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1466/2019

Ergänzung des bestehenden Kooperationsvertrages zwischen der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln und der Technischen Hochschule Köln (zu 3069/2015)

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 02.12.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.12.2019, TOP 10.23

Anlage 1 - Erste Stellungnahme RPA 21.05.2019

· application/pdf

Ansehen

Anlage 0 - Begründung der Dringlichkeit

· application/pdf

Ansehen

Anlage 4 - Vorstellung_anwendungsorientierte_Zertifizierung

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage Rat

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 – Stellungnahme der Gebäudewirtschaft zu den Hinweisen des Rechungsprüfungsamtes

· application/pdf

Ansehen

Anlage 3 – Zweite Stellungnahme RPA vom 18.10.2019

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 - Erste Stellungnahme RPA 21.05.2019

2800 Zeichen

14 
143 
01 
21.05.2019 
 
R29390 
Kooperation zwischen der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln und der Technischen 
Hochschule Köln, 
hier: Ergänzung des bereits bestehenden Kooperationsvertrages 
Stellungnahme des RPA zur Beschlussvorlage (Vorlagen-Nr. 1466/2019) 
RPA-Nr.: 2019/0874 
Vorgelegte Kosten: 412.500 € netto (490.875 € brutto) für zunächst 5 Jahre, 
bzw. 82.500 € netto (98.175 € brutto) pro Jahr 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
Der Vorgang wurde von 01 per Mail am 10.5.2019 ans RPA gesendet mit der Bitte um Stel­
lungnahme. Formal handelt es sich um eine Beschlussvorlage für die nächste Ratssitzung 
am 21.5.2019, zuvor sollte eine Tischvorlage im Betriebsausschuss der Gebäudewirtschaft 
am 13.5.2019 erfolgen. 
Nach Durchsicht der vorliegenden Unterlagen ist davon auszugehen, dass mit der vom Rat 
am 15.12.2015 beschlossenen Kooperation (OS 3069/2015) schwerpunktmäßig andere Ziele 
verfolgt werden, als ursprünglich beabsichtigt. 
Die nun von 26 mit der aktuell vorgelegten Beschlussvorlage 1466/2019 angestrebte Erwei­
terung der Kooperation enthält zu den ursprünglichen Zielen ,,Personalakquise und studenti­
sche Mitarbeit" keinerlei Angaben. Es ist nicht ersichtlich, ob aus der bereits laufenden Ko­
operation ein messbarer Erfolg hinsichtlich der Personalgewinnung generiert werden konnte, 
ob Semesterarbeiten durchgeführt wurden etc. Auch zu dem Pilotprojekt zum Thema "In­
teroperabilität" ist nichts K(?nkretes erwähnt. 
Aktuell geht es um die Erweiterung der bereits bestehenden Kooperation zwischen der Ge­
bäudewirtschaft und der Technischen Hochschule Köln (vormals FH Köln). Die Gebäude­
wirtschaft will wissenschaftliche Arbeiten an der TH Köln mit gut 491.0·00 € brutto finanzie­
ren. Arbeitsthema sollen jetzt die Optimierungen an einem EDV-Programm für Heizungsre­
gelungen sein. In diesem Zusammenhang wird in der Beschlussvorlage erwähnt, dass ein 
Mitarbeiter von 26 an der TH eine Tätigkeit als Lehrbeauftragter ausübt. Welche Aufgabe 
genau der Mitarbeiter im Projekt und in der Kooperation wahrnimmt, erschließt sich aus der 
Vorlage nicht. 
Im Rahmen der bereits laufenden Kooperation wurde (entgegen der ursprünglichen Absicht) 
ein EDV-Simulationsprogramm entwickelt, welches eine energetische Überprüfung der Hei­
zungsregelung an bereits erstellten Anlagen ermöglicht. Demnach kann das Programm in­
nerhalb weniger Tage einen Jahresbetrieb simµlieren und Aussagen darüber ermöglichen, 
ob an der konkreten Anlage Optimierungsbedarf besteht oder gar Mängel vorliegen. Aus 
technischer Sicht hat die geschilderte Programmfunktionalität keinen direkten Bezug zum 
ursprünglich beschlossenen Thema Interoperabilität. Ob ein Regelkreis funktionierend pro­
grammiert ist, hat nicht primär etwas mit der Hardware-Kompatibilität zu tun, sondern mit den 
12

Anlage 0 - Begründung der Dringlichkeit

833 Zeichen

Anlage 0 - Begründung der Dringlichkeit  
Ein Mitarbeiter bei der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln nimmt seit 01.04.2017  
eine mit der Gebäudewirtschaft abgestimmte und ausdrücklich favorisierte Tätigkeit als 
wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Köln am Institut für 
technische Gebäudeausrüstung im Gebiet Gebäudeautomation wahr. Die Finanzierung dieser 
Tätigkeit ist gekoppelt an den Kooperationsvertrag zwischen der Gebäudewirtschaft und der TH 
Köln und war befristet bis 30.Juni 2019.  
 
Wenn der zur Entscheidung vorgelegte erweiterte und aktualisierte Kooperationsvertrag nicht 
rechtzeitig seitens der Gebäudewirtschaft unterzeichnet werden kann, ist die Fortführung der 
Tätigkeit dieses Mitarbeiters nicht gesichert.  
Der nächste Sitzungslauf kann daher nicht abgewartet werden.

Anlage 4 - Vorstellung_anwendungsorientierte_Zertifizierung

4164 Zeichen

261/43 Energiemanagement [Folie 1]
anwendungsorientierte 
Zertifizierung
Simulation - Raummodell

261/43 Energiemanagement [Folie 2]

261/43 Energiemanagement [Folie 3]
• Studien der:
 Hochschule Biberach 
 Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden - Forschung 
und Anwendung GmbH
belegen, dass durch Gebäudeautomation bei der Heizung zwischen 11-
25% Energie eingespart werden können. 
• Erfahrungen des EM zeigen, dass die geforderten 
Optimierungsprogramme häufig fehlerhaft ausgeführt werden.
• fehlerhafte Programme führen zu einem höheren Energieverbrauch:
• manuelle Bedienung der Heizungsanlage 
• Nutzzeiten können nicht eingerichtet werden
anwendungsorientierte Zertifizierung

261/43 Energiemanagement [Folie 4]
Ausgangssituation:
Annahme: ca. 50% des maximalen Einsparpotential erreichbar => 12 % 
das Einsparpotential wird wie folgt auf die Optimierungsprogramme 
aufgeteilt (Erfahrungswerte):
• Nachtabsenkung => 3%
• Stützbetrieb => 4%
• Start-Stopp-Optimierung => 4%
• Raumkorrekturprogramm => 1%
anwendungsorientierte Zertifizierung
Nachtabsenkung: Vorlauftemperatur wird in der Nicht-Belegungszeit um einen bestimmten Wert abgesenkt.
Stützbetrieb: Regelkreis wird anhand der Außentemperatur ein-, bzw. ausgeschaltet
Start-Stopp-Optimierung: spätmöglichste Ein- und frühestmögliche Ausschaltung der Heizungsanlage unter 
Berücksichtigung der Nutzzeit
Raumkorrekturprogramm: verringern, bzw. erhöhen der Vorlauftemperatur durch Vergleich der Soll-/Ist-Raumtemperatur

261/43 Energiemanagement [Folie 5]
Beispiel:
Überprüft: Liegenschaft - Albert-Schweitzer-Strasse
als Vergleichsverbrauch wird der Verbrauch 2017 herangezogen:
Liegenschaft Verbrauch 2017 Einsparpotential (9%)
Albert-Schweitzer 671.669 kWh 60.450 kWh
Brennstoff: Erdgas => Kosten 5,5 Cent pro kWh = 3325,- Euro
anwendungsorientierte Zertifizierung
Optimierungsprogramm überprüft Einsparpotential
Nachtabsenkung funktioniert 0 %
Stützbetrieb funktioniert nicht 4 %
Start-Stopp funktioniert nicht 4 %
Raumkorrektur funktioniert nicht 1 %

261/43 Energiemanagement [Folie 6]
Heizung 3% 4% 4% 1% Einsparung
Liegenschaft Nacht-
absenkung
Stütz-
betrieb
Start-
Stopp
Raum-
korrektur Summe kWh Euro Gewähr-
leistung beauftragt
Albert-Schweitzer     9% 60.450 3.325  
Nachtigallenstr.     9% 67.850 3.731  
Forststrasse () () () () 12% 50.270 2.765 () ()
Sportplatzstr. () () () () 12% 116.214 6.342 () ()
Summe 294.784 16.213
Durchschnitt 73.696 4.053
Einsparpotential
Nachtabsenkung: Vorlauftemperatur wird in der Nicht-Belegungszeit um einen bestimmten Wert abgesenkt.
Stützbetrieb: Regelkreis wird anhand der Außentemperatur ein-, bzw. ausgeschaltet
Start-Stopp-Optimierung: spätmöglichste Ein- und frühestmögliche Ausschaltung der Heizungsanlage unter 
Berücksichtigung der Nutzzeit
Raumkorrekturprogramm: verringern, bzw. erhöhen der Vorlauftemperatur durch Vergleich der Soll-/Ist-Raumtemperatur
() nicht untersucht

261/43 Energiemanagement [Folie 7]
Überprüfung durch das Energiemanagement kann erst erfolgen, wenn 
die Daten im Netz der Gebäudeautomation zur Verfügung stehen.
• Dauer der Prüfung mindestens eine Heizperiode
• erfolgt erst nach Ab-/Inbetriebnahme
• aktuell:
• ca. 8 Anlagen müssen überprüft werden
• ca. 25 Anlagen sollten überprüft werden, da in Betrieb ohne 
bestehende Datenübertragung
• ca. 5 – 8 Neuanlagen in naher Zukunft
=> Überprüfung der Anlagen durch Simulation
anwendungsorientierte Zertifizierung

261/43 Energiemanagement [Folie 8]
Kostenaufwand
50.000 Euro/Jahr, entspricht ½ Stelle wissenschaftlicher Mitarbeiter
=> zeitlicher Aufwand ca. 8 Schulen/Jahr
Annahmen
Einsparung 4000,- Euro pro Schule (Bestand)
Untersuchung 8 Schulen pro Jahr => 8 * 4000,- = 32.000 Euro
Investition: 
1. Jahr: 50.000 Euro
2. Jahr: 50.000 Euro => Einsparung 2. Jahr 32.000 Euro
3. Jahr: 50.000 Euro => Einsparung 3. Jahr 64.000 Euro
4. Jahr: 50.000 Euro => Einsparung 4. Jahr 96.000 Euro
5. Jahr => Einsparung 5. Jahr 128.000 Euro
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
200.000 Euro 320.000 Euro
anwendungsorientierte Zertifizierung

Beschlussvorlage Rat

5856 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/26 
 
Vorlagen-Nummer 
 1466/2019 
Freigabedatum 
02.12.2019  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Ergänzung des bestehenden Kooperationsvertrages zwischen der Gebäudewirtschaft der 
Stadt Köln und der Technischen Hochschule Köln (zu 3069/2015) 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beauftragt die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, das bestehende Kooperationsmodell mit 
der Technischen Hochschule Köln um zusätzliche Evaluierungsaufgaben zur Optimierung von  
Heizungssteuerungsprogrammen durch die Technische Hochschule zu erweitern.  
Der Rat beschließt die Erhöhung der im Rahmen der Kooperation an die Technischen Hochschule 
Köln zu zahlenden Zuwendungen von derzeit 32.500 Euro netto auf 82.500 Euro netto (brutto 98.175 
Euro) jährlich zunächst befristet auf fünf Jahre.  
Der Rat beauftragt die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, diese zusätzlichen Mittel zur Finanzierung 
der für die Evaluierungsaufgaben erforderlichen wissenschaftlichen Hilfskräfte in den jeweiligen  
Wirtschaftsplänen bereitzustellen. 
Der Rat beauftragt die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln dem Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 
jährlich über die Erkenntnisse der Evaluierung zu berichten. 
 
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 02.12.2019 
Rat 12.12.2019

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung 
 
Die Stadt Köln stellt hohe Anforderungen an ihre betriebstechnischen Anlagen. Diese sind insbeson-
dere über die städtischen Energieleitlinien und deren Anforderungen an die Gebäudeautomation defi-
niert und werden bei allen Neubauplanungen zur Grundlage gemacht. Die Erfahrungen des Sachge-
bietes Energiemanagement bei der Gebäudewirtschaft zeigen jedoch, dass oftmals die Technik nicht 
diesen Vorgaben entsprechend realisiert wurde und daher mit einer Erhöhung des Energieaufwands 
und der Energiekosten während der Betriebszeit zu rechnen ist.  
Zurzeit wird nach der Inbetriebnahme und Abnahme der technischen Anlagen die Funktionalität der 
Gebäudeautomation überprüft, die zum Betreiben der betriebstechnischen Anlagen eingesetzt wird. 
Dieses dauert mindestens zwei Heizperioden. Bis die während dieser Prüfphase festgestellten  
Mängel endgültig durch den Ersteller der Anlagen beseitigt sind vergeht oft lange Zeit, was dazu führt, 
dass die Anlagen in den ersten Betriebsjahren entgegen der Zielsetzung nicht energetisch effizient 
betrieben werden und das Klima stark belasten. 
Eine deutliche Verbesserung ergibt sich, wenn die Einrichtungen der Gebäudeautomation zur Steue-
rung und Regelung der Heizungs- und Lüftungsanlagen bereits vor der Inbetriebnahme beziehungs-
weise Abnahme überprüft wird. Hierfür wurde im Rahmen der bestehenden Kooperation mit der 
Technischen Hochschule Köln von dieser eine Möglichkeit entwickelt, durch die Anwendung eines 
Simulationsprogrammes innerhalb weniger Tage einen kompletten realistischen Jahresbetrieb zu 
simulieren und die Funktionalitäten der eingebauten Anlagen zu überprüfen. Auch bereits existieren-
de Bestandsanlagen mit unerwartet hohem Energieverbrauch können nach einigen Betriebsjahren 
einer nachträglichen Optimierung unterzogen werden.  
Das entwickelte Simulationsprogramm wurde bisher testweise bei zwei bestehenden Anlagen einge-
setzt. Hierbei konnte das Programm die bereits bekannten Mängel bestätigen und nachweisen, dass 
nicht bedarfsgerecht programmierte Optimierungsprogramme zu erhöhtem Energieaufwand in Über-
gangszeiten wie Frühling und Herbst führen.  
Die Erweiterung der Kooperation mit der Technischen Hochschule hat das Ziel, eine Evaluierung  
dieser Simulationssoftware vorzunehmen, indem weitere Liegenschaften der Stadt Köln damit über-
prüft werden. Vor allem die neu erstellten betriebstechnischen Anlagen, bei denen kein Fernzugriff 
besteht und somit keine Überprüfung vorgenommen werden kann, stehen hierbei im Fokus. Mit der 
Fortführung dieser Maßnahme kann die Stadt Köln einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz  
leisten. 
Die Evaluierung wird durch die Technische Hochschule Köln wahrgenommen, die hierfür einen  
wissenschaftlichen Mitarbeiter mit einer halben Stelle einsetzen muss. Dies entspricht etwa einem 
Betrag von 50.000 Euro jährlich, um den der bestehende Kooperationsvertrags mit der Technischen 
Hochschule Köln zu erhöhen ist.  
Eine Abschätzung des benötigten zeitlichen Aufwands kommt auf etwa 100 Stunden pro Liegen-
schaft. Insgesamt können dann circa acht Liegenschaften pro Jahr überprüft werden. Das erzielbare 
Einsparpotenzial pro Liegenschaft wurde anhand der vorgenommenen Untersuchungen konservativ 
abgeschätzt und mit durchschnittlich 4.000 Euro pro Liegenschaft beziffert. Dem jährlichen  
Einsparnutzen von 8 x 4.000 Euro = 32.000 Euro jährlich steht ein Finanzaufwand von 50.000 Euro 
jährlich gegenüber.

3 
Daraus ergibt sich ein Investitionsrückfluss in etwa 4-5 Jahren. 
 
 Aufwand=Finanzierung Nutzen=Einsparung 
1. Jahr 50.000 Euro  
2. Jahr  50.000 Euro 32.000 Euro 
3. Jahr  50.000 Euro 2x 32.000 = 64.000 Euro 
4. Jahr 50.000 Euro 3x 32.000 = 96.000 Euro 
5. Jahr   4x 32.000 = 128.000 Euro 
      Summe 200.000 Euro 320.000 Euro 
 
Nach Ablauf dieses Zeitraums (5 Jahren) soll ein Nachweis der Funktionalität der betriebstechnischen 
Anlagen und deren tatsächlich erzielter Einsparung erbracht werden.  
Bei positivem Ergebnis ist dann eine Entscheidung über die Fortführung des Modells zu treffen.  
 
Ein Kurzbericht über die bisherigen Ergebnisse der Kooperation sowie eine ausführliche Darstellung 
der Bedarfsprüfung liegt in Anlage 2 bei. 
 
 
Anlagen: 
Anlage 0 – Begründung der Dringlichkeit 
Anlage 1 – Erste Stellungnahme RPA vom 21.05.2019 
Anlage 2 – Stellungnahme der Gebäudewirtschaft zu den Hinweisen des  
       Rechnungsprüfungsamtes 
Anlage 3 – Zweite Stellungnahme RPA vom 18.10.2019

Anlage 2 – Stellungnahme der Gebäudewirtschaft zu den Hinweisen des Rechungsprüfungsamtes

6651 Zeichen

Anlage 2 – Stellungnahme der Gebäudewirtschaft zu den Hinweisen des 
Rechungsprüfungsamtes 
Grundsätzliches 
Durch den angestrebten Ratsbeschluss soll ein seit 2015 bestehendes Kooperationsmodell 
mit der Technischen Hochschule (TH) Köln erweitert werden. Um stichhaltig über eine 
Erweiterung des Kooperationsmodells beraten und entscheiden zu können, wird zunächst 
geschildert, wie die Kooperation bislang gelaufen ist. 
Nach Abschluss der bestehenden Kooperationsvereinbarung zwischen der 
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln und der Technischen Hochschule Köln im Jahre 2015 
konnten bis heute insgesamt zehn Studenten ihre benötigte Praxisphase mit einer Dauer von 
zwölf Wochen bei der Gebäudewirtschaft absolvierten.  
1. Bachelor-, Masterarbeit 
Bisher haben acht Studenten und Studentinnen mit Unterstützung der Gebäudewirtschaft 
ihre Bachelorarbeiten abgeschlossen und aktuell arbeiten zwei Studenten an ihrer 
Masterarbeit. 
2. Semesterarbeiten 
Für das Modul „Building Performance“ des Instituts für Technische Gebäudeausrüstung der 
TH Köln werden Semesterarbeiten durchgeführt. Dabei werden Liegenschaften der 
Gebäudewirtschaft hinsichtlich der technischen Gebäudeausrüstung analysiert und die 
Resultate der Gebäudewirtschaft zur Verfügung gestellt. 
3. Einsatz studentischer Hilfskräfte 
Weiterhin arbeiten regelmäßig ein bis zwei studentische Hilfskräfte acht Stunden pro Woche 
beim Energiemanagement der Gebäudewirtschaft im Bereich der Gebäudeautomation. 
Ursache für die gestiegenen Kosten waren zunächst überholte Kostensätze, die im Rahmen 
der ersten Gesprächsrunde zwischen Verwaltung und Technischer Hochschule 
Berechnungsgrundlage waren. Die Erhöhung ist aus Sicht der Verwaltung nachvollziehbar 
(vergleiche bereits den Ratsbeschluss 1414/2016). 
4. Kosten 
Die aus dem Kooperationsvertrag resultierenden Zuwendungen der Stadt Köln an die TH 
Köln beliefen sich zuletzt auf rund 32.500 Euro/anno netto. Gegenüber der Kostenannahme 
aus dem Jahr 2015 von zunächst 25.000 Euro/anno netto (23.000 Euro/anno zuzüglich 
2.000 Euro/anno Mitgliedsbeitrag) ergab sich somit eine Mehrung von 7.500 Euro/anno 
netto. Die gestiegenen Kosten sind auf eine Aktualisierung der Berechnungsgrundlagen 
zurückzuführen und sind aus Sicht der Verwaltung nachvollziehbar (vergleiche hierzu 
Ratsbeschluss 1414/2016). 
 
Bedarf 
1. Bedarf für den Einsatz eines Simulationsprogramms vor Inbetriebnahme der 
Gebäudeautomation 
Die Gebäudewirtschaft hat wiederholt feststellen müssen, dass oftmals trotz intensiver 
Begleitung und fachlicher Prüfung der Neubauplanungen durch das Fachgebiet 
Energiemanagement die hohen Ziele der durch die Energieleitlinien festgesetzten 
Anforderungen an die Technik – hier Gebäudeautomation - aus unterschiedlichen Gründen 
nach Inbetriebnahme nicht erreicht wurden. Es ist nicht sichergestellt, dass Anlagen bereits 
bei ihrer Inbetriebnahme richtig eingestellt sind, sodass Anlagen in den ersten Betriebsjahren

nicht energetisch effizient betrieben werden und zeitaufwändige Nachbesserungen erfordern. 
Der ökologische und ökonomische Vorteil einer Anlage wird erst nach einer Optimierung 
erreicht. 
Um hier Lösungen zu finden wurde im bereits 2015 abgeschlossenen Kooperationsvertrag 
mit der Technischen Hochschule Köln ein Forschungs- und Entwicklungs-Projekt (F&E-
Projekt) verankert, in dem einheitliche Standards durch die TH entwickelt werden sollten, die 
eine Interoperabilität von Gebäudeautomationskomponenten unterschiedlicher Fabrikate und 
Funktionsfähigkeit sicherstellen sollen. Der Rat der Stadt Köln hat dies 2015 einstimmig 
beschlossen. Mit einem Teil des damals beschlossenen finanziellen Rahmens (32.500,- Euro 
jährlich) wurde eine Forschungsdienstleistung Gebäudeautomation zwischen der 
Gebäudewirtschaft und der TH Köln vertraglich abgeschlossen. 
 
2. Entwicklung eines Simulationsprogramms 
Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde seitdem eine Simulationssoftware durch die TH 
Köln entwickelt, mit deren Hilfe im Labor des Instituts für Technische Gebäudeausrüstung 
reale Betriebsbedingungen von Automationskomponenten in Gebäuden an einem Prüfstand 
nachgebildet werden sollten. Als ursprüngliche Idee wurde seitens der TH Köln angestrebt, 
eine „Anwendungsorientierte Zertifizierung von Gebäudeautomationskomponenten“ (so der 
Arbeitstitel) einzurichten. Hersteller von Gebäudeautomationskomponenten sollten ein 
Zertifikat erwerben können, das die Kompatibilität ihres Produktes mit den Anforderungen 
der Stadt Köln bescheinigt und damit die Funktionsfähigkeit nach Einbau in städtischen 
Gebäuden sicherstellt. Für diese Zertifizierung sollte durch die TH Köln ein Entgelt von den 
Herstellerfirmen erhoben werden. 
Die Softwareentwicklung ist mittlerweile abgeschlossen, die Software ist einsatzbereit. 
 
3. Erweiterter Kostenrahmen 
Die Notwendigkeit, bei zukünftigen Ausschreibungen der Gebäudewirtschaft zwingend die 
Vorlage eines derartigen entgeltpflichtigen Zertifikats zu fordern, war vergaberechtlich 
bedenklich (siehe unten). Aus diesem Grund hat sich die Gebäudewirtschaft entschlossen, 
den Einsatz der Simulationssoftware nicht wie ursprünglich geplant auf einem Prüfstand in 
der TH Köln vornehmen zu lassen, sondern stattdessen direkt im Gebäude nach dem Einbau 
der entsprechenden Komponenten zu evaluieren.  
Dies gibt auch eine höhere Sicherheit der Funktionsfähigkeit. 
Die Erweiterung der Kooperation mit der Technischen Hochschule hat das Ziel, auch weitere 
neu erstellte betriebstechnische Anlagen, bei denen kein Fernzugriff besteht und somit keine 
Überprüfung vorgenommen werden kann, damit zu überprüfen.  
Die Evaluierung soll durch die TH Köln wahrgenommen werden. Die damit verbundene 
Dienstleistung der TH Köln durch Bereitstellung wissenschaftlichen Personals erfordert eine 
Aufstockung des finanziellen Rahmens der Kooperationsvereinbarung. 
 
Vergaberecht 
Die Entwicklung und der Einsatz des angestrebten Simulationsprogramms sind nicht 
geeignet für eine Ausschreibung. Das entwickelte Produkt gibt es nicht auf dem Markt und ist 
als ein Ergebnis aus der letzten Kooperation hervorgegangen. Es handelt sich um eine 
Gebäudeautomation, die unabhängig vom Hersteller ist und deshalb die verschiedenen auf 
dem Markt vorhandenen Systeme prüfen kann.

Die TH Köln ist damit alleiniger Anbieter des Programms. Eine Zertifizierung wäre vorab am 
Laborprüfstand der TH (und nicht im eigebauten und für den Betrieb programmierten 
Zustand der Gebäudeautomation) erfolgt. Die ursprüngliche Idee, bei der Ausschreibung nur 
zertifizierte Fabrikate zuzulassen, hätte die Hersteller gezwungen, Geld zur Erlangung des 
Zertifikats auszugeben.

Anlage 3 – Zweite Stellungnahme RPA vom 18.10.2019

674 Zeichen

18/18/2819 13:39 822122125581 RPA KOELN En a1/el
Anlage 3
14 PCAEN
143 |
R29390
26

Über VI (a Hlıo

Kooperation zwischen der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln und der Technischen
Hochschule Köln,
hier: Beschlussvorlage 1466/2019

Wiedervorlage zu RPA-Nr.: 2019/0874

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Schreiben vom 21.5.2019 an 01 hat das RPA bereits umfassend und abschließend Stel-
lung zur o. g. Angelegenheit genommen.

Insofern wird der Vorgang hier nicht weiter bearbeitet.

Es wird gebeten, die RPA-Stellungnahme vom 21.5.2019 sowie das heutige Schreiben mit
zur Beschlussvorlage zu nehmen.

01-1 erhält eine Durchschrift dieses Schreibens.

Mit ffeundlichen Grüßen

Beratungsverlauf (2)

02.12.2019 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
TOP 5.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
12.12.2019 Rat
TOP 10.23 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1466/2019
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
02.12.2019
Erstellt
23.04.2019 14:56