Mandari Insight

2007/0514

Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen Bilanz per 31.12.2005 / Verwendung des Jahresergebnisses

Magistratsvorlage 22.08.2007

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10.

Ale

12.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen

vom 01.01.2005 bis 31.12.2005

. Erlöse aus Kostensätzen

. Umsatzerlöse

Verminderung des Bestands an fertigen
Erzeugnissen

Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
aus Zuweisungen und Zuschüssen zur
Finanzierung des Anlagevermögens

sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

-davon für behinderte Werkstattbeschäftigte
Euro 2.458.976,90

Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung

-davon für Altersversorgung
Euro 266.170,93

Abschreibungen

a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen

sonstige betriebliche Aufwendungen

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Jahresgewinn

Geschäftsjahr
Euro Euro

6.548.493,82

798.760,92

1.760,43

89.223,91

218.629,79

30.172,51

2.481.041,80

2.511.214,31

3.042.005,15

905.500,36

3.947.505,51

240.607,85
701.406,44
67.585,81

18.664,33

301.535,38

Anlage _2

anlage 1

4912 Zeichen

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Magistratsvorlage vom 22.08.2007 
Verwendung des Jahresergebnisses 2005 


Begründung:

Die Betriebskommission hat in ihrer Sitzung am 21. Juni 2007 die von der WITAG Revision-AG geprüften Jahresabschlüsse der Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen genehmigtund einstimmig beschlossen, den Jahresgewinn des Eigenbetriebes per 31.12.2005 auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Wir bitten um Beschlussfassung durch den Magistrat und dieStadtverordnetenversammlung.

Darmstadt, 23. August 2007





Dezernat II							Dezernat V






Wolfgang Glenz						Jochen Partsch
Bürgermeister							Stadtrat





Anlagen
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anlage 8

3517 Zeichen

2 )
W \ WITAG-REVISION

AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die von der Kasse der Stadt Darmstadt verwalteten Bücher des Eigenbetriebs sind ord-
nungsgemäß geführt und ermöglichen einem sachverständigen Dritten in angemessener

Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und die Lage des Eigenbetriebs.

Die kameralistische Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen entsprechen
nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Be-

stimmungen der Betriebssatzung.

Ein- und Auszahlungen werden ausschließlich über Konten der Stadtkasse getätigt und
mittels Verrechnungskonten dem Eigenbetrieb zugeordnet. Die Erfassung dieser Ge-
schäftsvorfälle erfolgt über ein hauseigenes EDV-System. Die Lohn- und Gehaltsabrech-
nungen werden ebenfalls von der Stadtverwaltung vorgenommen. Die Anlagenbuchhal-

tung entspricht den Erfordemissen des Eigenbetriebsgesetzes (Formblatt 4).
Die im Rahmen der Kameralistik erstellte Haushaltsrechnung wird vom Eigenbetrieb im

Rahmen der Abschlusserstellung an die Erfordernisse der kaufmännischen doppelten
Buchführung gemäß den $$ 20 ff. EigBGes Hessen angepasst.

2. Vorjahresabschluss

Der Eigenbetrieb wurde zum 01. Januar 2005 gegründet.

97 05225 Seite 15

wa
W \ WITAG-REVISION

AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

3. Jahresabschluss

Der Jahresabschluss 2005 wurde nach den Vorschriften des Hessischen Eigenbetriebsge-
setzes aufgestellt. Nach $ 22 EigBGes Hessen finden dabei die Vorschriften des HGB für
große Kapitalgesellschaften Anwendung, soweit sich aus dem EigBGes Hessen nichts
anderes ergibt. Ansatz-, Ausweis- und Bilanzierungsvorschriften wurden beachtet. Der

Anhang enthält alle erforderlichen Angaben.

Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 ist ordnungs-
gemäß aus den Büchern und den weiteren erforderlichen Unterlagen des Eigenbetriebs

entwickelt worden.

Die Aufgliederung und Erläuterung aller Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-

rechnung erfolgt im Erläuterungsteil (Anlage 8).

4. Lagebericht

Der Lagebericht der Betriebsleitung entspricht den gesetzlichen Vorschriften; er steht im
Einklang mit dem Jahresabschluss sowie mit den von uns bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen. Er vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Er
genbetriebs. Unsere Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass im Lagebericht die we-
sentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind.

97 05225 Seite 16

F}
W Aa WITAG-REVISION

AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

Die wesentlichen Bewertungsgrundlagen sind im Anhang erläutert. Der Eigenbetrieb hat

die auf die Eröffnungsbilanz angewandten Bewertungsgrundsätze beibehalten.

2. Zusammenfassende Beurteilung

Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs vermittelt.

Im Einzelnen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Ertragslage sowie zur Vermö-
gens- und Finanzlage. Weitere Aufgliederungen und Erläuterungen von ausgewählten
Posten des Jahresabschlusses enthalten der Anhang sowie die Anlage 8 zu diesem Be-

richt.

97 05225 Seite 17

2007/0514

1278 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
03.09.2007 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V Dezernat V 
Dezernat II 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Darmstädter Werkstätten  
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein 
Öffentlich:     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2007/0514 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
570  
 
 
Betreff: Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen 
Bilanz per 31.12.2005 / Verwendung des Jahresergebnisses 
 
Vorlage vom: 22. 8.2007 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat genehmigt den von der WITAG Revision-AG geprüften Jahresabschluss 2005 und 
beschließt, den Jahresgewinn 2005 auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen. 
 
 
Anlagen: Begründung der Dezernate 
Beschluss der Betriebskommission 
Bericht über die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2005 
Bilanz per 31.12.2005 
Gewinn- u. Verlustrechnung per 31.12.2005 
Lagebericht 
Bestätigungsvermerk der WITAG 
Ordnungsmäßigkeit der Buchhaltung 
 
Beschluss des Magistrats vom 19.09.2007 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

anlage 3

197 Zeichen

AAF
W  WITAG-REVISION

AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Eigenbetrieb
Darmstädter Werkstätten
und

Wohneinrichtungen

Bericht über die
Abschlussprüfung
für das Geschäftsjahr
20,05

anlage 4

2540 Zeichen

BILANZ

Anlage _1
Blatt

Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
zum 31. Dezember 2005

AKTIVA

A. Anlagevermögen

I. Sachanlagen

1. Grundstücke und grundstücks-
gleiche Rechte mit Geschäfts-,
Betriebs- und anderen Bauten

2. Maschinen und maschinelle
Anlagen

3. Betriebs- und Geschäftsaus-
stattung

4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Waren

Il. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen

2. Forderungen an die Kosten-
träger nach SGB

3. Forderungen an die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt

4. sonstige Vermögensgegenstände

Ill. Schecks, Kassenbestand,
Bundesbank- und Postgiro-
guthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2005
Euro Euro

11.240.911,00
302.812,50
219.694,05

0,00
11.763.417,55

19.737,27

14.987,57

34.724,84

132.250,48
413.144,14
805.536,46

885,16
1.351.816,24

4.666.144,82

29.955,45

17.846.058,90

01.01.2005
Euro Euro

11.361.607,00 °

347.028,29
252.538,80
0,00
11.961.174,09
22.727,43
16.748,00
39.475,43
90.483,14
919.144,87
785.309,28
29.428,67
1.824.365,96
3.966.981,87
30.094,15

17.822.091,50

BILANZ

Anlage 1
Blatt

Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen

PASSIVA

Eigenkapital

I. Stammkapital
Il. Rücklagen
1. allgemeine Rücklage
Ill. Gewinn / Verlust
1. Gewinn des Vorjahres
2. Jahresgewinn

. Sonderposten aus Zuweisungen und

Zuschüssen zur Finanzierung des
Anlagevermögens

. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
2. sonstige Rückstellungen

. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 40.361,07

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber

der Wissenschaftsstadt Darmstadt

- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 812.941,19

4. sonstige Verbindlichkeiten

- davon mit einer Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr
Euro 5.084,29

- davon aus Steuern
Euro 0,00

zum 31. Dezember 2005

31.12.2005
Euro Euro

1.000.000,00
11.895.482,91

0,00

301.535,38

301.535,38

2.218.291,82

317.225,00

652.489,74

969.714,74

643.108,57

0,00

812.841,19

5.084,29
1.461.034,05

17.846.058,90

01.01.2005
Euro Euro

1.000.000,00

11.895.482,91

0,00
0,00
0,00
2.307.515,73
294.121,00
569.933,36
864.054,36
682.647,31
4.398,08
1.062.908,82
5.084,29
1.755.038,50

17.822.091,50

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5664 Zeichen

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1. Betriebsleiterdes EigenbetriebesDarmstädter Werkstättenund Wohneinrichtungen
				Sitzung der Betriebskommission
					am 21. Juni 2007
_______________________________________________________________________________________


VORLAGE zu Tagesordnungspunkt: 4

Betreff:		Verwendung des Jahresergebnisses 2005

Wie in den Jahresabschlüssen der WITAG Revision-AG ausgewiesen, schlägt die Betriebsleitung vor, den Jahresgewinn per 31.12.2005 auf neue Rechnung vorzutragen und der Stadtverordne-tenversammlung nach § 11 Nr. 11 der Eigenbetriebssatzung zur Beschlussfassung vorzulegen.



BESCHLUSS der Betriebskommission vom 21. Juni 2007:

Die Betriebskommission beschließt einstimmig, dass der Jahresgewinn 2005 auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt wird.












Heinrich Mühl
1. Betriebsleiter
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anlage 6

12523 Zeichen

Anlage _4

Blatt |
Eigenbetrieb
Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtung
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005

Lagebericht
Anschrift: Schreberweg 2
Träger des
Eigenbetriebes: Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Gründung: Mit Wirkung vom 01.01.2005 wurden die bisherigen Be-

triebszweige Unterabschnitt 4330 „Darmstädter Werkstätten
für Behinderte“ und Unterabschnitt 4335 Wohneinrichtung
„Kurt-Jahn-Anlage“ zu einem neu gegründeten Eigenbetrieb
als Sondervermögen der Wissenschaftsstadt Darmstadt
zusammengeführt.

Die Darmstädter Werkstätten für behinderte Menschen be-
stehen bereits seit 1968.
1968 Gründung der Werkstatt für Menschen mit
geistiger Behinderung
1981 Eröffnung einer Zweigwerkstatt für
Menschen mit psychischer Erkrankung
1981 Eröffnung der Wohneinrichtung
„Kurt-Jahn-Anlage“

Zweck und Aufgabe: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt mit den Behin-
derteneinrichtungen

Hauptwerkstatt im Schreberweg 2

Zweigstelle im Heimstättenweg 99

Wohneinrichtung „Kurt-Jahn-Anlage“ mit den Außen-
wohngruppen und dem Betreuten Wohnen

ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke gemäß
der AO.

nm.

Anlage 4
Blatt 2

Werkstätten

Die Werkstätten sind nach & 136 Abs. 1 SGB IX Einrichtungen zur Teilhabe und zur
Eingliederung in das Arbeitsleben, um den behinderten Menschen eine angemesse-
ne berufliche Bildung und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung angemesse-
nen Arbeitsentgelt anzubieten.

Das gesetzliche Ziel der Werkstätten ist es, durch berufliche Bildung die Leistungsfä-
higkeit der Menschen mit Behinderungen zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzu-
gewinnen und dabei die Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Werkstätten unterliegen
einer gesetzlichen Aufnahmeverpflichtung und haben allen behinderten Erwachse-
nen offen zu stehen, sofern freie Plätze vorhanden sind und die Kostenfrage geklärt
ist. Die behinderten Menschen haben einen Rechtsanspruch auf die besonderen be-
rufsfördernden Leistungen und einen „arbeitnehmerähnlichen Status“. In Werkstatt-
verträgen werden die einzelnen Regelungen festgelegt.

Der Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen bietet Menschen
mit geistiger Behinderung und Menschen mit psychischer Erkrankung nach der
Schulzeit die Möglichkeit im Alter bis 65 Jahre einer geregelten Beschäftigung nach-
zugehen.

Die ersten beiden Jahre in der Werkstatt sind eine Art Ausbildung (Eingangsverfah-
ren und Berufsbildungsbereich), in denen Kenntnisse und Fertigkeiten aus der Werk-
stattarbeit vermittelt werden. Gleichzeitig sind in dieser Zeit Neigungen und Stärken
der zu betreuenden Menschen festzustellen.

Nach dem Berufsbildungsbereich erfolgt ein Wechsel in den so genannten Arbeitsbe-
reich. Die Verdienstmöglichkeiten liegen hier je nach Leistungsvermögen und unter
Beachtung sozialer Komponenten zwischen 100,00 € und 500,00 € monatlich. Zur
Deutschen Rentenversicherung werden einheitliche Abgaben je behinderte/er Mitar-
beiterin oder Mitarbeiter in Höhe von 80 % des Durchschnittverdienstes eines deut-
schen Arbeitnehmers, Bezugsgröße 2005 = 1.932,00 € 2006 = 1.960,00 €, monatlich
entrichtet. Daraus erhalten behinderte Werkstattbeschäftigte nach 20 Jahren Zuge-
hörigkeit eine Erwerbsunfähigkeitsrente.

Anlage _4
Blatt 3

Tagesförderstätte

Die Tagesförderstätte, eine Einrichtung für schwerst- und mehrfach behinderte Men-
schen, hat 12 Betreuungsplätze und wurde unter dem Dach der Werkstatt im Schre-
berweg im Jahr 1990 eingerichtet.

Die Tagesförderstätte bietet den pflegebedürftigen schwerst- und mehrfach behinder-
ten Menschen Hilfen bei der Kommunikation und Gruppenfähigkeit, sie leitet zur
Selbständigkeit im lebenspraktischen Bereich an und übt die Verbesserung der Moto-
rik. Darüber hinaus werden kreative Übungen wie Malen und Werken, Formen und
Bauen sowie Musizieren durchgeführt, um den schwerst- und mehrfach behinderten
Menschen Geborgenheit und liebevolle Zuwendung zu geben.

Wohneinrichtungen

Die Wohneinrichtungen „Kurt-Jahn-Anlage“ mit Außenwohngruppen und Betreutem
Wohnen sollen Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit bieten, unter
Anleitung von Fachpersonal aus unterschiedlichen Berufsgruppen ein weitgehend
eigenständiges Leben zu führen.

Im Wohnbereich mit dem stationären Wohnen in der „Kurt-Jahn-Anlage“ mit rd.80
Plätzen, in einer Außenwohngruppe mit 3 Plätzen und im Betreuten Wohnen mit zz.
9 Plätzen soll Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit gegeben werden,
ihren Privatbereich selbst zu gestalten und weitgehend nach eigenen Vorstellungen
zu leben.

Ein Einzug erfolgt hauptsächlich dann, wenn Angehörige verstorben sind oder alters-
bedingt oder auch berufsbedingt, wenn die notwendige Betreuung nicht mehr ge-
währleistet werden kann. Ein Verbleib bis zum Lebensende ist vorgesehen.

Der stationäre Wohnbereich gliedert sich in
Wohnen mit gleichzeitigem Arbeiten in der Werkstatt

Wohnen - Altersheim (ohne zu arbeiten)
Wohnen - Pflegeeinrichtung

Anlage _4
Blatt 4

Ab dem 01.01.2005 regelt das SGB XII die Sozialhilfe und hat damit das bisher gel-
tende Bundessozialhilfegesetz abgelöst. In wieweit das neue Gesetz für Menschen
mit Behinderungen von besonderer Bedeutung ist, wird zukünftig von Interesse sein.

Die Einrichtungen finanzieren sich hauptsächlich durch die Kostensätze der überörtli-
chen Sozialhilfeträger. Sie werden prospektiv gezahlt und betragen für die Jahre
2005 und 2006:

Hauptwerkstatt | Reha-Werkstatt | Wohneinrichtung

Arbeitsbereich | Arbeitsbereich Wohnbereich Tagesstruktur

kalendertäglich | kalendertäglich | kalendertäglich
Hilfebed. Betrag € Betrag € Betrag € Betrag €
gruppe

2005/2006 2005/2006 2005/2006 2005/2006

HBG 1 20,40/20,46 21,50/21,56 38,00/38,11 +8,70/8,73
HBG 2 23,47123,54 24,65/24,72 3 42,78/42,91 +12,43/12,47
HBG 3 33,67/33,77 35,13/35,24 58,74/58,92 +24,68/24,93
HBG 4 43,88/44,01 45,62/45,76 74,72/74,94 +37,30/37,41
HBG 5 51,03/51,18 52,97/53,13 85,90/86,16 +46,00/46,14

Die Unterschiede bei den beiden Werkstätten erklären sich aufgrund der verschiede-
nen Stellenanteile der Fachkräfte für berufliche Integration.

Während neben den Fahrtkosten die Hin- und Rückfahrt der behinderten Werkstatt-
beschäftigten ebenfalls prospektiv gezahlt werden, sind die Beträge zur Sozialversi-
cherung ein sogenannter „durchlaufender Posten“, der durch Kostenträger- und
Bund/Land-Anteile vollständig — je nach Anfall — gedeckt wird.

Am 31.12.2005 waren in den Werkstätten folgende Plätze belegt:

35 Plätze im Eingangs- und Berufsbildungsbereich
211 Plätze im Arbeitsbereich
_13 Plätze in der Tagesförderstätte
259 Werkstattbeschäftigte insgesamt

Anlage _4
Blatt 5

An Personal werden rund 110 Kräfte in Voll- und Teilzeit in der gesamten Einrichtung
beschäftigt.

Es ist uns gelungen, auch die Umsatzerlöse im Arbeitsbereich in den letzten Jahren
wie folgt zu erhöhen:

2003: 2004: 2005:
639.844,75 € 747.548,12 € 798.760,92 €

was einer Steigerung von 16,8 % und 6,9 % entspricht.

Die Auftragslage im Arbeitsbereich ist gut. Mit unserem größten Kunden, die Firma
Röhm, erzielten wir in diesem Jahr einen Umsatz von rd. 387.000 €.

Die Werkstätten sowohl die Hauptwerkstatt im Schreberweg 2 als auch die Zweig-
stelle, die Reha-Werkstatt im Heimstättenweg 99, sind bereits seit 1999 noch DIN EN
ISO 9001 : 2000 zertifiziert. Das nächste Audit wird im Februar 2007 stattfinden.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. Der Eigenbetrieb war zu jeder
Zeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Voraussichtliche Entwicklung

Sowohl die Werkstätten als auch die Wohneinrichtung sind belegt. Vor allem im Be-
reich der psychisch kranken Menschen ist ein Anstieg zu erwarten, ebenfalls in den
Wohnheimbereichen.

Die Verhandlungen mit dem Landeswohlfahrtsverband bezüglich der Erweiterung der
Reha-Werkstatt von 70 auf 100 Plätze gehen weiter.

Auch Pläne zur Erweiterung der Hauptwerkstatt sind im Entstehen.
Das Sanierungsvorhaben in der „Kurt-Jahn-Anlage“ - die Bäder rollstuhlgerecht und

nach dem neuen technischen Standard herzurichten - stehen zur Prüfung beim Kos-
tenträger an.

Anlage 4
Blatt 6

Hinweis auf Risiken der zukünftigen Entwicklung

Auf Grund des weiter steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen rechnen wir
kurz- bis mittelfristig nicht mit größeren Umsatzsteigerungen bei den Kostensätzen.
Das erfordert weitere Anstrengungen auf der Kostenseite und eine noch intensivere
Prüfung bei den geplanten Investitionen.

Da bei den angespannten Öffentlichen Haushalten in naher Zukunft keine Besserung
zu erwarten ist, müssen die verbleibenden Finanz- und Sachmittel absolut effektiv,
wirtschaftlich und innovativ eingesetzt werden, um das Bestmögliche zu erreichen.

Was die Risiken betrifft, so sind diese in den nächsten Jahren hauptsächlich im poli-
tischen Bereich zu sehen.

Die Schere zwischen Einnahmen und Leistungsentgelten und den notwendigen Aus-
gaben ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Diese Entwicklung: betrifft
alle unsere Angebote. Für sämtliche Einrichtungen besteht das Risiko der sinkenden
Fördermittel und gleichzeitig erhöhter Qualitätsanforderungen des Gesetzgebers oh-
ne entsprechende Kostenabdeckung. Steigende Energiekosten und verstärkte ge-
setzliche Auflagen, wie z. B. im Bereich des Brandschutzes, sind weitere Risiken,
denen wir zukünftig ausgesetzt sein werden. Auch die Umsetzung des neuen
Gleichbehandlungsgesetzes (das so genannte Anti-Diskriminierungsgesetz) stellt
eine Reihe neuer Anforderungen an die Arbeitgeber. i

Während in den nächsten beiden Jahren das „Persönliche Budget“ eine Ermessens-
leistung ist, hat ab dem Jahre 2008 jeder behinderte Mensch einen Rechtsanspruch
darauf. Das „Persönliche Budget“ soll den Menschen mit Behinderungen ein selbst
bestimmtes Leben und eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Konkret
heißt dies: Entgegen der bisherigen Praxis - die Kostenträger zahlen an die Werk-
stätten - erhalten behinderte Menschen die für sie bestimmte Summe und können
selbst auswählen, wo und wie sie sich z. B. ihren Werkstatt- bzw. Wohnheimplatz
„einkaufen“. Egal wie viele Menschen mit Behinderungen das „Persönliche Budget“ in
Anspruch nehmen, wir müssen uns schon heute darauf einstellen; wir müssen unser
Leistungsangebot definieren, Konzepte und Leistungsprozesse entwickeln und uns
noch stärker auf die Interessen unserer Werkstattbeschäftigten einstellen, denn auch
Werkstätten für Menschen mit Behinderungen werden auf dem Markt vermehrt um
ihre „internen Kunden“ werben müssen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, die eine Einführung des „Persönlichen
Budget“ mit sich bringt, braucht es sicher Mut und Führung, Innovationsbereitschaft
und Ideenreichtum, denn fertige Konzepte gibt es nicht.

Anlage _4
Blatt 7:

Insbesondere auch deshalb, weil die Kostensätze in den Werkstätten bisher haupt-
sächlich eine Verbindung zu Personalschlüsseln, Gehaltsentwicklungen und Investi-
tionsaufwendungen hatten. Diese Faktoren sind zwar eine sehr gute Indikatorenleis-
tung in Bezug auf die Kosten, stellen aber nur einen geringen Zusammenhang mit
der Qualität der Reha-Dienstleistungen einer Werkstatt für Menschen mit Behinde-
rungen dar.

Ein Risiko, mit dem wir uns auseinandergesetzt haben, ist die Altersteilzeit. Für den
Eigenbetrieb würden, sofern die städtischen Regelungen - Altersteilzeit nach Vollen-
dung des 55. Lebensjahres — angewandt würden, Kosten von schätzungsweise 1,4
Mio. € anfallen.

Bei der nun von der Betriebskommission bewilligten Regelung, die Altersteilzeit erst
nach Vollendung des 60. Lebensjahres zu genehmigen, reduziert sich die Summe
auf rd. 428.000 € auf die gesamte Laufzeit. Dem wurde durch die Bildung einer
Rückstellung zum 31.12.2005 Rechnung getragen.

Das zz. erarbeitete Risikosystem, das sich noch in der Probephase befindet, soll hel-
fen, den auftretenden Schwierigkeiten entgegen zu steuern.

Das Jahr 2005 wurde noch nach kameralen Grundsätzen geführt. 2006 wurde eine
strukturierte kaufmännische Buchhaltung, die an die Stadt zwar gekoppelt, aber nach
einem eigenen Kontenplan mit aussagefähigen Kostenstellen arbeitet, eingeführt.

Diese soll uns helfen, zukünftig notwendige und zum Teil kurzfristige Entscheidungen
zu treffen, rechtzeitig Tendenzen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Dazu
ist eine leistungsfähige Software notwendig, besonders für das Finanz- und Rech-
nungswesen. Wir hoffen, mit dem städtischen System eine Verbesserung im Bereich
der Dokumentation, vor allem beim Controlling und Risikomanagement, zu erhalten.

Darmstadt, den 28.02.2007

0.
Heinrich Mühl
Betriebsleiter

anlage 7

3233 Zeichen

2
w WITAG-REVISION Anlage _ 6

AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT Blatt 1

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht des Eigenbe-
triebs Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen für das Geschäftsjahr vom
01. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung des Eigenbetriebs liegen in der Ver-
antwortung der Betriebsleitung des Eigenbetriebs. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grund-
lage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter

Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB und $ 27 EigBGes Hessen
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung
so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Dar-
stellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei
der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätig-
keit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Eigenbetriebs sowie die Er-
wartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachwei-
se für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf

der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der Betriebsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdar-
stellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unse-

re Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

97 05225

..
Ww & WITAG-REVISION Anlage 6

AKTIENGESELLSCHAFT WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT Blatt 2

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ent-
spricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den er-
gänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs. Der Lagebe-
richt steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Eigenbetriebs und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.

oN Ar
Würzburg, den 11. Mai 2007 NapROFUnG 6

WIRTSCHAFTS.
PRÜFUNGS.
GESELLSCHAFT

WITAG Revision EG \
Aktiengesellschaft 2
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
War
1
Müllerklein Pascu
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

97 05225

Beratungsverlauf (4)

TOP 570
TOP 10
TOP 3
TOP 29

Orte (2)

  • Schreberweg 2
  • Heimstättenweg 99

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2007/0514
Typ
Magistratsvorlage
Datum
22.08.2007
Erstellt
29.09.2026 00:00