Mandari Insight

2435/2023

Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren NRW: Zukunftsagenda für das Bezirkszentrum Kalk

Mitteilung Ausschuss 24.08.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 28.09.2023, TOP 18.8

Zukunftsagenda_Kalk (Version ohne CI)

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

Zukunftsagenda_Kalk (Version ohne CI)

51281 Zeichen

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 1 
Zukunftsagenda Köln-Kalk – partizipatives 
Handlungskonzept

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 2 
Inhaltsverzeichnis 
1. Aufgabenstellung 
2. Ausgangssituation 
3. Prozess 
3.1. Stakeholderanalyse 
4. Analyseergebnisse 
4.1. SWOT-Analyse 
5. Zielperspektiven 
5.1. Transformationsräume 
6. Handlungsempfehlung 
Impressum 
 
Abbildungsverzeichnis 
Abb. 1: Untersuchungsraum Bezirkszentrum Kalk 
Abb. 2: Roadmap: Anstoß eines Zentrenmanagements 
Abb. 3: Übersicht der Handlungsfelder 
Abb. 4: Übersicht der Stakeholder 
Abb. 5: Zentren-Positionierung 
Abb. 6: SWOT-Karte 
Abb. 7: Zentren-Profilierung 
Abb. 8: Ziel-Karte

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 3

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 4 
Vorwort  
Das Förderprogramm „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und 
Zentren in Nordrhein-Westfalen“ vom Land NRW wurde aufgelegt, um den 
Auswirkungen der Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie aktiv zu 
begegnen. 
Das Sofortprogramm soll dazu dienen, ausgewählte Geschäftsbereiche gezielt 
zu unterstützen. Die Stadt Köln hat sich erfolgreich für drei Bezirkszentren 
beworben und erhält Fördermittel für die Zentren Ehrenfeld, Kalk und Porz. 
Diese werden nun eingesetzt, um in jedem der drei Bezirkszentren ein 
Zentrenmanagement zu initiieren und gemeinsame Perspektiven mit 
Engagierten vor Ort zu erarbeiten. Die Bezirkszentren Porz, Kalk und Ehrenfeld 
wurden aufgrund der besonderen Leerstandssituation, städtebaulicher Defizite 
und zu beobachtender Trading-Down-Tendenzen ausgewählt. Gemeinsam mit den beiden 
beauftragten Planungsbüros, dem Planungsbüro cima in Porz und dem Planungsbüro 
Stadt+Handel in Kalk und Ehrenfeld, konnte der Prozess Ende 2021 starten. 
 
Seitdem wurde in verschiedenen Beteiligungs- und Austauschformaten gemeinsam mit 
Gewerbetreibenden und lokal Engagierten Handlungsansätze entwickelt. Dazu gehörte die 
intensive Analyse der Bezirkszentren, das Formulieren von Zukunftsbildern und dazu passender 
Maßnahmenpakete. Die vorliegende Zukunftsagenda fasst diesen Prozess zusammen und dient als 
Grundlage für die anstehende Umsetzungsphase des Zentrenmanagements. 
 
Das Kalker Bezirkszentrum entlang der Kalker Hauptstraße weist eine zweiteilige Struktur auf. Im 
westlichen Bereich ist das Einkaufszentrum Köln Arcaden prägend, während sich im östlichen 
Bereich vor allem kleinteilig strukturierte Nutzungen anschließen. Im Rahmen der vorlaufenden 
Öffentlichkeitsveranstaltungen hat sich herauskristallisiert, dass große Potenziale in der Aufwertung 
der Aufenthaltsqualität und der stärkeren Vernetzung der Einzelhändler*innen liegen. Dies zu 
unterstützen und mit gezielten, sichtbaren Maßnahmen umzusetzen ist nun Aufgabe des 
Zentrenmanagments. 
 
Ich bedanke mich herzlich bei allen, die an der Erstellung der Zukunftsagenda für Kalk mitgewirkt 
haben und eine erfolgreiche Umsetzung unterstützen. 
 
Ihr 
 
 
Andree Haack 
Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 5 
1. Aufgabenstellung  
Die Covid-19-Pandemie hatte und hat unmittelbare Auswirkungen auf deutsche Innenstädte und 
Zentren. Lockdowns, Zugangsbeschränkungen sowie Abstands- und Hygienemaßnahmen stellten 
viele Betriebe vor große Herausforderungen: beispielsweise konnten Umsätze nicht realisiert, 
Investitionen nicht getätigt oder Fachkräfte nicht gehalten werden. Im äußersten Fall müssen bzw. 
mussten Geschäfte geschlossen werden. Verschärfend kam ab Februar 2022 der Krieg in der 
Ukraine und eine damit verbundene Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 
hinzu. Mittel- bis langfristig können Geschäftsschließungen, Verlust an Servicequalitäten und die 
Zurückhaltung bei Investitionen die Qualitäten auf funktionaler und städtebaulicher Ebene sowie 
des Marketings stark beeinträchtigen. Somit hat die Covid-19-Pandemie den bereits stattfindenden 
Strukturwandel in den Innenstädten und Zentren zeitlich verdichtet. Die Preissteigerungen, die 
infolge des Kriegs in der Ukraine ausgelöst wurden, haben eine rasche „Erholung“ von Zentren 
beeinträchtigt. 
Diese Ereignisse mit globalen Auswirkungen stellen Geschäftszentren vor akute 
Herausforderungen und machen eine strategische Neuausrichtung dringlicher als zuvor. Diese 
Notwendigkeit zur Transformation birgt die Chance neue Wege zu gehen und gemeinsam 
Strukturen weiterzuentwickeln bzw. neu zu denken. Die große Herausforderung ist potenzielle 
Stadtmacher*innen für das Zentrum zu gewinnen und die Komplexität des Prozesses auf 
umsetzbare Arbeitspakete zu reduzieren. Dabei geht es zunächst darum, nach der Pandemie die 
Handlungsfähigkeit der Akteursgruppen wieder herzustellen, ohne einen zwangsläufigen Anspruch 
auf perfekte Ergebnisse.  
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat im Juli 2020 finanzielle Mittel zur Verfügung 
gestellt, um Städte und Gemeinden im Rahmen der Initiative „Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-
Westfalen.“ zu unterstützen. Durch gemeinsames aktives Handeln soll den coronabedingten Folgen 
entgegengewirkt werden.  
Die Fördermittel aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ können 
demnach genutzt werden, um einen Prozess in Gang zu setzen, der einer Abwärtsspirale 
entgegenwirken soll. Diesen Ansatz verfolgt das Planungsbüro Stadt + Handel im Bezirkszentrum 
Köln-Kalk durch die Erarbeitung und Durchführung einer aktivierenden Analyse und 
Projektkonzeption zum Anstoß eines Zentrenmanagements seit Dezember 2021. Dabei ging es im 
Prozess gezielt darum, mit den Akteursgruppen vor Ort konkrete Handlungsbedarfe zu 
identifizieren. Gleichzeitig zielte Stadt + Handel darauf, Strukturen aufzubauen, die das Kalker 
Bezirkszentrum gebündelt und handlungsfähig weiterentwickeln können. Ein Zentrenmanagement 
kann an diese Arbeit anknüpfen und auf bestehenden Organisationsstrukturen aufbauen, um 
Gewerbetreibende und andere Akteursgruppen vor Ort zu unterstützen. Übergreifende Aufgabe und 
Ziel ist es, dass der Versorgungs- und Handelsstandort gemeinsam und langfristig gestärkt sowie 
das Image von Kalk aufgewertet wird. Das Untersuchungsgebiet lehnt sich demnach an die 
Grenzen des Bezirkszentrums Kalk aus dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln (EHZK) 2020 
an, wobei Wechselbeziehungen mit angrenzenden Räumen mitgedacht werden können.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 6 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 1: Untersuchungsraum Bezirkszentrum Kalk, Quelle: Stadt + Handel (eigene Darstellung) ; Kartengrundlage: © 
OpenStreetMap contributors. 
 
2. Ausgangssituation 
Das Kalker Bezirkszentrum liegt auf der sogenannten rechtsrheinischen „Schäl Sick“ und erstreckt 
sich mit einer Breite von ca. 900 Metern entlang der Kalker Hauptstraße zwischen Kalk Post und 
der Kreuzung zur Eythstraße. Das Zentrum wird maßgeblich durch das Einkaufscenter Köln 
Arcaden geprägt. Als strukturprägende Ankernutzung konzentriert es einen erheblichen Teil der 
Angebote des Zentrums am westlichen Eingang bei Kalk-Post. Nach Osten entlang der Kalker 
Hauptstraße nehmen kleinteiligere Facheinzelhändler und zentrenergänzende Funktionen zu. Mit 
Kaufland und dm befinden sich zwei Frequenzanker im ehemaligen Kaufhof-Gebäude weiter östlich 
der Köln Arcaden. Gemeinsam mit der Sünner Brauerei, die sich am östlichen Rand des 
Bezirkszentrums befindet, haben die Köln Arcaden eine Ankerfunktion mit stadtweiter Ausstrahlung. 
Die Zusammensetzung der internationaler Einzelhandels- und Gastronomieangebote ist eine 
Besonderheit sowie Chance des Zentrums, sodass Unternehmer*innen sowie Kund*innen mit 
internationaler Geschichte stärker in die Aktivitäten des Zentrums einbezogen werden sollten. 
Innerhalb und an den Randbereichen dieses funktionierenden Gefüges sind z. T. „Trading-Down-
Tendenzen“ erkennbar, wie z. B. Leerstände oder Konzentration an Vergnügungsstätten und 
preisorientierte Anbieter. Darüber hinaus bestehen im Stadtteil Kalk einige soziale 
Herausforderungen, welche sich auch auf das Image des Bezirkszentrums auswirken und zu 
Interessenskonflikten führen. Dazu zählen Kriminalität im Zentrum, Wohnungslosigkeit und 
Herausforderungen, die mit Drogenkonsum in Verbindung stehen. Das parallel durchgeführte 
Förderprogramm „Starke Veedel - Starkes Köln“ befasst sich u. a. mit diesen sozialen 
Herausforderungen und setzt Maßnahmen im Sozialraum Humboldt / Gremberg und Kalk, in dem 
auch das Bezirkszentrum liegt, um.  
Die Bundesstraße B 55 ermöglicht eine sehr gute Erreichbarkeit der Geschäftsbereiche. 
Gleichzeitig schränkt das augenscheinliche hohe Aufkommen von motorisiertem Individualverkehr 
(MIV) die Aufenthalts- und Mobilitätsqualität, insbesondere für Fuß- und Fahrradverkehr, ein. 
Darüber hinaus belastet der Verkehr auf der Kalker Hauptstraße das Bezirkszentrum durch Lärm- 
und Abgasemissionen.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 7 
Der Strukturwandel und die Auswirkungen der Corona-Pandemie verstärken negative Tendenzen 
und die Gefahr für weitere Leerstände. Der Online-Handel ist dabei ein eher einfach herzustellender 
Zusammenhang. Die Veränderungen gehen jedoch weit darüber hinaus. Themen, wie u. a. der 
demographische Wandel, die Digitalisierung oder das veränderte Raumverständnis haben dazu 
geführt, dass Zentren heutzutage anders wahrgenommen und genutzt werden. Dementsprechend 
haben sich auch die Anforderungen an ebendiese und damit auch an die Haupteinkaufslagen 
gewandelt. Daran sind entsprechende neue und alte Herausforderungen geknüpft. Die Covid-19-
Pandemie und der Ukraine-Krieg trugen jüngst zu einem zeitweise stark sinkenden 
Konsumklimaindex bei, was sich weiter negativ auf Betriebe und Unternehmen – insbesondere in 
Einzelhandel und Gastronomie – auswirkt. Als Beispiel für Kalk steht hier die Schließung einer 
langjährigen Traditionsbäckerei am Kalker Stadtgarten aufgrund der finanziellen Situation im 
Rahmen der Corona-Pandemie und der Energiekrise.  
Zu der bereits hohen Dichte an Herausforderungen kommt eine Überfrachtung der ehrenamtlichen 
Strukturen im Bezirkszentrum mit Aufgaben und schnellen Lösungsansprüchen. Institutionen, 
welche in der Vergangenheit maßgeblich zur Entwicklung und Unterstützung des Kalker 
Bezirkszentrum beigetragen haben, stoßen zunehmend an Kapazitätsgrenzen. Dazu zählen 
beispielsweise die StandortGemeinschaft Kalk oder die Stiftung KalkGestalten. Die Unterstützung, 
weitere Vernetzung und Stärkung der diversen Organisationsstrukturen ist eine Herausforderung, 
um Engagement zu bündeln und ein langfristig handlungsfähigeres Akteursnetzwerk zu schaffen.  
Im Hinblick auf diese aktuellen Entwicklungen läuft das Kalker Bezirkszentrum Gefahr, zwischen 
dem vielfältigen, spezialisierten und emotional aufgeladenen Angebot anderer Kölner Handelslagen 
(insbesondere der City) und der pragmatisch-räumlichen Nähe dezentraler Handels- und 
Dienstleistungsnutzungen (z. B. Fachmarktstandorten) an Bedeutung zu verlieren. Hinzu kommt die 
Konkurrenz des Online-Handels als häufig bequeme und immer geöffnete Einkaufsmöglichkeit. 
Daher ist eine neue Positionierung und die Formulierung von Zukunftsperspektiven für das Kalker 
Bezirkszentrum notwendig, um attraktiv für Besucher*innen und Bewohner*innen zu bleiben. 
Der Anstoßprozess für ein Zentrenmanagement in Kalk knüpfte an diesem Punkt an. Das 
Planungsbüro Stadt + Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner GmbH analysierte die Ist-Situation 
vor Ort. Dabei wurde frühzeitig der Dialog mit Schlüsselakteuren und -akteurinnen gesucht. Auch 
bei der Erarbeitung neuer Entwicklungsperspektiven und Projektideen waren aktivierende Elemente 
und Dialogformate zentrale Bausteine des Anstoßprozesses eines Zentrenmanagements. Eine 
Beschreibung des Vorgehens Erfolg im nächsten Kapitel. 
 
3. Prozess 
Hauptziel des Anstoßprozesses für ein Zentrenmanagement ist die Aktivierung unterschiedlicher 
Akteursgruppen und deren langfristige Zusammenarbeit zur Stärkung des Zentrum entlang der 
Kalker Hauptstraße. Für ein gezieltes gemeinsames Vorgehen bedarf es einer strategischen (Neu-
)Positionierung des Kalker Bezirkszentrum und vorhandener Managementstrukturen. In fünf 
ineinandergreifenden Phasen wurde eine aktivierende Analyse unter Einbeziehung relevanter 
Stakeholder*innen aus dem Zentrum durchgeführt. Im Folgenden werden die Prozessphasen und 
die durchgeführten Beteiligungsformate beschrieben.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 8 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 2: Anstoß eines Zentrenmanagements, Quelle: Stadt + Handel (eigene Darstellung) . 
 
Impuls-Phase – Ziel der ersten Phase des Prozesses waren die Motivation und Aktivierung 
wichtiger Akteursgruppen für die Teilnahme am Prozess. Erschwert wurde der Prozessstart (Anfang 
2022) durch bestehende Einschränkungen der Coronaschutzverordnung und die anhaltende 
Zurückhaltung der Akteure und Akteurinnen in Bezug auf persönliche Treffen und Veranstaltungen. 
Durch erste Vorsondierungsgespräche im Februar 2022 konnten Kontakte geknüpft sowie Themen 
und Ideen gesammelt werden. Drei umfassende Einzelgespräche mit der Bezirksbürgermeisterin, 
der StandortGemeinschaft Kalk e. V. und Vertreter*innen der Bürgerstiftung Kalk Gestalten e.V. 
dienten hier als Grundlage. Durch Online-Speed-Datings konnten diese vertiefenden 
Expert*innengespräche ergänzt werden. Im Rahmen eines kompakten digitalen Beteiligungsformats 
„Speed-Dates“ erfolgten zehnminütige Einzelgespräche mit ca. 20 unterschiedlichen Akteuren und 
Akteurinnen aus den Bereichen Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Immobilien, Soziales und 
Vereine, Politik und Gesundheit geführt werden. Die Beteiligung seitens (sozial ausgerichteter) 
Initiativen und Vereine war hierbei besonders hoch, während die Resonanz der Gewerbetreibenden 
vergleichsweise gering ausfiel. Die Speed-Dates dienten der Sammlung weiterer 
Entwicklungsthemen sowie der Abfrage von Wünschen und Mitwirkungsmöglichkeiten an der 
Zentrenentwicklung. Darüber hinaus konnten in den Vorsondierungsgesprächen und Speed-Dates 
wichtige Stakeholder*innen des Kalker Bezirkszentrums identifiziert werden (vgl. 
Stakeholderanalyse).  
Zum öffentlichen Start des Prozesses lud die Stadt Köln gemeinsam mit Stadt + Handel 
pandemiebedingt erst im Juni 2022 zur Impulsveranstaltung ein. Bei der Impulsveranstaltung 
konnte Stadt + Handel neue Perspektiven und Denkanstöße zur Zentrenentwicklung in Form eines 
Impulsvortrages weitergeben. Ziel war es, in einem ersten direkten Austausch mit den 
Akteursgruppen vor Ort Aufbruchstimmung für den Prozess zu erzeugen und das Engagement der 
Teilnehmenden bezüglich einer zukunftsfähigen Zentrenentwicklung zu wecken. Der breiten 
öffentlichen Einladung über Anschreiben, E-Mailverkehr und persönliche Ansprache folgten vor 
allem Akteure und Akteurinnen aus Initiativen, Vereinen und der Politik. Gewerbetreibende waren 
bei der Abendveranstaltung kaum vertreten.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 9 
Flying-Doctor-Phase – Im Rahmen der zweiten Phase des Anstoßprozesses für das 
Bezirkszentrum Kalk konnte im Frühjahr 2022 eine erste Analyse in Form des Experten-Schnell-
Checks durchgeführt werden, um die „Fitness“ des Zentrums zu beschreiben. Anhand der 
Ergebnisse aus der Impuls-Phase konnten erste Stärken und Schwächen sowie 
Entwicklungspotenziale für das Kalker Bezirkszentrum herausgearbeitet werden. Darauf aufbauend 
konnte in weiteren Beteiligungsformaten mit den Akteursgruppen die Ausgangssituation bewertet 
und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Der Zentren-Spaziergang im April 2022 bot hierfür 
eine erste Plattform. Auf der Route von Kalk Post entlang der Kalker Hauptstraße bis zur Kalker 
Kapelle konnten sich die Teilnehmenden direkt vor Ort über aktuelle Entwicklungen und 
Handlungsbedarfe für das Bezirkszentrum austauschen. Stadt + Handel sammelte diese Eindrücke 
vor Ort und diskutierte mögliche Problemstellungen und entsprechende Lösungen für das Kalker 
Bezirkszentrum. Der Teilnehmendenkreis des Zentrenspazierganges setzte sich aus 
Vertreter*innen der Bereiche Einzelhandel, Dienstleistungen, Bürgerinitiativen und Soziales 
zusammen. Darüber hinaus bot die Flying-Doctor-Phase in zusätzlichen Einzelgesprächen Raum, 
mit wichtigen Stakeholder*innen weiteres Wissen und Ideen auszutauschen. Dazu zählten 
umfassende Gespräche mit Vertreter*innen der Kalker StandortGemeinschaft e.V., der Kalker 
Sozialraumkoordination, dem Quartiersmanagement Kalk/Humboldt-Gremberg und dem 
Veedellieben e. V. Die Einzelgespräche dienten zur Vernetzung mit wichtigen Mulitplikator*innen 
aus dem Zentrum. Abschluss der Flying-Doctor-Phase bildete im September 2022 die Strategie-
Werkstatt. In dem Workshop-Format stellte Stadt + Handel die bisherigen Ergebnisse des 
Anstoßprozesses vor. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam in Kleingruppen 
zunächst Zukunftsbilder für das Bezirkszentrum und anschließend potenzielle Maßnahmen, welche 
auf die Zielformulierungen einzahlen. Dabei widmete sich je eine Arbeitsgruppe den funktionalen, 
den städtebaulichen und den Markenqualitäten des Zentrums. Der Teilnehmendenkreis setzte sich 
aus den Bereichen Politik, Handel, Gastronomie, Vereine und Soziales zusammen. Im Vergleich zu 
den vorherigen Formaten und Dialogangeboten konnten diesmal mehr Gewerbetreibende für die 
Veranstaltung gewonnen werden. Durch eine zeitintensive persönliche Ansprache vor Ort gelang es 
mehr Akteure und Akteurinnen zu aktivieren. Die Ergebnisse des Workshops dienten als Grundlage 
für die Formulierung einer Profilierungsempfehlung und eines Zukunftsbildes für Kalk. Wesentliche 
Leitlinien zur (Neu-)Positionierung des Bezirkszentrums liegen in Form eines Zentren-Rezepts vor.  
Toolbox-Phase – Im Rahmen der Toolbox-Phase erarbeite Stadt + Handel auf Basis der 
Bestandsaufnahme und -analyse sowie der in den Beteiligungsformaten gesammelten Ergebnisse 
konkrete Entwicklungsempfehlungen. Der Fokus lag dabei auf vier konkreten Handlungsfelder mit 
dem zielführendsten Handlungsbedarf:  
 Nutzungs- und Immobilienqualitäten  
 Stadtgestaltung und städtebauliche Struktur 
 Image und Marketing (unter Einbeziehung der digitalen Sichtbarkeit) sowie 
 Quartiersprofilierung.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 10 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 3: Übersicht der Handlungsfelder, Quelle: Stadt + Handel (eigene Darstellung) . 
 
Stadt + Handel untersuchte diese vier Handlungsfelder vertiefend, die als Arbeitsprogramm für das 
zukünftige Zentrenmanagement festgehalten sind. Anhand von Best-Practice-Beispielen werden für 
die unterschiedlichen Transformationsräume im Kalker Bezirkszentrum ausgesprochen. Auf 
Grundlage dieses Handlungsprogrammes kann ein zukünftiges Zentrenmanagement seine Arbeit in 
Kalk aufnehmen und die zukunftsfähige Weiterentwicklung des Bezirkszentrums stützen. Die 
wesentlichen Erkenntnisse sind im Kapitel Zielperspektive und Handlungsempfehlungen 
zusammengefasst. 
Ausblick: Interventions- & Management-Phase – Aufbauend auf den ersten drei Phasen der 
aktivierenden Analyse werden in der Interventions- und Management-Phase ab 2023 erste 
Tätigkeiten eines Zentrenmanagements aufgenommen. Im Idealfall folgt dieser Initiierung von 
Zentrenmanagement-Strukturen eine langfristig handlungsfähige Organisationsstruktur im Zentrum. 
Als erster Schritt sollen zunächst die erarbeiteten Maßnahmenempfehlungen aus der Toolbox-
Phase konkretisiert werden. Dabei geht es auch um die Erarbeitung von Projektprototypen für die 
Umsetzung vor Ort. Die Handlungsvorschläge sollen somit in Zusammenarbeit mit den 
Akteursgruppen vor Ort umsetzungsreif ausgearbeitet werden. Ziel ist es, die daraus entstehende 
Organisation- und Kommunikationsstruktur, auch nach der Initiierung eines Zentrenmanagements 
zu verstetigen.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 11 
3.1 Stakeholderanalyse (Desk Research) 
Im Rahmen des Anstoßprozesses wurden verschiedene Stakeholder*innen und Akteursgruppen im 
Kalker Bezirkszentrum identifiziert. Die folgende Abbildung (Stand 2022) soll einen Überblick hierzu 
geben. 
 
 
Abb. 4: Übersicht der Stakeholder, Quelle: Stadt + Handel (eigene Darstellung)

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 12 
4. Analyseergebnisse 
Im Rahmen des Anstoßprozesses analysierte Stadt + Handel verschiedene Themenfelder und 
Qualitäten für das Bezirkszentrum Kalk. Der erste Schritt der Analyse umfasste eine Zentren-
Positionierung unter Berücksichtigung der aktuellen Ist-Situation in Kalk. Die dargestellte 
Positionierung zeigt auf, wie stark einzelne Angebote im Zentrum aktuell ausgeprägt sind. Je mehr 
Felder dabei ausgefüllt sind, desto größer ist die Strahlkraft der einzelnen Angebote und damit des 
Zentrums. Die Positionierungsgrafik beschreibt dabei folgende Bereiche: Einzelhandel (rot), 
Gastronomie (grün) und sonstige Funktionen und Nutzungen (blau).  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 5: Zentren-Positionierung, Quelle: Stadt + Handel (eigene Darstellung) 
 
Für das Bezirkszentrum Kalk haben insbesondere der standardisierte Ziel- und Erlebniseinkauf eine 
starke und bezirksübergreifende Strahlwirkung, was insbesondere auf die Köln Arcaden und die 
weiteren Ankernutzungen im Einzelhandel zurückzuführen ist (z. B. Kaufland, DM, Rossmann oder 
Aldi). Im Vergleich dazu entfaltet der spezialisierte (Fach-)Einzelhandel entlang der Kalker 
Hauptstraße eine eher schwache Strahlkraft. Der Charakter eines gastronomischen Quartiers bzw. 
eines Ausgehstandortes ist in Ansätzen vorhanden, strahlt allerdings insgesamt kaum über das 
Zentrum aus. Nur wenige Betriebe bewirtschaften Außengastronomieflächen. Im Bereich Bildung 
und Erziehung befinden sich im und um das Bezirkszentrum einige Kindertagesstätten und 
Schulen, welche eine relativ hohe Strahlkraft auch auf umliegende Bezirke haben. Das 
Bezirkszentrum verfügt über einige Kultur- und Freizeitangebote (z. B. Bürgerhaus und 
Abenteuerhallen Kalk), allerdings mangelt es an der entsprechenden Sichtbarkeit, um diese auch 
für Besucher*innen von außerhalb attraktiv zu gestalten. Zudem gibt es einige kirchliche und 
religiöse Angebote im Bezirkszentrum. Zuletzt verfügt Kalk über einige gesundheitsorientierte und 
medizinische Angebote in Form von Apotheken, Arztpraxen, Gesundheitsdienstleistungen und dem 
evangelischen Krankenhaus, wodurch Frequenzen für das Zentrum generiert werden können.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 13 
Bei der Zentren-Positionierung handelt es sich um eine qualitative Momentaufnahme. Aktuelle 
sozio-ökonomische, technische und räumliche Transformationsprozesse beeinflussen die 
Zentrenstrukturen grundlegend. Neben den übergreifenden Herausforderungen für Innenstädte und 
Zentren (vgl. Problemaufriss), ergeben sich spezifische Aufgaben für die zukünftige Entwicklung 
des Bezirkszentrums. Die eingeschränkten (Aufenthalts-)Qualitäten im öffentlichen Raum, 
Herausforderungen beim Stadtteilimage, Konflikte in Bezug auf Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung 
sowie Trading-Down-Tendenzen sind offensichtliche Ergebnisse der Analyse. Hinzu kommen 
Governance-Aufgaben, um eine handlungsfähige Akteursgemeinschaft im Kalker Bezirkszentrum 
zu schaffen. Weitere Aspekte werden im Rahmen der SWOT-Analyse aufgegriffen (vgl. SWOT-
Analyse). 
 
Bei der Positionierung und Profilierung des Bezirkszentrums müssen weitere laufende Prozesse 
und Vorhaben für das Bezirkszentrum Kalk berücksichtigt werden. Zum einen werden die 
Planungen zum Industrieareal der Hallen Kalk in Zukunft auch Auswirkungen auf den Freizeitwert 
des Zentrums haben. Der Integrierte Plan als Ergebnis eines Werkstattverfahrens mit lokalen 
Akteursgruppen sieht für diesen Bereich eine Nutzungsmischung u.a. aus öffentlichem Grün, Kultur 
sowie einer gemeinwohlorientierten Entwicklung vor. Dazu zählt zum anderen der Bau der S-
Bahnhofstation Kalk-West durch die Deutsche Bahn, die das Stadtquartier auf dem ehemaligen 
Gelände der "Chemischen Fabrik Kalk" an das S-Bahn-Netz anbinden wird und voraussichtlich 
Auswirkungen auf Laufwege und Wegeverbindungen in das Bezirkszentrum haben wird. Die 
Planungen befinden sich derzeit in der Genehmigungsphase. Darüber hinaus wird der 
Planungsbeschluss zur verkehrlichen Umgestaltung der Kalker Hauptstraße Einfluss auf die 
Entwicklungen im Bezirkszentrum haben. Der Kölner Verkehrsausschuss beauftragte im Oktober 
2022 die Stadtverwaltung mit der Erarbeitung und Darstellung von Vorschlägen zur Aufwertung der 
Kalker Hauptstraße, mittels Flächenumverteilung zugunsten von Rad- und Fußverkehr. Hierbei soll 
auch die potenzielle Einrichtung einer Einbahnstraße geprüft und die Planungen umfassend und 
öffentlich beteiligt werden. Auch im Rahmen des Anstoßprozesses wurde die Thematik des 
Verkehrsversuches seitens der Akteure und Akteurinnen vor Ort mit großem Interesse verfolgt bzw. 
eingebracht. Eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung und Umgestaltung werden grundsätzlich begrüßt. 
Insbesondere Gewerbetreibende sind jedoch besorgt, dass eine verkehrliche Umgestaltung sich 
nachteilig auf ihre Unternehmen auswirkt (z. B. Verringerung der Erreichbarkeit, Umlenkung der 
Frequenzen und weniger Stellplätze in der Nähe des Betriebes). Die zuvor genannten laufenden 
Planungsvorhaben sollten hinsichtlich der Weiterentwicklung des Zentrums berücksichtigt werden 
und bieten nach der Pandemie neue Chancen für das Bezirkszentrum. 
 
4.1 SWOT-Analyse 
Hervorgehend aus der Analyse der einzelnen Handlungsfelder sowie der Auswertung 
verschiedener Beteiligungsformate können im Folgenden wesentlichen Stärken (S = strengths) und 
Schwächen (W = weaknesses) sowie – unter Berücksichtigung übergreifender Prozesse – Chancen 
(O = opportunities) und Risiken (T = threats) für das Kalker Bezirkszentrum abgeleitet werden. Die 
einzelnen Felder werden in Form einer SWOT-Analyse zusammengefasst.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 14 
 
 
Stärken > grundsätzlich sehr gute Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln 
> augenscheinlich hohe Passant*innen-Frequenzen und Lebendigkeit (insb. im 
westlichen Bereich des Zentrums) 
> starke Anziehungskraft im Einzelhandel durch Köln Arcaden als Frequenzanker 
im Westen des Zentrums 
> Sünner Brauwelt als gastronomischer und historischer Anziehungspunkt im 
Osten des Zentrums  
> über das Zentrum verteilt immer wieder attraktive Einzelhandels- und 
Gastronomiebetriebe (insb. im Gastronomiebereich positive Tendenzen) 
> Freizeit-Potenziale und Alleinstellungsmerkmale durch Umnutzung der alten 
Industriehallen (z. B. Abenteuerhallen Kalk) 
> vielfältiges internationales Gastronomie- und Einzelhandelsangebot 
> vielseitige Stadtgesellschaft mit hohem kreativen Potenzial 
> soziales Engagement und Toleranz bilden Teil der Stadtteilidentität 
> evangelisches Krankenhaus, mehrere Apotheken und Arztpraxen sowie 
gesundheitsorientierte Dienstleistungen tragen zur Frequenz und Versorgung 
der Bevölkerung bei 
Schwächen > eingeschränkte Aufenthaltsqualität durch hohes Verkehrsaufkommen auf Kalker 
Hauptstraße (Lärm und Abgase) und Barrierewirkung zwischen nördlicher und 
südlicher Ladenzeile sowie angrenzenden Lagebereichen 
> Einzelhandel jenseits der Köln Arcaden eher preisorientiert 
> Gastronomie zu großen Teilen imbissorientiert (nur wenige höherwertige 
Angebote, welche meist in den Rand- und Nebenlagen nur schwer auffindbar 
sind) 
> teilweise eingeschränkte Nutzungs- und Immobilienqualität 
> häufig keine intuitiven Verbindungen oder Wegeführungen zu attraktiven 
Nutzungen und Angeboten in den Rand- und Nebenlagen 
> Trading-Down-Tendenzen in der Kalk-Mülheimer-Straße und Abschnitten der 
Kalker Hauptstraße 
> Nachfolgeproblematik bei inhaber*innengeführten Betrieben (vgl. Kalker 
Traditionsbäckerei) 
> mangelnde Qualität und Quantität an Grün- und Erholungsflächen 
> sozial-politische Herausforderungen wie Wohnungslosigkeit, Umgang mit 
Drogenkonsum, Kriminalität, Gefühl von Unsicherheit und stellenweise 
mangelnder Sauberkeit tragen zu negativem Image und Interessenskonflikten im 
Bezirkszentrum bei 
Chancen > gute verkehrliche Lage in Köln und Umgebung

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 15 
> mehr Zuwanderung infolge des demographischen Wandels / Fachkräftemangel 
kann durch Erfahrungswerte und bereits bestehende Strukturen und 
Anlaufstellen im Bezirkszentrum untersützt werden 
> im Stadtvergleich niedriges Mietniveau 
> gesellschaftlicher Wertewandel zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit fördert das 
lokale Einkaufen und ermöglicht neue Geschäftskonzepte 
> Digitalisierung und Hybridisierung als Chance für angepasste Betriebskonzepte 
(z. B. Click-&-Collect, lokale Lieferdienste) 
> angestrebte Mobilitätswende kann auf lokaler Ebene erfolgreich umgesetzt 
werden, so dass die gute Erreichbarkeit erhalten bleibt und die 
Aufenthaltsqualität im Kalker Bezirkszentrum gesteigert werden kann 
>  
Risiken  > zunehmende Konkurrenz im Einzelhandel durch wachsenden Online-Handel 
> steigende Mietpreise in deutschen Großstädten 
> Erlebniseinkäufe werden in der Kölner City getätigt 
> Auswirkungen von Corona- und Energiekrise: Erhöhung der 
Lebenshaltungskosten und Verringerung der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft 
> Fachkräftemangel als Herausforderung für Betriebe verschiedenster Bereiche 
> allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 
> Mobilitätswende stößt auf lokaler Ebene auf Widerstände bzw. kann nicht 
ausreichend umgesetzt werden, so dass Aufenthaltsqualität nicht erhöht werden 
kann 
> dynamischeres Wachstum anderer Wettbewerbsstandorte, so dass Kalk als 
Standort für Neuansiedlungen an Attraktivität verliert 
> Ansiedlungsansprüche attraktiver Konzepte können nicht erfüllt werden

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 16 
SWOT-Karte 
Die Ergebnisse der Zentren-Positionierung und die in der SWOT-Analyse identifizierten Stärken 
und Schwächen werden in der folgenden SWOT-Karte aufgegriffen und räumlich verortet.  
Abb. 6: SWOT-Karte, Quelle: Stadt+Handel (eigene Darstellung)

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 17 
5. Zielperspektiven 
Im Sinne einer Profilierung für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung des Kalker 
Bezirkszentrums konnten im Rahmen der Beteiligungsformate des Anstoßprozesses und in 
Zusammenarbeit mit den Akteursgruppen vor Ort neue Zielperspektiven für das Zentrum entwickelt 
werden. Auf drei Begriffe verkürzt, soll das Zentrum zukünftig gemeinsam als internationales, 
experimentierfreudiges und lebendiges Zentrum gedacht werden. Auf Basis dieser drei Begriffe 
kann folgende Zukunftsvision formuliert werden:  
Als Grundlage soll das Bezirkszentrum für Besucher*innen sauber und sicher sein, ein attraktiver 
öffentlicher Raum lädt zum Verweilen ein. Eine integrierte Verkehrsplanung berücksichtigt die 
Bedürfnisse unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer*innen sowie Akteursgruppen des Zentrums und 
zielt auf eine höhere Aufenthaltsqualität und Sicherheit ohne die gute Erreichbarkeit für den MIV 
einzuschränken. Das Zentrum repräsentiert die abwechslungsreiche Angebotspalette des Veedels 
in seinen unterschiedlichen Quartieren. Durch eine ansprechende Mischung an Einzelhandels-, 
Gastronomie-, Freizeit- und Kulturangeboten können Besucher*innen immer wieder angelockt 
werden und Abwechslung wird geboten. Die Aufenthaltsqualität an der Kalker Hauptstraße wird 
durch ein einladendes Erscheinungsbild sowie Grün- und Sitzelemente gefördert. Die Nutzungen in 
Kalk sind (digital) gut aufgestellt, sichtbar, vernetzt und nutzen dabei verschiedene 
Informationskanäle. Im Bezirkszentrum finden regelmäßig Veranstaltungen statt, bei denen Akteure 
und Akteurinnen und Bürger*innen aus dem Zentrum in Kontakt treten. Die Events fördern ein 
positives und kreatives Image des Stadtteils. Darüber hinaus werden im Bezirkszentrum neue 
Experimente gewagt. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Abwechslungsreichtum und 
Inspiration, so dass alle, die sich für die positive Entwicklung des Bezirkszentrums Kalk einbringen, 
voneinander lernen und profitieren können. Insgesamt trägt das Zentrum Schritt für Schritt und 
unter Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven zu einer ökologischen Nachhaltigkeit bei. 
Darüber hinaus werden Gesundheitsangebote stärker vernetzt und somit Synergien mit 
Dienstleistungen und Einzelhandel genutzt. Im Sinne der „gesunden Stadt“ werden auch Angebote 
für Wohnungslose und Menschen mit Substanzgebrauchsstörungen weiter vernetzt, gebündelt oder 
ausgebaut. Gewerbetreibende und soziale Beratungsstellen sind enger miteinander verknüpft, 
sodass gegenseitiges Verständnis, Kompetenzen und Lösungen geschaffen werden können. 
Die formulierte Vision soll in eine zukunftsfähige Entwicklung des Kalker Bezirkszentrums 
einzahlen. Die durch Stadt + Handel erarbeitete Zentren-Positionierung (vgl. Analyseergebnisse) 
wird daher um ein Zielprofil erweitert, um die Strahlkraft bestimmter Bereiche zu fördern. Die beiden 
über den Stadtteil Kalk hinaus strahlenden Magnete Köln Arkaden und Sünner Brauwelt spannen 
den Bogen, zwischen denen sich das Bezirkszentrum Kalk weiter entwickelt. Im Bereich des 
Einzelhandels soll der spezialisierte Ziel- und Erlebniseinkauf gestärkt werden, um Kalk als 
Handelsstandort zu stabilisieren und auf Bedürfnisse der Zielgruppen einzugehen. Im Bereich der 
Gastronomie wird ein Ausbau der Betriebsvielfalt angestrebt. Die Ansiedlung zusätzlicher und 
qualitätsvoller Betriebe soll das derzeitige – insbesondere auf Fast-Food orientierte – Angebot 
ergänzen und bestehende gastronomische „Perlen“ stärken. Bildungs- bzw. Erziehungsangebote 
können als Frequenzbringer für das Gewerbe fungieren, Aufenthalte im Zentrum verlängern und 
insbesondere im informellen Bereich den Freizeitwert erhöhen (z. B. durch Edutainment oder 
interkulturelles Erfahren). Das bereits vielfältige und wachsende Bildungsangebot soll in die

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 18 
Entwicklung des Bezirkszentrums integriert werden. Gleiches gilt für Freizeit- und Kulturangebote, 
welche zunehmend sichtbarer gemacht und zum Charakter vom Kalker Bezirkszentrum beitragen 
sollen.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 7: Zentren-Profilierung, Quelle: Stadt + Handel (eigene Darstellung) 
 
5.1 Transformationsräume 
Als Teil der vertiefenden Analysephase (Toolbox-Phase) des Anstoßprozesses in Kalk, fokussierte 
sich Stadt + Handel auf die verschiedenen Quartiere des Kalker Bezirkszentrums. Eine 
Identifizierung der einzelnen Lagebereiche ermöglicht die detaillierte Betrachtung der Stärken und 
Schwächen innerhalb von Transformationsräumen. Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen 
Zukunftsvision sollen mögliche Potenziale der einzelnen Lagebereiche auf Quartiersebene 
herausgearbeitet werden. Ähnlich wie bei der Formulierung der Zukunftsvision werden eine 
Profilierung als Grundlage für die Weiterentwicklung der Quartiere vorgenommen und 
Entwicklungsempfehlungen abgeleitet. Berücksichtigt werden dabei die funktionale und 
städtebauliche Qualität der Quartiere. Insgesamt wurden vier Quartiere als Transformations- und 
Entwicklungsräume abgegrenzt (vgl. Zielkarte). 
Q1: Köln Arcaden bis zur Neuerburgstraße – Das erste Quartier umfasst den Bereich der Kalker 
Hauptstraße zwischen den Köln Arcaden bis zur Kreuzung Neuerburgstraße und die 
Haupteinkaufslage des Bezirkszentrums. Der Lagebereich wird durch eine hohe Dichte an 
Angeboten und den wichtigsten Einzelhandelsankern geprägt. Ergänzend kommen (Mitnahme-) 
Gastronomien und ein breites Angebot an Dienstleistungen in Erd- und Obergeschosslagen an der 
Kalker Hauptstraße hinzu. Das Gebiet von Q1 ist durch die Haltestelle Kalk Post und den S-
Bahnhof Trimbornstraße im Stadtgebiet sehr gut angebunden. Zu den Schwächen des Quartiers 
zählen die unklaren Eingangssituationen an diesen Haltestellen. Hinzu kommen nur wenige Grün- 
und Sitzelemente entlang der Kalker Hauptstraße sowie eine geringe Integration nahegelegener 
Grün- und Aufenthaltsflächen in das Zentrum (z. B. Breuerpark oder Bürgerpark). Das

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 19 
Erscheinungsbild des Zentrums wird punktuell durch Leerstände und teilweise ungepflegte 
Fassaden in Erdgeschosslage negativ beeinflusst. Darüber hinaus wird die Aufenthaltsqualität 
durch die hohen Verkehrsemissionen, ein geringes Raumangebot für den nichtmotorisierte 
Individualverkehr und z. T. mangelnde Sauberkeit geprägt. Jenseits des Einkaufszentrums 
erscheint der Lagebereich „überladen“, chaotisch und preisorientiert und bildet damit einen Kontrast 
zu den Köln Arcaden. 
Für Q1 werden die Entwicklungsperspektiven insbesondere im Bereich des spezialisierten 
Einzelhandels eingeordnet, da entsprechende Betriebe die Strahlkraft vorhandener Strukturen wie 
der Köln Arcaden und von Kaufland im Bereich des Erlebnis- und Zieleinkaufes nutzen können (z. 
B. Facheinzelhandel). Insgesamt soll so ein attraktives Einkaufserlebnis zwischen Köln Arcaden 
und Drogeriemarkt Rossmann angestrebt werden. Ergänzend dazu soll Kalk Post als zentraler 
Platz, Ankunftsort und Transformationsraum im Quartier profiliert werden. Attraktive „Mini-
Veranstaltungen“, Aktionen und Aufenthaltsangebote sowie eine Stärkung der Außengastronomie 
können ein attraktives Gegenüber zu den Arcaden schaffen. Die Eingangssituation am Platz kann 
durch Fassadenbeleuchtung und dekorative Elemente zwischen den Häuserfassaden (z. B. Wimpel 
oder Lampions) atmosphärisch gestaltet werden. Durch solche oder ähnliche gestalterische 
Elemente können zudem die Wegeverbindungen innerhalb des Quartiers und zu anderen 
Lagebereichen durch intuitive Wegeleitsysteme gestärkt werden. Anknüpfend dazu wird die 
Einrichtung zusätzlicher Aufenthaltsorte entlang der Kalker Hauptstraße empfohlen. Dadurch kann 
in diesem weiteren Transformationsraum ein Flaniercharakter geschaffen werden. Im Rahmen einer 
verkehrlichen Umgestaltung können durch Sitzelemente und saisonale Außengastronomieflächen 
auf Stellplätzen neue Qualitäten realisiert werden.  
Q2: Kalk-Mülheimer-Straße – Das zweite Quartier umfasst die Nebenlagen der Kalk-Mülheimer-
Straße bis zum Kalker Markt. Aktuell wird die Straße insbesonders durch eine Vielfalt an 
internationalen gastronomischen Angeboten in Form von Restaurants, Imbissen, Cafés und 
Kneipen/Bars sowie im Bereich der Nahversorgung durch internationale Supermärkte geprägt. Im 
Quartier befindet sich das Bürgerhaus als Kristallisationspunkt für Veranstaltungen, Ort für Familien 
und Vernetzung sowie Kultur- und Freizeitangebote für verschiedene Bevölkerungsgruppen. 
Gleichzeitig schränkt eine hohe Dichte an Vergnügungsstätten die Angebotsqualität ein. 
Städtebaulich befinden sich hier insbesondere Nachkriegsbauten mit z. T. renovierungsbedürftigen 
Fassaden. Bestehende Werbeanlagen sind oftmals veraltet und nicht zeitgemäß. Insgesamt 
mangelt es in der Kalk-Mülheimer-Straße an Aufenthaltsqualität und einer nur eingeschränkten 
Gestaltung des öffentlichen Raums. Die unklare Eingangssituation verringert die Sichtbarkeit der 
Nutzungen von der Kalker Hauptstraße aus. 
Für Q2 ergeben sich insbesondere im Bereich Kultur & Freizeit, sowie für die Gastronomie und den 
spezialisierten Einzelhandel Ansätze zur Weiterentwicklung des Lagebereichs als potenzieller 
Transformationsraum. Das Bürgerhaus soll als wichtiger Ankerpunkt stärker in Richtung Kalker 
Hauptstraße wirken und könnte, insbesondere in Kombination mit anderen Kultur- und 
Freizeitangeboten, Impulse geben. Insgesamt kann die Sichtbarkeit der vorhandenen 
Ankerangebote durch ein intuitives Wegeleitsystem oder Wegweiser aus Richtung der Kalker 
Hauptstraße gestärkt werden, z. B. durch dekorative Elemente zur Verknüpfung wichtiger 
Kristallisationspunkte. Eine persönliche Unterstützung von bestehenden spezialisierten 
(internationalen) Betrieben oder für Neuansiedlungen kann die Angebots- und Marketingqualität

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 20 
erhöhen und den Transformationsraum Kalk-Mülheimer-Straße gestalten. In diesem Kontext 
können auch Gespräche mit Immobilieneigentümer*innen geführt werden, um bei Vermietungen der 
Ladenbereich, Ansiedlungen von neuen Nutzungen oder Investitionen zur baulichen und 
gestalterischen Aufwertung zu beraten. Die Steuerung von Vergnügungsstätten ist eine wichtige 
Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Quartiers. Darüber hinaus wird eine städtebauliche 
Gestaltung der Kalk-Mülheimer-Straße durch Begrünungs- und Dekorationselemente empfohlen, 
um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, Nachbarschaft zu fördern und Besucher*innen in die Straße 
zu locken. 
Q3: Markt über den Stadtgarten zur Sünner Brauerei – Das dritte Quartier umfasst die Kalker 
Hauptstraße zwischen der Kreuzung zur Neuerburgstraße und der Sünner Brauerei, sowie das 
Gebiet um Steprathstraße und Markt im Norden sowie die Wiersbergstraße im Süden. Im 
Kreuzungsbereich zur Kapellenstraße bestehen Überschneidungen zu Q4 innerhalb des zentralen 
Transformationsraums im Osten des Zentrums. Das Quartier Q3 wird geprägt durch einige 
inhaber*innengeführte Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe und teilweise Flächen für 
Außengastronomie. Die Sünner Brauerei im Osten des Bezirkszentrums stellt den gastronomischen 
Ankerpunkt im östlichen Lagebereich dar und fungiert zusätzlich als Veranstaltungsort, Ort der 
Produktion und besonderes historisches Gebäude, und hat eine Strahlkraft weit über den Stadtteil 
hinaus. Hieraus können Synergieeffekte für das gesamte Bezirkszentrum gewonnen werden. Der 
Kalker Stadtgarten ist im Kern des Quartiers eine wichtige Grünfläche im sonst stark versiegelten 
Bezirkszentrum. Zusätzlich bildet der ehemalige Marktplatz eine wichtige Aufenthaltsfläche mit 
einem attraktiven Spielplatzgelände. In Q3 bestehen weiterhin Synergieeffekte durch angrenzende 
Dienstleistungsangebote wie dem Bezirksrathaus (Verwaltung) und den Marienarkaden 
(medizinische Angebote). Insgesamt sorgen die Kalker Hauptstraße und die Kreuzung zur 
Kapellenstraße für eine Barrierewirkung im Quartier. So besteht beispielsweise nur eine geringe 
Sichtbarkeit und damit eingeschränkte Verknüpfung zur Sünner Brauerei im Bezirkszentrum, was 
unter anderem durch die Mauer um die Kirche St. Marien und St. Joseph verursacht wird. Auch die 
Grünflächen im Stadtgarten sind vom Straßenraum nur eingeschränkt sichtbar, beide Bereiche 
sollten besser mit der Kalker Hauptstraße verknüpft werden. Weitere und attraktivere 
Außensitzflächen, z.B. Bänke, können das Quartier profilieren und aufwerten. 
Hinsichtlich der Weiterentwicklung von Q3 liegt deutliches Potenzial im Bereich Speise- und 
Schankgastronomie. Das Quartier kann langfristig weiter als Gastronomiestandort profiliert werden, 
mit räumliche-funktionaler Verknüpfung zum Einzelhandel (Übergang zu Q1) und zu 
Dienstleistungs- und Kulturangeboten (Q4). Ein Fokus liegt dabei auf dem Transformationsraum um 
Kalk Kapelle. Eine Stärkung der Sichtbarkeit der Angebote im Quartier durch digitale Kanäle und 
einem Gastro-Leitsystem unter Einbindung der Ankernutzungen (z. B. Sünner Brauwelt) ist 
empfehlenswert. Die Ansiedlung weiterer Gastronomiebetriebe (im mittelpreisigen Segment) und 
die Etablierung zusätzlicher Außengastronomie (bspw. durch die Umnutzung vorhandener 
Stellplatzflächen) sollte gefördert werden. An diesem Punkt kann eine stärkere Einbindung des 
Stadtgartens als kommerzieller und auch nicht-kommerzieller Aufenthaltsort sowie als Ruhe- und 
Erholungsfläche gegenüber der Bundesstraße anknüpfen. Die Lagebereiche im Quartier sollten 
durch kleinteilige Entsiegelungen und der Nutzung von Begrünungselementen attraktiv gestaltet 
werden, z. B. durch Pflanzkübel, Blumenampeln oder Fassadengrün. Nennenswert wäre an diesem 
Punkt auch ein höherwertiges und zeitgemäßes Mobiliar für Außengastronomien. Durch einen

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 21 
Zusammenschluss der Gastronom*innen kann das Quartier sich stärker an potenziellen 
Zielgruppen ausrichten und zur „Genussoase“ im Bezirkszentrum werden. 
Q4: Kalk Karree über die Kapellenstraße bis zum Bezirksrathaus – Das vierte und letzte Quartier 
als Schwerpunkts- und Entwicklungsraum erstreckt sich im Süden des Bezirkszentrums vom Kalk 
Karree über die Hallen Kalk zum Bezirksrathaus und Krankenhaus im Nordosten des Zentrums. An 
der Kreuzung zwischen Kalker Hauptstraße und Kapellenstraße bestehen Verknüpfungen und 
Überschneidungen zu Q3 und dem Transformationsraum um Kalk Kapelle. Q4 weist ein breites 
Angebot an öffentlichen Einrichtungen (Kalk Karree und Bezirksrathaus) sowie 
Dienstleistungsangeboten (insbesondere im medizinischen Bereich durch das Krankenhaus und die 
Marienarkaden) auf. Auch Kultur- und Freizeitangebote im Bereich der Hallen Kalk (z. B. die 
Abenteuerhallen) erzeugen Frequenzen am Rand der Kalker Hauptstraße, welche stärker für 
Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe (Q1 & Q3) genutzt werden sollten. Dadurch können auch 
Synergieeffekte zu den angrenzenden Gastronomiebetrieben (Q3) generiert werden. Die 
großflächigen ehemaligen Industriehallen im Süden des Zentrums werden aktuell nur teilweise 
genutzt und wirken z. T. verlassen und ungepflegt. Zudem bestehen hier keine deutliche 
Verknüpfung zur Kalker Hauptstraße und eine unklare Wegeführung. Zentrale Plätze wie der 
Ottmar-Pohl-Platz oder die Vorplätze von Marienarkaden und Bezirksrathaus werden insgesamt 
wenig bespielt oder aktiv genutzt.  
Q4 sollte in Zukunft als Standort für Dienstleistungs-, Verwaltungs-, Freizeit- und Kulturangebote 
und somit als Ergänzung zu den übrigen Quartieren weiterentwickelt werden. Eine digitale 
Bündelung vorhandener Nutzungen und Funktionen ist ratsam, um die Sichtbarkeit vorhandener 
Strukturen zu erhöhen. Ergänzend dazu sollten Beschilderungen der wichtigsten Ankerpunkte an 
zentralen Ankunftsorten installiert werden, z. B. Abenteuerhallen oder Hallen Kalk bei Kalk Post und 
Kalk Kapelle ausschildern. Weiterführend wird eine Gestaltung und Aufwertung der Vorplätze von 
Bezirksrathaus und Marienarkaden empfohlen, um den Transformationsraum um Kalk Kapelle und 
die Übergänge zum Gastronomie-Quartier (Q3) zu gestalten. Darüber hinaus sollen weitere 
Freizeitangebote in Q4 etabliert werden, um als zusätzliche Frequenzbringer für das Kalker 
Bezirkszentrum zu fungieren. Dazu zählt auch die Schaffung niedrigschwelliger Begegnungsräume 
entsprechend der Zielgruppen: Studierende und Auszubildende, Familien mit oder ohne 
internationaler Geschichte und die Generation 60+.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 22 
Die folgende Zielkarte fasst die unterschiedlichen Transformations- und Schwerpunkträume aus 
den genannten Quartieren zusammen, die im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Kalker 
Bezirkszentrums die größten Profilierungspotenziale aufweisen. Darüber hinaus werden hier die 
wichtigsten Gestaltungs- und Aufenthaltspotenziale für das Zentrum identifiziert und miteinander 
verknüpft. 
 
 
Abb. 8: Ziel-Karte, Quelle: Stadt + Handel (eigene Darstellung)

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 23 
6. Handlungsempfehlung 
Als Abschluss der Toolbox-Phase wurden aus allen gesammelten Erkenntnissen und Ideen erste 
Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Kalker Bezirkszentrums formuliert. Die 
Maßnahmen sind in der folgenden Auflistung kurz beschrieben und hinsichtlich Handlungsfeld, 
Zeithorizont (kurz-, mittel- oder langfristig), Komplexität und Verantwortlichkeiten eingeordnet. Der 
Zeithorizont unterteilt sich in kurz-, mittel- oder langfristig und wird dementsprechend von ein bis 
drei bepunktet. Dabei stehen ein Punkt für einen kurzfristigen Zeithorizont und drei Punkte für einen 
langfristigen Zeithorizont. Die Komplexität wird ebenfalls mit ein bis drei Punkten bewertet. Eine 
niedrige Komplexität (ein Punkt) umfasst bspw. einen geringeren zeitlichen/finanziellen Aufwand 
und kurzfristig zu aktivierende Akteursgruppen, während eine hohe Komplexität (drei Punkte) einen 
hohen zeitlichen/finanziellen Aufwand sowie die aufwendige Beteiligung vieler Akteursgruppen 
bedeuten kann. 
Darüber hinaus werden die Maßnahmen übergreifend eingeteilt in:  
> potenzielle Schlüsselprojekte für die Initiierung eines Zentrenmanagements 
> weiterführende Aktionen und Maßnahmen mit Akteursgruppen vor Ort  
> weitere Projektideen und Maßnahmen  
 
Schlüsselprojekte Zentrenmanagement 2023 
Handlungsfeld Maßnahme 
Kontext der  
Nennung 
Fristigkeit (kurz-
, mittel-, lang- 
fristig) 
 
Komplexität Beteiligte Akteursgruppen 
 
Nutzungs-
/Immobilienqualität 
Beratungsangebote & Workshops 
- Immobilieneigentümer*innen 
- Gewerbetreibende  
- Standortgemeinschaft 
Strategie-
Werkstatt und 
Ausschreibung 
  
Zentrenmanagement, Köln 
Business, 
Immobilieneigentümer*innen, 
Gewerbetreibende, 
Standortgemeinschaft  
 
Nutzungs-
/Immobilienqualität 
proaktives Nachnutzungs- /  
Leerstandsmanagement  
Strategie-
Werkstatt und 
Ausschreibung 
  
Zentrenmanagement, Köln 
Business, Stadtverwaltung, 
Immobilieneigentümer*innen, 
lokale Akteursgruppen, 
StandortGemeinschaft 
Image 
& Marketing 
Aktionsgruppe Bezirkszentrum  
Köln-Kalk 
- Vernetzung & Unterstützung 
- Koordination & Kommunikation 
Strategie-
Werkstatt und 
Ausschreibung 
  
Zentrenmanagement, Lokale 
Akteursgruppen 
 
Beratungsangebote & Workshops 
Die Durchführung von Beratungsangeboten und Workshops entspricht sowohl der Zielsetzung des 
Förderprogramms als auch den Wünschen der Akteursgruppen aus Kalk. Es soll ein Workshop durchgeführt

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
 24 
werden, dessen Ausrichtung gemeinsam mit den Akteursgruppen vor Ort abgestimmt werden soll. Themen für 
den Workshop könnten beispielsweise die Schaufenstergestaltung, verschiedene Betriebskonzepte oder ein 
Digitalisierungs-Workshop sein. 
Durch die Präsenz vor Ort kann Stadt+Handel auch bei Beratungs- oder Unterstützungsbedarfen der 
Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümer*innen helfen und z. B. helfen, die richtigen Ansprechpartner*innen 
zu finden. 
 
Proaktives Nachnutzungs- / Leerstandsmanagement 
Durch die Erstellung und eines Leerstandskatasters werden die Leerstände erfasst. Das Kataster wird durch 
Stadt+Handel genutzt, um Immobilieneigentümer*innen und Gewerbetreibende aufzusuchen und aktiv zu beraten 
und bei der Vernetzung zwischen Eigentümer*innen und Interessierten zu unterstützen. Je nach Zielsetzung 
können dabei verschiedene Optionen zur kurzfristigen Zwischennutzung oder langfristige Vermietung aufgezeigt 
werden. 
 
Aktionsgruppe Bezirkszentrum Köln-Kalk 
Durch die Initiierung regelmäßiger Absprachen und Austauschrunden sollen insbesondere die Gewerbetreibenden 
und Immobilieneigentümer*innen weiter bei der Vernetzung miteinander unterstützt werden. Damit soll auch die 
Grundlage geschaffen werden, dass auch über das Sofortprogramm hinaus ein Austausch zwischen den 
Akteursgruppen bestehen bleibt.

Zukunftsagenda – Bezirkszentrum Köln-Kalk 
25 
 Die Oberbürgermeisterin 
 Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 Projektverantwortung: 
 Brigitte Scholz 
 Leiterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
 P
rojektteam: 
 Karla Finkeldei 
 Franka Klocke 
 Jan Neumann 
 Ex
ternes Projektbüro 
 P
rojektteam: 
 Sophie Dorner 
 Jonas Reimann 
Stadt + Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner GmbH

Mitteilung Ausschuss

3529 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/151/1 
 
Vorlagen-Nummer 24.08.2023 
 2435/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 24.08.2023 
Stadtentwicklungsausschuss 31.08.2023 
Wirtschaftsausschuss 14.09.2023 
 
Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren NRW:  
Zukunftsagenda für das Bezirkszentrum Kalk 
Im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ des Lan-
des NRW wurden für die drei Bezirkszentren Porz, Kalk und Ehrenfeld Fördergelder zum An-
stoß und zur initialen Umsetzung eines Zentrenmanagements bewilligt. Das Bezirkszentrum 
Kalk wurde aufgrund multipler Problemlagen wie Leerständen, Trading-down-Tendenzen und 
städtebaulich-funktionalen Defiziten ausgewählt. Ziel der ersten Förderphase des Sofortpro-
gramms war es, die Einzelhandelslagen zu stärken und dabei vor allem einen Schwerpunkt 
auf die Vernetzung und Aktivierung der Gewerbetreibenden zu legen. Gemeinsam mit dem 
Planungsbüro Stadt+Handel GmbH startete im Dezember 2021 die Programmumsetzung in 
Kalk und damit der Anstoß sowie die initiale Umsetzung des Zentrenmanagements (bisherige 
Vorlagen: Bewilligung des Förderantrags 3673/2020, Bedarfsfeststellung 3682/2020, Bedarfs-
feststellung 0305/2021, Bewilligung des Förderantrags 0496/2022 / 0498/2022, Start Förder-
maßnahme 1052/2022). 
 
 
In der aktuell zweiten und abschließenden Förderphase werden bereits jetzt bis Ende Dezem-
ber 2023 erste Maßnahmen zur kurzfristigen Umsetzung konzipiert. Im Rahmen des „Kalk-
fests“ am 19.08. ist u. a. das „Stadtgarten-Picknick“ geplant. Passend zu der Idee eines Gast-
ronomie-Quartiers soll im Stadtgarten an der Kalker Hauptstraße eine temporäre Picknickflä-
che mit Begleitprogramm (z.B. Musik, Sport, Kunst) eingerichtet werden. Ziel der Maßnahme 
ist es, durch die Schaffung von Verweil- und Begegnungsmöglichkeiten die vorhandenen Qua-
litäten des Bezirkszentrums hervorzuheben und miteinander in Verbindung zu setzen. 
 
Zur Analyse des Bezirkszentrums Kalk wurden verschiedene Informations- und Beteiligungs-
formate durchgeführt, dazu gehörten u.a. Einzelinterviews mit Vertreter*innen verschiedener 
Akteursgruppen, ein Zentrenspaziergang sowie eine Strategie-Werkstatt in der Maßnah-
menideen entwickelt wurden. Es wurden sogenannte Transformationsräume anhand ihrer 
städtebaulichen und funktionalen Qualitäten identifiziert, aufgrund deren Stärken und Schwä-
chen mögliche Potenziale zur Weiterentwicklung und Profilierung der Quartiere herausgear-
beitet wurden. Ziel des Förderprogramms ist es, auch über die Förderphase des Sofortpro-
gramms hinaus Impulse zum Austausch und gemeinsamen Miteinander der Akteursgruppen 
zu schaffen. 
 
Zum Abschluss der ersten Förderphase liegt nun für das Bezirkszentrum Kalk ein partizipativ

2 
 
erarbeitetes Handlungsprogramm vor, die so genannte Zukunftsagenda. Die Zukunftsagenda 
dient als Leitfaden für die Umsetzung des Sofortprogramms durch das Zentrenmanagement 
bis Ende 2023. Darüber hinaus soll die Zukunftsagenda aber auch durch engagierte Personen 
zur Umsetzung von Maßnahmen vor Ort genutzt werden. Die Zukunftsagenda enthält die Pro-
zessbeschreibung inklusive der Beteiligungsformate, die vorangegangenen Analysen und ins-
besondere konkrete Handlungsfelder und Maßnahmenvorschläge. Für die Bezirkszentren 
Porz und Ehrenfeld wurden ebenfalls Zentrenagenden erstellt, die unter den Vorlagennr. 
2434/2023 (Porz) und 2436/2023 (Ehrenfeld) öffentlich einsehbar sind. 
 
Anlage 
Zentrenagenda Kalk 
 
 
Gez. Haack

Beratungsverlauf (3)

14.09.2023 Wirtschaftsausschuss
TOP 15.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
21.09.2023 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.09.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2435/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
24.08.2023
Erstellt
01.08.2023 11:04