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3983/2018

Vorschau auf die Sonderausstellungen und Sammlungspräsentationen des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud 2019

Mitteilung Ausschuss 04.12.2018

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Sitzung am 11.12.2018, TOP 5.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

17838 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/4510 
 
Vorlagen-Nummer  04.12.2018 
 3983/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud 11.12.2018 
 
Vorschau auf die Sonderausstellungen und Sammlungspräsentationen des Wallraf-Richartz-
Museums & Fondation Corboud 2019 
Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud wird in 2019 wieder mit einer Vielzahl von Au s-
stellungen und Sammlungspräsentationen hervortreten. Zunächst wird noch die große  Überblicks-
ausstellung „Es war einmal in Amerika. 300 Jahre US -amerikanische Kunst“ bis Ende März zu sehen 
sein und erstmals auf dieser Seite des Atlantiks amerikanische Kunst zwischen 1650 und 1950 in 
über 130 herausragenden Werken präsentiert. 
 
Im unmittelbaren Anschluss wird dann einer der grundlegenden Bestände der Graphischen Sam m-
lung des Wallraf -Richartz-Museums & Fondation Corboud – die Sammlung des ehemaligen Kölner 
Jesuitenklosters – nach aufwändiger wissenschaftlicher Bearbeitung und Katalogisieru ng erstmals in 
größerem Kontext der Öffentlichkeit vorgestellt. 
 
Die große Herbst/Winter -Ausstellung wird dann ab Anfang November 2019 dem großen niederländ i-
schen Meister Rembrandt und seiner Zeit gewidmet sein. Mit „Inside Rembrandt. 1606 -1669“ ist das 
Wallraf – gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, der Nationalgalerie in Prag –, das einzige Mu-
seum außerhalb der Niederlande, die im Rembrandt -Jahr 2019 des 350. Todestags eines der bede u-
tendsten Künstler der Geschichte gedenkt. Dabei soll besonders nach den Gründen der bis heute 
andauernden Faszination gefragt werden, die Rembrandt und seine Kunst bis heute ausüben. 
 
Es folgt eine Aufstellung der Ausstellungen und Galeriepräsentationen im Überblick, nachfolgend 
dann einzeln mit erläuternden Texten: 
 
 
Sonderausstellung, die noch in 2018 eröffnet wurde: 
 
Es war einmal in Amerika 
300 Jahre US-amerikanische Kunst 
 
noch bis 24. März 2019 
 
 
Sonderausstellungen 2019: 
 
Inside Rembrandt. 1606 - 1669 
 
01. November bis 1. März 2019

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Der Amsterdam Machsor 
Ein Schatz kehrt heim 
 
Gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam und dem MiQua LVR-Jüdisches Museum 
im Archäologischen Quartier 
 
13. September 2019 bis 12. Januar 2020 
 
 
 
Sammlungspräsentationen, die noch in 2018 eröffnet wurden: 
 
Schatten im Blick? 
 
noch bis 13. Januar 2019 (Graphisches Kabinett) 
 
 
Sonntag des Lebens 
Lifestyle im Barock 
 
noch bis 28. August 2019 
 
 
 
Sammlungspräsentationen 2019: 
 
Der Wolf 
Zwischen Mythos und Märchen 
 
01. Februar bis 28. April 2019 (Graphisches Kabinett) 
 
 
Wir ● Glauben ● Kunst 
Meisterzeichnungen aus der Kölner Jesuiten-Sammlung 
 
24. Mai bis 18. August 2019 (Graphisches Kabinett) 
 
 
Rembrandts Graphische Welt  
 
04. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020 (Graphisches Kabinett)

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Sonderausstellung, die noch in 2018 eröffnet wurde: 
 
 
Es war einmal in Amerika 
300 Jahre US-amerikanische Kunst 
 
noch bis 24. März 2019 
 
Noch bis zum 24.03.2019 widmet sich das Wallraf -Richartz-Museum mit einer großen Überblicksau s-
stellung der US -amerikanischen Kunst zwischen 1650  und 1950. Die Sonderschau beginnt mit We r-
ken aus der Kolonialzeit, führt zu den Meistern des amerikanischen Realismus und endet mit Beispi e-
len des Abstrakten Expressionismus. Mehr als 130 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlu n-
gen und Museen der Vereini gten Staaten und Europa holt das Wallraf für „Es war einmal in Amerika“ 
an den Rhein. Darunter herausragende Werke von Meistern wie John Copley, Benjamin West, 
Edward Hopper, George Bellows, Georgia O`Keeffe, Mark Rothko, Barnett Newman und Jackson 
Pollock. Allesamt Beispiele dafür wie lebendig, innovationsbereit und experimentierfreudig die US -
amerikanische Kunst schon immer war. 
 
Dank der herausragenden Qualität der Exponate, von denen einige noch nie in Deutschland zu sehen 
waren, erhalten die Besucher e inen einzigartigen Einblick in die faszinierende Vielfalt von drei Jah r-
hunderten US-amerikanischer Kunst. Deren enorme Kreativität veranschaulichen sowohl weltberüh m-
te als auch hierzulande kaum bekannte Gemälde, Skulpturen und Fotografien sowie Beispiele d er 
Native American Art. Aufgeteilt in acht Ausstellungskapitel spiegeln die Exponate in chronologischer 
Abfolge grundlegende künstlerische Entwicklungen und Strömungen wider. Die Schau beweist ei n-
drucksvoll, dass es nicht ‚die eine‘ US -amerikanische Kunstg eschichte gibt, sondern eine Vielzahl 
derer. „Es war einmal in Amerika“ bietet einem breiten Publikum die einmalige Chance, der US -
amerikanischen Kunst mit einem aktuellen Blick zu begegnen und nicht zuletzt auch das jeweils eig e-
ne Amerikabild zu erweitern . Nach Inhalt und Umfang ist die Sonderschau im Wallraf die erste ihrer 
Art in Deutschland überhaupt. 
 
 
 
 
Sonderausstellungen 2019: 
 
 
Inside Rembrandt. 1606 - 1669 
 
01. November bis 1. März 2019  
 
Meister, Virtuose, Genie oder Star - die Synonyme für Rembr andt sind so vielfältig wie seine Kunst, 
die die Menschen weltweit begeistert. Aber warum ist das so? Dieser Frage geht das Wallraf -
Richartz-Museum im Winter 2020/21 mit einer großen Sonderausstellung nach: „Inside Rembrandt • 
1606-1669“ ist eine Hommage z um 350. Todestag des Malers (•† 4. Oktober 1669 in Amsterdam). 
Sie taucht ein in die Welt des Niederländers und erzählt bildgewaltig von einem dramatischen Küns t-
lerleben zwischen Tragödie und Komödie. Dazu zeigt das Wallraf neben eigenen Rembrandt -Werken 
auch hochkarätige Leihgaben aus zahlreichen internationalen Häusern. So schickt die traditionsreiche 
Prager Nationalgalerie ihr faszinierendes Gemälde „Der Gelehrte im Studierzimmer“ erst zum zweiten 
Mal auf eine Reise ins Ausland. Um den Kosmos Rembrandt i n all seinen Facetten aufleben zu la s-
sen, präsentiert die Ausstellung auch ausgesuchte Arbeiten seiner Zeitgenossen und Schüler wie Jan 
Lievens, Govert Flinck und Ferdinand Bol. „Inside Rembrandt“ ist eine Kooperation zwischen dem 
Wallraf-Richartz-Museum und der Nationalgalerie Prag.

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Die Ausstellung „Inside Rembrandt“ startet dort, wo auch für Rembrandt alles beginnt: im niederländ i-
schen Leiden. Hier wird er am 15. Juli 1606 geboren und verbringt seine Kindheit und Jugend in einer 
Geisteswelt, die ihn für immer prägen sollte, sowohl privat wie auch beruflich. Und hier eröffnet er im 
Jahre 1625 auch sein erstes Atelier. Anhand von frühen Rembrandt -Werken zeigt die Sonderschau 
eindrucksvoll, wie intensiv und detailversessen sich der Künstler schon damals  dem Porträtieren von 
Menschen widmet. Klug und liebevoll platziert er sie in passende Interieurs und taucht sie in ein ger a-
dezu spirituelles Licht. Doch seine Geburtsstadt wird dem ambitionierten jungen Mann zu eng und so 
zieht es ihn Anfang der 1630er Ja hre nach Amsterdam. Hier wird aus seiner Könner - eine Meister-
schaft; schnell steigt er zum bestbezahlten Maler der Niederlande auf. In dieser Zeit, auf dem Höh e-
punkt seines künstlerischen Schaffens, malt Rembrandt auch den Prager „Gelehrten“. In diesem 
glanzvollen Bild stecken das ganze Können und der Ehrgeiz des Malers, weshalb das Gemälde auch 
im Zentrum der Ausstellung hängt. Gemeinsam mit anderen Werken zeugt es von der Strahlkraft des 
Niederländers. Diese findet sich aber nicht nur in seinen eigenen Ge mälden, Radierungen und Zeich-
nungen, sondern steckt auch in Bildern seiner Schüler, Werkstattmitarbeiter und Kollegen, die ihm 
allesamt nacheiferten. Wer „Inside Rembrandt“ besucht, der lernt das Genie von einer neuen Seite 
kennen und besser zu verstehen. 
 
 
 
Der Amsterdam Machsor 
Ein Schatz kehrt heim 
 
Gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam und dem MiQua LVR-Jüdisches Museum 
im Archäologischen Quartier Köln 
 
13. September 2019 bis 12. Januar 2020 
 
Eine Rückkehr der besonderen Art findet im Herb st 2019 im Wallraf-Richartz-Museum statt: Erstmals 
seit fünfzig Jahren wird der kostbare „Amsterdam Machsor“, ein jüdisches Gebetbuch aus dem 13. 
Jahrhundert, wieder in Köln zu sehen sein. Die reich verzierte Handschrift ist ein Einzelstück und g e-
hört zu d en ältesten noch erhaltenen hebräischen illuminierten Manuskripten im deutschsprachigen 
Raum sowie zu den bedeutendsten ihrer Art überhaupt. Im Jahr 2017 war es dem Landschaftsve r-
band Rheinland gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam gelungen, den Machsor 
zu erwerben. In Kooperation mit beiden Organisationen zeigt das Wallraf die großformatige Han d-
schrift im Fenstersaal des 2. Obergeschosses seiner ständigen Sammlung. Mit Blick auf die Ausgr a-
bungen am Kölner Rathaus und den zukünftigen Standort des MiQua. LVR -Jüdisches Museum im 
Archäologischen Quartier wird der Machsor damit ganz nah an jene mittelalterliche Synagoge zurüc k-
kehren, in der er vor mehr als 700 Jahren erstmals verlesen wurde. 
 
Der Amsterdam Machsor wurde erworben mit Unterstützung d er Kulturstiftung der Länder, der Ernst 
von Siemens Kunststiftung, der Kulturförderung des Landes Nordrhein -Westfalen, der C.L. Grossp e-
ter Stiftung, des Rheinischen Sparkassen - und Giroverbandes sowie der Sparkasse KölnBonn und 
der Kreissparkasse Köln. Auf 331 Pergamentseiten enthält der Amsterdam Machsor den spezifischen 
Kölner Ritus mit Gebeten und liturgischen Gedichten. Eindrucksvolle Illuminationen, darunter Goldin i-
tialen mit Ranken, Filigranen und Figuren, zeugen auch heute noch von der großen Bedeutu ng dieser 
einzigartigen Handschrift.

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Sammlungspräsentationen, die noch in 2018 eröffnet wurden: 
 
 
Schatten im Blick? 
 
noch bis 13. Januar 2019 (Graphisches Kabinett) 
 
Das Wallraf sucht einen besonders flüchtigen und schwierig darzustellenden Ze itgenossen: den 
Schatten. Die Ausstellung ist eine historische Entdeckungsreise, die in der frühen Neuzeit beginnt 
und bei der die Besucher auf Meister wie Dürer, Rembrandt und Saenredam treffen. Kurator ist der 
Konzeptkünstler und Kunsthistoriker Tim Otto  Roth, der sich seit Jahren wissenschaftlich mit dem 
Thema beschäftigt. 
 
Nach dem Mittelalter, das den Schlagschatten gänzlich aus seinen Bildern gebannt hatte, begannen 
sich Künstler wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer eingehender mit der geometrischen Konstruk-
tion von Schatten zu beschäftigen. Doch erst im 17. Jahrhundert entwickelte man allmählich auch ein 
theoretisches Verständnis, das die besonderen Projektionsverhältnisse im Sonnenlicht berücksichti g-
te. Die Entwicklung der Schattendarstellung anh and von Graphiken nachzuvollziehen, unterscheidet 
sich von bisherigen an der Malerei orientierten Ansätzen, da gerade die Graphik auch als Illustrat i-
onsmedium eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft schlägt. Mit einem geschärften Blick für 
projektive Verhältnisse bringt die Ausstellung auch zahlreiche Kuriositäten zum Vorschein: Am rätse l-
haftesten dürfte dabei Jan Saenredams graphische Interpretation vom „Platonischen Höhlengleichnis“ 
sein.  
 
 
 
Sonntag des Lebens 
Lifestyle im Barock 
 
noch bis 28. August 2019 
 
Rauschende Roben, vornehme Kulissen, exotische Früchte und edle Accessoires - Porträts und Still-
leben der Barockzeit spielen meist auf der Sonnenseite des Lebens. Doch verbergen sich hinter den 
prachtvoll inszenierten Personen und dekorativen Arrang ements auch abenteuerliche Schicksale und 
doppelbödige Geschichten. Mit seiner Sammlungspräsentation „Sonntag des Lebens“ lädt das Wallraf 
seine Besucher in die schillernde Welt des Barocks ein. Eine Auswahl von besonders reizvollen und 
großteils selten gezeigten Gemälden wirft einen intimen Blick auf den 400 Jahre alten Lifestyle und ist 
dabei ein verblüffender Spiegel der heutigen Selfie-Kultur. 
 
Auf der Bühne des Kölner Museums treten völlig unterschiedliche Persönlichkeiten ins Rampenlicht: 
Magdalena Stockmans, eine angebetete Schriftstellermuse, die noble Madame de Soucarières und 
ihr Sklavenpage, der Kölner Bankier Everhard Jabach, die aus Batavia angereiste Familie Cunäus 
und das junge Bürgermeisterehepaar van Buytenhem. Allesamt auch heute noch beein druckende 
Charaktere, die sich von berühmten Künstlern wie Jacob van Loo, Nicolaes de Largillière, Peter Lely, 
Jan Mijtens und Nicolaes Verkolje porträtieren ließen. Zum eigenen Ruhm und zu dem des Künstlers. 
 
Um die damalige Zeit noch lebendiger zu machen , erscheint zur Ausstellung das museumseigene 
Lifestylemagazin „BAROQUE“. In passender Hochglanzoptik erzählt es von Charme, Anmut und E r-
zählfreude der Barockmalerei. Die Leser tauchen ein in die faszinierende Welt des 17. Jahrhunderts 
und entdecken dabei die Wallraf-Sammlung aus einer völlig neuen Perspektive.

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Sammlungspräsentationen 2019: 
 
 
Der Wolf 
Zwischen Mythos und Märchen 
 
01. Februar bis 28. April 2019 (Graphisches Kabinett) 
 
Er ist wieder da: Mehr als 150 Jahre galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet, doch seit neuestem 
kann er auch wieder in unseren Breiten angetroffen werden. Mit ihm zurückgekehrt sind aber auch die 
Mär vom bösen Wolf und die dadurch geschürte Angst vieler Menschen vor dem geschützten Tier. 
Gründe genug für das Wallra f, sich dem Thema mit einer eigenen Ausstellung aus kunsthistorischer 
Sicht zu nähern. Dazu zeigt das Museum im Frühjahr 2019 die Sonderschau „Der Wolf – Zwischen 
Mythos und Märchen“. Mehr als dreißig Wolf -Darstellungen von Künstlern wie Rubens, Piranesi, Co-
rinth und Klinger werden aus künstlerischer Perspektive vom komplizierten Verhältnis zwischen 
Mensch und Wolf erzählen. 
 
Weltweit hat der Wolf seine Spuren in Mythen und Märchen vieler Völker hinterlassen: Eine Wölfin 
säugte Romulus und Remus, Zeus verwa ndelte  König Lykaon zur Strafe in einen Wolf und in der 
Bibel rettet der Hirte Christus seine von Wölfen bedrohte Herde. Auch im deutschen Märchen tritt der 
Wolf vor allem als bösartige Figur auf. So bei den Gebrüdern Grimm, wo er sich hinterlistig das Ve r-
trauen des arglosen  Rotkäppchens erschleicht, um dann zuerst ihre Großmutter und dann sie selbst 
zu verschlingen. Die Ausstellung „Der Wolf“ widmet sich nicht nur diesen literarischen Quellen, so n-
dern vor allem ihrer druckgraphischen Veranschaulichung vo m 16. bis ins 19. Jahrhundert. Künstler 
wie Giovanni Benedetto Castiglione, Peter Paul Rubens, Johann Elias Ridinger, Giovanni Battista 
Piranesi, Gustav Doré, Lovis Corinth oder Max Klinger haben sich in ihren Werken intensiv mit dem 
Wolf und den sich um i hn rankenden Legenden auseinandergesetzt. Damit haben sie zugleich neue, 
nicht minder imaginäre ‚Bilder‘ von ihm geschaffen und in die Welt gesetzt. Die Ausstellung verfolgt 
somit auch die Spuren in die Abgründe der menschlichen Phantasie, um über das komp lizierte Ver-
hältnis des Menschen zum Wolf Auskunft zu geben. 
 
 
 
Wir ● Glauben ● Kunst 
Meisterzeichnungen aus der Kölner Jesuiten-Sammlung 
 
24. Mai bis 18. August 2019 (Graphisches Kabinett) 
 
Im kommenden Sommer begibt sich das Wallraf auf Spurensuche in eigener Sache. Erstmals in se i-
ner langen Geschichte widmet sich Kölns erstes Museum seiner hervorragenden Jesuiten -
Sammlung, die schon in den 1880er -Jahren als Dauerleihgabe ans Haus kam. Dort bildet das rund 
500 Werke umfassende Konvolut gemeinsam mit der Zeichnungssammlung von Ferdinand Franz 
Wallraf bis heute den Grundstock für die mehr als 65.000 Blatt große Graphische Sammlung. 
 
Anhand von 90 besonders eindrucksvollen Zeichnungen wird die Ausstellung den besonderen Ch a-
rakter der Jesuiten -Sammlung ergründen. Handelt es sich um eine reine Lehrsammlung? Nach we l-
chen Kriterien sammelte der Orden? Spielten Fragen der Qualität und Kennerschaft die entscheide n-
de Rolle, oder waren eher inhaltliche Gesichtspunkte ausschlaggebend? Und schließlich: Wo kauften 
die Jesuiten ihre  Zeichnungsbestände? Darüber hinaus wird auch der Bildbeg riff der Jesuiten 
thematisiert, da der Orden eine ganz eigene Bildtheologie entwickelt hatte.

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Als Papst Clemens XIV am 21. Juli 1773 den Jesuiten -Orden aufhob, wurde dessen Kunstsammlung 
nach Paris verbracht. In den 1880er Jahren gelang es dem Köln er Gymnasial - und Stiftungsfonds, 
dem damaligen rechtlichen Nachfolger des Ordens, das heute im Wallraf beheimatete Konvolut z u-
rück an den Rhein zu holen, um es als Dauerleihgabe an das Museum zu geben. 
 
 
 
Rembrandts Graphische Welt  
 
04. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020 
 
Rembrandt Harmensz. van Rijn starb am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Exakt 350 Jahre später, am 
4. Oktober 2019, startet in Köln die erste von zwei Hommagen des Wallraf -Richartz-Museum an den 
berühmten Maler. Ergänzend zu seiner großen Sond erschau „Inside Rembrandt“ (1.11.2019 – 
1.3.2020) zeigt das Museum eine feine Auswahl an Radierungen aus seinem 160 Rembrandt -Blätter 
umfassenden Gesamtbestand in der Graphischen Sammlung. Die Arbeiten zeichnen sich sowohl 
durch eine hohe ästhetische Quali tät, einen vorzüglichen Erhaltungszustand als auch durch die b e-
sondere Kunstfertigkeit des Radierers Rembrandt aus. So genial er mit dem Pinsel agierte, so g e-
konnt lagen ihm auch Stichel und Nadel in der Hand. Die Kupferplatte war ihm genauso wichtig wie 
die Leinwand. Oft überarbeitete er sie so lange, bis er das gewünschte Ergebnis erzielte. Aber auch 
seine kluge Materialauswahl verleiht den Werken den Touch des Besonderen, denn statt des übl i-
chen Büttenpapiers entschied sich Rembrandt für Japanpapier. Zu den ausgewählten Spitzenblättern 
der Graphischen Sammlung im Wallraf gehören unter anderen „Abraham, die Engel bewirtend“ oder 
die „Drei Kreuze“. „Rembrandts graphische Welt“ fragt anschaulich nach den ästhetischen wie mat e-
riellen Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit eine Rembrandt-Radierung auch nach rund 400 Jahren 
von Sammlern, Kennern und Liebhabern der Graphik als ein Meisterwerk angesehen wird. 
 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

11.12.2018 Betriebsausschuss Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
TOP 5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Vorlagen-Nr.
3983/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
04.12.2018
Erstellt
29.11.2018 15:50