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V/0016/2020

Umweltdaten Münster 2016-2018

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Anlage 1 Vorlage V_0016_2020_Umweltdaten_2016-2018

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Anlage 1 Vorlage V_0016_2020_Umweltdaten_2016-2018

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Umweltdaten Münster 2016-18 
 
  
Anlage 1

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 2
Inhaltsverzeichnis 
1. Umweltindikatoren für Münster............................................................................ 3 
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen ..................................................... 3 
Abfall ....................................................................................................................... 4 
Abwasser ................................................................................................................ 9 
Biodiversität .......................................................................................................... 11 
Boden/Fläche ....................................................................................................... 20 
Grün ...................................................................................................................... 26 
Klima / Energie ..................................................................................................... 29 
Lärmimmissionen.................................................................................................. 32 
Luftschadstoffe ..................................................................................................... 35 
Natur und Landschaft - Schutzgebiete .................................................................. 38 
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung ............................................................. 41 
Umweltmanagement ............................................................................................. 46 
Verkehr/Mobilität ................................................................................................... 48 
Wasser ................................................................................................................. 51

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 3
1. Umweltindikatoren für Münster 
Mit den Umweltdaten 2009 hat die Stadt Münster erstmals Umweltindikatoren 
festgelegt, mittels derer die Umweltsituation in Münster regelmäßig beobachtet und 
gesteuert werden kann. Die Umweltdaten werden im 2-jährlichen Turnus 
fortgeschrieben, um jeweils einen schnellen Überblick über Zustand, Entwicklung 
und Steuerungsnotwendigkeiten der Umwelt zu erlangen. 
Zielsetzung der Umweltindikatoren im Überblick 
• Zusammenschau der relevanten Umweltbelange 
• Kontinuierliche Umweltbeobachtung und –dokumentation 
• Darstellung von Entwicklungstrends 
• Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umweltschutz 
• Ableitung von Handlungserfordernissen 
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen 
Die vorliegende Fortschreibung der Umweltdaten umfasst in dieser Ausgabe die 
Jahre 2016 bis 2018.  
Für folgende Umweltmedien liegen Umweltindikatoren vor: 
• Abfall 
• Abwasser 
• Biodiversität 
• Boden/Fläche 
• Grün 
• Klima/Energie 
• Lärmimmissionen  
• Luftschadstoffe 
• Natur und Landschaft (einschließlich Thema Eingriffsregelung) 
• Umweltmanagement 
• Verkehr/Mobilität 
• Wasser

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 4
Umweltmedium/Ressource: 
Abfall 
Indikator: 
Abfälle und Wertstoffe aus Haushalten 
Definition: 
Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro Kopf der Bevölkerung. [kg/EW*Jahr] 
Erläuterung: 
Die Haushaltabfälle (Hausmüll, Sperrmüll, Wertstoffe u.ä.) stellen einen Teil der 
insgesamt anfallenden Siedlungsabfälle dar. Zu den sonstigen Siedlungsabfällen 
gehören zudem Baurestabfälle, Rückstände der Stadtreinigung und Gewerbeabfälle. 
Der Bezug auf die Bevölkerungszahl stellt die relative Vergleichsmöglichkeit sicher.  
 
Abbildung 1  (Zielwert: 425 kg/EW*a (2020)) 
 
Abbildung 2: Siedlungsabfälle Verwertung/Deponie in Tonnen

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 5
Qualitative Ziele: 
Abfallvermeidung schont Ressourcen; aber Abfall ist auch “Rohstoff”. Durch 
ordnungsgemäße Verwertung können Abfallpotenziale genutzt werden. Durch die 
schadlose Beseitigung nicht verwertbarer Abfälle werden Umweltschäden 
vermieden. Eine nachvollziehbare Überwachung der Abfallströme sichert den 
sorgsamen Umgang mit Abfall. 
• Prioritäre Vermeidung von Abfall 
• Optimierte Verwertung von Abfällen durch Weiterentwicklung des 
stoffstromoptimierten Abfallwirtschaftskonzeptes 
• Entsorgung der in Münster anfallenden Abfälle nur im Rahmen abfallrechtlicher 
Vorgaben 
 
Quantitative Ziele: 
Senkung des Abfallaufkommens der Haushalte auf 425 kg/EW*a. 
Der Zielwert wurde im Rahmen der Beratung der Umweltdaten 2009 als Prüfwert 
festgelegt.  
Die Zielwerterreichung von 425 kg/EW*a wurde in den Jahren 2015 und 2017 durch 
eine Steigerung der Einwohnerzahl in Münster nahezu erreicht. Im Jahr 2018 mit 
421 kg/EW*a unterschritten. 
Entwicklung:  
Die Abfallmengen 2014 wurden durch das Starkregenereignis am 28.07.2014 
beeinflusst, sodass im Jahr 2014 eine Steigerung der Abfallmenge zu verzeichnen 
war. Aktuell liegt das Abfallaufkommen im Jahr 2018 bei 421 kg/EW*a. 
Dieses wurde durch eine weiter gestiegene Einwohnerzahl in Münster erreicht. Das 
Gesamtabfallaufkommen aus Haushalten ist aber seit dem Jahr 2010 (130.448 t) 
nicht gesunken. Im Jahr 2017 lag das Aufkommen bei 131.775 t und im Jahr 2018 
bei 130.557 t. 
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) haben bis Mitte 2015 in 
Zusammenarbeit mit der Firma Remondis den Restabfall biologisch-mechanisch 
behandelt (MBRA) und die Reststoffe auf der ZDM II deponiert. Nach der 
Übernahme der Anlage durch die AWM 2015 werden die Restabfälle ausschließlich 
mechanisch behandelt und die Reststoffe thermisch beseitigt. Im biologischen 
Anlagenteil werden nach einem Umbau seit 2017 Bio- und Grünabfälle verwertet. 
Eine Deponierung findet somit nicht mehr statt. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
 Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Abfallvermeidung“ (Aktionstage, 
Pressearbeit, aktuelle AWM-Kampagne „Gemeinsam für das große Ziel“, 
Tipps zur Abfallvermeidung auf der Homepage der AWM und in AWM-
Broschüren (z. B. Second-Hand, Tauschen und verschenken etc.)), aktuelle 
Schwerpunktkampagnen: Bürgerkampagne „Ich mach´s“ (Ziele: Motivation 
zur Abfallvermeidung, zur richtigen Abfalltrennung, für Stadtsauberkeit) und

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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„Aktion Biotonne“ (Ziele: sortenreine Trennung von Bioabfällen/Steigerung der 
Bioabfallmengen durch Entsorgung in der richtigen Tonne. 
 Die AWM bieten einen Online-Tausch- und Verschenkmarkt (www.awm-
tauschmarkt.de) an. Bürgerinnen und Bürger haben damit eine sinnvolle 
Alternative zum Wegwerfen gut erhaltener aber nicht mehr genutzter Dinge. 
Diese können entweder verschenkt oder getauscht werden. Lediglich Geld ist 
als Tauschmittel nicht erlaubt.  
 Auf den elf Recyclinghöfen der AWM stehen „Wechselstuben“ (Give Boxen). 
Hintergrund: Die Give Boxen (alte, umgebaute Telefonzellen) dienen als 
„Tausch- und Verschenkmarkt“ vor Ort. Bürger können dort für Interessierte 
Spielzeug, CDs/DVDs und Bücher ablegen, die noch gut erhalten sind, aber 
von ihnen selbst nicht mehr verwendet werden. 
 Vermeidung von Lebensmittelabfällen: Privathaushalte in Deutschland werfen 
pro Jahr 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel "in die Tonne". Das kommt 
Mensch, Tier und Umwelt teuer zu stehen. Die AWM haben deshalb in 
Kooperation mit dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit die 
Initiative "Zu gut für die Tonne - Münster is(s)t abfallarm" ins Leben gerufen 
(www.zugutfuerdietonne.muenster.de). Die Initiative ist dauerhaft angelegt 
und hat nicht nur zum Ziel, über Lebensmittelverschwendung aufzuklären und 
zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen aufzurufen. Sie will auch zu einer 
besseren Vernetzung der zahlreichen Akteure, die sich in Münster bereits mit 
diesen Themen beschäftigen, beitragen.  
 Münster für Mehrweg: Die Initiative „Münster für Mehrweg“ gibt es seit Anfang 
2017. Sie ist ein Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern des 
Handels, der Stadtverwaltung, von Umweltverbänden und weiteren lokalen 
Akteuren, denen ein „Mehr“ für die Umwelt am Herzen liegt. Die AWM haben 
die Federführung inne. Gemeinsam machen sich die Akteure stark für 
nachhaltige Mehrweg-Lösungen in und für Münster. Mit Aufklärungs- und 
Öffentlichkeitsarbeit machen sie Mehrwegalternativen sichtbar und wollen das 
Bewusstsein für die Einsparung wertvoller Ressourcen im Alltag stärken. 
Netzwerke werden auf- und ausgebaut, sodass Synergien gewinnbringend für 
das gemeinsame Ziel genutzt werden können (www.muenster-fuer-
mehrweg.de).   
 Deponie-Erlebnispfad: Im Frühjahr 2018 haben die AWM ihren 
„abfallpädagogischen Lehrpfad“ eröffnet. An zwölf Lernstationen wird am 
Entsorgungszentrum in Coerde auf dem Deponieberg der Kreislauf „Abfall-
Energie-Klima“ mit seinen ökologischen Auswirkungen aufgezeigt. 
Erlebnisorientiert können Schulklassen über die entsprechend 
zielgruppenspezifisch aufbereiteten Materialien die Leitgedanken der 
modernen Kreislaufwirtschaft erarbeiten. Begleitet werden Sie dabei von einer 
pädagogischen Fachkraft der AWM.  
 Um die Bildungs- und Aufklärungsangebote der AWM zukunftsorientiert 
weiterzuentwickeln und auf die Zielgruppe „Erwachsene“ 
auszuweiten/anzupassen, wurde im Jahr 2018 eine Nachhaltigkeitspädagogin 
mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und Netzwerkarbeit eingestellt. 
Die Mitarbeiterin konzipiert und moderiert Schulungen für Erwachsene, 
insbesondere für Multiplikatoren wie beispielsweise Lehrerinnen und Lehrer 
oder Erzieher und Erzieherinnen. Sie hat außerdem die Aufgabe, die AWM 
und ihre Bildungsangebote mit unterschiedlichen Kooperationspartnern in 
Münster weiter zu vernetzen (z. B. seit 2018 Bildungskooperation zum Thema 
Lebensmittelverschwendung mit der „FairTEiLBAR“ https://www.fairteilbar-

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 7
muenster.de/). Ziel ist zudem, sich stärker mit den Bürgerinnen und Bürgern 
zu vernetzen und sie als Partner/Partnerin für den Einsatz zum Umwelt- und 
Ressourcenschutz bzw. als Multiplikatoren für Themen wie Abfallvermeidung 
und Stadtsauberkeit zu gewinnen.  
Das Projekt „Abfallberatung in Flüchtlingsunterkünften“ läuft seit 2016. In 
Kooperation mit einem afghanischen Illustrator haben die AWM ein 
Schulungskonzept entwickelt, das den besonderen Bedürfnissen Geflüchteter 
(Sprachbarrieren, kaum Kenntnisse über das Abfallwirtschaftssystem in 
Deutschland) gerecht wird. Die Schulungen werden durch den Illustrator 
durchgeführt, der als so genannte „Key-Person“ aufgrund seines eigenen 
Migrationshintergrundes sehr schnell eine gute Vertrauensbasis zu den 
Geflüchteten aufbaut. Da sich das Konzept bewährt hat, wurde Anfang 2018 
eine zunächst auf zwei Jahre angelegte Stelle für das Projekt „Abfallberatung 
für Menschen mit Migrationshintergrund“ eingerichtet. Ziel ist, neben den 
Schulungsangeboten in den Unterkünften eine nachhaltige Betreuung von 
Menschen mit Migrationshintergrund mit Blick auf die Themen 
Abfallvermeidung und Abfalltrennung zu entwickeln.  
 
 
Ausblick: 
 
 Längerfristig soll am Fuß der Deponie ein „Freilandklassenzimmer“ gebaut 
werden, das Ausgangs- und Endpunkt für die Exkursionen auf dem Deponie-
Erlebnispfad sein wird. Ebenso ist die konzeptionelle Erweiterung der 
Lernstationen zu Themen der Abfallvermeidung und für erwachsenengerechte 
Führungen geplant.  
 Verankert ist in dem o.g. ganzheitlichen Konzept auch die Ausweitung von 
Kooperationen mit Schulen und Kitas über einzelne Projekte. Es bestehen 
bereits erfolgreiche Kooperationen mit dem Kant-Gymnasium (z. B. jährliche 
Aktion zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung) oder dem Hans-
Böckler-Berufskolleg. Zukünftig sollen weitere gemeinsame Projekte an 
Schulen folgen, um das Thema Abfallvermeidung und Abfalltrennung 
langfristig in den Schulalltag zu integrieren. Ein Ziel, deren Umsetzung auch 
im Rahmen der AWM-Kooperation mit dem Amt für Immobilienmanagement 
im Projekt „Klimaschutz macht Schule“ in den kommenden Jahren intensiviert 
wird.  
 Zukünftig zielt die AWM zudem auf verstärkte Netzwerkarbeit, um in 
Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren auf die Themen Abfallvermeidung und 
Abfalltrennung aufmerksam zu machen. Auch die verstärkte Einbindung der 
Bürgerinnen und Bürgern, z. B. in Form von Multiplikatoren, soll hierzu einen 
Beitrag leisten. Erste Ansätze, die weiter ausgebaut werden sollen, sind 
bereits durch freiwillige Patenschaften für die ganzjährige Stadtsauberkeit 
umgesetzt.  
 
Adressaten: 
Bürgerinnen und Bürger

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Kosten: 
Umlage über Gebühren  
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Geschäftsberichte/Abfallbilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Aktualisierung: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2013 2014 2015 2016 2017 2018 
Gesamtaufkommen 
Siedlungsabfälle [t] 
173.128 185.990 168.550 176.834 177.025 165.903 
Anteil verwertete 
Siedlungsabfälle [%] 
81 78 81 81 81 77 
Gesamtaufkommen 
Abfälle aus Haushalten[t] 
127.868 143.518 130.117 132.689 131.775 130.557

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Umweltmedium/Ressource: 
Abwasser 
Indikator: 
Stickstoff-Emissionen aus Kläranlagen 
Definition: 
Der Indikator gibt die jährlich aus den Kläranlagen in die Vorfluter emittierte Fracht 
an Stickstoff an. Die Angabe erfolgt als Gesamtstickstoff in Tonne pro Jahr [t/a]. 
Erläuterung:  
Stickstoff führt zur Eutrophierung von Gewässern. Die Verringerung der Stickstoff-
Emissionen führt zu einer Verbesserung der Gewässergüte. 
119128126 1261201261220501001502002503002012 2013 2014 2015 2016 2017 2018Nges [t/a]JahrStickstoffemissionen als Gesamtstickstoff Nges [t/a]
Abbildung 3: Stickstoffemissionen als Gesamtstickstoff 
Qualitative Ziele: 
Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) schafft einen Rahmen für den Schutz der 
Gewässer. Zur Erreichung der anspruchsvollen Ziele der WRRL trägt auch eine 
leistungsfähige Abwasserbehandlung bei. Ziele: 
• Fortführung des Qualitäts- und Umweltmanagements in der Stadtentwässerung. 
• Elimination von Nährstoffen aus dem Abwasser 
• Schrittweise Reduzierung der Verschmutzung durch prioritäre Stoffe und 
schrittweises Einstellen von Einleitungen, Emissionen und Verlusten prioritärer 
gefährlicher Stoffe in Oberflächengewässer sowie Verhindern und Begrenzen der 
Einleitung von Schadstoffen in das Grundwasser.  
Zielwert: 120 t/Jahr

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Quantitative Ziele: 
Integrierendes Ziel ist die Einhaltung der Zielvorgaben der WRRL (vgl. Wasser) 
• Ziel hinsichtlich der Stickstoffemission ist eine Nges-Ablauffracht von ca. 120 t/a.  
Entwicklung: 
Der Zielwert der Stickstoff-Emission von 120 t/a wurde im Jahr 2016 eingehalten und 
2017 sowie 2018 mit 126 bzw. 122 t/a knapp überschritten. Die Reinigungsleistung 
war bei deutlicher Unterschreitung der Überwachungswerte hinsichtlich der 
Eliminationsrate von 92,2 bis 93 % konstant. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Die Inbetriebnahme der Vorbehandlung stark stickstoffhaltiger Prozesswässer wird 
auf der Hauptkläranlage in 2019/2020 erfolgen. Dadurch werden die Prozesswässer 
separat und energieeffizient entfrachtet. Dies wird zu einer Reduzierung der 
emittierten N-Frachten in die Gewässer führen. Hinsichtlich des 
Bevölkerungszuwachses wird ein Gesamtkonzept für die Stadtentwässerung 
erarbeitet. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
2016/2017: ca. 2.500.000 € 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Mobilität und Tiefbau 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2015 2016 2017 2014 
Eliminationsrate Stickstoff [%] 92,3  92,2 92,9 93,0 
CSB-Emissionen [t/a] 745  740 710 687 
Eliminationsrate CSB [%] 92,0  91,2 92,9 94,1 
Phosphor-Emissionen [t/a] 4,3  4,9 5,1 5,4 
Eliminationsrate Phosphor [%] 97,7  97,4 97,8 97,3 
Angeschlossene Einwohnerwerte 
[EW] 
390.000 390.000 390.000 390.000

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Umweltmedium/Ressource: 
Biodiversität 
Indikator: 
Repräsentative Arten 
Definition: 
Für ausgewählte Indikatorarten erfolgt im 3-5 jährigen Turnus im Auftrag der Stadt 
Münster eine Erhebung der Bestandssituation bzw. der Populationsentwicklung in 
Münster durch die NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.. Die Indikatorarten 
geben stellvertretend Hinweise auf die Entwicklung der Biodiversität der wichtigsten 
Lebensraumtypen: 
Erhebung: Wiesenschaumkraut (frische-feuchte Wiesen), Laubfrosch 
(Stillgewässer), 2017 (vgl. Umweltdaten 2010/2011, Ersterhebung) 
Erhebung: Steinbeißer (Fließgewässer), Schwanenblume (Gewässerufer), 2018 
(vgl. Umweltdaten 2012/2013, Ersterhebung) 
Erhebung: Korn-/Mohnblume (Acker/Feldflur), Mehl- und Rauchschwalben 
(Siedlung), (vgl. Umweltdaten 2014/2015) 
Erhebung: Hohe Schlüsselblume (Wald), Kaisermantel/Kleiner Eisvogel 
(Waldränder) 2018 
Jährliche Erhebung Kiebitz seit 2014 (Feuchtwiesen, Brachflächen), 
Erläuterung: 
Die Bestandsentwicklung der repräsentativen Arten steht stellvertretend für die 
Bestandsentwicklung vieler anderer Arten. Sie zeigt die Qualität von Biotopen und 
die Eignung der Landschaft als Lebensraum.  
Qualitative Ziele: 
Auf der Grundlage eines Beschlusses des Hauptausschusses vom 29.09.2010 ist 
die Stadt Münster dem „Bündnis für biologische Vielfalt“ im Rahmen der Deklaration 
„Biologische Vielfalt in Kommunen“ beigetreten. Die Stadt verpflichtet sich damit die 
Biodiversität in folgenden Bereichen zu fördern: 
1. Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich 
2. Arten und Biotopschutz 
3. Nachhaltige Nutzung  
4. Bewusstseinsbildung und Kooperation.  
Die Zielsetzung weiterer Umweltmedien/Ressourcen sind auch im Sinne der 
Biodiversität von Relevanz (z. B. Boden/Fläche, Wasser, Grünflächen).

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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Quantitative Ziele: 
Erreichung nachhaltiger Populationsgrößen bzw. Siedlungsdichten der gewählten 
Referenzarten. Für die ausgewählten Arten müssen die Zielgrößen im Rahmen des 
weiteren Monitorings der Arten noch entwickelt werden. Auf der Grundlage der 
bislang vorliegenden Daten ist eine entsprechende Festlegung noch nicht möglich. 
1. Wiesenschaumkraut: 
 
Abbildung 4:  Entwicklung des Wiesenschaumkrauts 2012/2017 (NABU) 
 
Entwicklung 
Es zeigt sich, dass die Gesamtzahl der erfassten Exemplare des Wiesen-
Schaumkrautes gegenüber der Voruntersuchung aus 2012 deutlich von seinerzeit 
ca. 39.000 erfassten Exemplaren auf gut 45.000 Exemplare gestiegen ist. Der Anteil 
der im Grünland nachgewiesenen Arten ist von 5.000 Exemplaren auf rund 32.000 
Exemplare gestiegen. An Gräben war die Art hingegen stark rückläufig. 
Vorbehaltlich aller methodischen Unsicherheiten muss daher von einem leichten 
Anstieg der Vorkommen ausgegangen werden, der in den folgenden Jahren weiter 
untersucht werden muss. Für die weitere Bestandsentwicklung ist unabhängig von 
der positiven Entwicklung, dass geeignete Standorte dieser Art erhalten bzw. 
entwickelt werden müssen. Das Ziel für die Biodiversität der Stadt Münster sollte es 
sein, den Bestand des Wiesen-Schaumkrautes als charakteristische Art nicht zu 
intensiv bewirtschafteten Grünlandes zu erhalten und den aktuell noch vorhandenen 
Bestand zu schützen bzw. zu mehren.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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2. Laubfrosch 
 
Abbildung 5: Laubfrosch - Größe der im Stadtgebiet von Münster 2017 
   festgestellten Rufergemeinschaften (NABU 2017) 
Entwicklung 
Der Laubfroschbestand im Stadtgebiet von Münster hat sich in den vergangenen 5 
Jahren mit 792 kartierten Rufern insgesamt stabilisiert und positiv entwickelt. Das ist 
vor allem auf die Steigerung der Ruferzahlen im Bereich Handorf Ost 
zurückzuführen, wo die Blänken auf dem ehem. Flugplatz eine große Zahl von 
Rufern beherbergen. Allerdings ist der Bestand nicht dauerhaft gesichert, wenn nicht 
eine andauernde Kontrolle (Monitoring) erfolgt und negative Entwicklungen bei z. B. 
Fischbesatz wieder ausgeglichen werden können. Positiv wirken sich ebenfalls die 
neuen Standorte in Nienberge, Kinderhaus und Coerde aus. 
Äußerst kritisch zu beurteilen ist die Situation in Wolbeck, wo sich die lokale 
Population in den letzten 20 Jahren negativ entwickelt hat und die Anzahl der 
Reproduktionsgewässer wie auch die Anzahl der Rufer stark zurückgegangen ist. 
Werden hier nicht kurzfristig weitere und wirksame Maßnahmen ergriffen, so ist die 
Gefahr des Aussterbens der Art vor Ort sehr groß.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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3. Hohe Schlüsselblume 
 
Abbildung 6: Schlüsselblume – Individuenzahl in den verschiedenen  
   Waldtypen (NABU 2017) 
Entwicklung: 
Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) ist eine charakteristische Art 
nährstoffreicher, feuchter Wälder sowie schattiger Ufer und feuchter Wiesen. Die 
Erfassung erfolgte innerhalb von 9 ausgesuchten Quadranten von 1 km² Größe. 
Insgesamt wurden 66 Bestände mit mehr als 8.000 Individuen in Gehölzbeständen 
erfasst. 
Im Ergebnis zeigt sich, dass die Hohe Schlüsselblume in Münster auf geeigneten 
Standorten noch verbreitet vorkommt und für den dauerhaften Erhalt der lokalen 
Population ausreichend ist. Als Ziel kann hier bereits der dauerhafte Erhalt der 
aktuellen Bestandsgröße formuliert werden.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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4. Schwanenblume 
 
Abbildung 7: Vorkommen der Schwanenblume am Emmerbach   
   südlich Amelsbüren (NABU 2018) 
Entwicklung: 
Die Untersuchungen von 2018 zeigen wie schon 2013, dass die Schwanenblume an 
geeigneten Standorten mit ausreichend flachen Uferbereichen noch recht weit 
verbreitet ist, sofern die Ufer nicht zu stark durch Gehölze verschattet sind. 
Im Emmerbach zeigte sich vergleichend, dass die Bestände über weite Strecken in 
gleicher Menge vorkommen wie in 2013. Lediglich im Abschnitt westlich der 
Bahnstrecke Münster-Dortmund ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen, der jedoch 
auf methodische Unschärfen zurück zu führen sein kann. 
In der Münsterschen Aa haben in den vergangenen fünf Jahren umfangreiche 
Renaturierungsmaßnahmen in den untersuchten Bereichen stattgefunden. Im 
Bereich von Haus Kump konnte die Art erstmals nachgewiesen werden, im Bereich 
der Kanalstraße hat sich der Bestand gegenüber 2013 verbessert.

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Die Schwanenblume kann in Münster an allen naturnahen größeren Bächen und 
Flüssen in Uferröhrichten vorkommen, sofern diese nicht zu stark durch Gehölze 
verschattet sind, insbesondere in Ems, Werse, Emmerbach und Münsterscher Aa. 
Daher ist eine Verbesserung der Bestandssituation in Münster, von der u.a. auch 
zahlreiche andere Hochstauden feuchter Standorte und Libellenarten profitieren 
würden, durch weitere Renaturierungsmaßnahmen z. B. im Zusammenhang mit der 
Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie möglich und sinnvoll. 
Die in den vergangenen Jahren umgesetzten, umfangreichen Renaturierungs-
maßnahmen an der Münsterschen Aa zeigen mit der positiven Bestandsentwicklung 
der Schwanenblume erste Erfolge. 
5. Steinbeißer 
 
Abbildung 8: Vorkommen des Steinbeißers in Münster in den   
   Befischungsstrecken 2018 (2019) sowie im Unterlauf der 
   Werse und der Ems (Daten aus 2017)- NABU 2018 
 
Entwicklung: 
Im Rahmen der Untersuchungen zum vorliegenden Bericht konnten 2018 
Steinbeißer in der Münsterschen Aa im renaturierten Bereich oberhalb des Aasees, 
dem Emmerbach bei Hiltrup (oberhalb Adolf-Wentrup-Weg) und in der Angel bei 
Wolbeck nachgewiesen werden. Im renaturierten Abschnitt der Münsterschen Aa bei 
Haus Coerde fehlte die Art. Mögliche Ursachen für das Fehlen in diesem Abschnitt 
könnten sein:  
 Temporäre Sauerstoffarmut z. B. in niederschlagsarmen Perioden im 
Sommerhalbjahr, 
 gelegentlich erhöhte Schadstoffbelastungen durch oberflächlich aus dem 
Stadtgebiet in die Aa gelangende Abwässer (etwa von Straßenoberflächen),

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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 in regenarmen Phasen verringerte Sauerstoffsättigung durch die hier erfolgte 
Laufverlängerung der Aa. 
Zum Schutz und zur positiven Entwicklung von rheophilen Kleinfischbeständen wie 
Steinbeißer und Groppe sind weitere Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der 
Wasserrahmenrichtlinie dringend notwendig. 
Hierzu gehören Durchgängigkeit, Entfesselung der Ufer, eine natürliche Dynamik der 
Boden- und Ufersubstrate, der Schutz und die Entsiegelung der Aue, die Schaffung 
von einer Substratvielfalt im Gewässerbett und des natürlichen Wasserregimes, wie 
beispielsweise der Überflutungsdauer. 
Dies betrifft alle mittleren bis mittelgroßen Fließgewässer wie Werse, Münstersche 
Aa, Emmerbach, Kinderbach, Angel und Kreuzbach. 
6. Waldrandgebundene Tagfalter 
 
Abbildung 9: Kaisermantel und Kleiner Eisvogel (NABU 2018)

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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Entwicklung: 
Der Kaisermantel und der Kleine Eisvogel sind waldrandgebundene Tagfalterarten. 
Die Erfassung der Arten erfolgte auf 7 ausgewählten Flächen, die standardisiert 
untersucht wurden. Insgesamt wurden mindestens 54 Individuen des Kleinen 
Eisvogels und mindestens 40 Individuen des Kaisermantels kartiert. 
Die Ergebnisse zeigen eine unterschiedliche Besiedlung der ausgesuchten 
Waldflächen. Für individuenreiche Lebensräume sind sonnenexponierte und 
blütenreiche Waldränder bzw. Wegsäume mit Vorkommen der Raupenfutterpflanzen 
erforderlich. 
7. Kiebitz 
 
Abbildung 10:  Bestandsentwicklung Kiebitz 2014-2018 im Vergleich zum 
   Jahr 2003.  
   (Bestände der letzten Jahre können um einige Paare nach oben 
   oder unten abweichen)  
Entwicklung: 
Im Vergleich zu der letzten umfassenden Bestandsschätzung aus dem Jahr 2003 mit 
damals noch 346 Brutpaaren erfolgte in den letzten Jahren ein dramatischer 
Rückgang der Art. In den Jahren 2015 bis 2017 stagnierte der Bestand der 
Brutpaare mit leicht abnehmender Tendenz. In 2018 sank der Bestand abermals auf 
den bisherigen Tiefstand von 106 Brutpaaren. Die Faktoren für den Rückgang sind 
zahlreich. Mangels natürlicher Lebensräume (z. B. feuchtes Grünland) weicht die Art 
zumeist auf Ackerflächen und Sekundärbiotope (z. B. Gewerbebrachen) aus. 
Erhöhter Nutzungsdruck, mangelnde Nahrungsangebote, Flächenverluste, Druck 
durch Prädatoren (Räuber) führen hier zu geringen Bruterfolgen und letztlich dem 
Rückgang der Art. Neben der Erfassung der Brutpaare ist daher auch die Ermittlung 
der Bruterfolge von hoher Bedeutung für das Projekt. 
Um einem weiteren Rückgang der Art entgegenzuwirken verfolgt die Stadt Münster 
in Zusammenarbeit mit der örtlichen Landwirtschaft, der NABU-Naturschutzstation 
Münsterland und der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft das Projekt 
Kiebitzschutz Münster.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 19
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Für die einzelnen Arten des Biodiversitätsmonitorings werden in den 
Projektberichten der NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. artspezifische 
Maßnahmen zur Optimierung, zur Ausweitung und zum Schutz der Lebensräume 
benannt. 
Konkrete Maßnahmen sind im Zuge des weiteren Monitorings und nach Definierung 
von Zielgrößen noch festzulegen. 
Adressaten: 
Stadt Münster, Landwirte und sonstige Grundeigentümer, Wasser- und 
Bodenverbände, NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. etc.. 
Kosten: 
Noch nicht bezifferbar. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. im Auftrag des Amtes für Grünflächen 
und Umweltschutz. 
Weitere Daten: Jahresstatistik des Stadtplanungsamtes 
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), 
Landwirtschaftszählung 2016 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2003 2005 2007 2010* 2016* 
Anteil der Ackerflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
80,9 80,8 81,4 82,6 82,8 
Anteil der Grünlandflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
17,6 17,9 17,4 16,0 
 
16,6 
* Daten ab 2010 ggü. den Vorjahren mit leicht veränderter Erhebungsmethodik.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 20
Umweltmedium/Ressource: 
Boden/Fläche 
Indikator: 
Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV) 
Definition: 
Die Statistik der Flächenerhebung wurde 2016 bundesweit auf die Auswertung der 
„Amtlichen Liegenschaftskataster- Informationssysteme (ALKIS)” umgestellt. 
IT.NRW führt hierzu aus: „Die Umstellung „führte zu grundlegenden methodischen 
Änderungen, die eine Neuzuordnung der Nutzungsarten erforderte. Vergleiche mit 
früheren Ergebnissen sind daher nur noch sehr eingeschränkt möglich; dieses 
betrifft besonders die Nutzungsarten Siedlung und Verkehr“. (IT.NRW, 
Pressemeldung 16.09.2019) 
Was bedeutet dieses im Einzelnen? Während sich die Siedlungs- und 
Verkehrsfläche nach dem „Automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB)“ aus der 
Gebäude- und Freifläche, der Betriebsfläche (ohne Abbauland), der Erholungsfläche 
sowie der Friedhofsfläche errechnete, änderten sich mit dem Wechsel der 
Erhebungsgrundlage von ALB zu ALKIS teilweise die Begriffsinhalte der für die 
Nutzungskategorien verwendeten Bezeichnungen. So enthält die Fläche für 
Siedlung und Verkehr (FSuV) nach ALKIS gegenüber der Siedlungs- und 
Verkehrsfläche (SuV) nach ALB noch zusätzlich folgende Nutzungskategorien: 
„Betriebsfläche - Abbauland“, „Landwirtschaftliche Betriebsfläche“, „Forstwirtschaft-
liche Betriebsfläche“, „Verkehrsübungsplatz“, „Dressurplatz“, „Freizeitanlage“ sowie 
„Historische Anlage“. Nicht mehr zur FSuV zählt dagegen die „Verkehrsbegleitfläche 
Wasserstraße“ (Statistische Ämter des Bundes und des Landes, Methodenbericht 
zur Flächenerhebung, 2019, Seiten 14-15) 
Erläuterung: 
Die Entwicklung der „Siedlungs- und Verkehrsfläche“ (bis 2016) und die „Flächen für 
Siedlung und Verkehr“ (ab 2016) stellt als Summenindikator einen Maßstab für den 
Verlust von Freiflächen und die Veränderung von Böden durch Siedlungs- und 
Verkehrszwecke dar. Bisherige Nutzungsfunktionen wie Landwirtschaft, Erholungs-
räume, Biotope oder Frischluftkorridore gehen verloren. Ende 2018 waren fast ein 
Viertel der Landesfläche NRW (23,6 Prozent) Flächen für Siedlung und Verkehr 
(Presseartikel von IT.NRW vom 16.09.2019). Diese Flächeninanspruchnahme - 
allgemein häufig auch als „Flächenverbrauch“ bezeichnet - ist jedoch nicht mit 
Versiegelung gleichzusetzen, da hier auch unbebaute und nicht versiegelte Flächen 
eingehen.  
Entwicklung der Flächen für Siedlung und Verkehr in den vergangenen 
Jahren: 
Bei der Betrachtung der Flächenentwicklung (Abb. 11) wird mit dem Wert für 2016 
die Umstellung in der Erhebungsmethode sehr deutlich, so dass dieser mit recht 
großen Unsicherheiten behaftet ist und sich im Rückblick nicht für Aussagen zu

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 21
Trendentwicklungen eignet (Einschätzung des Instituts für Landes- und 
Stadtentwicklungsforschung, Dortmund). 
Auch die Daten der folgenden Jahre 2017 und 2018  lassen keine belastbare 
Interpretation zu, da die ALKIS-Umstellung und neue Flächenzuordnung nicht selten 
zu problematischen Ergebnissen führt, was die Schwankungen für Münster deutlich 
zeigen.  
Die Entwicklung der Werte für Münster (Abb. 11) zeigt sehr deutlich den 
Methodenbruch. 
 
Abbildung 11:  
Entwicklung Siedlungs- und Verkehrsfläche 2011-2015/  
Flächen für Siedlung und Verkehr 2016-2018 
 
Eine Betrachtung der Entwicklung der gesamten Bodenflächen für Münster nach 
Nutzungsarten vom 31.12.2016 bis zum 31.12.2018 (vgl. Tabelle 1 am Ende des 
Kapitels) macht die Problematik deutlich. So gab es in der Flächenkategorie ‚Unland, 
vegetationslose Fläche‘ einen Anstieg von 2016 mit 232 ha über 402 ha (2017) auf 
444 ha im Jahr 2018. Es ist zu vermuten, dass insbesondere sogenannte 
Verkehrsbegleitflächen aus den eigentlichen Flächen aufgrund der Verfahrens-
umstellung herausgerechnet und dann in der Kategorie ‚Unland, vegetationslose 
Fläche‘ zwischengebucht wurden. 
Ein Blick auf die Entwicklung der Wohnbaufläche zeigt, dass diese von 3.023 ha 
(2016) über 3.031 ha (2017) auf 3.049 ha (2018) um 46 ha und damit in geringem 
Umfang gestiegen ist, wohingegen Industrie- und Gewerbeflächen und landwirt-
schaftliche Flächen deutlich abgenommen haben.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 22
Belastbare Aussagen zur Flächenentwicklung, insbesondere zur Entwicklung des 
Indikators ‚Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV)‘ und damit zur Beschreibung 
des Flächenverbrauchs werden nach der erfolgten Umstellung sicherlich erst nach 
einem längeren Betrachtungsraum machbar sein. Damit ermöglicht die aktuell 
abgebildete Entwicklung leider keine belastbare Interpretation, sondern kann nur 
deskriptiv dargestellt werden. 
Interessant ist aber trotz der aufgeführten Unwägbarkeiten ein Blick auf die 
Siedlungs- und Verkehrsflächenentwicklung von 2011 bis 2018 je Einwohner und 
das im Vergleich von NRW und der Stadt Münster (Abb. 12). 
 
Abbildung 12: Flächenentwicklung im Vergleich NRW und Münster 
Die Entwicklung macht deutlich, dass in der Stadt Münster im Vergleich zu NRW die 
SuV-/FSuV-Entwicklung je Einwohner von 341 m² im Jahr 2011 auf 320,5 m² im Jahr 
2018 und damit um 6 Prozent zurückgegangen ist. In NRW ist sie im gleichen 
Zeitraum von 438,3 m² auf 448,5 m² und damit um 2 Prozent gestiegen. 
Leitlinien und Entwicklungsziele 
Zielwert 2020: 30 ha/Jahr 
Qualitative und quantitative Ziele: 
Der Boden ist aufgrund seiner vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt ein 
unverzichtbares Gut. Sein Verlust ist nicht ausgleichbar. Münster trägt auch als 
Mitglied der „Allianz für die Fläche“ Verantwortung. Als eine von sechs 
Pilotkommunen ist Münster 2014 vom Umweltministerium NRW mit dem

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 23
„Meilenstein“ als flächensparende Kommune zertifiziert worden (Meilenstein „Gold“). 
Im Rahmen dieser erfolgreichen Zertifizierung wurde auch ein Flächenbericht mit 
einem Handlungsprogramm „flächensparende Entwicklung“ aufgelegt (V/0761/2014, 
Anlage 3). 
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 (V/0648/2017, V/0515/2018 
und V/0669/2019) wurden zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen 
strategische Entwicklungsziele formuliert, wonach Entwicklungspotentiale 
grundsätzlich im bebauten Bestand vor der Inanspruchnahme neuer Flächen im 
Außenbereich genutzt werden sollen. Im operativen Zielmodus bedeutet dieses, die 
Versiegelung so gering wie möglich zu halten und auch den in Münster 2012 
politisch beschlossenen durchschnittlichen jährlichen Zielwert als Höchstwert von 
rund 30 ha Neuinanspruchnahme von Siedlungs- und Verkehrsflächen nicht zu 
überschreiten. In Kenntnis, dass Münster eine wachsende Stadt ist und von 2011 bis 
2018 die Einwohnerzahl von 296.440 auf 310.610 Einwohner und damit um 4,8 
Prozent zugenommen hat, wurde auch formuliert, dass dieses Ziel angesichts des 
angespannten Wohnungsmarktes aber nicht zu Lasten der Menschen mit mittleren 
und niedrigen Einkommen gehen darf. Als weiteres Ziel wurde formuliert, dass der 
FSuV/Einwohner/-in kontinuierlich sinken soll. Dass dieses bislang eingehalten 
werden konnte, zeigt Abb. 2. 
Mit der Beschlussfassung zum Maßnahmenprogramm 2019 - 2022 der Nachhaltig-
keitsstrategie Münster 2030 (V/0669/2019) wurden weitere konkrete Maßnahmen 
zur flächensparenden Entwicklung formuliert; u.a. wurden im Bereich der 
Innenentwicklung die Entwicklung der Kasernenstandorte und die Wiedernutzung 
von Flächen wie z. B. ehemaliger Stadthafen, Beresa, Lancier genannt. 
Während auf Landesebene mit dem Landeskabinettsbeschluss zum neuen Landes-
entwicklungsplan am 19.02.2019 der 5 ha-Zielwert (d. h. die Begrenzung der 
täglichen Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf 5 ha und langfristig auf 
Netto Null) gestrichen wurde, hält Münster an seinem Zielwert von 30 ha pro Jahr bis 
2020 fest. Auch die vom Rat beschlossene Fortschreibung des ‚Wohnsiedlungs-
konzeptes 2030‘ und die dort formulierte Ausweisung und Erschließung neuer 
Wohnbauflächen auf vorherigen Freiflächen bleibt mit einer Inanspruchnahme von 
10 - 14 ha Bruttofläche für Wohnbauzwecke unter dem Zielwert (V/0224/2019). 
Adressaten: 
Stadt Münster, externe Maßnahmenträger, Private Grundstücks- und 
Immobilieneigentümer. 
Kosten: 
Zurzeit noch nicht bezifferbar 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
IT.NRW (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung) auf der Basis von 
Angaben des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Münster („Amtliches 
Liegenschaftskataster- Informationssystem – ALKIS“); Jahres-Statistik des 
Stadtplanungsamtes. 
Weitere Daten: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 24
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2014 2015 2016 2017 2018 
Siedlungs- und Verkehrsfläche [ha] 
Flächen für Siedlung und Verkehr [ha] 
 
10.154 
X 
10.193 
X 
X 
10.130 
X 
10.155 
X 
10.073 
 
Anzahl erfasster Altlasten-
/Verdachtsflächen [Stück] 
620 639 643 671 672 
Noch nicht bewertete Altlasten-
/Verdachtsflächen [%] * 
9 8 8 5 5 
* Veränderungen basieren auch auf der Neuaufnahme unbewerteter bzw. Entlassung bereits 
bewerteter Altlasten-/Verdachtsflächen.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 25
Tabelle 1 
 Bodenfläche am:in haAnteil an Insg.in haAnteil an Insg.in haAnteil an Insg.  Siedlung7.458 24,6 % 7.483 24,7 % 7.455 24,6 %   davon    Wohnbaufläche3.023 10,0 % 3.031 10,0 % 3.049 10,1 %    Industrie- und Gewerbefläche1.236 4,1 % 1.228 4,0 % 1.207 4,0 %       darunter Industrie und Gewerbe634 2,1 % 616 2,0 % 601 2,0 %    Halde21 0,1 % 20 0,1 % 20 0,1 %    Bergbaubetrieb / Tagebau, Grube, Steinbruch– – – – – –     Fläche gemischter Nutzung784 2,6 % 801 2,6 % 811 2,7 %    Fläche besonderer funktionaler Prägung912 3,0 % 912 3,0 % 909 3,0 %    Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche1.427 4,7 % 1.435 4,7 % 1.404 4,6 %       darunter Grünanlage890 2,9 % 889 2,9 % 871 2,9 %    Friedhof56 0,2 % 55 0,2 % 55 0,2 %  Verkehr2.672 8,8 % 2.672 8,8 % 2.618 8,6 %   davon    Straßenverkehr1.835 6,1 % 1.819 6,0 % 1.818 6,0 %    Weg488 1,6 % 509 1,7 % 480 1,6 %    Platz75 0,2 % 74 0,2 % 80 0,3 %    Bahnverkehr263 0,9 % 259 0,9 % 229 0,8 %    Flugverkehr2 0,0 % 2 0,0 % 2 0,0 %    Schiffsverkehr9 0,0 % 9 0,0 % 9 0,0 %  Summe "Siedlung" + "Verkehr" [ FSuV ] 10.130 33,4 % 10.155 33,5 % 10.073 33,2 %  Vegetation19.563 64,5 % 19.579 64,6 % 19.666 64,8 %   davon    Landwirtschaft13.556 44,7 % 13.439 44,3 % 13.352 44,0 %    Wald4.867 16,0 % 4.861 16,0 % 4.885 16,1 %    Gehölz534 1,8 % 497 1,6 % 609 2,0 %    Heide250 0,8 % 255 0,8 % 256 0,8 %    Moor– – –    Sumpf124 0,4 % 125 0,4 % 121 0,4 %    Unland, Vegetationslose Fläche232 0,8 % 402 1,3 % 444 1,5 %Gewässer636 2,1 % 595 2,0 % 589 1,9 %   davon    Fließgewässer367 1,2 % 325 1,1 % 315 1,0 %    Hafenbecken6 0,0 % 6 0,0 % 6 0,0 %    Stehendes Gewässer263 0,9 % 264 0,9 % 268 0,9 %    Meer– – – – – – Bodenfläche insgesamt30.328 100,0 % 30.328 100,0 % 30.328 100,0 %Quelle: IT.NRW, Landesdatenbank
Bodenfläche der Stadt Münster nach Nutzungsarten am 2016 - 201831.12.2016 31.12.2017 31.12.2018

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 26
Umweltmedium/Ressource: 
Grün 
Indikator: 
Bauliche Eingriffe in das Grünsystem 
Definition: 
Der Indikator gibt die jährliche Anzahl der baulichen Eingriffe in das Grünsystem der 
Stadt Münster an. Berücksichtigt werden Eingriffe (> 500 m² versiegelte Fläche) in 
die Grünzüge sowie den 1. und 2. Grünring gemäß Grünordnung der Stadt Münster. 
(Ausgenommen sind privilegierte Vorhaben im Außenbereich). 
Erläuterung: 
Das Grünsystem der Stadt Münster ist von maßgeblicher Bedeutung für die 
Freiraumsicherung. Es stellt die Grundvoraussetzung dafür dar, dass der Freiraum 
seine Funktionen für Freizeit und Erholung einerseits sowie Natur-/ 
Landschaftsschutz und Stadtökologie andererseits erfüllen kann. Flächenverluste in 
diesen Bereichen führen zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der 
Freiraumfunktionen. 
 
Abbildung 13: Eingriffe in das Grünsystem  
Qualitative Ziele: 
Sicherung des kohärenten Systems der städtischen Grünzüge und Grünringe gemäß 
Grünordnung. 
Weitere Ziele mit Bezug zu öffentlichen Grünflächen:  
• Sicherstellung der Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen 
• Bereitstellung geeigneter Angebote für alle Nutzergruppen 
• Ausstattung aller Stadtteile mit qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten 
Grünflächen 
• Bedarfsgerechte Pflege zur nachhaltigen Sicherstellung der Funktionalität 
• Gewährleistung der stadtökologischen Funktionen von Grünflächen, z. B. für das 
Stadtklima oder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 27
Quantitative Ziele: 
Als maßgeblicher Indikator wird die Anzahl der baulichen Eingriffe in das 
Grünsystem der Stadt Münster erhoben. Ziel ist es, derartige Eingriffe vollständig zu 
vermeiden.  
Von der Festlegung eines Zielwertes für die Größe der öffentlichen Grünflächen pro 
Einwohner wurde Abstand genommen, da sich maßgebende Faktoren wie 
Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder stadtökologische Funktionen 
quantitativ nicht hinreichend abbilden lassen. Der Orientierungswert des Deutschen 
Rates für Landespflege (DRL 1992) liegt bei 15 m²/Einwohner.  
Entwicklung: 
In den Jahren 2016 bis 2018 wurden folgende Eingriffe von mehr als 500 m² 
versiegelte Fläche innerhalb des städtischen Grünsystems vorgenommen bzw. 
bauplanungsrechtlich vorbereitet.  
 Bebauungsplan Nr. 578: Amelsbüren – Nordwestlich Am Dornbusch  
(ca. 1.600 m² innerhalb des Grünzuges Vennheide-Davert) 
 Bebauungsplan Nr. 582: Gremmendorf - York-Quartier 
(ca. 1.000 m² innerhalb des 2. Grünrings) 
 Bebauungsplan Nr. 573 I/II: Hiltrup – Westlich Westfalenstraße 
(ca. 5.600 m²) 
 Bebauungsplan Nr. 568: Sportpark Berg Fidel 
(Lage innerhalb des Grünzuges Vennheide Davert, dort als vorhandene 
funktionale Grünanlage bezeichnet. Der Bebauungsplan wird daher nicht als 
Eingriff in das Grünsystem gewertet). 
Für das Jahr 2015 erfolgte ein Nachtrag von zwei Eingriffen: 
 Bebauungsplan Nr. 566: Hiltrup - Malteserstraße/Langestraße  
(ca. 3.000 m² innerhalb des Grünzuges Vennheide-Davert) 
 Bebauungsplan Nr. 510: Amelsbüren - Landsberger Straße/Deermannstraße 
(ca. 600 m² innerhalb des Grünzuges Vennheide-Davert) 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Vermeidung von Eingriffen in das Grünsystem. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
keine 
Datenherkunft/Zuständigkeit:

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Aktualisierung: 
Jährlich 
 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2014 2015 2016 2017 2018 
Öffentliche Grünflächen [ha] 377  389 392 396 394 
Öffentliche Grünflächen je Einwohner 
[m²/EW] 
12,6 12,7 12,7 12,8 12,7 
Spielplatzflächen [ha] 47  48 48 48 47 
Anzahl Spielplätze [Stück] 313  314 314 313 311 
Einzelbäume / überwiegend 
Straßenbäume gemäß Baumdatei   
[Stück] 
47.710 48.162 48.107 47.734 47.727

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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Umweltmedium/Ressource: 
Klima / Energie 
Indikator: 
Kohlendioxid-Emissionen 
Definition: 
Der Indikator gibt die lokale CO2-Emission pro Einwohner durch die Nutzung fossiler 
Energieträger an. Die Emissionen umfassen energiebedingte Emissionen 
(Raumwärme, Prozesswärme, Elektrizität) und personenverkehrsbedingte 
Emissionen. Die Angabe erfolgt in Tonnen pro Einwohner und Jahr [t/EW*a]. 
Erläuterung: 
Der Indikator zeigt den Beitrag der Stadt Münster an der Klimaproblematik durch das 
Treibhausgas CO2 an.  
 
Abbildung 14: CO2 Emissionen je Einwohner

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 30
Qualitative Ziele: 
Der Treibhauseffekt zwingt zum Handeln. Durch den rationellen Einsatz von Energie 
und die Nutzung regenerativer Energien kann der Ausstoß klimaschädlicher CO2-
Emissionen begrenzt werden.  
Ziele: 
• Reduzierung der CO2-Emissionen durch Senkung des Energieverbrauchs im 
Bereich Wärme, Strom und Verkehr 
• Steigerung des Anteils der Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien 
 
Quantitative Ziele: 
Ende 2017 wurde mit dem Masterplan 100% Klimaschutz das bestehende 
Klimaschutzkonzept 2020 für die Stadt Münster fortgeschrieben. Damit wurden die 
bestehenden Ziele um die des Masterplans erweitert. Neben der Festlegung von 
weiterreichenden Zielen wurde insbesondere eine übergeordnete Strategie 
erarbeitet, die in der Zukunft die Grundlage für die Klimaschutzpolitik in Münster 
darstellt. 
Klimaschutzkonzept 2020 
• Senkung der CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 % (ggü. dem Stand 
1990 von 9,1 t/EW *a um mindestens 3,7 t/EW*a auf < 5,4 t/EW*a) 
• Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Energieverbrauch der Stadt bis 
2020 auf 20 % 
 
Masterplan 100% Klimaschutz – Münster Klimaschutz 2050 
• Reduzierung des Endenergieverbrauchs um 50 % bis 2050 (ggü. 1990) 
• Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 95 % bis 2050 (ggü. 1990) 
 
 
Entwicklung:  
Mit dem deutlichen Ausbau der Klimaschutzaktivitäten und dem damit verbundenen 
Anstieg der erneuerbaren Energien sowie dem Bau der GUD-Anlage im Jahr 2005 
konnte in Münster bis Ende des Jahres 2018 eine Reduzierung der CO2-Emissionen 
pro Kopf der Bevölkerung um knapp 33 % gegenüber dem Jahr 1990 erreicht 
werden. Die absolute Reduzierung von 1990 bis 2017 beläuft sich wegen der 
gestiegenen Bevölkerungszahlen auf 24 %.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen gemäß „Handlungskonzept zur Umsetzung des 
Klimaschutzkonzeptes 2020 in Münster“ (vgl. Vorlage V/0592/2010 und 
V/0592/2010/E1) 
• Maßnahmen gemäß „Masterplan 100 % Klimaschutz – Münster Klimaschutz 
2050“ (vgl. Vorlage V/0689/2017)

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, IHK, Handwerk, Wohnungswirtschaft, 
Energieberater, u.a. 
Kosten: 
6.625.000 € bis zum Jahr 2020 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Stadtwerke Münster GmbH/Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Aktualisierung: 
Von 1990 bis 2005 alle 5 Jahre. Ab 2009 (nach Änderung der Systematik) jährlich. 
Weitere Daten zum Umweltmedium:1 
 2014 2015 2016 2017 2018 
Sonnenenergie Photovoltaik [kWp] 42.880 44.460 45.590 47.680 52.340 
Sonnenenergie Thermie 
(m² Kollektorfläche) 
24.745 24.961 25.558 25.849 23.351 
Stromverbrauch [kWh/Einw./Jahr] 4.558 4.327 4.251 4.195 4.224 
Heizenergiebedarf [kWh/Einw./Jahr] 10.240 10.307 10.476 10.407 10.190 
Kommunaler Heizenergiebedarf  
[Mio kWh/Jahr]2 
55,4 64,5 77,62 78,64 72,34 
Stromverbrauch kommunale 
Einrichtungen [Mio kWh/Jahr]3 
15,6 17,2 19,25 18,08 18,19 
Anteil erneuerbarer Energien am 
Gesamt-Energieverbrauch der Stadt 
[%] 
4,71 5,12 5,50 5,50 5,71 
      
* Aktualisierter Berechnungsmodus 
ggü. Umweltdaten 2014/2015 
     
     
 
                                            
1 Bedingt durch methodische Weiterentwicklungen in der Datenerfassung ergeben sich z.T. gering- 
  fügige Veränderungen der Daten ggü. den Umweltdaten 2014/2015. 2 Nicht witterungsbereinigter Heizenergiebedarf. 3 Technische Einrichtungen wie Lichtsignalanlagen und Pumpwerke sind nicht berücksichtigt.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
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Umweltmedium/Ressource: 
Lärmimmissionen 
Indikator: 
 Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen  
Definition: 
Geschätzte Anzahl der Menschen an Hauptverkehrsstraßen, d. h. Straßen mit mehr 
als 6 Mio. Kfz/Jahr, die in Häusern wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von  
Lden >55 dB(A) tags oder Lnight >50 dB(A) nachts bzw. 
Lden >70 dB(A) tags oder Lnight >60 dB(A) nachts  
Erläuterung: 
In Münster werden auf der Grundlage der Umgebungslärmrichtlinie die Gebiete 
ermittelt, bei denen die Lärmbelastung durch Verkehr besonders hoch ist. Im Jahr 
2012 wurde das relevante Straßennetz Münsters untersucht.  
Zum Vergleich: Die vorsorgeorientierten Orientierungswerten der DIN 18005 für 
Allgemeine Wohngebiete betragen 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts. 
Lärmimmissionen >70 dB(A) tags und >60dB(A) nachts spiegeln die Schwelle der 
Gesundheitsgefährdung wider. 
 
Abbildung 15: Geschätzte Gesamtzahl Menschen an Hauptverkehrsstraßen mit 
Lärmbelastung  
Qualitative Ziele: 
Der allgegenwärtige Lärm hat sich zu einem zentralen Umweltschutzthema 
entwickelt. Die Gesundheit gefährdende oder die Lebensqualität mindernde 
Lärmpegel sollen daher vermieden werden.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 33
Ziele:  
Senkung der Anzahl der Münsteraner, die von gesundheitsgefährdenden bzw. 
erheblich belästigenden Lärmimmissionen betroffen sind.  
Kurzfristig:  Vermeidung von Gesundheitsgefährdung (> 65 dB(A)/55 dB(A)) 
Mittelfristig: Minderung der erheblichen Belästigung (>60 dB(A)/50 dB(A)) 
Langfristig : Vermeidung von erheblicher Belästigung (>55 dB(A)/45 dB(A)) 
     [Immissionswerte = L den/Lnight] 
Quantitative Ziele: 
Der Lärmaktionsplan der 2. Stufe ist im Dezember 2017 beschlossen worden. Im 
Lärmaktionsplan wurden vorrangig für die Maßnahmenbereiche der ersten Priorität 
Maßnahmen entwickelt. Durch die Umsetzung können kurzfristig, in den nächsten 5 
Jahren, ca. 7.500 Menschen besser vor Lärm geschützt werden. Weitere 
Informationen sind der Vorlage V/0687/2017 zu entnehmen. 
Entwicklung: 
Die Lärmbelastungen an Hauptverkehrsstraßen sind 2013 im Vergleich zu 2008 vor 
allem nachts signifikant zurückgegangen. Diese Lärmminderung geht überwiegend 
auf die verminderte Höchstgeschwindigkeit im Hauptverkehrsstraßennetz zurück. Im 
Jahr 2017 sind die Lärmbelastungen geringfügig höher. Von der 
Geschwindigkeitsänderung im Innenstadtbereich auf Tempo 30 werden die 
Wirkungen erst nach dessen Einführung in 2019 greifen und zu Reduzierungen der 
Belastetenzahlen führen. 
In 2017 ist eine Lärmkartierung durchgeführt worden. Für die Fortschreibung des 
Lärmaktionsplans ist eine Beschlussfassung im Sommer 2020 vorgesehen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung, 
• Maßnahmen der Fahrbahnsanierung mit Einsatz von Fahrbahnbelägen mit 
lärmmindernder Wirkung und 
• Straßenräumliche Maßnahmen zur Lärmminderung. 
Adressaten: 
Noch festzulegen 
Kosten: 
Ca. 210.500 € 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
LANUV NRW/Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 34
Aktualisierung: 
5-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2008 2017* 
Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm durch Schienenlärm  
der Eisenbahnen des Bundes in ihren Wohnungen belasteten 
Menschen: 
  
LDEN     > 55 dB(A) tags 14.600  25.790 
LNIGHT   > 50 dB(A) nachts 12.100  20.050 
LDEN     > 70 dB(A) tags   1.630  1.410 
LNIGHT   > 60 dB(A) nachts   2.790  2.600 
* Das Eisenbahnbundesamt hat in 2017 die Kartierung  bzw. die Ergebnisse 
vorgelegt. Eine Vergleichbarkeit der Daten zwischen 2008 und 2017 ist nicht 
gegeben.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 35
Umweltmedium/Ressource: 
Luftschadstoffe 
Indikator: 
Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen 
Definition: 
Jahresmittel für NO2 [µg/m³] und Anzahl der Tage mit Überschreitung des 
Tagesgrenzwertes für PM10 [Überschreitungstage > 50 µg/m³] an der 
kontinuierlichen Messstation Weseler Straße. 
Erläuterung: 
Der Grenzwert für das NO2-Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³ (ab 2010). Für PM10 gilt 
ein Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der maximal an 35 Tagen pro Jahr überschritten 
werden darf. PM10 umfasst alle Feinstäube <10 Mikrometer, die als 
gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Zentrale Quelle für lokale Feinstaub- und 
Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr. 
 
Abbildung 16: Jahresmittelwerte NO2 (2012-2018) 
  
Abbildung 17: Überschreitungstage PM 10 > 50 µg/m³ (2013-2018) 
Zielwert 2010: 40 µg/m³t/Jahr 
Zielwert 2010: < 36 Überschreitungstage

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 36
Qualitative Ziele: 
Feinstäube und Stickoxide stehen im Brennpunkt der aktuellen Diskussionen zu 
Luftschadstoffen. Ozon ist als Hauptverursacher des Sommersmogs mit zu 
betrachten. Um mögliche Gesundheitsgefahren und nachteilige Umweltfolgen zu 
mindern ist es erforderlich, dass die entsprechenden Luftbelastungen gemindert 
werden.  
Ziele:  
• Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit der EU-
Luftqualitätsrichtlinie für die Leitsubstanzen Ozon, PM10 und NO2 
• Verringerung der flächenhaften Stickstoffdepositionen 
Quantitative Ziele 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für NO2 von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert ab 
2010 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für PM10 von < 36 Überschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel) 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 Überschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel) 
Entwicklung: 
Die Stickstoffimmissionen sind von 2009 bis 2018 rückläufig. Der Grenzwert für 
Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) wurde in den letzten Jahren an der Weseler 
Straße nicht mehr überschritten. Hierfür sind verschiedene Faktoren ursächlich 
(meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten der Fahrzeugflotte etc.). Als 
eine Maßnahme zur Minderung der Immissionen besteht seit dem 1. Januar 2010 im 
Stadtkern von Münster eine Umweltzone. Die Regelungen für die Einfahrt in die 
Umweltzone wurden 2014 nochmals verschärft. An der Messstation „Bült“ trat 2017 
erstmals keine Überschreitung des NO2-Grenzwertes (2018: 35 µg/m³) mehr auf.  
 
Aus dem Trend bei der Feinstaubbelastung kann abgelesen werden, dass die 
Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung des Grenzwertes für PM10 trotz der 
Zunahme auf niedrigem Niveau in den vergangenen zwei Jahre trotzdem weiterhin 
sehr gering ist. Die Zunahmen sind laut Aussage des Landesamtes für Natur, 
Umwelt und Verbraucherschutz NRW im Wesentlichen auf ungünstige 
meteorologische Bedingungen zurückzuführen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Mit Hilfe des Luftqualitätsplans (2009) wurden Maßnahmen zur Minderung der 
Belastungen eingeleitet (z. B. Umweltzone). Im Jahr 2014 wurde er nochmals 
aktualisiert. 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster, Bürgerinnen und Bürger

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 37
Kosten: 
Gemäß Vorlage: V/0991/2013 
• Änderung der Umwelzzonenregelung/neue Beschilderung (5.000 €) 
• Weitere Kosten entstehen bei den Stadtwerken Münster GmbH durch die 
Modernisierung der Busflotte 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
LANUV NRW/Bezirksregierung Münster 
Aktualisierung: 
jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2014 2015 2016 2017 2018 
Ozon-Immissionen Münster Geist  
[Überschreitungstage mit 120 µg/m³  
(8 Std.-Mittel)] 
9 18 19 13 - 
Ozon-Immissionen (Jahresmittelwert) 
Münster-Geist [µg/m³] 
40 45 41 43 -

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 38
Umweltmedium/Ressource: 
Natur und Landschaft - Schutzgebiete 
Indikator: 
Schutzgebiete 
Definition: 
Fläche der Schutzgebiete (Naturschutzgebiete/Landschaftsschutzgebiete) in Hektar 
[ha]. 
Erläuterung: 
Der Indikator gibt den Stand der Sicherung der für Natur und Landschaft 
bedeutsamen Landschaftsbestandteile wieder. Nicht enthalten sind die Geschützten 
Landschaftsbestandteile mit einer Gesamtgröße von 159 ha. 
 
Abbildung 18:  
Gesamtfläche Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete 
Vergleichswert: 4.686 ha BSN-Flächen 
(BSN = Bereiche für den Schutz der Natur gemäß Regionalplan 2014) 
Qualitative Ziele: 
Die unterschiedlichen Naturräume und Nutzungsformen haben zur Ausbildung der 
für Münster typischen Landschaften und Lebensräume geführt. Diese gilt es zu 
sichern und zu optimieren.  
Ziele: 
• Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen 
• Schutz der bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaften  
• Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Vielfalt der Tier- und 
Pflanzenwelt/Biodiversität von Arten und Lebensgemeinschaften

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 39
• Anreicherung strukturarmer Landschaftsräume mit gliedernden und belebenden 
Elementen 
• Sicherung der Landschaft für die Erholung des Menschen 
Quantitative Ziele: 
Als Vergleichsmaßstab für die Größe der zu schützenden Gebiete wird 
näherungsweise auf die Flächen, die im Entwurf des Regionalplans als „Bereiche für 
den Schutz der Natur (BSN)“ dargestellt sind, zurückgegriffen. Dabei handelt es sich 
um ökologisch hochwertige und daher schutzwürdige und schutzbedürftige Gebiete. 
„Bei der Umsetzung der BSN kommt auf die Träger der Landschaftsplanung die 
Aufgabe zu, unter Beachtung der lokal bestehenden Bedingungen Umsetzungs-
konzepte zum Aufbau eines Biotopverbundsystems zu entwickeln. Sie wählen aus 
den fachplanerischen Instrumenten die notwendigen Festsetzungen (z. B. Natur-
schutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützte Landschaftsbestandteile) aus 
und bestimmen deren gebietsscharfe Abgrenzung“ (Regionalplan Münsterland 
2014). Der Regionalplan verzeichnet insgesamt 4.668 ha als BSN-Flächen. Die 
Konkretisierung der Schutzausweisungen erfolgt somit über die Landschaftspläne. 
Ziel ist daher auch eine flächendeckende Landschaftsplanung für den Außenbereich 
von Münster. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letzten Jahren unverändert geblieben. 
Damit stehen zur Zeit weiterhin ca. 7,0 % des Stadtgebietes unter Naturschutz. Im 
Vergleich zu den BSN-Flächen des Regionalplans sind ca. 41 % als 
Naturschutzgebiet ausgewiesen. 
Der Anteil der Landschaftsschutzgebiete am Stadtgebiet beträgt ca. 32,8 %.  
Die Statistik der Flächenerhebung wurde ab 2016 bundesweit auf die Auswertung 
der „Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssysteme (ALKIS)“ umgestellt. Dies 
führte zu grundlegenden methodischen Änderungen. Ein Vergleich mit Flächendaten 
vorheriger Jahre ist dadurch erheblich eingeschränkt. Waldflächen nehmen nach der 
neuen Statistik nur 4.861 ha ein. Die Gesamtfläche der landwirtschaftlich genutzten 
Flächen beläuft sich nunmehr auf 13.439 ha. 
Durch die notwendige Fällung einer Linde in Hiltrup (ND 566) und eines 
Katsurabaumes im Botanischen Garten (ND 53) sowie den Umsturz einer 
Hemlocktanne an der Boniburg (ND 1-2.3.43) reduzierte sich die Anzahl der 
Naturdenkmale auf 322. Bei einzelnen aus mehreren Bäumen bestehenden 
Naturdenkmalen mussten in den Jahren 2016-2018 durch natürliche Abgänge in 
Folge von Sturmereignissen oder Krankheitsbefall Verluste von Einzelbäumen 
hingenommen werden. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Umsetzung der Landschaftspläne 1-3 
• Aufstellung des Landschaftsplans 4 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten:

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 40
Geschätzte Kosten für Umsetzung des Landschaftsplans 3 (Maßnahmenrealisierung 
und Grunderwerb): 1,2 Mill. € 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Weitere Daten:  
Jahresstatistik des Stadtplanungsamtes  
Aktualisierung: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2014 2015 20164 2017 2018 
Waldfläche [ha] 5.401  5.398 4.867 4.861 - 
Landwirtschaftliche Fläche [ha] 13.865 13.850 13.556 13.439 - 
Städtische landwirtschaftliche 
Pachtfläche [ha] 
- 1.0285 k.A. 1.0076 10187 
Anzahl der Naturdenkmale 326  325 325 324 322 
 
                                            
4  Die Statistik der Flächenerhebung wurde ab 2016 bundesweit auf die Auswertung der „Amtlichen 
Liegenschaftskataster-Informationssysteme (ALKIS)“ umgestellt. Dies führte zu grundlegenden 
methodischen Änderungen. Ein Vergleich mit Flächendaten vorheriger Jahre ist dadurch erheblich 
eingeschränkt. 5  Die Angabe der von der Stadt Münster verpachteten landwirtschaftlichen Fläche wird erstmals ab 
dem Jahr 2015 zusätzlich  aufgeführt. Die Daten geben den Stand am 21.07.2015 wieder und 
enthalten auch die Flächen im Eigentum der Wirtschaftsförderung Münster. 6 Stand 04.07.2018 7 Stand 26.06.2019

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 41
Umweltmedium/Ressource: 
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung 
Indikatoren: 
1. Ersatzgeld 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
 
Erläuterung: 
Die Indikatoren setzen den Beschluss der Vorlage V/0619/2013 um, über die 
Abwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung regelmäßig zu berichten. 
1. Ersatzgeld 
Definition: 
Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und über die für landschaftspflegerische oder 
Artenschutzmaßnahmen noch zur Verfügung stehenden Ersatzgelder [€] nach 
Landesnaturschutzgesetz im Zusammenhang mit Eingriffen in Boden, Natur und 
Landschaft. 
 
Abbildung 19: Bilanz Finanzmittel Ersatzgeld 
Das Ersatzgeld steht für landschaftspflegerische und artenschutzspezifische 
Maßnahmen zur Verfügung.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 42
Finanzbilanz Ersatzgelder 2018– Stand: 31.12.2018 
 
Frei verfügbare Finanzmittel am 31.12.2018: 252.588,- € 
 
Einnahmen gesamt 2016-2018: 344.630,- € 
Rückflüsse nicht benötigter Mittel laufender Projekte aus Vorjahren: 21,- € 
Haben insgesamt: 344.651,- € 
 
Ausgaben: 92.063,- € 
 
Frei verfügbares Ersatzgeld 31.12.2018: 252.588,- € 
 
 
Eine Übersicht über die im Zeitraum zwischen 2016 und 2018 geplanten, sich bereits 
in der Realisierung befindlichen bzw. abgeschlossenen landschaftspflegerischen 
Maßnahmen ist als Anlage beigefügt. 
 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist eng an die Genehmigung von 
Windkraftanlagen gebunden. Gemäß Windenergieerlass NRW wird ein Teil des 
Ausgleichs über die Zahlung von Ersatzgeld abgegolten. Auch in den nächsten 
Jahren ist die Errichtung neuer Anlagen geplant, so dass voraussichtlich weitere 
Mittel vereinnahmt werden. Bei allen anderen Eingriffsvorhaben dringt die Stadt 
Münster darauf, dass der entsprechende Ausgleich durch den jeweiligen 
Vorhabenträger nachgewiesen wird. 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von Bebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
Definition: 
Im Zuge der planrechtlichen Aufstellung von Bebauungsplänen und Satzungen nach 
§ 34 (4) BauGB werden Freiflächen im Außenbereich für Siedlungs- und 
Verkehrsflächen „verbraucht“. Für den naturschutz- und forstrechtlichen Ausgleich 
der Eingriffe werden z. T. landwirtschaftliche Produktionsflächen in Anspruch 
genommen. Dargestellt werden der „Flächenverbrauch“ durch entsprechende 
Verfahren mit zugeordnetem Ausgleich und die Entwicklung gegenüber der letzten 
Berichtsperiode.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 43
 
Abbildung 20: Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich 
Im Zeitraum vom 01.01.2016 bis 31.12.2018 sind 19 Bebauungspläne zur 
Rechtskraft gelangt, die eine Fläche von ca. 175 ha einnehmen. 
Der überwiegende Teil davon liegt im Innenbereich und ist im Hinblick auf eine 
Inanspruchnahme landwirtschaftlich genutzter Flächen irrelevant. Im Detail handelt 
es sich dabei vor allem um eine Verdichtung oder Arrondierung vorhandener 
Bebauung innerhalb von bereits bestehenden Baugebieten sowie die Konversion der 
Areale der ehemaligen Oxford- und York-Kaserne. Diese Nachverdichtung geht zwar 
häufig materiell mit einer Erhöhung des Versiegelungsgrades einher, jedoch wird die 
zulässige Grundfläche von 20.000 m² nicht überschritten. Rechtlich sind diese 
Verfahren in den meisten Fällen nach § 13a BauGB einzustufen, so dass die 
erfolgten Eingriffe von der Ausgleichsverpflichtung freigestellt sind. Analog verhält es 
sich mit Bebauungsplänen im Außenbereich nach § 13b BauGB mit einer 
Grundfläche von weniger als 10.000 m², durch die die Zulässigkeit von 
Wohnnutzungen auf Flächen begründet wird. Bezüglich der Konversionsflächen 
gelten die Eingriffe als bereits vor der planerischen Entscheidung nach § 1a (3) Satz 
6 erfolgt, weshalb diese ebenfalls nicht kompensationspflichtig sind. In einem 
anderen Fall besteht bereits Planrecht zum flächenintensiven Bau von 
Gewächshäusern, deren Errichtung nur in geringem Maße umgesetzt wurde, so 
dass eine Überplanung des Bereichs im rechtlichen Sinne mit keiner Erhöhung des 
Eingriffsumfangs verbunden ist. 
Sechs Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von ca. 23,5 ha nehmen in einer 
Größenordnung von ca. 16,5 ha landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen im 
Wesentlichen für Wohn-, Verkehrs-, und andere infrastrukturelle Zwecke in 
Anspruch. 
Vier Bebauungspläne, mit einer Plangebietsgröße von insgesamt ca. 39 ha sind 
ausgleichsrelevant. Die zugeordnete Kompensation umfasst insgesamt ca. 11,4 ha. 
Neben der geplanten Entwicklung von neuen Baugebieten im Außenbereich ist die 
Stadt Münster auch weiterhin in erheblichem Maße um eine Reduzierung des 
Flächenverbrauchs durch eine forcierte Innenentwicklung bemüht.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 44
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
Definition: 
Die nicht für Eingriffe in Boden, Natur und Landschaft gebundenen Flächen im 
Flächenpool des Kompensationsflächenkatasters (Komkat) stehen für zukünftige 
Kompensationsflächenbedarfe zur Verfügung.  
 
Abbildung 21: Poolflächen im Kompensationsflächenkataster  
Entwicklung: 
Im städtischen Flächenpool sind insgesamt ca. 46,04 ha zuordnungsfähige 
Kompensationsflächen vorhanden (Stand: 31.12.2018). Diese teilen sich auf ca. 
 2,07 ha Uferrandstreifen (20 Flächen) und ca. 43,97 ha sonstige Flächen 
(25 Flächen) auf. 
Die letztgenannten Poolflächen gliedern sich derzeit in folgende Flächennutzungen 
auf (Flächenanteile geschätzt) 
 Intensiv genutztes Grünland  ca. 16,28 ha 
 Acker      ca. 19,02 ha 
 Sonderstandorte (Hochzeitswald)  ca.   0,12 ha 
 Brachflächen     ca.   3,65 ha 
 Gehölz- und Gewässerflächen  ca.   3,40 ha 
 Innenbereichsflächen   ca.   1,50 ha 
 ------------------------------------------- 
     Summe:  ca. 43,97 ha

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 45
 
Die Entwicklung des Flächenpools für Kompensationsmaßnahmen ist mit der 
städtischen Siedlungsentwicklung unmittelbar verknüpft. Insbesondere die 
Bebauungsplanverfahren im Innenbereich (nach § 13a BauGB) und die 
Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren (nach 
§ 13b BauGB) führen aufgrund der planungsrechtlichen Bedingungen häufig zu einer 
Befreiung von Kompensationsverpflichtungen. Ein Teil der zur Rechtskraft 
gelangenden, kompensationspflichtigen Verfahren wird Vorhaben bezogen 
durchgeführt. Hierbei stellt der jeweilige Vorhabenträger Kompensationsflächen in 
entsprechender Größenordnung zur Verfügung. Gegenwärtig kann das 
Flächenpoolangebot als ausreichend bewertet werden. Um handlungsfähig zu 
bleiben, ist jedoch aufgrund der stark gestiegenen und prognostizierten 
Siedlungsentwicklung auch im Außenbereich bis 2030, im Vergleich zur letzten 
Berichtsperiode, der Pool für Kompensationsflächen um ca. 32,32 ha aufgestockt 
worden. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Aktualisierung: 
2-jährlich

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 46
Umweltmedium/Ressource: 
Umweltmanagement 
Indikator: 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
Definition: 
Anzahl der Betriebe, die sich am Projekt ÖKOPROFIT der Stadt Münster beteiligen.  
Erläuterung: 
Seit 2001 unterstützt die Stadt Münster im Rahmen des Projektes ÖKOPROFIT 
Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen im 
Bereich Energie, Abfall, Wasser und Rohstoffe. Der Indikator ist ein Maßstab für das 
Umweltengagement von Unternehmen in Münster. 
 
Abbildung 22: Ökoprofitbetriebe 2008-2017 
Qualitative Ziele: 
Betriebliche Prozesse haben erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Durch 
Optimierung dieser Prozesse kann die Umwelt entlastet werden (z. B. reduzierter 
Wasserverbrauch, Energieeinsparung, Abfallvermeidung u.a.m.)  
Ziele: 
• Förderung des betrieblichen Umweltschutzes in Münsteraner Unternehmen 
• Ausbau des Umweltmanagements im Konzern Stadt Münster 
Quantitative Ziele: 
Eine konkrete Zielvorgabe für die Anzahl der Betriebe, die sich pro Jahr am 
ÖKOPROFIT beteiligen, lässt sich nicht benennen. Primäres Ziel ist es, das 
erfolgreiche ÖKOPROFIT-Projekt dauerhaft in Münster zu etablieren.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 47
Entwicklung: 
Seit Beginn des Projektes im Jahr 2000 wurden in 10 Durchgängen 113 
Unternehmen und Institutionen erstmalig ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden 
mittlerweile 38 Betriebe rezertifiziert, d. h. sie unterzogen sich einer erneuten 
Überprüfung ihrer fortgeschrittenen Maßnahmen im Umweltschutz und haben damit 
das Umweltmanagementsystem in ihrem Unternehmen weitgehend etabliert. Bislang 
konnte die Kontinuität im Sinne der Zielfestlegung erhalten bleiben. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einwerbung weiterer Betriebe.  
Adressaten: 
Stadt Münster, Gewerbebetriebe/Münsteraner Unternehmen und Institutionen 
Kosten: 
ca. 16.000 € je Durchgang (nach Abzug von Landesmitteln) 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Amt für Stadtentwicklung/-planung und Verkehrsplanung, Jahres-Statistik, Kap. 14  
Aktualisierung: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2014 2015 2016 2017 2018 
Kontakte / Beratungen in der 
Umweltberatung8 
2.851 2.632 3.696 3.873 3.878 
Elektronische Erfassung / 
Bearbeitung von Kundenanliegen 
in IMSware-Umweltservice9 
2.197 2.208 2.047 2.297 3.285 
                                            
8 Die städtische Umweltberatung ist umgezogen und hat im November 2011 ihre 
Beratungsstelle im Stadtwerke CityShop, Salzstr. 21 eröffnet.. Sie fungiert als Anlaufstelle 
für Bürgerinnen und Bürger zu allen ökologischen Fragen von A-Z und zu Anliegen an das 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. 9 Die Anliegen im Umweltservice (incl. online-Mängelmeldungen) wurden überwiegend 
von den 3 Eingangsstellen für Bürgerkontakte im Amt 67, der Umweltberatung (492-6767) 
dem Vorzimmer / Sekretariat (492-6701/-6702) und der Grünflächenpflege (492-6741) nach 
Telefonkontakt mit Bürgerinnen und Bürgern in IMSware-Umweltservice elektronisch erfasst 
und bearbeitet.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 48
Umweltmedium/Ressource: 
Verkehr/Mobilität 
Indikator: 
Anteil Umweltverbund am Modal Split 
Definition: 
Anteil des Umweltverbundes (Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Modal Split 
in Prozent [%]. 
Erläuterung: 
Der Modal Split bezeichnet die Verteilung des Verkehrs auf die verschiedenen 
Verkehrsträger. Für den Indikator relevant ist der Anteil des Umweltverbundes 
(Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Gesamtverkehr. Darüber hinausgehend 
sind für die langfristige Bewertung des Verkehrs unter Nachhaltigkeitsaspekten aber 
auch künftige Anteile der Elektromobilität im Kfz-Verkehr sowie der 
Fahrzeugbesetzungsgrad, der zurzeit in Münster 1,15 Personen/Pkw beträgt, von 
Relevanz. Die Beeinflussung dessen ist jedoch wesentlich von bundesweiten 
Rahmenvorgaben abhängig und weniger auf kommunaler Ebene steuerbar. 
 
Abbildung 23: Modal Split 1982-2013 
Zielwert 2025:  70 % Umweltverbund 
   geplante neue Zielgröße: 75 % 
Qualitative Ziele: 
Der Verkehr wirkt sich maßgeblich auf viele Bereiche der Umwelt aus. So hängt die 
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm oder der CO2-Ausstoß in erheblichem Maße 
von der Wahl des Verkehrsmittels ab. Daher soll der Umweltverbund im Modal Split 
gestärkt werden.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 49
• Erhöhung des Wegeanteils des Fußgängerverkehrs  
• Weitere Stärkung des Fahrradverkehrs  
• Stärkung des ÖPNV/SPNV 
• Minderung des Kfz-Anteils im Regionalverkehr (Pendler) 
Quantitative Ziele (Berichtsstand 2013): 
Zielwerte für das Jahr 2025: 
70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den Umweltverbund, davon 
• 40 % Rad 
• 18 % Fuß 
• 12 % ÖPNV/SPNV 
Im Regionalverkehr Minderung des Kfz-Anteils von z.Zt. ca. 80 % auf ca. 75 %. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mittel einen Anstieg des 
Umweltverbundes. Im Jahr 2013 ist der Anteil des Umweltverbundes gegenüber der 
Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass der Umweltverbund erstmals 
über 70 % lag. Der gesetzte Zielwert für das Jahr 2025 von 70 % wurde damit 
bereits frühzeitig erreicht. Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Auf Grund dieser erfreulichen Entwicklung ist es durchaus realistisch, als Zielgröße 
für den Umweltverbund einen 75 % Anteil zu benennen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Den Rahmen für das zukünftige Verkehrsgeschehen in Münster wurde Ende 2019 
durch den neuen „Masterplan Mobilität Münster 2035+“ vorgegeben. Aktuelle 
Maßnahmen sind im 3. Nahverkehrsplan Stadt Münster (V/0626/2015), P+R-
Anlagen in Münster - Bestandsaufnahme und Konzept (V/0953/2013) und im 
Radverkehrskonzept Münster 2025 benannt (Vorlage V/0647/2016) aufgeführt. 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, Regionalbusunternehmen, 
Zweckverband SPNV Münsterland, angrenzende Kreise, Nachbargemeinden u. a. 
Kosten: 
Derzeit sind noch keine Angaben möglich. Der o. g. Mobilitätsplan wird neben 
Programmaussagen auch Maßnahmenempfehlungen mit ersten Kostenschätzungen 
enthalten. Diese werden anschließend in Planungen umgesetzt und mit konkreten 
Kosten belegt werden. Kostenangaben würden zum jetzigen Zeitpunkt eine 
aufwendige wissenschaftstheoretische Modellierung erfordern, die extern vergeben 
werden müsste, was weder sinn- noch zielführend ist.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 50
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Stadtplanungsamt; Amt für Mobilität und Tiefbau: 
• Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner - Ergebnisse einer 
Haushaltsbefragung im Herbst 2013, Beiträge zur Stadtforschung, 
Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 1/2014  
• Zwischenbericht Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025, Vorlage 
V/1019/20083. Nahverkehrsplan Stadt Münster (V/0626/2016) 
• Radverkehrskonzept Stadt Münster (V/0647/2016) 
• Mobilität Münster/Münsterland 2050 (V/0625/2010) 
Weitere Daten: Stadtwerke Münster 
Aktualisierung: 
Die Erfassung des Modal Split erfolgt in möglichst regelmäßigen Zeitabständen 
mittels Haushaltsbefragungen zum Mobilitätsverhalten der Münsteraner. Die letzte 
Aktualisierung aus 2013 ist in die Umweltdaten eingeflossen. Die nächste 
Haushaltsbefragung ist für das Frühjahr 2020 geplant. 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2014 2015 2016 2017 2018 
Entwicklung der Fahrgastnachfrage auf den 
Stadtbussen [Fahrgäste in Mio./Jahr] 1) 
40 42 45 45 46 
Länge der Radwege [km] 2) 474  473 471 476 
 
480 
 
 1982 1990 2007 2013 2017 
Anteil des Umweltverbundes am regionalen 
Verkehr (Einpendler) [%] 3)  
24,3 21,9 19,1 k.A.  
Anteil des Umweltverbundes am 
Gesamtverkehr [%] 3) 
54,3 52,9 52,1 k.A.  
 
Quellenangaben: 
1) Geschäftsberichte Stadtwerke Münster  
2) Jahresstatistik Stadt Münster 2017 - Verkehr 
3) Mobilität Münster 2025

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 51
Umweltmedium/Ressource: 
Wasser 
Indikator: 
Guter ökologischer und chemischer Zustand (Gewässergüteklasse II-III oder 
besser) bzw. Potenzial für alle Fließgewässer (gem. EG-WRRL) 
Definition: 
Der gute ökologische Zustand der Fließgewässer ist ein zentrales Ziel der EG-
Wasserrahmenrichtlinie. Die Zustandbewertung und Zielerreichung wird durch ein 
regelmäßiges Monitoring seitens des Landes NRW durchgeführt. In diesem 
Verfahren sind die größeren Fließgewässer (Aa, Werse, Angel, Mecklenbach, 
Kinderbach, Emmerbach, Kreuzbach, Getterbach, Flothbach, Offerbach und 
Kannenbach) eingebunden. 
Für die übrigen kleineren Gewässer wird der Indikator der Gewässergüte auf der 
Grundlage eigener Untersuchungen herangezogen. 
Dieser Indikator gibt den Anteil der Gewässerabschnitte von Fließgewässern an, 
deren Gewässergüteklasse mit der Klasse II-III (kritisch belastet) oder besser 
bewertet wird. Die Angabe erfolgt in Prozent [%]. 
Erläuterung: 
Die "biologische Gewässergüte" nach dem Saprobiensystem lässt vor allem die 
Beeinträchtigung der Gewässer durch biologisch leicht abbaubare Stoffe und die 
sich daraus ergebenden Defizite im Sauerstoffhaushalt erkennen. Bei der 
Überwachung der Fließgewässer ist die biologische Gewässergüte ein 
Leitparameter für die Beschaffenheit des Gewässers. 
 
Abbildung 24: Gewässergüte 
Zielwert 2020: 100 % Gewässergüteklasse II-III oder besser

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 52
Qualitative Ziele: 
Gewässer sind in Münster ein prägendes Element. Die Sicherung und Verbesserung 
des ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern und Grundwasser ist eine 
Herausforderung für die Zukunft. Der Erhalt von Auen und Retentionsräumen schützt 
vor Hochwassergefahren.   
Ziele: 
• Generelle Vermeidung starker Verschmutzungen in allen Münsteraner 
Gewässern 
• Einhaltung der Qualitätsziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) 
• Verbesserung der Wasserqualität des Aasees 
• Nachhaltige Sicherung einer guten Qualität und Quantität des Grundwassers 
Quantitative Ziele: 
100 % der Fließgewässerabschnitte haben bis 2020 eine Gewässergüteklasse II-III 
oder besser  
Erläuterung: 
Sanierungsziel gemäß WRRL ist in NRW der gute ökologische Zustand für 40 % und 
das gute ökologische Potenzial für 60 % der Gewässer bis 2027.  
Der gute Zustand ist definiert als ein Zustand, der von einem "sehr guten" (d. h. 
weitgehend anthropogen unbeeinflussten) Zustand nur geringfügig abweicht. Er ist 
ausgerichtet auf die Vielfältigkeit vorhandener Pflanzen- und Tierarten und die 
morphologische Gewässerausprägung. 
Da die Regelungen der WRRL sich in Münster im Wesentlichen auf die 
Hauptgewässer beziehen und die weiteren Gewässer nicht erfassen, wird als 
Vergleichsmaßstab die Gewässergüte herangezogen, die für alle namhaften 
Gewässer in Münster regelmäßig geprüft wird. Im Vordergrund steht die Beseitigung 
von stark verschmutzten Gewässern ab Gewässergüteklasse III. Der zudem 
angestrebten Erhöhung des Anteils von Gewässern mit Gewässergüteklasse II sind 
z.T. naturräumlich bedingte Grenzen gesetzt. 
Entwicklung 
Ab dem Jahr 2002 ist eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte zu erkennen. 
Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlreiche Maßnahmen 
zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässerschutz abzielen. Eine weitere 
Verbesserung der Gewässergüte erweist sich bislang insbesondere bei kleinen 
Gewässern mit geringer Wasserführung im Sommer als schwierig. 
2018 ist aufgrund des extrem trockenen Sommers an vielen Probestellen vor allem 
bei kleineren Bächen und/oder in den Oberläufen ein Austrocknen eingetreten. Dies 
hatte zur Folge, dass teils erst spät im Jahr in Restwasserzonen nach kurzfristigen 
Niederschlägen noch physikalisch-chemische Messungen durchgeführt werden 
konnten, ohne dass eine Besiedlung mit Makroorganismen begonnen hatte. Damit 
wird eine Verschlechterung der Vorjahre erklärbar.

Umweltdaten Münster 2016 - 2018 
 53
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Abwasserreinigung und Abwasserableitung aus dem 
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) 
• Umsetzungsfahrpläne zur WRRL 
• Ökologische Verbesserung der kleineren Gewässer 
Adressaten: 
Amt für Mobilität und Tiefbau, Wasser und Bodenverbände im Stadtgebiet.  
Kosten: 
Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK): 73 Mio. € 
Umsetzungsfahrpläne WRRL: Diese Kosten können noch nicht beziffert werden. Die 
sind von der Stadt und von den Wasser- und Bodenverbänden aufzubringen. Diese 
Maßnahmen werden zurzeit mit 80% vom Land gefördert 
Ökologische Verbesserung von kleineren Fließgewässern. Die sind von der Stadt 
und von den Wasser- und Bodenverbänden aufzubringen. Diese Maßnahmen 
werden zur Zeit mit 80 % vom Land gefördert. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Mobilität und Tiefbau 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Stadtwerke Münster 
Aktualisierung: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 2014 2015 2016 2017 2018 
Privater Trinkwasserverbrauch * 
[l/Einw. und Jahr] 
44.165 44.165 44.008 43.881 46319 
Nitrat im Trinkwasser (Mittelwert der vier 
Wassergewinnungsgebiete Münster) in 
mg/l 
12,1 11,8 10,6 10,7 10,3 
Microcystine (Toxine der Cyanobakterien/ 
„Blaualgen“) im Aasee, Mittelwert der 
Jahresmesswerte [µg/l]  
<0,1 0,3 0,16 - 8,24 
* (Bezug: Einwohner am Ort der Hauptwohnung, 2017 Einwohnerstand von 
November)

54 
Ersatzgeld – Maßnahmen 2016 bis 2018  
(Stand 31.12.2018) Anlage A-1 
 
 
Projekt Landschaftspflegerische 
Maßnahmen 
NSG 
LSG 
LB 
Flächen-
größe 
Nutzung vor 
Maßnahme 
Nachfolge-
nutzung 
Stand des 
Projekts 
Vorauss. 
Baukosten 
Kosten 
Liegenschaft 
 
Kosten 
gesamt 
Kleingewässer auf 
Erweiterungsfläche 
des 
Hochzeitswaldes 
 
Nienberge 
 Anlage Kleingewässer 
 Bodenwall mit 
Gehölzbepflanzung 
LSG 889 Intensiv 
genutztes 
Grünland 
Klein-
gewässer 
Beendet 6.982,- € 0 6.982,- 
€ 
Aufforstung 
Häger/Flothfeld 3. 
BA 
 
Häger 
 Aufforstung mit 
Laubgehölzen 
- 1.587 m² Intensiv 
genutztes 
Grünland 
Wald Fertigstell.- 
und 
Entwickl.-
pflege 
5.850,- € 11.902,- € 17.752,- 
€ 
Altarwiese, westl. 
Umgehungsstr. 
 
Wolbeck 
 Anlage von Blänken - 2.497 m² Intensiv 
genutztes 
Grünland 
 temporäres 
Klein-
gewässer 
Fertigstell.- 
und 
Entwickl.-
pflege 
17.611,- € 18.727 € 36.338,- 
€ 
Biotopoptimierung 
Schmittingheide 
 
St. Mauritz 
 Ergänzungspflanzung 
Gehölze auf Wallhecke 
- 3.230 m² Wallhecke auf 
Ausgl.-fläche 
 Wallhecke 
auf Ausgl.-
fläche 
Fertigstell.- 
und 
Entwickl.-
pflege 
921,- € 0 € 921,- € 
Artenschutzmaßn. 
Vögel 
 Anschaffung und 
Aufhängen von Nist-
hilfen zur Bekämpfung 
der Kastanienminier-
motte 
- -    beendet 1.825,- € 0 € 1.825,- 
€

55 
Projekt Landschaftspflegerische 
Maßnahmen 
NSG 
LSG 
LB 
Flächen-
größe 
Nutzung vor 
Maßnahme 
Nachfolge-
nutzung 
Stand des 
Projekts 
Vorauss. 
Baukosten 
Kosten 
Liegenschaft 
 
Kosten 
gesamt 
Artenschutzmaßn. 
Vögel und Fleder- 
mäuse 
 Anschaffung und 
Aufhängen von Nist-
hilfen Park Sentmaring 
- -    beendet 483,- € 0 € 483,- € 
Biotopoptimierung 
Landschaftspark 
Mecklenbeck – 
vorhandene 
Ausgleichsfläche 
 Baumpflanzungen 
 Anlage einer Blänke 
- - Extensiv 
genutztes 
Grünland – 
Ausgleichsfl. 
 keine 
Änderung der 
Nutzung 
Herstellung 14.785,- € 0 € 14.785,- 
€ 
Biotopoptimierung 
Vennheideweg – 
vorhandene 
Ausgleichsfläche 
 Mahd u. Entbuschung 
von Halbtrockenrasen-
flächen 
 Sicherungsarbeiten 
 Abbau Wildschutz 
- 7.972 m² Biotop 
Ausgleichsfl. 
 Biotop 
 Ausgleichsfl 
Herstellung 1.902,- € 0 € 1.902,- 
€ 
Artenschutzmaßn. 
Fledermäuse 
Coerder Liekweg 
 Dachreperatur 
Fledermausbunker 
- -    beendet 1.352,- € 0 € 1.352,- 
€ 
Biotopoptimierung 
im NSG Vorbergs-
hügel 
 Entschlammung eines 
Kleingewässers 
NSG 220 m² Biotop  Biotop beendet 1.217,- € 0 € 1.217,- 
€ 
Biotopoptimierung 
im NSG Aa-Aue – 
vorhandene 
Ausgleichsfläche 
 Entschlammung eines 
Kleingewässers 
 Gehölzrückschnitt im 
Uferbereich 
NSG 1.120 m² Biotop 
Ausgleichsfl. 
 Biotop 
 Ausgleichsfl 
beendet 4.813,- € 0 € 4.813,- 
€ 
Heideflächen am 
Hiltruper See 
 Mulchen 
 Abplaggen der oberen 
Bodenschicht 
LSG 3.000 m²    Herstellung 3.693,- € 0 € 3.693,- 
€ 
     Summen: 61.434,- € 30.629,- € 92.063,- 
€

Berichtsvorlage

17199 Zeichen

V/0016/2020 
V/0016/2020 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Umweltdaten Münster 2016-2018 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   25.02.2020 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1. Einleitung 
Die Umweltdaten Münster sind eine Zusammenstellung wichtiger Daten zur Entwicklung der Umwelt 
in Münster. Sie umfassen alle wesentlichen Umweltthemen und werden mit Beschluss des Rates der 
Stadt Münster vom 12.12.2012 kontinuierlich fortgeschrieben. Nunmehr liegen die Umweltdaten für 
die Fortschreibungsjahre 2016 bis 2018 vor und sind in der beigefügten Anlage 1 zur Vorlage doku-
mentiert. Die Vorlage der vollständigen Daten ist erst zu Beginn des Jahres 2020 möglich, da einzel-
ne Daten erst zu Ende eines Jahres veröffentlicht werden und es in Einzelfällen, z.B. hinsichtlich des 
Themas Boden/Fläche durch Umstellungen in der Datenerhebung einer aufwändigeren Analyse der 
Daten bedurfte. Die Datenerhebung erfolgt für die einzelnen Umweltmedien in einem unterschiedli-
chen Turnus. Neben jährlichen Datenerfassungen treten vereinzelt auch längere Zeitabstände von 5 
oder mehr Jahren zwischen den Erhebungen auf. Dies erklärt die unterschiedlichen Bezugsjahre in 
der unter Ziffer 2 dargestellten Tabelle. 
 
 
2. Fortschreibung der Umweltdaten 2016 - 2018 
Die Entwicklung der Indikatoren für die einzelnen Umweltthemen werden in nachfolgender Tabelle 
kurz ausgeführt: 
 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
Abfall Die Abfallmengen pro Kopf der Bevölkerung sind von 2016 bis 2018 leicht 
rückläufig und liegen aktuell (2018) bei 421 kg/EW*a und damit zuletzt unter 
dem gesetzten Tielwert von 425 kg/EW*a. Das Gesamtabfallaufkommen aus 
Haushalten ist seit 2010 (130.448 t) konstant geblieben. Im Jahr 2018 lag das 
Aufkommen bei 130.557 t. 
 
Abwasser 
 
Der Zielwert der Stickstoff-Emission von 120 t/a wurde 2016 erreicht, in den 
Folgejahren mit 126 bzw. 122 t/a knapp überschritten. Die Veränderungen 
sind einerseits auf Schwankungen im Zulauf, andererseits auf Veränderun-
gen in der Betriebsweise der Verfahrensschritte zurückzuführen. Die Reini-
Amt für Grünflächen, Umwelt 
und Nachhaltigkeit 
 
12.02.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Kuttenkeuler 
Telefon: 492-6744 
Kuttenkeuler@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0016/2020 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
gungsleistung war bei deutlicher Unterschreitung der Überwachungswerte 
hinsichtlich der Eliminationsrate von 92,2 bis 93 % konstant. 
 
Biodiversität 
 
1. Wiesenschaumkraut  
Gegenüber der letzten Erhebung wird von einem leichten Anstieg der Vor-
kommen ausgegangen. Der Anteil der im Grünland nachgewiesenen Arten ist 
dabei gestiegen. An Gräben war die Art hingegen stark rückläufig. 
 
2. Laubfrosch 
Der Laubfroschbestand im Stadtgebiet von Münster hat sich in den vergan-
genen 5 Jahren (2017 ggü. 2012) mit 792 kartierten Rufern insgesamt stabili-
siert und positiv entwickelt. Das ist vor allem auf die Steigerung der Ruferzah-
len im Bereich Handorf Ost zurückzuführen. Äußerst kritisch zu beurteilen ist 
die Situation in Wolbeck, wo sich die lokale Population in den letzten 20 Jah-
ren negativ entwickelt hat. 
 
3. Schlüsselblume 
Die Hohe Schlüsselblume ist eine charakteristische Art nährstoffreicher, 
feuchter Wälder sowie schattiger Ufer und feuchter Wiesen. Insgesamt wur-
den 66 Bestände mit mehr als 8.000 Individuen in Gehölzbeständen erfasst. 
Im Ergebnis zeigt sich, dass die Hohe Schlüsselblume in Münster auf geeig-
neten Standorten noch verbreitet vorkommt. 
 
4. Schwanenblume 
Die Untersuchungen von 2018 zeigen wie schon 2013, dass die Schwanen-
blume an geeigneten Standorten mit ausreichend flachen Uferbereichen noch 
recht weit verbreitet ist, sofern die Ufer nicht zu stark durch Gehölze ver-
schattet sind. Positiv wirken sich die Renaturierungsmaßnahmen an der 
Münsterschen Aa aus. 
 
5. Steinbeißer 
Im Rahmen der Untersuchungen zum vorliegenden Bericht konnten 2018 
Steinbeißer in der Münsterschen Aa, im renaturierten Bereich oberhalb des 
Aasees, dem Emmerbach bei Hiltrup (oberhalb Adolf-Wentrup-Weg) und in 
der Angel bei Wolbeck nachgewiesen werden. Im renaturierten Abschnitt der 
Münsterschen Aa bei Haus Coerde fehlte die Art. 
 
6. Waldrandtagfalter: Kaisermantel und Kleiner Eisvogel 
Der Kaisermantel und der Kleine Eisvogel sind waldrandgebundene Tagfal-
terarten. Die Ersterfassung der Arten erfolgte auf 7 ausgewählten Flächen, 
die standardisiert untersucht wurden.  
 
7. Kiebitz 
Im Vergleich zu der letzten umfassenden Bestandsschätzung aus dem Jahr 
2003 mit damals noch 346 Brutpaaren erfolgte in den letzten Jahren ein dra-
matischer Rückgang der Art. In den Jahren 2015 bis 2017 stagnierte der Be-
stand der Brutpaare mit leicht abnehmender Tendenz. In 2018 sank der Be-
stand abermals auf den bisherigen Tiefstand von 106 Brutpaaren. 
 
Boden/Fläche Die Statistik der Flächenerhebung wurde 2016 bundesweit auf die Auswer-
tung der „Amtlichen Liegenschaftskataster- Informationssysteme (ALKIS)” 
umgestellt. IT.NRW führt hierzu aus: „Die Umstellung „führte zu grundlegen-
den methodischen Änderungen, die eine Neuzuordnung der Nutzungsarten 
erforderte. Vergleiche mit früheren Ergebnissen  sind daher nur noch sehr 
eingeschränkt möglich; dieses betrifft besonders die Nutzungsarten Siedlung

- 3 - 
V/0016/2020 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
und Verkehr“. (Quelle: IT.NRW, Pressemeldung 16.09.2019) 
Belastbare Aussagen zur Flächenentwicklung, insbesondere zur Entwicklung 
des Indikators ‚Flächen für Siedlung und Verkehr (FSuV)‘ und damit zur Be-
schreibung des Flächenverbrauchs werden nach der erfolgten Umstellung 
daher erst nach einem längeren Betrachtungsraum machbar sein. Damit er-
möglicht die dargestellte Entwicklung leider keine belastbare Interpretation, 
sondern kann in den im Anhang befindlichen Umweltdaten nur deskriptiv dar-
gestellt werden. 
 
Grün In den Jahren 2016 bis 2018 wurden mit den Bebauungsplänen Nr. 573 I/II, 
578 und 582 drei Eingriffe von mehr als 500 m² versiegelte Fläche innerhalb 
des städtischen Grünsystems vorgenommen bzw. bauplanungsrechtlich vor-
bereitet. Für das Jahr 2015 erfolgte ein Nachtrag von zwei entsprechenden 
Eingriffen (Bebauungspläne Nr. 510, 566). 
 
Klima / Energie Mit dem deutlichen Ausbau der Klimaschutzaktivitäten und dem damit ver-
bundenen Anstieg der erneuerbaren Energien konnte in Münster bis Ende 
des Jahres 2018 eine Reduzierung der CO2-Emissionen pro Kopf der Bevöl-
kerung um knapp 33% gegenüber 1990 erreicht werden. Die absolute Redu-
zierung von 1990 bis 2017 beläuft sich wegen der gestiegenen Bevölke-
rungszahlen auf 24%.  
 
Lärm-
immissionen 
Die Lärmbelastungen an Hauptverkehrsstraßen sind 2013 im Vergleich zu 
2008 vor allem nachts signifikant zurückgegangen. Diese Lärmminderung 
geht überwiegend auf die verminderte Höchstgeschwindigkeit im Hauptver-
kehrsstraßennetz zurück. In 2017 sind die Lärmbelastungen geringfügig hö-
her. Von der Geschwindigkeitsänderung im Innenstadtbereich auf Tempo 30 
werden die Wirkungen erst nach dessen Einführung in 2019 greifen und zu 
Reduzierungen der Belastetenzahlen führen. 
In 2017 ist eine Lärmkartierung durchgeführt worden. Für die Fortschreibung 
des Lärmaktionsplans ist eine Beschlussfassung im Sommer 2020 vorgese-
hen.  
Luftschadstoffe Die Stickstoffimmissionen sind von 2009 bis 2018 rückläufig. Der Grenzwert 
für Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) wurde in den letzten Jahren an 
der Weseler Straße nicht mehr überschritten. Hierfür sind verschiedene Fak-
toren ursächlich (meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten der 
Fahrzeugflotte, ...). Als eine Maßnahme zur Minderung der Immissionen be-
steht seit dem 1. Januar 2010 im  Stadtkern von Münster eine Umweltzone. 
Die Regelungen für die Einfahrt in die Umweltzone wurde 2014 nochmals 
verschärft. An der Messstation „Bült“ trat 2017 erstmals keine Überschreitung 
des NO2-Grenzwertes (2018: 35 µg/m³) mehr auf.  
Aus dem Trend bei der Feinstaubbelastung kann abgelesen werden, dass die 
Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung des Grenzwertes für PM 10 trotz der 
Zunahme auf niedrigem Niveau in den vergangenen zwei Jahre trotzdem 
weiterhin sehr gering ist. Die Zunahmen sind laut Aussage des Landesamtes 
für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW im Wesentlichen auf ungüns-
tige meteorologische Bedingungen zurückzuführen. 
 
Natur und Land-
schaft - Schutz-
gebiet 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letzten Jahren unverändert ge-
blieben. Damit stehen zur Zeit weiterhin ca. 7,0 % des Stadtgebietes unter 
Naturschutz.  
Der Anteil der Landschaftsschutzgebiete am Stadtgebiet beträgt ca. 32,8 %. 
Die Statistik der Flächenerhebung wurde ab 2016 bundesweit auf die Aus-
wertung der „Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssysteme (ALKIS)“ 
umgestellt. Waldflächen nehmen nach der neuen Statistik nur 4.861 ha ein.

- 4 - 
V/0016/2020 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
Die Gesamtfläche der landwirtschaftlich genutzen Flächen beläuft sich nun-
mehr auf 13.439 ha. Auch bei diesen Daten ist durch die methodische Um-
stellung eine direkte Vergleichbarkeit mit vorherigen Daten nicht gegeben. 
Durch die notwendige Fällung bzw. den natürlichen Abgang von Bäumen 
reduzierte sich die Anzahl der Naturdenkmale auf 322 Stück. 
 
Natur und Land-
schaft - Eingriffs-
regelung 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist eng an die Genehmigung 
von Windkraftanlagen gebunden. Gemäß Windenergieerlass NRW wird ein 
Teil des Ausgleichs über die Zahlung von Ersatzgeld abgegolten. Auch in den 
nächsten Jahren ist die Errichtung neuer Anlagen geplant, so dass voraus-
sichtlich weitere Mittel vereinnahmt werden. Bei allen anderen Eingriffsvorha-
ben dringt die Stadt Münster darauf, dass der entsprechende Ausgleich durch 
den jeweiligen Vorhabenträger nachgewiesen wird. 
Im Zeitraum vom 01.01.2016 bis 31.12.2018 sind 19 Bebauungspläne zur 
Rechtskraft gelangt, die eine Fläche von rd. 175 ha einnehmen. Der überwie-
gende Teil davon liegt im Innenbereich und ist im Hinblick auf eine Inan-
spruchnahme landwirtschaftlich genutzter Flächen irrelevant. Rechtlich sind 
diese Verfahren in den meisten Fällen nach § 13a BauGB einzustufen, so 
dass die erfolgten Eingriffe von der Ausgleichsverpflichtung freigestellt sind. 
Analog verhält es sich mit Bebauungsplänen im Außenbereich nach § 13b 
BauGB.  
Sechs Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von rd. 23,5 ha nehmen in 
einer Größenordnung von rd. 16,5 ha landwirtschaftlich genutzte Ackerflä-
chen im Wesentlichen für Wohn-, Verkehrs- und andere infrastrukturelle 
Zwecke in Anspruch. 
Vier Bebauungspläne mit einer Plangebietsgröße von insgesamt rd. 39 ha 
sind ausgleichsrelevant. Die zugeordnete Kompensation umfasst insgesamt 
rd. 11,4 ha.  
 
Umwelt-
management 
Seit Beginn des Projektes ÖKOPROFIT (2000) wurden in 10 Durchgängen 
113 Unternehmen und Institutionen erstmalig ausgezeichnet. Darüber hinaus 
wurden mittlerweile 38 Betriebe rezertifiziert, d. h. sie unterzogen sich einer 
erneuten Überprüfung ihrer fortgeschrittenen Maßnahmen im Umweltschutz 
und haben damit das Umweltmanagementsystem in ihrem Unternehmen 
weitgehend etabliert. Bislang konnte die Kontinuität im Sinne der Zielfestle-
gung erhalten bleiben. 
 
Verkehr / Mobili-
tät 
Bei der letzten Erhebung 2013 ist der Anteil des Umweltverbundes gegen-
über der Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass der Umweltver-
bund erstmals über 70% lag. Der Zielwert für das Jahr 2025 von 70 % wurde 
damit bereits frühzeitig erreicht. Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Die Erfassung des Modal Split erfolgt in möglichst regelmäßigen Zeitabstän-
den mittels Haushaltsbefragungen zum Mobilitätsverhalten der Münsteraner. 
Die letzte Aktualisierung aus 2013 ist in die Umweltdaten eingeflossen. Die 
nächste Haushaltsbefragung ist für das Frühjahr 2020 geplant. 
 
Wasser Ab dem Jahr 2002 ist eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte zu er-
kennen. Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlrei-
che Maßnahmen zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässer-
schutz abzielen.  
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat im 
Zuge des 4.Monitoringzyklus zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie 
in den Jahren 2015-2018 eine Aktualisierung der Zustandsbewertung durch-
geführt. Im Ergebnis schneiden die Gewässer im Vergleich zur vorherigen 
Bewertung teilweise schlechter ab, obwohl an vielen Abschnitten bereits öko-

- 5 - 
V/0016/2020 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
logische Verbesserungen umgesetzt wurden, die eine eindeutige Verbesse-
rung der Struktur- und Artenvielfalt erzielen konnten. 
Der Grund für die verschlechterte Gesamtbewertung ist, dass sich die Klassi-
fizierung der einzelnen Gewässerabschnitte bei diesem Verfahren aus der 
Bewertung mehrerer unterschiedlicher Parameter zusammensetzt. Maßgeb-
lich für die Einstufung in die Güteklasse ist grundsätzlich der schlechteste 
ermittelte Parameter, auch wenn sich alle anderen einzelnen Parameter im 
Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert haben. 
2018 ist aufgrund des extrem trockenen Sommers an vielen Probestellen vor 
allem bei kleineren Bächen und/oder in den Oberläufen ein Austrocknen ein-
getreten. Dies hatte zur Folge, dass teils erst spät im Jahr in Restwasserzo-
nen nach kurzfristigen Niederschlägen noch physikalisch-chemische Mes-
sungen durchgeführt werden konnten, ohne dass eine Besiedlung mit Makro-
organismen begonnen hatte. Damit wird eine Verschlechterung der Vorjahre 
erklärbar. 
Die extrem lange und heiße Trockenphase im Sommer 2018  führte in Kom-
bination mit gleichzeitig auftretender langanhaltender Windstille zu einer 
enormen Belastung des sensiblen Gewässersystems Aasee. Es kam zu einer 
massiven Algenblüte (u.a. toxischer Blaualgen), die im weiteren Verlauf zum 
vollständigen Zusammenbruch des Sauerstoffgehalts im See führte. Diese 
Faktoren führten zu einem massiven Fischsterben, bei dem ca. 20 Tonnen 
Fisch verendeten. Hinzu kamen einige verendete Wasservögel. 
Aktuell befinden sich Gutachten zu einem chemisch-biologisch-
physikalischen Seemodell, zum fischereilichen Hegeplan sowie zu einem 
Gesamtsanierungskonzept für den Aasee in der Endfertigstellung. 
 
 
 
3. Fazit 
Die Umweltdaten Münster beschreiben nunmehr im 10. Jahr die Entwicklung von Natur und Umwelt 
in Münster. Basierend auf einem Indikatorenset ermöglichen sie ein Monitoring der jeweiligen Ent-
wicklung von Umweltmedien sowie einen Abgleich mit den vom Rat der Stadt Münster beschlossenen 
qualitativen und quantitativen Zielen. Die Ursachen für eine positive oder auch negative Entwicklung 
der Indikatoren sind zumeist vielschichtig und hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab.  
 
Ein maßgeblicher Faktor ist auch die wachsende Bevölkerungszahl in Münster: Bezogen auf die ab-
soluten Daten, z.B. zum Klimaschutz, ergibt sich hier aus der Bezugsgröße der gestiegenen Bevölke-
rungszahl, dass trotz nachhaltiger Erfolge im Klimaschutz die Einhaltung der Zielwerte erschwert wird. 
Die mit der Einwohnerentwicklung einhergehende Bautätigkeit führt dazu, dass trotz des erklärten 
Zieles, Eingriffe in die Grünstruktur und Grünordnung der Stadt möglichst zu vermeiden, diese in den 
vergangenen Jahren erfolgt und auch in den kommenden Jahren durch neue Baugebiete (Umsetzung 
der vom Rat beschlossenen Wohnbauland- und Gewerbeflächenprogramme) zu erwarten sind. Auch 
auf die Biodiversität, beispielsweise das Kiebitzvorkommen in Münster, wirkt sich die bauliche Ver-
dichtung teilräumlich ungünstig aus. 
 
Durch methodische Änderungen in der Datenerhebung bei den Flächen für Siedlung und Verkehr 
können die Auswirkungen auf den Flächenverbrauch in Münster zur Zeit noch nicht hinreichend 
nachvollzogen werden. Hierzu bedarf es zunächst einer längerfristigen Etablierung der neuen Erhe-
bungsmethodik. Gleichwohl sind mit der wachsenden Stadt und dem damit verbundenen Bedarf an 
Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen, bei gleichzeitig tendenziell zurückgehendem Potenzial der 
Innenentwicklung, in den kommenden Jahren Eingriffe in den Freiraum absehbar. Die Einbindung und 
Abwägung aller Umweltbelange erfolgt weiterhin in jedem planerischen Einzelfall auf der Ebene der 
Bauleitplanung (Umweltberichte). 
 
Positive Entwicklungen haben sich über die letzten Jahre hinsichtlich der festgelegten Indikatoren vor

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V/0016/2020 
allem in den Bereichen Abfall, Luftschadstoffe und Verkehr ergeben. Die Zielwerte wurden hier er-
reicht oder gar überschritten. So haben hinsichtlich der Luftschadstoffe die getroffenen Maßnahmen 
zur Luftreinhaltung gegriffen. Für den Bereich Verkehr werden die im Frühjahr 2020 erscheinenden 
neuen Daten zum Modal Split mit Spannung erwartet. 
 
Vor dem Hintergrund der weiter wachsenden Stadt muss der Fokus weiterhin auf alle Umweltmedien 
gerichtet werden, um nachhaltige Verbesserungen im Umwelt- und Naturschutz zu bewirken bzw. 
einer Verschlechterung vorzubeugen. 
 
4. Ausblick 
Für das Jahresende 2021 ist die erneute Vorlage der fortgeschrittenen Umweltdaten Münster 
2019/2020 vorgesehen.  
 
 
 
 
I.V. 
 
 
gez. 
Matthias Peck 
Stadtrat 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1 Umweltdaten Münster 2018-2019

Beratungsverlauf (1)

25.02.2020 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 5.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
V/0016/2020
Typ
Vorlagen
Datum
10.01.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37