2648/2025
Bürgereingabe nach § 24 GO – Antrag auf Platzbenennung nach Marlis Bredehorst im Severinsviertel - Az: 32/25
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Anlage 4 Gutachten Bredehorst Marlis
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Marlies Bredehorst Im Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv befindet sich die Personalakte von Marlies Bredehorst (HAStK-RBA Best. 438B A 236). Sie wurde für dieses Gutachten eingesehen. Auch in den Akten des Sozialdezernates aus den Jahren 2003 bis 2010, die sich im Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv befinden, sind möglicherweise Informationen zu Marlies Bredehorst vorhanden. Diese wurden nicht eingesehen. Im Internet finden sich diverse Nachrufe auf Marlies Bredehorst, von denen ein Teil auf einer eigenen Seite (https://bredehorst.de/) gebündelt ist. Außerdem gibt es einen Wikipediaartikel und diverse Medienberichte vor allem zum Tod und zum Familienleben von Marlies Bredehorst. Auf der Seite des Kölner Frauengeschichtsvereins sind eine ausführlicher Nachruf und ein Video zu einem Interview mit Marlies Bredehorst vorhanden (https://frauengeschichtsverein.de/tag/marlis-bredehorst/). Marlies Bredehorst wurde 1956 geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg Rechtswissenschaften und erwarb in diesem Bereich das erste und das zweite Staatsexamen. Außerdem studierte sie Sozialpädagogik und Soziologie. Dieses Studium schloss sie mit einem Diplom in Soziologie ab. Von 1995 bis 1998 war sie Geschäftsführerin der Landesunfallkasse Freie und Hansestadt Hamburg, von 1998 bis 2003 Direktorin und Geschäftsführerin der Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes. 2003 bis 2010 war Marlis Bredehorst Beigeordnete der Stadt Köln. Sie leitete das Dezernat für Soziales, Gesundheit, Integration und Umwelt. Sie war die erste Beigeordnete der Grünen in Köln. Sie rief die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule, Transgender ins Leben. 2010 wurde Marlies Bredehorst als Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen berufen. Diese Tätigkeit beendete sie 2013. Laut einem Bericht der Rheinischen Post vom 19.12.2013 (https://rp-online.de/politik/deutschland/nrw-barbara-steffens- entlaesst-staatssekretaerin-marlis-bredehorst_aid-14457933) wurde sie von der Gesundheitsministerin Barbara Steffens entlassen, die ein gestörtes Vertrauensverhältnis als Grund angab. 2003 trat Marlies Bredehorst der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei. 2014 bis 2016 war sie Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Köln. Marlies Bredehorst war seit 2019 Ehrenmitglied im Verein rubicon e. V, der sich für Beratung und Vernetzung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queer lebende Menschen und Gruppen einsetzt. Seit 2017 war Marlies Bredehorst nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 1984 war Marlies Bredehorst Mitorganisatorin der Norddeutschen Frauenmusikwochen. Marlies Bredehorst war seit 2017 mit einer evangelischen Pfarrerin verheiratet und hatte mit ihr zwei Kinder. Ihre Beziehung machte sie früh öffentlich. 2007 nannte Marlies Bredehorst bei einer Bürgeranhörung zum Bau der Moschee in Köln-Ehrenfeld den Holocaust einen „Ausrutscher“. Beobachter nahmen es so war, dass es sich nicht um eine vorsätzliche und überlegte Verharmlosung des Holocausts, sondern um eine unbedachte, spontane Äußerung handelte. Im Nachhinein drückte Marlies Bredehorst ihr Bedauern über die verharmlosende Äußerung aus. (https://www.welt.de/politik/article910429/Gruene-bezeichnet- Holocaust-als-Ausrutscher.html https://www.spiegel.de/politik/deutschland/moscheebau-koeln-gruenen-dezernentin- nennt-holocaust-ausrutscher-a-485994.html) 2020 starb Marlies Bredehorst. Nach Abwägung aller vorliegenden Informationen vertritt das Historische Archiv mit Rheinischem Bildarchiv die Ansicht, dass nach Marlies Bredehorst eine Straße in Köln benannt werden kann.
Anlage 3 Skizzierung der vorgeschlagenen Fläche
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Skizzierung der vorgeschlagenen Fläche
Anlage 1 Bürgereingabe anonymisiert
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Anlage 1: Bürgereingabe anonymisiert Stadt Köln Geschäftsstelle für Anregungen, Beschwerden, Herrn Ulrich Höver Bezirksvertretung Innenstadt Herrn Bezirksbürgermeister Hupke Anregung nach § 24 Gemeindeordnung Platzbenennung Marlis Bredehorst im Sverinsviertel Köln 08.04.2025 Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Höver und Hupke Die Bezirksvertretung Innenstadt benennt den freien Platz vor dem Kartäuser Wall 7- 13 und der eigentlichen Straße Kartäuser Wall nach Marlis Bredehorst. Die dem Antrag beigefügte Zeichnung skizziert den neuen "Marlis-Bredehorst- Platz" in der Kölner Südstadt. Begründung: Zum fünften Jahrestag von Marlis Bredehorst * 03.September 1956 in Hamburg und t am 11.Oktober 2020 in Köln soll nach ihr ein Platz benannt werden. Da sie und ihre Partnerin Eli Wolf viele Jahre mit ihren Kindern in der Südstadt lebten, bietet sich ein Ort in diesem Stadtviertel an. In Höhe des Kartäuser Walls 7-13 nahe der Severinstorburg gibt es eine kleine Fläche, die zu einem neuen Platz gewidmet werden kann. Der Zugang zum Haus 7-13 befindet sich westlich der Platzfläche, so dass keine Umbenennung stattfindet, sondern eine Neubenennung. Es werden keine Anwohnerinnen und Anwohner durch diese Platzbenennung beeinträchtigt. Den nördlichen Rand des Platzes bildet das heutige vorhandene Baumbeet zum Kartäuser Wall, östlich die Fahrradstellplätze, südlich bleibt ein Gehweg frei und westlich bildet die Zufahrt zu den Hauseingängen die Platzgrenze. Der Platz liegt im Lebensumfeld von Marlis Bredehorst und ihrer Familie. Er spiegelt einen wichtigen Teil ihrer gesellschaftspolitischen Aktivitäten. So liegt nur wenige Schritte entfernt das Kat 18. Hier befand sich von 1994 bis 2003 das SCHULZ, das Kölner Schwulen- und Lesbenzentrum. Marlis Bredehorst Einsatz für die LSBTIQ Community war herausragend. Es lag ihr daran, die Tradition des SCHULZ fortzusetzen. .Ein solches Haus ist wichtig«, so die Kölner Sozialdezernentin Marlis Bredehorst, „denn in dieser Stadt ist die Akzeptanz von Lesben und Schwulen nach wie vor nicht uneingeschränkt.« " (Stadtrevue 1/2004). Die LSBT-Tradition ließ sich nicht fortsetzen, der Vielfaltsgedanke jedoch blieb erhalten. Mit der Entstehung des Kunsthauses KAT 18, benannt nach seiner Lage am Kartäuser Wall 18, entstand ein soziokultureller Ort mit inklusiver Begegnungsstätte. Als Vorsitzende von Inklusion und Kultur e.V. war Marlis Bredehorst maßgeblich am Kunsthaus Kat 18 beteiligt. Der vorgesehene Platz befindet sich in der Nähe des Campus Kartause, der als das neue Haus der Bildung der evangelischen Kirche Köln in Südstadt entsteht. Auch hier gibt es eine Verknüpfung zwischen Ort und Engagement. Marlis Bredehorst war viele Jahre lang in der Evangelischen Kirche aktiv. Sie war unter anderem Mitglied im Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Köln. Sie vertrat sie ihre Gemeinde als Delegierte in der Verbandsvertretung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Im Januar 2017 wurde Marlis Bredehorst als nebenamtliches Mitglied in die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland gewählt. Marlis Bredehorst, Juristin, Dipl. Soziologin, war eine feministische, offen lesbische Politikerin, Verwaltungsfachfrau, Musikerliebhaberin. In Köln hat sie viele Spuren hinterlassen. 2003 wählte der Rat der Stadt Köln Marlis Bredehorst zur Beigeordneten. Sieben Jahre leitete sie das Dezernat für Soziales, Gesundheit, Integration und Umwelt. Als starke Streiterin für soziale Politik und Frauenrechte engagierte sich für zahlreiche Kölner Frauenprojekte (u.a. Frauen gegen Erwerbslosigkeit) und setzte sich für LSBT Projekte wie das rubicon und das bundesweit erste lesbisch-schwule Wohnprojekt villa anders ein. Ihre Verpartnerung mit der protestantischen Pfarrerin Eli Wolf und die gemeinsame Entscheidung zur Gründung einer Regenbogenfamilie waren vorbildlich für Diversität und den Kampf um gleiche Rechte. Marlis Bredehorst setzte sich früh und sehr engagiert für die "Ehe für alle" ein. "Es hat sich was geändert", sagte sie zuletzt. "Es macht mich stolz, dass meine Frau und ich und unsere Kinder Teil davon sind." (Quelle Pressemitteilung der Stadt Köln). Marlis Bredehorst hat, wie es Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihrem Nachruf ausdrückt, die Fenster weit aufgestoßen. Sie hat die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben. Schwule und Transgender initiiert, die Stelle eines Behindertenbeauftragten geschaffen, den Runden Tisch für Flüchtlingsfragen eingerichtet und unter Beteiligung von rund 300 Fachpolitiker'innen und Vertreterinnen von Religionsgemeinschaften und Trägern der freien Wohlfahrtspflege das Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschafterarbeitet. (Quelle: https://www.stadtrevue.de/artikel-archiv/artikelarchiv/06739-die-fenster-weit- aufgestossen/) Es wird hiermit beantragt, den zentral gelegenen Platz wie den oben vorgeschlagenen nach dieser außerordentlichen Kämpferin für soziale Gerechtigkeit, für Inklusion, Frauenrechte und Gleichberechtigung von LSBTIQ zu benennen.
Anlage 2 Antrag anonymisiert
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Anlage 2: Antrag anonymisiert Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Vorsitzende der StadtAG Queerpolitik Stadt Köln, Geschäftsstelle StadtAG Queerpolitik Fachstelle LSBTI im Amt für Integration und Vielfalt GeSChäftSFÜHRUNG Köln, 13. Mai 2025 Antrag zur Neubenennung "Marlis-Bredehorst-Platz" Zur Sitzung am 23.05.2025 Beschluss Die StadtAG Queerpoltik mit ihren Vertreterinnen aus unterschiedlichen Vereinen, Strukturen und Initiativen der vielfältigen queeren Community in Köln unterstützt die Bürger*inneneingabe, mit Bestätigungsdatum vom 9.4.25, an die Bezirksvertretung Innenstadt, den freien Platz vor dem Kartäuserwall 7-13 nach Marlis Bredehorst zu benennen ausdrücklich und empfiehlt der BV1, die Benennung zeitnah umzusetzen. Begründung Zum fünften Jahrestag von Marlis Bredehorst, * 03. September 1956 in Hamburg und t am 11. Oktober 2020 in Köln, soll nach ihr ein Platz in der Kölner Südstadt benannt werden in Nähe ihres Wohnorts und des ehemaligen SCHULZ, dem Kölner Schwulen- und Lesbenzentrum. Der Platz spiegelt einen wichtigen Teil ihrer familiären und gesellschaftspolitischen Aktivitäten. Marlis Bredehorst, Juristin, Diplom-Soziologin, war eine feministische, offen lesbische Politikerin und Verwaltungsfachfrau. In Köln hat sie viele Spuren hinterlassen. 2003 wählte der Rat der Stadt Köln Marlis Bredehorst zur Beigeordneten. Sieben Jahre leitete sie das Dezernat für Soziales, Gesundheit, Integration und Umwelt. Als starke Streiterin für soziale Politik und Frauenrechte engagierte sie sich für zahlreiche Kölner Frauenprojekte (u.a. Frauen gegen Erwerbslosigkeit) und setzte sich für LSBT- Projekte wie das rubicon und das bundesweit erste lesbisch-schwule Wohnprojekt Villa anders ein. Ihre Verpartnerung mit der protestantischen Pfarrerin Eli Wolf und die gemeinsame Entscheidung zur Gründung einer Regenbogenfamilie waren vorbildlich für Diversität und den Kampf um gleiche Rechte. Marlis Bredehorst setzte sich früh und sehr engagiert für die "Ehe für alle“ ein. "Es hat sich was geändert", sagte sie zuletzt. "Es macht mich stolz, dass meine Frau und ich und unsere Kinder Teil davon sind." (Quelle Pressemitteilung der Stadt Köln). GeSChäftSFÜHRUNG Marlis Bredehorst hat, wie es Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihrem Nachruf ausdrückt, die Fenster weit aufgestoßen. Sie hat die Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender initiiert, die Stelle eines Behindertenbeauftragten geschaffen, den Runden Tisch für Flüchtlingsfragen eingerichtet und unter Beteiligung von rund 300 Fachpolitiker*innen und Vertreterinnen von Religionsgemeinschaften und Trägern der freien Wohlfahrtspflege das Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft erarbeitet. (Quelle: https://www.stadtrevue.de/artikel- archiv/artikelarchiv/06739-die-fenster-weit-aufqestossen/I Mit diesem Antrag unterstützt die Stadt AG Queerpolitik den der Bezirksvertretung Innenstadt vorliegenden Antrag ausdrücklich, den zentral gelegenen Platz nach Marlis Bredehorst zu benennen und sie als außerordentliche Kämpferin für soziale Gerechtigkeit, Inklusion, Frauenrechte und Gleichberechtigung von LSBTIQ zu würdigen. Antragstellern
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): In der Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln sowie in den Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung nicht vorgesehen. Kontakt OB/1 Büro der Oberbürgermeisterin OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 25044 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Anlage Plan
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AnlageN Marlis-Bredehorst-Straße
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Dezernat, Dienststelle VIII/23/235/1 Vorlagen-Nummer 2648/2025 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO – Antrag auf Platzbenennung nach Marlis Bredehorst im Severinsviertel - Az: 32/25 Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt den Petent*innen für die Bürgereingabe nach § 24 GO. Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zu dem Vorschlag der Petent*innen zur Kenntnis und beschließt, das ca. 30 Meter lange Teilstück der Straße Kartäuserhof in der Neustadt/Süd in Marlis-Bredehorst-Straße umzubenennen. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.09.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Unter TOP 3.3 der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik vom 23.05.2025 wurde ein Antrag auf Basis einer Bürgereingabe behandelt, in dem beantragt wurde, den freien Platz vor dem Kartäuserwall 7 - 13 nach Marlis Bredehorst zu benennen. Beide Anträge sowie eine Skizzierung der vorgeschlagenen Fläche sind als Anlage beigefügt. Stellungnahme der Verwaltung: Marlis Bredehorst wurde am 03.09.1956 in Hamburg geboren und verstarb am 11.10.2020 in Köln. Sie war eine feministische, offen lesbische Politikerin und Verwaltungsfachfrau. 2003 wurde sie vom Rat der Stadt Köln zur Beigeordneten gewählt und leitete sieben Jahre das De- zernat für Soziales, Gesundheit, Integration und Umwelt. Sie engagierte sich für zahlreiche Kölner Frauenprojekte und setzte sich für LSBT-Projekte ein. Nach den Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen (nachfolgend RL genannt) kann eine Benennung nach Personen nur erfolgen, wenn deren Geschichtsbild abgeklärt ist (Punkt 3.2.4 der RL). Die Geschichtsprüfung ist erfolgt. Das posi- tive Gutachten ist als Anlage beigefügt. Eine Ortsbesichtigung der im Antrag vorgeschlagenen Fläche hat stattgefunden. Hierbei wurde festgestellt, dass die Fläche, wie in Anlage 3 skizziert, nicht benannt werden kann. Es handelt sich um Straßenbegleitgrün, das nach der RL nicht benannt wird (Punkt 1.2 und 1.3 der RL). In unmittelbarer Umgebung der Fläche befindet sich die Straße Kartäuserhof. Auf dem ca. 30 Meter langen Teilstück zwischen dem Kartäuserwall und dem Sachsenring zwischen Haus- nummer 2-4 und 6 gibt es keine Anlieger*innen, sodass bei einer Umbenennung keine unzu- mutbaren Unannehmlichkeiten für Bürger*innen oder Firmen entstehen. Eine Umbenennung des Teils der Straße Kartäuserhof widerspricht nach Ansicht der Verwaltung dem Punkt 4.1 der RL demnach nicht, ist aber dennoch nicht zwingend erforderlich. Anlagen Anlage 1: Bürgereingabe anonymisiert Anlage 2: Antrag anonymisiert Anlage 3: Skizzierung der vorgeschlagenen Fläche Anlage 4: Gutachten zu Marlis Bredehorst Anlage 5: Benennungsplan
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungOrte (4)
- Brückenstraße 5
- Sachsenring
- Kartäuserwall 7
- Kartäuserhof
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 2648/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 27.08.2025
- Erstellt
- 26.08.2025 09:27