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KDigital 4/2024

Sachstand zum Breitband- und Digitalisierungsinfrastrukturausbau im Kreis Heinsberg

Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung 19.04.2024

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Nächste Beratung: Kommission für Digitalisierung, Sitzung am 19.04.2024, TOP 6.

Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung (Sachstand zum Breitband- und Digitalisierungsinfrastrukturausbau im Kreis Heinsberg)

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Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung (Sachstand zum Breitband- und Digitalisierungsinfrastrukturausbau im Kreis Heinsberg)

5929 Zeichen

Seite 1 von 3 
Sitzungsvorlage Kommission 
Digitalisierung 
- öffentlich - 
KDigital 4/2024 
Dezernat 
Regionalplanung, 
Braunkohlenplanung, 
Geschäftsstelle 
Ansprechperson Herr Michael Eßer 
Telefon 02452/13-1823 
BEZIRKSREGIERUNG 
Köln 
 
 
Datum 28.03.2024 
 
Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion 
Kommission für Digitalisierung 19.04.2024 6. zur Kenntnis 
 
TOP: 
Sachstand zum Breitband- und Digitalisierungsinfrastrukturausbau im Kreis Heinsberg 
 
Beschlussvorschlag: 
Die Kommission für Digitalisierung des Regionalrates nimmt den Bericht zur Kenntnis. 
 
 
Erläuterungen: 
Status-quo im Kreis Heinsberg: 
Die derzeitige Versorgungslage im Kreis HS lässt sich wie folgt in Zahlen fassen: 
- Anzahl aller Adresspunkte: 92.214 (Datenquelle: GlasfaserAtlas.NRW, Stand Juni 2023) 
o 64,82% / 59.769 davon über Glasfaser versorgt 
o 11,67% / 10.760 davon für den Ausbau angekündigt 
▪ für weitere 12.450 Adressen ist seitens verschiedener TKU bereits Interesse 
geäußert worden, sodass dieser Anteil größer ist!  
o 23,51% / 21.685 davon verfügen über Potenzial ausgebaut zu werden 
- sowohl eigenwirtschaftlicher als auch geförderter Ausbau finden zurzeit im Kreis HS statt

Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung KDigital 4/2024 Seite 2 von 3 
 
 
Wie kam es dazu, dass der Kreis Heinsberg frühzeitig über eine hohe Glasfaser-Quote im Vergleich 
zu anderen ländlich geprägten Kreisen verfügt: 
Bereits seit 2008 haben sich die Kreis-Wirtschaftsförderung, regionale Versorgungsunternehmen 
und einige Netzbetreiber mit dem Infrastrukturausbau beschäftigt. 
Der Kreis Heinsberg hat der WFG den Auftrag erteilt, Vorbereitungen für die mögliche Gründung 
einer eigenen Breitband-Infrastrukturgesellschaft zu treffen: Erstellung eines Masterplans, Nutzung 
von Synergien durch aktives Leerohrmanagement, Schaffung von Anschlussinseln und Eingehen 
von Partnerschaften mit Providern. 
 
In Kooperationsgesprächen konnte 2012 ein privatwirtschaftlicher Anbieter identifiziert werden, der 
ein komplettes Glasfaser-Netz bauen wollte. Mit Beginn des Engagements der Deutschen Glasfaser 
Holding GmbH konnten von den Kommunen eingereichte Förderprojekte, um stark unterversorgte 
Wohnlagen auf über 2 Mbit/s Übertragungsrate zu verbessern, zurückgezogen werden. Die kreis -
angehörigen Kommunen wurden nach und nach in Projekte (= Ortslagen, die von einem PoP aus 
versorgt werden) aufgeteilt. Wesentliche Voraussetzung für den Ausbau nach dem FttH-Konzept 
war und ist das Erreichen einer bestimmten Vorvertragsquote. 
Bis Mitte 2019 wurden 159 Ortschaften (98 Nachfragebündelungen) ausgebaut und rund 59.500 
FttH-Anschlüsse realisiert. 
 
Bundes-Förderprogramm Breitband – auch ein Thema im Kreis Heinsberg: 
Nachdem die Dynamik im Glasfaser-Ausbau der Deutschen Glasfaser ab 2018/2019 allmählich 
langsamer wurde, hat der Kreis Heinsberg Anfang September 2019 einen Antrag auf Gewährung 
einer Zuwendung zur Deckung einer Wirtschaftlichkeitslücke nach 3.1 der Richtlinie zur Förderung 
des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland in der Fassung vom 22. Oktober 2015 
gestellt. Im Rahmen dieses geförderten Breitband-Ausbaus werden die letzten „Weißen Flecken“ 
und die letzten, noch nicht ans Glasfaser-Netz angebundenen Schulstandorte gigabitfähig erschlos-

Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung KDigital 4/2024 Seite 3 von 3 
sen. Nach Abschluss des Förderprojektes haben alle Adresspunkte im Kreis Heinsberg eine Versor-
gung von mind. 30 Mbit/s. 
 
Kennzahlen des Förderprojektes (nach Integration der Vortrieb- und Upgrade-Möglichkeiten): 
- Wirtschaftlichkeitslücke: 34,73 Mio. € 
- Anzahl der Adresspunkt: 1.752 
- Voraussichtliches Projektende: Q4 2024 (baulich), Q2 2025 (administrativ)  
- Besonderheit: Nach Projektende sind alle Schulstandorte, zusammenhängende Gewerbe -
gebiete und (fast) alle peripheren Einzellagen an der Glasfaser-Infrastruktur angeschlossen  
 
Derzeitiger Glasfaser-Ausbau im Kreis HS und Blick in die kurzfristige Zukunft: 
10.760 Adresspunkte befinden sich derzeit durch die Deutsche Glasfaser und die Deutsche Telekom 
bzw. GlasfaserPlus im Ausbau. Bei weiteren 12.450 Adressen befindet sich der Kreis HS in sehr 
guten Abstimmungsgesprächen mit den o.g. TKU sowie den weiteren Marktakteuren Deutsche Gi -
gaNetz und Unsere Grüne Glasfaser. Sofern dies alles – wie angekündigt – in den nächsten zwei 
Jahren baulich umgesetzt ist, verfügt der Kreis Heinsberg Mitte 2026 über eine Versorgungsquote 
von mind. 90%.  
Die vom Kompetenzzentrum Gigabit.NRW im Rahmen einer Clusteranalyse für ganz NRW berech-
neten Potenzialflächen (Cluster mit mind. 50, 100 oder 200 Adressen) können online abgerufen 
werden unter: https://www.gigabit.nrw.de/breitbandausbau-in-nrw/karte-clusteranalyse.html 
Die dort gezeigten Potenzialflächen sind auch den im Kreis HS aktiven TKU bekannt und Grundlage 
aller Austauschgespräche. 
 
Zusammenfassung / Thesen / Aufgaben im Kreis HS: 
- 2024 ist für die Städte Heinsberg, Hückelhoven und Erkelenz ein entscheidendes Jahr, um 
das NRW-Ziel 2025 [flächendeckende Glasfaser-Verfügbarkeit] nicht nur zu wollen, sondern 
auch zu bekommen! 
- Weichen durch angekündigte NFB und eigenwirtschaftlichen Ausbau auf Kurs Gigabitkreis 
Heinsberg stellen  Gigabitkreis Heinsberg 2025 im Punkt Ausbauankündigung möglich! 
- weiteres Förderprojekt zäh, zeitintensiv, langwierig und teuer (20% Eigenanteile!) 
- öffentlich zugängliche Datengrundlage wird niemals eine 100%-Versorgung für den Kreis HS 
ausweisen 
o NATO Air Base GK mit ca. 200 Adressen wird aller Voraussicht nach nicht durch ein 
TKU mit einer Glasfaser-Leitung versorgt werden können, die Adressen werden je -
doch in der Gesamtzahl der kreisweiten Adressen berücksichtigt (vgl. Bundeswehr -
standorte in anderen Kreisen). 
o Sofern die TKU ihr Versorgungsgebiete in Polygonen melden und diese Angaben auf 
Adresspunkte übertragen werden, wird es am Polygonrand zu Fehlern kommen.

Beratungsverlauf (1)

19.04.2024 Kommission für Digitalisierung
TOP 6.
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Details

Aktenzeichen
KDigital 4/2024
Typ
Sitzungsvorlage Kommission Digitalisierung
Datum
19.04.2024
Erstellt
28.03.2024 13:46