V/0455/2016
Stadtgespräche zum Thema ‚Wohnen in Münster‘: Rückblick auf das 7. Stadtgespräch am 24.11.2015 und Ausblick
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Anlage 2: Pressespiegel 7. Stadtgespräch
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WN, 21.11.2015 WN, 23.11.2015 WN, 01.12.2015
Berichtsvorlage
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V/0455/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Stadtgespräche zum Thema ‚Wohnen in Münster‘: Rückblick auf das 7. Stadtgespräch am 24.11.2015 und Ausblick Beratungsfolge 16.06.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht Bericht: Hintergrund Die ‚Stadtgespräche‘ sind eine unregelmäßige Veranstaltungsreihe des Amtes für Stadtentwic k- lung, Stadtplanung und Verkehrsplanung‘ in Kooperation mit der VHS. Sie bieten der interessier- ten Bevölkerung seit 2005 eine wied erkehrende Diskussionsplattform z u aktuellen Themen der Stadtentwicklung und möchten diese damit zum sogenannten ‚Stadtgespräch‘ machen. In den letzten Veranstaltungen wurden unter dem Motto ‚Lebenswelten im Wandel‘ die sich wandelnden Nachfragen und steigenden Bedarfe am Wohnungsmarkt aufgegriffen. 2015 wurde die Verwa l- tung beauftragt, ein Stadtgespräch zum Thema ‚Wohnen in Münster‘ zu konzipieren, es ausz u- werten, die Ergebnisse und Erkenntnisse dem ASSVW vorzulegen und darauf aufbauend weitere Veranstaltungen der Reihe ‚Stadtgespräche‘ zu planen (V/0449/2015). Am 24. November 2015 fand im VHS-Forum das 7. Stadtgespräch zum Thema ‚Meine Wohnung, mein Quartier, meine Stadt – Chancen und Herausforderungen für Neues Wohnen im Bestand‘ statt (Anlage1: Einladungsflyer). Intention war, für die Herausforderungen und Notwendigkeiten der Wohnraumentwicklung gerade in den Beständen zu sensibilisieren und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in eine gezielte Wohnstandort - und Quartiersentwicklung mit aufzune h- men. Ziel war es, unter der Modera tion von Prof. Joachim Schultz -Granberg von der münster school of arch itecture mit eingeladenen Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen, innovative Lösungsansätze zu diskutieren und Lösungen für die Wohnraumentwicklung in einer wachsenden Stadt zu erarbeiten. Reflektion des 7. Stadtgespräches Für das 7. Stadtgespräch wurde über das VHS -Jahresprogramm unter der Veranstaltungsnu m- mer 105270, über Einladungsflyer, ausgelegt an zentralen Stellen der Stadt (Stadthäuser 1, 2 und 3, MünsterInformation, S tadtbibliothek, VHS …) und Pressemeldungen in den WN und der MZ geworben (Anlage 2). Vorlagen-Nr.: V/0455/2016 Auskunft erteilt: Frau Dr. Kreft-Kettermann Ruf: 492 61 70 E-Mail: KreftH@stadt-muenster.de Datum: 30.05.2016 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0455/2016 Zur Veranstaltung kamen ca. 100 Bürgerinnen und Bürger in das VHS -Forum am Aegidiimarkt. Ein Blick auf die Teilnehmerstruktur zeigt, dass neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern überwiegend VertreterInnen organisierter Vereinigungen anwesend waren, so von Wohnproje k- tinitiativen, von genossenschaftlichem Wohnen, Mehrgenerationenwohnen und gemeinsamem Wohnen im Alter. Darüber hinaus gehörten u. a. auch einige Mitglieder des AK ‚Wohnen in Müns- ter‘ und die wohnungspolitischen Sprecher der Fraktionen zu den Teilnehmenden. Prof. Schultz-Granberg eröffnete die Veranstaltung mit Bildern zu einer wachsenden Stadt Müns- ter und visualisierte damit räumlich anschaulich die quantita tiven Notwendigkeiten und Folgen einer wachsenden Bevölkerung. Im anschließenden Podiumsgespräch wurden zum Auftakt von Christian Schowe, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung in e i- nem Beitrag best practice in ihrem Mehrwert für das jeweilige Quartier vorgestellt. Sabine Mat z- ke vom Landesbüro innovative Wohnformen.NRW berichtete aus der Rolle einer ‚Gestalterin von Nachbarschaften‘; Julian Petrin, Gründer des Bürger -Stadt-Labor NEXT Hamburg stellte die ‚Bühne für Bürgerwünsch e‘ vor und Uta Schneider von der Regionale 2016 formulierte in ihrem Statement ‚man muss den Umgang mit den Beteiligten lernen‘. Auf der Basis der Podiumsbeiträge eröffnete Prof. Schultz -Granberg die Diskussion. In den Wortbeiträgen wurde sehr schnell deutlich, dass es überwiegend persönliche Erfahrungen, Anlie- gen, Wünsche und Meinungen aus dem eigenen Wohnumfeld und der Wohnsituation waren, die artikuliert wurden. Die Intensität und Reflektion dieser damit weitgehend subjektiven Darstellu n- gen dominierte ein breites Zeitfenster, dem der Moderator mit Blick auf die Wertschätzung der Beiträge entsprechend Raum gab. Auch die Nachfrage nach Flächen für gemeinschaftliche Wohnprojekte wurde artikuliert. Darüber hinaus wurden zahlreiche Fragen an die Podiumstei l- nehmer formuliert, die insbesondere Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen der Bürgerbete i- ligung zum Tenor hatten. Insgesamt dominierte das Thema ‚Beteiligung‘ die Diskussionsinhalte, wodurch der inte ndierte Fokus auf die Fragestellung ‚was bedeutet eine wachsende Stadt und das Bevölkerungswachstum für die Entwicklungen im Wohnumfeld, für die alten und die neuen Bewohner und damit für die Zukunft des Quartiers?‘ inhaltlich verdrängt wurde. Auch nach einer eingeschobenen konstruktiv kritischen Reflektion d er Veranstaltung im Verlauf des Abends und einer Erinnerung an die zentrale Fragestellung wurde diese von den Teilnehmern und Teilnehme- rinnen nicht aufgegriffen. Im Fazit bleibt festzuhalten, dass trotz einer lebhaften Diskussion die eigentliche Intentio n der Veranstaltung, die Sensibilisierung für die Notwendigkeit des Bauens im Bestand, der damit ei n- hergehenden Innenentwicklung und der Verdichtung von Strukturen und damit die Vermit t- lung/die Erarbeitung der Erkenntnis, dass neues Wohnen im Bestand für die Zukunft der Quartie- re eine Qualitätssicherung und letztendlich einen Mehrwert darstellen kann, nicht erreicht wurde. Der Wunsch der Veranstalter, zu einem neuen Verständnis der Quartiers - und Stadtentwicklung zu kommen, das sich auch in einem verändert en Verständnis der eigenen Verantwortung hin zu einem ko llektiven Bewusstsein für die Stadt - und Quartiersentwicklung ausdrückt, so dass aus dem Motto „ meine Wohnung, mein Quartier, meine Stadt“ > „ meine Wohnung, unser Quartier, unsere Stadt“ wird, konnte in dem Zeitrahmen nicht erfüllt werden. Der Auftakt wurde mit dem 7. Stadtgespräch gemacht. Nun gilt es, gerade vor dem Hintergrund der steigenden Wachstumsprognosen für Münster, der Zuwanderung von Zufluchtssuchenden, der weiteren soziodemografischen Ausdifferenzierung der Wohnraumnachfrage und der aktuellen Situation am Wohnungsmarkt das Image des Wohnungsneubaus und insbesondere auch das Image des sozialen Wohnungsbaus zu verbessern. Die Wohnbauoffensive der Stadt Münster über das Baulandprogramm 2025 geht einher mit Aufklärung, Information und Sensibilisierung, um die oft subjektiven Ängste der Bevölkerung aufzugreifen und die positiven Effekte des Neuen Bauen und Wohnen im Bestand zu kommunizieren und zu diskutieren. So gilt es auch, die sozi o- psychologische Ebene bei der weiteren Diskussion zu erreichen, so dass möglicher empfundener oder befürchteter subjektiver Qualitätsverlust gespiegelt wird mit künftigem objektivem Mehrwert durch neues Bauen im Bestand, so zum Beispiel in der Infrastrukturbereitstellung. 3 V/0455/2016 Die Notwendigkeit einer Image - und Aufklärungskampagne rund um das Thema ‚Neues Bauen und Wohnen im Bestand‘ wurde aktuell auf Bundesebene im Kontext der Erarbeitung und Em p- fehlungen an das ‚Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen‘ formuliert (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit). So wird in den Kernempfehlungen unter Top 2.7 in den flankierenden Maßnahmen ausgeführt, dass sich a lle Bündnispartner für mehr Akzeptanz von Neubauvorhaben in der Öffentlichkeit einsetzen werden, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Neubaus zu stärken und eine positive Wahrnehmung einer qualitätsvol- len Innenentwicklung und Nachverdichtung zu erreichen (http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Wohnungswirtschaft/buendnis_ kernempfehlungen_massnahmen_bf.pdf). Auch das am 19. April 2016 und damit aktuell von den Mitgliedern des AK ‚Wohnen in Münster‘ fortgeschriebene ‚Bündnis für Wohnen‘ (http://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/61_stadtplanung/pdf/wohn en/ak-wohnen-in-muenster_buendnis_2016.pdf) gibt dem Thema ‚Kommunikation und Kooper a- tion‘ einen breiten Raum und thematisiert u. a. die Notwendigkeit eines stadtweiten Dialogs zum Wohnstandort Münster u nd zur Sensibilisierung der Bevölkerung für die planerischen und wo h- nungspolitischen Herausforderungen einer wachsenden Stadt, kurz für ein positives Neubauklima in der Stadtgesellschaft. Vor diesem Hintergrund hat die Verwaltung die Vorbereitung eines we i- teren Stadtgespräches aufgenommen, das in bewährter Kooperation des Amtes für Stadtentwick- lung, Stadtplanung und Verkehrsplanung mit der VHS voraussichtlich im 4. Quartal 2016 stattfi n- den soll. I.V. Gez. Peck Stadtrat Anlagen: Anlage 1: Einladungsflyer zum 7. Stadtgespräch Anlage 2: Pressemeldungen
Anlage 1: 7. Stadtgespräch 2015
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Einladung zum Stadtgespräch VHS-Aegidiimarkt 2, Forum 1 48143 Münster Zugang behindertengerecht Kontakte: Dr. Helga Kreft-Kettermann Tel.: 492-6170 KreftH@stadt-muenster.de Dr. Susanne Eichler Tel.: 492-4311 Eichler@stadt-muenster.de Anmeldungen bis zum 18.11.2015 VHS-Info-Treff, Tel. 0251 492-4322 ScheipersA@stadt-muenster.de www.vhs.muenster.de Kursnummer 105270 Gestaltung: VHS Münster, Sabine Schmitz 7. Volkshochschule Münster Meine Wohnung, mein Quartier, meine Stadt – Chancen und Herausforderungen für Neues Wohnen im Bestand Dienstag 24.11.2015 19:00 - 21:00 Uhr Einlass: 18:30 Uhr, Eintritt frei VHS-Aegidiimarkt 2, Forum 1 Zugang behindertengerecht mit Technik für schwerhörige Menschen Münster wächst! Die Frage nach Wohnungen und insbesondere bezahlba- rem Wohnraum wurde als eine der wichtigsten Anliegen in der aktuellen Bürgerumfrage genannt. Wo sollen diese neuen Wohnungen entstehen? Die Stadt hat sich dieser Herausforderung gestellt. Die Weiterentwicklung der bestehenden Stadtteile und das Bauen in Bestandsstrukturen sind aktuelle Aufgaben, die in der Öffentlichkeit lebhaft und kontrovers diskutiert werden. Das 7. Stadtgespräch widmet sich hier insbeson- dere dem neuen Bauen in bestehenden Strukturen, den Chancen und Herausforderungen der Innenentwicklung: l Wie kann man einerseits die Suche nach Wohnraum und andererseits die behutsame und bereichernde Weiterentwicklung bestehender Nachbarschaften zusammenbringen? l Welche zeitgemäßen urbanen Wohnformen eignen sich für den Anbau, Umbau und das Weiterbauen des Bestandes? l Welche Wohn- und Nachbarschaftsmodelle können entstehen? l Welchen „Mehrwert“ kann eine Ergänzung des Bestandes für die vorhandenen Strukturen haben – und umgekehrt? l Wie zeigt sich die Verträglichkeit bzw. der „Mehrwert“ des Projektes aus der Sicht eines Bewohners oder eines Nachbarn? Das 7. Stadtgespräch greift diese Fragen auf und bietet Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen, ihre Anliegen ein- zubringen, innovative Lösungsansätze, gute Beispiele und Erfahrungen zu diskutieren und wichtige Zukunftsfragen für die Entwicklung der Stadt zu erörtern. Diskutieren und helfen Sie mit, Lösungen für die Wohnraumentwicklung in einer wachsenden Stadt zu erarbeiten! Das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung sowie die Volkshochschule sind Veranstalter der STADTGESPRÄCHE. 18:30 Einlass 19:00 Begrüßung und Moderation Prof. Joachim Schultz-Granberg, msa – münster school of architecture 19:15 Podiumsdiskussion – mit Experten im Gespräch Uta Schneider Geschäftsführerin der Regionale 2016; „Man muss den Umgang mit den Beteiligten lernen“ Sabine Matzke Landesbüro innovative Wohnformen.NRW; „Gestalterin von Nachbarschaften“ Julian Petrin Gründer des Bürger-Stadt-Labor NEXT Hamburg; „Bühne für Bürgerwünsche“ Christian Schowe Stadt Münster, Leiter des Amtes für Stadt- entwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; „Neues Bauen im Bestand – Mehrwerte für das Quartier“ 20:00 Diskussion, Ende ca. 21:00 Uhr Szene aus Bürgerbeteiligung zur York-Kaserne. Foto: Stadt Münster/FSW
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Aegidiimarkt 2
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Details
- Aktenzeichen
- V/0455/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.05.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37