1573/2019
Auswertung der Bearbeitung von Beschwerden über die Arbeit des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD), des Pflegekinderdienst (PKD) sowie des Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienstes (GSD) 2018
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Mitteilung Ausschuss
3984 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/511 Vorlagen-Nummer 08.05.2019 1573/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 14.05.2019 Auswertung der Bearbeitung von Beschwerden über die Arbeit des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD), des Pflegekinderdienst (PKD) sowie des Gefährdungsmeldungs-Sofort- Dienstes (GSD) 2018 Auswertung der Beschwerden 2018* Wie bereits in den vergangenen Jahren wird dem Jugendhilfeausschuss auch für das Jahr 2018 ein Überblick über die Bearbeitung von Beschwerden und Petitionen gegeben, denen nicht im Vorfeld in den Bezirksjugendämtern abgeholfen werden konnte. 2016 2017 2018 Bearbeitete Fälle im Allgemeinen Sozialen Dienst und Gefährdungsmeldungssofortdienst 11.102 11.354 11.519 Eingegangene Beschwerden davon Dienstaufsichtsbeschwerden Sachbeschwerden Petitionen/Eingaben 42 11 25 6 53 7 38 8 32 3 27 2 Thematische Schwerpunkte Sorgerecht, Umgangsregelung (u.a. mit Vorwurf der Parteilichkeit der M itarbei- ter/innen) Inobhutnahme Nicht adäquate Hilfegewährung Eingliederungshilfe Sonstige 16 4 11 6 5 28 6 4 7 8 17 6 3 2 4 Antworttenor Beschwerde abgewiesen Beschwerde abgeholfen auf offenes Verwaltungsgerichtsverfahren verwiesen 37 4 1 46 7 0 28 4 0 2 * In der angegebenen Gesamtzahl sind drei Folgebeschwerden enthalten. Einleitend kann festgestellt werden, dass die Anzahl der zentral bearbeiteten Beschwerden in 2018 im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich gesunken ist. Sie lag damit sogar unter dem Niveau des Jah- res 2016 und in Relation zur Zahl der insgesamt bearbeiteten Fälle bei weniger als 0,3 Prozent. 27 der insgesamt 32 Beschwerden betrafen den Arbeitsbereich des ASD. Davon wurden 25 abgewie- sen, während zwei Beschwerden abgeholfen wurde. Von den drei Beschwerden im Arbeitsbereich des GSD wurde einer Beschwerde abgeholfen, während zwei abgewiesen wurden. Im Arbeitsbereich des Pflegekinderdienstes (PKD) gab es im Jahr 2018 zwei zentral bearbeitete Beschwerden, von de- nen eine abgewiesen wurde. Bezüglich der thematischen Schwerpunkte der eingegangenen Beschwerden ist folgendes festzuhal- ten: Der Anzahl der Beschwerden vor dem Hintergrund strittiger Sorgerechts- und Umgangsregelungen ist anteilmäßig nahezu exakt so stark gesunken wie die Gesamtzahl der Beschwerden. Sie machten damit auch in 2018 mehr als die Hälfte aller zentral bearbeiteten Beschwerden aus, wobei nur zwei dieser 17 Beschwerden als, zumindest teilweise, berechtigt bewertet wurden. Bezüglich der übrigen Themenbereiche ist vor allem der überproportionale Rückgang von Beschwer- den im Bereich der Eingliederungshilfe bemerkenswert. Die Frage, ob dies als positive Folge inzwi- schen realistischerer Vorstellungen von der Umsetzung des Inklusionsgedankens im schulischen Be- reich interpretiert werden kann oder auf zufälligen Schwankungen beruht, kann angesichts der gerin- gen Fallzahl nicht eindeutig beantwortet werden. Erwähnenswert ist weiter, dass auch in 2018 keine der Beschwerden im Zusammenhang mit dem Schutzauftrag des Jugendamtes, also bezüglich Inobhutnahmen bzw. Meldungen gemäß §8a SGB VIII, als berechtigt bewertet wurde. Die gesetzlichen und internen Vorgaben wurden in allen Fällen eingehalten und dies wurde auch sorgfältig dokumentiert. Obwohl die bei den Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführern gegenüber dem Jugendamt und anderen Institutionen vielfach bestehenden ausgeprägten Ansprüche naturgemäß nicht immer erfüllt werden können, deutet die Tatsache, dass nur vier der zentral bearbeiteten Beschwerden als berech- tigt bzw. zumindest teilweise nachvollziehbar eingestuft wurden, darauf hin, dass die Mitarbeitenden des ASD, PKD und GSD ihre komplexen Aufgaben auch 2018 auf einem fachlich hohen Niveau erfüllt haben. Gez. StD Dr. Keller i.V. für Prof. Dr. Diemert
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1573/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 08.05.2019
- Erstellt
- 03.05.2019 10:16