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Jahresbericht 2021 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln

Mitteilung Ausschuss 1231/2022 vom 24.06.2022

Stand: Am 23.08.2022 im Gesundheitsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/503/1 Vorlagen-Nummer 24.06.2022 1231/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.08.2022 Gesundheitsausschuss 23.08.2022 Jahresbericht 2021 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln In der Sitzung des gemeinsamen Unterausschusses Selbsthilfegruppen des Ausschusses Soziales und Senioren und des Gesundheitsausschusses am 17.09.2015 wurde entschieden, die jeweiligen Jahresberichte als Tagesordnungspunkt auch den beiden Fachausschüssen vorzulegen. Da eine Mitteilung nicht zugleich öffentlich und nicht-öffentlich sein kann, wurde der nicht-öffentliche gemeinsame Unterausschuss Selbsthilfegruppen mit einer separaten Mitteilungsvorlage informiert (1230/2022). Mit Anlage 1 stellt die Verwaltung den Jahresbericht 2021 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln zur Ver- fügung. Besonders hingewiesen sei auf das Virtuelle Haus der Selbsthilfe (Seite 18) und auf die Mo- dernisierungsarbeiten des Hauses der Selbsthilfe (Seite 19). In Anlage 2 informiert die Kontaktstelle in einem Bericht über die Mittelverwendung hinsichtlich der nicht unmittelbar über den Ausschuss Soziales, Seniorinnen und Senioren und den Gesundheitsaus- schuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Der Jahresbericht kann auch unter https://www.selbsthilfekoeln.de/progs/sh/shks/koeln/content/e620/e3714/e4017/Jahresbericht2021Sel bsthilfe-KontaktstelleKln_ger.pdf heruntergeladen werden. Gez. Dr. Rau
  • Anlage 1 Jahresbericht 2021

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    Jahresbericht 2021 2 Inhaltsverzeichnis S. 03 Einleitung S. 04 Zahlen und Fakten S. 06 Öffentlichkeitsarbeit S. 09 Unterstützungsleistung bei Gruppengründungen S. 11 In-Gang-Setzer Projekt S. 12 Allgemeine Unterstützungsleistungen S. 14 Finanzielle Förderung S. 15 Unterstützung in Gruppenform S. 16 Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen Köln S. 18 Virtuelles Haus der Selbsthilfe S. 19 Kölner Haus der Selbsthilfe S. 20 Gremien und Arbeitskreis S. 22 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe S. 24 Fazit und Ausblick 3 Einleitung Mit dem vorliegenden Jahresbericht der Selbsthil- fe-Kontaktstelle Köln - die einzige Einrichtung in der Stadt, die ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot rund um das Thema Selbsthilfe bereitstellt - wird Ihnen ein Gesamteindruck unse- rer Tätigkeiten im Jahr 2021 und deren Ergebnisse vermittelt. Seit mehr als 35 Jahren unterstützt die Selbsthilfe- Kontaktstelle Selbsthilfegruppen bei ihrer Arbeit, vermittelt interessierte Bürger*innen an bestehen- de Gruppen und trägt auf verschiedenen Ebenen zu einem selbsthilfefreundlichen Köln bei. Das Team der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln be - steht aus qualifizierten, hauptamtlichen Fachkräf - ten: Fünf Frauen und ein Mann haben eine Fach - ausbildung im sozialen Bereich, drei Fachkräfte arbeiten in der Verwaltung. Außerdem sprechen drei unserer Kolleginnen neben Deutsch auch Tür- kisch. Daher können wir türkischsprachigen Bürger*in- nen unsere Leistungen in ihrer Muttersprache an - bieten. Natürlich beraten wir auch weitere fremd - sprachige Selbsthilfegruppen beim Aufbau und unterstützen sie bei weiteren Aktivitäten. Die Grundlage unserer Arbeit beruht auf folgen - den Leitgedanken: Jeder Mensch verfügt über das Wissen und die Kraft, mit einer schwierigen Lebenssituation, einer Krankheit oder Behinderung eigenverant - wortlich und selbstbestimmt umzugehen. Alle Fähigkeiten, die er*sie dazu benötigt, sind bereits in ihm*ihr angelegt. Dadurch kann jeder Mensch seine Situation selber verändern oder verbessern. Innerhalb einer Gruppe, im Austausch mit Gleichgesinnten und anderen Betroffenen, kön- nen sich eigene Möglichkeiten und Selbsthilfe- Potenziale besser entfalten und weiterentwi - ckeln. Aus dieser Haltung heraus richten wir den Fokus unserer Arbeit auf vorhandene Kräfte und Fähig - keiten, nicht auf Defizite. Dieser Ansatz gilt für ein- zelne Ratsuchende genauso wie für Gruppen. Selbsthilfegruppen sind Partner*innen auf Augen- höhe. Die Mitarbeiter*innen der Selbsthilfe-Kon - taktstelle geben daher ihr professionelles Wissen und Erfahrungen an sie weiter, um ihr Selbsthilfe - engagement und ihre Selbstvertretung zu stärken. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln bedankt sich für die langanhaltende und vertrauensvolle Unter - stützung bei allen beteiligten Akteur*innen, ins- besondere bei der Stadt Köln sowie den Kranken - kassen/-verbänden in Nordrhein-Westfalen. 4 Zahlen und Fakten Information und Beratung Im Jahr 2021 hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle 22.894 Kontakte statistisch erfasst. Davon waren 3.924 eingehende Kontakte und 18.970 ausge- hende Kontakte. Kontakte an Infoständen, Ver - anstaltungen oder im Bereich der Sozialen Medien sind in diesen Zahlen nicht erfasst. Die ausgehenden Kontakte setzen sich wie folgt zusammen: 729 ausgehende Einzelkontakte zu Selbsthilfe - gruppen und 18.241 ausgehende Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Bürger*innen oder professio - nellen Einrichtungen in Form von Einladungen zu Treffen, Versand von Protokollen, aktuelle Informa- tionen, etc.. Eingehende Kontakte 31,9% 32,9 % 34,4 % 0,8 % 1349 (11) Bürger*innen 1292 (9) Selbsthifegruppen 1252 (223) Prof. Einrichtungen 31 (0) Sonstige 2021 (...) türkischsprachig 235 persönlich 2214 schriftlich 1475 telefonisch 6,4 % 56,4 % 37,6 % Es suchten 10 Bürger*innen die Selbsthilfe- Kontaktstelle persönlich auf, wenn sie auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe waren und 30 holten allgemeine Selbsthilfe-Informationen ein. Das Hauptanliegen der persönlichen Kontak - te von Selbsthilfegruppen war organisatori - sche Unterstützung. Überwiegend wurde die Selbsthilfe-Kontaktstelle von Kölner Bürger*innen, Selbsthilfegruppen und professionellen Einrich- tungen kontaktiert: 3.223 (82,1 %). Das Hauptanliegen von Selbsthilfe-Interessierten und professionellen Einrichtungen war die Suche nach Selbsthilfegruppen. Dazu wurde die Selbst- hilfe-Kontaktstelle von 1.098 Bürger*innen und von 98 professionellen Einrichtungen kontak - tiert. Die 1.098 anfragenden Bürger*innen auf der Su - che nach einer Selbsthilfegruppe verteilten sich wie folgt: 9,7 % 86,1 % 4,2 % 46 in Vertretung 107 Angehörige 945 Betroffene 27,8% 71,4 % 0,8 % 9 Geschlecht unbekannt 305 Männer 784 Frauen 5 Angefragte Themen Um einen Eindruck zu vermitteln, welche konkreten Anfragen sich hinter den abstrakten Zahlen der Anfrage-Statistik verbergen, ist im Folgenden eine Übersicht der am meisten angefragten Themen aufgelistet: 7,2 % 9,2 % 18,8 % 14,4 % 206 Depressionen/ Bipolare Störungen 158 Angst/ Panik / Phobien 101 Gewalt/ Missbrauch - Opfer 82 Ess-Störungen 4,8 % 4,3 % 79 Einsamkeit/ Freizeit 53 Alkoholabhängigkeit 3,8 % 3,8 % 3,6 % 3,5 % 47 Tod/ Trauer 42 AD(H)S 42 Psychische Erkrankungen - nicht näher bezeichnet 40 Zwangserkrankungen7,5 % 38 Familie/ Eltern/ Kind - nicht näher bezeichnet Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die eingehenden Kontakte im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen sind. Dies hängt mit dem Rückgang der Kontaktzahlen aus dem Jahr 2020 im direkten Zu - sammenhang, als die langanhaltenden kontaktreduzierenden Maßnahmen die Kontaktmöglichkeiten einschränkten. Zudem lässt sich feststellen, dass die persönlichen Kontakte weiterhin reduziert sind, diese aber weitestgehend durch Kontakt per Telefon oder E-Mail kompensiert werden. 5 6 Öffentlichkeitsarbeit Neben dem Bekanntmachen der Selbsthilfe-Kon - taktstelle Köln ist es das Ziel, dem Begriff „Selbst - hilfegruppe” ein positives Image zu geben, den Bekanntheitsgrad der Selbsthilfegruppen zu erhö- hen und den Zugang zu den Selbsthilfegruppen zu erleichtern. Bereits im Frühjahr des Jahres zeichnete sich ab, dass aufgrund dem schwierig zu prognostizieren- den Verlauf der Covid-19-Pandemie die Planung von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen nur unter Vorbehalt und mit größtmöglicher Flexibilität angegangen werden können. Eine He - rausforderung, an dem das Team der Selbsthilfe- Kontaktstelle gewachsen ist. Die jährliche Informationsveranstaltung zu den Fördermöglichkeiten für Kölner Selbsthilfegrup - pen Anfang Februar konnte erfolgreich in einem virtuellen Format realisiert werden. Im Sommer und Herbst war es wiederum möglich, einige öffentliche Veranstaltungen in Präsenz mit Kooperationspartner*innen sowie Selbsthilfe - gruppen durchzuführen. So beteiligte sich die Selbsthilfe-Kontaktstelle unter anderem an der Ehrenamtswoche der Stadt Köln, begrüßte den Selbsthilfe-Truck auf dem Neumarkt und an der Uniklinik Köln. Selbst die Teilnahme an zwei der Kölner Gesundheitsge - spräche konnte, wenn auch in angepasster Form, durchgeführt werden. Auch der Kölner Chor der Selbsthilfe bekam die Möglichkeit, Auftritte zu absolvieren. 7 Weitere Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit Ständige Aktualisierung der Internetseite www.selbsthilfekoeln.de der Selbsthilfe-Kon- taktstelle (Selbsthilfegruppen, Gründungswün- sche, aktuelle Neugründungen, Veranstaltun - gen von und für Gruppen etc.); 2021 wurde die Internetseite 34.341 Mal besucht; Pflege des eigenen Facebook-Auftritts www. facebook.com/selbsthilfe.koeln; Aktualisierung und Neuaufnahme von Grup - pendaten im Internetportal Selbsthilfenetz.de; Regelmäßige Zusendung von Informations- materialien an über 130 professionelle Einrich - tungen zum Auslegen oder zur Weitergabe an Interessierte; Auslage und Aktualisierung von 130 Grup - pen-Flyern in den Prospektständern im Ein - gangsbereich des Kölner Hauses der Selbsthilfe; 7 8 Fortführung des Projekts SelbsthilfeNews der Krankenkassenverbände NRW. Dieser News - letter erscheint im Zwei-Monats-Rhythmus und wird derzeit an über 900 Abonnenten verschickt. Zusätzlich sind alle Ausgaben im Archiv auf www.selbsthilfe-news.de zu finden; Regelmäßiges Befüllen der Prospektständer mit Infomaterial in Einrichtungen mit Publikums- verkehr, wie z.B. dem Gesundheitsamt der Stadt Köln; Pressemitteilungen zu Aktivitäten der Selbst - hilfe-Kontaktstelle und zu Gruppengründungs- treffen; Chor der Kölner Selbsthilfe – Auftritte und Pres- severöffentlichungen; 8 Zwei Vorträge am 07.10.2021 sowie am 10.11.2021 über die Kölner Selbsthilfelandschaft und die Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Rahmen der Kölner Gesundheitstage in Ko - operation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln; Infostand im Rahmen der Ehrenamtswoche der Stadt Köln in Köln-Kalk am 07. August 2021; Infostand und Podiumsdiskussion im Rahmen der NRW Selbsthilfe-Tour mit Pro Retina e.V. auf dem Neumarkt am 27. August 2021; Infostand und Podiumsdiskussion im Rahmen des Aktionstages „fragEltern“ des Elternkreises drogengefährdeter und –abhängiger Jugendli - cher Köln II auf dem Ebertplatz am 28. August 2021; Infostand und Podiumsdiskussion im Rahmen der NRW Selbsthilfe-Tour mit Netzwerk Organ- spende NRW e.V. vor der Uni-Klinik Köln am 13. September 2021. 9 Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen Die Unterstützungsleistungen der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Bereich Gruppengründung sind vielfältig: Die Selbsthilfe-Kontaktstelle berät Initiator*innen, entwickelt mit ihnen gemeinsam Faltblätter, sammelt weitere Interessent*innen auf einer Warteliste und stellt den Kontakt untereinander her. Darüber hinaus moderiert die Selbsthilfe-Kontaktstelle erste Gruppentreffen, entwickelt mit Gruppen tragfähige Struk - turen und unterstützt diese bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Suche nach einem geeigneten Raum. 2021 hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle folgende Gründungen bzw. Gründungsversuche mit unterschied- lichen Aktivitäten unterstützt: Gruppen mit folgenden Themen haben sich unabhängig von der Selbsthilfe-Kontaktstelle gegründet und sind 2021 in die Vermittlungskartei aufgenommen worden: 1. COURAGE - Frauen, die sexuellen Missbrauch oder sexuelle Gewalt erlebt haben 2. DIS-Harmonie - SHG für Frauen mit (p)DIS 3. Ess-Störungen 4. Fatigue, tumorbedingt 5. Rauchfrei leben (inzwischen wieder aufgelöst) 6. SHG - Sozialphobie 7. SozTreff - Selbsthilfegruppe für soziale Phobie 1. Borderline DBT 2. Endometriose – Stammtisch Köln 3. Epilepsie Gesprächskreis Köln-Süd 4. Treffpunkt der deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs 5. Treffpunkt Nierenkrebs 10 Folgende Themen wurden 2021 in die Übersicht „Gruppengründungswünsche“ aufgenommen. Aktive Gruppengründungsinteressierte wurden beraten und unterstützt. Die Gruppengründung ist noch nicht erfolgt. Diese Auflistung zeigt wieder ein breit gefächertes Themenspektrum der neu gegründeten bzw. in Vorbereitung befindlichen Selbsthilfegruppen. 1. Adipositas ohne OP 2. Bipolare Störung: Licht und Schatten 3. Borderline Seiltanz 4. Burnout/ Hohe Leistungsansprüche 5. Covid-Hinterbliebene 6. Ein Unfall, der alles verändert - Angehörigengruppe 7. Frauen mit menstruellen Störungen 8. Hochbegabung 9. Long Covid - Betroffene und Angehörige 10. LSBTIQ-Angehörige 11. Narzisstischer Missbrauch (arabischsprachig) 12. Neurodiversität 13. Online-Sucht/Mediensucht 14. Trennung/ Scheidung 15. Umwelttrauer/ Ecological Grief 11 In-Gang-Setzer Projekt Seit 2018 beteiligt sich die Selbsthilfe-Kontaktstel- le am In-Gang-Setzer Projekt, um Gruppengrün- dungen verstärkt zu unterstützen. So sollen mehr Gruppengründungswünsche aufgegriffen und bei Bedarf neue Gruppen intensiver begleitet werden. Das Projekt In-Gang-Setzer besteht seit über 10 Jahren an mehr als 40 Standorten bundesweit. In-Gang-Setzer*innen sind ehrenamtliche Mit - arbeiter*innen der Selbsthilfe-Kontaktstellen. Sie kommen i. d. R. aus Selbsthilfegruppen und wer - den geschult. Sie unterstützen Selbsthilfegruppen in Hinblick auf Kommunikation und Organisation der Gruppenprozesse. Sie sind keine Ansprech - person für die jeweiligen Themen der Gruppen. In- Gang-Setzer*innen werden bei Bedarf in neu ge - bildeten Selbsthilfegruppen für einen bestimmten Zeitraum eingesetzt. Sie werden bei der Tätigkeit kontinuierlich durch die Selbsthilfe-Kontaktstel - le begleitet und unterstützt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Austauschtreffen mit anderen In- Gang-Setzer*innen. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit unse- ren In-Gangsetzer*innen war 2021 stark von der Covid-19-Pandemie geprägt. So wurde der indi- viduelle Kontakt zwischen den Ehrenamtlichen und den Mitarbeiter*innen der Kontaktstelle über E-Mail aufrecht erhalten. Der Austausch unter den In-Gangsetzer*innen wurde virtuell im Regional - verbund umgesetzt. Vier thematische Austausch- treffen unter den In-Gangsetzer*innen fanden im südlichen Rheinland unter Begleitung der Fach - kräfte der entsprechenden Selbsthilfe-Kontakt - stellen statt. Darüber hinaus gab es verschiedene virtuelle Fort- bildungsangebote und Austauschtreffen auf Lan - des-und Bundesebene - sowohl für die In-Gang - setzer*innen als auch für die Fachkräfte in den Selbsthilfe-Kontaktstellen. Die erfolgreichen Gruppengründungen zu den Themen “Soziale Phobie” , „Ess-Störungen“ sowie “Selbsthilfegruppe Courage - Für Frauen, die se - xuellen Missbrauch oder sexuelle Gewalt erlebt haben” sind 2021 von drei In-Gang-Setzer*innen begleitet worden. 12 Allgemeine Unterstützungsleistungen Alle Selbsthilfegruppen in Köln können sich jeder- zeit mit Fragen oder Problemen, die sich aus der Selbsthilfearbeit ergeben, an die Selbsthilfe-Kon- taktstelle wenden. Seien es Schwierigkeiten und Konflikte in der Gruppe, Fragen zur Finanzierung, Raumsuche, Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsrecht oder Informations- und Handlungswünsche zu ge- sundheits- und sozialpolitischen Fragestellungen. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bietet den örtlichen Selbsthilfegruppen Information, Einzelberatung, Erfahrungsaustausch mit anderen Gruppen, Fort - bildung und Supervision sowie praktische Hil - festellungen, insbesondere über das Haus der Selbsthilfe und das Virtuelle Haus der Selbsthilfe, an. 2021 wandten sich Selbsthilfegruppen 1.292 Mal mit folgenden Anliegen (Gesamtanliegen 1.388, da Mehrfachnennungen möglich) an die Selbsthilfe-Kontaktstelle: 13 % 19,5 % 45 % 4 % 625 Organisatorische Unterstützung 270 Finanzen 180 Austausch aktueller Infos 118 Gremienarbeit 8,5 % 7,3 % 101 Öffentlichkeitsarbeit 56 Sonstiges (aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten) 166 persönliche Kontakte mit Gruppen hatten fol- gende Anliegen (Mehrfachnennungen möglich): 116 Organisatorische Unterstützung 23 Sonstiges 17 Finanzen 13 Austausch aktueller Infos 12 Gremienarbeit (aufgelistet sind die fünf häufigsten Anliegen) Zu diesen Zahlen sei angemerkt, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit verbun- denen kontaktreduzierenden Maßnahmen sowie Vorgaben zum Arbeitsschutz, die Möglichkeiten zum persönlichen Kontakt zeitweise stark einge - schränkt waren. Datenbank Die Aktualität der Datenbank ist eine wichtige Grundlage der Informations- und Unterstützungs- arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle. Die Datenbank umfasst aktuell (Anfang 2022) 271 Gruppen. Diese Zahl entspricht nicht der Anzahl der Kölner Selbsthilfegruppen, da einige Gruppen 20 oder mehr Untergruppen haben. Im Rahmen der begonnenen Digitalisierungsmaß- nahmen wurde die Datenbank weiter angepasst. 13 Informationen Alle in der Datenbank erfassten Selbsthilfe- gruppen erhalten regelmäßig interessante Neuigkeiten und Informationen zu wichtigen Unterstützungsangeboten der Selbsthilfe-Kon - taktstelle Köln sowie des Paritätischen NRW. Darüber hinaus bekommen die Selbsthilfegrup - pen wichtige Informationen weitergeleitet, die von professionellen Kooperationspartner*innen oder landes- und bundesweiten Selbsthilfevereini- gungen an die Selbsthilfe-Kontaktstelle gerichtet werden. Raumkartei In der Raumkartei, in der sich die Institutionen in Köln befinden, die Selbsthilfegruppen Räume kostenlos zur Verfügung stellen bzw. Räume vermieten, sind aktuell rund 118 Einrichtungen aufgeführt. Es besteht nach wie vor ein hoher Raumbedarf, vor allem im Innenstadt-Bereich. Die Situation hat sich durch die kontaktreduzieren - den Maßnahmen in Folge der Covid-19-Pandemie zudem verstärkt, da die zulässigen Teilnehmer*in- nenzahl in den einzelnen Räumen verringert werden mussten. Hierdurch hat sich die Zahl der geeigneten Räume zusätzlich reduziert. Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung, wenn Sie Selbsthilfegruppen Räume zur Verfügung stellen können. Datenschutz Die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz- Grundverordnung (DS-GVO) hat anfangs zu großer Verunsicherung bei allen Aktiven geführt. Da die Verunsicherung weiterhin anhielt, wurde die begonnene Fortbildungsreihe auch im Jahr 2021 fortgeführt. So wurde eine Fortbildung „Die Nutzung digitaler Medien für Selbsthilfegrup - pen“ zu diesem Thema angeboten, da durch die Covid-19-Pandemie Selbsthilfegruppen verstärkt auf digitale Angebote umstiegen, um ihren Grup - penaustausch während der kontaktreduzierenden Maßnahmen aufrecht zu erhalten. Seit Anfang 2020 stehen zur Datenschutz-Grund - verordnung eine FAQ-Sammlung sowie weitere Hilfestellungen auf der Internetseite der Selbst - hilfe-Kontaktstelle Köln für die Selbsthilfegruppen zum Download bereit. Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle hat sich weiter - hin intensiv mit dem Thema befasst und eigene Strukturen angepasst. Im Fokus standen dabei die Datenminimierung und die Überarbeitung von Einwilligungserklärungen. Die fortschreitende Digitalisierung der Selbsthil - fe sorgt dafür, dass das Thema Datenschutz auch weiterhin die notwendige Aufmerksamkeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle erhalten wird. 14 Finanzielle Förderung Seit 1996 stellt die Stadt Köln der Selbsthilfe- Kontaktstelle Fördermittel - den sogenannten Selbsthilfetopf - zur Verfügung, den die Selbsthil - fe-Kontaktstelle gemeinsam mit dem Sprecher*in- nenkreis der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe verwalten. Der „Topf“ setzt sich aus einem Sockelbetrag in Höhe von 9.828,80 € und Rest - fördergeldern des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren und des Gesundheitsamtes zusammen. Das Volumen des „Topfes“ ist daher jährlich unter- schiedlich. Die Verwendung der Fördergelder wird dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren und dem Gesundheitsamt mit Bericht und Belegen nachgewiesen. Durch die Möglichkeit, den „Topf“ nach Bedarf - ohne Einhaltung starrer Antragsfristen – in An - spruch zu nehmen, ist er eine wesentliche Hilfe - stellung und Stabilisierungsmaßnahme für kleine und neue Gruppen, Gruppen mit schwankendem Förderbedarf sowie Gruppen in Krisensituationen. Aber auch für Gruppen, die es nicht schaffen, Fris - ten einzuhalten, ein Gruppenkonto einzurichten oder in Vorleistung der Kosten zu gehen, bietet der „Topf" Hilfe. Ohne diese Möglichkeit würden einige Gruppen nicht existieren. 2021 standen der Selbsthilfe-Kontaktstelle ca. 93.000,00 € zur Verteilung an Gruppen zur Verfü - gung. Dadurch wurden 42 Gruppen gefördert, da- von 9 Gruppen erstmalig. Die Summe der an einzelne Gruppen ausgezahl - ten Mittel war zudem höher als im vergangenen Jahr. Darüber hinaus konnten mit diesen Mitteln gruppenübergreifende Anschaffungen getätigt und gruppenübergreifende Aktivitäten gefördert werden. Besondere Schwerpunkte waren hier die Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen und Supervi - sionstreffen sowie die Fortführung des Kölner Vir - tuellen Haus der Selbsthilfe und Modernisierungs- maßnahmen im Haus der Selbsthilfe. Diese thematischen Schwerpunkte zeigen, wel- chen hohen Stellenwert die städtische Selbsthil - feförderung für die Selbsthilfeunterstützung hat und ebenso, wie wichtig der Stadt die Selbsthilfe ist. Alle Selbsthilfegruppen haben Zugang zur städti- schen Förderung durch das Gesundheitsamt, das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren sowie über die Selbsthilfe-Kontaktstelle. Darüber hinaus ist eine Förderung von gesundheitlichen Gruppen durch die Krankenkassen möglich. Auch in 2021 wurde wieder eine Informationsveranstaltung des Selbsthilfebeirates zum Thema finanzielle Förde - rung unter Mitwirkung der zuständigen Mitarbei- terinnen des Amtes für Soziales, Arbeit und Senio- ren und des Gesundheitsamtes durchgeführt. Die Veranstaltung wurde erstmalig virtuell durchge - führt. 15 Gemeinsam mit weiteren von den für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen benann- ten Selbsthilfegruppen, nimmt die Selbsthilfe- Kontaktstelle als beratendes Mitglied an der Vergabesitzung der Krankenkassen/ -verbän - de teil. Diese Sitzung findet jährlich Ende April/ Anfang Mai statt, so dass die bewilligten Mit - tel Ende Mai an die Gruppen ausgezahlt werden können. Das weiterhin durch die Covid-19-Pandemie ge - prägte Jahr 2021 bedeutete für viele Selbsthilfe - gruppen eine außergewöhnliche Belastung und konfrontierte sie mit zusätzlichen Herausforderun- gen. Bereits vorhandene Themen innerhalb der Gruppen, wie eine hohe Fluktuation von Teilneh- mer*innen, Aufrechterhaltung von Gruppenstabi- lität im Kontext von Generationswechsel oder die (Über-)Belastung von Gruppenleiter*innen und der Aktiven in Gremien erhielten durch die Pande- mie ein neues Gewicht. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet die Kölner Selbsthilfelandschaft und erarbeitet hierfür neue Wege. Der so wichtig gewordene Faktor der Digi - talisierung ist deshalb auch im vergangenen Jahr ein zentraler Schwerpunkt gewesen. Dazu zählen die Bereitstellung des zuvor erwähnten Virtuellen Haus der Selbsthilfe, niederschwellige Angebote zur Heranführung der Gruppen an digitale Aus - tauschmöglichkeiten sowie gleichsam die Aufklä - rung in Bezug auf Datensicherheit und –schutz. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle hat ihre weiteren regulären Angebote, wie Austauschtreffen oder Fortbildungen, schrittweise an die derzeitige Situ- ation angepasst und digital angeboten. Unterstützung in Gruppenform 15 16 Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen Köln Die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (181 Gruppen als Mitglieder; Stand Anfang 2022) ist der Zusam - menschluss der gesundheitlichen und sozialen Selbsthilfe in Köln unter dem Dach des Paritäti - schen und wird von der Selbsthilfe-Kontaktstel - le koordiniert. Die AG dient dem Austausch und vertritt themenübergreifend die Interessen der Selbsthilfegruppen in Köln. Ihr steht ein gewählter Sprecher*innenkreis vor. Der bereits im vorange - gangenen Jahr angestoßene Generationenwech - sel vollzog sich auch in diesem Jahr weiter. Die beiden seit Juli 2020 im Sprecher*innen-Kreis hos- pitierenden Vertreter der AG Selbsthilfe wurden im Oktober 2021 als Sprecher für ein Jahr in den Sprecher*innen-Kreis gewählt. Alle von der Selbsthilfe-Kontaktstelle organisier - ten Treffen und Fortbildungen für Selbsthilfegrup- pen im Überblick: Treffen im Rahmen des Selbsthilfebeirates: Informationsveranstaltung „Die finanzielle Förderung der Selbsthilfe in Köln im Jahr 2021 – 1 Treffen. Treffen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe: Sprecher*innenkreis-Treffen - 11 Treffen; Treffen der AG Selbsthilfe - 1 Treffen; Austauschtreffen der Elterngruppen, -initiativen und –vereine - 1 Treffen; Virtuelle gruppenübergreifende Austausch- treffen - 4 Treffen. Fortbildungen und Workshops: „Die Nutzung digitaler Medien für Selbsthilfe - gruppen” (2 Online-Seminare), Referent*innen: Renate Mitleger-Lehner, Rechts- anwältin und Autorin und Florian Gress, GF Com- puty GmbH & Co. KG; „Suizidalität - eine Herausforderung für alle Be - teiligten” (2 Online-Seminare), Referentin: Martina Nassenstein, Diplom Sozial - arbeiterin, Systemische Therapeutin / Familien - therapeutin, Supervisorin i. A.; 17 „Supervision” (4 Online-Seminare) Referent: Georg Meurer, Supervisor (DGSv); „Was macht mich stark? Resilienz fördernde Möglichkeiten für Selbsthilfegruppen” (1 Online-Seminar), Referentin: Ines Krahn, Dipl.- Sozialpädagogin, Coach und Moderatorin; „Lachen ist gesund - auch ohne Grund” (1 Online- Seminar), Referentin: Veronika Spogis, Lach-Yoga- Lehrerin der Laugher-Yoga University Internatio - nal, Dipl.-Pädagogin; „Corona - eine Chance für unsere Selbsthilfegrup- pe!? Was hält unsere Gruppe zusammen?” (2 On - line-Seminare), Referentin: Claudia Daubenbü - chel, Dipl.-Sozialarbeiterin, Supervisorin (DGSv); „Achtsames Sprechen und Hören mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg” (2 Online-Seminare), Referent: Andreas Smolen, Trainer und Coach für die Gewaltfreie Kommunikation; „Gelassen, sicher und klar. Wie uns Achtsamkeit in herausfordernden Zeiten hilft” (2 Online-Semina - re), Referentin: Katrin Röntgen, (Online-)Trainerin, Coach, Achtsamkeitstrainerin, Theaterpädagogin; „Improvisationstheater: Ein Kurzurlaub für Körper und Seele. Abschalten - Lachen - Lernen” (Präsenz- veranstaltung), Referent: Markus Hahn, Mitarbei - ter der Improschule clamotta GbR; „Gesprächsleitung in Gruppen. Aufgaben und Rolle - Umgang mit Störungen - Moderationstech- niken” (2 Präsenzveranstaltungen), Referentin: Valeria Aebert, Dipl.-Pädagogin, Super- visorin (DGSv), freiberufliche Moderatorin. Die geplante virtuelle Fortbildung „Rechte Sprü- che und Parolen: Strategien im Umgang mit dis- kriminierenden Äußerungen” konnte leider auf- grund geringer Anmeldezahlen nicht stattfinden. F ortbildungsangebot für Selbsthilfegruppen in Köln goes virtuell Januar bis Mai 2021 F ortbildungsangebot für Selbsthilfegruppen in Köln präsent + virtuell 01. September bis 31. Dezember2021 F ortbildungsangebot für Selbsthilfegruppen in Köln stays virtuell 01. Mai bis 31. August 2021 18 Virtuelles Haus der Selbsthilfe Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe ist ein Digitalisierungsangebot für Kölner Selbsthilfegruppen. Als Re - aktion auf die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Einschränkungen bietet diese Videokonfe - renz-Plattform Kölner Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, sich virtuell auszutauschen. Anders als viele kommerzielle Angebote ist diese Videokonferenzplattform datenschutzkonform, kostenlos sowie mög - lichst barrierearm und an die Bedürfnisse von Selbsthilfegruppen angepasst. Als solches war es das erste entsprechende Angebot für Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland. Dem Datenschutz wird dadurch Rechnung getragen, dass zum einen die Open-Source-Software „Jitsi- Meet“ verwendet wird. Zum anderen ist der Standort des verwendeten Servers in Deutschland. Mit Hilfe von freiwilligen Tester*innen aus dem Sprecher*innen-Kreis der Kölner AG Selbsthilfe wurde dieses An- gebot mehrere Wochen lang geprüft und die aus dieser Testphase gewonnenen Erkenntnisse genutzt, um die Endnutzer-Plattform anzupassen. Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe begann seine Testphase im Juli 2020 und startete für alle Kölner Selbst- hilfegruppen im September 2020. Begleitet durch Einführungsveranstaltungen für die Selbsthilfeaktiven sowie einer ausführlichen Dokumentation, nutzten seitdem über 30 Kölner Selbsthilfegruppen dieses Angebot bis zum Oktober 2021 regelmäßig. Aus den Erfahrungen dieses Projekts entwickelte der Paritätische NRW das landesweite Nachfolgeprojekt „Virtuelles Haus der Selbsthilfe NRW“ . Weiterentwickelt, um den Ansprüchen und Bedarfen von Selbsthil- fegruppen noch gerechter zu werden, bietet es seit November 2021 Nutzer*innen die Möglichkeit, noch autonomer ihre Treffen dort zu organisieren, wobei die eingangs genannten Vorteile gewahrt bleiben. 18 19 Kölner Haus der Selbsthilfe Das Kölner Haus der Selbsthilfe umfasst 2 Grup - penräume, eine Teeküche sowie Sanitärräume in den Räumlichkeiten der Selbsthilfe-Kontaktstel- le Köln und steht Kölner Selbsthilfegruppen als Unterstützungsleistung zur Verfügung. Die beiden Gruppenräume werden regelmäßig von 60 Kölner Selbsthilfegruppen für Treffen genutzt. Neben allgemein bekannten Sicherheitsmaßnah- men und einer Erhöhung der Frequenz der Grund- reinigung der Räumlichkeiten hatte das Hygiene - konzept zur Folge, dass die Teilnehmer*innenzahl in den beiden Räumen anfangs auf 5 bzw. 8 Perso- nen limitiert werden musste. Diese Beschränkung konnte erst im Herbst auf 12 bzw. 16 Personen er - höht werden. Im Rahmen allgemeiner Modernisierungsmaßnah men wurde in beiden Gruppenräumen der Fußbo- den sowie die Wandfarbe erneuert und damit all - ergikerfreundlich gestaltet. Darüber hinaus wurde auch der Eingangsbereich neu gestaltet, damit im Frühjahr 2022 dort ein Plattform-Lift installiert werden kann, der einen barrierefreien Zugang zu dem Kölner Haus der Selbsthilfe ermöglichen wird. 20 Gremien und Arbeitskreise Das Ziel der Selbsthilfe-Kontaktstelle ist ein selbst- hilfefreundliches Köln. In diesem Rahmen verfolgt die Kontaktstelle die Stärkung der Selbsthilfe durch Vernetzung mit professionellen Institutionen so - wie die Beteiligung in Facharbeitskreisen und Gre- mien der Stadt Köln. Hierzu unterstützt die Selbst- hilfe-Kontaktstelle beteiligte Vertreter*innen von Selbsthilfegruppen durch Informationsaustausch und Fortbildungsangebote. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bzw. die Arbeitsge - meinschaft Selbsthilfe sind in folgenden Gremien und Arbeitskreisen vertreten: Anhörungen im Rahmen von Planfeststellungs- verfahren Fachausschüsse des Rates Kommunale Konferenz Alter und Pfl ege Kommunale Gesundheitskonferenz Stadt AG Behindertenpolitik Gesunde Städte-Netzwerk Regionalkonferenz im LVR Ethik-Kommission der Uni- versitäts-Klinik Köln Wahlausschuss der Stadt AG Behindertenpolitik AK BarrierefreiBeratung gemäß § 116 SH-Kontaktstelle und Selbsthilfe vertreten AG Selbsthilfe in Vertretung für SH-Kontaktstelle Köln Selbsthilfegruppen vertreten Gremien mit Beteiligung der SH-Kontaktstelle / AG Selbsthilfe Schwerpunkte der Interessensvertretung: Kommunale Gesundheitskonferenz Die Kommunale Gesundheitskonferenz bie - tet den Selbsthilfegruppen vor allem über ihre Arbeitsgruppen die Möglichkeit, ihre Themen und Anliegen einzubringen. Eine Arbeitsgruppe ist u.a. der Selbsthilfebeirat, dessen Vorsitz der Selbsthilfe-Kontaktstelle obliegt. Dadurch ist die Selbsthilfe-Kontaktstelle auch in den Arbeitsgrup- pensprecher*innen-Treffen vertreten. Stadt-AG Behindertenpolitik Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik vertritt die Interessen der Menschen mit Behinde - rungen gegenüber politischen Gremien und Ein - richtungen der Stadt Köln. Mit Beginn der neuen Ratsperiode vertritt die Selbsthilfe-Kontaktstelle den Paritätischen Köln dort als stimmberechtigtes Mitglied. Darüber hinaus ist die Selbsthilfe-Kon - taktstelle auch vertreten im Wahlausschuss der Stadt-AG Behindertenpolitik. Aufgabe des Wahl- ausschusses ist die Besetzung vakanter Posten in der Stadt-AG Behindertenpolitik sowie Nominie - rung sachkundiger Einwohner*innen in den Aus - schüssen des Rates der Stadt Köln. Neu hinzugekommen ist im Jahr 2021, dass zwei Vertreter aus dem Sprecher*innen-Kreis der AG Selbsthilfe die Selbsthilfelandschaft Kölns als Pa - tient*innen-Vertreter in der Ethik-Kommission der Universitäts-Klinik Köln repräsentieren. 21 Fachliche Einbindung Wie alle Selbsthilfe-Kontaktstellen des Paritätischen in NRW stehen die Mitarbeiter*innen in fachlichen Austausch mit den Kolleg*innen der paritätischen Kontaktstellen sowie mit allen anderen Kontaktstellen in NRW. Landesarbeitskreis Selbsthilfe-Kontakstellen NRW AG Selbsthilfe-Kontaktstellen + Büros im Paritätischen NRW Regionaltreff en der SH-Kontaktstellen AK IKÖ der SH-Kontakstellen in NRW AG Selbsthilfe in die Lehre bringen Selbsthilfe-Akademie NRW Fachliche Einbindung 22 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, angebunden an die Selbsthilfe-Kontaktstelle im Herzen von Köln, ist ein Projekt des Landes NRW und der Lan - desverbände der Pflegekassen. Das Projekt wurde 2017 ins Leben gerufen und im Sommer 2020 um drei weitere Jahre verlängert und personell ausge- baut, um die Selbsthilfe pflegender Angehöriger zu stärken. Aktuell teilen sich zwei Fachkräfte mit jeweils 9,75 und 10 Stunden die Aufgabe. Das Jahr 2021 hat weiterhin die Pandemie be - stimmt. Im Sommer gab es ein kleines Aufatmen und erste Gesprächskreise wagten wieder Präsenz- treffen. Der Bedarf nach Austausch und Entlas- tung ist hoch, aber die Sorge vor einer möglichen Ansteckung höher, sodass es um einige Gesprächs- kreise noch ruhig blieb. Mitte März wagte das Kontaktbüro Pflege - selbsthilfe daher den Versuch zweier digitaler Gesprächskreise und ein digitales Yoga-Angebot in Kooperation mit dem Verein Yoga hilft e.V.. Der Gesprächskreis allgemein für pflegende Angehö - rige wird von den Mitarbeiterinnen des Kontakt - büros betreut und findet jeden dritten Mittwoch im Monat in den Abendstunden statt, um auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Der digitale Gesprächskreis für Zugehörige von jungen Demenzerkrankten fand von April bis September jeden zweiten Mittwoch im Monat in Kooperation mit einer Mitarbeiterin der Alexianer statt. Allerdings wurde der Gesprächskreis mangels Teilnehmer*innen eingestellt. Wogegen sich der digitale Austausch allgemein für pflegende Ange - hörige und das Sportangebot fest etablierten. Neben den digitalen Angeboten befinden sich aktuell 14 weitere Gesprächskreise in der Förde - rung des Kontaktbüros. Darüber hinaus gibt es aber noch eine Vielzahl an weiteren Gruppen, die sich in anderer Förderung befinden. Derzeit sind ca. 20 weitere Gruppen aufgelistet, in die das Kon- taktbüro Pflegeselbsthilfe ebenfalls vermittelt. Ein weiterer großer Bestandteil der Arbeit, neben der Beratung und Vermittlung zu Gesprächskrei - sen, besteht aus dem regelmäßigen Kontakt und Austausch mit einer Vielzahl an Kooperationspart- nern*innen, wie z.B. mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe und dem Regionalbüro Alter Pflege und Demenz sowie mit den Kolleg*innen der Kontakt - büros NRW und der AOK. Gemeinsam wurden Angebote für die Zielgruppe geplant und umge - setzt, um das Thema Pflegeselbsthilfe sichtbar zu machen, aber auch um über andere Thematiken zu informieren und diskutieren. 23 23 So gab es z.B. im Sommer den Tag für pflegende Angehörige, der aus einem bunten Programm bestand. Gefüllt mit unterschiedlichen Vorträ - gen, u.a. zu den Themen Bewegung im Alter und Betreuungsrecht, aber auch einem Markt der Mög- lichkeiten. Auch der Verein „Radeln ohne Alter” war mit dabei und bot Rikschafahrten durch den Grün- gürtel an. Abgerundet wurde der Tag von einem Theaterstück mit dem Titel „Über die Trauer hin - aus“ , bei dem die Puppenspielerin ohne Worte den Weg der Trauer zweier Personen aufzeigt. Neben dem Aktionstag gab es noch weitere Angebote und Beteiligungen des Kontaktbüros, wie unter anderem Marktstände, die Beteiligung am Projekt „Pflegeguide” , und an der Telefonak - tion: Expert*innen beantworten Ratsuchenden Fragen zum Thema Alter, Pflege und Demenz sowie die Planung und Beteiligung an der Vortragsreihe „Zeit für mich“ . 24 Fazit und Ausblick Auch das Jahr 2021 stand weiterhin unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des gesellschaft - lichen Lebens und wird uns als Gesellschaft auch im Jahr 2022 noch begleiten. Im Vergleich zum Jahr 2020 haben wir jedoch festgestellt, dass wir als Selbsthilfe-Kontaktstelle sowie die vielen Selbsthilfeaktiven in Köln aus den gemachten Erfahrungen gelernt haben und so auf die wiederkehrenden Herausforderungen, welche sich aus den notwendigen gesellschaftlichen Ein - schränkungen ergaben, flexibel reagieren konn - ten. Ein Schlüssel hierfür war zum einen die verstärk - te Nutzung von digitalen Inhalten und Kanälen. Seit Januar 2021 nutzt das Team der Selbsthilfe- Kontaktstelle Köln einen eigenen Facebook-Ka - nal, um Selbsthilfeaktive und interessierte Bür - ger*innen sowie Kooperationspartner*innen über das Thema Selbsthilfe in Köln zu informieren. In diesem Zuge haben wir auch die technische Aus - stattung der Mitarbeiter*innen der Kontaktstelle entsprechend angepasst. Zum anderen war es auch die inhaltliche Ausrichtung unseres Fortbildungsprogramms, welches begleitend die zahlreichen Selbsthilfe- aktiven unterstützen konnte. Lag der Schwerpunkt im Jahr 2020 noch auf Grundlagen der Digitalisie - rung (beispielsweise Technik und Datenschutz), war es im vergangenen Jahr die stärker in den Vordergrund tretenden Themen der Stressbewäl- tigung und Ressourcenaktivierung. Auf Anregung aus der AG Selbsthilfe werden wir im kommenden Jahr einen weiteren Fortbildungsschwerpunkt auf die Stabilisierung der Gruppen legen. Stabilisierend auf die Selbsthilfe-Landschaft Köln wirkte sich im vergangenen Jahr auch die Fort - führung des Virtuellen Haus der Selbsthilfe Köln aus. Als bundesweit erstes kostenlose Video- Konferenzsystem, das auf die Bedarfe von Selbst - hilfegruppen zugeschnitten war, konnte es vielen Kölner Gruppen helfen, in Zeiten von kontakt- reduzierenden Maßnahmen ihr Gruppenleben aufrecht zu erhalten. Insgesamt nutzen knapp über 30 Kölner Selbsthilfegruppen dieses Ange - bot regelmäßig. Angestoßen von diesem Projekt entschied sich der Paritätische Landesverband NRW dieses Unterstützungsangebot aufzugreifen und ein weiterentwickeltes System für alle Selbst - hilfegruppen in Nordrhein-Westfalen anzubieten. So ging im Winter 2021 das Kölner Angebot in das Virtuellen Haus der Selbsthilfe NRW über. Alle diese stabilisierenden Unterstützungsan - gebote konnten jedoch nicht verhindern, dass sich im vergangenen Jahr – teilweise seit lan- 25 ger Zeit bestehende – Selbsthilfegruppen unter dem Druck der Covid-19-Pandemie aufgelöst ha - ben. Dies bedauern wir zutiefst und hoffen, dass diese Entwicklung in den kommenden Monaten mit Gruppeneugründungen wieder kompensiert werden kann. Abschließen soll der Ausblick damit enden, dass im Sommer 2022 Marina Kollmann vollumfänglich aus ihrer Elternzeit in die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln wiederkehren wird und ihre Elternzeitvertre- tung Kristin Maletz uns somit wieder verlässt. An dieser Stelle möchten wir Kristin Maletz für ihren Einsatz und die neuen Impulse herzlich danken. März 2022 25 Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln Montag bis Donnerstag, 9.00- 16.00 Uhr und Freitag 9.00- 12.30 Uhr Marsilstein 4-6, 50676 Köln 0221 95 15 42 23 selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org www.selbsthilfekoeln.de Telefonische Informationen zu Selbsthilfegruppen 0221 95 15 42 16 Montag und Donnerstag, 9.00- 12.30 Uhr Mittwoch, 14.00- 17.30 Uhr Türkische Information 0221 95 15 42 56 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Köln 0221 95 15 42 33 Mittwoch 10.00- 12.00 Uhr pflegeselbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org Persönliche Beratung nach Vereinbarung 28 Impressum Herausgegeben von: Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln im Paritätischen Marsilstein 4-6, 50676 Köln v.i.S.d.P . Steven Adam Druck: Wir machen Druck, Backnang-Waldrems Auflage: 100 Bildnachweis Titelbild: HilkeFromm / pixabay.com Köln, März 2022
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    DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 1 von 4 Selbsthilfe-Kontaktstelle | Marsilstein 4-6 | 50676 Köln Köln Marsilstein 4-6 50676 Köln Telefon: 0221/951542-23 Telefax: 0221/951542-42 www.selbsthilfekoeln.de selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org Rückfragen: Steven Adam Öffnungszeiten: MO - DO: 9 - 12.30 + 13 - 16 Uhr FR: 9 - 12 Uhr Stadt Köln Amt für Soziales, Arbeit und Senioren Andrea Kreß Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln 22.02.2022 Förderung der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales und Senioren und den Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich Bericht der Selbsthilfe -Kontaktstelle Köln Verwendungsnachweis 2021 Selbsthilfeförderung 2021 2021 standen uns insgesamt 93.159,14 € zur Förderung der Selbsthilfegruppen zur Verfügung. Die Summe setzt sich wie folgt zusammen: 18.327,90 € Übertrag aus der Selbsthilfeförderung 2020 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 18.302,90 €, Selbsthilfe-Kontaktstelle 25,00 €) und neu 74.831,24 € Zuwendungen aus 2021 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 37.669,80 €, Gesundheitsamt 37.161,44 €). Verteilt auf die beiden Ämter standen uns seitens des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren insgesamt 55.972,70 € und seitens des Gesundheitsamtes 37.161,44 € zur Verfügung. Von dem uns zur Verfügung stehenden Betrag in Höhe von 93.159,14 € haben wir 35.574,26 € wie folgt verausgabt: 16.072,46 € wurden an 42 Selbsthilfegruppen ausgezahlt. 8.277,30 € wurden für übergreifende Aktivitäten und Anschaffungen verwendet. 11.224,50 € erhielt die Selbsthilfe-Kontaktstelle für ihren Verwaltungsaufwand. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 2 von 4 Zu den Gruppenanträgen im Einzelnen Es wurden 47 Gruppenanträge aufgenommen. An 42 Gruppen wurden Fördermittel ausgezahlt. Bei den 5 nicht geförderten Gruppen haben 4 Gruppen ihren Antrag nicht konkretisiert. Hier gehen wir davon aus, dass sie ausreichend andere Fördermittel erhalten haben oder der Förderbedarf so gering war, dass er aus Eigenmitteln finanziert wurde. Ein Antrag wurde aufgrund eines fehlenden Fehlbedarfs abgelehnt. 30 Gruppen wurden mit einem Betrag bis zu 500 € gefördert, bei 10 Gruppen lag der Förderbetrag zwischen 500 € - 1.000 €, 2 Gruppe erhielten eine Förderung zwischen 1.000 €- 1.900 €. Die Förderinhalte verteilten sich auf das gesamte mögliche Förderspektrum. 30 Gruppen erhielten eine Erstattung der Telefonkosten. 19 Gruppen wurden Mietkosten erstattet. 6 Gruppen wurden mit Fahrtkosten gefördert, fünf Gruppen mit Portokosten. 9 Gruppen erhielten eine Förderung für Büromaterial, eine Gruppe für Kopierkosten. Mit unterschiedlichen Inhalten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden zwei Gruppen gefördert. Eine Förderung für Fachliteratur erhielten 6 Gruppen, sowie weitere vier Gruppen für technische Geräte. Mit Kostenerstattungen fürs Internet wurden 9 Gruppen unterstützt. Zu den übergreifenden Anschaffungen und Aktivitäten Wie im Vorjahr wurden Verbrauchsmittel für das Haus der Selbsthilfe finanziert, sowie zusätzliche Kosten im Rahmen des notwendigen Hygieneschutzkonzepts übernommen. Für einen virtuellen Info-Abend wurde ein Honorar für einen Schriftdolmetscher finanziert. Im Bereich gruppenübergreifende Öffentlichkeitsarbeit flossen Mittel in die Aktualisierung der Wegweiser-Broschüre („Selbsthilfegruppen in Köln von A-Z“). Der Schwerpunkt der übergreifenden Förderung waren Fortbildungen: Neben der Fortführung der Fortbildung im Bereich der Digitalisierung lag ein weiterer Schwerpunkt im Bereich der Resilienz. Wie in den Vorjahren fanden auch wieder gruppenübergreifende Supervisionen statt. Um den Selbsthilfegruppen in den Zeiten der kontaktreduzierenden Maßnahmen die Möglichkeit zum Austausch zu bieten, wurde das „Virtuelle Haus der Selbsthilfe Köln“ - ein Video-Konferenzsystem, das an die besonderen Erfordernisse der Selbsthilfegruppen (insb. bzgl. des Datenschutzes) angepasst wurde - weitergeführt. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 3 von 4 Erfahrungen und Fazit der Selbsthilfe -Kontaktstelle Die Anzahl der Anträge 61 (Vorjahr: 73) war niedriger als im vergangen Jahr. Dies betraf neben den Anträgen einzelner Gruppen auch die der gruppenübergreifenden Art. So wurden 2021 nur 42 einzelne Gruppen (Vorjahr: 44) gefördert. Erstmalig gefördert wurden 9 Gruppen (Vorjahr: 9). Dies zeigt sich zudem auch in der Summe der an einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel. So wurden 2021 insgesamt 16.072,46 € im Gegensatz zu 19.088,94 € im Jahr 2020 verausgabt. Im Detail sieht es so aus, dass die Anzahl der Gruppen, die weniger als 500 € erhielt, sich etwas erhöht hat: 30 Gruppen in 2021 (Vorjahr: 29). Die Anzahl der Gruppen mit einem Förderbetrag zwischen 500-1.000 Euro ist auf 10 Gruppen gesunken (Vorjahr: 14). Über 1.000 Euro erhielten zwei Gruppen (Vorjahr: 1). Die Anzahl der gruppenübergreifenden Anträge ist in diesem Jahr hingegen gesunken. Dies spiegelt sich in den ausgezahlten Fördermitteln in Höhe von 16.072,46 €, die sich im Vergleich zum Vorjahr (2020: 59.678,86 €) stark verringert haben, wider. Gründe dafür sind, dass Aktivitäten für den Bereich übergreifende Öffentlichkeitsarbeit sowie weiterer Unterstützungsleitungen im Vorjahr erbracht wurden, so dass in diesen Bereichen im Folgejahr weniger finanzieller Förderbedarf bestand. Wie im Vorjahr haben wir mit mehreren Gruppen die Anträge gemeinsam ausgefüllt. Der Unterstützungsbedarf ist insbesondere für neue Gruppen und Personen, die erstmalig einen Antrag stellen, hoch. Wir sind Ansprechperson für Gruppen mit eher geringem oder schwankendem Förderbedarf, für neue Gruppen und Gruppen in besonderen Situationen, wie z.B. die Gruppen, die aktuell nicht in der Lage sind, in Vorleistung zu gehen, Anträge auszufüllen, Belege in ordnungsgemäßer Form vorzulegen sowie Fristen einzuhalten oder ein Gruppenkonto zu führen. Schwierig ist für uns nach wie vor, dass bei wechselnden Ansprechpersonen oft keine interne Übergabe stattfindet. Die Restsumme in Höhe von 57.584,88 € (Gesundheitsamt 17.996,78 €, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 39.588,10 €) würden wir gerne für übergreifende Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit – hervorzuheben ist hier die bundesweite Aktionswoche „Wir hilft“ im September 2022 - sowie Fortbildungen und dringend benötigte Anschaffungen und Erneuerungen im Bereich der Barrierefreiheit sowie Wahrung der Privatsphäre für das Haus der Selbsthilfe verausgaben. Die geförderten Gruppen und der Sprecher*innenkreis der AG Selbsthilfe im Paritätischen bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung durch die Stadt Köln. Steven Adam Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln

Beratungsverlauf

  1. 18.08.2022

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 12.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 23.08.2022 zuletzt

    Gesundheitsausschuss

    TOP 6.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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