V/0350/2012
Sanierung BHKW (Blockheizkraftwerk) Münster Coerde
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Berichtsvorlage
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V/0350/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Tiefbauamt Betrifft Sanierung BHKW (Blockheizkraftwerk) Münster Coerde - Mitteilung über das Ergebnis der Vorplanung - Beratungsfolge 15.05.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Bericht 06.06.2012 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Mit der Bes chlussvorlage V/0069/2010 vom 12. 02.2010 Punkt 2.3 wurde die Verwaltung beau f- tragt für das Projekt „Sanierung BHKW (Blockheizkraftwerk) Münster Coerde“ auf Grundlage e i- ner Entwurfsplanung einen Baubeschluss vorzubereiten. Den Planungsauftrag erhielt die Fa. Pöyry Deutschland GmbH, 45145 Essen, welche daraufhin in einer Vorplanung drei Varianten zur Sanierung des BHKW entwickelt und geprüft hat. Variante 1 – Umbau im Bestand Bei dieser Variante wird zunächst ein Teil der Infrastruktur außerhalb des Gebäudes wie Gastank, Gasverdichterstati on und Gasreinigung erneuert. Anschließend werden im laufenden Betrieb schrittweise die einzelnen Gasmotoren ersetzt. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 6,1 Mio. € inkl. MwSt. Variante 2 – Umbau mit Provisorium Bei dieser Variante werden Provisorien auf der Hauptkläranlage und der Biomüllvergärungsanla- ge aufgebaut, um die Wärmeversorgung zu gewährleisten. Anschließend geht das BHKW außer Betrieb und es wird eine Komplettsanierung/-erneuerung durchgeführt. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 6,6 Mio. € inkl. MwSt. Variante 3 – Neubau Bei dieser Variante erfolgt unter teilweiser Inanspruchnahme des benachbarten Grundstücks ein kompletter Neubau neben der jetzigen A nlage. Auf dem benachbarten Grundstück wurde bisher von der Fa. Saria eine Anlage zur Speise resteverwertung betrieben, welche ihren B etrieb aber bereits eingestellt hat. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 7,2 Mio. € inkl. MwSt. Vorlagen-Nr.: V/0350/2012 Auskunft erteilt: Herr Grimm Ruf: 492 66 00 E-Mail: Grimm@stadt-muenster.de Datum: 26.04.2012 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0350/2012 Technische Bewertung der Varianten Die Fa. Pöyry hat die Ergebnisse der Vorplanung Ende März der Verwaltung vorgestellt. Nac h technischer Wertung der Varianten ergibt sich eine klare Reihenfolge, die sowohl die Risiken während des Umbaus als auch den späteren Betrieb der Anlage berücksichtigt. 1. Neubau nach Variante 3 2. Umbau mit Provisorium nach Variante 2 3. Umbau Step-by-Step nach Variante 1 Ausschlaggebende Gründe hierfür waren im Wesentlichen: - In der Variante 1 und 2 ist nur die Aufstellung eines Gasbehälters wesentlich kleiner der optimalen Größe möglich. Variante 3 bietet durch Ina nspruchnahme des Nachbargrun d- stücks die Errichtung der optimalen Größe. - Vom Grundsatz sind die Varianten 2 und 3 von den Kosten identisch. Der Kostenunte r- schied liegt nur im Mehrpreis des größeren Gasbehälters begründet. - Die Varianten 1 und 2 bieten keine Reserve für Erweiterungen. - In Variante 1 weist der Umbau im laufenden Betrieb aufgrund der beengten Platzverhäl t- nisse, des Lärms und der Hitze schwierige Verhältnisse auf und ist daher sehr kritisch zu sehen. Das Risiko eines Anlagenausfalls ist nicht zu unterschätzen. Die daraus entst e- henden finanziellen Verluste sind in den Baukosten nicht einkalkuliert. Kosten Mit den ursprünglich geschätzten Baukosten von ca. 3,6 Mio. € inkl. MwSt. sind gegenüber allen Varianten Mehrkosten zu verzeichnen. In dieser Kalkulation war überwiegend nur der Tausch aller wesentlichen Komponenten vorgesehen. Die neuen Varianten sind mit der n ötigen techni- schen Qualität geplant, um das wirtschaftliche Potenzial der Gasverwertung voll auszuschöpfen. Die unter Berücksichtigung der Herstellungs -, Betriebs- und Unterhaltungskosten durchgeführte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung weist Vorteile zugunsten der Variante 3 aus. Fazit Die Verwaltung verfolgt den Vorschlag der Fa. Pöyry, Variante 3 (Gesamtkosten inkl. Ingenieu r- leistungen ca. 8,2 Mio. €), weiter, da diese Variante deutliche technische Vorteile gegenüber den Varianten 1 und 2 hat. Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über 20 Jahre Laufzeit ergibt sich ein Überschuss von rund 1,5 Mio. € jährlich im Durchschnitt. Es wurde festgelegt, dass die inves- tive F inanzierung je zur Hälfte über den städtischen Haushalt (Produktgruppe 1101) und den Wirtschaftplan der AWM erfolgt. Die abschließende Entwurfsplanung wird voraussichtlich in der ersten Ber atungskette nach den Sommerferien dem AUB zur Beschlussfassung vorgelegt. i. V. gez. Schultheiß Stadtdirektor
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0350/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.04.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37