Mandari Insight

0495/2026

Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "Die jungen Wohngemeinschaften # wir wachsen anders auf e.V."

Beschlussvorlage Ausschuss 26.02.2026

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 05.05.2026, TOP 2.1.3

Anl._3_DjW_Zielsetzung

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Ansehen

Anl._1_DjW_Satzung

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Ansehen

Anl._4_DjW_Gewaltschutzkonzept

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Ansehen

Anl._2_DjW_Selbstdarstellung_Ursprung

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anl._3_DjW_Zielsetzung

62886 Zeichen

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Di fr jung er» Wohngeineirte oh<il ie rie-.V. - rc-llers \ V- ?7-5C57c Köln
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Stadt Köln
Amt für Kinder Jugend und Familie
Frau Dagmar Niederlein
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln
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Köln, Sept. 2025
Zielsetzungen des Vereins Die jungen Wohngemeinschaften e.V.
Satzungsziel: “Abbau von Vorurteilen gegenüber Kinder und 
Jugendlichen in Wohngruppen /Heimen”
Die Umsetzung der Satzungsziele werden durch vier Tätigkeitsfelder 
erreicht, die gleichwertig nebeneinander stehen:
A) kulturelle Partizipationsprojekte ( Theater, Filme, Social Media, 
Ausstellungen )
D1c jungen Wohn­
gemeinschaften e.V.
Fallersir. P5-97
50676 Köln
022129499137
k or ta k d j w- koc I n .d c
www. d' w-koe In. d e
B) Rechtsberatung für Kinder und Jugendliche ( z.B. in Kooperation mit 
einem Rechtsanwalt oder Träger der Jugendhilfe )
C) Aufklärung in Schulen ( mit Bewohnerinnen aus Wohngruppen und 
Pädagogen )
Vertretungsberechtigter
Vorstand
Anco Bruns (Vorsitzende)
Smono Steinke
Rolf Emmerich
D) Schaffung von Nachsorge Angeboten ( z.B. Aufbau eines 
Wohnprojektes)
Vereinsregititer
VR 2OSS6 
Amtsgericht Köln
Erläuterungen zu A):
Steuornummer
215/5863/2624
Finarzarnl Köln-Mi.le
Seit seiner Gründung in 2021 hat der Verein ein partizipatives 
Theaterprojekt in 2021-2022 und zwei partizipative Filmprojekte verbunden 
mit Ausstellungen von 2023 - 2025 durchgeführt. Die Sachberichte hierzu 
sind dem Anschreiben beigefügt. Die Durchführung dieser Kulturprojekte 
erfolgte mit in der Jugendarbeit erfahrenen Theaterpädagogen und 
Künstlern und wird in 2025-2026 im dritten Jahr fortgeführt.
Spenden / Bankverbindung
Sparkasse KölnBonn
IBAN: 3277 3705 Q198 1935 944B 17
□ IC: COLSDE33XXX
Geleitet wurden diese Kulturprojekte von der Journalistin Anke Bruns und 
dem Kulturmanager Rolf Emmerich, der eine langjährige Erfahrung in 
partizipativen, inklusiven Kulturprojekten mitbringt. Die Umsetzung erfolgt 
unter Mitwirkung von Vereinsmitgliedern, die in Wohngruppen leben oder 
gelebt haben.
Die Jugendlichen und Kinder werden in den Kulturprojekten respektvoll 
und auf Augenhöhe eingebunden. Sie gehen mit den Ergebnissen raus an 
die Öffentlichkeit, werden sprachfähig und stärken ihr Selbstwertgefühl und 
Selbstvertrauen.

Erläuterungen zu B) - D):
Ab 2026 wird der Verein auch weiterhin partizipative Kulturprojekte 
umsetzen. Des Weiteren wird er beginnen, natürlich abhängig von 
Fördermitteln, die Tätigkeitsfelder B) bis D) anzugehen. Die Umsetzung 
dieser Felder erfolgt mit professioneller Unterstützung von Experten, wie
Jugendlichen aus Wohngruppen, Rechtsanwälten,
Pädagogen, Trägern der Jugendhilfe und der Stadt Köln.
Psychologen,
Mit unseren Projekten bauen wir Vorurteile ab und stärken das 
Demokratiebewusstsein der Kinder und Jugendlichen in Wohngruppen / 
Heimen.
Mit freundlichen Grüßen
■^AnkeBr^TS^
Vorsitzende
Rolf Emrherii
Vorstand /
Simone Steinke 
Vorstand
I
(

Die jungen
Wohngemeinschaften e.V.■ w ...... -
Sachbericht zu den Projekten „Simone wächst anders auf*, „LebensTräume“ 
und der Fachtagung Partizipation (2021-2024)
Theaterprojekt „Simone wächst anders auf“ (2021)
(
Der Verein "Die jungen Wohngemeinschaften - wir wachsen anders auf wurde am 
21. März 2021 gegründet. Das Jugendamt der Stadt Düsseldorf hat eine Förderung 
für das Theaterprojekt "Simone wächst anders auf am 29. April 2021 für den 
Zeitraum 2021-2023 bewilligt. Die Vorbereitungen des Theaterprojekts begannen im 
Mai 2021 mit dem Ziel, das Theaterprojekt im Herbst 2021 zu starten. Die 
Theaterpädagogin Susanne Galonska und der Regisseur Anas Ouriaghli 
übernahmen die Recherche und Erarbeitung des künstlerischen Theaterkonzepts. 
Ferner wurden eine Webseite, ein Flyer und eine Pressemitteilung erstellt sowie in 
Wohngruppen und Jugendhilfeeinrichtungen im Düsseldorfer und Kölner Raum 
geworben.
Die steigenden Covid-19-lnzidenzen ab Oktober/November 2021 führten dazu, dass 
nur sehr wenige Jugendliche an der ersten Probe im Oktober 2021 teilgenommen 
oder sich für die weiteren Proben angemeldet haben. Deshalb hat der 
Vereinsvorstand im November 2021 entschieden, das Theaterprojekt auf 2022 zu 
verschieben. Die Theaterpädagogin Susanne Galonska und der Regisseur Anas 
Ouriaghli haben für ihre in 2021 geleistete Arbeit entsprechende Honorare erhalten.
Theater- und Musikprojekt „LebensTräume“ (2021-2022)
Ziel des Theater- und Musikprojektes war es, gemeinsam mit Jugendlichen aus der 
stationären Jugendhilfe in Köln und Düsseldorf ein Stück zu entwickeln, das sich aus 
ihren Erfahrungen und Erlebnissen speist (biographisches Theater). Doch es war von 
Beginn an ein großes Problem, Teilnehmerinnen für das Theater- und Musikprojekt 
( .LebensTräume“ zu finden. Zunächst hat der Verein Die jungen
Wohngemeinschaften (DjW) verschiedene Träger und Einrichtungen in Düsseldorf 
und Köln kontaktiert. Die Diakonie in Michaelshoven hat dem Verein ab Herbst 2021 
Probenräume zur Verfügung gestellt. Gleich zu Beginn der Proben machten die 
Jugendlichen deutlich, dass sie kein Interesse an einem Stück haben, in dem es
JJ1,nur“ um Jugendliche aus Wohngruppen geht und in dem auch nur Jugendliche aus
Wohngruppen mitmachen.
Kurz nach dem Probenstart wurde das Projekt dann komplett durch die Corona- 
Pandemie gestoppt. In dieser Zeit hat der Verein die Kritik der Jugendlichen 
aufgegriffen, das Konzept für das Projekt überarbeitet und diverser gestaltet: Weg 
vom rein biographischen Theater hin zu einem Stück über Lebensräume und 
Lebensträume von unterschiedlichen Jugendlichen. Ziel war nun, dass nicht nur aber 
auch Jugendliche aus Wohngruppen in dem Projekt mitmachen.
Die jungen Wohngemeinschaften e.V. # wir wachsen anders auf 
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Die jungen
Wohngemeinschaften e.V
Im Frühjahr 2022 hat der Verein erneut stationäre Einrichtungen und Wohngruppen 
kontaktiert und für das Projekt geworben. In den Gesprächen wurde oft deutlich, 
dass es für die Jugendlichen schwierig ist, regelmäßig an dem Theater- und 
Musikprojekt teilzunehmen. Gründe hierfür waren u.a.: eine große Auslastung durch 
andere außerschulische Angebote (u.a. Sportvereine und therapeutische Angebote), 
Zurückhaltung und Sorge, die eigenen Lebensräume und Lebensträume zu 
thematisieren und sie somit sichtbar zu machen, allgemeine Berührungsängste mit 
dem unbekannten Medium Theater, eine Verlagerung ihrer Hobbys in den digitalen 
Bereich (als Folge der Coronapandemie).
Am Ende ist es dem Verein gelungen, insgesamt 10 Jugendliche in das Projekt 
einzubinden: fünf Jugendliche aus Wohngruppen in Köln und Düsseldorf sowie fünf 
Jugendliche, die in unterschiedlichen Settings aufwachsen - bei ihren Eltern, bei 
einer alleinerziehenden Mutter oder bei der Oma.
( Das Theaterprojekt
Mit dem erneuten Start des Theaterprojekts im Mai 2022 wurde zur Unterstützung 
des Regisseurs die Theaterpädagogin Ria Unverzagt mit ins Team geholt. Der 
Verein DjW konnte das Jugendzentrum BAUI als Kooperationspartner für das 
Theaterprojekt gewinnen. Der BAUI ist ein zentraler Treffpunkt für Jugendliche und 
junge Erwachsene aus unterschiedlichen Lebensbereichen in der Kölner Südstadt. 
Hierzu zählen Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene aus sehr 
unterschiedlichen Familienkonstellationen und unterschiedlichen kulturellen sowie 
sozialen Hintergründen. Ein barrierefreier Ort mit einem niederschwelligen Angebot 
für Kinder und Jugendliche.
(
Einmal in der Woche probten Regisseur Anas Ouriaghli und Theaterpädagogin Ria 
Unverzagt dort mit den Teilnehmerinnen des Theaterprojekts. Bis zu den 
Sommerferien 2022 fanden die Proben hauptsächlich im Jugendzentrum „Baui“ statt, 
ab August 2022 im nahegelegenen Freien Werkstatt Theater (FWT). Es bildete sich 
eine feste Gruppe von sechs bis acht Jugendlichen, die regelmäßig zu den Proben in 
das Freie Werkstatt Theater kamen.
Das Theater-Musikprojekt
In dem Projekt entwickelte sich der Wunsch, musikalische Elemente in das Stück mit 
hineinzunehmen. Hier sah der Verein eine Möglichkeit, Jugendliche aus 
Wohngruppen in Düsseldorf, die nicht regelmäßig zu den Proben nach Köln kommen 
konnten, enger einzubinden. Dafür engagierte der Verein die Musikerin und 
Musikpädagogin Fanja Raum.
Parallel zum Theaterprojekt entwickelte und komponierte sie ab August 2022 bis 
Dezember 2022 mit Jugendlichen der Ferdinand-Schule der Graf Recke Stiftung in 
Düsseldorf Musikstücke und Texte im Projekt LebensTräume. In enger Abstimmung 
entwickelten Theaterregie und musikalische Leitung eine Gesamtperformance. Die 
Musik gab Anlass für neue Spielsituationen und umgekehrt inspirierten die
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1

Diejungen
Wohngemeinschaftene.V.
Theaterszenen das musikalische Team zu neuen Musikstücken. Die Jugendlichen 
konnten über die Werkzeuge und den Schutzraum der Musik ihre Biographie mit 
künstlerischen Mitteln verarbeiten und einbringen.
Inhaltliche Umsetzung des Theater- und Musikprojekts
A) Theater: Die Jugendlichen erhielten zu Anfang der zweistündigen Proben ein 
regelmäßiges warm up, welches von der Theaterpädagogin Ria Unverzagt geleitet 
wurde. Dieses warm up ermöglichte es ihnen, sich mental und körperlich auf die 
Proben einzustellen.
In Form von Interviews und theaterpädagogischen Übungen wurden gemeinsam mit 
den Jugendlichen Texte entwickelt, aus denen später die Theaterszenen zum Thema 
Lebensräume und Lebensträume entstanden sind. Ein wichtiger Bestandteil der 
Arbeit war es, den Jugendlichen eine Möglichkeit zu bieten, sich gemeinsam über 
ihre unterschiedlichen Lebenskonzepte auszutauschen. Jugendliche mit 
Heimerfahrung haben sich während der Proben mit Jugendlichen aus Patchwork- 
Familien oder z.B. aus klassischen Familienkonzepten über ihre jeweilige Lebenswelt 
ausgetauscht. Die Jugendlichen konnten sich so kennenlernen und Vertrauen 
zueinander aufbauen. Die Jugendlichen wurden darin bestärkt, eigenen Ideen und 
Spielimpulsen zu vertrauen und sie als Impuls für Theaterszenen zu nehmen. So 
konnten sie gemeinsame Spielerfahrungen sammeln, ohne das Gefühl zu haben, 
„alleine“ auf der Bühne „ausgestellt“ zu sein. Alle aus der Gruppe waren gleich 
gefordert, so dass niemand bevorzugt und benachteiligt werden konnte. Es entstand 
ein Theaterensemble, das lustvoll auf eine gemeinsame „Theater- Reise“ aufbrechen 
konnte.
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B) Musik: Der Schwerpunkt der wöchentlichen Proben lag auf dem selbständigen 
Erfinden eigener Musik und eigener Texte an Instrumenten und am Computer. Mit 
Hilfe von Midi-Instrumenten in Computerprogrammen konnten die Jugendlichen auf 
Keyboard-Tastaturen Loops einspielen, diese übereinanderschichten und 
arrangieren. Am Schluss der Stunde konnte jede*r seine/ihre Musik auf dem Handy 
oder auf dem Mp3-Player mit in seine/ihre Wohngruppe nehmen. Viele 
Teilnehmerinnen waren überrascht und stolz, dass sie diese Musik selbst gemacht 
haben und spielten sie anderen Mitschülerinnen und Lehrpersonen vor.
In der nächsten Arbeitsphase haben sie Songtexte erarbeitet und aufgeführt. So 
schrieb ein Jugendlicher mit Autismus einen sehr berührenden Songtext über sich 
und seinen Ärger darüber, von anderen unterschätzt und nicht ernst genommen zu 
werden.
Die meisten Jugendlichen hatten zunächst den Wunsch, individuell zu arbeiten. Doch 
im Verlauf der Proben bildete sich nach und nach eine Band, in der sich alle 
gegenseitig halfen und unterstützen.
Generalprobe und Aufführung: Theater mit Live Musik in Köln am 7.12.2022
und Filmpremiere in Düsseldorf am 16.12.2022
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Die jungen
Wohngemeinschaften e.V.
Während der Generalprobe Anfang Dezember 2022 in Köln trafen die beiden 
Gruppen aus Köln und Düsseldorf zum ersten Mal aufeinander. Die Abläufe waren 
bereits während der Proben fest einstudiert worden. Beide Gruppen kannten den 
Ablauf. Hierdurch konnten sich die Jugendlichen voll auf ihre jeweiligen geprobten 
Szenen und Musikstücke konzentrieren. Beide Gruppen, sowohl die Jugendlichen 
aus der Ferdinand-Schule Düsseldorf als auch die Jugendlichen des Theatermoduls, 
haben sich während der Generalprobe gegenseitig unterstützt. Sie haben sich 
wechselseitig angeregt und inspiriert, was wiederum im Gesamtstück deutlich 
spürbar war. Die Verwebung von Musikstücken und Theaterszenen erzeugte im 
fertigen Stück verschiedene Rezeptionsebenen, die einander beeinflussten. So 
entstand eine große Bandbreite an Emotionen und vielfältige Ausdrucksformen.
Die Theaterpremiere am 7.12.2022 in Köln war ein voller Erfolg. Das Theater im 
Bürgerhaus Stollwerck war mit 100 Besucherinnen bis auf den letzten Platz gefüllt. 
Zu den Gästen zählten Jugendliche aus unterschiedlichen Kölner 
Jugendeinrichtungen, Mitschülerinnen, Lehrerinnen, Eltern, Vertreterinnen aus der 
Theater- und Kulturszenen u.a. Die Jugendlichen erhielten viel Applaus. Die 
anschließende Premierenfeier gab allen die Möglichkeit, sich auszutauschen und 
sich zu vernetzen.
Die Jugendlichen sind in dem Projekt über sich hinausgewachsen und haben ein 
starkes Selbstbewusstsein entwickelt. Zugleich haben sie die Besucherinnen des 
Stücks inspiriert, über die vielfältigen Lebensräume und Lebensträume 
nachzudenken - nicht nur, aber auch über die von sogenannten „Heimkindern“.
Der Verein DjW hat das Theaterstück in Köln mit mehreren Kameras aufgezeichnet 
und Interessierte aus Düsseldorf zur Filmpremiere von LebensTräume am 
16.12.2022 eingeladen. Der Film wurde auf einer großen Leinwand in der 
Kulturkirche der Graf Recke Stiftung in Düsseldorf gezeigt. Eine öffentliche 
Veranstaltung mit allen Jugendlichen des Projekts für Wohngruppen, Betreuerinnen, 
Lehrerinnen, Mitschülerinnen, Angehörige, Freunde aus der Ferdinandschule u.a.. 
Auch hier war der Saal mit 100 Gästen gut besucht, darunter sehr viele Kinder und 
Jugendliche. Auch hier gab es lang anhaltenden Applaus. In der anschließenden 
Diskussion meinten einige Jugendliche, dass sie beim nächsten Mal gerne in so 
einem Projekt mitmachen würden. Betreuerinnen aus den Wohngruppen meldeten 
wiederum zurück, ihre „Schützlinge“ von einer ganz neuen Seite erlebt zu haben.
Fazit des Theater- und Musikprojekts LebensTräume:
Die Jugendlichen, die aktiv an dem Projekt teilgenommen haben - in Köln und in 
Düsseldorf - haben viel für sich und ihren weiteren Lebensweg mitgenommen. Sie 
haben gegenseitig viel über sich und die anderen gelernt, Berührungsängste und 
Vorurteile abgebaut, neue kreative Ausdrucksmöglichkeiten, gegenseitige 
Unterstützung und den Zusammenhalt einer Gruppe erfahren.
Sie haben gespürt, wie schön es sein kann, sich anderen zu zeigen, eigene Hürden 
zu überwinden und daran zu wachsen. Die Besucherinnen der Premiere in Köln wie
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Die jungen
Wo h nge m ei n schaften e.V.
auch der Filmvorführung in Düsseldorf haben auch eine wichtige Botschaft 
mitgenommen: Kinder und Jugendliche wachsen heute auf vielfältige Weisen auf - 
einige in Wohngruppen, einige bei ihren Eltern, andere in Patchworkfamilien oder bei 
der Oma. Und egal, wo und wie ein Kind aufwächst:
Niemand sollte sich mit seiner Geschichte und seinen Träumen verstecken müssen
Fachtag Partizipation (2024)
Nach den Aufführungen unseres Theaterprojektes „LebensTräume“ hatten wir 
geplant, verschiedene Akteurinnen aus dem Bereich der stationären Kinder- und 
Jugendhilfe (Träger, Fachkräfte und Jugendliche) zur einer kleinen Fachtagung 
einzuladen, um gemeinsam zu überlegen, wie es gelingen kann, Kinder und 
Jugendliche in Wohngruppen stärker zu motivieren, sich für ihre Themen 
einzusetzen.
(
An dem Online-Brainstorming zur Vorbereitung der Fachtagung am 24. August 2023 
haben mehrere Jugendliche und Fachkräfte aus Wohngruppen teilgenommen, wie 
auch der Careleaver e.V. und auch die Fachstelle „gehört werden“ beim LVR. 
Gemeinsam waren wir der Auffassung, dass Kinder und Jugendliche innerhalb der 
Einrichtung, in der sie leben, so viel Partizipation wie möglich erleben sollten, um 
dann auch außerhalb ihrer Wohngruppen selbstbewusst für ihre Themen und 
Anliegen einstehen zu können. Deshalb beschlossen wir, einen Fachtag zum Thema 
„Wie kann mehr Partizipation gelingen?“ durchzuführen.
Bei den Vorbereitungen hierzu erfuhren wir dann, dass die Liga der 
Wohlfahrtsverbände in Düsseldorf zu genau diesem Thema eine Fachtagung am 24. 
Mai 2024 in Düsseldorf plant. Bei der Fachtagung sollte die Frage, wie die 
Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Erziehungshilfe ausgebaut werden 
kann, im Mittelpunkt stehen. Also genau unser Thema! Wir haben deshalb im 
September 2023 Kontakt mit der Liga aufgenommen und bei einem Online-Meeting 
im Oktober 2023 vorgeschlagen, die Fachtagung gemeinsam durchzuführen und das 
von uns hierfür vorgesehene Geld für unsere Fachtagung in den Fachtag in 
Düsseldorf einfließen zu lassen.
Das Angebot stieß auf großes Interesse. Und auch das Jugendamt der Stadt 
Düsseldorf war mit diesem Vorgehen einverstanden. Von Oktober 2023 bis Mai 2024 
haben wir in ca. 10 Sitzungen mit den Vertreterinnen der Düsseldorfer Liga das 
Konzept für die gesamte Tagung mitentwickelt, einen eigenen Workshop für den 
Fachtag aufgesetzt und über mehrere Wochen hinweg an der „Düsseldorfer 
Erklärung“, die bei dem Fachtag von der Liga und allen Teilnehmerinnen 
unterzeichnet werden sollte, mitgearbeitet (u.a. in Zusammenarbeit mit Philipp 
Schlichtenbreede vom Jugendamt der Stadt Düsseldorf). Außerdem hat unsere 
Vereinsvorsitzende Anke Bruns den Fachtag moderiert.
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IV
Die jungen
Wohngemeinschaften e.V.
Zwei junge Mitglieder unseres Vereins haben in einer Wohngruppe der AWO mit 
Jugendlichen Interviews geführt, wo und wie sie beteiligt werden und wo sie sich 
mehr Beteiligung wünschen. Aus den Interviews haben wir Kurzfilme für den Fachtag 
erstellt und diese dort auch gezeigt. Außerdem haben wir für die Fachtagsteilnehmer 
ein Handout entwickelt, wie Jugendliche mit kurzen selbstgemachten Videos ihre 
Themen und Anliegen aufnehmen können (siehe Handout).
Die Zusammenarbeit mit der Liga wie auch mit dem Jugendamt der Stadt Düsseldorf 
während der Vorbereitung wie auch während des Fachtags war sehr fruchtbar und 
auch nachhaltig. Wir stehen weiterhin mit allen Beteiligten in Kontakt.
Anlage zum Abschlussbericht:
- Ausschreibung des Fachtags
- Ergebnis-Protokoll (erstellt von Philipp Schlichtenbrede)
- Düsseldorfer Erklärung
- Handout zum Workshop von „Die jungen Wohngemeinschaften“ beim Fachtag
- Außerdem gibt es einen Kurzfilm zum Fachtag, den Sie sich auf unserer Webseite 
 anschauen können.https://diejungenwohngemeinschaften.de
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I
Die j ungen
Wohngemeinschaften e.V.
Zwischen und Abschlussbericht Stand: 30. Juli 2024
1. Projekttitel
Vom Schatten ins Licht- eine künstlerische Annäherung an Familie
2. Durchführende Einrichtung
Die jungen Wohngemeinschaften e.V.
3. Berichtszeitraum
August 2023 - Juni 2023
4. Bewilligungsnummer F-23-1-11
(
Die jungen Wohngemeinschaften e.V. # wir wachsen anders auf
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Metzer Straße 20,50677 Köln
Telefon: 022129 49 9137
kontakt^diejungenwohngemeinschaften.de

Die jungen
Wohngemeinschaften e.V.
5. Executive Summary (max. 1 Seite) Projektziele und Teilnehmer:
Projektziele und Teilnehmer:
Während des Bewilligungszeitraums führten wir Projekte mit der Wohngruppe Sürther 
Feld und der Tagesstrukturierenden Maßnahme (TaM) der Karl Immanuel Küpper 
Stiftung durch. Ziel war es, Jugendliche durch kreative Prozesse zu unterstützen, sich 
mit der Wohngruppe als Ersatzfamilie sowie mit für sie wichtigen Themen 
auseinanderzusetzen. Insgesamt nahmen sieben Jugendliche, die aus 
unterschiedlichen Gründen in Wohngruppen leben, am kreativen und künstlerischen 
Prozess teil. Die Ergebnisse (Filme, Audiostationen, Fotos und Bilder) wurden in einer 
3-tägigen Gemeinschaftsausstellung im Kulturbunker Köln-Mülheim präsentiert.
Wohngruppe Sürther Feld, Diakonie Michaelshoven:
Die Wohngruppe bereitet Jugendliche auf das selbstständige Wohnen vor und fördert 
die Beziehung zu ihren Eltern. Das Projekt lief von den Herbstferien bis Ende Januar 
und umfasste neun Treffen. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Themen wie 
Erwachsenwerden und Genderidentität. Aufgrund von Terminschwierigkeiten fanden 
die Workshop Treffen nur in unregelmäßigen Abständen statt.
Tagesstrukturierende Maßnahme (TaM) der Karl Immanuel Küpper Stiftung:
Diese Maßnahme richtet sich an Jugendliche mit psychischen Erkrankungen. Vier 
Jugendliche nahmen daran teil und erarbeiteten von Mitte Januar bis Mitte März 
verschiedene Werke. Der Schwerpunkt lag auf der Stärkung der Jugendlichen durch die 
gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit ihren Themen. Am Ende fand eine 
Vorpremiere in der Karl Immanuel Küpper Stiftung statt, bei der die Filme, Audios und 
Bilder intern vor Mitbewohnerinnen und Betreuerinnen präsentiert wurden. Die 
Jugendlichen erlebten eine große Anerkennung für ihre Arbeiten.
Ergebnisse:
Die regelmäßigen und intensiven Treffen in der Küpper Stiftung ermöglichten den 
Jugendlichen, sich kreativ mit ihrer Lebenssituation auseinanderzusetzen und 
Selbstvertrauen zu gewinnen. In diesem Rahmen gab es viele Gespräche zwischen den 
Jugendlichen und den Mitarbeiterinnen der tagesstrukturierenden Maßnahme (TaM). 
In Michaelshoven verloren die Jugendlichen aufgrund der langen Zeitabstände ein 
wenig den Faden zum Projekt. Eine Erkenntnis für zukünftige Projekte ist, 
kontinuierliche Treffen zu planen und eventuell die Projektdauer zu verkürzen, um 
schnellere Resultate für die Jugendlichen sichtbar zu machen.
Erkenntnisse aus diesen Projekten:
Es ist schwierig, Jugendliche in ihrer Freizeit für ein längerfristiges Projekt zu gewinnen. 
Die Unterstützung der Betreuerinnen und der Leitung der Einrichtung ist 
entscheidend für den Erfolg. Zudem braucht es Zeit für den Prozess. Unsere ersten 
Erfahrungen zeigen, dass ein strukturierter Rahmen, wie eine tagesstrukturierende 
Maßnahme, sehr hilfreich ist. Trotz Herausforderungen wie Terminfindung und 
geringer Teilnehmerzahl konnten die Jugendlichen durch die Projekte ihr 
Selbstvertrauen und ihre Belastungsfähigkeit stärken.
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Die jungen
Wohngemeinschaften e.V.
6. Beschreibung
Zeitlicher Ablauf des Projekts
Im Bewilligungszeitraum von August 2023 bis Juni 2024 führten wir jeweils ein Projekt 
mit der Wohngruppe Sürther Feld von der Diakonie Michaelshoven und der 
Tagesstrukturierenden Maßnahme (TaM) der Karl Immanuel Küpper Stiftung durch.
In der Wohngruppe Sürther Feld fand das Projekt zwischen den Herbstferien im 
Oktober 2023 und Ende Januar 2024 statt. Insgesamt gab es neun Treffen, die jeweils 
drei bis fünf Stunden dauerten.
Bei der Küpper Stiftung lief das Projekt von Mitte Januar bis Mitte März an insgesamt 
28 Tagen, jeweils drei bis vier Stunden. Es war in die Tagesstrukturierenden 
Maßnahmen der Stiftung eingebunden, wodurch wir nahezu täglich mit den 
Teilnehmerinnen arbeiten konnten.
( Durch den Erfolg und das ungewöhnlich hohe Engagement der Jugendlichen in der 
Küpper Stiftung entstand der Wunsch, das Projekt zu verlängern. Die 
Teilnehmerinnen konnten noch tiefer in das künstlerische Gestalten eintauchen und 
in verschiedenen Formen experimentieren.
Teilnehmerinnen
Insgesamt nahmen sieben Jugendliche aktiv an dem Projekt teil.
(
In Michaelshoven zeigten zunächst fünf Jugendliche Interesse: vier aus der 
Wohngruppe Sürther Feld und einer aus der Wohngruppe Haus Ruth in 
Michaelshoven. Aus zeitlichen Gründen (kurz vor dem Abitur und Ausbildungsbeginn) 
sagten zwei der Interessierten jedoch ab. Die Teilnehmerinnen waren zwischen 14 
und 18 Jahre alt, darunter zwei weibliche Jugendliche und ein Transgender- 
Jugendlicher, alle deutsche Staatsangehörige. Sie leben aufgrund schwieriger 
familiärer Verhältnisse in der Wohngruppe; einer kam aus einer Pflegefamilie. Die 
Wohngruppe unterstützt die Jugendlichen bei der Verselbstständigung und der 
Verbesserung der Beziehungen zu den Eltern.
In der Tagesstrukturierenden Maßnahme (TaM) der Küpper Stiftung befinden sich 
Jugendliche, die aufgrund psychischer Erkrankungen, Belastungsschwierigkeiten 
und/oder Schulverweigerung keine öffentlichen Schulen besuchen können und in einer 
der Wohngruppen der Stiftung leben. Während des Projekts waren vier Jugendliche in 
der TaM, im Alter von 13 bis 18 Jahren. Drei von ihnen leben in der Wohngruppe für 
Jugendliche mit psychischen Erkrankungen und eine Jugendliche in einer 
Außenwohngruppe der Stiftung. Drei Teilnehmerinnen sind Biodeutsche, eine 
Teilnehmerin ist eine Roma mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Akquise der Teilnehmenden
Wir kontaktierten etwa elf verschiedene Jugendhilfeeinrichtungen in Köln, um 
geeignete Wohngruppen und Jugendliche für unser Projekt zu finden. Davon zeigten 
sieben Einrichtungen grundsätzlich Interesse an einer Zusammenarbeit. In sechs
Die jungen Wohngemeinschaften e.V. # wir wachsen anders auf
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Die jungen
Wohngemeinschaften e.V.
Wohngruppen konnten wir das Projekt den Jugendlichen persönlich vorstellen.
Jugendliche der Wohngruppe Sürther Feld in Michaelshoven und der TaM der Karl 
Immanuel Küpper Stiftung hatten Interesse, an diesem Projektteilzunehmen.
Die Anzahl der Teilnehmer*innen lag unter unseren Erwartungen. Es stellte sich 
heraus, dass viele Jugendliche in ihrer Freizeit nur schwer für ein Film- oder 
Kunstprojekt zu motivieren sind. Seit der Pandemie hat sich die Situation noch 
verschärft. Projekte für ein oder zwei Tage sind willkommen, aber eine längere 
Verpflichtung ist schwierig. Die geringe Beteiligung in der Wohngruppe Sürther Feld lag 
an diesen Gründen und war sowohl zeitlich als auch organisatorisch schwierig 
umzusetzen.
(
Es ist auch schwierig, Projekte ohne wirkliche Unterstützung und Interesse seitens der 
verantwortlichen Erzieher oder Betreuer durchzuführen. Jugendliche verlieren in 
langfristigen Projekten oft schnell den roten Faden und damit das Interesse. Um 
wirkliche Erkenntnisse oder eine Stärkung der Jugendlichen durch eine 
Auseinandersetzung mit Film und Kunst zu erreichen, bedarf es Zeit, Kontinuität und 
sichtbare Ergebnisse.
Ganz andere Erfahrungen machten wir, als wir täglich in der TaM der Küpper Stiftung 
mit den Jugendlichen über einen längeren Zeitraum arbeiten konnten. Hier 
intensivierte sich die Beziehung und damit das Interesse an der Gestaltung der Filme, 
Objekte etc. Die niedrige Teilnehmer*innenzahl lag an der Anzahl der Jugendlichen, die 
zu der Zeit die TaM besuchten. Eine etwas größere Gruppe wäre sicherlich auch gut 
gewesen.
Durchführung:
Welche Arbeitsansätze/Methoden wurden zur Zielerreichung eingesetzt?
(
Wir arbeiten mit der Methode des Participatory Video/Kunst. Das bedeutet, dass alle 
Entscheidungen transparent gemacht und, wenn möglich, gemeinsam mit den 
Teilnehmenden getroffen werden. Medien wie Film, Audio, Fotografie und Malerei 
bieten Jugendlichen ideale Möglichkeiten, sich mit ihrer Lebensrealität 
auseinanderzusetzen und diese öffentlich zu machen. Neben Participatory Video 
nutzen wir Storytelling, Interviewtechniken, spielerische, ergebnisorientierte Übungen 
mit der Kamera, malerische Elemente, dialogische Gruppenarbeit, Konzept- und 
Drehbuchentwicklung (u.a. nach der „Joe Blagg-Methode") sowie szenisches Arbeiten 
mit theatralischen Elementen.
Die Grundpfeiler unserer Arbeit sind:
Eine Zusammenarbeit mit den Jugendlichen erfolgt partizipativ und auf 
„Augenhöhe".
Wir nehmen die Jugendlichen in ihren Anliegen und Themen ernst.
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Die j ungen
Wohngemeinschaften e.V.
Wir nutzen Methoden wie Storytelling, Video/Audio/Foto, um einen Prozess zu 
fördern, der zu einer Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Lebenswelt führt. 
Wir beginnen fast immer bei den Themen, die den Jugendlichen wichtig sind, und 
versuchen dann das Feld zu erweitern.
Alle Themen, sei es Genderidentität, Drogen, psychische Erkrankungen etc., führen 
immer zum Kern ihrer Lebensrealität. Von dort aus können sie ihre Situation aus 
einer erweiterten Perspektive reflektieren.
Der kreative Ansatz ermöglicht es den Jugendlichen, andere Sichtweisen auf ihre 
eigene Geschichte zu entwickeln.
Der Gruppenprozess ist genauso wichtig wie die Ergebnisse und deren öffentliche 
Präsentation.
Michaelshoven, Sürther Feld
{
Nach einem ersten Vortreffen begann die konkrete Projektarbeit. In der ersten Phase 
des Projekts ging es zunächst darum, eine motivierte und stabile Gruppe zu bilden. 
Dies ist die Grundvoraussetzung, das Projekt von Anfang bis zum Ende mitzutragen 
und aktiv zu gestalten. Dazu gehörte auch, dass sich die Teilnehmenden gegenseitig 
und uns kennenlernen. Wir Facilitator sind Teil der Gruppe, gleichzeitig Lehrende und 
Lernende. Wir versuchen, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der ein 
offener Begegnungsraum entsteht.
in Michaelshoven stiegen wir praktisch ein. Die Jugendlichen erlernten mit 
spielerischen, ergebnisorientierten Übungen den Umgang mit der Video- und 
Fotokamera. Die kleinen Ergebnisse waren sofort sichtbar und wirkten motivierend. 
Die Gruppe entwickelte sich zum Team.
In den folgenden Workshoptagen stand Storytelling im Fokus. Ein wichtiger Baustein 
unserer Arbeit, mit dem man sich über persönlich erlebte Geschichten besser 
kennenlernt. Besonders wichtig sind dabei die gegenseitigen Interviews, bei denen 
jede*r Teilnehmende einmal vor der Kamera sitzt. Alle können Fragen stellen und 
hören dem/der Interviewten interessiert und neugierig zu. Das Hauptziel ist es, das 
Vertrauen untereinander zu stärken. Gleichzeitig erkennt man Themen, die den jungen 
Menschen wichtig sind, und kann sie durch genaueres Nachfragen genauer betrachten. 
Auch wir als Facilitator haben uns vor die Kamera gesetzt und uns ehrlich befragen 
lassen.
Für die Jugendlichen beider Gruppen war es wichtig und ein besonderer Moment, ein 
Interview mit Betreuerinnen oder Sozialarbeiterinnen zu führen. Diese standen den 
Jugendlichen Rede und Antwort und sprachen ehrlich über persönliche Dinge.
Ein weiteres Wochenende beschäftigten wir uns mit der Konzeptarbeit für Film, Audio 
und/oder andere Projekte. Da sich ein Teilnehmer der Gruppe gerade auf dem Weg 
befand, seine Geschlechteridentität von Frau zu Mann zu ändern, stand dieses Thema 
im Vordergrund. Was das Outing mit Wohngruppe und Familie zu tun hat, wurde im
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Epilog zum Film deutlich. Die Gruppe wollte einen Kurzfilm drehen, in dem die 
Geschichte des betroffenen Jugendlichen fast 1:1 erzählt wird. Durch diese Festlegung 
und die langen Zeiträume zwischendurch war es uns nicht möglich, noch mehr in eine 
künstlerische Ausarbeitung zu gehen. Wir entwickelten in einem gemeinsamen Prozess 
das Filmkonzept und suchten die geeigneten Locations aus. An den restlichen 
Workshoptagen drehten die Jugendlichen die einzelnen Szenen sowohl in der 
Wohngruppe als auch außerhalb, z.B. im Anyway in der Innenstadt von Köln. Leider 
konnten wir den Schnitt in diesem Fall nicht mit den Jugendlichen machen, da sie nicht 
mehr Zeit in dieses Projekt investieren wollten. Die Teilnehmenden sahen die 
Rohfassung des Films und machten Verbesserungsvorschläge. Um das Projekt in 
Michaelshoven fertigzustellen, drehten wir noch einen Epilog, der das Thema 
Wohngruppe und Familie miteinander verband. Dieser Teil des Projekts war für die 
Jugendlichen wichtig, da sie ihre Situation noch einmal anders reflektieren konnten. 
Ein Making OF zeigt in groben Schritten den Prozess, den die Teilnehmenden 
durchlaufen haben.
(
Vorbereitende Arbeiten:
In der Wohngruppe Sürther Feld stand besonders die Organisation der Treffen im 
Vordergrund: die Terminfindung, das Zusammentrommeln der Jugendlichen und die 
kontinuierliche Motivation. Die einzelnen Module wurden jeweils vor den Treffen so 
vorbereitet, dass sie einerseits die Jugendlichen herausforderten und gleichzeitig die 
Motivation hochhielten.
Tagesstrukturlerende Maßnahme (TaM) der Karl Immanuel Küpper Stiftung
Besonders bei diesen hochsensiblen Jugendlichen war es wichtig, einen Raum zu 
schaffen, in dem sie uns vertrauen konnten. Jugendliche mit psychischen Belastungen 
und Krankheiten brauchen Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Mit praktischen Übungen 
und Begegnungen auf „Augenhöhe" bildete sich langsam ein sogenanntes Team.
(
In den ersten Treffen ging es um ein gegenseitiges Kennenlernen und Abtasten. Nach 
einem ersten Vortreffen und einem vorsichtigen Versuch, das Projekt auszuprobieren, 
arbeiteten wir von Anfang an an diesem Beziehungsraum. Ähnlich wie in 
Michaelshoven lernten sie in spielerischen Übungen mit Video- und Fotokamera die 
Grundlagen des filmischen Arbeitens und begannen, sich als Team wahrzunehmen. 
Storytelling-Übungen und gegenseitige Interviews halfen, den Vertrauensraum 
aufzubauen.
Ihr Leben dreht sich fast ausschließlich um ihr psychisches Befinden. So war es im 
Workshop nur logisch, dass ihre Themen das Leben mit psychischen Erkrankungen, die 
Vorurteile, denen sie täglich begegnen, die Schwierigkeiten, den eigenen Druck, 
gesellschaftliche Normen zu erfüllen, und gleichzeitig ihre Wünsche nach Normalität 
im Zentrum standen und in den Film einflossen. Die Wohngruppe ist für die meisten 
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der Teilnehmenden ein sicherer Ort zwischen Psychiatrie und Familie und hilft ihnen, 
sich zu stabilisieren.
In dieser Gruppe arbeiteten wir mit vielen unterschiedlichen kreativen 
Ausdrucksmitteln: Film, Audio, Malerei, Fotografie. Entstanden sind so zwei Filme, eine 
Audiostation und gemalte Bilder sowie ein Making OF.
Ein besonderer Moment, der auch den Ehrgeiz einer Teilnehmerin weckte, war der 
Filmschnitt. Mit besonderem Interesse und einer gewissen Leichtigkeit lernte sie die 
Grundelemente des Schnitts und konnte den Rohschnitt des ersten Films erstellen. Die 
Möglichkeiten des Filmschnitts eröffneten ihr einen neuen Raum des Gestaltens und 
einen Perspektivenwechsel auf ihre eigene Situation. Leider wurde sie wieder krank 
und fühlte sich nicht in der Lage, am zweiten Film schnitttechnisch teilzuhaben. Auch 
in der Gruppe wurden die Rohfassungen gezeigt und Veränderungswünsche 
eingebunden.
/
Am Ende des Projekts in der Küpper Stiftung organisierten wir im April 2023 eine 
Vorpremiere mit einer anschließenden kleinen Feier. Eine Vorpremiere ist für die 
Teilnehmenden immer ein besonderer Moment. Sie zeigen sich öffentlich mit ihren 
Gedanken und in ihrer Verletzbarkeit. Es ist schwierig und aufregend, aber ein 
vertrauter Rahmen für die Präsentation ist als erster Schritt hilfreich.
Es kamen Jugendliche aus Wohngruppen und Mitarbeitende der Küpper Stiftung, die 
von den Ergebnissen sehr berührt waren. Nach der Präsentation der Filme fand ein 
Gespräch statt, in dem die teilnehmenden Jugendlichen viel Anerkennung erfuhren.
Vorbereitende Arbeiten:
(
Die psychisch belastende Situation der Teilnehmer/nnen erforderte eine besondere 
Vor- und Nachbereitung der Projekte. Auch wussten wir morgens nie, wie viele der 
Teilnehmerinnen tatsächlich anwesend sein würden. Oftmals mussten wir 
improvisieren oder geplante Aktivitäten verschieben. Die Postproduktion der 
verschiedenen Werke erfolgte hauptsächlich außerhalb der direkten Projektzeit.
Gesamtausstellung vom 6.-8. Juni 2024
Die künstlerischen Ergebnisse aus den Projekten waren in einer 
Gemeinschaftsausstellung zwischen dem 6. und 8. Juni im Kulturbunker Köln-Mülheim 
zu sehen. Ergänzend zu den Filmen, der Audioinstallation und den Bildern gab es ein 
Rahmenprogramm mit Diskussionsrunden über „Wohngruppen als Ersatzfamilien", 
eine Filmvorführung von „Wir sind doch keine Heimkinder" von Anke Bruns und eine 
Lesung sowie ein Gespräch mit der Schriftstellerin Mirjam Günter.
Die Ausstellung mit dem Rahmenprogramm war gut besucht. Viele Besucher*innen 
waren tief berührt von der Offenheit und Ehrlichkeit, mit der sich die Jugendlichen in 
den Filmen und Audios präsentierten. Die Gesamtausstellung bot reichlich Raum für
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Diskussionen und trug wesentlich dazu bei, Vorurteile gegenüber „Heime" oder 
Wohngruppen abzubauen.
Die filmischen Ergebnisse können unter folgenden Links angesehen werden (zwei Filme 
sind passwortgeschützt):
Kleine große Veränderungen (Sürther Feld): Link
Epilog (Sürther Feld): Link (Passwort: michaelshoven)
Making OF (Sürther Feld): Link (Passwort: michaelshoven)
Die Entfaltung (Küpper Stiftung): Link
Assoziationen (Küpper Stiftung): Link
( Making OF (Küpper Stiftung): Link
Inwieweit konnten die Zielsetzungen des Projektes erreicht werden? Welche 
Indikatoren belegen diese Einschätzung?
Die Zielsetzung des Projekts war und ist die künstlerische Auseinandersetzung mit den 
Themen Wohngruppe als Ersatzfamilie, Vorurteile gegenüber sogenannten 
Heimkindern und andere wichtige Themen, die den Jugendlichen in ihrer Situation am 
Herzen liegen. Dadurch sollten die Teilnehmenden ein größeres Vertrauen zu sich 
selbst gewinnen und gestärkt aus dem Prozess hervorgehen. Ein weiteres Ziel war es, 
einen Dialog zwischen den Jugendlichen und den Betreuerinnen sowie, wenn 
möglich, auch mit ihren Familienangehörigen zu ermöglichen.
An den künstlerischen Ergebnissen und den Making OFs der beiden 
Wohngruppenprojekte kann man ablesen, welche unterstützende Wirkung die 
Wohngruppe auf die Entwicklung der einzelnen Jugendlichen hat. Oftmals gestaltet 
sich die Beziehung zu den Eltern durch den Puffer der Wohngruppe leichter und kann 
zu einer Annäherung an die Familie führen. Leider konnten wir weder zur Vorpremiere 
noch zur Ausstellung Eltern der Jugendlichen begrüßen, da die Jugendlichen selbst 
entschieden hatten, ihre Eltern nicht einzuladen.
Es ist natürlich schwer zu bemessen, ob durch dieses Projekt eine tatsächliche 
Stärkung der Jugendlichen erreicht wurde. Das Feedback der Betreuerinnen der 
Einrichtungen, insbesondere der Küpper Stiftung, ist jedoch eindeutig positiv.
Einige Stimmen der Jugendlichen und Betreuerinnen:
Pia: „ ich fand das Filmprojekt sehr schön. Es ist auch was, worüber man richtig stolz 
sein kann..."
Pia: Wir wollten mit dem Film zeigen, wie das Leben in einer Wohngruppe ist, auch, 
wenn man sich als Trans outet. ..Und dass es bei uns in der Wohngruppe völlig toleriert 
wird und keiner blöd angeguckt wird.
Rolf Emmerich
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/
Zwischen und Abschlussbericht Stand: 30. Juli 2025 ( RE )
1. Projekttitel
Vom Schatten ins Licht- eine künstlerische Annäherung an Familie - 2Jahr
2. Durchführende Einrichtung
Die jungen Wohngemeinschaften e.V.
3. Berichtszeitraum
August 2024-Juli 2025
4. Bewilligungsnummer F-24-1-11
(

5. Executive Summary - Projektziele und Teilnehmer
Im Rahmen des geförderten Projekts arbeiteten wir mit drei Einrichtungen der Kinder- 
und Jugendhilfe zusammen: der Jugendhilfe St. Josef in Köln-Dünnwald, dem Kinderdorf 
St. Heribert in Leichlingen und der Anna-Stiftung in Köln-Vogelsang. Ziel war es - wie 
bereits im ersten Projektjahr - Kinder und Jugendliche zu ermutigen, sich kreativ und 
künstlerisch mit ihrer Lebensrealität, ihren Erfahrungen in der Jugendhilfe sowie mit 
ihrer Rolle in der Einrichtung als Ersatzfamilie auseinanderzusetzen.
Insgesamt nahmen 21 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 16 Jahren teil. 
Die Workshops fanden überwiegend in den Schulferien statt. Fehlende Aufnahmen, 
Zeichnungen, Sprachaufnahmen etc. wurden an weiteren Tagen gemeinsam realisiert. 
Die Postproduktion der Filme, Fotos und Animationen erfolgten durch die künstlerische 
Leitung. Die kreativen Ergebnisse umfassten Zeichnungen, Collagen, mehrere Kurzfilme 
und Audiogeschichten. Ergänzend dazu wurden mit einigen Teilnehmenden kurze Video- 
Clips produziert, die auf einem eigens eingerichteten TikTok-Kanal mit dem Namen 
„HeimkindDigga" veröffentlicht wurden. Ziel des Projekts war es, Jugendlichen und 
Kindern in stationären Einrichtungen eine digitale Plattform zur Sichtbarmachung ihrer 
Perspektiven und Anliegen zu geben.
Oie Projektarbeit in den einzelnen Einrichtungen widmete sich spezifischen 
Schwerpunkten:
In der Jugendhilfe St. Josef (Winterferien bis März) beschäftigten sich vier 
Jugendliche mit familiären Beziehungen, dem Leben in der Wohngruppe und Fragen 
von Selbstwert und Identität.
© 1m Kinderdorf St. Heribert (Osterferien bis Juni) setzten sich 15 Kinder und 
Jugendliche mit Vorurteilen gegenüber sogenannten Heimkindern auseinander und 
zeigten in künstlerischer Form ihren Alltag im Kinderdorf.
© In der Anna-Stiftung (Osterferien bis Juni) erarbeiteten drei Kinder und Jugendliche - 
darunter zwei mit Fluchthintergrund - kreative Arbeiten zu Themen wie Ankommen, 
Tagesstrukturen, Elternbeziehungen und emotionaler Selbstregulation. Ein weiteres 
Mädchen konnte nur eingeschränkt teilnehmen, da eine elterliche Einwilligung nicht 
vorlag.
Die künstlerischen Ergebnisse wurden am 1. und 2. Juli 2025 in den 
Ausstellungsräumen der Orangerie Köln präsentiert und durch ein thematisch 
passendes Rahmenprogramm begleitet. Besonders bedeutsam war die offene 
Gesprächsrunde im Rahmen der Ausstellung, an der sowohl Kinder und Jugendliche 
als auch Fachkräfte aus Jugendämtern, Einrichtungen und sozialen Diensten 
teilnahmen. Der Austausch fand auf Augenhöhe statt und zeigte eindrucksvoll, wie 
sehr kreative Ausdrucksformen das Selbstbewusstsein stärken und jungen Menschen 
eine Stimme geben können.
Die Erfahrung, mit ihren künstlerischen Arbeiten gesehen und gehört zu werden, 
eröffnete bei vielen Teilnehmenden neue Perspektiven auf sich selbst und ihr 
Lebensumfeld.

6. Beschreibung - Zeitlicher Ablauf des Projekts
Das Projekt fand zwischen August 2024 und Juni 2025 statt. Zu Beginn, im August, 
wurde mit der Akquise neuer Einrichtungen begonnen. Drei Einrichtungen der 
Kinder- und Jugendhilfe erklärten ihr Interesse und beteiligten sich schließlich aktiv: 
die Jugendhilfe St. Josef in Köln-Dünnwald, das Kinderdorf St. Heribert in Leichlingen 
und die Anna-Stiftung in Köln-Vogelsang. In enger Zusammenarbeit wurden dort 
künstlerische Workshops und medienpädagogische Formate durchgeführt.
I
Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Vorjahr und in Abstimmung mit den 
Bereichsleitungen wurden die Hauptarbeitsphasen bewusst in die Schulferien gelegt. 
Dieser kompakte Projektzeitraum erwies sich als sinnvoll: Er erleichterte die Planung 
für die Teilnehmenden und ermöglichte kontinuierliches Arbeiten. Fehlende Szenen 
oder ergänzende Animationen wurden außerhalb der Hauptworkshops in Einzel- oder 
Kleingruppenarbeit realisiert.
Die zeitlich gebündelten Workshops führten jedoch zu einem erhöhten Aufwand in 
der Postproduktion - insbesondere im Schnitt, in der Animation und Vertonung.
Akquise der Einrichtungen
Ab August 2024 wurden rund acht bis zehn Einrichtungen kontaktiert - darunter auch 
solche, die im Vorjahr bereits Interesse gezeigt, aber keine Umsetzung realisiert 
hatten. Nach zahlreichen Gesprächen entschieden sich schließlich drei Einrichtungen 
für eine Projektteilnahme.
Die Bezirksleiterin der Jugendhilfe St. Josef zeigte sich von der Projektidee begeistert 
und unterstützte aktiv die interne Bewerbung. Der Einrichtungsleiter der Anna- 
Stiftung hatte bereits im Vorjahr eine Ausstellung besucht und zeigte großes 
Interesse. Über einen persönlichen Kontakt zum Verein entstand schließlich auch die 
Verbindung zum Kinderdorf St. Heribert in Leichlingen.
Projektorte und Abläufe
Jugendhilfe St. Josef, Köln-Dünnwald
Der erste Workshop fand an drei aufeinanderfolgenden Tagen in der zweiten Hälfte 
der Weihnachtsferien statt (jeweils ca. sechs Stunden). In den Wochen danach 
wurden an zwei Wochenenden mit einer Teilnehmerin Animationen basierend auf 
einem selbst verfassten Text entwickelt. Ein weiteres Wochenende diente der

Überarbeitung und künstlerischen Finalisierung einer im Entwurf bestehenden 
Filmidee.
Kinderdorf St. Heribert, Leichlingen
Die Hauptphase des Workshops lag in der ersten Hälfte der Osterferien. Anschließend 
wurden zwei zusätzliche Projekttage genutzt, um mit einzelnen Jugendlichen 
Audiogeschichten zu produzieren, Kommentartexte zu schreiben und einzusprechen 
sowie ergänzende Filmaufnahmen durchzuführen.
Anna-Stiftung, Köln-Vogelsang
Hier fand der Workshop an vier aufeinanderfolgenden Tagen in der zweiten 
Osterferienwoche statt. Der kreative Fokus lag auf Collagen, Kurzfilmen und 
thematisch orientierten Bildarbeiten.
Teilnehmende
Insgesamt nahmen 21 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren aktiv 
teil. Zwei weitere Kinder waren ohne Erlaubnis der Sorgeberechtigten nur im 
Hintergrund eingebunden. Von den aktiven Teilnehmenden waren 15 Mädchen und 
sechs Jungen. Zehn Kinder stammen aus migrantischen Familien oder sind 
unbegleitete minderjährige Geflüchtete (MUA). Viele Teilnehmende haben schwere 
traumatische Erfahrungen gemacht.
Gerade bei Kindern zwischen acht und 14 Jahren sind die Möglichkeiten zur 
Selbstreflexion begrenzt - umso wichtiger ist ein kreativer Zugang zu ihren Themen.
(
St. Josef Dünnwald
Vier Jugendliche (14-16 Jahre) nahmen teil, zwei davon mit Migrationshintergrund. 
Sie leben in getrennten Wohngruppen und kannten sich zuvor kaum. Im Laufe des 
Projekts wuchsen sie zu einem Team zusammen.
Kinderdorf St. Heribert
15 Kinder und Jugendliche (8-16 Jahre, drei Jungen, zwölf Mädchen) nahmen aktiv 
teil, sechs davon mit Flucht- oder Migrationshintergrund. Die Kinder leben langfristig 
in kleinen Wohneinheiten, wodurch intensive Bindungen entstehen - eine wichtige 
Voraussetzung für Stabilität und Vertrauen.
Anna-Stiftung
Drei Kinder und Jugendliche zwischen elf und 16 Jahren nahmen aktiv teil (zwei 
Mädchen, ein Junge). Ein weiteres Mädchen konnte ohne Einwilligung der 
Sorgeberechtigten nicht gezeigt werden. Die beiden Mädchen sind unbegleitete 
minderjährige Geflüchtete und leben als Schwestern zusammen in der Einrichtung.

Methodik
Zum Einsatz kam die Methode des Participatory Video/Kunst. Ziel ist eine möglichst 
partizipative Gestaltung: Alle Entscheidungen werden transparent gemacht und - 
wenn möglich - gemeinsam mit den Teilnehmenden getroffen. Medien wie Film, 
Audio, Fotografie und Malerei dienen als Werkzeuge zur Reflexion und öffentlichen 
Darstellung ihrer Lebensrealität.
Weitere eingesetzte Methoden: 
• Storytelling
Interviewtechniken 
• Spielerische Kamera Übungen
( Malerische und theatrale Elemente 
• Konzept- und Drehbuchentwicklung (u.a. nach der „Joe Blagg-Methode")
• Dialogische Gruppenarbeit
Grundprinzipien unserer Arbeit:
• Partizipation auf Augenhöhe
• Ernstnehmen der Themen der Jugendlichen
• Start bei ihren eigenen Fragestellungen und Lebensrealitäten
• Förderung kreativer Ausdrucksformen zur Selbstreflexion
• Fokus auf Gruppenprozesse und gemeinschaftliche Erlebnisse
Erstmals wurden alle Workshops in die Ferien gelegt. Anders als erwartet meldeten 
sich vor allem jüngere Kinder - die Jüngste war acht Jahre alt. Mit dieser Altersgruppe 
lag der Fokus stärker auf dem Hier-und-Jetzt-Erleben. Oft schwingen zentrale Themen 
und Anliegen der Kinder leise zwischen den Zeilen mit: Verlust von Heimat und 
Familie, Umgang mit Gefühlen oder Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Kreative Zugänge 
helfen, diese Themen sichtbar und fühlbar zu machen.
Praxisbeispiele aus den Einrichtungen
St. Josef Dünnwald
In einem Vortreffen wurden Themen und Interessen besprochen. Der Workshop 
begann mit vertrauensbildenden Übungen rund um die Kamera. Ziel war es, sich 
spielerisch kennenzulernen und sich der eigenen Stärken und Ressourcen bewusst zu 
werden. In gegenseitigen längeren Interviews reflektierten die Jugendlichen intensiv 
ihre Lebensrealität und Themen, die ihnen wichtig sind.

Ein eindrückliches Beispiel: Eine Jugendliche brachte einen selbst verfassten Text mit 
dem Titel „Systemsprenger" mit. In poetischer Form verarbeitete sie ihre 
Erfahrungen von Missbrauch und Vernachlässigung. Aus dem Text entstand in einem 
weiteren kreativen Prozess eine digitale Bilderfolge, die später zu einer Bewegtbild- 
Animation umgesetzt wurde.
Ein anderer Teilnehmer beschäftigte sich mit seiner Wohngruppe, Schulproblemen, 
familiären Sehnsüchten und der Hoffnung, wieder bei einem Elternteil leben zu 
können.
(
Kinderdorf St. Heribert
Der Workshop war mit acht angemeldeten Kindern geplant - tatsächlich erschienen 
16. Die Altersspanne (8-16 Jahre) stellte eine Herausforderung dar. Thematischer 
Anker war das Leben im Kinderdorf. Die Kinder entwickelten die Idee eines 
Wunschkinderdorfs unter dem Motto: „Eine für alle - alle für eine*".
In Kleingruppen entstanden Filmszenen, ein Poetry Slam, Zeichnungen und 
Audiogeschichten. Zum Beispiel wurde etwa der Kinderratthematisiert, in dem die 
Kinder demokratisch ihre Themen diskutieren und gemeinsam Entscheidungen 
treffen. Diese werden dann der Leitung und/oder den Erzieherinnen vorgeschlagen.
Anna-Stiftung Köln-Vogelsang
Vier Kinder und Jugendliche nahmen teil. Besonders auffällig war der kreative 
Ideenreichtum eines elfjährigen Jungen, der durch wechselnde Impulse spontan neue 
Projekte entwickelte.
(
Eine der Jugendlichen reflektierte ihr Ankommen in Deutschland mit einer Collage 
und einem selbstgeschriebenen Text. Ihre Schwester beschäftigte sich mit dem 
Umgang mit ihren Gefühlen. In einer spontanen Malaktion gestaltete der Junge auf 
einer Tapetenrolle seinen Tagesablauf- emotionaler Fokus war ein Telefontermin 
mit der Mutter. Gerade durch kreative Mittel kann man häufig die Zwischentöne der 
Gefühle fühlbar und sichtbar machen.
So entstanden mit den Kindern und Jugendlichen aus spontanen Aktionen drei Filme, 
zum Teil mit Animationen.
Social Media
Im Herbst 2024 hat der Verein „Die jungen Wohngemeinschaften" eine Social Media 
Expertin engagiert und gemeinsam mit ihr den TikTok-Kanal HeimkindDigga eröffnet. 
Ziel dieses Kanals ist es, jungen Menschen auch nach Ablauf der dreijährigen 
Förderphase ein Forum zu bieten, wo sie sich über die „Wohngruppe als 
Ersatzfamilie" austauschen können. Geplant war, dass die Workshop- 
Teilnehmer:innen aus der zweiten Projektphase die TikTok-Videos erstellen. Dies war 
jedoch nur selten möglich. Mal wollten die Jugendlichen selbst nicht öffentlich 
sichtbar sein, mal durften sie es nicht.

1
Deshalb hat der Verein parallel zu den Workshops ein eigenes Social Media Team 
aufgebaut, bestehend aus Social Media Expertinnen und Jugendlichen aus 
Wohngruppen. Sie haben wöchentliche Clips für den TikTok-Kanal produziert. Dafür 
haben sie u.a. aus den Videos der ersten und zweiten Projektphase geeignete Clips 
ausgewählt, diese TikTok gerecht aufgearbeitet und gepostet. Zudem haben sie 
eigene Reels für den Kanal HeimkindDigga erstellt. Die Social Media Gruppe hat in 
dieser Projektphase in den Reels verschiedene Formate und Inhalte getestet, um 
daraus Erkenntnisse für den Ausbau des Kanals zu gewinnen.
Denn der Social Media Teil soll in der dritten Projektphase (2025/26) deutlich im 
Mittelpunkt stehen. Mit einem neuen Konzept, das an die konkreten Erfahrungen aus 
der zweiten Projektphase 2024/25 anknüpft.
/
Neben der Erstellung von Clips hat das Social Media Team seit Ende 2024 auch das 
Community-Management aufgebaut und steht regelmäßig in Kontakt mit 
Jugendlichen und Pädagog:innen aus anderen Wohngruppen, die auf TikTok aktiv 
sind.
Ausstellung
Die künstlerischen Ergebnisse der Projektarbeit wurden in einer gemeinsamen 
Ausstellung vom 1. bis 2. Juli in der Orangerie präsentiert. Wie bereits im Vorjahr 
wurden die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen durch eindrucksvolle Schwarz- 
Weiß-Porträts vorgestellt. Ihre Filme, eine Audioinstallation, Zeichnungen und 
Malereien konnten die Besucher*innen, in den atmosphärischen Kellerräumen der 
Orangerie erleben.
I Besonders erfreulich war, dass in diesem Jahr fast alle Kinder und Jugendlichen selbst 
an der Ausstellung teilnahmen und so ihre Werke in einem öffentlichen Rahmen 
erleben konnten.
Ein Höhepunkt war die moderierte Gesprächsrunde, bei der Jugendliche, Fachkräfte 
der Jugendhilfe, Mitarbeiter/nnen des Jugendamts sowie Besucherinnen miteinander 
ins Gespräch kamen. In einer respektvollen und offenen Atmosphäre entstand ein 
lebendiger Austausch auf Augenhöhe, der neue Perspektiven eröffnete und Raum für 
Verständnis und Nachfragen bot.
Am zweiten Ausstellungstag bereicherte ein Improvisationstheater das Programm. In 
einem partizipativen Format setzten sich die Darstellenden kreativ mit dem Thema 
„Wohngruppe als Ersatzfamilie" auseinander - nah an den Erfahrungen und Themen 
der jungen Projektteilnehmenden.
Trotz sommerlicher Hitze war die Ausstellung - insbesondere am ersten Tag - sehr 
gut besucht. Auch in diesem Jahr wurde deutlich: Die künstlerischen Ergebnisse

berühren, machen Lebensrealitäten sichtbar und schaffen einen Raum für Dialog. Die 
Ausstellung war erneut ein voller Erfolg.
Die filmischen Ergebnisse können unter folgenden Links angesehen werden (zwei
Filme sind passwortgeschützt):
Filme des Kinderdorfs St. Heribert https://vimeo.com/1092696130
PW: DJW i
Filme Jugendhilfe St. Josef in Dünnwald https://vimeo.com/1092697205
l
Filme der Jugendhilfe Anna-Stiftung https://vimeo.com/1092695425
PW: DJW
HeimkindDigga: https://www.tiktok.eom/@heimkinddigga
I
Inwieweit konnten die Zielsetzungen des Projektes erreicht werden? Welche 
Indikatoren belegen diese Einschätzung?
Die Zielsetzung des Projekts war und ist die künstlerische Auseinandersetzung mit 
den Themen Wohngruppe als Ersatzfamilie, Vorurteile gegenüber sogenannten 
Heimkindern und andere wichtige Themen, die den Jugendlichen in ihrer Situation 
am Herzen liegen. Dadurch sollten die Teilnehmenden ein größeres Vertrauen zu sich 
selbst gewinnen und gestärkt aus dem Prozess hervorgehen. Ein weiteres Ziel war es, 
einen Dialog zwischen den Jugendlichen und den Betreuerinnen sowie, wenn 
möglich, auch mit ihren Familienangehörigen zu ermöglichen.
(
An den künstlerischen Ergebnissen und den Making OFs der drei Wohngruppen- und 
Kinderdorfprojekte kann man ablesen, welche unterstützende Wirkung die 
Wohngruppe auf die Entwicklung der einzelnen Jugendlichen hat. Oftmals gestaltet 
sich die Beziehung zu den Eltern durch den Puffer der Wohngruppe leichter und kann 
zu einer Annäherung an die Familie führen.
Ob das Projekt zu einer nachhaltigen Stärkung der Jugendlichen geführt hat, lässt sich 
naturgemäß schwer messen. Das Feedback der betreuenden Fachkräfte aus den 
Einrichtungen fällt jedoch durchweg positiv aus.
Gleichzeitig zeigt sich, wie herausfordernd es ist, Kinder und Jugendliche über einen 
längeren Zeitraum hinweg für das Projekt zu begeistern und kontinuierlich 
einzubinden. Diese fehlende Verbindlichkeit erschwert eine vertiefte 
Auseinandersetzung mit persönlichen Themen und begrenzt die nachhaltige Wirkung 
der pädagogisch-künstlerischen Arbeit. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit würde 
intensivere Prozesse ermöglichen und Veränderungspotenziale besser freisetzen - 
was unter den gegebenen Bedingungen jedoch nur eingeschränkt möglich war.
Trotz dieser Herausforderungen wurde bei der Gesprächsrunde im Rahmen der 
Ausstellung deutlich: Die Jugendlichen sind - gestärkt durch die Anerkennung ihrer 
künstlerischen Beiträge - durchaus in der Lage, für sich selbst und ihre Anliegen

einzustehen. Dieses öffentliche Sichtbarwerden war für viele ein wichtiger und 
bestärkender Moment.
Wie viele Mitarbeitende sind/waren im Projekt eingesetzt und wie ist deren Qualifika- 
tion/Hintergrund?
1.
2.
3.
4.
Anke Bruns, Vorsitzende des Vereins Die jungen Wohngemeinschaften e.V., 
Journalistin, Social Media Expertin
Rolf Emmerich, Projektleiter, Kulturmanager
Künstlerische Leitung: Lisa Glahn
Dokumentarfilmemacherin, seit fast 20 Jahren Facilitatorin und Trainerin für 
partizipative Film- und Kunstprojekte, www.myview-video.de und 
www.lisaglahn.de
Emma Hoppe, Projektassistentin, Studentin für Heilpädagogik. Jahrespraktikum in 
einer stationären Einrichtung mit Menschen mit Autismus, Expertin für Social 
Media
5.
6.
7.
8.
9.
Lisa Zidek, Bewohnerin einer Wohngruppe der Diakonie in Michaelshoven 
Simone Steinke, Auszubildende, ehemalige Bewohnerin einer Wohngruppe 
Luna Banditt, Psychologie-Studentin
Jörg Jung, Kunsthistoriker, Ausstellungskurator
Jan van Putten, Techniker
10. Raphael Spiegel, Administration
Finanzen
(
Wofür wurden die von der Stiftung zur Verfügung gestellten Mittel verwendet?
Für das Projekt "Aus dem Schatten ins Licht - eine künstlerische Annäherung an die 
Familie"
- Wurden Umwidmungen vorgenommen? Wenn ja, aus welchen Gründen?
- Haben sich die Gesamtkosten reduziert oder erhöht?
Sind Deckungsmittel hinzugekommen oder weggefallen? Wenn ja, aus welchen 
Gründen und mit welchen Auswirkungen.
- Detaillierte Angaben und Nachweise über die zahlenmäßigen Verwendungen 
sind im Zwischen- bzw. dem endgültigen Verwendungsnachweis aufzuführen, 
(siehe hierzu separates Merkblatt Zwischennachweis und Endgültiger Ver­
wendungsnachweis)

- unabhängig von Berichten und Verwendungsnachweisen sind grundle­
gende Veränderungen in der Gesamtfinanzierung unverzüglich der Stif­
tung mitzuteilen, (siehe hierzu auch die Ausführungen im Bewilligungsbe­
scheid)
Öffentlichkeitsarbeit
Aktivitäten und Resonanz: Sofern es Publikationen, Werbemittel, Pressemitteilungen, 
Presseartikel, Bilddokumentationen oder andere Veröffentlichungen auch 
Pressemitteilungen und Veranstaltungen zum Projekt gibt, sind Beispielexemplare, 
Presseartikel etc. beizufügen.
( DJW-koeln.de
HeimkindDigga: https://www.tiktok.eom/@heimkinddigga
DJW-Koeln.de
Flyer zum Projekt
Zeitungsartikel Ankündigung
(

einzustehen. Dieses öffentliche Sichtbarwerden war für viele ein wichtiger und 
bestärkender Moment.
Wie viele Mitarbeitende sind/waren im Projekt eingesetzt und wie ist deren Qualifika- 
tion/Hintergrund?
1.
2.
3.
4.
Anke Bruns, Vorsitzende des Vereins Die jungen Wohngemeinschaften e.V, 
Journalistin, Social Media Expertin
Rolf Emmerich, Projektleiter, Kulturmanager
Künstlerische Leitung: Lisa Glahn
Dokumentarfilmemacherin, seit fast 20 Jahren Facilitatorin und Trainerin für 
partizipative Film- und Kunstprojekte. www.myview-video.de und 
www.lisaglahn.de
Emma Hoppe, Projektassistentin, Studentin für Heilpädagogik. Jahrespraktikum in 
einer stationären Einrichtung mit Menschen mit Autismus, Expertin für Social 
Media
5.
6.
7.
8.
9.
Lisa Zidek, Bewohnerin einer Wohngruppe der Diakonie in Michaelshoven 
Simone Steinke, Auszubildende, ehemalige Bewohnerin einer Wohngruppe 
Luna Banditt, Psychologie-Studentin
Jörg Jung, Kunsthistoriker, Ausstellungskurator
Jan van Putten, Techniker
10. Raphael Spiegel, Administration
Finanzen
( Wofür wurden die von der Stiftung zur Verfügung gestellten Mittel verwendet?
Für das Projekt "Aus dem Schatten ins Licht - eine künstlerische Annäherung an die 
Familie"
- Wurden Umwidmungen vorgenommen? Wenn ja, aus welchen Gründen?
Um den aktuellen Interessen der Jugendlichen im Projekt nachzukommen, wurde bei 
der Umsetzung etwas mehr Budget für Honorare in Social Media (insbesondere Tik 
Tok ) und die Webseite ausgegeben.
Bei den Sachkosten konnten die Kosten für die visuelle Ausstellung verringert werden, 
weil im Veranstaltungsort "Orangerie" Logistik, Technik und Materialien vorhanden 
waren.
- Haben sich die Gesamtkosten reduziert oder erhöht? Nein!
Sind Deckungsmittel hinzugekommen oder weggefallen? Wenn ja, aus welchen

Gründen und mit welchen Auswirkungen. Nein!
- Detaillierte Angaben und Nachweise über die zahlenmäßigen Verwendungen
sind im Zwischen- bzw. dem endgültigen Verwendungsnachweis aufzuführen.
(siehe hierzu separates Merkblatt Zwischennachweis und Endgültiger Ver­
wendungsnachweis)
- unabhängig von Berichten und Verwendungsnachweisen sind grundle­
gende Veränderungen in der Gesamtfinanzierung unverzüglich der Stif-
tung mitzuteilen, (siehe hierzu Ausführungen im Bewilligungsbescheid )
(
Keine!
Öffentlichkeitsarbeit
Aktivitäten und Resonanz: Sofern es Publikationen, Werbemittel, Pressemitteilungen, 
Presseartikel, Bilddokumentationen oder andere Veröffentlichungen auch 
Pressemitteilungen und Veranstaltungen zum Projekt gibt, sind Beispielexemplare, 
Presseartikel etc. beizufügen.
HeimkindDigga: https://www.ti ktok.com/taheimkinddigga
DJW-Koeln.de
Flyer zum Projekt
Zeitungsartikel Ankündigung

Anl._1_DjW_Satzung

9405 Zeichen

Satzung
Die jungen Wohngemeinschaften # wir wachsen anders auf
§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
Der Verein führt den Namen „Die jungen Wohngemeinschaften # wir wachsen 
anders auf. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt dann 
den Zusatz „e.V.“ Der Sitz des Vereins ist in der Follerstraße 95, 50676 Köln.
i
§2 Geschäftsjahr
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
i I
I
§3 Zweck
1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke 
im Sinne des Abschnitts § 52 Absatz 2 der Abgabenordnung.
2. Zweck des Vereins ist die Sichtbarmachung der besonderen Situation der 
aktuell in Deutschland lebenden ca. 100.000 Kinder und Jugendliche in 
Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe. Insgesamt gelten ca. 1,7 
Mio. Menschen als aktuell oder in der Vergangenheit betroffen. Viele von 
Ihnen trauen sich nicht darüber zu sprechen.
Sogenannte Heimkinder sind schnell „Außenseiter“. Sie werden seit 
Jahrzehnten stigmatisiert und mit Vorurteilen konfrontiert. Der Verein 
möchte dieses Tabu brechen und Vorurteile abbauen.
Der Verein will für ein besseres Verständnis in der Öffentlichkeit gegenüber 
den besonderen Problemen sogenannter Heimkinder werben, Vorurteile 
ihnen gegenüber abbauen helfen und zu deren selbstverständlichen 
Teilhabe der betroffenen jungen Menschen in allen Lebensbereichen 
beitragen. Hierzu strebt der Verein eine enge Zusammenarbeit mit allen 
öffentlichen und privaten, konfessionellen und wissenschaftlichen 
Organisationen ähnlicher Zielsetzung an.
3. Der Satzungszweck wird besonders verwirklicht durch:
- Förderung aller Maßnahmen, die wirksame Hilfe auch in Einzelfällen 
darstellen und die dazu beitragen, Vorurteile gegen sogenannte 
Heimkinder abzubauen und entsprechende Tabus zu brechen;
- Aufbau und Pflege einer Internetplattform mit dem Ziel, Informations- 
und Austauschmöglichkeiten für Betroffene und Öffentlichkeit zu 
schaffen unter Einbindung der Internetseite 
;
www.wir-sind-doch-keine- 
Heimkinder.de
- Regelmäßige Durchführung öffentlicher Veranstaltungen, die der 
Aufklärung bzw. dem Abbau von Vorurteilen dienen;
- Platzierung des Themas in der medialen Öffentlichkeit;
- Unterstützung von Trägern u.a. bei der Durchführung von 
Veranstaltungen;
- Kontinuierlicher Aufbau eines Unterstützerkreises und Anwerben neuer 
Mitglieder;
- Beratung und Unterstützung entsprechender Institutionen wie z.B. 
Schulen und stationäre Einrichtungen der Erziehungshilfe, die sich 
ebenfalls engagieren, Vorurteile gegen sogenannte Heimkinder 
abzubauen sowie von Betroffenen oder deren Angehörigen.

f
4. Der Verein will für ein besseres Verständnis in der Öffentlichkeit gegenüber 
den besonderen Problemen sogenannter Heimkinder werben und zu deren 
selbstverständlicher Teilhabe in allen Lebensbereichen beitragen.
5. Der Verein legt Wert auf enge Zusammenarbeit mit allen öffentlichen und 
privaten, konfessionellen und wissenschaftlichen Organisationen ähnlicher 
Zielsetzung.
§4 Selbstlose Tätigkeit
Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt keine eigenwirtschaftliche Zwecke.
§5 Mittelverwendung
Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. 
Die Vereins- und Organämter werden grundsätzlich ehrenamtlich, ausgeübt. 
Der Vorstand kann bei Bedarf und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen 
Verhältnisse sowie der Haushaltslage beschließen, dass Vereins- und 
Organämter oder einzelne Tätigkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines 
Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer pauschalisierten 
Aufwandsentschädigung ausgeübt werden.
Der Vorstand kann bei Bedarf unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen 
Verhältnisse und der Haushaltslage Aufträge über Tätigkeiten für den Verein 
gegen eine angemessene Vergütung oder gegen Zahlung einer 
pauschalierten Aufwandsentschädigung an Dritte vergeben.
§6 Verbot von Begünstigungen
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd 
sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
§7 Erwerb der Mitgliedschaft
1. Vereinsmitglieder können natürliche Personen ab 14 Jahre oder juristische 
Personen werden.
2. Der Aufnahmeantrag ist schriftlich zu stellen. Über den Aufnahmeantrag 
entscheidet der Vorstand.
3. Gegen die Ablehnung, die keiner Begründung bedarf, steht dem/der 
Bewerber/in die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, welche dann 
endgültig entscheidet.
§8 Beendigung der Mitgliedschaft
1. Die Mitgliedschaft endet durch
Austritt,
Ausschluss,
Tod oder Auflösung der juristischen Person.
2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem 
vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied. Die schriftliche Austrittserklärung 
muss mit einer Frist von drei Monaten jeweils zum Ende des Geschäftsjahres 
gegenüber dem Vorstand erklärt werden.
3. Ein Ausschluss kann nur aus wichtigen Gründen erfolgen. Wichtige Gründe 
sind insbesondere ein die Vereinsziele schädigendes Verhalten, die 
Verletzung satzungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von 
mindestens einem Jahr. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.
Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Berufung an die 
Mitgliederversammlung zu, die schriftlich binnen eines Monats an den

Vorstand zu richten ist. Die Mitgliederversammlung entscheidet über den 
Ausschluss endgültig.
§9 Beiträge
Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe der Beiträge und 
deren Fälligkeit bestimmt die Mitgliederversammlung.
§10 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind:
- die Mitgliederversammlung;
- der Vorstand
§11
1.
2.
3.
Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Zu ihren 
Aufgaben gehören insbesondere die Wahl und Abwahl des Vorstandes, 
Entlastung des Vorstands, Entgegennahme der Berichte des 
Vorstandes, Wahl der Kassenprüfern*innen, Wahl von 
Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitgliedern, Festsetzung von Beiträgen 
und deren Fälligkeit, Beschlussfassung über die Änderung der Satzung, 
Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins, Entscheidung über 
Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern in Berufungsfällen sowie 
weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach dem 
Gesetz ergeben.
Mindestens einmal in jedem Geschäftsjahr findet eine ordentliche 
Mitgliederversammlung statt.
Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen 
Mitgliederversammlung verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der 
Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt.
4. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer 
Frist von einem Monat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung 
einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des 
Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsscheiben gilt als 
den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt 
gegebene Anschrift gerichtet war.
5. Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis 
spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich 
beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung 
bekanntzu machen.
6. Anträge über die Abwahl des Vorstandes, über die Änderung der 
Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht 
bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugegangen sind, 
können erst auf der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen 
werden.
7. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der 
erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
8. Die Mitgliederversammlung wird von einem Vorstandsmitglied geleitet. 
Zu Beginn der Mitgliederversammlung ist ein/e Schriftführerin zu 
wählen.
Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich 
oder für ein Mitglied unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht 
ausgeübt werden. Alle Mitglieder haben Rede-, Antrags-, und

Stimmrecht. Mitglieder ab 18 Jahren haben das passive Wahlrecht.
Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen 
Stimmen. Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins können 
nur mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder beschlossen 
werden. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer 
Betracht.
9. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll 
anzufertigen, das vom/von der Versammlungsleiterin und der/dem 
Schriftführerin zu unterzeichnen ist.
§12 Vorstand
1. Der Vorstand im Sinn des § 26 BGB besteht aus der/dem 1. und 2. 
Vorsitzenden, der/dem Schatzmeisterin. Mindestens ein Vorstandsmitglied 
sollte eine/ein Jugendvertreterin sein. Die Vorstandsmitglieder vertreten 
den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei 
Jahren gewählt. Vorstandsmitglieder können nur Mitglieder des Vereins 
werden. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand bleibt solange im Amt, bis 
ein neuer Vorstand gewählt ist. Bei Beendigung der Mitgliedschaft im 
Verein endet auch das Amt als Vorstand.
3. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung und kann Aufgaben der 
Vereinsführung auf eine/n Geschäftsführerin übertragen.
§ 13 Kassenprüfung
Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von einem Jahr eine/n 
Kassenprüfer’in. Diese/r darf nicht Mitglied des Vorstands sein. Wiederwahl ist 
zulässig.
§14 Auflösung des Vereins
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt 
das Vermögen an den Careleaver e.V. mit der Maßgabe, es unmittelbar und 
ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.
Düsseldorf, den 25. März 2021
I

Anl._4_DjW_Gewaltschutzkonzept

5361 Zeichen

Die jungenWohngemeineihaliene.V.-rellers t ¥£-?"• 5C57c Köln
Gewaltschutzkonzept
des Vereins “Die jungen Wohngemeinschaften
-wir wachsen anders auf e.V.”
die
jungen 
wohn
gemein 
schaden
(
t
1. Grundlagen / Rahmenbedingungen
Eine der zentralen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe gemäß SGB VIII 
ist es, junge Menschen vor Gefährdungen für ihr Wohl zu schützen
Im Sinne des § 79a SGB VIII, des § 11 Landeskinderschutzgesetz NRW 
und den Vorschriften des KKG, besteht dieses innerhalb des Vereines 
abgestimmte Konzept zu Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung:
2. Ziele
Grundlegender Wert pädagogischer Arbeit ist die gemeinsame 
Überzeugung, dass wir verpflichtet sind, den Umgang einander erlebbar zu 
machen und jede und jeden vor Grenzüberschreitungen zu bewahren, 
insbesondere die Würde der anvertrauten Kinder und Jugendlichen. 
Gleichzeitig kann davon ausgegangen werden, dass überall dort, wo 
Menschen Zusammenleben und zusammenarbeiten, es zu unachtsamen 
Grenzverletzungen, zu Grenzüberschreitungen und Übergriffen mit 
psychischer und seelischer Gewalt kommen kann.
3. Gewaltbegriff, Beispiele
Die Erscheinungsformen, die Wahrnehmung und die Akteure von Gewalt 
sind nicht immer eindeutig. Daher bezieht sich auf jegliche Form von 
Gewaltausübung (körperlich, psychisch, sexualisiert, strukturell) und betrifft 
die unterschiedlichen Konstellationen.,
Körperliche Gewalt: Festhalten, Schütteln, Schlagen, Entzug körperlicher 
Hilfsmittel (Gehhilfe) der Medikamentenvergabe (nicht indizierte oder nicht 
ärztlich verordnete Medikamentenvergabe)
Sexueller Missbrauch: Missachtung der Intimsphäre, nicht
einvernehmlicher körperlicher Kontakt, sexualisierte Sprache 
Psychische/emotionale Gewalt: Beleidigen, Demütigen, Manipulation, 
Beschimpfen
Die jungen Wohn- 
g am ein schaf tön a.V.
F:>llerst.r. 95—97
50676 Köln
022129499137
k or :a k d j w- koc I n .d c 
www.d' w-k&ö In. d &
V e r tret un g erec hUg t er 
Vorstand
Anto Bruns (Vorsitzende)
S mono Steinke
Rolt Emmerich
Verein&registar 
20Ö86
Amtsgericht Köln
Steuernummar
215/5863/2624
Finarzai'ri Köln-Mi. le
Spenden / Bankverbindung 
Sparkasse KölnBonn
IBAN: 777 3705 0198 1935 9448 17
QIC: COLSDE33XXX
Strukturelle Gewalt: Inadäquate Betreuungskonzepte, Regeln, fehlende 
Information,Partizipationsmöglichkeit
Vernachlässigung: Unterlassen von notwendigen Hilfen im Alltag, 
ignorieren
Gewaltausübung gegen Betreuungspersonal: Bei den uns anvertrauten 
Kindern kann es aufgrund des Krankheitsbildes oder einer individuellen 
Situation zu aggressivem oder gewalttätigem Verhalten gegenüber den 
Mitarbeitenden kommen.
Die Erfahrung zeigt, dass die Weitung des Blickwinkels auf alle 
Gewaltformen und auf den Kontext aller an der professionellen Interaktion

Beteiligten die komplexe Realität in sozialen Einrichtungen und Diensten
gut abbildet.
MitarbeiterZ-innen als
Diese Betrachtungsweise ermöglicht es, sowohl
4. Intervention
a. Bei Hinweisen auf mögliche Kindeswohlgefährdung sorgt die/der 
verantwortliche Mitarbeiter/in des Vereins dafür, dass die insoweit 
erfahrene Fachkraft umgehend über die Situation informiert wird. 
Diese bezieht gegebenenfalls den Vorstand oder weitere Stellen ein.
(
b. Innerhalb des Vereins sind mehrere nach § 8aZ§ 8b SGB VIII und § 4 
Abs. 2 KKG insoweit Fachkräfte, deren Beratung bei Bedarf in Anspruch 
genommen werden kann, tätig.
c. Entsprechend den mit den Träger der öffentlichen Jugendhilfe 
(Jugendamt) getroffenen Vereinbarungen und auf der Grundlage des § 4 
Abs. 3 KKG informieren wir umfassend und umgehend das zuständige 
Jugendamt sowie ggfs. den Leistungsträger und stimmen das weitere 
Vorgehen der Beratung und ggfs. Hilfestellung mit diesen ab.
Darüber hinaus besteht ein abgestimmtes Krisenmanagement in dem 
zeitnah über krisenhafte Entwicklungen und akute Krisen informiert wird.
Die Mitarbeitenden des Vereins leiten gegebenenfalls unter Beteiligung 
weiterer Fachkräfte geeignete Maßnahmen ein, um Lösungsmöglichkeiten 
zu ermitteln.
Gewaltvorfälle sind trotz präventiver Maßnahmen nicht immer
(
auszuschließen.Kompetentes Handeln in der Situation, sowie eine 
professionelle Bearbeitung des Vorfalls und Transparenz werden durch 
folgende Maßnahmen ermöglicht:
Verdachtsmomente:
Dokumentationsbögen und Checklisten sind wichtige Hilfsmittel bei der 
Dokumentation im Verdachtsfall und werden verpflichtend eingesetzt.
Die entsprechenden Schritte zur Informationspflicht sind beschrieben 
und kommuniziert.
In der Kommunikation mit betroffenen Personen steht der Schutz der
betroffenen Person im
Bagatellisierungen sind zu vermeiden.
Vordergrund. Vorverurteilungen oder
Klärung im Rahmen einer kollegialen Beratung, Information der Leitung 
und der insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8 a / § 8 b SGB VIII bzw. des 
KKG
Nutzung der Dokumentationsbögen und Einhaltung der festgelegten 
Prozessschritte.
Mit der gebotenen Sensibilität und Diskretion Informationen sammeln und 
auf Datenschutz achten.

Objektive Fakten sorgfältig dokumentieren und Aufzeichnungen sammeln. 
Wer hat was wann beobachtet oder gesagt?
Handelt es sich um Vermutungen, Beobachtungen oder eigene 
Erlebnisse? Vermutungen werden anhand von Fakten begründet oder 
entkräftet.
Geht es um vernachlässigte Betreuungsqualität, fehlende Wahrung von 
Grenzen oder unangemessene Nähe bzw. Distanz?
Liegt ein Fehlverhalten mit oder ohne strafrechtliche Relevanz vor?
1

Anl._2_DjW_Selbstdarstellung_Ursprung

14036 Zeichen

Dit jungeftWohn^öm^intühiiliefi^.v.-röllefs •„ V; ■?" ■ 5C57c Köln
Ursprung Anlass
Als Filmemacherin und Journalistin hat Anke Bruns von der Graf Recke 
Stiftung im Jahre 2015 den Auftrag erhalten, Kinder und Jugendliche, die in 
der stationären Erziehungshilfe leben, zu begleiten, wie sie einen Kinder- 
und Jugendrat aufbauen und entsprechende Aktivitäten organisieren. Im 
Mittelpunkt dieses Auftrages stand dabei die Erkenntnis, dass Partizipation 
im Sinne des § 8 SGB VIII zwar ein gefordertes Konzept als Teil der 
Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII darstellt, deren Umsetzung in der 
Lebenswelt der jungen Menschen innerhalb der stationären Jugendhilfe 
jedoch schwierig umzusetzen ist.
die
jungen 
wohn 
gemein 
schaben
fl Mehrere sich gegenseitig verstärkende Faktoren sind dafür u.a. ursächlich 
zu sehen:
Tradierte Vorstellungen der Rolle des pädagogischen Fachpersonals 
orientiert an Fürsorge Prinzipien und weniger an Vorleben.
Zeitlich eng getakteter Schichtdienst, der Partizipation zum Randthema 
werden lässt.
Dio jungen Wohn­
gemeinschaften e.V.
Fpllijrsi/. 95—97 
50676 Köln
022129499137
k or :a k r@ d j w- koc I n .d c 
ww w. d' w-koe In. d &
Wohngruppen, in denen Kinder und Jugendliche häufig wechseln und 
dadurch Beziehungs- und Gruppenarbeit beeinträchtigt wird.
Kinder und Jugendliche, die bis zur Aufnahme in Milieus aufgewachsen 
sind, die wenig partizipationsfördernd wirken.
Vertretungsberechtigter
Vorstand
Ar.ko Bruns (Vorsi:zcndol
S'mono Steinke
Rolt Emmö'ich
Auf diesen Erkenntnissen und Grundlagen sollte der Film in der dezentral 
organisierten stationären Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung gute 
Beispiele für gelingende Beteiligungskonzepte vorstellen, zum Nachahmen 
motivieren und Kinder und Jugendliche ermutigen, sich aktiver 
einzubringen.
Vereinsreg ister
VR 2ÖÖ86 
Armsgcricl": Köln
Die Umsetzung
Ausgehend von der Studie des Landschaftsverbandes Rheinland aus dem 
Jahre 2008 mit dem Ergebnis und Auftrag, sich der Geschichte und dem 
Schicksal ehemaliger Heimkinder zu stellen, organisierte auch die Graf 
Recke Stiftung eine Anlaufstelle für ehemalige (Heim)- Bewohnerinnen und 
Bewohner.
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die damaligen Heimeinrichtungen 
für ein Ordnungsdenken standen, das Jugendliche als Störfaktoren 
wahrnahm und äußerst repressive Seiten hatte. Obwohl rechtliche 
Regelungen ausdrücklich auf Erziehung abzielten, behielt die damalige 
Heimerziehung in der Praxis einen stark diskriminierenden und strafenden 
Charakter.
Stausrnummer 
215/5863/2624 
FinOr'7ai'4 Kfilri-Mi. le
Spenden / Bankverbindung 
Sparkasse KölnBonn
IBAN: 0777 3705 0198 1935 944B 17
□ IC: QOLSDE33XXX
Der Film ... die Idee
Hieraus entstand die Idee, ehemalige und aktuelle „Heimkinder“ 
zusammenzubringen und die Entwicklung der stationären Jugendhilfe 
aufzuzeigen.
Dabei wurde deutlich, dass sich Gefühle von Scham und Ohnmacht über 
die Jahrzehnte erhalten haben.
Dies wurde in dem Film „Wir sind doch keine Heimkinder“, der ebenfalls 
von Anke Bruns produziert wurde, als zentrales Thema übernommen und 
war anschließend die Gründungsidee für die gleichnamige Initiative der 
Graf Recke Stiftung.

(
Auf der entsprechenden Internetseite wurden sowohl der Film in
unterschiedlichen Schnittlängen als auch weiterführendes
Unterrichtsmaterial eingestellt. Diese Medien dienen als Unterrichts- und 
Ausbildungsmaterialien an allgemeinbildenden wie auch an Hochschulen 
und Berufskollegs.
In der Zusammenschau der Entwicklungen wurde deutlich, dass die 
Förderung der Partizipation ein wesentlicher Garant für die Verhinderung 
von diskriminierenden und strafenden Erziehungsmethoden sein kann.
Weiterentwicklung
Um eine von der Graf Recke Stiftung unabhängige Entfaltung zu 
ermöglichen, wurde von Anke Bruns, Simone Steinke und Rolf Emmerich 
der Verein „Die jungen Wohngemeinschaften# wir wachsen anders auf“ im 
Jahre 2021 gegründet.
Dieser Verein hat dann auch den Film und die Initiative der Graf Recke 
Stiftung übernommen und sich deren Weiterentwicklung zum Ziel gemacht.
I
Anlass für unsere Aktivität
In der Gesellschaft halten sich hartnäckig die Vorurteile, mit denen schon 
die Heimkinder in den sechziger Jahren konfrontiert wurden.
Kinder und Jugendliche aus Wohngruppen sind angeblich anstrengend, 
schwer erziehbar oder auch potentiell kriminell.
„Von Ihnen hält man sich besser fern. „
Die Folgen sind fatal: Kinder und Jugendliche in den heutigen 
Wohngruppen schämen sich zum Teil dafür, dass sie in Einrichtungen der 
Erziehungshilfe leben. Sie verschweigen diesen Teil ihres Lebens oft und 
verstecken so sich und ihre Identität. Gleiches gilt auch für ehemalige 
Heimkinder.
Auch sie schämen sich teilweise noch nach Jahrzehnten dafür, dass sie 
früher im Heim gelebt haben. Auch sie verschweigen dies. Vor dem 
gesetzlichen Hintergrund und Auftrag der §§ 1, 2, 3 SGB VIII ist es nach 
unserer Auffassung dringend erforderlich, die weiter bestehenden 
Vorurteile durch Aufklärung auszuräumen und die Kinder und Jugendlichen 
zugleich zu befähigen, offen über ihren Alltag in den Wohngruppen zu 
sprechen.
Schutz und Prävention
Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz vor physischer, 
psychischer und sexualisierter Gewalt (vergleiche auch Art. 34 UN-BRK, 
§1631 Abs. 2 BGB). Sie haben den Anspruch darauf, dass alle an ihrer 
Erziehung, Betreuung und Förderung Beteiligten zusammenarbeiten. Das 
Kindeswohl ist dabei das handlungsleitende Prinzip (vergleiche auch Art. 3, 
6,19 und 36 UN-BRK).
Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, in Obhut genommen zu 
werden und den Anspruch, dass unverzüglich eine Person ihres 
Vertrauens benachrichtigt wird (Paragraph 42 SGB VIII). Kinder und
Jugendliche haben das Recht auf eine bestmögliche
Gesundheitsversorgung und Prävention (vergleiche Art. 24 und 33 UN- 
BRK), einschließlich des Rechts auf eine freie Wahl von Ärzten/innen.
Gleichberechtigung
Mädchen und Jungen haben das Recht auf Gleichberechtigung.
Diskriminierung von Mädchen oder Jungen wegen ihres Geschlechts, ihrer

Hautfarbe, ihrer kulturellen und sexuellen Orientierung und ihrer 
körperlichen sowie seelischen Beeinträchtigung ist verboten (vergleiche 
Art. 2,23 UN-BRK sowie die UN-Konvention über die Rechte von 
Menschen mit Behinderungen)
(
Beschwerde
Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Beschwerde. Die
Einrichtung, in der sie leben, hat die Pflicht, geeignete
Beschwerdeverfahren zu entwickeln und anzuwenden. (§ 45 SGB VIII) 
Wird der Beschwerde in der Einrichtung intern nicht abgeholfen, haben 
Kinder und Jugendliche das Recht, sich an ihr Jugendamt und/oder an die 
für die Aufsicht zuständige Stelle zu wenden. Kinder und Jugendliche 
haben das Recht, dass ihnen die entsprechenden Ansprechpartnerinnen 
und Ansprechpartner in der Einrichtung, bei ihrem Jugendamt und in der 
für die Aufsicht zuständige Stelle bekannt gegeben werden.
Umsetzung in der Praxis
Vor diesem praktischen und rechtlichen Hintergrund werben wir auf 
vielfältige Weise für ein besseres Verständnis gegenüber den besonderen 
Problemen sogenannter Heimkinder.
Wir arbeiten gemeinsam in einem Netzwerk daran, die benannten 
Vorurteile abzubauen und zur selbstverständlichen Teilhabe der Kinder 
und Jugendlichen in allen Lebensbereichen beizutragen.
Der Verein arbeitet mit allen öffentlichen und privaten, konfessionellen, 
gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Organisationen ähnlicher 
Zielsetzung zusammen, wie auch mit Trägern aus dem Bereich der 
Erziehungshilfe, Jugendlichen, Jugendverwaltungen, Kultureinrichtungen 
und Stiftungen.
(
Die Vereinsmitglieder fördern alle Maßnahmen, die wirksame Hilfen auch 
in Einzelfällen beinhalten und dazu beitragen, Vorurteile gegenüber so 
genannten Heimkindern abzubauen und entsprechende Tabus zu brechen. 
Der Verein, “Die jungen Wohngemeinschaften e.V.” setzt immer wieder 
Impulse in die Trägerlandschaft hinein, um auch die Fachkräfte dort für das 
Thema zu sensibilisieren und unterstützt sie dabei, gemeinsam mit den 
Kindern und Jugendlichen in den Wohngruppen an dem Thema zu 
arbeiten.
Denn erst die Reflektionen über die eigene Situation fördert ihre Fähigkeit, 
die eigene Sprachlosigkeit zu überwinden und offen über die 
Lebensumstände in ihrem Alltag zu sprechen. Dadurch können sie selbst 
mit dazu beitragen, die seit Jahrzehnten vorherrschenden Vorurteile 
gegenüber so genannten Heimkindern auszuräumen und sich in der Folge 
auch für ihre Rechte einzusetzen.
Zudem werden so ideale Voraussetzungen für die Kinder und 
Jugendlichen geschaffen, sich aktiv an Initiativen der Träger
der stationären Jugendhilfe zu beteiligen und sich im Falle des Falles auch 
deutlich gegen Gewalt und Missbrauch in ihrem direkten Umfeld zu 
positionieren.

I ,
Dabei leistet unser Verein, wie weiter unten beschrieben, auch in 
Kooperation mit der Liga Düsseldorf einen wesentlichen Beitrag zur 
Förderung der Selbstwirksamkeit junger Menschen in der stationären 
Erziehungshilfe.
Der Verein informiert auf der Internetseite www.die jungen
Wohngemeinschaften laufend über die aktuellen Vereinsaktivitäten und 
pflegt zudem die Internetseite der Initiative, www.wir sind doch keine 
Heimkinder.de weiterhin.
(
Der gleichnamige Film wie auch umfangreiches Unterrichtsmaterial zu der 
Thematik wird kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Ein Angebot, das viele Schulen und Weiterbildungseinrichtungen nutzen.
Projekte und Kooperationen.
Kurz nach der Vereinsgründung hat der DJW e.V. sein erstes Kulturprojekt 
umgesetzt mit dem Titel „Lebensträume“ - ein Inklusives Theater-, 
Musikprojekt für Jugendliche zwischen zwölf und 22 Jahren, die in
unterschiedlichen 
aufwachsen.
Familienkonstellationen oder in Wohngruppen
Die Teilnehmerinnen kamen aus Düsseldorf und Köln. Sie haben sich in 
dem Projekt auf kreative und spielerische Art damit auseinandergesetzt, 
wo sie leben, wie sie leben und wie sie in Zukunft leben möchten. Ziel war 
es, das Leben in einer Wohngruppe selbstverständlich neben andere 
Lebensformen zu stellen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen.
Finanziert wurde das Projekt Lebensräume, unter anderem vom 
Jugendamt der Stadt Düsseldorf, von der Graf Recke Stiftung und von der 
Hans Günther Adelsstiftung. Kooperationspartner waren das Kölner 
Jugendzentrum Baui, das freie Werkstatt Theater und die Ferdinand 
Schule aus Düsseldorf.
( Verschiedene Medien haben über das Projekt berichtet. Im Dezember 
2022 gab es zwei Aufführungen: jeweils in Köln und in Düsseldorf. Im 
Anschluss an die beiden sehr gut besuchten Veranstaltungen haben die 
Theatermacherinnen und die Vereinsmitglieder intensiv mit dem Publikum 
diskutiert.
Parallel zu diesem Projekt haben Jugendliche und junge Erwachsene aus 
Wohngruppen eine Social Media Strategie für
den Verein entwickelt und einen Instagram Kanal aufgebaut. Dieser Kanal 
wird jetzt im zweiten Projekt weiterentwickelt.
Das zweite Kulturprojekt mit dem Titel "Vom Schatten ins Licht" startete im 
Sommer 2023 und Sommer 2024.. Die Kölner Filmemacherin und 
Künstlerin Lisa Glahn arbeitet darin mit Jugendlichen aus verschiedenen 
Wohngruppen aus Köln und dem Umland. In dem Kunst Video Sound 
Projekt geben die Jugendlichen einen Einblick in ihren Alltag und greifen 
Fragestellungen auf, die sie besonders bewegen. Unterstützt durch Social 
Media Aktivtivitäten der Jugendlichen auf Instagram und TikTok. Gefördert 
wird das Projekt von der RheinenergieStiftung Familie, der Kämpgen 
Stiftung, der Hans Günther Adels Stiftung und der Marga und Walter Boll 
Stiftung. Das Projekt ist insgesamt auf drei Jahre bis Mitte 2026 angelegt.

Im Juni 2024 wurden die ersten Ergebnisse im Kulturbunker in Köln 
Mülheim gezeigt. Während der Ausstellungstage wurden begleitende 
Informations- und Diskussionsveranstaltungen durchgeführt, die alle sehr 
gut besucht waren.
Am 24. Mai 2024 hat der Verein gemeinsam mit der Liga der
inWohlfahrtsverbände Düsseldorf eine Fachtagung zum Thema
(
Partizipation in der stationären Erziehungshilfe durchgeführt.
Der Vorstand vom Verein Die jungen Wohngemeinschaften gestaltete 
dabei gemeinsam mit Vertreterinnen der Liga das Programm und war aktiv 
an der Erstellung der gemeinsamen Erklärung der Liga zum Ausbau von 
Partizipationsstrukturen in Düsseldorfer Einrichtungen beteiligt. Weiterhin 
waren zwei junge Mitglieder unseres Vereins an der Durchführung von 
Workshops im Rahmen der Fachtagung aktiv.
Das Thema war: Wo wünschen sich Jugendliche in ihren Einrichtungen 
mehr Beteiligung und wo /wie ist das möglich? Die Idee dabei ist, die 
Jugendlichen zu ermutigen, selbstbewusst für ihre Interessen einzustehen 
und diese sowohl innerhalb wie auch außerhalb der stationären 
Erziehungshilfe zu artikulieren.Am 6. September 2024 hat sich der Verein 
und seine Projekte anlässlich der Hundertjahrfeier der Diakonie in Köln mit 
einer Präsentation aus dem laufemnden Projekt vorgestellt und mit dem 
Fachpublikum diskutiert.
Aktuell kooperiert der Verein mit dem Kinder und Jugenddorf Sankt 
Heribert in Leichlingen mit dem Ziel, ein weiteres Filmprojekt in 
Zusammenarbeit mit dem dortigen Kinder- und Jugendrat zu entwickeln.
In naher Zukunft wird der Verein aktiv mit Schulen Kontakt aufnehmen und 
ihnen anbieten, gemeinsam mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen
aus der Erziehungshilfe Unterrichtseinheiten durchzuführen und
unabhängig davon seine Social Media Aktivitäten intensivieren.
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Zudem erarbeitet der Verein ein Unterstützungsangebot für Careleaver.
Die Erfahrung zeigt, dass junge Erwachsene, die die stationäre 
Erziehungshilfe verlassen, bei der Wohnungs - und Jobsuche auf 
zahlreiche Hürden treffen. Ein Grund dafür ist, dass sie auch hier auf ihrem 
Weg immer wieder mit den bereits erwähnten Vorurteilen konfrontiert 
werden. Wenn dann noch Auseinandersetzungen mit den Eltern oder 
Behörden zum Beispiel über die finanzielle Unterstützung dazukommen, 
verfestigen sich schnell wieder Krisen.
Hier möchte der Verein ein Beratungsnetzwerk aufbauen, Einzelfallhilfen 
leisten und durch seine Vermittlungsarbeit für ein besseres vorurteilsfreies 
Verständnis sorgen.

Beschlussvorlage Ausschuss

6336 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/510/62 
 
Vorlagen-Nummer 
 0495/2026 
Freigabedatum 26.02.2026 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII; hier: "Die jungen 
Wohngemeinschaften # wir wachsen anders auf e.V."  
Beschlussorgan 
Jugendhilfeausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Jugendhilfeausschuss – Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie - beschließt, den Trä-
ger „Die jungen Wohngemeinschaften # wir wachsen anders auf e.V.“, Geschäftsanschrift: 
Follerstr. 95-97, 50676 Köln, als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 Abs. 2 SGB VIII 
anzuerkennen. 
 
 
Jugendhilfeausschuss 05.05.2026

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Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
 
„Die jungen Wohngemeinschaften # wir wachsen anders auf e.V.“ (DjW), Geschäftsanschrift: 
Follerstr. 95-97, 50676 Köln, wurde am 25.03.2021 gegründet und mit Sitz in Köln am 
27.08.2021 beim Amtsgericht Köln unter VR-Nr. 20886 eingetragen. 
 
Der Verein beantragt die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe. 
Im Zuge der Anerkennungsprüfung wurde der Verein am 14.11.2025 im Rahmen eines Vor-
Ort-Besuchs aufgesucht. Es fand ein ausführliches Gespräch mit dem Vorstand statt; die ein-
gereichten Unterlagen wurden dabei eingehend gesichtet. 
 
Tätigkeitsprofil und Zuordnung zur Jugendhilfe 
Die Satzung (§ 3) ordnet die Tätigkeit des Vereins eindeutig dem Gebiet der Jugendhilfe zu. 
Zweck ist die Sichtbarmachung und Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von Kindern 
und Jugendlichen in stationären Erziehungshilfen, die Aufklärung über deren Lebensrealität 
sowie der Abbau von Vorurteilen gegenüber sogenannten „Heimkindern“. Dies erfolgt insbe-
sondere durch 
- die Förderung von Projekten, die jungen Menschen in Wohngruppen eine Stimme ge-
ben und ihre Selbstwirksamkeit stärken, 
- Kooperationen mit Trägern der stationären Jugendhilfe, Schulen und Jugendämtern, 
- kulturelle, medienpädagogische und partizipative Angebote sowie 
- Beratung und Unterstützung von Einrichtungen mit entsprechender Zielsetzung. 
 
Diese Ziele entsprechen inhaltlich und formal den Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ge-
mäß § 1 SGB VIII: Sie fördern junge Menschen in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen 
und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten und tragen zur Verbesserung ihrer Lebensbedin-
gungen bei. 
 
Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) hat der Gesetzgeber die Bedeutung von 
Beteiligung, Beschwerdemöglichkeiten und Selbstvertretung junger Menschen nochmals aus-
drücklich hervorgehoben und normativ gestärkt. Vor diesem Hintergrund fügt sich das Profil 
des Vereins, der Partizipation und Empowerment von Kindern und Jugendlichen in der statio-
nären Erziehungshilfe in den Mittelpunkt stellt, in besonderer Weise in die aktuelle fachliche 
und rechtliche Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe ein. 
 
Nachweis praktischer Umsetzung 
Die Umsetzung erfolgt seit mehreren Jahren durch konkret geförderte Vorhaben, u. a.: 
- „Simone wächst anders auf“ (theaterpädagogisches Projekt, 2021–2023), 
- „LebensTräume“ (Theater- und Musikprojekt mit Jugendlichen aus stationären Wohn-
gruppen, 2022), 
- Fachtagung „Partizipation in der Erziehungshilfe“ (in Kooperation mit der Liga der 
Wohlfahrtsverbände Düsseldorf, 2024), 
- „Vom Schatten ins Licht“ (künstlerisches Beteiligungsprojekt in Einrichtungen der Ju-
gendhilfe, 2023–2025), 
- „HeimkindDigga“ (digitale Beteiligungsplattform zur Selbstrepräsentation junger Men-
schen in stationären Hilfen).

3 
Diese Angebote fördern Teilhabe, Partizipation und Selbstvertretung und sind damit nachprüf-
bar dem Feld der Jugendhilfe zuzuordnen. 
 
Kooperation und Vernetzung 
Die nachhaltige Einbindung in die Jugendhilfestrukturen zeigt sich in der partnerschaftlichen 
Zusammenarbeit u. a. mit: 
- Jugendamt der Stadt Düsseldorf, 
- Liga der Wohlfahrtsverbände Düsseldorf, 
- Graf Recke Stiftung, 
- Diakonie Michaelshoven, 
- Kinderdorf St. Heribert, Leichlingen, 
- Jugendhilfe St. Josef, Köln-Dünnwald. 
 
Diese Kooperationen belegen die Bereitschaft und Fähigkeit zum Zusammenwirken gemäß § 
4 Abs. 1 SGB VIII. 
 
Einordnung des Leistungsspektrums 
Der Verein agiert im Bereich der Jugendbildung, Prävention und Partizipationsförderung. Er ist 
bisher nicht als Leistungserbringer der Einzelfallhilfe (Erziehungshilfe/Eingliederungshilfe) im 
Sinne der §§ 27 ff. bzw. 35a SGB VIII tätig. 
Der Verein wurde vom Finanzamt Köln – Mitte als gemeinnützig anerkannt. Ein Freistellungs-
bescheid zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer vom 15.11.2024 liegt vor.  
 
Den Vereinsvorstand bilden: 
- Anke Bruns, 
- Rolf Emmerich. 
- Simone Steinke. 
 
Der Verwaltung liegen keine Erkenntnisse über die handlungsbevollmächtigten Personen vor, 
die einer Anerkennung des DjW als Träger der freien Jugendhilfe entgegenstehen. 
 
„Die jungen Wohngemeinschaften # wir wachsen anders auf e.V.“ leistet einen nicht unwe-
sentlichen qualitativen Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe im Sinne des § 1 
SGB VIII. Er trägt maßgeblich zur Förderung von Partizipation, Selbstwirksamkeit und gesell-
schaftlicher Integration junger Menschen in stationären Hilfekontexten bei und greift damit 
zentrale Anliegen des KJSG zur Stärkung der Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten junger 
Menschen auf. 
 
Die personellen, fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen sowie die dokumentierte 
Kooperation mit öffentlichen und freien Trägern sind gegeben und rechtfertigen die Anerken-
nung nach § 75 SGB VIII – unter der klaren fachlichen Zuordnung zum Bereich Jugendbil-
dung/Prävention und der Feststellung, dass der Verein derzeit keine Einzelfallhilfe im Sinne 
der Leistungsparagraphen erbringt. 
 
„Die jungen Wohngemeinschaften # wir wachsen anders auf e.V.“ ist nachweislich seit mehr 
als drei Jahren auf dem Gebiet der Jugendhilfe tätig und erfüllt sämtliche Voraussetzungen 
zur Anerkennung gemäß § 75 SGB VIII. 
Der Verein ist gemäß § 75 Absatz 2 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe anzuerkennen. 
 
 
Anlagen: 
Die Satzung, die Selbstdarstellung, die Zielsetzung und das Kinderschutzkonzept sind als An-
lagen 1-4 in Session unter Nr. 0495/2026 hinterlegt.

Beratungsverlauf (1)

05.05.2026 Jugendhilfeausschuss
TOP 2.1.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0495/2026
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
26.02.2026
Erstellt
20.02.2026 12:55