KRhR 1/2022
Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 2. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 01.10.2021
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Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 2. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 01.10.2021)
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier - öffentlich - KRhR 1/2022 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Karina Lüdenbach Telefon 2788 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 17.02.2022 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Kommission Rheinisches Revier 21.01.2022 3. beschließend TOP: Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 2. Sitzung der Kommis- sion Rheinisches Revier am 01.10.2021 Vorschlag: Die Kommission Rheinisches Revier genehmigt die Niederschrift. Erläuterungen: Anlage(n): 1. 2022-02-17 korrigierte Niederschrift vom 01.10.2021
Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier (2022-02-17 korrigierte Niederschrift vom 01.10.2021)
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Stand: 14.01.2022 Bezirksregierung Köln Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln 6. Sitzungsperiode Drucksache Nr. RhR Sitzungsvorlage für die 3. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier des Regional- rats des Regierungsbezirks Köln am 21.01.2022 TOP 3 Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 2. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln am 1.10.2021 Rechtsgrundlage: Berichterstatter: Stefan Welter, Stenografisches Protokoll Inhalt: Niederschrift Anlagen: Beschlussvorschlag: Die Kommission Rheinisches Revier genehmigt die Niederschrift. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 2 – Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 2. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln am Freitag, 1. Oktober 2021, 10:02 Uhr bis 12:00 Uhr, Schloss Bedburg, Graf-Salm-Straße 34, 50181 Bedburg Vorsitz: Katrin Feldmann (GRÜNE) Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 3 – Tagesordnung und Beschlüsse Vor Eintritt in die Tagesordnung 5 1 Feststellung der Tagesordnung 6 Die Kommission genehmigt die Tagesordnung einstimmig. 2 Benennung eines stimmberechtigten Mitglieds der Kommission Rheinisches Revier zur Mitunterzeichnung des Ergebnisprotokolls der 2. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 1. Oktober 2021 6 3 Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 1. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 14. Mai 2021 6 Die Kommission genehmigt die Niederschrift über das wesentliche Ergebnis ihrer 1. Sitzung am 14. Mai 2021 einstimmig. 4 Vorstellung des Fachbeitrages zur Einbindung des Rheinischen Reviers in die räumliche Entwicklung der gesamten Planungsregion Köln 6 Mündlicher Bericht (Robert Broesi, Büro must) Die Kommission nimmt den Bericht zur Kenntnis. 6 Aktualisierte Raumentwicklungsperspektive für das Tagebauumfeld Hambach 11 Mündlicher Bericht (Boris Linden, Neuland Hambach) Die Kommission nimmt den Bericht zur Kenntnis. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 4 – 5 Vorstellung des Förderaufrufs „Stadtentwicklung für das Rheinische Revier der Zukunft“ 13 Mündlicher Bericht (Ralph Jakob, Dezernat 35) Die Kommission nimmt den Bericht zur Kenntnis. 7 Anträge 14 Sachstandsbericht zum geplanten Ankauf des alten Polizeipräsidiums in Aachen durch die Stadt Aachen des Baues von Sporteinrichtungen mit Mitteln des Strukturwandels Antrag der SPD-Fraktion vom 31. Juli 2021 Drucksache Nr. KRhR 10/2021 8 Anfragen 15 9 Mitteilungen 15 * * * Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 5 – Vor Eintritt in die Tagesordnung Vorsitzende Katrin Feldmann stellt die form- und fristgerechte Einladung sowie die Beschlussfähigkeit fest und weist auf die Unzulässigkeit von Bild - und Tonaufnahmen hin. Bürgermeister Sascha Solbach begrüßt die Anwesenden und betont, von den 25.000 Einwohnerinnen und Einwohnern von Bedburg seien noch 3.000 direkt oder indirekt beim Braunkohletagebau beschäftigt, der nahezu um die ganze Stadt herum betrieben werde, sodass sich diese heute fast völlig neu zusammengesetzt präsentiere. Der d ar- aus folgende sehr kompakte Siedlungskörper führe mitunter zu Problemen bei Ent- wicklungsprojekten. Inzwischen produziere Bedburg erneuerbare Energien über den größten Windpark Nordrhein-Westfalens, der gegenwärtig sogar noch erweitert werde, und plane auc h weitere Projekte für die Zukunft. Mit der Bürgerschaft gebe es viele Diskussionen über die Ausweisung neuer Gewerbegebiete und die Weiterentwicklung des Wohnraums; so schaffe man gegenwärtig drei neue Quartiere, um zum einen Wohnraum für 5.000 zusätzliche Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Zum anderen wolle man etwa mit der Ressourcenschutzsiedlung eine besondere Strahlkraft erreichen, die als erste in der Bundesrepublik ganzjährig über Windenergie mit Strom und Wärme versorgt werde. Ähnlich gehe Bedburg auch an anderen Standorten vor, was der Überzeugung ent- springe, dass der Strukturwandel nur bei den Menschen ankomme, wenn sie ihn anfas- sen, von ihm partizipieren und erfahren könnten, dass Neues nicht immer schlecht sein müsse, ohne die durch die Braunkohlegewinnung beeinflusste Identität der Stadt weg- zuwischen. Viele Menschen erlebten eine große Zukunftsangst, die man ihnen etwa über die Arbeit der Kommission Rheinisches Revier gemeinsam nehmen wolle. Für die Zukunft wünsche er sich Prozesse, die zu tatsächlichem Handeln führten, wozu auch die Rolle der Kommission sowie der Bezirksregierung geklärt werden müsse; trä- fen sich doch viele Köpfe in unterschiedlichen Positionen immer wieder, sodass es eine gewisse Redundanz gebe. In gut anderthalb Jahren gingen 60 % der gesamten Kraft- werkskapazitäten im Rheinischen Revier vom Netz, sodass die Bürgerinnen und Bürger spätestens dann einen harten Einschnitt wahrnehmen dürften. Er appelliert, bis dahin möge ein gemeinsam erarbeiteter Plan bereits erste Ergebnisse zeitigen, damit die Menschen auch an den Wandel glaubten. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 6 – 1 Feststellung der Tagesordnung (keine Wortmeldung) Die Kommission genehmigt die Tagesordnung einstimmig. 2 Benennung eines stimmberechtigten Mitglieds der Kommission Rheinisches Revier zur Mitunterzeichnung des Ergebnisprotokolls der 2. Sitzung der Kommission Rheinisches Revier am 1. Oktober 2021 Vorsitzende Katrin Feldmann teilt mit, zur Mitunterzeichnung der Niederschrift werde Bürgermeister Sascha Solbach von der SPD-Fraktion benannt. 3 Genehmigung der Niederschrift über das wesentliche Ergebnis der 2. Sit- zung der Kommission Rheinisches Revier am 14. Mai 2021 (keine Wortmeldung) Die Kommission genehmigt die Niederschrift über das wesentliche Er- gebnis ihrer 1. Sitzung am 14. Mai 2021 einstimmig. 4 Vorstellung des Fachbeitrages zur Einbindung des Rheinischen Reviers in die räumliche Entwicklung der gesamten Planungsregion Köln Mündlicher Bericht (Robert Broesi, Büro must) Robert Broesi (Büro must) trägt anhand der Präsentation „Einbindung des Rheini- schen Reviers in die räumliche Entwicklung der gesamten Planungsregion Köln“ vor. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 7 – Günter Weber (CDU) fragt nach Gesprächen mit Akteuren in der Region und nach einem Fahrplan, um die Erkenntnisse des Leitbildes in die weiteren Beratungen zum Regionalplan einzuführen. Jens Sannig (GRÜNE) unterstreicht den Vorschlag, Flächen für nachhaltige und inno- vative Unternehmen zurückzuhalten, und möchte wissen, wie man ihn verbindlich fest- legen könne. Sascha Solbach (SPD) begrüßt, dass der Fachbeitrag auf die Entwicklungen in der Re- gion aufbaue, die Interessen bündele und die Gemeinsamkeiten der Leitbilder heraus- arbeite. Auch er wünscht sich eine verbindliche Vereinbarung zum Flächenumgang; gebe es doch einen hohen Druck von Unternehmen sowie aufgrund der finanziellen Situation vieler Kommunen, zumal große Standardlogistiker seit Jahren immense Sum- men für Grundstücke b öten. Er wiederholt, man müsse den Menschen in der Region auch neue Perspektiven aufzeigen. Robert Broesi (Büro must) räumt ein, mit Blick auf die knappe Ausarbeitungszeit von einem halben Jahr habe man nur sehr begrenzt mit Akteuren aus der Region sprechen können. Nach der Vorstellung im Regionalrat vor der Sommerpause habe er allerdings um Hinweise zu Änderungsbedarf gebeten, woraufhin sich einige Kommunen gemel- det hätten, sodass man den Fachbeitrag habe nachschärfen können. Auch die drei Ta- gebauinitiativen seien eingebunden worden. Bei der Erstellung des Fachbeitrags habe sein Büro intensiv mit der Bezirksregierung über die Möglichkeit der verbindlichen Festlegung des Flächenumgangs gesprochen; danach gestalte es sich schwierig, dies im Regionalplan festz ulegen, weil die Zustän- digkeit für die Flächenentwicklung bei den Kommunen liege. Er schlägt eine informelle Strategie der Kommunen, der Bezirksregierung sowie der ZRR in Form eines Pakts vor, um die Flächen auch mit Blick auf den erheblichen Druck auf die Kommunen tatsächlich für die Zukunft sichern zu können. HD’in Vera Müller (Bezirksregierung) setzt fort, bis zum Aufstellungsbeschluss des Regionalplans werde die Verwaltung die Flächen, die nicht mehr bergbaulich in An- spruch genommen würden, mit textlichen Festlegungen erarbeiten. Zum Prozess gebe Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 8 – es eine Powerpointpräsentation aus der Sitzung des Regionalrats, die sie auch der Kommission Rheinisches Revier zur Verfügung stelle. Im November werde die Verwaltung in die Beratung mit allen Fraktionen einste igen, um den Aufstellungsbeschluss im Dezember vorzubereiten und auch die zeichnerische Festlegung zu besprechen; anschließend folgten die Offenlegung und die Rückmel- dungen der Kommunen. Die kurze Ausarbeitungszeit für den Fachbeitrag und die enorme Unterstützung aus dem Dezernat belegten die Anstrengungen, den Fahrplan für den Aufstellungsbeschluss im Dezember einzuhalten. Christian Pohlmann (FDP) begrüßt den Vorschlag für einen regionalen Pakt für den Umgang mit Freiflächen, dem aber auch entsprechende Be schlüsse in den Stadträten und Kreistagen folgen müssten, damit nicht doch eine Kommune ausschere, sondern alle diesen Kurs durchhielten. Horst Lambertz (GRÜNE) hält die zehn Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung für überaus wichtig und möchte wissen, ob man die Hambachbahn auch für eine Ver- bindung in Richtung Düren und Aachen verwenden könnte und wie sich die Berück- sichtigung der Nord- Süd-Verbindung mit Blick auf die zukünftig andere Nutzung durch RWE verändere, zumal es dort teilweise eine sehr gute Anbindung an das Schie- nennetz gebe. Robert Broesi (Büro must) empfiehlt für die Hambachbahn eine Machbarkeitsstudie, wobei man die mögliche Siedlungsentwicklung berücksichtigen müsse; der Fachbei- trag zeige lediglich eine Variante auf. Die Nord-Süd -Trasse werde zukünftig eher für den Güterverkehr zur Verfügung stehen. Insgesamt hielte er es für schade, die sehr gute und teure Infrastruktur zukünftig nicht mehr zu nutzen. Das Fachgutachten könne aufgrund seiner Flughöhe keine detaillierten Aussagen zu einzelnen Flächen treffen. Antje Grothus (GRÜNE) dankt für die Entwicklung von drei Perspektiven für Hambach, anstatt eine Planung bereits als gesetzt anzunehmen. Die zahlreichen Planungen zur Fläche des Tagebaus Hambach mündeten möglicherweise bereits in Genehm igungs- verfahren, die mit Blick auf eine integrierte Raumentwicklung wiederum zu nicht sinn- vollen Vorfestlegungen führten. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 9 – Den Notüberlauf in Elsdorf sehe sie mit Blick auf die unterschiedlichen Geländehöhen sehr kritisch, weil es in diesem Fall zu erheblic hen Flächenverlusten käme. Sie möchte wissen, ab wann die Hambachbahn zur Verfügung stehe, und fragt nach dem Kiesab- bau im südlichen Bereich des Tagebaus. Robert Broesi (Büro must) verweist in Bezug auf die erste Frage auf den Vortrag von Boris Linden, dem er nicht vorgreifen wolle. Die technischen Konsequenzen des Über- laufs könne er nicht einschätzen. Die Hambachbahn stehe nach 2038 zur Verfügung. HD’in Vera Müller (Bezirksregierung) ergänzt, dem Antrag auf Erweiterung des Kies- abbaus im südlichen Bereich des Tagebaus Hambach habe die Bezirksregierung nicht zugestimmt, die nicht der Empfehlung der Leitentscheidung entspreche und das Tage- bauvorfeld weiter zerschneiden würde. In der Tat nehme der erforderliche Seeüberlauf sehr viel Raum in Anspruch, den man e ntsprechend freihalten müsse. Sie sagt die In- formation des Regionalrats sowie der Kommission Rheinisches Revier zu, sobald das Verfahren entsprechend vorangeschritten sei. Michael Frenzel (SPD) betont, das Rheinische Revier werde einen der größten Bei- träge in Deutschland für den Klimawandel leisten, was zu enormen Konsequenzen führe. Insofern vermisse er im von Robert Broesi vorgestellten Zukunftsbild das Feld Beschäftigung, das man mit der Entwicklung von grünen und blauen Strukturen zu- sammen denken müsse, sodass ihn der Einfluss der Erkenntnisse von Prof. Vieregge interessiere. Auch fragt er, inwiefern die Flächen in die Neuaufstellung des Regionalplans einflössen und nach der Vision der Gestaltung dieser Flächen. Mit Blick auf die Flächenverfügbar- keit gibt er zu bedenken, ab dem Jahr 2038 stünden auch Kraftwerksstandortflächen zur Verfügung, wobei man bereits heute Flächen benötige, um die in den nächsten Jahren bis zu 50.000 wegfallenden Arbeitsplätze zu ersetzen. Die Internetwirtschaft etwa werde bis zum Jahr 2025 ihren Anteil am Bruttoinlandspro- dukt von 4 auf 7 % steigern. Er möchte wissen, inwiefern der Fachbeitrag den Flächen- bedarf der Internetwirtschaft berücksichtige, der nach den Studien von Dr. Jansen bei jeweils unter 5.000 m² liege. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 10 – Michael Eyll-Vetter (RWE) verweist auf den Fachbeitrag von RWE, der Flächenpoten- ziale ausweise. Selbstverständlich könne auch die Bahninfrastruktur zukünftig anders genutzt werden. RWE wolle die Hambachbahn bis 2029 für den Kohletransport und anschließend für den Nachlauf von Rekultivierungsmaterial aus dem Tagebau Garzwei- ler nutzen, sodass man parallel an andere Nutzungen denken könnte. Für den Standort Frechen, wo die Brikettproduktion schon Ende nächsten Jahres ende, habe RWE eine separate Potenzialstudi e erstellen lassen. Kraftwerksflächen im Regie- rungsbezirk Düsseldorf würden bereits vor 2030 frei. Sodann weist er darauf hin, es handele sich nicht um einen Notüberlauf, sondern um einen regulären Überlauf, denn der Wasserstand des Sees werde sich am Ende von selbst regulieren. Robert Broesi (Büro must) erläutert, sein Büro habe die bestehenden Gewerbeflächen nach dem Regionalplan mit den neuen Grünstrukturen verglichen und keine Diskre- panzen festgestellt. Mit Blick auf die Grenzen des Fachgutachtens bedürfe es auf jeden Fall weiterer Gutachten und Untersuchungen, wie auch die Fragen von Michael Frenzel zeigten. Prof. Vieregge komme bei der Untersuchung der Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region zu einem sehr positiven Ergebnis; biete doch die Neuqualifi zierung bestehen- der Gewerbeflächen sowie von Wohngebieten und Mischgebieten große Potenziale für Beschäftigung, die noch quantifiziert werden müssten. Auch gelange Prof. Vieregge zu der Einschätzung, dass man nicht 20 Jahre auf die Ansiedlung neuer innovativer Unter- nehmen warten müsse, sondern auf die Potenziale der vorhandenen Unternehmen auf- bauen könne. HD’in Vera Müller (Bezirksregierung) kündigt an, nächste Woche die Langfassung sowie die handliche Kurzfassung des Gutachtens zur Verfügung zu stellen. Die Kommission nimmt den Bericht zur Kenntnis. (Die Kommission kommt überein, entgegen der Tagesordnung zunächst mit Ta- gesordnungspunkt 6 fortzusetzen.) Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 11 – 6 Aktualisierte Raumentwicklungsperspektive für das Tagebauumfeld Ham- bach Mündlicher Bericht (Boris Linden, Neuland Hambach) Boris Linden (Neuland Hambach) trägt anhand der Präsentation „Raumentwick- lungsperspektive Hambach“ vor und weist eingangs darauf hin, seit heute firmiere die SEG Hambach unter dem Namen Neuland Hambach. Friedrich Jeschke (DIE LINKE./Volt) vermisst die digitale Infrastruktur, die für die He- bung des Potenzials der Region unerlässlich sei, sodass er wissen wolle, was der Regio- nalrat berücksichtigen müsse. Jens Sannig (GRÜNE) fragt nach der Einbeziehung der jungen Menschen der Trans- formationsgeneration und nach der Flexibilität des Konzeptes, sodass auch zukünftige Generationen den Raum noch gestalten könnten. Antje Grothus (GRÜNE) möchte wissen, ob das vorgestellte Konzept auf der Bro- schüre aus dem Jahr 2019 aufbaue, betont die Einbeziehung der Zivilgesellschaft, die sie jedenfalls beim Tagebau Hambach vermisse, und fragt nach der Beteiligung im Be- reich der anderen Tagebaue. Ebenfalls interessiere sie ein Alternativplan, falls sich die langen Uferpromenaden nicht verwirklichen ließen, und ob es bereits Machbarkeitsstudien gebe. Auch bittet sie da- rum, den geplanten Notüberlauf auf der Karte zu verorten, um erkennen zu können, an welcher Stelle Flächen bereitgehalten werden müssten. Boris Linden (Neuland Hambach) hält die digitale Infrastruktur zwar ebenfalls für eine ganz zentrale Aufgabenstellung für die Region, aber noch nicht für die vorliegende Planung von Neuland Hambach, weil man vorrangig die räumliche Planung mit Blick auf die Leitentscheidung im März schnell im Braunkohlenausschuss und im Regionalrat habe vorstellen wollen. Die Gesellschaft hätten die Kommunen Elsdorf, Kerpen, Merzenich, Niederzier, Jülich und Titz gegründet, die mit den anderen Akteuren und auch Planungsbüros für die städtebauliche sowie für die Landschafts- und die Infrastrukturentwicklung zusammen- arbeiteten. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 12 – Durch den von der im März vorgelegten Leitentscheidung ausgelösten Druck habe Neuland Hambach die Perspektive noch vor der Sommerpause fertigstellen wollen, um sie rechtzeitig in die Planungsprozesse einzubringe n. Grundsätzlich strebe man aber eine andere Form der echten neuen Art der Beteiligung in der Region an, was über Projekte laufen müsse, für die man einige Anträge bereits bei der Zukunftsagentur ein- gereicht habe, weil Neuland Hambach dafür Ressourcen brauche. Bei der Seebefüllung gehe es nach seinem Dafürhalten nicht um die Frage nach dem Ob, sondern danach, wie lange sie dauere, sodass nun über die Rheinwassertransport- leitung gewährleistet werden müsse, dass sie in der von der Leitentscheidung vorge- gebenen Zeit von 40 Jahren gelinge, denn nach der jetzigen Genehmigungslage werde es tatsächlich wohl eher 60 Jahre dauern. Zum Seeüberlauf werde es ein raumordneri- sches Verfahren geben; möglicherweise werde er vom Forum Terra Nova in Richtung Erft verlaufen. HD’in Vera Müller (Bezirksregierung) erläutert, ab dem Jahr 2030 könne der Tage- bausee Hambach mit Wasser aus dem Rhein befüllt werden. Das erforderliche Verfah- ren müsse bis zum Jahr 2025 abgeschlossen sein, um die dafür erforderliche Technik zu erstellen oder zu ertüchtigen. Die Bezirksregierung habe bereits zwei Gespräche mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geführt und RWE ein Entnahmekonzept mit einer Verbesserung der Befüllungszeiten entwickelt. Sie sagt zu, zukünftig über den Sachstand zu berichten, und darüber nachzudenken, ob es sinnvoll sei, die bereits vor- handenen Skizzen zum möglichen Seeüberlauf schon jetzt zu veröffentlichen. Jeden- falls halte sie es für dringend erforderlich, den erforderlichen Raum planerisch zu si- chern. Hans Josef Dederichs (GRÜNE) hält es für falsch, dass die Bürgerbeteiligung unter dem von allen Beteiligten erwähnten enormen Zeitdruck leide. Er verweist auf die sehr positiven Erfahrungen mit der Bürgerbeteiligung beim Tagebau Garzweiler II selbst un- ter Coronabedingungen und regt an, angesichts der neuen Regionalplanung und der sich gleichzeitig verändernden Strukturbedingungen die Veränderungen regelmäßig für den Regionalplan zu berücksichtigen, anstatt jetzt abschließend für die nächsten 30 Jahre zu entscheiden. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 13 – HD’in Vera Müller (Bezirksregierung) stellt klar, der Regionalplan müsse sauber, strukturiert und rechtssicher aufgestellt werden. Nach dem Aufstellungsbeschluss im Dezember folgten Offenlegung und Beteiligung, sodass eine breite Öffentlichkeitsbe- teiligung gewährlei stet werde, was für die Bezirksregierung besondere Bedeutung habe, damit alle Fachthemen angesprochen werden könnten. Zwar gebe es beim Re- gionalplan keinen enormen Zeitdruck; wohl aber warteten die Kommunen mit Blick auf die Umsetzung der neuen Ziele und G rundsätze auf den neuen Regionalplan, um die Flächen auch entsprechend nutzen zu können. Die Kommission nimmt den Bericht zur Kenntnis. 5 Vorstellung des Förderaufrufs „Stadtentwicklung für das Rheinische Revier der Zukunft“ Mündlicher Bericht (Ralph Jakob, Dezernat 35) ORBR Ralph Jakob (Bezirksregierung) trägt anhand der Präsentation „Stadtentwick- lung für das Rheinische Revier der Zukunft“ vor und unterstreicht, es gebe bewusst keine Antragsfrist für die Kommunen. Das Bauministerium werde in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung auf die Verteilung der Mittel über den gesamten Förderraum achten. Wegen der fehlenden Antragsfrist könne die Bezirksregierung nicht wie beim Städtebauförderprogramm einmal jährlich vortragen, sodass sie regelmäßig über den jeweils berichtenswerten aktuellen Sachstand informieren wolle. Die Kommission nimmt den Bericht zur Kenntnis. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 14 – 7 Anträge Sachstandsbericht zum geplanten Ankauf des alten Polizeipräsidiums in Aachen durch die Stadt Aachen des Baues von Sporteinrichtungen mit Mit- teln des Strukturwandels Antrag der SPD-Fraktion vom 31. Juli 2021 Drucksache Nr. KRhR 10/2021 ORBR Ralph Jakob (Bezirksregierung) teilt mit, die Stadt Aachen habe sich auf den neuen Aufruf bislang nicht gemeldet. ORR ’in Gabriele Eucken (Bezirksregieru ng) schließt sich an, die Bezirksregierung kenne das Projekt nur aus der Presse. Sascha Solbach (SPD) sieht sich bestätigt; letztlich gehe es um den zielgerichteten Einsatz der Mittel, ohne die Gremien sowie die klaren Beteiligungsstrukturen zu umge- hen. Friedrich Jeschke (DIE LINKE./Volt) meint, der Stadtrat Aachen habe zwar im Juli in nicht öffentlicher Sitzung über die Vorlage beraten; allerdings könnten einige Fraktio- nen wie die Antragsteller selbst mit Blick auf personelle Überschneidungen heute dar- über Auskunft geben. Vorsitzende Katrin Feldmann weist darauf hin, man könne nicht hier in öffentlicher Sitzung über eine nicht öffentliche Sitzung der Stadt Aachen berichten. Drucksache Nr. RhR TOP 3 Seite Protokoll der 2. Sitzung – 15 – 8 Anfragen (keine) 9 Mitteilungen (keine) gez. Katrin Feldmann gez. Sascha Solbach (Stellv. Vorsitzende der Kommission (Mitglied der Kommission Rheinisches Revier) Rheinisches Revier) Forschungsinstitut für Regional- und Wissensmanagement gGmbH Fachbeitrag zur Neuaufstellung des Regionalplans der Bezirksregierung Köln, 1. Oktober 2021 Einbindung des Rheinischen Reviers in die räumliche Entwicklung der gesamten Planungsregion Köln Anlage 1 Aufgabe 2 Der Fachbeitrag soll: • die Qualitäten des Kerngebiets Rheinisches Revier im Vergleich mit den anderen Teilgebieten der Planungsregion Köln darstellen; • die Erfordernisse des Strukturwandels für das Kerngebiet des Rheinischen Reviers im Prozess zur Neuaufstellung des Regionalplans Köln abbilden; • einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für die zukünftige regionalplanerische Steuerung im Kerngebiet des Rheinischen Reviers entwickeln. Inhaltsverzeichnis des Fachbeitrags Einteilung in 6 Teilgebiete 3 Das Rheinische Revier ist kein homogenes Gebiet mit einer Identität! Innerhalb des Rheinischen Reviers können Teilgebiete mit unterschiedlichen räumlichen sowie wirtschaftlichen Prägungen und Herausforderungen beschrieben werden. Herangehensweise 4 • der Klimawandel • die Energiewende • der Strukturwandel • die Mobilitätswende Schema des „Layer-Ansatzes“ (Quelle: Ruimtexmilieu) Zielbilder pro Layer (für jedes Teilgebiet in der Region) Schicht Infrastrukturnetze: Hohe Anlaufkosten und lange Vorlaufzeiten; größere Veränderungen dauern etwa 20 bis 80 Jahre. Schicht Siedlungsstrukturen: Hohe Änderungsrate; Veränderungen finden in der Regel innerhalb einer Generation (10 bis 40 Jahre) statt. Schicht Natursystem: Lange Entstehungsgeschichte und verletzlich; große Veränderungen können leicht mehr als ein Jahrhundert dauern. Herausforderungen Zielbilder Teilgebiete 6 Rheinschiene Bergisches Land Kerngebiet RR Eifel / Voreifel Heinsberger Land Stadtregion Aachen Beispiel: Zielbild Natursystem Bergisches Land 6 Ein verantwortungsvoller, klimagerechter Umgang mit den Wald-, Natur- und Freiflächen! • Klimagerechte Aufforstung der Wälder, Förderung der Versickerungskapazität des Bodens; • Schutz des Waldgürtels als Ausgleichsraum; • prioritäre Sicherung der Kaltluftleitbahnen und - einzugsgebiete; • Erhalt, Entwicklung und Vernetzung von Lebensraum und Artenschutz. Sicherung und Stärkung des (natürlichen) Gewässersystems! Stärkung und Ausbau der regionalen Ressourcen und Qualitäten! Vertiefte Betrachtung: Kerngebiet RR 7 Wirtschaftliche Analyse Kerngebiet RR 8 Analyse aus drei Perspektiven: • die Perspektive „Unternehmen“ • die Perspektive „Beschäftigung“ • die Perspektive „Technologie“ Besondere Stärken des Kerngebiets RR: • Grundlagenforschung i n den Kompetenzbereichen des Forschungszentrums Jülich; • Industrielle B usiness-Ökosysteme aus den Bereichen Textil- und Bekleidung sowie Papier und Pappe; • Kreative, wissensintensive Dienstleistungen in g ewerblich geprägten Wohngebieten 4.0 (Home- Office, Solo-Selbstständige); • Dienstleistungen rund um das Gewerbegebäude, inkl. der Betrachtung seines Lebenszyklus (Ressourceneffizienz, Recyclingfähigkeit Baustoffe). Wirtschaftliche Analyse: Perspektive „Beschäftigung“ Kategorien • Flächen für das Bergrecht vorbehalten • Flächen zur Disposition (mit gesicherten In formationen für den Regionalplan) • Flächen mit Bergrecht, die mit Zwischennutzungen b elegt werden können Zur Disposition kommende Räume 98 Zur Disposition kommende Räume; 2022 Kerngebiet Rheinisches Revier – 2030 10 11 Kerngebiet Rheinisches Revier – 2038 11 12 Kerngebiet Rheinisches Revier – 2038+ 12 13 18 Kerngebiet RR: die (Drei)Seenlandschaft Räumliche Synthese • Die drei Tagebaue / Seen als eine Landschaft begreifen! • Die Sophienhöhe als Landmarke benutzen! • Die Ortskerne innerhalb der Region und nach Außen durch nachhaltige Verkehrsinfrastrukturen (erneut) verbinden! • Die Ortskerne nachhaltig stärken: städtebaulich und wirtschaftlich! Garzweiler Hambach Inde Orientierungsrahmen Kerngebiet RR 1413 Landschaftliche Einbindung: die adaptive blau-grüne Strukturen • Klimaanpassung: Starkregen und Dürre • Grüne Räume um Flüsse als Notretentionsräume sichern • Tagebaue / Seen als Notüberlauf und Süßwasserreserve benutzen Orientierungsrahmen Kerngebiet RR 1513 Verkehrliche Einbindung: das Fahrradwegenetz • Rundwege rund um die Tagebaue • Verbindungen zwischen den Tagebauen • Verbindungen mit der Region Neue Seilbahnverbindung Sophienhöhe Orientierungsrahmen Kerngebiet RR 1613 Verkehrliche Einbindung: das Schienennetz der Zukunft • Hambach Bahn > Jülich • Revierbahn • Abzweig S12 Elsdorf • Anbindung Holzweiler • Nord-Süd Trasse: Güterverkehr? Orientierungsrahmen Kerngebiet RR 1713 Siedlungsstrukturelle Einbindung: stufenweise Entwicklung • Aufnehmen Siedlungsdruck der Ballungsräume • Stufenweise Entwicklung: 1. Ortskerne stärken 2. Neue Arrondierungen an nachhaltige (neue) Infrastruktur 3. Siedlungsentwicklung zum See Perspektiv Räume: Prinzip Zwischennutzungen 18 Perspektiv Räume: Prinzip Zwischennutzungen 19 ersetzen Varianten Manheimer Bucht 20 Quelle: xxx Variante RWE • Energiebucht: Solarinseln, Wasser Biomasse, schwimmende Wälder / Parks, treibendes Gewerbe Variante SEG Hambach • Energiebucht: Solarinseln, Wasser Biomasse, schwimmende Wälder / Parks, treibendes Gewerbe • Besonderer Ort: St. Albanus und Leonhardus Kirche Variante Erhalt Vorfeld • Energie- und La ndwirtschaft: Landwirtschaft, Solarenergie, Windenergie • Besonderer Ort: St. Albanus und Leonhardus Kirche Empfehlung 1 21 Zur Disposition kommende Räume neu planen! Es empfiehlt sich, die Planungsideen für den südlichen Bereich des Tagebaus Hambach aus der Raumentwicklungsperspektive NEULAND HAMBACH als Grundlage für die weitere Planung heranzuziehen. Im Wesentlichen geht es um: • die Schaffung neuer Grünverbindungen inklusive „Lichtungen“ (= offene Flächen); • den Erhalt und weitere Entwicklung von Morschenich; • das Potenzial der Siedlungsentwicklung am Bahnhof Buir für die Zukunft zu sichern. südlicher Bereich Hambach Empfehlung 2 22 Natursystem: Öffnungen zum See sicherstellen! Entlang der drei Tagebaue werden grüne Ränder vorgesehen. Um zu vermeiden, dass die Tagebaue / Seen zukünftig von außen nicht mehr einsehbar sind, empfiehlt es sich, an ausgewählten Standorten Öffnungen zum See planerisch festzulegen. Natursystem, Öffnungen zum See Empfehlung 3 23 Natursystem: Raum für den Notüberlauf Hambach freihalten! Wenn der See im Tagebau Hambach vollständig befüllt ist, ist ein Notüberlauf unverzichtbar, um mögliche Überflutungen zu vermeiden. Der Bau dieses Notüberlaufs wird voraussichtlich frühestens in mehreren Jahrzehnten notwendig sein. Es wird empfohlen, die Trasse und den benötigten Raum im Regionalplan nicht mit Nutzungen zu überplanen, die den Bau des Notüberlaufs zukünftig verhindern würden. Natursystem, Überlauf Hambach Empfehlung 4 24 Infrastrukturnetze / Siedlungsentwicklung: neue Schieneninfrastruktur und neue Siedlungspotenziale integriert betrachten! Neue Schienenverbindungen können teilweise die bestehenden Ortskerne stärken. Wir empfehlen, die potenziellen Siedlungsentwicklungen bei den Machbarkeitsstudien für die Hambach Bahn, die Revierbahn und den Abzweig der S12 nach Elsdorf zu berücksichtigen. Weiterhin wird empfohlen, diese potenziellen Siedlungsentwicklungen im Regionalplan als Reserveflächen festzulegen. Infrastrukturnetze, 2038+ Empfehlung 5 25 Siedlungsentwicklung: Siedlungsentwicklung zum See ermöglichen! Langfristig bieten die drei Seen neue Standortqualitäten für die Region. Angesichts der einzigartigen Lage und damit verbundenen Qualitäten wird empfohlen, die städtebauliche Entwicklung dieser ausgewählten Standorte als Reserveraum für die Siedlungsentwicklung sicherzustellen. Siedlungsentwicklung: städtebauliche Entwicklung zum See sicherzustellen Empfehlung 6 26 Siedlungsentwicklung: Sukzessive Siedlungsentwicklung als Leitprinzip anwenden! Die im Orientierungsrahmen vorgeschlagene Siedlungsentwicklung basiert auf dem Prinzip Innen- vor Außenentwicklung: • Stärkung des Bestands durch Innenentwicklung und kleine, maßgeschneiderte Arrondierungen gestärkt werden. Neue Arrondierungen sollen sich außerdem in unmittelbarer Nähe von Haltestellen des ÖPNVs / SPNVs befinden. Aus Sicht einer nachhaltigen Siedlungs- entwicklung wird vorgeschlagen, diese Grundsätze im Regionalplan festzulegen. Siedlungsentwicklung: Ortskerne im Bestand stärken! Empfehlung 7 27 Wirtschaftsentwicklung: Vielfalt an wirtschaftlichen Flächen sicherstellen! Die Raumbedürfnisse der Unternehmen, mit Zukunftspotenzial, sind unterschiedlich: • Raum für Lärm und Emission • Flächenangebot für Wohn- und Mischgebiete • neu qualifizierte Bestandsgewerbeflächen • Flächen für Forschungsinstitute Anhand dieser Erkenntnisse soll diese Vielfalt an wirtschaftlichen Flächen im Regionalplan sichergestellt werden. Wirtschaftsentwicklung: Vielfalt an wirtschaftlichen Flächen sicherstellen! Empfehlung 8 28 Wirtschaftsentwicklung: Bestandsgewerbeflächen qualifizieren und nachverdichten! Bestandsgewerbeflächen bergen ein großes Potenzial für Qualifizierung und Nachverdichtung. • flächensparenden Siedlungsstrategie • richtigen Standortqualitäten für innovativen und zukunftsorientierten Unternehmen anbieten An dieser Stelle bietet es sich an, im Rahmen der Neuaufstellung des Regionalplans Instrumente zu entwickeln, die eine Qualifizierung und Nachverdichtung von Bestandsgewerbeflächen fördern. Neue Wirtschaftsflächen, Foodcampus Elsdorf Empfehlung 9 29 Natursystem: ein klimaangepasstes, integriertes blau- grünes System als Grundlage für die regionale Planung entwickeln! Durch den Braunkohletagebau, Flutung der Seen und Klimawandel (Starkregenereignissen, Dürreperioden) sind erhebliche Auswirkungen auf das bestehende hydrologische System der Region zu erwarten. Wir empfehlen: • vertiefte Analysen und prozessbegleitende Studien durchzuführen. • Ziel soll es sein, ein klimaangepasstes, integriertes blau-grünes System als Grundlage für die regionale Planung zu entwickeln. Natursystem: ein klimaangepasstes, integriertes blau-grünes System als Grundlage für die regionale Planung Empfehlung 10 30 Wirtschaftsentwicklung: eine thematisch-kompetenz- orientierte Gewerbeflächen-Sparpolitik etablieren! Der Raum für neue Gewerbe- und Industrieflächen ist in der Region begrenzt. Eine zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung muss Flächen für die Wirtschaft der Zukunft reservieren: • Festlegung der Zielqualitäten für die Gewerbeflächen auf regionaler Ebene = thematisch-kompetenz- orientierte Gewerbeflächen-Sparpolitik entwickeln; • Fällt nicht in den Aufgabenbereich des Regionalplans. Wirtschaftsentwicklung: eine thematisch-kompetenz- orientierte Gewerbeflächen-Sparpolitik etablieren! Empfehlung: in Zusammenarbeit der Bezirksregierung Köln gemeinsam mit weiteren relevanten Akteuren die Entwicklung einer thematisch-kompetenzorientierten Gewerbeflächen-Sparpolitik in der Region vorantreiben! • beispielsweise durch die Etablierung eines i nterkommunalen Pakts für sogenannte „Markenflächen“ Forschungsinstitut für Regional- und Wissensmanagement gGmbH Fachbeitrag zur Neuaufstellung des Regionalplans der Bezirksregierung Köln, 1. Oktober 2021 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! RAUMENTWICKLUNGSPERSPEK TIVE HAMBACH Kommission Rheinisches Revier, 01. Oktober 2021 Anlage 2 Quelle: RWE Power AG Quelle: Bezirksregierung Köln Starke Ortskerne In naher Zukunft (bis 2030) Transformation (ab 2030, Abbauende) Zukunft mit See (ab 2070 / 2080) Neue Mobilität Neue Wertschöpfungsketten Energiewende Lokale Kreisläufe Place Making Transformationslandschaft en Biosphärenlandschaften Klimawandel Themen der Zukunft: integrative Landschafts-, Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung für die Region Neues Infrastrukturnetz Bild: NVR Besondere Orte - NEULAND-Variante Vielfältige Ufer – NEULAND HAMBACH-Variante Südlicher Bereich - Landschaft & Vernetzung NEULAND Variante – Manheimer Energiebucht Bürgewald – Bioökonomie & klimaangepasst bauen © XXX Niederzier – Tor zur Sophienhöhe Landschaftsentwicklung Biosphärenband ...Waldentwicklung Kohlebunker- Sophienhöhe ...Silvopastorale Landwirtschaft, Lichtwald am Ufer ...Wasserlandschaft Ellebach Besondere Orte ..Waldferiensiedlung Beweidete Uferlandschaften …Strand Vernetzung ...Rad- und Wandernetz Sophienhöhe ...Gewerbegebiet Kohlebunker ...Mobilstation Merzenich ...Fahrradstraße (Umwelttrasse) Niederzier- Elsdorf ...Schnellradweg Indener See Quelle: RWE Power AG Quelle: RWE Power AG Panoramaverbindung Niederzier - Elsdorf Jülich, Niederzier, Elsdorf – Seilbahn Sophienhöhe Rödingen – Ortskerne stärken! Westlicher Bereich – Landschaft & Vernetzung Elsdorf – Stadt am See Vielen Dank und Glückauf! Stadtentwicklung für das Rheinische Revier der Zukunft Förderaufruf Anlage 3 Gliederung Einordnung in den Strukturwandelprozess Eckpunkte Was wird gefördert? Wie läuft das Verfahren ab? Welche Unterstützung gibt es? Weitere Informationen / Kontakt 2 Quelle: MHKBG Einordnung in den Strukturwandelprozess WSP 1.1 / Zukunftsfeld Raum (Revierknoten) 3 Städtebau / Stadtentwicklung (§ 4 StrukturstärkungsG) wesentlich für Standortattraktivität & Lebensqualität mittelbarer Wirtschaftsfaktor Aufruf = gesondertes Angebot neben dem allg. Aufruf „Revier.Gestalten“ Gemeinsamkeit: Sterneverfahren (ZRR) Quelle: Google Maps Eckpunkte des Aufrufs bis zu 700 Millionen Euro Laufzeit bis 2038 Regelfördersatz = 95 % (Zu-/Abschläge) antragsberechtigt: Kommunen (-verbände) und ausschließlich von diesen beherrschte juristische Personen 4 Quelle: ZRR Was wird gefördert? Grundlage = FRL Stadterneuerung i.V.m. RRL Strukturwandel Einzelmaßnahmen (kein Gebietsbezug) Wichtig: Zusätzlichkeit der Maßnahmen keine Personal- und Sachkosten der Kommunen 5 Quelle: Stadt Düren Was wird gefördert? Fördergegenstände, insb.: städtebauliche Neuordnung von Flächen samt Rückbau Umbau leerstehender Gebäude für öff. Zwecke / Verbesserung der sozialen Infrastruktur Aufwertung öffentlicher Räume / Verbesserung innerörtlicher Mobilität Maßnahmen der städtebaulichen Denkmalpflege Maßnahmen im Umfeld von Bahnhöfen + innovative und experimentelle Maßnahmen & Prozesse (…IBTA) 6 Wie läuft das Verfahren ab? keine Antragsfristen! vorgeschaltet: Dialogverfahren (optional) 2-stufiges Antragsverfahren (Anträge bei Dezernat 35) 7 Wie läuft das Verfahren ab? Stufe 1: „Projekte mit Budgetbindung“ Voraussetzungen: 2. Stern, BR bestätigt Zuwendungsfähigkeit, baufachlich bewilligungsreife Unterlagen, Ratsbeschluss Aufnahme in Programm (MHKBG) Budgetbindung (mit Förderobergrenze inkl. 20 % Kostenpuffer) Erteilung förderunschädlicher vorzeitiger Maßnahmenbeginn Stufe 2: „Projekte mit Umsetzungsreife“ Voraussetzungen: Grunderwerb getätigt, Baugenehmigung oder Vorbescheid, Ausschreibungsergebnisse ggf. erneute Prüfung (BR) Bereitstellung der Mittel (MHKBG) Bewilligung (BR) 8 Welche Unterstützung gibt es? Dialogverfahren: Beratung durch MHKBG, BR, Revierknoten IBTA und Raum, ZRR, Starke Projekte GmbH (SP) Bundesförderprogramm STARK für vorbereitende Leistungen (Beantragung direkt oder über SP; SP auch als zentrale Beschaffungsstelle) bei Bedarf flexibel weitere Beratung… 9 Weitere Informationen www.bauhaus.nrw (u.a. Buchung Dialogverfahren) https://www.mhkbg.nrw/themen/bau/land-und-stadt- foerdern/reviergewinnt https://www.bezreg- koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung03/35/staedte baufoerderung/index.html (u.a. Antragsformular) … sowie Ihre regionalen AnsprechparterInnen in Dezernat 35 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ralph Jakob Bezirksregierung Köln Dezernat 35 – Städtebauförderung 50606 Köln Dienstgebäude: Zeughausstr. 2-10, 50667 Köln Telefon: + 49 (0) 221 - 147 - 3645 Telefax: + 49 (0) 221 - 147 - 2615 eMail: ralph.jakob@brk.nrw.de Internet: www.brk.nrw.de
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- KRhR 1/2022
- Typ
- Sitzungsvorlage Kommission Rheinisches Revier
- Datum
- 21.01.2022
- Erstellt
- 14.01.2022 14:05