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Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen Bilanz per 31.12.2005 / Verwendung des Jahresergebnisses
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10. Ale 12. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen vom 01.01.2005 bis 31.12.2005 . Erlöse aus Kostensätzen . Umsatzerlöse Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuweisungen und Zuschüssen zur Finanzierung des Anlagevermögens sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -davon für behinderte Werkstattbeschäftigte Euro 2.458.976,90 Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -davon für Altersversorgung Euro 266.170,93 Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sonstige betriebliche Aufwendungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Jahresgewinn Geschäftsjahr Euro Euro 6.548.493,82 798.760,92 1.760,43 89.223,91 218.629,79 30.172,51 2.481.041,80 2.511.214,31 3.042.005,15 905.500,36 3.947.505,51 240.607,85 701.406,44 67.585,81 18.664,33 301.535,38 Anlage _2
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Magistratsvorlage vom 22.08.2007
Verwendung des Jahresergebnisses 2005
Begründung:
Die Betriebskommission hat in ihrer Sitzung am 21. Juni 2007 die von der WITAG Revision-AG geprüften Jahresabschlüsse der Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen genehmigtund einstimmig beschlossen, den Jahresgewinn des Eigenbetriebes per 31.12.2005 auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Wir bitten um Beschlussfassung durch den Magistrat und dieStadtverordnetenversammlung.
Darmstadt, 23. August 2007
Dezernat II Dezernat V
Wolfgang Glenz Jochen Partsch
Bürgermeister Stadtrat
Anlagen
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2 ) W \ WITAG-REVISION AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT E. Feststellungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen Die von der Kasse der Stadt Darmstadt verwalteten Bücher des Eigenbetriebs sind ord- nungsgemäß geführt und ermöglichen einem sachverständigen Dritten in angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und die Lage des Eigenbetriebs. Die kameralistische Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Be- stimmungen der Betriebssatzung. Ein- und Auszahlungen werden ausschließlich über Konten der Stadtkasse getätigt und mittels Verrechnungskonten dem Eigenbetrieb zugeordnet. Die Erfassung dieser Ge- schäftsvorfälle erfolgt über ein hauseigenes EDV-System. Die Lohn- und Gehaltsabrech- nungen werden ebenfalls von der Stadtverwaltung vorgenommen. Die Anlagenbuchhal- tung entspricht den Erfordemissen des Eigenbetriebsgesetzes (Formblatt 4). Die im Rahmen der Kameralistik erstellte Haushaltsrechnung wird vom Eigenbetrieb im Rahmen der Abschlusserstellung an die Erfordernisse der kaufmännischen doppelten Buchführung gemäß den $$ 20 ff. EigBGes Hessen angepasst. 2. Vorjahresabschluss Der Eigenbetrieb wurde zum 01. Januar 2005 gegründet. 97 05225 Seite 15 wa W \ WITAG-REVISION AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT 3. Jahresabschluss Der Jahresabschluss 2005 wurde nach den Vorschriften des Hessischen Eigenbetriebsge- setzes aufgestellt. Nach $ 22 EigBGes Hessen finden dabei die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften Anwendung, soweit sich aus dem EigBGes Hessen nichts anderes ergibt. Ansatz-, Ausweis- und Bilanzierungsvorschriften wurden beachtet. Der Anhang enthält alle erforderlichen Angaben. Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 ist ordnungs- gemäß aus den Büchern und den weiteren erforderlichen Unterlagen des Eigenbetriebs entwickelt worden. Die Aufgliederung und Erläuterung aller Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlust- rechnung erfolgt im Erläuterungsteil (Anlage 8). 4. Lagebericht Der Lagebericht der Betriebsleitung entspricht den gesetzlichen Vorschriften; er steht im Einklang mit dem Jahresabschluss sowie mit den von uns bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen. Er vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Er genbetriebs. Unsere Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass im Lagebericht die we- sentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. 97 05225 Seite 16 F} W Aa WITAG-REVISION AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Wesentliche Bewertungsgrundlagen Die wesentlichen Bewertungsgrundlagen sind im Anhang erläutert. Der Eigenbetrieb hat die auf die Eröffnungsbilanz angewandten Bewertungsgrundsätze beibehalten. 2. Zusammenfassende Beurteilung Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs vermittelt. Im Einzelnen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Ertragslage sowie zur Vermö- gens- und Finanzlage. Weitere Aufgliederungen und Erläuterungen von ausgewählten Posten des Jahresabschlusses enthalten der Anhang sowie die Anlage 8 zu diesem Be- richt. 97 05225 Seite 17
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 03.09.2007 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat V Dezernat V Dezernat II Amt: Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Öffentlich: Verteiler: Vorlage-Nr. 2007/0514 Magistratsbeschluss-Nr. 570 Betreff: Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen Bilanz per 31.12.2005 / Verwendung des Jahresergebnisses Vorlage vom: 22. 8.2007 Beschlussvorschlag: Der Magistrat genehmigt den von der WITAG Revision-AG geprüften Jahresabschluss 2005 und beschließt, den Jahresgewinn 2005 auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Anlagen: Begründung der Dezernate Beschluss der Betriebskommission Bericht über die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2005 Bilanz per 31.12.2005 Gewinn- u. Verlustrechnung per 31.12.2005 Lagebericht Bestätigungsvermerk der WITAG Ordnungsmäßigkeit der Buchhaltung Beschluss des Magistrats vom 19.09.2007 Der Vorlage wird zugestimmt.
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AAF W WITAG-REVISION AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen Bericht über die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 20,05
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BILANZ Anlage _1 Blatt Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen zum 31. Dezember 2005 AKTIVA A. Anlagevermögen I. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücks- gleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2. Maschinen und maschinelle Anlagen 3. Betriebs- und Geschäftsaus- stattung 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. Waren Il. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen an die Kosten- träger nach SGB 3. Forderungen an die Wissen- schaftsstadt Darmstadt 4. sonstige Vermögensgegenstände Ill. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiro- guthaben, Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.12.2005 Euro Euro 11.240.911,00 302.812,50 219.694,05 0,00 11.763.417,55 19.737,27 14.987,57 34.724,84 132.250,48 413.144,14 805.536,46 885,16 1.351.816,24 4.666.144,82 29.955,45 17.846.058,90 01.01.2005 Euro Euro 11.361.607,00 ° 347.028,29 252.538,80 0,00 11.961.174,09 22.727,43 16.748,00 39.475,43 90.483,14 919.144,87 785.309,28 29.428,67 1.824.365,96 3.966.981,87 30.094,15 17.822.091,50 BILANZ Anlage 1 Blatt Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen PASSIVA Eigenkapital I. Stammkapital Il. Rücklagen 1. allgemeine Rücklage Ill. Gewinn / Verlust 1. Gewinn des Vorjahres 2. Jahresgewinn . Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen zur Finanzierung des Anlagevermögens . Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. sonstige Rückstellungen . Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 40.361,07 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 3. Verbindlichkeiten gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 812.941,19 4. sonstige Verbindlichkeiten - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr Euro 5.084,29 - davon aus Steuern Euro 0,00 zum 31. Dezember 2005 31.12.2005 Euro Euro 1.000.000,00 11.895.482,91 0,00 301.535,38 301.535,38 2.218.291,82 317.225,00 652.489,74 969.714,74 643.108,57 0,00 812.841,19 5.084,29 1.461.034,05 17.846.058,90 01.01.2005 Euro Euro 1.000.000,00 11.895.482,91 0,00 0,00 0,00 2.307.515,73 294.121,00 569.933,36 864.054,36 682.647,31 4.398,08 1.062.908,82 5.084,29 1.755.038,50 17.822.091,50
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Anlage _4 Blatt | Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtung Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 Lagebericht Anschrift: Schreberweg 2 Träger des Eigenbetriebes: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt Gründung: Mit Wirkung vom 01.01.2005 wurden die bisherigen Be- triebszweige Unterabschnitt 4330 „Darmstädter Werkstätten für Behinderte“ und Unterabschnitt 4335 Wohneinrichtung „Kurt-Jahn-Anlage“ zu einem neu gegründeten Eigenbetrieb als Sondervermögen der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammengeführt. Die Darmstädter Werkstätten für behinderte Menschen be- stehen bereits seit 1968. 1968 Gründung der Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung 1981 Eröffnung einer Zweigwerkstatt für Menschen mit psychischer Erkrankung 1981 Eröffnung der Wohneinrichtung „Kurt-Jahn-Anlage“ Zweck und Aufgabe: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt mit den Behin- derteneinrichtungen Hauptwerkstatt im Schreberweg 2 Zweigstelle im Heimstättenweg 99 Wohneinrichtung „Kurt-Jahn-Anlage“ mit den Außen- wohngruppen und dem Betreuten Wohnen ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke gemäß der AO. nm. Anlage 4 Blatt 2 Werkstätten Die Werkstätten sind nach & 136 Abs. 1 SGB IX Einrichtungen zur Teilhabe und zur Eingliederung in das Arbeitsleben, um den behinderten Menschen eine angemesse- ne berufliche Bildung und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung angemesse- nen Arbeitsentgelt anzubieten. Das gesetzliche Ziel der Werkstätten ist es, durch berufliche Bildung die Leistungsfä- higkeit der Menschen mit Behinderungen zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzu- gewinnen und dabei die Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Werkstätten unterliegen einer gesetzlichen Aufnahmeverpflichtung und haben allen behinderten Erwachse- nen offen zu stehen, sofern freie Plätze vorhanden sind und die Kostenfrage geklärt ist. Die behinderten Menschen haben einen Rechtsanspruch auf die besonderen be- rufsfördernden Leistungen und einen „arbeitnehmerähnlichen Status“. In Werkstatt- verträgen werden die einzelnen Regelungen festgelegt. Der Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen bietet Menschen mit geistiger Behinderung und Menschen mit psychischer Erkrankung nach der Schulzeit die Möglichkeit im Alter bis 65 Jahre einer geregelten Beschäftigung nach- zugehen. Die ersten beiden Jahre in der Werkstatt sind eine Art Ausbildung (Eingangsverfah- ren und Berufsbildungsbereich), in denen Kenntnisse und Fertigkeiten aus der Werk- stattarbeit vermittelt werden. Gleichzeitig sind in dieser Zeit Neigungen und Stärken der zu betreuenden Menschen festzustellen. Nach dem Berufsbildungsbereich erfolgt ein Wechsel in den so genannten Arbeitsbe- reich. Die Verdienstmöglichkeiten liegen hier je nach Leistungsvermögen und unter Beachtung sozialer Komponenten zwischen 100,00 € und 500,00 € monatlich. Zur Deutschen Rentenversicherung werden einheitliche Abgaben je behinderte/er Mitar- beiterin oder Mitarbeiter in Höhe von 80 % des Durchschnittverdienstes eines deut- schen Arbeitnehmers, Bezugsgröße 2005 = 1.932,00 € 2006 = 1.960,00 €, monatlich entrichtet. Daraus erhalten behinderte Werkstattbeschäftigte nach 20 Jahren Zuge- hörigkeit eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Anlage _4 Blatt 3 Tagesförderstätte Die Tagesförderstätte, eine Einrichtung für schwerst- und mehrfach behinderte Men- schen, hat 12 Betreuungsplätze und wurde unter dem Dach der Werkstatt im Schre- berweg im Jahr 1990 eingerichtet. Die Tagesförderstätte bietet den pflegebedürftigen schwerst- und mehrfach behinder- ten Menschen Hilfen bei der Kommunikation und Gruppenfähigkeit, sie leitet zur Selbständigkeit im lebenspraktischen Bereich an und übt die Verbesserung der Moto- rik. Darüber hinaus werden kreative Übungen wie Malen und Werken, Formen und Bauen sowie Musizieren durchgeführt, um den schwerst- und mehrfach behinderten Menschen Geborgenheit und liebevolle Zuwendung zu geben. Wohneinrichtungen Die Wohneinrichtungen „Kurt-Jahn-Anlage“ mit Außenwohngruppen und Betreutem Wohnen sollen Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit bieten, unter Anleitung von Fachpersonal aus unterschiedlichen Berufsgruppen ein weitgehend eigenständiges Leben zu führen. Im Wohnbereich mit dem stationären Wohnen in der „Kurt-Jahn-Anlage“ mit rd.80 Plätzen, in einer Außenwohngruppe mit 3 Plätzen und im Betreuten Wohnen mit zz. 9 Plätzen soll Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit gegeben werden, ihren Privatbereich selbst zu gestalten und weitgehend nach eigenen Vorstellungen zu leben. Ein Einzug erfolgt hauptsächlich dann, wenn Angehörige verstorben sind oder alters- bedingt oder auch berufsbedingt, wenn die notwendige Betreuung nicht mehr ge- währleistet werden kann. Ein Verbleib bis zum Lebensende ist vorgesehen. Der stationäre Wohnbereich gliedert sich in Wohnen mit gleichzeitigem Arbeiten in der Werkstatt Wohnen - Altersheim (ohne zu arbeiten) Wohnen - Pflegeeinrichtung Anlage _4 Blatt 4 Ab dem 01.01.2005 regelt das SGB XII die Sozialhilfe und hat damit das bisher gel- tende Bundessozialhilfegesetz abgelöst. In wieweit das neue Gesetz für Menschen mit Behinderungen von besonderer Bedeutung ist, wird zukünftig von Interesse sein. Die Einrichtungen finanzieren sich hauptsächlich durch die Kostensätze der überörtli- chen Sozialhilfeträger. Sie werden prospektiv gezahlt und betragen für die Jahre 2005 und 2006: Hauptwerkstatt | Reha-Werkstatt | Wohneinrichtung Arbeitsbereich | Arbeitsbereich Wohnbereich Tagesstruktur kalendertäglich | kalendertäglich | kalendertäglich Hilfebed. Betrag € Betrag € Betrag € Betrag € gruppe 2005/2006 2005/2006 2005/2006 2005/2006 HBG 1 20,40/20,46 21,50/21,56 38,00/38,11 +8,70/8,73 HBG 2 23,47123,54 24,65/24,72 3 42,78/42,91 +12,43/12,47 HBG 3 33,67/33,77 35,13/35,24 58,74/58,92 +24,68/24,93 HBG 4 43,88/44,01 45,62/45,76 74,72/74,94 +37,30/37,41 HBG 5 51,03/51,18 52,97/53,13 85,90/86,16 +46,00/46,14 Die Unterschiede bei den beiden Werkstätten erklären sich aufgrund der verschiede- nen Stellenanteile der Fachkräfte für berufliche Integration. Während neben den Fahrtkosten die Hin- und Rückfahrt der behinderten Werkstatt- beschäftigten ebenfalls prospektiv gezahlt werden, sind die Beträge zur Sozialversi- cherung ein sogenannter „durchlaufender Posten“, der durch Kostenträger- und Bund/Land-Anteile vollständig — je nach Anfall — gedeckt wird. Am 31.12.2005 waren in den Werkstätten folgende Plätze belegt: 35 Plätze im Eingangs- und Berufsbildungsbereich 211 Plätze im Arbeitsbereich _13 Plätze in der Tagesförderstätte 259 Werkstattbeschäftigte insgesamt Anlage _4 Blatt 5 An Personal werden rund 110 Kräfte in Voll- und Teilzeit in der gesamten Einrichtung beschäftigt. Es ist uns gelungen, auch die Umsatzerlöse im Arbeitsbereich in den letzten Jahren wie folgt zu erhöhen: 2003: 2004: 2005: 639.844,75 € 747.548,12 € 798.760,92 € was einer Steigerung von 16,8 % und 6,9 % entspricht. Die Auftragslage im Arbeitsbereich ist gut. Mit unserem größten Kunden, die Firma Röhm, erzielten wir in diesem Jahr einen Umsatz von rd. 387.000 €. Die Werkstätten sowohl die Hauptwerkstatt im Schreberweg 2 als auch die Zweig- stelle, die Reha-Werkstatt im Heimstättenweg 99, sind bereits seit 1999 noch DIN EN ISO 9001 : 2000 zertifiziert. Das nächste Audit wird im Februar 2007 stattfinden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. Der Eigenbetrieb war zu jeder Zeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Voraussichtliche Entwicklung Sowohl die Werkstätten als auch die Wohneinrichtung sind belegt. Vor allem im Be- reich der psychisch kranken Menschen ist ein Anstieg zu erwarten, ebenfalls in den Wohnheimbereichen. Die Verhandlungen mit dem Landeswohlfahrtsverband bezüglich der Erweiterung der Reha-Werkstatt von 70 auf 100 Plätze gehen weiter. Auch Pläne zur Erweiterung der Hauptwerkstatt sind im Entstehen. Das Sanierungsvorhaben in der „Kurt-Jahn-Anlage“ - die Bäder rollstuhlgerecht und nach dem neuen technischen Standard herzurichten - stehen zur Prüfung beim Kos- tenträger an. Anlage 4 Blatt 6 Hinweis auf Risiken der zukünftigen Entwicklung Auf Grund des weiter steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen rechnen wir kurz- bis mittelfristig nicht mit größeren Umsatzsteigerungen bei den Kostensätzen. Das erfordert weitere Anstrengungen auf der Kostenseite und eine noch intensivere Prüfung bei den geplanten Investitionen. Da bei den angespannten Öffentlichen Haushalten in naher Zukunft keine Besserung zu erwarten ist, müssen die verbleibenden Finanz- und Sachmittel absolut effektiv, wirtschaftlich und innovativ eingesetzt werden, um das Bestmögliche zu erreichen. Was die Risiken betrifft, so sind diese in den nächsten Jahren hauptsächlich im poli- tischen Bereich zu sehen. Die Schere zwischen Einnahmen und Leistungsentgelten und den notwendigen Aus- gaben ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Diese Entwicklung: betrifft alle unsere Angebote. Für sämtliche Einrichtungen besteht das Risiko der sinkenden Fördermittel und gleichzeitig erhöhter Qualitätsanforderungen des Gesetzgebers oh- ne entsprechende Kostenabdeckung. Steigende Energiekosten und verstärkte ge- setzliche Auflagen, wie z. B. im Bereich des Brandschutzes, sind weitere Risiken, denen wir zukünftig ausgesetzt sein werden. Auch die Umsetzung des neuen Gleichbehandlungsgesetzes (das so genannte Anti-Diskriminierungsgesetz) stellt eine Reihe neuer Anforderungen an die Arbeitgeber. i Während in den nächsten beiden Jahren das „Persönliche Budget“ eine Ermessens- leistung ist, hat ab dem Jahre 2008 jeder behinderte Mensch einen Rechtsanspruch darauf. Das „Persönliche Budget“ soll den Menschen mit Behinderungen ein selbst bestimmtes Leben und eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Konkret heißt dies: Entgegen der bisherigen Praxis - die Kostenträger zahlen an die Werk- stätten - erhalten behinderte Menschen die für sie bestimmte Summe und können selbst auswählen, wo und wie sie sich z. B. ihren Werkstatt- bzw. Wohnheimplatz „einkaufen“. Egal wie viele Menschen mit Behinderungen das „Persönliche Budget“ in Anspruch nehmen, wir müssen uns schon heute darauf einstellen; wir müssen unser Leistungsangebot definieren, Konzepte und Leistungsprozesse entwickeln und uns noch stärker auf die Interessen unserer Werkstattbeschäftigten einstellen, denn auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen werden auf dem Markt vermehrt um ihre „internen Kunden“ werben müssen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, die eine Einführung des „Persönlichen Budget“ mit sich bringt, braucht es sicher Mut und Führung, Innovationsbereitschaft und Ideenreichtum, denn fertige Konzepte gibt es nicht. Anlage _4 Blatt 7: Insbesondere auch deshalb, weil die Kostensätze in den Werkstätten bisher haupt- sächlich eine Verbindung zu Personalschlüsseln, Gehaltsentwicklungen und Investi- tionsaufwendungen hatten. Diese Faktoren sind zwar eine sehr gute Indikatorenleis- tung in Bezug auf die Kosten, stellen aber nur einen geringen Zusammenhang mit der Qualität der Reha-Dienstleistungen einer Werkstatt für Menschen mit Behinde- rungen dar. Ein Risiko, mit dem wir uns auseinandergesetzt haben, ist die Altersteilzeit. Für den Eigenbetrieb würden, sofern die städtischen Regelungen - Altersteilzeit nach Vollen- dung des 55. Lebensjahres — angewandt würden, Kosten von schätzungsweise 1,4 Mio. € anfallen. Bei der nun von der Betriebskommission bewilligten Regelung, die Altersteilzeit erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres zu genehmigen, reduziert sich die Summe auf rd. 428.000 € auf die gesamte Laufzeit. Dem wurde durch die Bildung einer Rückstellung zum 31.12.2005 Rechnung getragen. Das zz. erarbeitete Risikosystem, das sich noch in der Probephase befindet, soll hel- fen, den auftretenden Schwierigkeiten entgegen zu steuern. Das Jahr 2005 wurde noch nach kameralen Grundsätzen geführt. 2006 wurde eine strukturierte kaufmännische Buchhaltung, die an die Stadt zwar gekoppelt, aber nach einem eigenen Kontenplan mit aussagefähigen Kostenstellen arbeitet, eingeführt. Diese soll uns helfen, zukünftig notwendige und zum Teil kurzfristige Entscheidungen zu treffen, rechtzeitig Tendenzen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Dazu ist eine leistungsfähige Software notwendig, besonders für das Finanz- und Rech- nungswesen. Wir hoffen, mit dem städtischen System eine Verbesserung im Bereich der Dokumentation, vor allem beim Controlling und Risikomanagement, zu erhalten. Darmstadt, den 28.02.2007 0. Heinrich Mühl Betriebsleiter
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2 w WITAG-REVISION Anlage _ 6 AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT Blatt 1 Bestätigungsvermerk Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht des Eigenbe- triebs Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung des Eigenbetriebs liegen in der Ver- antwortung der Betriebsleitung des Eigenbetriebs. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grund- lage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB und $ 27 EigBGes Hessen unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Dar- stellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätig- keit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Eigenbetriebs sowie die Er- wartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachwei- se für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Betriebsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdar- stellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unse- re Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. 97 05225 .. Ww & WITAG-REVISION Anlage 6 AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT Blatt 2 Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ent- spricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den er- gänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre- chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs. Der Lagebe- richt steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. oN Ar Würzburg, den 11. Mai 2007 NapROFUnG 6 WIRTSCHAFTS. PRÜFUNGS. GESELLSCHAFT WITAG Revision EG \ Aktiengesellschaft 2 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft War 1 Müllerklein Pascu Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer 97 05225
Beratungsverlauf (4)
Orte (2)
- Schreberweg 2
- Heimstättenweg 99
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0514
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 22.08.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00