AN/0602/2017
Vorschläge aus Bürgerhaushalt 2016 neu bewerten und umsetzen
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Antrag nach § 3 (Linke BV1)
4467 Zeichen
Bezirksvertretung Innenstadt Ludwigstraße 8 50667 Köln Michael Scheffer Fraktionsvorsitzender michael.scheffer@stadt-koeln.de Manfred Müller Stellv. Fraktionsvorsitzender manfred.mueller@stadt-koeln.de Eingang beim Bezirksbürgermeister: 20.04.2017 AN/0602/2017 Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Vorschläge aus Bürgerhaushalt 2016 neu bewerten und umsetzen Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die Beschlussvorlage 0456/2017 zur Beratung und Priorisierung der TOP 25 Vorschläge zur Kenntnis und verweist diese zur Überarbeitung zurück an die Verwaltung. Diese wird aufgefordert: 1.) die Vorschläge für den Stadtbezirk Innenstadt erneut zu sichten, prüfen und zu sortieren und der Bezirksvertretung die 25 bestbewerteten Vorschläge zur Beratung und Priorisierung vorzulegen, die auch umgesetzt werden können. 2.) die Bezirksvertretung über die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen zu informieren. 3.) die bezirklich veranschlagten 100.000 Euro in die zu beschließenden Maßnahmen zu investieren und nicht in den Städtischen Haushalt zurück fließen zu lassen. Begründung: Der Großteil der unter dem Motto „Deine Stadt, dein Bezirk. Mach was draus!“ eingereichten TOP 25 Vorschläge zum Bürgerhaushaltsverfahren 2016 wurde von der Verwaltung als faktisch und rechtlich nicht umsetzbar eingestuft. Damit geht eine klare Benachteiligung der Vorschläge einher, die zwar etwas weiter hinten platziert sind, aber den vorgegebenen Kriterien entsprechen. Die ansonsten vorbildliche redaktionelle Begleitung des Verfahrens hätte die nicht Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker - 2 - umsetzbaren – sowie die sich bereits in der Umsetzung befindlichen – Vorschläge erst gar nicht zum Abstimmungsverfahren zulassen sollen, da es das Gesamtergebnis erheblich verzerrt. Da aber 25 Vorschläge für den Bezirk umgesetzt werden sollten, müssen auch 25 realisierbare Vorschläge zur Beratung und Priorisierung vorgelegt werden. Die niedrigschwelligen Modalitäten zur Beteiligung am Bürgerhaushaltverfahren sind zwar prinzipiell zu begrüßen, führen aber zu einer erheblichen Schieflage bei der Einbringung wie auch bei der Bewertung der unterschiedlichen Vorschläge. Fast sämtliche Teilnehmende beteiligten sich rege an der Bewertung der für den Bezirk Innenstadt eingebrachten Ideen – unabhängig davon ob sie nun in Kalk, Königswinter oder Katmandu ansässig sind. Die direkte Folge ist, dass vernünftige Vorschläge für den Bezirk Innenstadt weit hinten gelandet sind, obwohl sie mit derselben Stimmenzahl in allen anderen Bezirken locker unter die TOP 25 gekommen wären. Gegebenenfalls sollten die Abstimmungskriterien in Zukunft etwas weniger locker gehandhabt werden. Rückblick: Mehr als zehntausend Kölnerinnen und Kölner haben sich mit fast 5000 Vorschlägen am ersten Kölner Bürgerhaushalt 2008 beteiligt. Wegen der innovativen Förderung der Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen wurde dieser in der Folge mit mehreren Preisen ausgezeichnet (u.a. von den Vereinten Nationen). Die dreihundert bestbewerteten Vorschläge wurden den Fachausschüssen, den Bezirksvertretungen und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt - und teilweise sogar umgesetzt! Fünf Jahre später war davon nicht mehr viel übrig geblieben. Lediglich noch die zehn (!) bestbewerteten Vorschläge wurden dem Rat zur Kenntnis gebracht. Fachausschüsse und Bezirksvertretungen blieben direkt außen vor. Das erstellte Meinungsbild diente lediglich noch dazu "die Ratsfrauen und Ratsherren in Ihrer Entscheidungsfindung zu notwendigen Einsparungen oder Einnahmeverbesserungen zu unterstützen". Damals wurde eine tendenziell demokratische Errungenschaft quasi ad absurdum geführt. Die Bürgerinnen und Bürger wurden dazu angehalten, die Kürzungspläne von Politik und Verwaltung zu legitimieren. Durch die Umbenennung des Bürgerhaushalts in "Dein Köln Spar Plan" wurde somit eine grundsätzlich gute Idee in ihr Gegenteil verkehrt. Da die Beteiligung 2016 mit über 6000 registrierten Teilnehmenden wieder deutlich zugenommen hat, ist es umso wichtiger, die Verbindlichkeit der eingebrachten Vorschläge und Ideen zu unterstreichen und die vorgehaltenen Gestaltungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Mit freundlichen Grüßen, Michael Scheffer Manfred Müller Fraktionsvorsitzender Stellvertretender Vorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Ludwigstraße 8
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/0602/2017
- Typ
- Antrag nach § 3 BV1 (Die Linke)
- Datum
- 20.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27