2235/2021
Museen, Menschen, Medien. Digitale Standortstrategie Museen 2022+
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Mitteilung Digitalstrategie und Contentstrategie Anlage 1
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Anlage 1: Eckpunkte einer standortbezogenen Content-Strategie für museen.koeln Die für die Digitalstrategie relevanten sammlungsbezogenen Inhalte, aber auch die Ausstellungen der Museen sind wichtige Content-Elemente. Sie sollen zukünftig in einen engeren Wirkungszusammenhang gestellt werden, um den Anspruch von museen.koeln, standortbezogene Inhalte und Kontexte zu transportieren und die Vielfalt der Museen zu berücksichtigen, erfüllen zu können. Dafür werden die damit verbundenen Arbeitsbereiche Produktion, Redaktion, Prozesse und Ressourcen definiert bzw. neu gefasst. Dies dient der - Schaffung von übergreifenden Leitthemen für den Standort - Vernetzung von Kanälen (Print, Web, Veranstaltungen) - Profilierung dank Online Collections und digitalen Veranstaltungen Produktion Das Portfolio von museen.koeln besteht aus analogen, hybriden und digitalen Produkten. Diese Produkte sollen so gestaltet sein, dass sie miteinander kombiniert werden können: keine hermetischen Applikationen ohne Erweiterungsmöglichkeit im Sinne von Standalone- Lösungen, sondern Angebote, die in einer Mischung oder der Kombination miteinander ein Thema erschließen. Die Bausteine sollten daher modular nutz- und einsetzbar sein. Die Themen für Produktionen, die den gesamten Standort betreffen, sind vielfältig. Es kann die Verbindung von musealen Themen mit dem Stadtraum sein, übergreifende historische Themen betreffen (z.B. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland), hausübergreifende Angeboten zu Sammlerpersönlichkeiten (Ferdinand Franz Wallraf) betreffen oder auch eine Materialgruppe wie Glas über 2.000 Jahre hinweg vorstellen. Redaktion Um Nachhaltigkeit zu erzielen, zahlen die einzelnen Module also auf Leitthemen ein, die von langfristigen Redaktionszusammenhängen begleitet werden. Die Produkte werden mittels eines Portfolio-Dashboards gemanagt, in dem Nachfrage und Reichweite gemessen werden und in dem zudem Erkenntnisse aus der Besucher*innen- und Nutzer*innenforschung mit einfließt. Dieses Portfolio Management ist in Ausarbeitung. Alle Medieninhalte, die auf den Standort einzahlen, werden zukünftig analog und digital gleichermaßen geplant und gesteuert. Sie werden in drei Planungsabläufen gebündelt und bearbeitet: 1. Langfristig: o Jahresplanung zu Jubiläen, Großereignissen, Museumsbeiträgen zu gesamtstädtischen Ereignissen; Festsetzung von Leitthemen o Instrument: Planungskonferenz auf Direktions- und Dezernatsebene o Vorlauf: mindestens ein Jahr o Medien: Jahrespressekonferenz, Jahresüberblicke 2. Mittelfristig o Tertialplanung zu Leitthemen o Instrument: Themenkonferenz auf Arbeitsebene (Kommunikationsabteilungen; Bildung und Vermittlung; Vertrieb) o Vorlauf: ein Tertial o Medien: klassische und digitale Medienformate; Ausspielung des Leitthema auf museen.koeln, im Museumsportal, als Podcasts und im Veranstaltungsbereich; Planung von Social Media-Kampagnen 3. Kurzfristig o Tagesaktuelle Planung von klassischer Berichterstattung, Social Media und Newslettern Die entsprechenden Redaktionsprozesse sind als Rollenkonzept entwickelt und werden derzeit auf Arbeitsebene umgesetzt. Prozesse Zu schärfen sind interne und externe Prozesse über den gesamten Workflow von redaktionellen Inhalten und ihrer Wertschöpfung. - Intern / innerhalb des Museumsverbundes: o In digitalen Vertriebsprozessen, die über das Gesamtprogramm „Museen, Menschen, Medien“ zu etablieren sind und bei denen die Aspekte Besucher*innenforschung, Medienresonanz und SEO (Search Engine Optimization) mitgedacht werden, werden Sichtbarkeit, Reichweite und Relevanz der Kölner Museumsinhalte intensiviert. o Eine kommunikative Verankerung der Themen wird über die Direktionskonferenz sichergestellt. - Extern / außerhalb des Museumsverbundes: o Die externen Prozesse dienen der Verankerung in der Gesamtplanung des Kulturdezernates, in der Fortschreibung des KEP und im Rahmen gesamtstädtischer Leitziele. Ressourcen Die nachhaltige Entwicklung und Bearbeitung einer Digital- und Contentstrategie braucht dauerhafte finanzielle, personelle und infrastrukturelle Ressourcen: - Finanzen o für Weiterentwicklung und Konzeption neuer technischer Lösungen o für Produktion (Online Collections; Video, Audio; Veranstaltungen; Bildungsangebote) o für Distribution (Bespielung von Vertriebskanälen) - Personal o für wissenschaftliche Dokumentation o für Kommunikation (Medien- und Öffentlichkeitsarbeit; Social Media Management) o für IT-Infrastruktur (fachliche und technische Betreuung der strategischen Anwendungen)) - Digitale Infrastruktur o Ausbau von WLAN (in Ausstellungen und Depots) o IT in Ausstellungsräumen o IT-Architektur der Museen (Verknüpfung von Basistechnologie, strategischen Produkten und zielgerichteter Kommunikationstechnologie (Besucher, wissenschaftliche Welt)) Daher ist in der mittelfristigen Haushaltsplanung die Etablierung eines auskömmlichen Digitaletats vorgesehen sowie die kurzfristige Zusetzung von Personal spätestens zum Stellenplan 2022 dringend erforderlich.
Mitteilung Digitalstrategie und Contentstrategie Anlage 2
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Anlage 2: Umgesetzte Bausteine eines digitalen Vermittlungsportfolios Seit Sommer 2020 wurde im Bereich des musealen Aufgabenfeldes Vermittlung eine Reihe von digitalen Bausteine umgesetzt. So konnte während der Lockdown-Phasen ein Programm für das Publikum bereit gehalten und zugleich das digitale Knowhow der Museen deutlich erweitert werden. Die Produktionen sind nachhaltig angelegt und werden in einem zukünftigen Portfolio weiter genutzt werden: Virtuelle Rundgänge Für mehrere Museen (MAKK, Museum Ludwig, Museum Schnütgen, NS- Dokumentationszentrum, Wallraf-Richartz-Museum) wurden zu den Dauerausstellungen virtuelle Rundgänge entwickelt, die für den individuellen Gebrauch zuhause dienen und als 3D-Rundgang einen Überblick über Ausstellungsräume und Objekte geben. Sie werden seit April auch für Veranstaltungen eingesetzt, da die coronabedingten Einschränkungen keine oder nur kleine Gruppenbesuche gestatten. Daher erfolgt ein Einsatz bei Fortbildungen für Lehrkräfte, Studierende und anderen Zielgruppen mit dem Ergebnis einer hohen Reichweite und großer Zufriedenheit. Im Zustande von geöffneten Museen eigenen sich virtuelle Rundgänge auch hervorragend zur Planung von Museumsbesuchen oder zur Nachbereitung derselben. Digitale Tutorials als Bildungsangebote für Familien Es werden bis zum Jahresende 2021 ca. 12 Videos zu unterschiedlichen Kunsttechniken erstellt, die sich an Kinder und Familien wenden und auf künstlerisch-kreative Weise eine Auseinandersetzung mit Werkkomplexen und Sammlungsgegenständen bieten (z.B. antike Kleidung; Porzellanmalerei; Pointilismus; Glasmalerei; Techniken des Surrealismus). Ursprünglich als Ferienangebot während der Pandemie entstanden, wird das Format fortgesetzt. Der Erfolg des Filmangebots führt dazu, dass einzelne Museen das Thema Tutorial in die Ausgestaltung ihres digitalen Neuauftritts nehmen werden. Streaming von Vorträgen, Führungen und Workshops In Reaktion auf die pandemiebedingten Schließungen und Einschränkungen wurden digitale Live-Veranstaltungen umgesetzt. Sie wurden zielgruppenspezifisch erprobt und methodisch neu aufgesetzt. Zum Einsatz kommen zukünftig vorwiegend freiberufliche Kräfte, um hier sukzessiv einen wachsenden Markt bedienen zu können und zugleich Beschäftigungschancen zu schaffen. Nach der nunmehr erfolgten Pilotphase und Medientrainings/Fortbildungen wird von Juli an folgendes Portfolio angeboten: o Online-Vorträge zu einzelnen Themen für erwachsene Individualgäste, Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, Menschen mit Demenz sowie für Gruppen zu Sonderausstellungen o kreative Angebote als einteiliger Workshop oder mehrteiliger Kurs (rein online und als hybride Formate) für Erwachsene o Gespräche und partizipative Angebote (interaktiv, mit Gamification-Elementen) für Schulklassen und Einzelnutzer‘*innen o digitale Thementage zu Jahrestagen, Jubiläen etc. (bereits erfolgt: Internationaler Museumstag; Internationaler Frauentag; Tag der Provenienzforschung) für Fach- und Breitenpublikum Digitale Werkbetrachtungen Bis zur Jahresmitte entstehen die ersten 40 digitalen Werkbetrachtungen als neuartiges Bildungsangebot. Die Reihe „Erzähl mir …“ folgt der Methode des digitalen Story Tellings. Ein Objekt aus einem der Museen KSM, MSchn, RGM oder WRM wird in einer Reise durch das Bild vorgestellt. Die mehrminütigen deutschsprachigen und deutsch und türkisch untertitelten Videos bieten einem jungen Publikum, aber auch älteren Nutzer*innen einen niederschwelligen Zugang. Sie stellen zugleich einen wichtigen Baustein für die Arbeit im Outreach dar. Für die Werkbetrachtungen zum WRM wurden bereits zusätzlich Arbeitsmaterialien für Schulklassen und Jugendgruppen entwickelt, durch die im Nachklang zum Video eine künstlerische Auseinandersetzung erfolgen kann. Das Beispiel zeigt, wie eine Wirkungskette über verschiedene Medienkanäle hinweg entstehen kann und hat enormes Zukunftspotenzial. Gaming als Bestandteil von Multimedia-Guiding Für mehrere Häuser sind gamesorientierte Multimediaguides geplant oder umgesetzt: o NS DOK: Anreicherung des 3D-Rundgangs durch einen didaktischen Layer mit verschiedenen Vertiefungsebenen (Umsetzung bis Sommer 2021) o WRM: Multimediaguide mit Games-Elementen zur Mittelaltersammlung (fertig gestellt) o KSM: Multimediaguide als ActionBound-Angebot zum ehemals physikalischen Kabinett (Teil eines Drittmittelantrages zu den Sammlungen der Kölner Jesuiten; Fertigstellung bis Ende 2021) Gerade die für Nutzer*innnen kostenfreie und weit verbreitete App „ActionBound“ hat großes Reichweitenpotenzial. Hierfür sind in 2022 hausübergreifende thematische Anwendungen geplant. Multimediale Einzelmaßnahmen Zu verschiedenen Ausstellungen wurden Vermittlungsangebote für die Social Media (Facebook; Instagram; Youtube) entwickelt. Das Angebot reichte von Stop-Motion-Filmen zu historischen Ausstellungen des KSM bis zu Instagram-Stories zu Ausstellungen des ML.
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4522 Vorlagen-Nummer 14.06.2021 2235/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 15.06.2021 Ausschuss Kunst und Kultur 07.09.2021 Museen, Menschen, Medien. Digitale Standortstrategie Museen 2022+ Die Stadt Köln verfügt über einen einzigartigen Schatz von Museen und museumsbezogenen Ser- viceeinrichtungen mit internationaler Geltung. Deren Wahrnehmung und Nutzung, aber auch deren Leistungsfähigkeit und Bedeutung für die Metropole Köln soll wachsen. Das Dezernat für Kunst und Kultur hat dazu im Kontext der Verwaltungsreform das Programm „Museen, Menschen, Medien – Neue Strategien für den Standort Köln“ auf den Weg gebracht. Dieses Vorhaben zeigt im Rahmen der Verwaltungsreform und der Definition strategischer Leitlinien neue Wege in der Museumskultur auf. Es bildet mit seinem zukunftsorientierten und institutsübergreifenden Ansatz einen kulturentwick- lungspolitischen Schwerpunkt der nächsten Jahre im Gesamtprozess „Kölner Perspektiven 2030“ ab und zahlt auf die Ziele des Kulturentwicklungsplans (KEP) ein. Ein wichtiges Element dabei ist der Relaunch des Museumsportals museenkoeln.de (zukünftig: mu- seen.koeln) und der damit verbundenen Webauftritte der Museen. Den Bedarf zu diesem Relaunch hat der Ausschuss Kunst und Kultur am 09.06.2020 in seiner 44. Sitzung anerkannt und die in diesem Zusammenhang entstehenden Kosten in Höhe von 750.000 € zur Kenntnis genommen. Die vorlie- gende Mitteilung bezieht sich auf den damals verabschiedeten Änderungsantrag AN/0798/2020 und stellt die Eckpunkte der zukünftigen „Digitalen Standortstrategie Museen 2022+“ dar. Sie konnte we- gen coronabedingter Verzögerungen von ca. zwei Quartalen erst jetzt fertig gestellt werden. Vorarbeiten und Ziele Die nachfolgenden Eckpunkte sind unter Sichtung zahlreicher Digitalstrategien anderer Museums- standorte entstanden und im Sinne einer Best Practice-Analyse aufgesetzt worden. Zudem wurden die relevanten Ämter der Stadt Köln sowie alle Museen partizipativ mit einbezogen. Weiterhin ging dem Eckpunktepapier in 2019 eine umfassende Ist-Analyse quer durch alle musealen Institutionen voraus, die die Bereiche 1) Objektdatenbanken und Erschließungstiefe, 2) Medien und Anwendun- gen, 3) personelle Ressourcen und digitale Arbeitsstrukturen umfasste. Entstanden sind daraus stra- tegische Grundbausteine, die der völlig eigenständigen Positionierung des Verbunds der städtischen Museen am Standort Köln Rechnung tragen. 2 Gesamtzielsetzung für den Museumsverbund ist die mehrsprachige und barrierefreie Sichtbarma- chung und Vermittlung bedeutender Sammlungsbestände im nationalen und internationalen Kontext (Teaser: https://www.youtube.com/watch?v=ROmlnrd5ozQ). Neben der Erschließung der Sammlun- gen und wissenschaftlichen Erkenntnisse jedes einzelnen Museums geht es auch um eine multiple Vernetzung von Inhalten unterschiedlicher Herkunft mit dem Ziel, nachhaltige und zukunftsfähige Wege der Bestandserfassung, Erforschung, Darstellung und Vermittlung musealer Inhalte zu be- schreiten. 2022 verfügt die Museumsfamilie über eine digitale Infrastruktur und im Querschnitt betrie- bene Arbeitsgruppen und -prozesse, die dem digitalen Wandel im Museumsbetrieb Rechnung tragen. Eckpunkte „Digitale Standortstrategie Museen 2022+“ Die Umsetzung von „Museen 2022+“ erfolgt in sechs Teilschritten bis Anfang 2022: 1. Dauerhafte Einrichtung einer digitalen Steuerungsgruppe (2020 umgesetzt) 2020 wurden übergreifende Arbeitskreise für die Bandbreite an digitalen Themen sowie eine digi- tale Steuerungsgruppe eingerichtet. Darüber wird ein wirkungsvoller Workflow innerhalb und zwi- schen den Häusern etabliert, in dem sich ihre Aufgaben und Leistungen wiederfinden. 2. Ausarbeitung von vier digitalen Teilstrategien als Bausteine einer Gesamtstrategie (Zwi- schenergebnisse in 2020; Abschluss in 2021) o Werkzeuge-Strategie Die Werkzeuge-Strategie ermöglicht den zeitgemäßen und effizienten Einsatz von Soft- und Hardwarelösungen für den gesamten Museumsverbund. Sie legt nachhaltige Lösungen fest und berücksichtigt auch individuelle Anforderungen o IT-Strategie Die IT-Strategie gewährleistet die Aktualität, Stabilität und Sicherheit der in den Museen ein- gesetzten Informationstechnologien. Sie definiert über Prozesse und Rollen die notwendigen Abläufe, Verantwortungen und Dokumentationen bei der Einführung und beim Betrieb von Werkzeugen und sichert die Infrastruktur, v.a. WLAN. o Daten-Strategie Die Etablierung verbindlicher und gemeinsamer Standards dient der Steigerung von Qualität im wissenschaftlichen und publizierenden Arbeiten. Sie sorgt für verbindliche Grundlagen zur Ausgestaltung von Online Collections (s.u.), deren hausübergreifender Verbindung unterei- nander und ihre Anbindung an internationale Forschungsverbünde. o Standortbezogene Content-Strategie Die standortbezogene Content-Strategie stellt die inhaltliche Relevanz aller konzeptionellen und redaktionellen Inhalte sicher, die aus der Arbeit mit den Beständen, den Ausstellungsthe- men und den Programmen der Museen und museumsnahen Einrichtungen heraus für den Gesamtverbund der (städtischen) Museen in Köln entsteht (s. Anlage 1). 3. Schaffung der digitalen Infrastruktur (2021/22) In einzelnen operativen Schritten werden die Bausteine einer zukunftsorientierten digitalen Infra- struktur gebildet und zusammengesetzt. Dazu gehören u.a. die Themen ganzheitliche Anwen- 3 dungslandschaft, wie Schnittstellen der Objektverwaltung und Digital Asset Management. 4. Relaunch des Museumsportals museen.koeln und der Museumswebsites (2021/22) Das Portal museen.koeln erfährt in der zweiten Jahreshälfte 2021 einen Relaunch, einhergehend mit dem Aufbau der neuen digitalen Infrastruktur und verbunden mit einer Anbindung der Objekt- datenbanken, Serviceleistungen und Nutzerprofilen. Von diesem System profitieren in einem zweiten Schritt ebenfalls die Websites der städtischen Museen. 5. Online Collections (2021/22) Derzeit werden Profil und Architektur für die hausbezogenen Online Collections der Institute Köl- nisches Stadtmuseum (KSM), Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK), Museum Schnütgen (MSchn) und Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (WRM) sowie für die übergreifende Darstellung auf dem zukünftigen Museumsportal museen.koeln entwickelt, mit dem auch die Ein- bindung der Datenbank Kulturelles Erbe Köln (https://www.kulturelles-erbe-koeln.de/) und die An- bindung der weiteren Sammlungspräsentationen geleistet werden kann. Ziel ist eine ressourcenschonende und effiziente Verbindung der hausbezogenen Objekt- und Bilddatenbanken. 6. Etablierung von digitalem Vertrieb (2021/22) Teil einer nachhaltigen Wertschöpfungskette ist ein modernes Ticketsystem, das auch Online-, Zeit- und Abotickets umfasst. Es wird seit Februar 2021 mit der Erneuerung der Kassensysteme sukzessiv eingeführt. Parallel wird dank der Etablierung von Publikumsforschung eine Basis für nachhaltiges Zielgruppenmarketing geschaffen. Die datenschutzkonforme Erneuerung des Adressmanagements liefert die zugehörigen Werkzeuge. Die Umsetzung wird begleitet von folgenden Maßnahmen 1. Interne Vernetzung Die Museen der Stadt Köln und die museumsnahen Einrichtungen arbeiten in diesem Vorhaben strategisch und operativ eng zusammen. Den Handlungsrahmen hierfür bietet die Verwaltungsre- form „#wirfürdiestadt“, die Vorgehensweise ist ausgerichtet an den dabei eingeführten Standards für Projektmanagement. Die Ausarbeitung von Teilschritten geschieht unter Einbindung von VII/4 und 12. 2. Externe Vernetzung Die Mitglieder der Museumsfamilie arbeiten im Hinblick auf Aufgaben der Digitalisierung in unter- schiedlichen Netzwerken. Die Ergebnisse zahlen auf die hiesige Digitalstrategie ein. Dabei ist die deutsche und europäische Rahmensetzung entscheidend. Spezifische Netzwerkpartner für die digitale Standortstrategie der Museen sind: o Future Museum (https://www.future-museum.com/) Die Museen der Stadt Köln sind Mitglied im europäischen Verbund „Future Museums“ (Fraun- hofer Institut für Arbeitsmarktforschung) zur Erforschung des Museums der Zukunft. Hier wer- 4 den in zwei Forschungszyklen (2020/21 und 2022/23) Best Practice-Beispiele aus ganz Euro- pa in den Bereichen Digitalisierung, Web-Applikationen, Zielgruppenerschließung, Change Management etc. analysiert. o KulturMonitoring (KulMon) des Instituts für kulturelle Teilhabeforschung (https://www.iktf.berlin/Factsheet_KulMon.pdf) Die Museen der Stadt Köln arbeiten seit 2020 mit KulMon zusammen. Das bundesweit agie- rende Besucherforschungssystem generiert kontinuierlich Daten über das Publikum von Kul- tureinrichtungen (Besuchermonitoring), aus denen Handlungsempfehlungen für die Interaktion mit Besucher*innen und Nicht-Besucher*innen bzw. Nutzer*innen und Nicht-Nutzer*innen ab- geleitet werden können. Eine erste Studie zum Kölner Publikum ist in Arbeit. Sie markiert für Köln die Verstetigung der bislang nur punktuell erfolgten Besucherforschung. o Deutscher Museumsbund (https://www.museumsbund.de/publikationen/bildungvermittlung/) Der Museumsdienst war verantwortlich beteiligt an der Ausarbeitung einer Zukunftsvision für Bildung und Vermittlung der bundesdeutschen Museen (Federführung: Deutscher Museums- bund und Bundesverband Museumspädagogik), der als Handlungsleitfaden für eine strategi- sche und operative Implementierung von partizipativer und nachfrageorientierter Vermitt- lungsarbeit dient. o Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Kultur (NFDI4Culture) (https://nfdi4culture.de/) Die Museen der Stadt Köln kooperieren als sog. „Participants“ im neu geschaffenen Cluster Normdateninfrastruktur für den Kultursektor mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), mit dem Ziel einer nachhaltigen Einbindung der hiesigen Datenbankbestände in geis- teswissenschaftliche Forschungsverbünde zum Kulturellen Erbe. 3. Digitale Bausteine in Bildung und Vermittlung Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Strategie wurden und werden zentral vom Museumsdienst und dezentral von einzelnen Instituten Pilotprojekte zur digitalen Vermittlung umgesetzt, um die Möglichkeiten agil zu erproben und die Reichweite auszutesten. Seit dem zweiten Lockdown wur- den verschiedene Bausteine eines zukünftigen Portfolios konzipiert und umgesetzt (s. Anlage 2). 4. Fundraising Angesichts des Finanzbedarfs für die Kölner Digitalisierungsvorhaben im Museumsbereich ist ein Mittelzuwachs notwendig, mit dem die städtischen Finanzressourcen erweitert werden können. Daher werden die Förderbereiche auf Bundes- und Landesebene sowie von Stiftungen systema- tisch beobachtet und Anträge bei Eignung und passenden Bedarfen eingereicht – entweder über- greifend oder für ein einzelnes Haus. Die Erfolge der bisherigen Drittmittelakquise sind: 5 o Bundesförderprogramms „Neustart“ drei erfolgreiche Anträge zu digitalen Bausteinen MAKK, Museumsdienst und WRM, Volumen: ca. 150.000 € o Bezirksregierung Köln erfolgreicher Antrag zu barrierefreier Ausgestaltung u.a. von Webangeboten Museumsdienst, Volumen ca. 40.000 € o Landschaftsverband Rheinland erfolgreicher Antrag zu Sammlung der Jesuiten Univ. zu Köln in Koop. mit Rheinischem Bildarchiv (RBA) und Museumsdienst; Volumen: ca. 80.000 € Weitere Anträge zu Serious Games (Bundesprogramm dive in; RheinEnergieStiftung Kultur; Stif- tung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ)) sind in Vorbereitung. Gez. Laugwitz-Aulbach
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2235/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 04.10.2021
- Erstellt
- 09.06.2021 10:00