RR 33/2026
Anfrage der SPD-Fraktion vom 01.07.2026 zum Förderprogramm Energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden
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Sitzungsvorlage RR (AnfrageGebäudesanierung)
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3. Sitzung 10. Sitzung des Regionalrates in der 6. Sitzungsperiode des Regionalrates des Regierungsbezirkes Köln am 10. Juli 2025 Sehr geehrter Herr Deppe, wir bitten Sie, den beigefügten Anfrage in die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Regionalrates am 10. Juli 2026 aufzunehmen: Hier Anfrage zur Sitzung des Regionalrates am 10. Juli 2026 Förderprogramm Energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden „Die energetische Sanierung des Gebäudebestands ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft. Das Rheinische Revier möchte hier eine Pilot- und Vorreiterrolle einnehmen. Mit neuen Fördermaßnahmen sollen Kreise, Städte und Gemeinden in die Lage versetzt werden, ihren Gebäudebestand umfassend oder in Teilen energetisch zu sanieren, um Energie einzusparen, Betriebskosten nachhaltig zu senken und einen wirksamen Beitrag zur CO 2-Reduktion zu leisten.“ So bewarb die ZRR auf Ihrer Homepage das Förderprogramm, das mit einem Volumen von € 100 Mill., später auf € 200 Mill. verdoppelt, im Jahr 2025 ausgeschrieben wurde. Obwohl die Antragsfrist erst zum 30.06.2026 auslief, wurde das Antragsportal am 12. Mai 2026, also gut sechs Wochen vor Ablauf, geschlossen. Grund war die völlige Überzeichnung durch Anträge der Kommunen mit einem Volumen von fast 600 Millionen. Mit Datum vom 5. Juni hat die Landesregierung eine neue Verteilung der Fördermittel mitgeteilt. Danach werden sie auf alle Kommunen und Kreise verteilt. Dabei werden statt der angekündigten 400 Millionen nur knapp 389 gelistet. Die neuen Förderrichtlinien besagen, dass Projekte, die teurer veranschlagt sind als die zugesagten Landesmittel, durchgeführt werden können, wenn die Kommune die Mehrkosten vollständig übernimmt. Und sie lassen zu, dass Projekte reduziert werden auf die zu erwartende Förderhöhe. Wir kennen alle die Finanzprobleme der Kommunen. Dort ist es nicht möglich, mal eben Hundertausende oder gar Millionen zusätzlicher Kosten aus dem eigenen Haushalt zu schultern. Viele Kommunen weisen auch daraufhin, dass man nach positiven Äußerungen seitens der Bezirksregierung bei Personal- und Planungskosten in Vorleistung gegangen sei oder bereits Leistungserbringungen ausgeschrieben habe. Für die meisten Kommunen bedeutet das, dass viele eingereichte Projekte nicht durchgeführt werden können. Sie beklagen sich darüber, dass sie oftmals weit weniger als ein Drittel des beantragten Volumens zu erwarten haben. Dabei hätten sie bei der Veröffent-lichung der Ankündigung der Landesregierung dahingehend vertraut, dass der Fördertopf keine Deckelung nach oben habe. Tel. 0221 1301507 Mobil 0171 / 56 64 09 3 Fax 03222 372 638 6 info@spd-regionalrat-koeln.de www.SPD-Regionalrat-Koeln.de Bankverbindung Stadtsparkasse Köln IIBAN DE43 3705 0198 0013 9739 46 BIC Swift COLSDE33 1. Juli 2026 An den Vorsitzenden des Regionalrates Köln Herr Rainer Deppe Bezirksregierung Köln Zeughausstr. 2-10 50667 Köln Auch gegenüber der Bezirksregierung werden Vorwürfe von Kommunen erhoben. Von dort sei bei Nachfragen geantwortet worden, es stünden genügend Mittel zur Verfügung. Die Kommunen seien ermuntert worden, „groß“ zu denken. Und sie seien ermuntert worden, in Vorleistungen bei den Planungen zu gehen. Durch die Neuregelung müssen viele Städte und Gemeinden ihre bereits geplanten Sanierungsprojekte stark reduzieren oder ganz streichen, sofern sie keine alternativen Finanzierungsquellen finden. Dies wird als erheblicher Rückschritt für die energetische Sanierung und den Strukturwandel im Rheinischen Revier gesehen. Die Kürzung und Neuregelung der Fördermittel hat gravierende Auswirkungen auf die Gebäudesanierungen im Rheinischen Revier. Sie gefährdet nicht nur einzelne Projekte, sondern auch den ge samten Strukturwandel und die Klimaschutzziele der Region. Kommunen stehen vor erheblichen Herausforderungen, um dennoch wichtige Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Die Kommunen brauchen dagegen mehr Planungssicherheit sowie eine verlässlichere Förderpolitik. Wir bitten um Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Hat die Bezirksregierung Aussagen darüber gemacht, dass hinreichend Mittel für in den Kommunen angedachte Projekte zur Verfügung stünden? 2. Hat die Bezirksregierung die Kommunen dazu ermuntert, sich nicht auf kleine oder auf nur ein Projekt zu begrenzen oder mit Vorlaufkosten in Vorleistung zu gehen bzw. hat sie bei Kenntnis solcher Vorhaben davon abgeraten? 3. Zu welchem Zeitpunkt war der Bezirksregierung klar, dass die Fördermittel nicht ausreichend sein werden? 4. Wann wurden die Kommunen darüber unterrichtet? 5. Wie ist das weitere Vorgehen bezüglich von bereits eingegangenen Verpflichtungen der Kommunen? 6. Wie gedenkt die Bezirksregierung mit reduzierten Projektanträgen umzugehen – auch hinsichtlich der im Förderprogramm geforderten mindestens 50prozentigen Einsparungen, die möglichweise durch reduzierte Teilprojekte nicht mehr erreichbar sind? Mit freundlichen Grüßen gez. Norbert Spinrath
Sitzungsvorlage RR (Anfrage der SPD-Fraktion vom 01.07.2026 zum Förderprogramm Energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden)
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage RR - öffentlich - RR 33/2026 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Frau Sengül Telefon 0221-147-4020 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 09.07.2026 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Regionalrat des Regierungsbezirks Köln 10.07.2026 8.2 zur Kenntnis TOP: Anfrage der SPD-Fraktion vom 01.07.2026 zum Förderprogramm Energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden Beschlussvorschlag: Der Regionalrat nimmt die Anfrage zur Kenntnis. Erläuterungen: Anlage(n): 1. AnfrageGebäudesanierung 2. Antwort Dez.37
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- RR 33/2026
- Typ
- Sitzungsvorlage RR
- Datum
- 10.07.2026
- Erstellt
- 03.07.2026 15:21