0952/2023
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus der Bezirksvertretung Mülheim am 30.01.2023 betr. "Planung neuer Stadtbahntrassen" AN/0064/2023
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
4418 Zeichen
Dezernat, Dienststelle III/66/664-7 Vorlagen-Nummer 0952/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 14.08.2023 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus der Bezirksvertretung Mülheim am 30.01.2023 betr. "Planung neuer Stadtbahntrassen", AN/0064/2023 Planung neuer Stadtbahntrassen; Beantwortung der Anfrage AN/0064/2023 BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN Zur Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung Mülheim vom 17.01.2023 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet um die Beantwortung folgender Fragen: 1. „Wäre die laut Nahverkehrsplan „mittelfristig“ zu schaffende Straßenbahntrasse zwischen Mülheim und Stammheim/Flittard sowohl als Hoch- als auch als Niederflursystem mög- lich?“ 2. „Welche Variante bietet sich hierfür eher an? Welche Variante ist leichter umsetzbar?“ 3. „Bietet die oberirdische Straßenbahnhaltestelle Wiener Platz ausreichend Platz für einen kombinierten Hoch-/Niederflurbahnsteig (für den Fall, dass dort in Zukunft neben den aktu- ell verkehrenden Hochflurlinien zusätzlich Niederflurlinien verkehren)?“ 4. „In welchem Planungsstand befindet sich die Straßenbahntrasse zwischen Mülheim und Stammheim/Flittard zurzeit?“ 5. „Wie soll die Stadtbahntrasse im Mülheimer Süden nach Ansicht von KVB und Verwaltung zukünftig (kurz-, mittel- und langfristig) ins KVB-Netz eingebunden werden?“ Antwort der Verwaltung: 1. Die Verwaltung hat mit Planungsbeschluss vom 17.12.2018 (Vorlage 3245/2018) den Auftrag bekommen, eine Hochflurlinie zu entwickeln und zu planen. Mit dem erweiter- ten Planungsbeschluss und der Fortschreibung der Bedarfsfeststellung (Vorlage 2360/2023) wurde dieser Auftrag für die Stadtbahnanbindung Mülheimer Süden ent- sprechend erweitert. Im Rahmen der nächsten Planungsphasen soll geprüft werden, wie die Hochbahnsteige gebaut werden können, so dass sie zukünftig auf Niederflurni- veau rückbaubar sind. Dies gilt prinzipiell auch für die Stadtbahnanbindung Stamm- heim/ Flittard, wobei für diesen Abschnitt derzeit lediglich eine Machbarkeitsstudie un- ter der Annahme regulärer Hochbahnsteige erstellt wurde. 2. Die Wahl des Systems bei einer Neuplanung von Stadtbahntrassen ist insbesondere abhängig von übergeordneten Einflussfaktoren wie geplantes Betriebskonzept, An- 2 schlusspunkten und dem System des Anschlussnetzes (Hochflur oder Niederflur). Ne- ben der Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheit an allen Haltestel- len der geplanten Stadtbahntrasse und der damit einhergehenden Voraussetzung zur Genehmigungsfähigkeit der Planungen bietet der hochflurige Ausbau auch die Mög- lichkeit bei Bedarf (z. B. Störungen) die Linie 4 über die Neubaustrecke sowie umge- kehrt umzuleiten. 3. Zur Verlängerung und barrierefreien Ausgestaltung und Zuwegung der Haltestelle Wie- ner Platz müssten weitere technische Untersuchungen durchgeführt werden. Einer ersten Einschätzung nach, erfordert die Eingliederung eines Niederflursystems nicht nur bauliche Veränderungen an der Haltestelle selbst, sondern auch weitreichende An- passungen der zuführenden Gleisanlagen, um geforderte Mindestradien einhalten zu können. Hier ist auch mit Auswirkungen auf andere Verkehrsteilnehmende (MIV, zu Fuß Gehende, Radfahrende) am Bergischen Ring zu rechnen. Weiter ist zu erwähnen, dass per Ratsbeschluss die Bahnsteige der Linie 4 für Züge mit 70 m Länge ausge- baut werden. Der Bahnsteig am Wiener Platz kann bei einem Umbau dementspre- chend nicht zu Gunsten eines Niederflurbahnsteiges verkürzt werden. 4. Für die Verlängerung der Stadtbahntrasse nach Stammheim/Flittard wurde bisher eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der mögliche Trassenverläufe und die Förderfähigkeit geprüft werden. Die Ergebnisse sollen nach noch ausstehenden verwaltungsinternen Abstimmungen veröffentlicht werden. 5. Bisherige Überlegungen zur mittelfristigen Einbindung der neuen Trasse sehen eine Führung ab der Haltestelle Keupstraße über das Baugebiet Mülheim Süd und ab der Haltestelle Koelnmesse parallel zu den Linien 3 und 4 über die Severinsbrücke bis zum Neumarkt und dann weiter zum Ebertplatz bzw. Reichenspergerplatz vor (analog zur derzeit verkehrenden Linie 14). Die langfristige Führung ist noch Gegenstand lau- fender Abstimmungen.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- 0952/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 07.11.2024
- Erstellt
- 15.03.2023 11:27