AN/1492/2021
Änderungsantrag zu TOP 3.1.10
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FDP Änderungsantrag nach § 13
3328 Zeichen
www.FDP-Koeln.de An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 22.06.2021 AN/1492/2021 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 24.06.2021 Änderungsantrag zu TOP 3.1.10 Corona-Screening im Abwasser Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie darum, folgenden Änderungsantrag zu TOP 3.1.10 auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung am 24. Juni zu nehmen. Beschluss: Der Rat beschließt folgende Änderung: - Spiegelstrich 1 wird nach „Gesundheitsamt“ ergänzt: o Im Rahmen des laufenden CoroMoni-Projektes der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), an dem Köln beteiligt ist, - Spiegelstrich 2 wird nach „über“ ergänzt: o Die bis dahin vorliegenden Erkenntnisse - Spiegelstrich 4 wird ersetzt: o Die Weiterentwicklung der Kooperationen zum Aufbau von Knowho in Stadt- entwässerung und Gesundheitsamt zu nutzen. - Die Kostendeckung wird nach „Anfallende Kosten sind,“ wie folgt ergänzt: o Soweit sie nicht über die wiederangelaufene Forschungsförderung des Bun- des abgedeckt sind, Begründung: Die EU-Kommission hat Mitte März die dringende Empfehlung ausgesprochen, zumindest in Städten mit mehr als 150.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Screening auf Coronavi- ren im Abwasser durchzuführen. FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de Dieses Screening ermöglicht eine viel frühere Aussage über den Verlauf der Infektionen in den jeweiligen Gemeinden als andere Methoden, ist anonym, unabhängig von der lokalen Teststrategie, der individuellen Testbereitschaft und dem Krankheitsgeschehen. Zudem sind so frühzeitig Hinweise auf Virusmutationen möglich und eine frühzeitige Identifikation von Hotspots. Die Zunahme der Delta-Variante und die unterschiedliche Wirksamkeit der Impf- stoffe dagegen gibt Anlass zur Vorsicht und zwingt zu Investitionen in Früherkennung und Risikomanagement. Das Bundesministerium für Forschung und Bildung fördert drei Projekte, in denen PCR- Tests von Abwasserproben durchgeführt werden. Aus der dabei gefunden Konzentration von Coronaviren werden Rückschlüsse auf die Anzahl von Corona-Infektionen in bestimmten Gebieten gezogen. In Augsburg, Karlsruhe, im Landkreis Berchtesgaden, in Wiesbaden und in Hamburg werden bereits entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Auch die DWA und das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft der RTHW Aachen sehen hier große Chancen zur Pandemiebekämpfung. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat in Kölner Abwasser im 2. Quartal Analysen auf Coronaviren durchge- führt. Im Sommer 2020 war die PCR-Methode nur so weit entwickelt, dass ausschließlich Hotspots erkannt werden konnten. Bekannterweise ist die PCR-Methode erheblich besser geworden. Damit rückt ein Frühwarnsystem für unsere Stadt in greifbare Nähe. Auf dieses zusätzliche diagnostische Instrument zur Bekämpfung der Corona-Pandemie soll- ten wir in Köln nicht verzichten. Mit freundlichen Grüßen Gez. Ulrich Breite Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1492/2021
- Typ
- FDP/KSG Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 23.06.2021
- Erstellt
- 22.06.2021 18:03