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0422/2019

Notdienstpraxen: Änderungen durch die Kassenärztlichen Vereinigung

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 04.02.2019

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 05.02.2019, TOP 3.1.1

Theisohn-Seniorenvertretung-Antwortschreiben

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Ansehen

Die Lage rechtsrheinisch

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Berliner Projekt

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Die Lage in Chorweiler

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Ansehen

Theisohn-Seniorenvertretung-Antwortschreiben

5296 Zeichen

IK der KVNO 204206563 
Geschäftszeiten 
Montag bis Donnerstag 8:00 bis 17:00 Uhr 
Freitag 8:00 bis 13:00 Uhr 
 
Bankverbindung 
Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf 
IBAN DE32 3006 0601 0001 4179 16 
BIC DAAEDEDDXXX 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
Körperschaft des öffentlichen Rechts 
Kreisstelle Köln 
 
 
 
Sedanstraße 10-16 • 50668 Köln  
Telefon (0221) 7763-6721 
www.kvno.de 
 
Kontakt Alexandra Thelen 
Telefon 0221 / 7763 - 6723 
Telefax 0221 / 7763 -  6700 
E-Mail kreis.koeln@kvno.de 
Datum 30.01.2019 
 
 
KV Nordrhein • Kreisstelle Köln • Postfach 10 20 53 • 50460 Köln 
 
   
Seniorenvertretung der Stadt Köln 
Herrn Dr. Theisohn 
Grevenstr. 91 
51107 Köln 
Ihr Zeichen Ihre Nachricht vom Unser Zeichen 
 11.01.2019 KSK/I/04 
 
Änderungen durch die Kassenärztliche Vereinigung 
Bericht im KStA vom 09.01.2019 
 
 
Sehr geehrter Herr Dr. Theisohn, 
 
Ihr Schreiben vom 11. Januar 2019 habe ich erhalten. 
Es stützt sich auf einen lückenhaft recherchierten Artikel im Kölner Stadtanzeiger vom 
9. Januar 2019. 
 
Zu den von Ihnen angesprochenen 3 Punkten nehme ich wie folgt Stellung: 
 
Im Kölner Westen ist die neue Notdienstpraxis (Schwerpunktpraxis) an der 
Universitätsklinik Köln natürlich wie geplant am 15. Januar 2019 eröffnet worden und 
der Betrieb läuft erfolgreich! 
 
Die Notfallpraxis in Chorweiler wird nicht einfach geschlossen, sondern verlegt. 
Die Versorgung mit Hausbesuchen wird zukünftig durch den Fahrdienst mit mehr 
Fahrzeugen verbessert. Zurzeit arbeitet diese Notdienstpraxis noch und wir haben 
dem Notdienstverein die Weiterführung bis Ende dieses Jahres angeboten, wenn 
dieser dies wünscht. 
Die Unterversorgung mit Haus- und Fachärzten ist uns bekannt und zurückzuführen 
auf die desaströsen Rahmenbedingungen der Honorierung ambulanter Medizin durch 
die gesetzliche Krankenversicherung. Dies können nur Politiker ändern, die zurzeit 
allerdings eher daran arbeiten, Ärzte von der freiberuflichen Tätigkeit weiter 
abzuschrecken. Als Kölner Stadtkreisstelle der Kassenärztlichen Vereinigung 
versuchen wir nach allen Kräften, niederlassungs-willige Ärzte nach Chorweiler zu 
bekommen. Leider gibt es kaum welche! Auch die Tatsache, dass die Stadt Köln 
entgegen wiederholten Zusagen gegenüber dem Stadtbezirk hier kein Krankenhaus 
einrichtet, können wir mit einer Notfallpraxis nicht ausgleichen. Gleiches gilt für die 
beklagte schlechte Infrastruktur.

Seite 2 von 2 
 
Auch die Notfallpraxis in Köln Mülheim wird nach Kalk umziehen. Natürlich werden die 
Kapazitäten in der Notfallpraxis in Kalk an die Anforderungen angepasst. Das 
Krankenhaus baut im Übrigen demnächst ein neues Notfallzentrum und es gibt dort 
einen eigenen Chefarztbereich Notfallambulanz. Die Versorgung der einzelnen 
Stadtteile wird etwas deutlicher, wenn man die Entfernungen der Stadtteile von den 
entsprechenden Krankenhäusern betrachtet (siehe Anlage). 
 
Grundsätzlich sind wir durch das Sozialgesetzbuch zum wirtschaftlichen Umgang mit 
den Ressourcen verpflichtet. Nach den Kriterien aus der Versorgungs-forschung wird 
eine Notfallpraxis für ca. 300.000 Einwohner benötigt. Dies wären für Köln vier 
Notfallpraxen. Mit den nun geplanten sechs Standorten liegen wir hier noch deutlich 
drüber. Stuttgart und Düsseldorf haben jeweils eine Notdienstpraxis, Berlin mit 5 
Millionen Einwohnern zwei Notdienstpraxen, Hamburg ebenfalls und München vier 
Notfallpraxen. Die Kosten für die Standorte in Köln werden aus privatem Geld der 
Vertragsärzte finanziert. 
Auch nach dieser Reform ist Köln die Stadt in Deutschland mit den meisten 
Notfallpraxen. 
 
Zu den Fragen: 
1. Der Betrieb der Notfallpraxis in Chorweiler ist bis zum Jahresende 
sichergestellt, wenn der Verein mitmacht. Darüber hinaus wird zurzeit über 
ortsnahe Versorgung nachgedacht. 
2. Das Krankenhaus Holweide stand und steht nicht zur Diskussion als Standort. 
Dies ergibt sich aus der dezentralen Lage und den Entfernungen zu den 
Wohngebieten. Hier befand sich noch nie eine Notfallpraxis der 
Kassenärztlichen Vereinigung. 
3. Für den Notdienst ist die Feuerwehr unter der Tel.-Nr. 112 zuständig. 
Die Kassenärztliche Vereinigung ist zuständig für die hausärztliche Versorgung 
ambulanter Patienten durch Vertragsärzte außerhalb der Sprechstundenzeiten. 
Dies ist sichergestellt durch einen in Zukunft für das ganze Stadtgebiet (statt 
wie bisher auf einzelne Stadtteile beschränkt) organisierten und zuständigen 
Fahrdienst. 
Seit dem 7. Januar 2019 ist im Rahmen unserer Notdienstreform die Arztruf-
zentrale (Tel. 116117) an 24 Stunden / 7 Tage in der Woche erreichbar. Hier 
finden Sie auch tagsüber Rat und Hilfe. 
Die Organisation der Versorgung älterer Menschen in der Heimpflege ist durch 
die entsprechenden Heime zu organisieren. Den Heimen raten wir zum 
Abschluss von Versorgungsverträgen mit niedergelassenen Vertragsärzten. In 
Berlin zum Beispiel gibt es ein Versorgungsmodell, welches seit Jahren 
erfolgreich umgesetzt ist (siehe Anlage). Hier würde ich ein wichtiges 
Betätigungsfeld für die Stadt Köln in der Organisation eines solchen Modells 
für Köln sehen. Es wäre gut, wenn die Politik die Beteiligten (Heime, 
Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigung) an einen Tisch bringen 
könnte. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Dr. Jürgen Zastrow 
Vorsitzender          Anlage

Die Lage rechtsrheinisch

7840 Zeichen

Die Lage rechtsrheinisch 
 
Einwohnerzahlen Entfernung Krankenhaus 
 
 Mülheim 
 Mülheim    42.800 1 (2km NFP), 3 (3km), 5 (3km) 
 Buchforst    7.500  1 (1km NFP), 3 (3km), 5 (4km) 
 Buchheim  12.900  1 (2km NFP), 3 (3km), 5 (3km) 
 Holweide    21.100  1 (5km NFP), 3 (3km), 5 (1km) 
 Dellbrück    21.800 1 (3km NFP), 3 (4km), 5 (2km) 
 Höhenhaus  15.600 1 (6km NFP), 3 (10km), 5 (3km) , 6 (6km) 
 Dünnwald   11.700 1 (7km NFP), 3 (11km), 5 (4km) , 6 (5km) 
 Stammheim  8.000 1 (5km NFP), 3 (12km), 5 (5km) , 6 (4km) 
 Flittard  8.000 1 (6km NFP), 3 (15km), 5 (6km) , 6 (5km) 
 Gesamt 149.500 
  
 Kalk 
 Deutz 15.700 1 (2km NFP), 2 (1km), 3 (12km) 
 Humboldt 15.500 1 (2km NFP), 2 (2km), 3 (8km), 5 (4km) 
 Kalk  24.000 1 (0km NFP), 2 (2km), 3 (7km), 5 (4km) 
 Vingst 13.000 1 (1km NFP), 2 (3km), 3 (6km), 5 (2km) 
 Höhenberg 12.500 1 (2km NFP), 2 (4km), 3 (3km) 
 Ostheim 13.600 1 (2km NFP), 2 (4km), 3 (4km) 
 Merheim 11.200 1 (4km NFP), 3 (1km), 5 (2km) 
 Brück 10.400 1 (5km NFP), 3 (1km), 5 (3km) 
 Rath 11.800 1 (5km NFP), 3 (3km), 4 (4km) 
 Neubrück 9.000 1 (5km NFP), 3 (1km), 5 (3km) 
 Gesamt 137.000 
 
 
 Krankenhäuser 
 
1.  Evangelisches Krankenhaus Kalk 9000 Fälle in 2017 (+18500 NFP) 
51103 Köln 
Buchforststraße 2   https://www.evkk.de/ 
2.  Eduardus Krankenhaus  7200 Fälle in 2017 
50679 Köln 
Custodisstrasse  http://www.eduardus.de/ 
3.  Städtisches Krankenhaus Merheim 15300 Fälle in 2017 
51109 Köln 
Ostmerheimerstr. 200 http://www.kliniken-koeln.de/krankenhaeuser/Kranke 
4.  Krankenhaus Porz am Rhein  14800 Fälle in 2017 (+14000 NFP) 
51149 Köln 
Urbacherweg 19   http://www.khporz.de/ 
5.  städtisches Krankenhaus Holweide 19500 Fälle in 2017 
51067 Köln 
Neufelderstraße 34   http://www.kliniken-koeln.de/krankenhaeuser/Kranke 
6.  St. Remigius Krankenhaus 
51373 Leverkusen 
Adolfstraße 15   http://www.remigius.de/

Die Versorgung der rechtsrheinischen Stadtbezirke ist wie bisher auch sowohl durch den 
Sitzdienst in den umliegenden Krankenhäusern als auch durch einen Fahrdienst für 
Hausbesuche in Zukunft sichergestellt.  
 
Inanspruchnahme Notfallpraxen  
In Mülheim hatten 2017 insgesamt 161 Ärzte 13.000 Notfälle versorgt, davon 1200 
Hausbesuche, also 11.800 Fälle im Sitzdienst. Die sind im Durchschnitt 32 Fälle am Tag. 
In Kalk und Deutz hatten 2017 insgesamt 180 Ärzte 18.500 Notfälle versorgt, davon 2000 
Hausbesuche, also 16.500 Fälle im Sitzdienst. Die sind im Durchschnitt 45 Fälle am Tag. 
In Porz hatten 2017 insgesamt 125 Ärzte 14.000 Notfälle versorgt, davon 1600 Hausbesuche, 
also 12.400 Fälle im Sitzdienst. Die sind im Durchschnitt 34 Fälle am Tag. 
 
Für einen wirtschaftlichen Betrieb benötigt eine Notfallpraxis 15.000 - 20.000 Fälle im Jahr. 
Die Praxis in Mülheim wird von einem privaten Verein in einer angemieteten Wohnung 
betrieben. Sie kann aufgrund der Vorgaben (Anbindung an ein Krankenhaus, Betrieb durch die 
KV Nordrhein) nicht weiter betrieben werden. Die Fallzahl war mit ca. 12.000 Fällen niedrig. 
 
Der Lenkungsausschuss der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein hat in der 
Vertreterversammlung im April 2018 als Kriterien für Standorte von Notfallpraxen genannt: 
 Erreichbarkeit in 30 Minuten Fahrzeit (Pkw) 
 Anbindung an ein Krankenhaus  
 Anbindung an einer Klinik mit der höchsten oder zweithöchsten Fallzahl im Notdienst 
 Leitung der Notfallpraxis durch die KV Nordrhein (direkt oder indirekt durch GMG) 
 
Die Bezirksvertretung Mülheim problematisiert die geplante Versorgung durch die Notfallpraxis 
in Kalk zu Unrecht. Zunächst einmal ist die Notfallpraxis in der Genovevastraße weiter in Betrieb 
und wird erst im Laufe des Jahres an das Krankenhaus Kalk verlegt.  
85.000 Einwohner der Stadtteile Mühlheim, Buch Forst, Buchheim und Delbrück erreichen den 
Standort unserer Notfallpraxis in Kalk in Distanzen von bis zu 3 km Luftlinie.  
Die restlichen nordöstlichen Stadtteile haben Distanzen von maximal 5-6 km Luftlinie. 
 
Die städtischen Kliniken wünschen einen Standort für eine KV Notfallpraxis im städtischen 
Krankenhaus Merheim. Dieses liegt außerhalb verdichteter städtischer Wohngebiete und 
bezieht seine Patienten aus weiter entfernten Bezirken. Zwei Notfallpraxen in Kalk und Merheim 
sind wirtschaftlich und aufgrund der bisherigen Inanspruchnahme nicht zu vertreten. Daher ist 
eine Entscheidung für einen der beiden Standorte zu treffen. 
Addiert man die Anfahrtswege für die Stadtteile Mülheim und Kalk in die Krankenhäuser, so 
addieren sich die Anfahrtstrecken für Kalk auf 62 km und für Merheim auf 100 km. 
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Merheim schlechter erreichbar als Kalk (1 km von der 
Straßenbahnhaltestelle zur Notfallpraxis und die Buslinie 158 fährt nur alle 30 Minuten durch das 
Krankenhausgelände und endet um 22:33 Uhr). 
Auch die Inanspruchnahme ist in Kalk mit 27.500 Patienten höher als in Merheim mit 15.300. 
 
Der Hinweis auf die Einstufung von Krankenhäusern als integrierte Notfallzentren durch den 
GBA entwickelt aus folgenden Gründen keine zwingende Standortentscheidung für Merheim: 
 die Kategorisierung der Krankenhäuser ist noch nicht endgültig abgeschlossen 
 es wird zahlreiche Notfallstandorte geben, sodass zurzeit nicht an jedem eingestuften 
Krankenhaus auch eine KV Notfallpraxis eingerichtet werden kann. 
 die Finanzierung zusätzlicher KV Notfallpraxen ist zur Zeit noch ungeklärt 
 möglicherweise wird in Zukunft an den entsprechend eingestuften Krankenhäuser auch 
eine ambulante KV Notfallpraxis eingerichtet werden. Dies ist politisch zu entscheiden.

Es ist nicht geplant, die Praxis in Mülheim ersatzlos zu schließen, sondern die Versorgung, wie 
politisch und gesetzlich gewollt, durch Verlegung im 2 Halbjahr 2019 an einem Krankenhaus 
fortzuführen. 
 
Die Versorgungsforschung gibt als Richtzahl 300.000 Einwohner pro Notdienstpraxis an. 
Bei der Weiterentwicklung des Notdienstes versorgen dann ca. 466 Ärzte des Einzugsbereichs 
286.500 Einwohner in 2 Notfallpraxen. Damit ist der Versorgungsgrad rechtsrheinisch mehr als 
doppelt so hoch wie gefordert. 
 
Das angrenzende Bergisch Gladbach ist durch 3 Kliniken (GFO Kliniken Rheinberg, das 
Evangelische Krankenhaus und das Marienkrankenhaus) und Bensberg durch das Vinzenz 
Palotti Krankenhaus gut versorgt. 
 
Verbesserungen werden durch folgende Maßnahmen erreicht: 
 Die Arztrufzentrale der KV mit der Nummer 116117 wird ihre Reaktionszeiten erniedrigen 
und durch umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. Sie wird 
in Zukunft deutlich mehr Patienten in die KV Notfallpraxen leiten als bisher. Dies soll die 
Klinikambulanzen insgesamt entlasten. 
 Die Hausbesuche des Fahrdienstes können in Zukunft verbessert angeboten werden. Da 
Köln nun insgesamt beplant wird, könnten bei Spitzen von Inanspruchnahmen auch 
Fahrzeuge aus anderen Gebieten die Bezirke versorgen. 
 Durch die erweiterte Erreichbarkeit unserer Arztrufzentrale (24 Stunden an 7 
Wochentagen) unter der Nummer 116117 wird die Versorgung für den Stadtteil auch 
tagsüber verbessert. 
 Tagsüber stehen neuerdings seit dem 7. Januar 2019 ca. 40 Kooperationspraxen für die 
Aufnahme von Notfallpatienten zur Verfügung! 
 Durch Verlegung der Notfallpraxis an ein Krankenhaus wird eine höhere Qualität erreicht, 
da im Krankenhaus höhere Ressourcen zur Verfügung stehen. 
 Durch die Übernahme der Verwaltung der Arztpraxis durch die kassenärztliche 
Vereinigung wird ein standardisiertes Qualitätsmanagement eingeführt, welches die 
Behandlungsqualität erhöht. 
 
Wir sind mit dem Vorstand der Notfallpraxis Mülheim seit 2017 im Gespräch über die 
anstehenden Veränderungen.  
Wir suchen händeringend ausgebildetes Personal für den Ausbau unserer sechs Notfallpraxen 
an Krankenhäusern und haben allen Mitarbeiter dieser Notfallpraxis bereits Mitte 2018 
entsprechende Angebote zur Weiterbeschäftigung gemacht.

Berliner Projekt

10542 Zeichen

Berliner Projekt - Versorgung von Pflegeeinrichtungen 
kurze Stoffsammlung aus Internetquellen 
Nur wenige Heime sind im “Berliner Projekt”, weil es zu viele Begrenzungen gibt. AOK und 
weitere Kassen haben deshalb eigene Arztverträge mit Pflegeeinrichtungen. 
Dass Heimbewohner davon profitieren, wenn ein Hausarzt sich nur um sie kümmert, ist 
unumstritten. Trotzdem hat noch immer nur ein Bruchteil der 290 Berliner Pflegeheime einen 
Heimarzt. Es gibt zu viele Interessen der verschiedenen Partner – Heime, Kassen und 
Kassenärztliche Vereinigung (KV) -, dass eine Ausweitung schwierig ist. Im Gegenteil: Seit 
der Gründung des Berliner Projektes 1998 sind fünf Heime aus dem Projekt ausgeschieden, 
oft aus Kostengründen, weil sich ein teurer Heimarzt erst ab einer bestimmten Anzahl von 
Pflegeplätzen lohnt. 
Deshalb haben die AOK und andere Kassen selbst ein ähnliches Heimarztmodell auf den 
Weg gebracht: “care plus”. Vorbild sind die Bestimmungen des Berliner Projektes, aber in 
einigen Punkten etwas abgespeckt und auf einer anderen Vertragsgrundlage. 
So bleibt die besondere Form der hausärztlichen für die Bewohner der Pflegeheime – so sie 
denn in einer der “care plus” ausschreibenden Kassen versichert sind – erhalten. Das Heim 
kann also einen Arzt anstellen oder – was angesichts der Vertragsbedingungen von “care 
plus” wahrscheinlicher ist – einen Freiberufler vertraglich für die haus ärztliche Versorgung 
binden. Der Arzt muss wie beim Berliner Projekt eine Rufbereitschaft organisieren, 
wöchentliche Bewohnervisiten durchführen, muss an vierteljährlichen interdisziplinären 
Fallbesprechungen teilnehmen und sich natürlich regelmäßig fortbilden. 
Zwar gibt es auch bei dem Programm “care plus” Qualitätsvorgaben. Aber eine Messung 
verschiedenster Qualitätsindikatoren, wie sie in Form von RAI-Daten etwa für die Anzahl von 
Druckgeschwüren oder Stürzen beim Berliner Projekt erhoben wird (siehe Seite 29), gibt es 
nicht. 
Um eine Fließbandmedizin zu vermeiden, wurde auch ein Richtwert für das Verhältnis Arzt – 
Bewohner definiert: Ein Heimarzt sollte für maximal 30 bis 40 Patienten verantwortlich sein. 
Ein Richtwert, wie gesagt. Möglich also, dass mancher Arzt auch mehr Bewohner betreuen 
muss. 
Für den Mehraufwand erhält der Arzt 500 Euro pro Jahr, bei dem Richtwert von 40 
Bewohnern macht das also jährlich ein Zusatzhonorar von 20 000 Euro. 
Vertragspartner sind aber zunächst nur die Kasse und das Pflegeheim, das durch die 
Vereinbarung verpflichtet wird, anschließend einen Vertrag mit einem Hausarzt zu schließen. 
Die KV ist bei dieser Konstruktion also außen vor. 
Derzeit sind 36 Berliner und 14 Brandenburger Pflegeheime “care plus”-Partner. Dabei soll 
es aber nicht bleiben. Es laufen Gespräche mit weiteren Einrichtungen.  
Pflegeheime, die über einen festen Arzt verfügen, müssen ihre Bewohner seltener in ein 
Krankenhaus überweisen als andere Einrichtungen, da rund um die Uhr eine intensive 
medizinische Betreuung gegeben ist. Das zeigen die Erfahrungen mit dem sogenannten 
Berliner Projekt, an dem seit dem Jahr 1998 insgesamt 33 der rund 290 stationären 
Pflegeeinrichtungen der Stadt beteiligt sind. In diesem bundesweiten Vorreiterprojekt sind 
Mediziner direkt im Heim angestellt oder aber als niedergelassene Ärzte vertraglich mit ihm 
verbunden. Während die Pflegekassen in einem typischen Berliner Heim pro Jahr im Schnitt

knapp 80 Kliniküberweisungen pro 100 Bewohner registrierten, liegt diese Quote in dem 
Projekt durchschnittlich 40 Prozent niedriger. Das Projekt wird jedoch nicht von allen 
Krankenkassen getragen, sondern derzeit nur von AOK Nordost, der IKK Brandenburg und 
Berlin und der Bahn BKK. Seit 2007 ist auch die Siemens BKK mit dabei. Gut 4200 der 
insgesamt rund 29 000 Bewohner von Berliner Pflegeheimen werden in den 
Projekteinrichtungen betreut. Für den höheren Aufwand erhalten die beteiligten 
Vertragsärzte maximal 200 Euro pro Quartal und Patient zusätzlich. Dafür müssen diese 
Mediziner zum Beispiel mindestens einmal pro Woche in dem Heim für eine Visite anwesend 
sein, regelmäßige Fallbesprechungen durchführen und 24 Stunden am Tag eine 
Rufbereitschaft für die Heimpatienten sicherstellen. Neu sind in dem Berliner Projekt aber 
nicht nur die Heimärzte, sondern auch die regelmäßige Erhebung von Qualitätsdaten nach 
internationalem Standard: die sogenannten Resident Assessment Instruments. Diese 
werden von der Berliner Consulting- Firma Arbuma ausgewertet und unter anderem auch zu 
anonymisierten Ranglisten zusammengeführt. Ein namentlicher Qualitätsvergleich ist also 
nicht möglich. Trotzdem geben die Ergebnisse eine Orientierung dafür, was in den Heimen 
vor sich geht, vor allem im Langzeitvergleich. Deshalb an dieser Stelle einige Ergebnisse für 
2011 im Vergleich zu 2006. Rund um die Uhr steht den Bewohnern ein Arzt zur Verfügung 
Kornelia Suttinger ist nur an zwei Wochentagen im Havelgarten präsent. Wegen der 
Unterstützung durch einen weiteren Heimarzt, der einmal die Woche anwesend ist, sowie 
der 24-Stunden- Rufbereitschaft, steht den Bewohnern dennoch rund um die Uhr ein Arzt zur 
Verfügung. Rund 60 Anrufe bekommt Kornelia Suttinger pro Woche von den 
Pflegefachkräften. Morgens, mittags, nachts. Unter der Woche, am Wochenende, am 
Feiertag. Auch in der Weihnachtsmesse hat Kornelia Suttinger schon einmal medizinische 
Ratschläge gegeben. "Ich habe keinen freien Tag", sagt die Mutter von fünf Kindern, die seit 
Jahren im beschaulichen Kleinmachnow lebt. Zufrieden ist sie dennoch mit ihrer Arbeit als 
Heimärztin, erzählt sie. "Ich arbeite unglaublich gerne hier." 
Auch für die Heimmitarbeiter ist ein fester Arzt von Vorteil, sagt Rene Potratz. Sie wissen, an 
wen sie sich wenden müssen. Externe Ärzte sind dagegen nicht immer zu erreichen, kennen 
zudem weder Krankengeschichte noch Biografie des Patienten. Und auch die 
Krankenkassen profitieren. Allein zwischen 2005 und 2009 sparten die beteiligten Kassen 
rund 8,8 Millionen Euro ein. 
Dennoch: Gerade einmal 33 der insgesamt 290 vollstationären Pflegeeinrichtungen Berlins 
gehören dem bundesweiten Vorzeigemodell an. Kornelia Suttinger glaubt, dass dies mit der 
schlechten Honorierung und der hohen Arbeitsbelastung für die beteiligten Ärzte 
zusammenhängt. Kritisch sieht sie auch die Begrenzung der therapeutischen Möglichkeiten 
durch die Budgetierung der Medikamente sowie der Hilfs- und Heilmittel. Als Budget stehen 
schließlich pro Patient und Quartal lediglich 78 Euro zur Verfügung. Liegt sie darüber, muss 
sie aufwendig beweisen, dass die eine teurere Behandlung unbedingt notwendig war. "Ich 
verschreibe viele Generika. Ich hatte aber auch schon Regressansprüche von Seiten der 
Krankenversicherung in Höhe von 78 000 Euro", berichtet Kornelia Suttinger.  
Entnervt von den sich ewig hinziehenden Verhandlungen beim Berliner Projekt, schließt die 
AOK nach dem Vorbild des Berliner Projektes nun auch eigene Verträge ab  
Dass Heimbewohner davon profitieren, wenn ein Hausarzt sich nur um sie kümmert, ist 
unumstritten. Deshalb wurde die Möglichkeit, dass Pflegeheime niedergelassenen Mediziner 
vertraglich an sich binden können oder einen Arzt gleich ganz anstellen, auch in das 
Pflegereformgesetz von 2008 geschrieben. Trotzdem hat noch immer nur ein Bruchteil der 
290 Berliner Pflegeheime einen Heimarzt. Denn es wird seit langer Zeit um das Honorar für 
die Ärzte in diesem auch “Berliner Projekt “) genannten Modell gestritten, dass die 
Pflegekassen an die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zahlen soll.

Berliner Projekt kann fortgesetzt werden 
Das erfolgreiche Berliner Projekt, in dem Heimärzte zur Versorgung von kranken und 
pflegebedürftigen Menschen direkt in den Heimen zur Verfügung stehen, wird fortgesetzt. 
Die Vertragspartner haben sich nach langen Verhandlungen auf einen neuen, unbefristeten 
Vertrag geeinigt, der Anfang Juli 2011 startete, teilte die AOK Nordost jetzt mit. Am Berliner 
Projekt beteiligten sich zurzeit die AOK Nordost, die IKK Brandenburg und Berlin, die 
Siemens Betriebskrankenkasse, die Bahn BKK, die Kassenärztliche Vereinigung Berlin und 
mehr als 40 Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sowie die Berliner 
Krankenhausgesellschaft und der Verband privater Kliniken und Pflegeeinrichtungen Berlin-
Brandenburg e.V., welche die teilnehmenden 32 Pflegeeinrichtungen vertreten, heißt es in 
der Pressemitteilung.  
AOK und andere Krankenkassen bringen “care plus” auf den Weg 
Entnervt von den sich ewig hinziehenden Verhandlungen hatten die AOK und andere 
Kassen selbst ein dem Berliner Projekt ähnliches Heimarztmodell auf den Weg gebracht: 
“care plus”. Vorbild sind die Bestimmungen des Berliner Projektes, aber in einigen Punkten 
etwas abgespeckt und auf einer anderen Vertragsgrundlage. So bleibt die besondere Form 
der hausärztlichen Versorgung für die Bewohner der Pflegeheime – so sie denn in einer der 
ausschreibenden Kassen versichert sind – erhalten. Das Heim kann also einen Arzt 
anstellen oder – was angesichts der Vertragsbedingungen von “care plus” wahrscheinlicher 
ist – einen Freiberufler vertraglich für die hausärztliche Versorgung binden. “Der Arzt muss 
wie beim Berliner Projekt eine 24-Stunden-Bereitschaft organisieren, wöchentliche 
Bewohnervisiten durchführen, muss an vierteljährlichen interdisziplinären Fallbesprechungen 
teilnehmen und sich natürlich regelmäßig fortbilden”, heißt es bei der AOK Nordost (Berlin, 
Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern). Zwar gebe es auch bei dem Programm “care 
plus” Qualitätsvorgaben. Aber eine Messung verschiedenster Qualitätsindikatoren wie sie in 
Form von RAI-Daten, etwa für die Anzahl von Druckgeschwüren oder Stürzen beim Berliner 
Projekt erhoben wird, gibt es nicht. Um eine Fließbandmedizin zu vermeiden, wurde auch ein 
Richtwert für das Verhältnis Arzt – Bewohner definiert: ein Heimarzt sollte für maximal 30 bis 
40 Patienten verantwortlich sein. Ein Richtwert, wie gesagt. Möglich also, dass mancher Arzt 
auch mehr Bewohner betreuen muss. Für den Mehraufwand erhält er der Arzt 500 Euro pro 
Jahr, bei dem Richtwert von 40 Bewohnern macht das jährlich ein Zusatzhonorar von 20 000 
Euro. Vertragspartner sind aber zunächst nur die Kasse und das Pflegeheim, das durch den 
Vertrag verpflichtet wird, anschließend einen Vertrag mit einem Hausarzt zu schließen. Die 
KV ist bei dieser Konstruktion außen vor. Derzeit seien 35 Berliner Pflegeeinrichtungen “care 
plus”-Partner, sagt Bauer. Dabei werde es aber nicht bleiben, so der Kassenmanager. Man 
sei bereits im Gespräch mit weiteren Einrichtungen.

Die Lage in Chorweiler

6427 Zeichen

Die Lage in Chorweiler 
 
Einwohnerzahlen Entfernung Krankenhaus 
 
 Merkenich    5750 7 (3km), 2 (4km), 4 (6km NFP), 5 (8km NFP), 6 (2km) 
 Fühlingen    2000  7 (3km), 2 (5km), 4 (8km NFP), 5 (9km NFP), 6 (4km) 
 Seeberg  11500  7 (1km), 2 (3km), 4 (6km NFP), 5 (7km NFP), 6 (5km) 
 Heimersdorf    6200  7 (2km), 2 (3km), 4 (6km NFP), 5 (7km NFP), 6 (6km) 
 Lindweiler    3500 7 (2km), 2 (2km), 4 (5km NFP), 5 (7km NFP), 6 (6km) 
 Pesch    7800 7 (3km), 2 (4km), 4 (6km NFP), 5 (6km NFP), 6 (8km) 
 Esch    7000 7 (3km), 2 (5km), 4 (8km NFP), 5 (7km NFP), 6 (9km) 
 Volkhoven    6100 7 (2km), 2 (5km), 4 (8km NFP), 5 (9km NFP), 6 (7km) 
 Chorweiler 13200 7 (1km), 2 (4km), 4 (7km NFP), 5 (8km NFP), 6 (5km) 
 Blumenberg    5500 7 (3km), 2 (5km), 4 (8km NFP), 5 (9km NFP), 6 (8km) 
 Roggendorf    4400 7 (4km), 2 (7km), 4 (10km NFP), 5 (11km NFP), 1 (4km) 
 Worringen 10300 7 (5km), 2 (9km), 4 (12km NFP), 5 (13km NFP), 1 (4km) 
 Gesamt 83000 1236 Einwohner/qkm  67,2qkm Fläche 
 
 
 Krankenhäuser 
 
1.  Kreiskrankenhaus Dormagen 
41540 Dormagen 
Dr. Geldmacherstraße 20 
 
http://www.kkh-ne.de/ 
 
2.  Heilig Geist Krankenhaus 
50737 Köln 
Grasegger Straße 105 
 
http://www.hgk-koeln.de/ 
 
3.  Sankt Agatha Krankenhaus 
50735 Köln 
Feldgartenstraße 97 
http://www.st-agatha-krankenhaus.de/ 
 
4.  Sankt Vinzenz Hospital 
50733 Köln 
Mehrheiten Straße 221 
 http://www.vinzenz-hospital.de/ 
 
5.  Sankt Franziskus Hospital 
50825 Köln 
Schönsteinstraße 63 
http://www.stfranziskus.de/ 
 
6.  St. Remigius Krankenhaus 
51373 Leverkusen 
Adolfstraße 15 
http://www.remigius.de/ 
 
7.  Notfallpraxis des Kölner Norden 
50765 Köln-Chorweiler  
Florenzer Straße 84

Die Versorgung des Stadtbezirks Chorweiler ist wie bisher auch sowohl durch den Sitzdienst 
in den umliegenden Krankenhäusern als auch durch einen Fahrdienst für Hausbesuche in 
Zukunft sichergestellt.  
 
In Chorweiler hatten 2017 insgesamt 68 Ärzte 10.500 Notfälle versorgt, davon 2000 
Hausbesuche, also 8500 Fälle im Sitzdienst. Die sind im Durchschnitt 23 Fälle am Tag. 
Für einen wirtschaftlichen Betrieb benötigt eine Notfallpraxis 15.000 - 20.000 Fälle im Jahr. 
Dass die alte Notfallpraxis trotzt der niedrigen Fallzahl kostendeckend arbeiten konnte, lag 
an Einsparungen in der Infrastruktur einerseits und den vergleichsweise hohen Einnahmen 
pro Arzt (besonders durch die hohe Anzahl der 2000 Hausbesuche). 
Dafür hatten die Nachbargebiete wie Nippes mit mehrfach höheren Kosten zu kämpfen, weil 
hier 260 Ärzte 9500 Notfälle (davon lediglich 360 Hausbesuche) jährlich versorgt haben. 
Der Stadtbezirk Chorweiler dehnt sich über 67,16 km² aus. Er ist damit nach Porz (78,92 
km²) der zweitgrößte Stadtbezirk in Köln (durchschnittliche Bezirksgröße 44,88 km²). 
 Die Einwohnerzahl pro Quadratmeter ist mit 1236 die niedrigste aller Stadtbezirke in Köln 
(2679 Einwohner pro Quadratkilometer). 
 Der Stadtbezirk ist sehr weitläufig, sodass von den 83.036 Einwohnern des Stadtbezirks 
lediglich ein Teil der 13.229 Einwohner von Chorweiler die Praxis zu Fuß erreichen können. 
Die Einwohner aus den anderen 11 Stadtteilen sind auf die Benutzung eines Fahrzeuges 
angewiesen. Dieses Verkehrsmittel könnte sie auch zu einem Krankenhausstandort bringen. 
 
Aus folgenden Gründen ist die Organisation des Notdienstes in Chorweiler zu verändern: 
 Einzugsgebiet zu klein: 83.000 Einwohner statt geforderten 300.000 Einwohner 
 Inanspruchnahme zu gering: 10.500 Fälle jährlich statt erforderlichen 20.000 Fällen 
 fehlende Krankenhausanbindung: Verstoß gegen ministeriale Vorgaben 
 falsche Organisationsstruktur: Organisation durch KV Nordrhein ministerial gefordert 
Es ist nicht geplant, die Praxis in Chorweiler ersatzlos zu schließen, sondern die Versorgung, 
wie politisch und gesetzlich gewollt, Ende 2019 durch Verlegung an einem Krankenhaus 
fortzuführen. 
 
Der Lenkungsausschuss der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein hat in der 
Vertreterversammlung im April 2018 als Kriterien für Standorte von Notfallpraxen genannt: 
 Erreichbarkeit in 30 Minuten Fahrzeit (Pkw) 
 Anbindung an ein Krankenhaus  
 Anbindung an einer Klinik mit der höchsten oder zweithöchsten Fallzahl im Notdienst 
 Leitung der Notfallpraxis durch die KV Nordrhein (direkt oder indirekt durch GMG) 
 
Wir sind mit dem Vorstand der Notfallpraxis Chorweiler seit über zwei Jahren im Gespräch 
über die anstehenden Veränderungen.  
Wir suchen händeringend ausgebildetes Personal für den Ausbau unserer sechs 
Notfallpraxen an Krankenhäusern und machen allen Mitarbeiter dieser Notfallpraxis 
entsprechende Angebote zur Weiterbeschäftigung.  
 
Die ursprüngliche Planung sah für den gesamten Bereich des Kölner Nordens mit 350.000 
Einwohnern eine Notfallpraxis am Franziskus Krankenhaus vor. 
Zur besseren Abdeckung gerade der nördlichen Stadtteile wurde zusätzlich eine 
Notfallpraxis am Vinzenzkrankenhaus Nippes eingeplant. 
 
Die Versorgungsforschung gibt als Richtzahl 300.000 Einwohner pro Notdienstpraxis an. 
Bei der Weiterentwicklung des Notdienstes versorgen nun ca. 250 Ärzte des 
Einzugsbereichs 180.000 Einwohner.

Verbesserungen werden durch folgende Maßnahmen erreicht: 
 Die Arztrufzentrale der KV mit der Nummer 116117 wird ihre Reaktionszeiten 
erniedrigen und durch umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit ihren Bekanntheitsgrad 
erhöhen. Sie wird in Zukunft deutlich mehr Patienten in die KV Notfallpraxen leiten als 
bisher. Dies soll die Klinikambulanzen insgesamt entlasten. 
 Der Schwerpunkt der Versorgung in Chorweiler lag in der Beschäftigung des 
Fahrdienstes, der in Zukunft verbessert angeboten wird. Da Köln nun insgesamt 
beplant wird, könnten bei Spitzen von Inanspruchnahmen auch Fahrzeuge aus 
anderen Gebieten nach Chorweiler versorgen. 
 Durch die erweiterte Erreichbarkeit unserer Arztrufzentrale (24 Stunden an 7 
Wochentagen) unter der Nummer 116117 wird die Versorgung für den Stadtteil auch 
tagsüber verbessert. 
 Tagsüber stehen neuerdings seit dem 7. Januar 2019 ca. 40 Kooperationspraxen für 
die Aufnahme von Notfallpatienten tagsüber zur Verfügung, auch für Chorweiler! 
 Durch Verlegung der Notfallpraxis an ein Krankenhaus wird eine höhere 
Behandlungsqualität erreicht, da im Krankenhaus höhere Ressourcen zur Verfügung 
stehen. 
 Durch die Übernahme der Verwaltung der Arztpraxis durch die kassenärztliche 
Vereinigung wird ein standardisiertes Qualitätsmanagement eingeführt, welches die 
Behandlungsqualität erhöht.

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

3321 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/53/530/1 
 
Vorlagen-Nummer 04.02.2019 
 0422/2019 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Gesundheitsausschuss 05.02.2019 
 
Notdienstpraxen: Änderungen durch die Kassenärztlichen Vereinigung 
Anfrage: 
 
Mit Schreiben vom 11.01.2019 - (u.a.) an den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Dr. Unna 
gerichtet – wendet sich die Seniorenvertretung der Stadt Köln wegen der durch die kassenärztliche 
Vereinigung vorgesehenen Veränderungen bei den ärztlichen Notdienstpraxen mit Anregungen und 
Fragen an den Gesundheitsausschuss. 
 
In dem Schreiben heißt es: 
 
„In dem Bericht des Kölner Stadtanzeigers wird berichtet, dass von den 10 vorhandenen Notdienst-
praxen 5 geschlossen werden. 
1. Dies betrifft 3 im Kölner Westen: Bunzlauer Str. 1, Weyertal 76 und Jakobstr. 27-31. 
Für diese 3 soll es eine Schwerpunktpraxis in der Universitätsklinik Köln geben, die aber noch nicht 
eröffnet worden ist. 
 
2. Die Notdienstpraxis in Chorweiler: Praxis des Kölner Norden, Florenzer Str. 84 
Die Schließung dieser Praxis, bedeutet, dass die Patienten und ihre Angehörigen weite Wege zurück-
legen müssen, um Ersatz-Notfallpraxen zu erreichen: Praxis Nord-West St. Franziskus-Hospital, 
Schönsteinstraße 63 oder Praxis Köln-Nord, St. Vinzenz-Hospital Kempener Str. 88b. Diese beiden 
Praxen liegen in Ehrenfeld oder im Stadtbezirk Nippes. 
Der Stadtbezirk Chorweiler beklagt jetzt schon eine Unterversorgung mit Hausärzten und insbesonde-
re  Fachärzten. Diese Minderversorgung soll nun auch noch durch die Schließung der Notfallpraxis 
verstärkt werden. Leider befindet sich im Stadtbezirk Chorweiler kein Krankenhaus, an dem die Not-
fallpraxis angesiedelt werden könnte. Aber auch dieser Umstand weist auf die Minderversorgung die-
ses Stadtbezirks hin.

2 
 
 
3. Schließung der Praxis Köln-Nordost, Genoveva-Str. 3 in Köln-Mülheim. 
Auch für diese Praxisschließung soll es keinen Ersatz geben. Dies bedeutet, dass in den beiden gro-
ßen Stadtbezirken Köln-Kalk und Köln-Mülheim nur noch eine Notfallpraxis in Köln-Kalk, Buchforststr. 
2 geben soll. Die nördlichen Stadtteile Flittard, Stammheim, Dünnwald, Höhenhaus, Delbrück und 
Holweide erleiden damit nun wieder eine Minderversorgung obwohl es in Holweide ein sehr gut aus-
gestattetes Krankenhaus gibt. 
Zusätzlich ist zu erwarten, dass die Notfallpraxis in Kalk keine ausreichende Kapazität hat und dann 
die Patienten erneut die Notfallambulanzen der Krankenhäuser aufsuchen, was durch die Notfallpra-
xen eigentlich verhindert werden sollte. 
 
Wir fragen: 
1. Kann die Schließung der Notfallpraxis in Chorweiler noch verhindert werden? Was muss dafür 
getan werden? 
 
2. Kann die Notfallpraxis Köln-Nord-Ost nicht an dem Krankenhaus Holweide untergebracht wer-
den? 
 
3. Ist gewährleistet, dass bei Bettlägerigen Patienten ausreichend schnell ein Hausbesuch durch 
Notärzte erfolgt? Wie ist dafür die Kapazität und wie ist dies geregelt?“ 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Die Zuständigkeit für die Notfallpraxen liegt bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.  
 
Das Antwortschreiben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Kreisstelle Köln vom 30.01.2019 
sowie weitere von dort vorgelegte Unterlagen sind als Anlagen beigefügt. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

05.02.2019 Gesundheitsausschuss
TOP 3.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0422/2019
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
04.02.2019
Erstellt
31.01.2019 16:17