V/0271/2024
Sachstandsbericht zur Hitzeaktionsplanung
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Anlage A
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Anlage A zur V/0271/2024 Kurzüberblick Im Herbst 2024 soll der erste Hitzeaktionsplan für Münster veröffentlicht werden. Das Gesund- heits- und Veterinäramt hat in einem umfangreichen Beteiligungsprozess gemeinsam mit zahlrei- chen Akteur*innen aus Verwaltung, Institutionen und Stadtgesellschaft 12 Maßnahmen abge- stimmt. Der Prozess und die Maßnahmen werden im Sachstandsbericht dargestellt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung 1. Die Erarbeitung des Hitzeaktionsplans als integraler Bestandteil des Klimaanpassungskon- zepts der Stadt Münster unterstreicht das entschiedene Engagement der Stadtverwaltung für eine nachhaltige und widerstandsfähige Stadtentwicklung. 2. Durch konkrete Maßnahmen und Empfehlungen soll die Lebensqualität aller Bürger*innen auch an heißen Tagen gesteigert und gleichzeitig die Auswirkungen des Klimawandels gemil- dert werden. Zielerreichung: Der Hitzeaktionsplan wird als dynamisches Instrument dienen, das kontinuierlich weiterentwickelt wird, um den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Stadt gerecht zu werden. Eine wirkungsvolle Umsetzung der Maßnahmen erfordert finanzielle und personelle Anstrengungen, die zum jetzigen Zeitpunkt nur grob dargestellt werden können. Finanzierung Produktgruppe: 0701 Gesundheitsdienste Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2024 enthalten? Ja Nein x teilw. Belastungen in zukünftigen Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein x teilw. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster (Vorlage V/0799/2019) Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Um gleiche Gesundheitschancen für alle zu gewährleisten, müssen Maßnahmen zum gesund- heitsbezogenen Hitzeschutz alle Bevölkerungsgruppen unabhängig von Sprache, Herkunft, sozia- lem Status, Geschlecht, Bildungsstand und Behinderung erreichen. Ältere Menschen sind von Hitze stärker betroffen. Die Anzahl und der Anteil älterer Menschen wird in den kommenden Jah- ren stark zunehmen. Die Auswirkungen des Klimawandels für die Stadt Münster sind vielfältig. Münster soll sich zu einer widerstandsfähigen und anpassungsfähigen Stadt entwickeln, die für alle Folgen des Klimawandels gut gerüstet ist.
Berichtsvorlage
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V/0271/2024 V/0271/2024 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Sachstandsbericht zur Hitzeaktionsplanung Beratungsfolge 22.05.2024 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar- beitsförderung Bericht 11.06.2024 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht Bericht: 1. Beschreibung des Kontextes und der Ausgangslage Der Hitzeaktionsplan für Münster stellt eine bedeutende Maßnahme im Handlungskonzept Klimaan- passung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster (Vorlage V/0799/2019) dar und zielt darauf ab, Maßnahmen zur gesundheitlichen Prävention für den Umgang mit Hitzeperioden festzulegen. Der Temperaturanstieg ist eine der deutlichsten Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels. Nicht nur die durchschnittlichen Temperaturen über das Jahr hinweg nehmen zu, sondern auch die Häufigkeit und die Dauer von Hitzewellen. Besonders belastend sind längere Hitzewellen, bei denen es mehrere Tage hintereinander heiß bleibt und sich die Temperaturen in der Nacht kaum abkühlen. Die zunehmende Hitze stellt eine wachsende Belastung für die Bevölkerung dar un d kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen, sogar zum Tod. Zusätzlich zur direkten Hitze- belastung beeinträchtigen auch die einhergehende UV-Strahlung und die Entstehung von bodenna- hem Ozon die Gesundheit der Bevölkerung. Der Aufgabenbereich des Hitzeaktionsplans zielt auf die Minderung der gesundheitlichen Auswirkun- gen von Hitze auf den menschlichen Körper ab. Der Tierschutz, der Naturschutz, der Schutz der kri- tischen Infrastruktur und der Katastrophenschutz werden im Handlungskonzept Kl imaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster V/0799/2019 behandelt und zählen nicht zu den Handlungsfeldern des Hitzeaktionsplans der Stadt Münster. 2. Besondere Berücksichtigung schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen Hitze kann sich auf vielfältige Weise negativ auf das menschliche Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Die Wahrnehmung der gesundheitlichen Belastung durch Hitze variiert stark. Besonders gefährlich sind dabei früh im Sommer auftretende Hitzewellen, da noch keine ausreichende Akklima- tisierung stattfinden konnte. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind potenziell stärker durch die hohen Temperaturen und die länger anhaltenden Hitzeperioden beeinträchtigt. Zu diesen besonders schutz- Gesundheits- und Veterinäramt 08.05.2024 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Böckenholt Telefon: 492-4674 Boeckenholt@stadt- muenster.de - 2 - V/0271/2024 bedürftigen Bevölkerungsgruppen gehören ältere Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere, Menschen mit Behinderungen, bestimmten Vorerkrankungen, bestimmter Medikation oder akuten Gesundheitsproblemen, sozioökonomisch benachteiligte Menschen sowie sozial isoliert lebende Menschen. Für die Stadt Münster wurden die drei folgenden Fokusgruppen identifiziert: Ältere Men- schen, Kinder und Schwangere sowie Menschen in besonderen Lebenslagen. 2.1 Ältere Menschen Ältere Menschen sind stärker betroffen von Hitze, da ihr Körper weniger effektiv auf T emperatur- schwankungen reagiert. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit zur Selbstkühlung durch Schwit- zen ab, was das Risiko einer Überhitzung erhöht. Zudem leiden ältere Menschen häufiger an chroni- schen Krankheiten, die ihre Thermoregulation beeinträchtigen können. Medikamente können den Flüssigkeitsverlust verstärken und den Trinkantrieb zusätzlich vermindern. Diese Effekte können sich durch eine bestehende Hilfe- oder Pflegebedürftigkeit und eine soziale Isolierung verstärken. 2.2 Kinder und Schwangere Kinder haben im V ergleich zu Erwachsenen ein höheres Risiko für hitzebedingte Gesundheitsproble- me, da ihr Körper weniger effektiv Wärme abführen kann. Hinzu kommen Ge fahren durch die ver- stärkte Sonnenstrahlung: „Im Sommer spielt sich das Kinderleben vor allem draußen ab. Umso wich- tiger ist gerade in dieser Zeit der konsequente Schutz vor starker UV-Belastung und Sonnenbränden. Denn Kinderhaut ist wesentlich dünner als die Haut von Erwachsenen. Auch die Pigmente, die einen körpereigenen Schutz gegen UV-Strahlen bilden, werden im Kindesalter noch nicht in vollem Umfang produziert. Mit jedem Sonnenbrand des Kindes steigt die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken.“ (Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum) Bei schwangeren Frauen ist die Körpertemperaturregulierung beeinträchtigt und sie haben einen er- höhten Flüssigkeitsbedarf. Hitzeexposition während der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind. 2.3 Menschen in besonderen Lebenslagen Menschen in besonderen Lebenslagen, wie Wohnungslose, Personen mit Behinderungen und/ oder chronischen Erkrankungen, Menschen mit sozioökon omisch niedrigem Status und sozial isolierte Personen, haben ein erhöhtes Risiko für hitzebedingte Gesundheitsprobleme. Sie haben möglicher- weise keinen Zugang zu klimatisierten Räumen, leiden unter Mobilitätsproblemen oder/und haben keine finanziellen Mittel, um sich angemessen vor Hitze zu schützen. Zusätzlich fehlt es ihnen oft an sozialer Unterstützung, was es schwierig macht, Hilfe zu erhalten oder V orbeugemaßnahmen umzu- setzen. 3. Partizipative Entwicklung der Maßnahmen im Rahmen des Beteiligungs- prozesses Der für die Erstellung des Hitzeaktionsplans durchgeführte Beteiligungsprozess hatte zum Ziel, das Wissen unterschiedlicher Akteur*innen und Multiplikator*innen innerhalb und außerhalb der Verwal- tung aktiv zu nutzen, einzubinden und zu vernetzen, für die gesundheitlichen Gefahren von Hitze zu sensibilisieren und geeignete Maßnahmen für die Stadt Münster und die identifizierten Fokusgruppen auszuarbeiten. In jeweils drei Auftaktveranstaltungen und Workshops wurden die Betroffenheiten und die Bedarfe der jeweiligen Fokusgruppe beleuchtet und diskutiert, Maßnahmenideen entwickelt und verfeinert. Mode- riert durch das prozessbegleitende Beratungsunternehmen Rebel Deutschland GmbH wurden da- raufhin die Maßnahmenideen der Teilnehmenden gesammelt und gemeinsam diskutiert. Dabei wur- den Maßnahmen identifiziert, von denen sowohl die gesamte Stadtbevölkerung als auch spezifische vulnerable Zielgruppen profitieren können. Die Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Maßnah- men wurden klar definiert, um eine effektive Zusammenarbeit aller relevanten Organisationen, Behör- den und Institutionen sicherzustellen. Als Ergebnis aus den gemeinsam erarbeiteten Ideen hat das Gesundheits- und Veterinäramt 12 erste Maßnahmen zum gesundheitsbezogenen Hitzeschutz für die Stadt Münster formuliert. Diese orien- tieren sich an den Kategorien: - 3 - V/0271/2024 Maßnahmen zur Risikokommunikation, Maßnahmen zur Bewältigung eines Akutereignisses sowie Maßnahmen zur langfristigen Anpassung. Für die Bewältigung von akuten Hitzeereignissen wurden der Aufbau und die Umsetzung einer Infor- mationskaskade erarbeitet. Übergeordnetes Ziel aller Maßnahmen ist dabei stets, die besonders von Hitze betroffenen Bevölke- rungsgruppen sowie die Allgemeinbevölkerung der Stadt präventiv und reaktiv über die mit Hitze ver- bundenen gesundheitlichen Risiken sowie Anpassungsmaßnahmen aufzuklären (Risikokommunikati- on), den gesundheitlichen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken (Bewältigung von Akutereignissen) und die Stadt insgesamt auf zunehmend häufiger und intensiver auftretende Hitzeereignisse einzu- stellen (Langfristige Anpassung). Bei allen Maßnahmen wird darüber hinaus eine Verstetigung ange- strebt und konzipiert. Maßnahmen M1-Zielgruppenspezifische Informationen M2-Infomobil M3-Multiplikatorenschulung M4-Cooler Stadtplan für heiße Tage M5-Hitzetelefon und Hitzepatenschaften M6-Sticker „Münster bleibt cool“ M7-Informationskaskade M8-Hitzeschutzpläne M9-Austausch und Information zu Fördermitteln M10-Trinkwasserbrunnen & Refill M11-TrinkWasser-Kampagne M12-Webseite als zentrale Informationsplattform Die erarbeiteten Maßnahmen wurden vom Gesundheits- und V eterinäramt in jeweils einem Maßnah- mensteckbrief dokumentiert und erläutert, der folgende Informationen enthält: Maßnahmensteckbrief Beschreibung der Maßnahme Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) Federführender Akteur / Federführende Institution Beteiligte Akteur*innen Umsetzungszeitraum Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD Hot-Spots der Betroffenheit Quartiere zur Umsetzung Umsetzungsschritte Mögliche Treiber und Hemmnisse Hinweise zu Monitoring und Evaluation Links / Hinweise / Materialien / Best Practice - 4 - V/0271/2024 Bespielhaft ist der Maßnahmensteckbrief M4 – Cooler Stadtplan für heiße Tage als Anlage 1 beige- fügt. Die Anlage 2 beinhaltet eine Kurzbeschreibung aller Maßnahmen. Sämtliche Maßnahmensteckbriefe werden in einem internen und externen Abstimmungsprozess mit allen teilnehmenden Akteur*innen weiterhin abgestimmt und sind prozesshaft zu verstehen. Es be- steht die Möglichkeit, sie fortwährend weiterzuentwickeln. Eine Anpass ung und Ergänzung ist bei- spielsweise aufgrund der Ergebnisse der städtischen Klimaanalyse, die nach den Sommerferien 2024 erwartet wird, ist vorgesehen. 4. Umsetzung der Maßnahmen Die Umsetzung der Maßnahmen wurde teilweise bereits begonnen und soll im Rahmen der vorhan- denen personellen und finanziellen Möglichkeiten sukzessive fortgeführt werden. So startete im Ja- nuar dieses Jahres die Plakatkampagne „TrinkWasser“ (siehe Foto) als Teil der Maßnahme M11 (TrinkWasser-Kampagne), wodurch über die Vorteile vom Trinken von Leitungswasser informiert wird. Der Coole Stadtplan für heiße Tage wurde Ende April veröffentlicht. Erste Ergebnisse aus der Bür- gerbeteiligung sollen im Herbst ausgewertet werden. Plakatkampagne „TrinkWasser“ (Buswartehalle Klemensstraße); Foto: Stadt Münster 5. Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen Die Einbeziehung des prozessbegleitenden Beratungsunternehmens Rebel Deutschland GmbH wur- de durch eine Zuwendung des Landes Nordrhein -Westfalen auf Grundlage der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Klimawandelvorsorge in Kommunen gefördert. Die Aufgabenstel- lung umfasste die Vorbereitung, Moderation und Dokumentation der Auftaktveranstaltungen und Workshops. 6. Fazit und Ausblick: Die Erarbeitung des Hitzeaktionsplans als integraler Bestandteil des Klimaanpassungskonzepts der Stadt Münster unterstreicht das entschiedene Engagement der Stadtverwaltung für eine nachhaltige und widerstandsfähige Stadtentwicklung. Durch konkrete Maßnahmen und Empfehlungen streben wir danach, die Lebensqualität unserer Bürger*innen auch an heißen Tagen zu steigern und gleichzeitig die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. Zusammenfassend verdeutlicht die aktuelle Berichtsvorlage die umfassenden Bemühungen und das Engagement aller beteiligten Akteur*innen. Der vorangegangene Planungsprozess, die Abstimmun- gen und die bereits erfolgten Umsetzungen zu den Maßnahmen folgen einem präventiven gesund- heitlichen Ansatz, um den Herausforderungen der zunehmenden Hitzeentwicklung in unserer Stadt zu begegnen. - 5 - V/0271/2024 Mit der geplanten Veröffentlichung des Hitzeaktionsplans im letzten Quartal dieses Jahres erreichen wir einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Klimaanpassungskonzepts der Stadt. Die wirkungs- volle Umsetzung der Maßnahmen des Hitzeaktionsplans erfordert finanzielle und personelle Anstren- gungen, die im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen anzugehen sind . Der Hitzeakti- onsplan wird als dynamisches Instrument dienen, das kontinuierlich weiterentwickelt wird, um den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Stadt gerecht zu werden. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage A Anlage 1 - Maßnahmensteckbrief M4 – Cooler Stadtplan für heiße T age Anlage 2 - Beschreibung der Maßnahmen M1 – M12
Anlage 1 zur Berichtsvorlage 0271-2024 -cooler Stadtplan
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Anlage 1 zur Berichtsvorlage V/0271/2024 1 Gefördert durch: 4 Cooler Stadtplan für heiße Tage Beschreibung der Maßnahme Im Coolen Stadtplan für heiße Tage werden Informationen zu kühlen Orten in der Stadt Münster gebündelt dargestellt. Dazu gehören die Lage von Grün- oder Parkanlagen, Informationen zum Verschattungsgrad von Spielplätzen, Refill Stationen, kühle Sitzgelegenheiten und öffentliche Gebäude wie Museen, Gemeindezentren oder Verwaltungsgebäude. Ziel ist es, allen Menschen den Aufenthalt an diesen Orten zu ermöglichen, ohne etwas konsumieren oder bezahlen zu müssen. Informationen zu Öffnungszeiten, Barrierefreiheit und Ausstattung sollen aus dem Coolen Stadtplan für heiße Tage ersichtlich sein. Zudem sollen die Orte (in erster Linie die Gebäude) von außen als kühler Ort kenntlich gemacht werden. Über ein Beteiligungsformat soll den Bürger*innen die Möglichkeit gegeben werden, Anregungen und Hinweise zu weiteren kühlen Orten, aber auch zu besonders heißen Orten zu geben. Adressierte Bevölkerungsgruppe(n) Ältere Menschen Kinder und Schwangere Menschen in besonderen Lebenslagen Allgemeine Bevölkerung Federführender Akteur / Federführende Institution Gesundheits- und Veterinäramt, Stadt Münster Vermessungs- und Katasteramt, Stadt Münster Amt für Kommunikation, Stadt Münster Beteiligte Akteur*innen Stadtplanungsamt, Stadt Münster Stabsstelle Klima, Stadt Münster Münster Marketing DeHoGA Initiative Starke Innenstadt (ISI) Interessen- und Standortgemeinschaft (ISG) Wohlfahrtsverbände Münster Marketing (Zentrenmanagement) Umsetzungszeitraum Veröffentlichung im Frühjahr 2024 Dauerhaftes Angebot Maßnahmenkategorie Präventiv Akut Langfristig Bindung an Hitzewarnstufe DWD / Hot-Spots der Betroffenheit Insbesondere stark versiegelte Bereiche wie die Innenstadt Quartiere zur Umsetzung Gesamtes Stadtgebiet Anlage 1 zur Berichtsvorlage V/0271/2024 2 Gefördert durch: Umsetzungsschritte 1. Zusammentragen von Informationen zu bereits bestehenden Orten im Stadtgebiet und Eintragung in den Coolen Stadtplan für heiße Tage Definition eines genauen Standorts, Zugänglichkeit (Barrierefreiheit), Öffnungszeiten, für welche Zielgruppe ist der jeweilige Ort geeignet. Berücksichtigung von Sprachbarrieren und Mehrsprachigkeit. Zur zielgruppenspezifischen Auswahl und Ausweisung der Orte ist eine Arbeitsgruppe sinnvoll, in der Vertreter*innen aller Zielgruppen vertreten sind. 2. Identifikation von weiteren Orten in der Stadt und Aufnahme in den Coolen Stadtplan für heiße Tage Prüfung der Aufnahme von weiteren Orten wie z.B. Kirchen, Sitzbänke, Schulhöfe (außerhalb der Unterrichts- und Betreuungszeiten), öffentlich zugängliche Toiletten, Duschmöglichkeiten, Kaufhäuser (häufig klimatisiert), Museen, Stadtbücherei. 3. Verknüpfung mit weiteren bestehenden Angeboten in der Stadt Prüfung einer möglichen Einbindung weiterer bestehender Angebote in den Coolen Stadtplan für heiße Tage (z.B. Karte zu Orten, an denen man stillen kann; Wheel- Map). Eine Einbindung des Coolen Stadtplans für heiße Tage in die App „Gut versorgt in Münster“ sollte geprüft werden. Die Möglichkeit bei einer Hitzewarnung für Münster auf den Coolen Stadtplan für heiße Tage zu verweisen, soll geprüft werden. 4. Gespräche mit Anbieter*innen der kühlen Orte Zur Information bezüglich der möglichen Angebote und der Voraussetzungen zum Angebot eines kühlen Ortes (z.B. Zugänglichkeit, Ansprechpartner*innen vor Ort). Anbringung des Stickers zur Ausweisung als kühler Ort (siehe Maßnahme 5). 5. Marketingkonzept zur Bewerbung des Angebots Entwicklung einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne, um das Angebot in der breiten Bevölkerung bekannt zu machen. Bewerbung über Social Media oder weitere digitale Angebote, wie die Bildschirme in den Bussen oder Bildschirme in den Stadtteilbüchereien. 6. Regelmäßige Überprüfung der Informationen auf Aktualität Die Informationen werden regelmäßig auf Aktualität hin geprüft, um den Nutzenden des Coolen Stadtplans für heiße Tage stets aktuelle Informationen zur Verfügung stellen zu können. Anlage 1 zur Berichtsvorlage V/0271/2024 3 Gefördert durch: Mögliche Treiber und Hemmnisse + Um allen den Zugang zum Stadtplan zu ermöglichen, ist eine gefilterte Printversion für einzelne Zielgruppen (z. B. Verschattung der Spielplätze) denkbar. Die Anbieter*innen der Orte tragen eigenständig die Verantwortung, dies erfordert eine Absprache im Vorfeld. Nicht jeder kühle Ort ist für alle Zielgruppen gleich gut geeignet, es muss an den Orten eine entsprechende Willkommenskultur herrschen. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass für alle Zielgruppen gleichermaßen Angebote geschaffen werden. Inhalte müssen regelmäßig aktualisiert werden (z.B. geänderte Öffnungszeiten, Sitzbank wurde abgebaut). Hinweise zu Monitoring und Evaluation Es ist eine regelmäßige Evaluation notwendig, in der überprüft wird, ob die ausgewiesenen kühlen Orte und die zugehörigen Informationen weiterhin aktuell sind. Mithilfe folgender Indikatoren lässt sich die Maßnahme hinsichtlich ihrer Effektivität bewerten: Kontakte im Beteiligungsportal (qualitativ / quantitativ) Anzahl der ausgegebenen Stadtpläne als Printversion Links / Hinweise / Materialien / Best Practice „Stadtplan für heiße Tage“ der Stadt Karlsruhe: https://www.karlsruhe.de/umwelt- klima/klimaschutz-klimaanpassung/hitze-in-karlsruhe/stadtplan-fuer-heisse-tage-1 „Cooler Stadtplan“ der Stadt Gießen: http://www.giessen.de/CoolerStadtplan „Stadtplan für heiße Tage“ der Stadt Speyer: https://www.speyer.de/de/umwelt/klimawandelfolgen/klimawandelspeyerfolgen/stadtpla n-fuer-heisse-tage/ „Karte der kühlen Orte“ der Stadt Potsdam: https://www.potsdam.de/de/kuehle-orte- potsdam-0
Anlage 2 zur Berichtsvorlage 0271-2024
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Anlage 2 zur Berichtsvorlage V/0271/2024 – Sachstandsbericht zum Hitzeaktionsplan Beschreibung der Maßnahmen M1 – M12 Im Folgenden werden die 12 Maßnahmen kurz beschrieben. Ein Teil der Maßnahmen ist bereits angearbeitet, bzw. umgesetzt (siehe bisherige Umsetzung). Weitere erforderliche Schritte und die (zusätzlich) erforderlichen Personal- und Sachmittel sind grob skizziert (perspektivische Aufwandseinschätzung/ Kostenkalkulation). M1-Zielgruppenspezifische Informationen Beschreibung der Maßnahme o Zielgruppenspezifische Kommunikation geeigneter Schutzmaßnahmen für die definierten Fokusgruppen. o Unterschiedlicher Unterstützungsbedarf und Kenntnisse zum Hitzeschutz werden berücksichtigt. Bisherige Umsetzung o Kommunikationskanäle wurden definiert (z. B. lokale Radio- und TV-Sender, Tageszeitung, Social Media, Internetseite Gesundheits- und Veterinäramt) o Multiplikator*innen, die im direkten Kontakt zu den Zielgruppen stehen, wurden aufgelistet (z. B. Arztpraxen, Kitas und Schulen, Hebammen, Quartiersmanagement) o Bedürfnisse wurden definiert (z. B. einfache Sprache, Mehrsprachigkeit, Videos) Perspektivische Aufwandseinschätzung o Sammlung, Sichtung und Bündelung vorhandener Informationen o Anpassung bestehender Informationsmaterialien an die Bedürfnisse der Zielgruppen o Erstellen neuer Informationsmaterialien o Verbreitung der Informationsmaterialien o Materialkosten (Layout, Übersetzung, Druck) o Personalstellenanteil im Gesundheits- und Veterinäramt. M2-Infomobil Beschreibung der Maßnahme o Das Hitze-Infomobil ist eine mobile Informationsstelle, um die Bevölkerung über die Auswirkungen von Hitze und entsprechende Schutzmaßnahmen zu informieren. o Ein geeignetes Fahrzeug (vorzugsweise E-Lastenrad) wird mit Infomaterialien und sinnvollen Give-Aways wie z.B. Sonnenhüte für Kinder, Probepackungen Sonnenschutzcreme oder Wasserflaschen mit Werbeaufdrucken ausgestattet. Eine geschulte Person informiert und klärt an geeigneten Orten die Bürgerschaft über präventive Hitzemaßnahmen auf. Bisherige Umsetzung o E-Lastenrad der Stabsstelle Klima kann nach Absprache und Auslastung mitgenutzt werden. o Perspektivisch soll beim Gesundheits- und Veterinäramt ein eigenes E-Lastenrad angeschafft werden. o Denkbar wäre auch die Anschaffung eines E-Autos, welches gleichzeitig als Dienstfahrzeug für das Gesundheits- und Veterinäramt genutzt werden könnte (Synergieeffekte). Perspektivische Aufwandseinschätzung o Schulung und Einsatz von Ehrenamtlichen, Abrufkräften oder städtische Mitarbeitenden (siehe M3). o Einsätze in der warmen Jahreszeit (z. B. Mai-September). o Aufwand ist von der Anzahl der Einsätze abhängig (regelmäßiger Turnus, Hitzeereignisse, besondere Anlässe wie z. B. Stadtteilfeste). o Aufwand für Ausstattung des Infomobils (z. B. Beklebung, Infomaterial, Give-Aways). M3-Multiplikatorenschulung Beschreibung der Maßnahme o Sensibilisierung und Aufklärung von Multiplikator*innen zu gesundheitlichen Risiken durch Hitze und UV-Strahlung. o Zielgruppengerechte Weiterleitung der Informationen zum Hitzeschutz, zur Hitzevorsorge und zur Bewältigung von Akutereignissen. o Entwickeln eines zielgruppenspezifischen Foliensatzes, der zur Schulung von Personal, Haupt- und Ehrenamtlichen in Einrichtungen wie z.B. Begegnungsstätten, Schulen oder Vereinen genutzt werden kann. o Regelmäßiges Schulungsangebot, um die Informationen gebündelt zu vermitteln. Bisherige und geplante Umsetzung o Inhalte sind in den Veranstaltungen zum Beteiligungsprozess erarbeitet worden (zielgruppenspezifisch). o Kooperation mit Stabsstelle Klima (KlimaTraining) o Kooperation mit der Freiwilligenakademie. o Maßnahme wird aktuell im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang „Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik“ wissenschaftlich begleitet durch Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zu Aufbau und Ausrichtung der Schulungen für Ehrenamtliche. Aufwandseinschätzung o Vorbereitung und Durchführung jährlicher Schulungsveranstaltungen. o Erstellen/ Aktualisieren eines geeigneten Foliensatzes. o Koordination durch Mitarbeitende des Gesundheits- und Veterinäramtes o Aufwandsentschädigungen, Honorare und ggfls. Stellenanteile im Gesundheits- und Veterinäramt M4-Cooler Stadtplan für heiße Tage Beschreibung der Maßnahme o Im Coolen Stadtplan für heiße Tage werden Informationen zu kühlen Orten in der Stadt Münster gebündelt dargestellt. o Grün- oder Parkanlagen, Informationen zum Verschattungsgrad von Spielplätzen, Refill Stationen, öffentliche Gebäuden wie Museen, Gemeindezentren oder Verwaltungsgebäude. o Ziel: Allen Menschen den Aufenthalt an diesen Orten zu ermöglichen, ohne etwas konsumieren oder bezahlen zu müssen. o Bürgerbeteiligung (kühle Orte – aber auch „heiße“ Orte können benannt werden). Bisherige Umsetzung o Auswahl und Bündelung der Daten aus verschiedenen Fachämtern. o Aufbau und Gestaltung des interaktiven Stadtplans in Kooperation mit dem Vermessungs- und Katasteramt. o Bürgerbeteiligung über die Plattform Beteiligung NRW (Inhalte, Erläuterungen, Bürgerbeteiligung, FAQs). o Veröffentlichung und Start der Bürgerbeteiligung erfolgt voraussichtlich Ende April 2024. Aufwandseinschätzung o Sukzessive Ergänzung der Inhalte (z. B. Kirchen und deren Öffnungszeiten). o Weiterentwicklung des interaktiven Stadtplans o Nachbearbeitung der Hinweise und Anregungen aus der Bürgerbeteiligung. o Öffentlichkeitsarbeit o Stellenanteil im Gesundheits- und Veterinäramt M5-Sticker „Münster bleibt cool“ Beschreibung der Maßnahme o Kühle Orte in der Stadt (in erster Linie Gebäude und Räume) werden als solche mit einem Sticker gekennzeichnet (ähnlich wie Kinder-Notinsel oder Refill Station) o Leicht verständliche und nicht sprachgebundene Piktogramme sollen das ergänzende Angebot an dem jeweiligen kühlen Ort verdeutlichen (z.B. ein Stuhl für eine Sitzgelegenheit, ein Tropfen für Trinkwasser). o Alleinstellungsmerkmal für Münster Bisherige Umsetzung o Erste Ideen zur Gestaltung von Stickern/Aufkleber wurden gesammelt. Aufwandseinschätzung o Entwurf, grafische Umsetzung und Erstellen von Stickern/ Aufklebern. o Information und Akquise von Eigentümer*innen/ Mieter*innen von geeigneten Gebäuden/ Räumen und Motivation zum Mitmachen. o Öffentlichkeitsarbeit. o Ergänzung der Orte im Coolen Stadtplan für heiße Tage. o Stellenanteil im Gesundheits- und Veterinäramt M6-Hitzetelefon und Hitzepatenschaften Beschreibung der Maßnahme o „Hitzetelefon“ als telefonische Anlaufstelle o Die Teilnehmenden im Beteiligungsprozess erarbeiteten eine Ausgestaltung von drei Optionen: Option 1: Anrufdienst informiert schutzbedürftige Bürger*innen über eine ausgegebene Hitzewarnung nach vormaliger Anmeldung. Option 2: Über einen Auskunftsdienst erhalten schutzbedürftige Bürger*innen bei Anruf Informationen, Tipps und Hilfe. Option 3: Ehrenamtliche begleiten Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf proaktiv in den Sommermonaten durch Hitzepatenschaften (Anrufe und Hausbesuche: Trinkgewohnheiten positiv beeinflussen, Hilfestellung bei der erforderlichen Verschattung). Aufwandseinschätzung o Prüfung, ob technische und personelle Umsetzbarkeit durch die städtische Telefonzentrale möglich ist (in Kooperation mit Citeq). o Prüfung datenschutzrechtlicher Belange. o Ansprache und Registrierungsmöglichkeit für Bürger*innen für Option 1. o Umsetzung der verschiedenen Optionen durch Amt für Bürger- und Ratsservice/ Telefonzentrale. o Akquise, Schulung und ggfls. Aufwandsentschädigung Ehrenamtlicher o Teilweise Unterstützung durch Abrufkräfte. o Personalstellenanteile. M7-Informationskaskade Beschreibung der Maßnahme o Eine Struktur soll gefunden werden, über die eine vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ausgegebene Hitzewarnung möglichst schnell an die besonders vulnerablen Gruppen und die breite Bevölkerung weitergegeben werden kann. o Insbesondere alle Multiplikator*innen sollen sich bei der Warn-App NINA anmelden, damit die DWD-Warnung möglichst schnell bei den Zielgruppen ankommt. o Zentrales Element mit hoher Bedeutung im Hitzeaktionsplan. Bisherige Umsetzung o Im Beteiligungsprozess wurde eine zielgruppenspezifische Auswahl geeigneter Multiplikator*innen benannt. o Abstimmungsprozess (verwaltungsintern und extern) mit allen Multiplikator*innen läuft aktuell in zwei Schritten. Aufwandseinschätzung o Gesundheits- und Veterinäramt übernimmt koordinierende Funktion (Information zum Anmeldeverfahren bei der Warn-App NINA, Sensibilisierung, Öffentlichkeitsarbeit, Monitoring, Evaluation). M8-Hitzeschutzpläne Beschreibung der Maßnahme o In medizinischen, sozialen und Pflegeeinrichtungen stellen hohe Temperaturen sowohl für die Patient*innen, Bewohner*innen, Besucher*innen als auch für das Personal eine Belastung dar. o Um als Einrichtung während einer Hitzeperiode bestmöglich vorbereitet zu sein, sollen individuelle Hitzeschutzpläne entwickelt werden. o Aufstellung der Pläne obliegt der Verantwortung der einzelnen Einrichtungsträger und der Einrichtungsleitungen. o Hilfestellung bieten Musterhitzeschutzpläne (Arbeitshilfen des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) für stationäre Pflege- und Wohneinrichtungen (https://www.lzg.nrw.de/ges_foerd/klima_gesundheit/hsp/arbeitshilfen_stat_einr/index .html) und Krankenhäuser (https://www.lzg.nrw.de/ges_foerd/klima_gesundheit/hsp/arbeitshilfen_krankenhaeus er/index.html) Bisherige Umsetzung o Im Beteiligungsprozess wurden die Musterhitzeschutzpläne bereits im November 2023 vorgestellt bzw. angekündigt (Kooperation mit dem LZG.NRW - Impulsvortrag). o Gesundheits- und Veterinäramt hat alle Einrichtungen und Krankenhäuser über die Fertigstellung der Musterhitzeschutzpläne Anfang 2024 informiert und die Informationen bereitgestellt. Aufwandseinschätzung o Im Herbst 2024 soll eine Abfrage erfolgen, welche Einrichtungen bereits Hitzeschutzpläne erstellt haben. o Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit den Einrichtungsträgern. M9-Austausch und Information zu Fördermitteln Beschreibung der Maßnahme o Die Akquise und Nutzung von Fördermitteln soll durch Information und Austausch erleichtert bzw. ermöglicht werden. o Die Einrichtungsträger werden über aktuelle Fördermöglichkeiten informiert. o Ein Erfahrungsaustausch zwischen den Institutionen, Einrichtungen und Trägern soll unterstützt werden. Bisherige Umsetzung o Überblick über Fördermöglichkeiten als Linksammlung. o Aufbau eines Verteilers. o Aktuelle Teilnahme am Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen des LZG.NRW (Schwerpunktthema 2023 „Klimaschutz und Klimaanpassung sind Gesundheitsschutz“). Aufwandseinschätzung o Pflege der Linksammlung. o Rechercheaufwand o Veröffentlichung auf der Internetseite des Gesundheits- und Veterinäramtes. o Regelmäßige Bedienung des Verteilers. o Angebot einer Startberatung nach Terminvereinbarung. o Vernetzung und Erfahrungsaustausch zwischen den Einrichtungen (initiativ) o Personalstellenanteil im Gesundheits- und Veterinäramt M10-Trinkwasserbrunnen & Refill Beschreibung der Maßnahme o Gewährleistung flächendeckender Versorgung mit öffentlich zugänglichem Trinkwasser im gesamten Stadtgebiet ist wesentlicher Bestandteil des hitzebezogenen Gesundheitsschutzes im Rahmen des Hitzeaktionsplans für Münster. o Zugang zu Trinkwasser kann über Trinkwasserbrunnen und Refill Stationen verbessert werden. o Für den Bau bzw. Umbau von Trinkwasserbrunnen werden die bestehenden städtischen Anlagen und Möglichkeiten evaluiert und ausgebaut. o Komplementierung der flächendeckenden Trinkwasserversorgung durch den umfassenden Ausbau des „Refill“-Netzes (Refill Deutschland ist eine Initiative, die es ermöglicht, kostenlos Trinkflaschen an teilnehmenden Orten wie Cafés und Geschäften mit Wasser aufzufüllen, um den Verbrauch von Einwegplastik zu reduzieren - https://refill-deutschland.de/muenster/ ) Bisherige Umsetzung o Runder Tisch Trinkwasserbrunnen mit Auftaktveranstaltung am 17.01.2024. o Vorstellung der Thematik im VV-Klimaboard am 22.02.2024. o Klärung, inwieweit an städtischen Gebäuden (z. B. Schulen, Bezirksverwaltungen, Stadthäuser, etc.) die Realisierung von Trinkwasserbrunnen (Wandmodell) technisch realisierbar ist. o Suche nach geeigneten Standorten nach den Kriterien im Trinkwasserbrunnen- Merkblatt DVGW. o Strategiegespräch zwischen Gesundheits- und Veterinäramt und Münster Marketing zum Anwerben neuer Refill Stationen. o Smart-Package als Hilfestellung für zukünftige Refill Stationen. o Gesundheits- und Veterinäramt am Stühmerweg 8 und das Haus der Nachhaltigkeit sind seit Frühjahr 2024 selbst Refill Stationen. Aufwandseinschätzung o Öffentlichkeitsarbeit. o Im Abstimmungsprozess sind zahlreiche städtische Ämter eingebunden. o Städtische Gebäudeleitlinien sollen um Prüfungsauftrag für Trinkwasserbrunnen und Refill Station erweitert werden. Kostenkalkulation o Ca. 10.000 Euro bei Realisierung eines Trinkwasserbrunnens als Wandmodell. o Mind. 30.000 Euro bei Realisierung eines Trinkwasserbrunnens als freistehendes Modell (z. B. Parks) ohne Unterhaltskosten. M11-TrinkWasser-Kampagne Beschreibung der Maßnahme o Bewusstsein für die Qualität von Trinkwasser als sicheres Lebensmittel schaffen. o Trinkwasser zu nutzen, bedeutet auch, nachhaltig und klimafreundlich zu handeln. o Aktivierung zum regelmäßigen Trinken – nicht nur bei Hitze. o Motivierung der Stadtbevölkerung und Abbau von Vorbehalten hinsichtlich der Trinkwasserqualität, insbesondere auch bei Zugewanderten. Bisherige Umsetzung o Plakatkampagne „TrinkWasser“ an 100 Buswartehallen im gesamten Stadtgebiet (Januar – Juni 2024). Perspektivische Aufwandseinschätzung o Verstetigung der Plakatkampagne an geeigneten Standorten (Bushaltestellen, Litfaßsäulen, Gesundheitseinrichtungen wie Arzt- oder Physiotherapiepraxen, Apotheken, Schulmensen, Hochschulmensen, Fitnessstudios, städtische Einrichtungen etc.). Kostenkalkulation o Druckkosten, Werbungskosten M12-Webseite als zentrale Informationsplattform Beschreibung der Maßnahme o Webseite des Gesundheits- und Veterinäramtes fungiert als transparente Informationsplattform zum Hitzeaktionsplan der Stadt Münster und zum Thema Gesundheitsschutz bei Hitze allgemein (mehrsprachig/ barrierefrei). o Niedrigschwellig und zentral zur weiteren Vernetzung von Akteur*innen und Multiplikator*innen. o Allen Menschen in Münster wird dadurch der kostenlose Zugang zu verlässlichen Informationen ermöglicht. Bisherige Umsetzung o Abstimmung mit dem Amt für Kommunikation bezüglich der technischen Erfordernisse und deren Umsetzung. Perspektivische Aufwandseinschätzung o Neues Layout der Webseite. o Erstellen (z. B. mehrsprachige Texte) und Pflege der Webseiten-Inhalte.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Stühmerweg 8
- Klemensstraße
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Details
- Aktenzeichen
- V/0271/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.04.2024
- Erstellt
- 18.04.2024 12:29