Mandari Insight

2009/0281

Teilnahme als Projektpartner am Forschungsprojekt SoKNOS (Service-orientierte Architekturen zur Unterstützung von Netzwerken im Rahmen Oeffentlicher Sicherheit)

Magistratsvorlage 03.07.2009

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Innovation durch Intelligenz  IKT 2020
S
oftware macht´s! 
 S
oftwaresysteme
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1100
SoKNOS
Service-orientierte Architekturen zur Unterstützung  
von Netzwerken im Rahmen öffentlicher Sicherheit

Vision: Ganzheitliche IT-Unterstützung bei 
Großschadenslagen & Krisenmanagement
Katastrophen oder auch Großereignisse führen  
nicht selten zu chaotischen Zuständen und zu  
extremer Belastung bei den zuständigen Ein-
satz- und Sicherheitskräften. Um schnell, koor-
diniert und vorausschauend zusammenzuarbei-
ten, fehlt den Entscheidern und Institutionen 
häufig die notwendige Infrastruktur. Mit dem 
Projekt SoKNOS sollen dafür Konzepte ausgear-
beitet und konkret erprobt werden. Dabei sollen 
u. a. die folgenden Fragen beantwortet werden: 
Wie können die heute bereits vorhandenen, 
verteilten Infrastrukturen, Daten und Prozesse 
im Bedarfsfall gemeinsam genutzt werden? Wie 
können die jeweils beteiligten Institutionen,  
Firmen und Länder situationsabhängig ad-hoc 
verknüpft werden, ohne aufwendige Investitio-
nen in neue, zentrale Systeme tätigen zu müssen? 
Das Ergebnis der Forschungsarbeit soll eine 
Dienste-Plattform sein, die den speziellen Anfor-
derungen im Bereich öffentliche Sicherheit ge-
recht werden soll. Im Mittelpunkt stehen dabei 
die spezifischen Anforderungen an Interoperabi
-
l
ität, Sicherheit und Robustheit der Infrastruktur.
Verkürzung der Strukturierungsphase
Es sollen informationstechnische Lösungsan  -  
sätze entwickelt werden, die insbesondere die 
Strukturierungsphase unmittelbar nach dem  
Eintritt des Katastrophenfalls verkürzen. Die  
Erfahrungen zeigen, dass diese Phase Dauer  
und Effekti
 vitä
t der folgenden Phasen, wie bei-
spielsweise  koordinierte Schadensbekämpfung 
oder Auf
 -r
äum  arbeiten, bestimmt. Zuallererst 
müssen die beteiligten Organisationen und  
deren Füh
 -rungsspitz
en die Lage richtig ein-
schätzen können. Gelingen kann das nur, wenn 
alle relevanten Informationen, insbesondere  
die über die verfügbaren Ressourcen, zeitnah  
zusammegeführt werden können. Die Daten 
müssen einen schnellen und einfachen Über-
blick über die Lage geben. Gleichzeitig müssen 
sie aber auch eine vertiefende Analyse, sowie 
eine Simulation der Alternativen und Konse-
quenzen ermöglichen. 
Ziel ist es, Entscheidungen auf eine fundierte 
Grundlage von gesicherten Informationen zu stel-
len, Reaktionszeiten zu verkürzen und damit Hand-
lungssicherheit und Handlungserfolg zu erhöhen. 
Alle Beteiligten sollten schnell in die Entschei-
dungsprozesse eingebunden werden können. An-
gestrebt wird eine systematische Koordination von 
Entscheidungen und Handlungen.
Forschungsgebiete
Um die beschriebene Dienste-Plattform auf-
zubauen, wird der aktuelle Stand der Technik 
(Hardware, Bürokommunikation, mobile Einsatz
-
möglichkeit
en) genutzt und darüber hinaus in 
den folgenden Bereichen nach Lösungen gesucht:
Serviceorientierte Architekturen:  Als Basis sollen 
übergreifende Methoden und Verfahren gefun-
den werden, um Dienste einrichten, managen, 
kommunizieren und gestalten zu können. Eben-
so sollte die Möglichkeit ihrer Überprüfung und 
Weiterentwicklung bestehen. 
Maschinenlesbare Semantik: Den Nutzern 
situationsgerecht die erforderlichen Dienste 
zur Verfügung zu stellen, ist nur möglich, wenn  
sowohl die einzelnen als auch die übergreifen-
den Komponenten sich jeweils „verstehen“ . Die 
Bedeutung des von einer Komponente erbrach-
ten Dienstes wird durch eine maschinenlesbare 
SoKNOS              
„Vernetzt arbeiten - effektiver handeln“Sicherheit und Zuverlässigkeit

Kodierung beschrieben und so für andere Kom-
ponenten automatisiert verständlich. 
Menschgerechter Arbeitsplatz: Um Entschei-
dungen treffen zu können, müssen Einsatzkräfte 
und Verantwortliche schnell und ausreichend in-
formiert werden. Der „Arbeitsplatz der Zukunft“ 
für öffentliche Sicherheit sollte deshalb optimale 
Austausch- und Kommunikationsmöglichkeiten 
bieten. Die  Benutzeroberfläche muss sich dem 
jeweiligen Nutzer und Szenario anpassen und 
vorzugsweise die Informationen liefern, die für 
die jeweilige Situation interessant sein könnten. 
Gleichzeitig sollte sie aber auch die Möglichkeit 
zur Anforderung weiterer Informationen bieten.
Hochverlässliches Systemverhalten: Der Bereich 
öffentliche Sicherheit stützt sich in hohem Maße 
auf IT-Systeme. Diese Systeme sollten sich des-
halb vor allem durch Zuverlässigkeit und robus-
tes Laufzeitverhalten mittels Selbstkonfiguration 
und –heilung auszeichnen. Erforderlich ist eine 
enge Verbindung von IT-Sicherheit und  
öffentlicher Sicherheit. Die Sicherheitsziele und 
–mecha
 nismen 
beider Bereiche müssen aufein-
ander abgestimmt und mit innovativen Ansät-
zen der IT-Sicherheit unterstützt werden.
Ganzheitliche Informationsverarbeitung: Eine 
Vielzahl neuer technologischer Entwicklungen 
macht interne und externe Informationsquellen 
zeitnah, maschinenlesbar verfügbar. Sensoren 
melden z.B. Parameter von Gebäuden und Ge-
länden; Einsatzkräften können mittels mobiler 
Endgeräte auf weitere Ressourcen zurückgrei-
fen. Immer mehr Hilfe liefert auch die rechner-
gestützte Informationsaufbereitung. Sie erstellt 
beispielsweise aus Gebäude- und Installations-
plänen 3D-Karten zur Visualisierung möglicher 
Rettungswege. Mit der Öffentlichkeit und dem  
Internet kommen weitere unermessliche Infor-
mationsangebote hinzu, wie z.B. Handy-Fotos von  
Unglücksorten oder Informationen zu Baustellen 
auf möglichen Rettungswegen. Um diese Flut 
von Informationen aus den unterschiedlichsten 
Quellen maschinell zu analysieren, weiter zu ver-
arbeiten und entsprechend der Wichtigkeit für  
die geplante Dienste-Plattform anzubieten, wird 
in SoKNOS ein übergreifender Ansatz entwickelt.
Anwendungs-Szenario
In Deutschland wirkt eine Vielzahl von unter-
schiedlichen Organisationen bei der Wahrung  
der öffentlichen Sicherheit mit. Diese glie-
dern sich in funktionale Bereiche (z. B. Polizei,  
Feuerwehr, THW), in verschiedene politische 
und administrative Verantwortlichkeiten (z. B. 
Kommune, Land, Bund), in öffentliche und priva-
te Akteure (z. B. Aufsichtsbehörden und private 
Infrastrukturbetreiber) und in zivile und militäri-
sche Einheiten. Je nach Szenario müssen diese 
unterschiedlichen Akteure zusammenwirken 
können. Wie SoKNOS in Großschadensereignis-
sen zukünftig eine organisationsübergreifen-
de Zusammenarbeit unterstützen und für eine  
effiziente Informationsvermittlung sorgen kann, 
wird in einem beispielhaften Szenario entwi-
ckelt und durchgespielt. Dieses beschreibt eine 
länger andauernde Unwetter- und Hochwasser-
katastrophe, die mit nationaler Unterstützung 
bewältigt werden soll. Ein Anwendungsbeispiel 
aus dem Szenario zeigt z. B., wie sich die Hoch-
wasserlage verschärft und ein Chemiewerk  
gefährdet ist. Simulationen werden genutzt, 
um Vorhersagen zu treffen und Maßnahmen zu  
ergreifen. Ein Stabsmitarbeiter steuert dies über 
SoKNOS vom Arbeitsplatz aus und demons-
triert es auf der interaktiven Karte. Durch die  
Visualisierung kann sich der Stab ein umfassen-
des Bild der Lage machen. 
Projektdaten:
Förderprogramm:  
IKT 2020 / Forschung für Innovation
Förderschwerpunkt: Sicherheit / Zuverlässigkeit
Förderkennzeichen: 01ISO7009
Fördervolumen: 10,8 Mio. Euro
Laufzeit: 01.06.2007-31.12.2009
SoKNOS
 S
icherheit und Zuverlässigkeit„Vernetzt arbeiten - effektiver handeln“

Projektkoordinator:
Dr. Thomas Ziegert
SAP Research CEC Darmstadt
Bleichstr. 8
64283 Darmstadt
Tel.: 06227 / 76 88 89
thomas.ziegert@sap.com
www.sap.com/research
Projektpartner:
B2M Software AG, Karlsruhe
Berliner Feuerwehr
Berufsfeuerwehr Köln
Deutsches Forschungszentrum für  
Künstliche Intelligenz, Saarbrücken
Deutsche Hochschule der Polizei, Münster
DHI-WASY GmbH, Berlin
ESRI Geoinformatik GmbH, Bonn
Fraunhofer IGD, Darmstadt
Fraunhofer IESE, Kaiserslautern
Weitere Informationen:
Projektträger des BMBF
Softwaresysteme und Wissenstechnologien
im Deutschen Zentrum
für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Rutherfordstr. 2
12489 Berlin
Telefon: (030) 67055 741
Internet: www.pt-it.pt-dlr.de
Herausgeber:
Bundesministerium für Bildung  
und Forschung (BMBF)
Referat Öffentlichkeitsarbeit
11055 Berlin
Stand Mai 2009
1000110010011000001010011001000001001000011011001
0100111101101101100111000110010001110010001000111100100001
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itelligence AG, Bielefeld
ontoprise GmbH, Karlsruhe
Rutgers University (CIMIC), Newark/USA
TU Darmstadt (KOM, TK)
TU Dresden (GIS)
WWU Münster (IfGi)
SAP AG, Walldorf
Mehr Informationen zu SoKNOS unter  
www.soknos.de

2009/0281

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
05.08.2009 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI Dezernat II 
Dezernat VI 
Finanzverwaltung 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Feuerwehr  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2009/0281 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Teilnahme als Projektpartner am Forschungsprojekt SoKNOS (Service-orientierte 
Architekturen zur Unterstützung von Netzwerken im Rahmen Oeffentlicher Sicherheit) 
 
Vorlage vom:  3. 7.2009 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der Bericht der Feuerwehr wird zur Kenntnis genommen. Der Teilnahme an einem 
Evaluierungsprojekt als Projektpartner im Rahmen des Verbundpojekts SoKNOS unter der 
Voraussetzung, dass der Wissenschaftsstadt Darmstadt keine zusätzlichen Kosten 
entstehen, wird zugestimmt. 
2. Für die haushaltstechnische Abwicklung werden innerhalb der Kostenstelle 210-10000 
entsprechende Sachkonten eingerichtet (Personalkosten, Unterauftragnehmer, 
Hardwarekosten, Kostenerstattung).  
 
 
Anlagen: Beteiligte Unternehmen 
Übungsszenario 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
...

3 
... 
 
 
Begründung:  
 
Vor dem Hintergrund der Ziele des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung 
hat sich das SoKNOS-Projekt zur Aufgabe gestellt, Konzepte zu entwickeln und zu 
erforschen, die staatliche Organe, Unternehmen und andere Organisationen im Bereich 
öffentlicher Sicherheit wirksam unterstützen. Dies bezieht sich auf ihre alltägliche Arbeit, 
sowie insbesondere auf ihre Arbeit bei Großschadensereignissen. SoKNOS ist ein 
Forschungsprojekt welches von der SAP AG geleitet wird und in dem zahlreiche 
Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden beteiligt sind (Anlage 1). 
 
Im Rahmen eines Teilprojektes sollen Forschungsergebnisse aus dem Verbundprojekt 
SoKNOS in der Praxis erprobt werden. Ziel ist es, eine Evaluierung der im genannten 
Projekt entwickelten Konzepte und Demonstrationen durchzuführen und die Komponenten 
entsprechend zu erweitern. Die Chance, die eine Praxis-Erprobung bietet, soll genutzt 
werden, um gerade den Dialog der Beteiligten noch besser zu unterstützen. 
 
Die Projektpartner sind die SAP AG, die Merck KGaA, der Landkreis Darmstadt-Dieburg 
und die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Als Szenario für die Evaluierung wird eine 
Gefahrgut-Unfall am Bahnhof Kranichstein angenommen (Anlage 2), in dessen Verlauf 
verschiedene Teile der Gefahrenabwehrstruktur innerhalb der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt aktiviert werden und mit Informationen zur Lagedarstellung und 
Entscheidungsfindung versorgt werden müssen. Daneben wird die Werkfeuerwehr Merck 
mit der GABC-Messzentrale und Sonderfahrzeugen involviert. Vom Landkreis Darmstadt-
Dieburg werden Kräfte angefordert und die vorliegenden Informationen dem dortigen 
Führungsstab zur Verfügung gestellt. 
 
Innerhalb dieses Szenarios sollen Technische Einsatzleitung, Führungsstab, 
Verwaltungsstab, Informationszentrale, GABC-Messzentrale und der Führungsstab der 
benachbarten Gebietskörperschaft unterstützt werden in den Bereichen Lageerhebung / 
Lagedarstellung, Kommunikationsverarbeitung und Dokumentation. 
Die der Wissenschaftsstadt Darmstadt entstehenden Kosten über die Laufzeit des Projekts 
(August 2009 bis Januar 2011) werden über das Projekt zu 100% gedeckt. Kalkuliert sind 
dabei die Personalkosten, die Kosten für einen Unterauftragnehmer und die 
Hardwarekosten. 
 
Der Personalaufwand wurde mit 6,5 Personenmonate angenommen. Ein großer Teil wird 
dabei auf die Ausarbeitung und Durchführung einer Abschlussübung entfallen. Derzeit 
basiert das Stabskonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt noch auf dem Modell des 
gemeinsamen Stabes von Einsatzkräften und Verwaltung. Die Empfehlung zur Stabsarbeit 
durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz geht auf eine 
Trennung zwischen Führungsstab der Einsatzkräfte und Krisenstab der Verwaltung hin. 
Die Aktualisierung der Konzepte und Durchführung einer Stabsübung wäre ohnehin 
notwendig. Die Umsetzung des neuen Stabsmodells im Rahmen des Projektes ist einer der 
wesentlichen Vorteile, den die Wissenschaftsstadt Darmstadt aus der Mitarbeit in diesem 
Projekt zieht. 
 
Die Beschaffung der notwendigen Hardware wird im Leasingverfahren durchgeführt. Die 
Kosten, die innerhalb des Projektzeitraumes anfallen, lassen sich dadurch eindeutig 
belegen und werden zu 100% finanziert. Nur Hardwarekomponenten, die sinnvoll weiter zu

4 
... 
verwenden sind (Laptop, Beamer, UMTS-Router, GPS-Tracker) werden auf einen Zeitraum 
von 36 Monaten geleast und nach dem Projektzeitraum weiter verwendet. Die Kosten 
werden dann den entsprechenden Haushaltsstellen zugeordnet. Die aus dem Projekt 
übernommene Hardware wird anstelle von geplanten Anschaffungen im allgemeinen 
Dienstbetrieb eingesetzt. Der Wissenschaftsstadt Darmstadt entstehen keine zusätzlichen 
Kosten. Die Kosten für Server und Softwarelizenzen fallen nur für den Projektzeitraum an. 
 
Zur Anpassung der SoKNOS-Software an die Strukturen der Gefahrenabwehr in Darmstadt 
und an das gewählte Szenario muss ein Software-Büro beauftragt werden, das mit dem 
Gesamtprojekt bereits vertraut ist. Die Kosten in Höhe von 235.000 Euro werden zu 100% 
über das Projekt finanziert. 
 
Die Firma SAP hat beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Projektskizze 
eingereicht. Wird das Projekt positiv beurteilt, ist von allen Projektpartnern ein 
Projektantrag einzureichen. Haushaltsmittel werden erst nach einer verbindlichen Zusage 
der Projektfinanzierung abgerufen. 
 
Darmstadt, 03.07.2009 
Dezernent II   Dezernent VI 
i. V. 
 
 
Walter Hoffmann  Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Oberbürgermeister  Stadtrat

anlage 2

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ÐÏࡱá>þÿ	JLþÿÿÿGHIÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿì¥Áq`	ø¿FDbjbjqPqP{H::GQÛÿÿÿÿÿÿ¤jjj$Žþ|þ|þ|PN}\ª~lŽ#Ûà"Vxƒ@¸ƒ¸ƒ¸ƒ‡Æو„]‰DbÚdÚdÚdÚdÚdÚdÚ$Þhkà\ˆÚ9j„Šñ†"‡„Š„ŠˆÚ¸ƒ¸ƒ9ÁÚ&ê—ê—ê—„Šjj¸ƒbÚꗄŠbÚê—ê—nØ¿^jÔ¸ƒàk¡ûÉþ|àÀ"vÓìçÚ<#ÛÁÒÇàŽ‘æÇà@ÔÂÔÂÇàjîň
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Vorhabensskizze, Entwurf




Projekttitel: 	SoKNOS-Dialog 


Projektzeitraum: 	August 2009 – Januar 2011

Projektpartner:	SAP AGFeuerwehr Darmstadt
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Merck KGaA
	

Ansprechpartner:	Dr. Knut Manske
	SAP AG
	SAP Research
	SAP Research CEC Darmstadt 
Bleichstraße 8 
64283 Darmstadt Germany 

Johann Braxenthaler
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Magistrat
Feuerwehr
Bismarckstraße 86
64293  Darmstadt

Ralf Stühling
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Kreisbrandinspektor
Am Altstädter See 7
64807 Dieburg

Dr. Peter Schäfer
Merck KGaA
Frankfurter Straße 250
64293 Darmstadt



Inhalt

 TOC \o "1-3" \h \z \u  HYPERLINK \l "_Toc233187379" 1	Kurzbeschreibung	 PAGEREF _Toc233187379 \h 3
 HYPERLINK \l "_Toc233187380" 2	Szenario Kranichstein	 PAGEREF _Toc233187380 \h 3
 HYPERLINK \l "_Toc233187381" 2.1	Überblick	 PAGEREF _Toc233187381 \h 3
 HYPERLINK \l "_Toc233187382" 2.2	Ablaufschritte des Szenarios	 PAGEREF _Toc233187382 \h 4
 HYPERLINK \l "_Toc233187383" 3	Projektplanung	 PAGEREF _Toc233187383 \h 8
 HYPERLINK \l "_Toc233187384" 3.1	Architektur des geplanten Systems	 PAGEREF _Toc233187384 \h 8
 HYPERLINK \l "_Toc233187385" 3.2	Laufzeit	 PAGEREF _Toc233187385 \h 8
 HYPERLINK \l "_Toc233187386" 3.3	Arbeitsplan	 PAGEREF _Toc233187386 \h 9
 HYPERLINK \l "_Toc233187387" 3.3.1	Arbeitspakete	 PAGEREF _Toc233187387 \h 9
 HYPERLINK \l "_Toc233187388" 3.3.2	Arbeitsergebnisse (Ergebnisdokumente und –systeme)	 PAGEREF _Toc233187388 \h 9
 HYPERLINK \l "_Toc233187389" 3.3.3	Meilensteine	 PAGEREF _Toc233187389 \h 9
 HYPERLINK \l "_Toc233187390" 3.4	Personalaufwand (erste Abschätzung)	 PAGEREF _Toc233187390 \h 10
 HYPERLINK \l "_Toc233187391" 3.5	Erforderliche Anschaffungen (Abschätzung)	 PAGEREF _Toc233187391 \h 11
 HYPERLINK \l "_Toc233187392" 4	Erwartete Ergebnisse	 PAGEREF _Toc233187392 \h 11

Kurzbeschreibung
Im Rahmen des Projektes sollen Forschungsergebnisse aus dem Verbundprojekt SoKNOS in der Praxis erprobt werden. Ziel ist es, eine Evaluierung der im genannten Projekt entwickelten Konzepte und Demonstratoren durchzuführen und die Komponenten entsprechend zu erweitern. Die Chance, die eine Praxis-Erprobung bietet, soll genutzt werden, um gerade den Dialog der Beteiligten noch besser zu unterstützen.

Die Evaluierung soll auf einem bestimmten Anwendungsszenario basieren. Dieses Szenario wurde zwischen den beteiligten Partnern abgestimmt und wird im Kapitel 2 dieser Antragsskizze dargestellt.

Der Fokus der zu evaluierenten SoKNOS-Lösung wird auf den folgenden Funktionalitäten liegen:

Unterstützung bei der Erhebung des Lagebildes: Die Lageerhebung- und Visualisierung soll IT-unterstützt auf Basis von in SoKNOS entwickelten Komponenten erfolgen. Insbesondere sollen die Möglichkeiten der Kollaboration zwischen Krisenstäben untersucht werden (Feuerwehr Darmstadt, Werkfeuerwehr Merck, Landkreis Darmstadt-Dieburg und Verwaltungsstab der Stadt Darmstadt). Ebenso soll auch die Lageerhebung in der Leitstelle und die Weitergabe an den Führungsstab eingehend untersucht werden.

Unterstützung des Meldewesens (Sichter und Vierfachvordruck): Hier soll insbesondere eine Umsetzung der bundesweit einheitlichen Meldezettel (Vierfachvordruck / FW DV 100) mit in SoKNOS entwickelten Komponenten betrachtet werden. Ziel ist es, die Kommunikation innerhalb der Führungstäbe und auch zwischen Führungsstäben zu vereinfachen.

Unterstützung der Dokumentation: Dieser Aufgabenbereich beinhaltet die Evaluierung einer Lösung zur Dokumentation der Tätigkeit des Führungsstabes. Dies umfasst den Einsatzablauf in zeitlicher Folge, d.h. Informationen, wie z.B.: die Ergebnisse der Lagefeststellung, die Befehle an die Einsatzkräfte und besondere Vorkommnisse und Erkenntnisse sowie Informationen zur Planung des Einsatzes und die Dokumentation aus- und eingehender Meldungen.

Szenario Kranichstein
Überblick

Das Szenario Kranichstein wurde so genannt, weil der im Szenario dargestellte Unfall auf dem Güterbahnhof Kranichstein stattfindet. Kranichstein ist ein Stadtteil der Stadt Darmstadt.

Hauptbeteiligte an diesem Szenario sind die Projektpartner Feuerwehr Darmstadt, der Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Werkfeuerwehr der Merck KGaA, Darmstadt. Die Projektpartner nehmen an der Evaluierung anhand dieses Szenarios teil.

Andere Behörden und Organisationen, die zwar im Szenario genannt werden, aber nicht am Projekt beteiligt werden, sind:
Bundespolizei
Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, MHD)
Polizei Darmstadt
Deutsche Bahn
THW
Aufsichtsbehörden (Gesundheit, Wasser, Brandschutzaufsicht , u. a.)

Bei dem vorliegenden Szenario handelt es sich um ein deskriptives Szenario, welches voraussetzt, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehren einsatzbereit  sind und dass das SoKNOS System in Betrieb ist.

Ablaufschritte des Szenarios

Das Szenario läuft in vier Phasen ab:

Initiale Phase (Schritt 1 bis 9)
Erkundungsphase (Schritt 10 bis 15)
Planungsphase (Schritt 16 bis 26)
Wiederherstellungsphase (Schritt 27 bis 32) 

SchrittBeschreibung des SzenarioschrittsInitiale Phase1Ein Autofahrer informiert die Leitstelle der Feuerwehr Darmstadt (LST) über sein Mobiltelefon, dass es einen Unfall im Güterbahnhof Kranichstein gegeben hat. Die Information ist sehr vage. Der Augenzeuge hat mehrere laute, explosionsartige Geräusche gehört und hat daraufhin gesehen, wie Waggons anfingen zu brennen.2Die LST entsendet sofort einen Löschzug der Berufsfeuerwehr, alarmiert die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt und fordert weitere Kräfte aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg über die Leitstelle Dieburg an. 3Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn wird informiert und entsendet einen Notfallmanager, der Sperren im Nahbereich einleitet und die Spannungsfreiheit des betroffenen Streckenabschnittes sicherstellt und den Zugverkehr, soweit notwendig, einstellen lässt. Die Bundespolizei wird ebenfalls informiert.4Die Polizei wird informiert und hat die Aufgabe, die Verkehrswege zu sichern, Zufahrtswege zu sperren und eine großräumige Verkehrsumleitung durchzuführen.5Der Technische Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr ist nach 8 Minuten vor Ort. Das Lagebild gestaltet sich wie folgt: Bei einem Rangierunfall sind mehrere Kesselwagen mit Benzin entgleist. Der Lokführer konnte verletzt geborgen werden. Mehrere mit Treibstoff betankte Waggons haben Feuer gefangen. Auf einem Nebengleis befindet sich ein weiterer Güterzug mit mehreren Kesselwagen, die Acetonitril beinhalten. Ein Übergreifen des Feuers könnte dazu führen, dass hochgiftige Gase entstehen, die das nahegelegene Wohngebiet, in welchem sich zwei Schulen sowie mehrere Kitas befinden, bedrohen würden. 6Der Technische Einsatzleiter benachrichtigt den Leiter der Feuerwehr DA, der sich auf der Anfahrt zum Schadensgebiet befindet. Dieser beschließt, den Führungsstab der BF DA einzuberufen.7Die Einsatzleitung der Feuerwehr entscheidet, dass die unmittelbar an den Güterbahnhof angrenzen Gebäude geräumt werden. Die betroffenen Anwohner werden auf dem Gelände eines in der Nähe befindlichen Sportvereins gesammelt und von Kräften des Rettungsdienstes betreut.8Vor Ort werden 4 Einsatzabschnitte gebildet: EA1 und EA2 zur Brandbekämpfung in Nord und Süd, weiterhin EA3 zur Messung der Gefährdung sowie EA4 für den Rettungsdienst.9Die vor Ort gebildete Technische Einsatzleitung (TEL) fordert bei der LST zwei Messfahrzeuge an. Zwei weitere Messfahrzeuge werden bei der Werkfeuerwehr der Firma Merck angefordert. Die GABC-Messzentrale bei der Firma Merck wird in Betrieb genommen, um die vier auf dem Weg befindlichen Messfahrzeuge zu führen. Lokale Wetterinformationen und Informationen über das Ereignis vor Ort werden an die GABC-Messzentrale weitergegeben.Erkundungsphase (einen Überblick über die Lage gewinnen)10Mit der Einberufung des Führungsstabes der BF DA wird das SoKNOS- System gestartet. Topografische Karten werden geladen.11Der Einsatzort Güterbahnhof wird im Einsatzkonto angelegt. Es wird ein Polygonzug auf die Karte eingezeichnet, welcher den Einsatzort repräsentiert. 12Die vor Ort befindlichen EAs und Kräfte/Mittel werden im Maßnahmen- Bereich des Einsatzkontos dokumentiert (Maßnahmen und zugehörige Ressourcen). Die auf dem Weg befindlichen Messfahrzeuge bekommen den Status „unterwegs“. Ihre Position wird automatisch in die Karte eingetragen, da sie über GPS lokalisiert werden. Die farbliche Markierung beschreibt den Status „unterwegs“.13Die Straßensperren der Polizei werden direkt aus dem System der Polizei übernommen und auf der Lagekarte als zusätzliche Ebene dargestellt.14Zufahrts- und Ausfahrtsrouten, sowie der Bereitstellungsraum (Jagdschloss Kranichstein) und die Sammelstelle für Betroffene auf dem Sportgelände werden eingezeichnet.15Die TEL sendet über die an Bord befindliche Videokamera Filmmaterial direkt in den Stabsraum.Planungsphase (Operationale Planung)16Die farbliche Markierung der Messfahrzeuge ändert sich von „unterwegs“ zu „einsatzbereit am Einsatzort“ nachdem diese ihre Ankunft am Einsatzort über die TEL bestätigen.17Der Stab der BF DA informiert die Messzentrale und erteilt den Auftrag, eine Ausbreitungsprognose zu erstellen, für den Fall, dass das Feuer auf einen oder mehrere Kesselwagen mit Acetonitril übergreift sowie aktuelle Messungen der Schadstoffwolke durchzuführen.18Die Messzentrale erstellt eine erste Ausbreitungsprognose und übermittelt diese zusammen mit einer Gefährdungseinschätzung (Konzentration) an den Führungsstab der Feuerwehr Darmstadt.19Die Messfahrzeuge werden von der Messzentrale koordiniert und liefern Werte für die Ausbreitung der Schadstoffwolke, die von dem brennenden Treibstoff ausgeht.20Aufgrund der übermittelten Ergebnisse beschließt der Stab der Feuerwehr Darmstadt eine Evakuierung des Wohngebietes vorzubereiten. Um diese Maßnahme zu unterstützen wird der Verwaltungsstab der Stadt einberufen. Weiterhin wird der Landkreis DA-DI informiert, da auch die Gemeinde Messel gefährdet werden könnte. Der Landkreis DA-DI entscheidet daraufhin ebenfalls, einen Führungsstab einzurichten.21Die Daten der Ausbreitungsprognose und das aktuelle Lagebild werden durch den Führungsstab der BF DA über SoKNOS dem Führungsstab des Landkreises DA-DI zur Verfügung gestellt.22Die Vorbereitungen für die Evakuierung schreiten voran. Es wird eine neue Maßnahme „Evakuierung“ im Einsatzkonto angelegt.23Die Schulen und Kitas werden benachrichtigt.24Der Transport der zu evakuierenden Personen wird geplant, die entsprechenden Fahrzeuge und Fahrer werden über die Leitstelle des ÖPNV angefordert. Möglichkeiten zur Unterbringung der zu evakuierenden Personen werden gesucht und entsprechend in die Planung übernommen.25Die Betreuung der zu evakuierenden Personen wird ebenfalls geplant. Dazu werden zwei Betreuungszüge des Katastrophenschutzes alarmiert. Die entsprechende Planung wird im Einsatzkonto unter dem Einsatzabschnitt EA5 (Evakuierung) geführt.26Da das Schaummittel der Kräfte vor Ort nicht ausreicht, fordert die TEL Schaummittel an. Sonderfahrzeuge und Schaummittel werden über den Führungsstab von der Werkfeuerwehr Merck und der Werkfeuerwehr Evonik Röhm GmbH angefordert. Es wird wieder ein neues Symbol angelegt, welches nicht Teil der BF DA ist und dem Einsatzabschnitt EA2 zugeordnet.Wiederherstellungsphase27Die Löscharbeiten zeigen Wirkung und die Gefahr des Übergreifens auf die Kesselwagen mit Acetonitril wird gebannt. Die nachalarmierten Sonderfahrzeuge erreichen den Einsatzort und beginnen mit dem Löschen. Das Feuer wird unter Kontrolle gebracht.28Die geplante Evakuierung braucht nicht durchgeführt zu werden.29Das Feuer ist nun gelöscht.30Die Messfahrzeuge führen weitere Messungen durch, um die Konzentration der Schadstoffe zu ermitteln.31Zur Unterstützung bei den Aufräumungsarbeiten werden Kräfte des THW angefordert.32Dank der schnellen Reaktion des Führungsstabes am Anfang und der präzisen Entscheidungen der technischen Einsatzleitung vor Ort (mit Hilfe des SoKNOS Informationssystems) wurde die Gefahr schnell unter Kontrolle gebracht.


Projektplanung
Architektur des geplanten Systems
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Abbildung  SEQ Abbildung \* ARABIC 1: Systemarchitektur.

Die Grundlage der Evaluierung bildet die in  REF _Ref221460582 \h  \* MERGEFORMAT Abbildung 1 dargestellte Systemarchitektur. Das Basissystem stellt grundlegende Funktionalitäten, wie die Ressourcenverwaltung und Informationen zu den entsprechenden Organisationen zur Verfügung und bildet somit die Technologieplattform, auf der alle weiterführenden Komponenten aufgesetzt werden. Die SoKNOS-Komponenten beinhalten die zu evaluierenden Funktionalitäten zum Meldewesen, zur Lageerhebung- und Visualisierung und zur Dokumentation der Einsätze. Die mittlere Ebene der Architektur, die sogenannte Anpassung für die Evaluierung ergänzt anwender- und anwendungsfallspezifische Funktionaliäten.

Laufzeit

Das Projekt soll über einen Zeitraum von 18 Monaten durchgeführt werden. 

Projektstart: 	01.08.2009
Projektende:	31.01.2011

Arbeitsplan
Arbeitspakete
AP1 - Ist Analyse
Im Rahmen der Ist-Analyse werden die speziellen Anforderungen der Anwendungspartner an das zu evaluierende System erhoben und dokumentiert. Weiterhin werden die abzubildenden Prozesse festgelegt und das Evaluierungskonzept erarbeitet sowie die technischen Voraussetzungen für die Installation des zu evaluierenden Systems geklärt.
AP 2 - Installation, Anpassung und Konfiguration
In diesem Arbeitspaket werden die in Arbeitspaket 1 dokumentierten Prozesse auf das System abgebildet. Dazu notwendige Anpassungen und die entsprechende Konfiguration der Systemkomponenten werden vorgenommen sowie funktionale Tests durchgeführt und dokumentiert. In diesem Arbeitspaket erfolgen die Intergration der Komponenten aus SoKNOS mit dem Basissystem, ein Integrationstest und ein Funktionstest mit ausgewählten Anwendern.
AP 3 - Evaluierung
Dieses Arbeitspaket umfasst die Arbeiten zur Evaluierung des Gesamtsystems. Die Evaluierung wird sich an einer sogenannten Stabsrahmenübung orientieren. Stabsrahmenübungen simulieren eine vorgegebene Großschadenslage und bilden somit eine sehr gute Grundlage für die Evaluierung der Forschungsprototypen. Im Rahmen der Evaluierung soll insbesondere die Kollaboration verschiedner Organisationen (Feuerwehr Darmstadt, Merck KGaA, Verwaltungsstab der Stadt Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg und Hilfsorganisationen) untersucht werden.
Arbeitsergebnisse (Ergebnisdokumente und –systeme)

D1.1 Anforderungs- und Prozessdokumentation
D1.2 Evaluierungskonzept
D2.1 Testsystem
D2.2 Benutzerhandbuch
D3.1 Evaluierungsplan
D3.2 Evaluierungssystem
D3.3 Dokumentation der Ergebnisse

Meilensteine

M1: Ist-Analyse abgeschlossen, Oktober 2009 
Workshop: Anforderungsanalyse
Erstes Prozessdesign
Feedbackworkshop
Dokument: Prozessdokumentation
Konzeption: Erweiterung Stabsrahmenübung
Klärung technische Voraussetzungen für Installation

M2: Installation des Basissystem abgeschlossen, November 2009
Installation: Netzwerkanbindung, Serverinfrastruktur, Projektion
Konfiguation Basissystem
Soknos-System installiert, fertig zur Integration

M3: Anpassungen abgeschlossen, Juni 2010
Anpassung des Basissystems
Soknos-System: Anpassung der Funktionalität für Szenarien
Vollständige Integration Soknos-System
Integrationstest
Funktionstest mit ausgewählten Anwendern

M4: Evaluierung abgeschlossen, Oktober 2010
Planung Stabsrahmenübung
Stabsrahmenübung mit vollständiger Dokumentation
Auswertung der Abläufe
Evaluierungsergebnis mit Handlungsempfehlungen

M6: Dokumentation der Ergebnisse abgeschlossen, Dezember 2010


Personalaufwand (erste Abschätzung)

APAP-BezeichnungSAPFw DAFw DA UaMerckLandkr. DA-DISUMMEAP1Ist-Analyse8,02,02,02,02,016,0AP2Installation, Anpassung und Konfiguration13,00,511,00,50,525,5AP3Evaluierung6,03,52,03,53,518,5Projektkoordination3,00,53,5Summe:30,06,515
6,06,063,5
Tabelle  SEQ Tabelle \* ARABIC 1: Personalaufwand in Personenmonaten.

Legende zur Tabelle:
AP		= Arbeitspaket 
Fw DA 		= Feuerwehr Darmstadt
Fw DA Ua	= Unterauftragnehmer der Feuerwehr Darmstadt

Die Kosten für den Auftrag an den Unterauftragnehmer werden nachgereicht.
Erforderliche Anschaffungen (Abschätzung)

AnzahlAnschaffungsgegenstandAnschaffungskostennSoftware-Lizenzen, u. a. GIS-Server 20.000,00 EUR2Server für GIS und SAP-Basisystem plus Schrank13.000,00 EUR11Notebooks für Arbeitsplätze 
7 im Stabsraum der Fw Darmstadt
1 in der Info-Zentrale der Fw Darmstadt
1 im Verwaltungsstab der Stadt Darmstadt
1 beim Landkreis Darmstadt-Dieburg
1 bei der Merck KGaA22.000,00 EUR3Switches für Vernetzung der Notebooks plus Verbindungskabel400,00 EUR3UMTS-Router für die Verbindung zwischen der Feuerwehr Darmstadt Projektpartnern und für die Verbindung von der Einsatzstelle1.500,00 EUR2Kameras für Videoübertragung von Einsatzstelle (Messfahrzeug) zur Feuerwehr Darmstadt2.000,00 EUR2Mobile UMTS-Router für Videoübertragung von Einsatzstelle (Messfahrzeug) zur Feuerwehr Darmstadt1.000,00 EUR4Projektoren mit Full-HD-Auflösung 36.000,00 EUR1Videokonferenzsystem für Anschluss an ein Notebook  zur Kollaboration zwischen Fw DA, Landkreis DA-DI, Verwaltungsstab DA und der  Merck KGaA (incl. 4 Kameras, Lautsprecher, Mikrophone und Software) 5.000,00 ¬ UR4GPS-Tracker plus Antenne für Messfahrzeuge plus SIM-Karten für Mobilnetz1.600,00 EUR1SMS-Modem (USB-Stick) als Empfänger für GPS-Tracker plus SIM-Karte für Mobilnetz (Anschluss an einen Client)140,00 EURGesamtsumme (ohne Software-Lizenzen und Videokonferenzsystem102.640,00 EUR

Erwartete Ergebnisse
Im Rahmen des Projektes werden neue Konzepte zur Unterstützung von Führungs- und Verwaltungsstäben im Katastrophenschutz evaluiert. Orientierung hierfür wird eine Stabsrahmen-Übung sein, wie sie üblicherweise auch zur Schulung von Führungskräften, die im Falle einer Stabseinberufung zum Einsatz kommen, durchgeführt wird. Daraus werden Anforderungen an zukünftige Lösungen abgeleitet und in einem Bericht zusammengefasst. 








SoKNOS

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Anpassung für Evaluierung

Anpassungen an die verwendete Technologieplattform und den Einsatzfall

Funktionale Komponenten und Sichten:
Meldungskomponente
Sichterkomponente
Einsatztagebuch
Lageerhebung- und Visualisierung





SoKNOS Komponenten

Funktionale Komponenten und Sichten:
Meldungskomponente
Sichterkomponente
Einsatztagebuch
Lageerhebung- und Visualisierung

Basissystem Krisenmanagement

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Beratungsverlauf (4)

TOP 16
TOP 24
TOP 42
TOP 377 beschließend

Orte (1)

  • Bleichstraße 8

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2009/0281
Typ
Magistratsvorlage
Datum
03.07.2009
Erstellt
29.09.2026 00:00