AN/1547/2023
Arbeitsmarktintegration und Bleiberechte von geflüchteten Frauen
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SPD Anfrage nach § 4
3495 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern Frau Teresa De Bellis-Olinger Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/1547/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 04.09.2023 Arbeitsmarktintegration und Bleiberechte von geflüchteten Frauen Sehr geehrte Ausschussvorsitzende, sehr geehrte Oberbürgermeisterin, die SPD -Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses am 04.09.2023 aufzunehmen: Im Mai 2023 veröffentlichte das DIW eine Studie zu den Erwerbschancen geflüchteter Frauen in Deutschland. Demnach hat sich die Zahl der geflüchteten Frauen, die einer bezahlten Be- schäftigung nachgehen, 2020 im Vergleich zu 2017 zwar von 5 auf 13 Prozent erhöht, aber nach wie vor sei es für geflüchtete Frauen sehr schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden. Bei den geflüchteten Frauen liege ein ungenutztes Arbeitskräftepotenzial vor, das allerdings we- gen verschiedener Faktoren nicht genutzt werde. Geflüchtete Frauen könnten z. B. aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder weniger Zeit auf Sprachkurse verwenden als geflüchtete Männer. Dazu kommt nicht selten der Aspekt der Mehrfachdiskriminierung: Sie erfahren Diskriminierungen als Frau, die zusätzlich durch die Diskriminierung als Migrantin und/oder Geflüchtete verstärkt wird. Die Verkettung verschiedener Herausforderungen führt dazu, dass geflüchtete Frauen spezielle Bildungs- und Sprachprogramme brauchen. In seiner Antwort auf die Anfrage der SPD-Fraktion (AN/1054/2023) vom 22.05.2023 „Chan- cenaufenthaltsrechts: Wie können das Jobcenter und andere Behörden Geflüchtete unterstüt- zen?“ schreibt das Jobcenter Köln auf die Frage nach Angeboten und Unterstützungsmaß- nahmen zur Integration des betreffenden Personenkreises in den ersten Arbeitsmarkt, dass keine speziellen Maßnahmen aufgelegt worden seien, weil der Personenkreis zu heterogen sei. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: - 2 - 1. Wie hat sich die Beschäftigungssituation von Geflüchteten in Köln seit der Antwort 0383/2021 insgesamt entwickelt? (Bitte nach Geschlecht und Familienstruktur (alleinste- hend, Familie oder Alleinerziehende mit Kindern usw.) aufschlüsseln.) 2. Wie viele Geflüchtete gingen seit der Antwort 0383/2021 in welchen Branchen einer sozi- alversicherungspflichtigen Beschäftigung in Köln nach? (Bitte nach Geschlecht und Fami- lienstruktur (alleinstehend, Familie oder Alleinerziehende mit Kindern usw.) aufschlüsseln.) 3. Welche speziellen Angebote richten sich an geflüchtete Frauen, um deren Arbeitsmarktin- tegration zu fördern, z. B. Kinderbetreuungsprogramme für die Zeit der Integrations- oder Sprachkurse in der VHS? 4. Wie viele geflüchtete Frauen erhalten in Köln die Möglichkeit, vom Chancenaufenthalts- recht zu profitieren? 5. Wie unterstützt die Stadt die betreffenden Frauen (s. Frage 4), damit diese einen Aufent- haltstitel erhalten können? Wir bitten darum, die Antwort auch dem Integrationsrat und dem Ausschuss für Soziales und Senior*innen zur Kenntnis zu geben. Mit freundlichen Grüßen gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1547/2023
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 30.08.2023
- Erstellt
- 30.08.2023 10:51