AN/0438/2018
3.1.4 Antrag der Fraktionen von SPD, FDP und Ratsgruppe Bunt betreffend "Resolution an die Bundes- uns Landesregierung; Zukunftssicherung in der Erziehung und Pflege in Köln – Fachkräftmangel dringend angehen"
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (CDU)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe BUNT im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Kölner Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 20.03.2018 AN/0438/2018 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 20.03.2018 3.1.4 Antrag der Fraktionen von SPD, FDP und Ratsgruppe Bunt betreffend "Resolution an die Bundes- uns Landesregierung; Zukunftssicherung in der Erziehung und Pflege in Köln – Fachkräftmangel dringend angehen" Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten Sie, folgenden Änderungsantrag zu TOP 3.1.4 auf die T agesordnung der Ratssi t- zung am 20.03.2018 zu setzen. Der Beschlussvorschlag wird wie folgt ersetzt: Der Rat der Stadt Köln fordert die Bundesregierung und die Landesregierung NRW auf, kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, um dem Fachkräftemangel im Bereich der Erzieherinnen und Erzieher und in den Pflegeberufen entgegenzuwirken. Die Bundesregierung wird aufgefordert darauf hinzuwirken, dass beabsichtigte Maßnahmen zur Pflege - insbesondere die „Konzertierte Aktion Pflege“ - zeitnah auf den Weg gebracht werden: 1. Die Rahmenbedingungen für die Fachkräfte im Sozial - und Erziehungsdienst sowie für den Alten- und Krankenpflegebereich und die Systeme Pflege und Erziehung so l- len durch verbesserte Arbeitsbedingungen und Bezahlung bereits in 2018 deutlich verbessert werden. 2. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine moderne Ausbildung und Qualifizi e- rung der Fachkräfte im Erziehungs - und Pflegebereich sollen zeitnah verbessert wer - den. Parallel dazu soll in diesem Jahr eine Ausbildungsoffensive, Anreize für ein e bessere Rückkehr von Teil - in Vollzeit, ein Wiedereinstiegsprogramm sowie Weiter - qualifizierung von PflegehelferInnen zu Pflegefachkräften auf den Weg gebracht wer - den. 3. Eine Neubewertung der Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen muss kurzfristig durchgeführt werden. Hierzu gehört in einem ersten Schritt auch die - 2 - Umsetzung des vorgesehenen Sofortprogramms zur Schaffung von 8.000 neuen Fachkraftstellen im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlungspflege in Pflegeeinrichtungen. Darüber bedarf es auch Verbesserungen im Personalbereich für den Leistungsbereich des SGB XI. Die Landesregierung wird aufgefordert darauf hinzuwirken, • dass die Ausbildungskapazitäten für den Beruf des Erziehers/der Erzieherin sowie für den Beruf der Pflege fachkraft in der Alten - und/oder Krankenpflege landesweit deu t- lich erhöht werden, um so die Ausbildungsqualität und die Ausbildungskapazitäten dem aktuellen wie auch zukünftigen Bedarf anzupassen. • dass für die Ausbildung zum Beruf des Erziehers/der Er zieherin duale Ausbildung s- möglichkeiten stärker in den Fokus zu rücken sind. • die Assistenzausbildung in der Pflege zu stärken und weiterzuentwickeln. • Maßnahmen zu prüfen, wie die Fachseminare für Altenpflege und Krankenpfleg e- schulen im Rahmen der Pf legeberufe-Reform vergleichbare Chancen im Wettbewerb um Auszubildende und Lehrkräfte erlangen können und wie die Rahmenbedingungen für die Ausbildungsträger attraktiv gehalten werden können. • die bisherige Refinanzierung der Systeme dem steigenden Beda rf anzupassen und auch die Vergütung der Lehrkräfte wettbewerbsorientiert zu gestalten, um mehr Aus - bildungskapazitäten durch Fachschulen in freigemeinnütziger Trägerschaft zu scha f- fen. • kurzfristig eine geschlechterspezifische Imagekampagne zur Sensibil isierung von Fachkräften für den Beruf des Erziehers/der Erzieherin sowie für den Beruf der Pfl e- gefachkraft in der Alten - und/oder Krankenpflege zu erarbeiten. Die Kommunale Konferenz Alter und Pflege soll sich mit dem Thema befassen und Vor - schläge erarbeiten, wie die Stadt Köln dazu beitragen kann, dass in Köln das Interesse für eine Tätigkeit in Pflegeberufen und in der Ausbildung von Pflegekräften verstärkt werden kann. Begründung: Köln wächst – hierdurch gibt es in allen Bereichen der Daseinsvor sorge erhebliche Ausbau - bedarfe, die rechtzeitig in Angriff genommen werden müssen. In Köln steigt derzeit die A n- zahl der zu betreuenden Kinder durch Geburten und Zuzug enorm und auch stärker als z u- nächst prognostiziert. Gleichzeitig gibt es auch immer meh r ältere – oftmals alleinstehende – Menschen, die auf Betreuungs- und Pflegeleistungen angewiesen sind. Bei steigenden Bedarfen muss auch zukünftig sichergestellt werden, dass genügend qualifi - zierte Fachkräfte für diese gesellschaftspolitisch wichtigen Aufgaben zur Verfügung stehen. Dafür muss die Bundes- und Landespolitik die Bedingungen in diesen Berufen – nicht zuletzt die tarifliche Bezahlung – dauerhaft verbessern, so dass diese Berufe neue Wertschätzung erfahren und auch für junge Menschen wieder attraktiver werden. Im Bereich der Erzieherinnen und Erzieher ist bereits jetzt auch in Köln ein Mangel an Fach - - 3 - kräften sowohl im Bereich der städtischen Einrichtungen als auch für die Einrichtungen der freien Träger deutlich spürbar. Hierbei ist noch nic ht einkalkuliert, dass der Bedarf weiter zunimmt. Ebenso steigt demografisch die Zahl der alten Menschen – darunter besonders der Anteil derer, die krank und / oder dauerhaft pflegebedürftig sind. Auch im Pflegebereich hält die Zahl der Fachkräfte nicht m it dem steigenden Bedarf mit. Krankenhäuser, Pflegedienste und Altenheime klagen gleichermaßen über die Schwierigkeit gut ausgebildetes Personal zu be - kommen und es halten zu können. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke gez. Niklas Kienitz SPD-Fraktionsgeschäftsführerin CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Jörg Frank gez. Ulrich Breite GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer FDP-Fraktionsgeschäftsführer gez. Thomas Hegenbarth Ratsgruppe BUNT
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0438/2018
- Typ
- Gem. Änderungsantrag (CDU)
- Datum
- 20.03.2018
- Erstellt
- 20.03.2018 14:09