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1544/2024

Verkehrsversuch Venloer Straße Stufe II - Einrichtung Einbahnstraße, hier: Sachstandsbericht 03/2024

Mitteilung BV 17.06.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld), Sitzung am 17.06.2024

Anlage 2 - Übersichtsplan LED-Tafeln

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Mitteilung BV

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Anlage 1 Routenempfehlung Kölner Westen

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Anlage 2 - Übersichtsplan LED-Tafeln

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Anlage 2
Übersichtsplan LED-Tafeln inkl. Darstellung der jeweiligen Anzeigen

Mitteilung BV

10561 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
III/68/681/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 1544/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 17.06.2024 
 
Verkehrsversuch Venloer Straße Stufe II - Einrichtung Einbahnstraße,  
hier: Sachstandsbericht 03/2024 
1. Stimmungsbild  
Das Stimmungsbild bleibt seit der letzten Mitteilung grundsätzlich unverändert positiv. Kritik 
richtet sich aber weiterhin auf die Verkehrszunahme in den umliegenden Straßen, wie z.B. der 
Vogelsanger Straße und Piusstraße. Die Verwaltung ist bestrebt, die Verkehrsmengen in der 
Piusstraße zu reduzieren und die Verkehrsströme im Quartier verträglich zu verteilen und hat 
daher seit der letzten Mitteilung verschiedene Maßnahmen ergriffen, um diese Ziele zu errei-
chen (siehe Abschnitt 3. Verkehrliche Prüfungen und Optimierungen).  
Mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der Piusstraße fand weiterhin ein direkter Austausch 
statt, über anstehende Maßnahmen wurden sie durch die Verwaltung vorab informiert. 
 
2. Öffentlichkeitsbeteiligung 
Im Rahmen der dritten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung fanden im März 2024 zwei Gestal-
tungsworkshops statt. Teilnehmende waren Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen 
und Erfahrungswerten, die einen starken bzw. alltäglichen Bezug zur Venloer Straße haben. 
In den Workshops hat sich die Stadtverwaltung Köln damit befasst, wie die Venloer Straße 
eine gute Einbahnstraße werden kann. 
Die Leitfrage für die Workshops war: „Wie können wir Menschen dabei unterstützen, die Ven-
loer Straße für Erledigungen, zum Verweilen, zum Passieren zu nutzen, so dass sich alle si-
cher fühlen und dort gerne Zeit verbringen?“. 
Hierzu wurde die Design-Thinking Methode genutzt. Auf Grundlage der bisherigen Rückmel-
dungen aus dem Online-Dialog und der aufsuchenden Beteiligung, wurden sogenannte „Per-
sonas“ konstruiert. Aus der Perspektive der „Personas“ wurden in Kleingruppen Ideen und Lö-
sungsansätze für die Venloer Straße generiert.  
In einer Abschlusspräsentation wurden die Ergebnisse den anderen Teilnehmenden, der 
Stadtverwaltung und dem Bezirksbürgermeister Herrn Spelthann vorgestellt. Eine Dokumenta-
tion dieser Workshops ist hier dargestellt: https://meinungfuer.koeln/node/15463  
 
Zusätzlich hat die Verwaltung auf die Rückmeldungen der Gewerbetreibenden reagiert und 
ebenfalls im März 2024 gemeinsam mit der IHK und HWK einen Workshop mit Gewerbetrei-
benden durchgeführt. Dabei wurden der Wirtschaftsverkehr sowie die Lade- und Liefersitua-
tion auf der Venloer Straße thematisiert. Eine Dokumentation des Workshops ist hier darge-
stellt: https://meinungfuer.koeln/node/15508  
 
Im Juni 2024 werden die Ideen, die während dieser Workshops entwickelt wurden, in einem 
weiteren, verwaltungsinternen, Workshop bewertet und priorisiert. Der Fokus liegt dabei auf

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Möglichkeiten, die Straße kurzfristig mit einfachen Mitteln aufzuwerten. Es ist geplant, für aus-
gewählte Ideen einen baulichen Prototyp zu entwickeln, andere Ideen sollen visualisiert wer-
den. Im Rahmen des Workshops wird dazu ein Zeit-Maßnahmenplan erstellt. Zusätzlich sind 
Feedback-Spaziergänge mit interessierten Menschen und ein Online-Dialog geplant, um die 
Ideen weiterzuentwickeln und zu bewerten. 
 
Im August/ September startet die nächste Beteiligungsphase. Der bisherige Online Dialog soll 
daher geschlossen und ausgewertet werden. Kölner*innen können noch bis zum 19. Juni den 
bestehenden Dialog nutzen, im Anschluss haben Sie die Möglichkeit Stellungnahmen und 
wichtige Hinweise über ein Formular an die Stadtverwaltung zu senden, welches auf Meinung 
für Köln aufrufbar sein wird. 
Für die nächste Beteiligungsphase wird ein neuer Online Dialog aufgesetzt, in welchem der 
Fokus auf dem Feedback der Ideen zur Verbesserung der Einbahnstraße liegen wird. Eng 
verbunden mit den bis dahin entstanden Prototypen soll auch ein Online Dialog die Möglich-
keit bieten Erfahrungen und Testberichte rück zu melden.  
 
3. Verkehrserhebungen 
Die Verwaltung hat im Februar 2024 Zählungen im Bereich der Piusstraße/Venloer Straße, 
Piusstraße/Vogelsanger Straße und Venloer Straße/Innere Kanalstraße durchgeführt.  
Die Auswertung der Zählungen am Knotenpunkt Piusstraße/Venloer Straße zeigt, dass das 
Verkehrsaufkommen unmittelbar nach Einführung der Einbahnstraße um das Fünffache ge-
stiegen ist, seitdem aber kontinuierlich sinkt. Dennoch ist das Verkehrsaufkommen Stand Feb-
ruar 2024 immer noch dreimal höher als 2023.  
An der Vogelsanger Straße zeigt sich ebenfalls eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens. 
Dieser Trend zeigt sich aber nicht erst seit Einführung der Einbahnstraße, sondern bereits im 
Jahr davor. Ursächlich hierfür ist die Sanierung der Vogelsanger Straße von September 2019 
bis Februar 2022. Während in dieser Zeit das Verkehrsaufkommen bedingt durch die Bau-
maßnahmen sehr gering war, steigt die Verkehrsbelastung seit der Fertigstellung sukzessive 
wieder auf ein normales Maß an. Im Bereich des Knotenpunktes Vogelsanger Straße/Pius-
straße ist das Verkehrsaufkommen auf der Vogelsanger Straße von Mai 2022 bis April 2023 
um etwa 30% gestiegen. Im Zeitraum von April 2023 bis Februar 2024 ist das Verkehrsauf-
kommen um durchschnittlich 35 % gestiegen. Die Werte liegen damit immer noch unterhalb 
der Verkehrsbelastung von 2016.  
Im April 2024 wurden, analog zu den Verkehrserhebungen in den Jahren 2022 und 2023, an 
zahlreichen Knotenpunkten Knotenstromzählungen durchgeführt. Das beauftragte Unterneh-
men wird der Verwaltung die Zählergebnisse bis zu den Sommerferien 2024 vorlegen. Die an-
schließende Auswertung der Zählergebnisse soll durch ein Ingenieurbüro erfolgen, mit dem 
Ziel, die verkehrlichen Auswirkungen der Einrichtung der Einbahnstraße zu beurteilen und 
mögliche Handlungsschwerpunkte zu evaluieren. Anhand der Ergebnisse wird die Verwaltung 
mögliche verkehrstechnische oder auch bauliche Maßnahmen ableiten und im Anschluss in 
die politische Beratung einbringen.  
Parallel dazu soll ebenfalls durch ein Ingenieurbüro eine Unfallanalyse für die Venloer Straße 
und das Umfeld durchgeführt werden, um zu beurteilen, ob das Ziel, die Häufigkeit und 
Schwere der Unfälle auf der Venloer Straße deutlich zu reduzieren, erreicht werden konnte. 
Gleichzeitig soll festgestellt werden, ob an anderen Stellen die Unfallhäufigkeit durch die Ver-
kehrsverlagerung gestiegen ist.  
Aufgrund der baulichen Maßnahme der Rheinenergie in der Piusstraße und der damit verbun-
denen Vollsperrung der Piusstraße für mehrere Wochen musste die Durchführung der Durch-
gangsverkehrszählung auf Ende August 2024 verschoben werden, um realistische Zahlen zu 
erhalten. Die Durchführung von Querschnittzählungen und Geschwindigkeitsmessungen erfol-
gen noch vor den Sommerferien 2024, hier wird keine Verfälschung der Ergebnisse durch die 
Baumaßnahme erwartet.  
 
4. Verkehrliche Prüfungen und Optimierungen 
Um den Durchgangsverkehr in der Piusstraße zu verhindern, wurde die Piusstraße im Ein-
mündungsbereich mit der Venloer Straße mit einem Durchfahrtverbot ausgeschildert (Ver-
kehrszeichen 260 der Straßenverkehrs-Ordnung), ergänzt um das Zusatzschild „Anlieger frei“. 
Verkehrsteilnehmende, die aus der Fuchsstraße aus Richtung Moschee auf die Venloer

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Straße kommen, werden mit einem Pfeil zwingend nach links in Fahrtrichtung Innenstadt ge-
lenkt. Für Radfahrende sieht die Beschilderung mit dem Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ eine 
Ausnahme vor. Die Umsetzung erfolgte Ende April 2024. Die Navigationsdienstleister wurden 
über die Änderungen informiert und haben diese in die Systeme eigepflegt. Die aktuellen Aus-
wertungen der Dauerzählstelle an der Venloer Straße (Höhe Fuchsstraße) zeigen seit Einrich-
tung dieser Maßnahmen eine merkliche Reduzierung des Kfz-Verkehrs (ca. 1000 Kfz täglich 
weniger) in Richtung stadtauswärts. Verlässliche Aussagen zu den Verkehrsmengen sind 
aber erst nach Beendigung der Baumaßnahme Piusstraße und einer Eingewöhnungszeit 
möglich. 
 
Begleitet wurden diese Maßnahmen durch die Aufstellung von zwei weiteren Hinweistafeln 
und die Errichtung von vier LED-Tafeln. Die LED-Tafeln werden im Wechsel mit verschiede-
nen Hinweisen bespielt. Es handelt sich um den erstmaligen Einsatz solcher Tafeln bei ver-
gleichbaren Maßnahmen.  
 
Es bestand seit Ende April 2024, für die Dauer von etwa 6 Wochen wegen durchzuführender 
Arbeiten der RheinEnergie AG eine Vollsperrung der Piusstraße zwischen Venloer- und Vo-
gelsanger Straße. Diese ist zwischenzeitlich aufgrund der EM beendet worden. Die Baumaß-
nahme wird nach der EM fertig gestellt. Die Anwohnenden der Piusstraße wurden im Vorfeld 
der Maßnahme informiert, Umleitungen wurden vor Ort ausgeschildert. 
 
Als weitere Maßnahme plant die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem TAXI RUF Köln auf 
der Venloer Straße einen zusätzlichen Taxihaltepunkt einzurichten, um entsprechende Fahr-
ten über die Piusstraße ohne direkten Halt zu unterbinden. Auch hier wird noch einmal in den 
Dialog mit dem TAXI RUF Köln gegangen, damit die Fahrer entsprechend sensibilisiert wer-
den.  
Aufgrund der Problematik mit Kurier-Express-Paket-Dienstleistern (KEP-Dienstleistern) ist be-
absichtigt, in der Piusstraße eine entsprechende Ladezone einzurichten. Die verkehrsrechtli-
che Anordnung ist derzeit in der Bearbeitung. Mit der Umsetzung kann begonnen werden, so-
fern die Arbeiten der RheinEnergie in der Piusstraße nach der EM abgeschlossen sind.  
 
Die Signalanlage am Knotenpunkt Ehrenfeldgürtel/Melatengürtel/Vogelsanger Straße wird be-
reits verkehrsabhängig gesteuert, das bedeutet, dass sich die Ampelschaltung dynamisch an 
das aktuelle Verkehrsgeschehen anpasst. Aktuell wird die Möglichkeit geprüft, die bestehende 
Lichtsignalanlage durch den Einsatz von zusätzlichen Videodetektoren weiter zu optimieren. 
Zu diesem Zweck ist ein Ortstermin mit einer spezialisierten Fachfirma geplant, bei dem die 
technische Machbarkeit der Integration von Videodetektoren beurteilt wird.  
 
Im Bereich der Moschee wird der Verkehrsfluss zeitweise durch Reisebusse beeinträchtigt. 
Um das Aufkommen dieser Busse im verkehrssensiblen Bereich Fuchsstraße/Piusstraße/Ven-
loer Straße zu verringern, werden derzeit mögliche Standorte zum Abstellen der Reisebusse 
geprüft. Ziel ist es, den Reisebussen einen Platz zum Parken zu bieten, der den übrigen Ver-
kehr nicht behindert und gleichzeitig einen fußläufigen Zugang zur Moschee für die Besucher 
ermöglicht. 
 
 
Anlagen:  
Anlage 1: Routenempfehlung Kölner Westen  
Anlage 2: Übersichtsplan LED-Tafeln inkl. Darstellung der jeweiligen Anzeigen

Anlage 1 Routenempfehlung Kölner Westen

42 Zeichen

Anlage 1 
 
Routenempfehlung Kölner Westen

Beratungsverlauf (1)

17.06.2024 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1544/2024
Typ
Mitteilung BV
Datum
17.06.2024
Erstellt
08.05.2024 14:45