AN/0896/2019
Instandhaltung des Nordfriedhofs
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Antrag nach § 3 (SPD BV5)
3528 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister Bernd Schößler Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: 17.06.2019 AN/0896/2019 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 5 (Nippes) Instandhaltung des Nordfriedhofs - Antrag der SPD - Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Die Bezirksvertretung Nippes möge beschließen: 1. Die Bezirksvertretung Nippes bittet die Verwaltung dafür Sorge zu tragen, dass der Nordfried- hof wieder in der Art gepflegt wird, dass sein Erscheinungsbild wieder einem Ort der Ruhe und Besinnung entspricht. 2. Die Verwaltung wird gebeten, nur über solche Friedhofsflächen mit den Bürgern zu debattieren und dafür Vorschläge aufzunehmen, die nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu aktuell genutz- ten Grabfeldern liegen. Begründung: Der Nordfriedhof befindet sich momentan nicht in einem Zustand, der der Würde des Ortes ent- spricht. Als Ergebnis des letzten trockenen Sommers stehen überall Kolonnen vertrockneter brau- ner Pflanzen herum, die im letzten Jahr nicht gewässert wurden. Ein Baumschnitt wurde nur nach- lässig oder gar nicht vorgenommen, sodass Alleen nicht die Wirkung erzielen, die bei der Anlage einmal erwünscht war. Aus Baumscheiben wurde ein Mahnmal, ein Ruhepunkt, oder was immer - 2 - es darstellen soll errichtet, das mit einem Ort der Besinnung nichts mehr zu tun hat. Es wirkt eher wie eine Altholzdeponie oder ein Scheiterhaufen. In unserem Fall ein gescheiterter Haufen denn hier sollen die Trauernden verweilen und Platz nehmen können. Dabei ist das Material an vielen Stellen harzendes Nadelholz. Da fragt man sich, ob die Verwaltung mit den chemischen Textilrei- nigungen des Stadtbezirks einen Kooperationsvertrag abgeschlossen hat. Schon jetzt werden gedankenverlorene Trauernde von Radlern zur Seite geklingelt und von hek- tisch mit den Stöcken agierenden Nordic Walkerinnen aufgeschreckt. Kinder bemalen die Wege und Mütter halten in unmittelbarer Nähe der Trauerhalle ein Picknick ab. Es sollte nicht so weit kommen dürfen wie auf einem anderen Kölner Friedhof, wo in der Nähe des Ostemann Grabes die trauernden Angehörigen regelmäßig durch das Absingen kölschen Liedgutes aufgeschreckt wer- den. Das geschieht zudem in einem gewerblichen Rahmen. Wir sind wohl kaum noch weit davon entfernt, dass die Wolters Bimmelbahn, die wir bereits von anderen Friedhöfen und der Innenstadt kennen, jetzt auch auf dem Nordfriedhof fährt. Vielleicht auch hier kombiniert mit musikalischer Stadtführung und kölschem Liedgut. Ein Friedhof ist ein Friedhof und unterscheidet sich erheblich vom Charakter einer Parkanlage, auch wenn es hier eine ähnliche Fauna und Flora geben kann. Diese Fauna und Flora muss ge- pflegt werden und das sollte schnellstens passieren. Wir müssen zukünftig darauf achten, dass es eine klare Grenze zwischen Parkanlagen und Friedhöfen gibt. Entscheidend ist hier nicht nur die Natur und die Aufenthaltsqualität, sondern der Anspruch und die Befindlichkeit der trauernden Menschen. Auch aus einem anderem Grunde sollten wir diesem Treiben Einhalt gebieten. Ist es tatsächlich bei dieser Entwicklung so unwahrscheinlich, dass man Friedhöfe demnächst als Parkanlage um- widmet und so Kompensationsfläche für andere Grünflächen erhält, die man dann z.B. bebauen kann? gez. Baumann gez. Steinbach - 3 - - 4 - - 5 -
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0896/2019
- Typ
- Antrag nach § 3 BV5 (SPD)
- Datum
- 26.06.2019
- Erstellt
- 18.06.2019 12:30