt der Aktivitäten des NS-DOK belegen folgende Zahlen: Es wurden neun Sonderausstel- lungen gezeigt, zwei Wanderausstellungen in Deutschland und Österreich präsentiert, und zudem war das NS-DOK an einer Ausstellung beteiligt, die das Mémorial de la Shoa in Paris zeigte. Zudem wurden 226 Veranstaltungen durchgeführt, deren Form und Inhalt breit gefächert waren. Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) feierte 2018 ihr zehnjähriges Bestehen und hat zusammen mit der ihr angeschlossenen Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln eine eindrucksvolle Bilanz vorzuweisen. Die starke und wachsende Nachfra- ge nach den Bildungs- und Beratungsangeboten der ibs zeigt die gesellschaftliche Relevanz des Themas. Zu ihren wesentlichen Aufgaben zählen mittlerweile Demokratiebildung und die Auseinan- dersetzung mit Antisemitismus und Rassismus. Dieser Bereich lässt sich zukünftig inhaltlich und personell wesentlich erweitern, da dafür 2018 eine ganze Stelle eingerichtet werden konnte. Zum Profil des NS-DOK gehört stets eine intensive Forschungsarbeit. Dazu zählt eine renommierte Bibliothek mit 24.322 Bänden, eine breit aufgestellte Dokumentation, die mittlerweile in über 220.000 Datensätzen unterschiedliche Bereiche erschlossen hat und eine rege Publikationstätigkeit. Im Berliner Metropol Verlag erschien der erste Band der neu geschaffenen „Kleinen Reihe des NS- Dokumentationszentrums der Stadt Köln“ und zudem wurde in der Reihe der wissenschaftlichen Veröffentlichungen eine Dissertation über katholische Jugendgruppen veröffentlicht. Zudem erhielt das NS-DOK auch 2018 wieder bedeutende Sammlungszugänge. Hier sind vor allem das Fotoar- 2 chiv Theo Beckers und die Schenkung von 438 Kunstwerken des jüdischen Malers Otto Schloss zu nennen. Neben den großen Arbeitsschwerpunkten zur jüdischen Geschichte und zur Zwangsarbeit sind die Projekte zur Geschichte der Jugend im Nationalsozialismus, zum Widerstand und zur Ge- stapo hervorzuheben. Der Jahresbericht wird ab 25. März 2019 im Internet unter www.nsdok.de eingestellt und die Druck- fassung auf der Sitzung des Ausschusses für Kunst und Kultur verteilt. gez. Laugwitz-Aulbach
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0852/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 11.03.2019
- Erstellt
- 06.03.2019 15:57