3192/2022
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: ÖPNV für Klettenberg- Busse-On-Demand (Az.: 02-1600- 49-22)
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Anlage 1 - Eingabe
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Anlage Anliegen: Das „SeniorenNetzwerk Klettenberg“ kümmert sich auf verschiedene Weise um die Bürger unseres Stadtteils: Aktivitäten anstoßen, Menschen zusammen bringen, Sorgen und Probleme anhören und nach Verbesserungen suchen. Eine Problemstelle ist schon seit längerer Zeit bekannt und wird immer wieder vorgetragen: Die Bewohner des Altenheims St. Bruno sowie die Bewohner der Häuser „Betreutes Wohnen“ gehören zur mobilitätseingeschränkten Gruppe. Sie beklagen den weiten Weg zur nächsten Haltestelle des ÖPNV. Auch den Pflegern/innen, den Angestellten, Besuchern und Freunden des Altenzentrums St. Bruno würde eine bessere Anbindung ihre Arbeit bzw. Besuche erleichtern. Auch das Kinderheim KidS und viele Bewohner des Viertels beklagen zu weite Wege zur nächsten Haltestelle. Leider ist der Stadtteil Klettenberg bisher durch alle Raster gefallen. Für eine Linie mit Standardbussen sind die Straßen wohl zu eng, bei dem Projekt Minibusse On Demand wurde Klettenberg nicht einbezogen (weil offensichtlich andere Prioritäten gesetzt wurden). Dabei hatten selbst die KVB anerkannt, dass Teile von Klettenberg „suboptimal“ an den ÖPNV angebunden sind. Die Senioren/innen befürchten, dass sie wieder durchs Raster fallen. Nötig wäre deshalb jetzt eine verbindliche und zeitnahe Perspektive. Könnte geprüft werden, ob nicht vor Ende der Testphase Busse-On Demand Klettenberg schon in den Test einbezogen wird (Aussage KVB: Änderungen in der Testphase sind möglich) oder welche anderen innovativen Möglichkeiten gibt es? Eine Unterschriftenliste mit 248 Namen, die wir diesen März gesammelt haben, die das große Bedürfnis und Interesse an einer Lösung belegt, würden wir gerne persönlich der KVB überreichen. Wir würden dann auch gerne mit der KVB über Lösungsmöglichkeiten ins Gespräch kommen. Können Sie uns unterstützen?
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Dezernat, Dienststelle III/68/681/1 Vorlagen-Nummer 3192/2022 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: ÖPNV für Klettenberg- Busse-On-Demand (Az.: 02-1600- 49- 22) Beschlussorgan Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Lindenthal bedankt sich bei der Petentin für ihre Eingabe. Die Bezirksvertretung empfiehlt dem Verkehrsausschuss, die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) zu beauftragen, die Einrichtung einer TaxiBus-Linie in dem betroffe- nen Teil Klettenbergs zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 vorzubereiten und dem Rat der Stadt Köln eine entsprechende Beschlussvorlage vorzulegen. Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 05.12.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Petentin beschreibt, dass die Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV) im Bereich zwischen der Geisbergstraße, der Drachenfelsstraße, der Rhöndorfer Straße und dem Güterbahnhof Köln Eifeltor für soziale Einrichtungen wie dem Altenzentrum St. Bruno, aber auch für die Bevölkerung selbst nicht ausreichend sei. Sie regt ferner an, zu prüfen, ob Klettenberg nicht auch vor Ende der Test- phase des On-Demand-Angebots „Isi“ in dieses einbezogen werden könne, da dies bisher nicht passiert sei. Alternativ bittet die Petentin darum, auch zu prüfen, ob ein anderes ÖPNV-Angebot in Klettenberg eingerichtet werden könne. Stellungnahme der Verwaltung: Das On-Demand-Angebot „Isi“ der KVB wurde am 18.06.2020 für einen Pilotzeitraum von zunächst vier Jahren durch den Rat der Stadt Köln beschlossen (vgl. Vorlagen-Nr. 1089/2020). Die Auswahl der Gebiete für den Pilotbetrieb basierte auf einer stadtweiten Analyse der Feinerschlie- ßung im Rahmen der Fortschreibung des 3. Nahverkehrsplans (vgl. 3. NVP, S. 146 ff. sowie Abbildung 6-3). Hierbei wurden stadtweit gezielt Gebiete mit einer unterdurchschnittlichen Erreichbarkeit bei gleich- zeitig höherer Altersstruktur in der Bevölkerung untersucht. Aus den hier identifizierten Bereichen wur- den mittels einer Simulation durch den von der KVB beauftragten Gutachter zwei Bereiche ermittelt, die für die Pilotphase besonders geeignet schienen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wurden daher die beiden Testgebiete in Nippes und Porz ein- gerichtet, die montags bis freitags in der Zeit von 8:00 bis 15:00 Uhr bedient werden. Darüber hinaus wurde testweise ein Nacht-Shuttle-Angebot vor Wochenenden und Feiertagen für den Bereich der In- nenstadt und Teile von Ehrenfeld, Deutz und Mülheim eingerichtet (vgl. https://www.kvb.koeln/mobilitaet/isi/index.html). Ergänzend wurden Verwaltung und KVB beauftragt, das Angebot während der Pilotphase zu überprüfen und ggf. Anpassungen im Rahmen des bereitgestellten Budgets unter Beteiligung der politischen Gremi- en vorzunehmen. Verwaltung und KVB erstellen zurzeit einen Zwischenbericht, in dem erste Erkenntnisse aus dem Pilot- betrieb zusammengetragen werden. Voraussichtlich Anfang 2023 wird eine entsprechende zusammen- fassende Auswertung vorliegen, auf dessen Grundlage dann die vorhandenen Testgebiete ggf. ange- passt werden. Eine Ausweitung auf andere Stadtgebiete ist während der Pilotphase nicht vorgesehen. Die von der Petentin angesprochene ÖPNV-Erschließungslücke in Klettenberg wurde bereits im 3. Nah- verkehrsplan formuliert (vgl. 3. NVP, S. 139 ff.) und soll mit der Bearbeitung der ergänzenden Arbeits- aufträge geschlossen werden (vgl. Sachstandsbericht zum 3. NVP, Vorlagen-Nr. 3428/2021). Aufgrund des als Verkehrsberuhigung eingerichteten alternierenden Parkens sind die eingangs benann- ten Straßen sehr eng (zwischen 4,50 und 5,00 Metern für zwei Fahrspuren; je eine pro Richtung). Ledig- lich durch eine grundlegende Neuordnung des Straßenraums ließe sich ein Betrieb mit Standard- oder Gelenkbussen realisieren. Dies ginge jedoch zulasten der Verkehrsberuhigung und der Parkraumsituati- on in dem Gebiet und scheint somit kein geeignetes Mittel zu sein. Als alternatives ÖPNV-Angebot kämen somit aktuell entweder ein Anruf-Sammel-Taxi oder ein TaxiBus in Frage. Beide Angebote erfolgen auf Abruf und müssen spätestens 30 Minuten vor Fahrtantritt telefo- nisch angemeldet werden. 3 Die Fahrt mit dem Anruf-Sammel-Taxi wird von einer bestimmten Haltestelle innerhalb eines definierten Bedienungsgebietes bis zur Haustür durchgeführt, sofern sich diese im Bedienungsgebiet befindet. Hier- für wird zusätzlich zum VRS-Ticket ein Komfortaufschlag zwischen 3,20 und 4,20 Euro innerhalb des Stadtgebiets erhoben. Der TaxiBus verkehrt wie eine klassische Buslinie entsprechend des jeweiligen Fahrplans. Die Fahrt wird i. d. R. mit einem Taxi durchgeführt und ist zuschlagsfrei. Die Vorteile einer TaxiBus-Linie liegen somit darin, dass einerseits die Beförderung entsprechend eines Fahrplans von der Start- zur Zielhaltestelle und zurück erfolgen kann und hierbei andererseits kein Kom- fortzuschlag erhoben werden muss. Darüber hinaus müssen weniger Flächen im öffentlichen Straßen- land in Anspruch genommen werden, als es bei Standard- oder Gelenkbussen der Fall wäre. Die von der Petentin gewünschte kurzfristige Umsetzung ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 aufgrund des notwendigen zeitlichen Vorlaufs von mindestens einem halben Jahr in Bezug auf die not- wendigen, politischen Beschlüsse und die Einrichtung vor Ort nicht möglich. Verwaltung und KVB empfehlen daher der Bezirksvertretung, den Verkehrsausschuss zu bitten, einen Auftrag an Verwaltung und KVB zur Einrichtung einer TaxiBus-Linie in dem betroffenen Stadtgebiet zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 zu formulieren. Anlagen 1. Eingabe
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3192/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 17.11.2022
- Erstellt
- 28.09.2022 12:04