0190/2020
Tennishallenplätze in Köln
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
3912 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/52/520/2 Vorlagen-Nummer 31.01.2020 0190/2020 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Sportausschuss 19.03.2020 Tennishallenplätze in Köln In der Sitzung des Sportausschusses am 28.11.2019 bittet die Linke.-Fraktion um Beantwortung ver- schiedener Fragen zum Angebot von Tennishallenplätze in Köln. Frage 1: Wie hat sich der Bestand an Hallenplätzen im Gebiet der Stadt Köln in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und wie viele Plätze werden heute noch zu welchen Konditionen vorgehalten? Antwort: Laut Tennisverband Mittelrhein spielen im Wettbewerb 51 Tennisvereine. Die Wettbewerbe werden im Winter in 16 Tennishallen durchgeführt. Davon sind sechs Hallen gewerblich betriebene Hallen. Insgesamt stehen dem Tennisverband Mittelrhein und den Angehörigen Vereinen für Spiele und Training 55 Tennishallenplätze zur Verfügung. In der Regel werden von allen Tennishallenbetreibern im Durchschnitt für Einzelstunden pro Platz 20,-- € bis 40,-- € verlangt. Frage 2: Warum hat es die Sportentwicklungsplanung, die im Frühjahr vom Rat der Stadt Köln verabschiedet wurde, versäumt, die oben skizzierte Entwicklung zu problematisieren, bzw. Lösungsansätze aufzu- zeigen? Antwort: Nutzungsprobleme entstehen überwiegend in den Tageszeiten zwischen 17 Uhr und 22 Uhr. Dies betrifft dann überwiegend den Vereinssport, da die genannten Zeiten von den organisierten Sportlern bevorzugt werden. Freizeitspieler können bzw. müssen durchaus auf die übrigen Zeiten, also vor 17 Uhr und nach 22 Uhr, zurückgreifen. Der Tennissport erlebte in den letzten Jahren immer wieder Höhen und Tiefen, je nach Beliebtheit bzw. je nach Erfolgen der bekannten Tennisprofis und Spitzenspielerinnen und –spieler. Eine drama- tische Problemsituation hinsichtlich der Tennishallennutzungen in den letzten Jahren ist der Sport- verwaltung nicht bekannt. Frage 3: Wie bewertet die Verwaltung den Umstand, dass erst kürzlich sämtliche Hallentennisplätze in der Wilhelm-Mauser-Straße (Bell’s Tennishalle) einem Basketball-Leistungszentrum weichen mussten, was sowohl die hiesigen Vereine als auch Privatspieler vor enorme Probleme stellt? Antwort: Die Bell-Halle wurde auf dem freien Immobilienmarkt zum Verkauf angeboten. Es ist als gro- ßes Glück für den Kölner Sport anzusehen, dass diese Halle von der Rheinstars Basketball GmbH gekauft wurde und zukünftig dem Partnerverein SG Rheinstars Köln, derzeitig der drittgrößte Basket- ballverein Deutschlands mitsamt seinen 45 Mannschaften (überwiegend Jugendmannschaften, männlich und weiblich) eine Vereinsheimat bietet. 2 Frage 4: Wie schätzt die Verwaltung, die damit einhergehende Zurücksetzung des Amateursportbereichs ge- genüber dem semi-professionellen und kommerziellen Bereich ein? Hier ist keine Zurücksetzung des Amateursports zu erkennen. Im Gegenteil bietet die neue Basket- ballhalle hervorragende Voraussetzungen insbesondere den Jugendbasketball zu fördern und gleich- zeitig an manchen Stellen beengte Hallennutzungszeiten in städtischen Hallen zu entspannen. Gleichwohl ist festzustellen, dass durch die Schließung des Tennisangebotes der Bell-Halle, betroffe- ne Tennisspieler eine andere Halle aufsuchen müssen. Frage 5: Wie wird die Stadt Köln dem offensichtlichen Mangel an Tennishallenplätzen begegnen und in wel- chem Zeitraum ist mit einer Besserung zu rechnen? Antwort: Auf die Bereitstellung von Tennishallenplätze durch gewerblich orientierte Anbieter hat die Sportverwaltung der Stadt Köln keine Einflussnahme. Sollte ein eingetragener Tennisverein, Mitglied im StadtSportBundKöln e.V. und Mitglied im Tennisfachverband, ambitioniert sein, Hallenkapazitäten zu schaffen, hat er die Möglichkeit, eine Baubeihilfe nach den einschlägigen Fördervoraussetzungen zu beantragen. gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- 0190/2020
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 31.01.2020
- Erstellt
- 20.01.2020 13:59