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V/0905/2015

Bündelung der Angebote im Bereich Bürgerfunk (Medienforum, VHS)

Vorlagen 02.11.2015

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 03.12.2015, TOP 9

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2 Konzept zur weiteren inhaltlichen und räumlichen Optimierung der Kooperation von VHS-Bürgerfunk und medienforum münster

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Ansehen

Anlage 1 Synopse zu Aufgaben und Ressourcen des medienforum münster e.V. und des VHS-Bürgerfunkstudios

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Ansehen

Beschlussvorlage

20548 Zeichen

V/0905/2015 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Bündelung der Angebote im Bereich Bürgerfunk (Medienforum, VHS) 
(Konsolidierungsvorschlag Nr. 135 im Handlungsprogramm 2012 bis 2017) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
19.11.2015 Kulturausschuss Entscheidung 
 
 
 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
 
1. Der Kulturausschuss nimmt die Veränderungen, die sich aufgrund der aktuellen Änderungen in der 
Förderstruktur der LfM insbesondere für den medienforum münster e. V. als beauftragte „Servic e-
stelle Bürgerfunk“ ergeben, zur Kenntnis.  
 
2. Der Kulturausschuss nim mt z ur Kenntnis, dass eine Bündelung der Angebote  des medienforum 
münster e. V. und des VHS -Bürgerfunkstudios nach Prüfung der inhaltlichen Ausrichtung sowie f i-
nanziellen, personellen und insbesondere räumlichen Ressourcen nicht zielführend ist und dadurch 
auch keine Einsparpotentiale generiert werden können.  
 
3. Der Kulturausschuss nimmt zur Kenntnis , dass das medienforum münster und der VHS -Bürgerfunk 
die Laufzeit der Erprobungsphase des neuen Fördersystems der LfM (01.04.2015 bis zum 
30.9.2016) auch dafür nutzen, ihre  Zusammenarbeit jeweils profilschärfe nd und in gegen seitiger 
Stärkung weiter zu optimieren und den Bereich Bürgermedien insgesamt weiter zu qualifizieren (s. 
Anlage 2). Insbesondere das medienforum münster soll auf diesem Wege eine Einnahmesteigerung 
erzielen. 
 
4. Über die Ergebnisse der Erprobu ngsphase ist nach Ablauf der Frist im Kulturausschuss zu beric h-
ten.  
 
 
 
 
 
 
Begründung: 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0905/2015 
Auskunft erteilt: 
Frau Schnell 
Ruf: 
492-4100 
E-Mail: 
Schnell@stadt-muenster.de  
Datum: 
29.10.2015 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0905/2015 
 
 
1. Hintergrund 
 
Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung vom 29.11.2012 beschlossen, dass die Verwaltung im Rahmen 
des Handlungsprogramms 2012 bis 2017 bis Mai 2013 ein Konzept erarbeitet, dass in Verbindung mit poten-
tiellen Einsparungen die Bündelung der vorhandenen Angebote im Bereich Bürgerfunk (Medienforum, VHS) 
ermöglicht.  
 
In den Sitzungen des Kulturausschusses vom 20.6.2013 sowie 25.11.2014 hat der Ausschuss per B ericht 
(V/0403/2013 und V/0871/2014) zur Kenntnis genommen, dass die Erarbeitung eines entsprechenden 
Konzepts aufgrund der zeitlichen Verzögerungen bei der Verabschiedung der neuen Landesgesetzgebung 
bzw. ihrer Konkretisierung durch die neue Satzung der L andesanstalt für Medien NRW (LfM) erst im Jahr 
2015 erfolgen kann. Auf die massiven Auswirkungen der letzten Änderungen des Landesmediengesetzes 
auf die kommunale Medienlandschaft im Jahr 2007 wurde entsprechend verwiesen / bzw. ausgeführt.  
 
Mit Wirkung vom 17.07.2014 ist das neue Landesmediengesetz in Kraft getreten. Für seine Umsetzung war 
die Entwicklung einer neuen Fördersatzung und weitergehender Förderbestimmungen durch die LfM erfo r-
derlich, die Ende Januar 2015 bekanntgegeben wurden. Erste konkrete U msetzungsschritte wurden im La u-
fe des Jahres 2015 realisiert, von denen vor allem der medienforum münster e.V. profitiert.  
 
 
 
2. Medienkompetenzvermittlung und lokalpublizistische Ergänzung  auf der Basis der aktuellen 
Förderstrukturen der LfM 
 
Mit Blick auf unsere digitalisierte „Informations- und Wissensgesellschaft“ besteht seit Jahren Einigkeit darin, 
dass Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen Kenntnisse im Umgang mit modernen Medien voraussetzt. 
Es gehört mit zu den Aufgaben von Kultur - und Bildungseinrichtungen, das Erlernen und Praktizieren dieser 
Kulturtechniken zu ermöglichen und zugleich den Zusammenhang mit klassischen Medien zu verdeutlichen.  
 
Verstanden als die Fähigkeit, mit Medien umzugehen, ihre Inhalte zu v erstehen und bewerten zu können  
sowie selber Medienbeiträge herstellen, gestalten und verbreiten zu können, hat die Medienkompetenz s o-
mit sowohl technische, inhaltliche als auch demokratische Komponenten. Medienkompetenz ist mehr als 
„Bedienkompetenz“. 
 
Den Bürgermedien kommt im Gesamtzusa mmenhang der Vermittlung von Medienkompetenz eine zentrale 
Rolle zu. So hat der Bürgerfunk in NRW, der den offenen Zugang zum reichweitenstarken Lokalfunk ermö g-
licht, folgenden gesetzlichen Auftrag: „Der Bürgerfunk im lokalen Hörfunk dient dazu, das lokale  Informati-
onsangebot zu ergänzen und den Erwerb von Medienkompetenz, insbesondere von Schülerinnen und Sch ü-
lern, zu ermöglichen und damit auch zur gesellschaftlichen Meinungsbildung beizutragen“ (LMG § 40a „Bü r-
gerfunk im lokalen Hörfunk“, Absatz 1). 
Demnach ist nicht nur Medienkompetenzvermittlung, sondern ebenso die lokalpublizistische Ergänzung von 
Anbeginn Funktionsauftrag des Bürgerfunks.  
 
Zielsetzung des neuen „zukunftsfähigen“ Landesmediengesetzes ist es, „den Anforderungen der digitalen 
Gesellschaft Rechnung zu tragen und auf die dringenden Bedarfe der Praxis zu reagieren. Die Kerneleme n-
te sind Vielfalt, Partizipation und Transparenz“ (Zitat NRW-Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren).  
Entsprechend sieht das umfängliche Gesetz u. a. auch eine S tärkung der Bürgermedien vor. Neben der 
bisherigen Verbreitung im Lokalfunk sollen Bürgermedien zukünftig auch stärker das Internet nutzen und 
dort Beiträge nachhaltig und sendezeitunabhängig anbieten können. Die zentralen Änderungen für den Bü r-
gerfunk werden in § 40 beschrieben (s. dazu auch Vorlage V/0871/2014 + Anlage).  
 
Das Gesetz schafft zudem Grundlagen für neue Fördermöglichkeiten im Sinne einer Grundsicherung, um die 
kontinuierliche Arbeit der Bürgermedieneinrichtungen zu gewährleisten. Neben der we iterhin bestehenden 
Möglichkeit der Qualifizierungs - und Projektförderung (die mit der Gesetzesänderung im Jahr 2007 eing e-
führt wurde), wird nun auch die Förderung der Grundlagen technischer und organisatorischer Infrastruktur 
eingeführt, die der Produktion von Beiträgen und der kontinuierlichen Arbeit der Einrichtungen dienen.  
 
Die LfM als ausführende Instanz realisierte diese Vorgabe mit der Ausschreibung sogenannter „Serviceste l-
len Bürgerfunk“. Dazu heißt es in einer Bekanntmachung der LfM: „Bürgerfunk w ird in Nordrhein -Westfalen

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V/0905/2015 
in den Programmen des lokalen Hörfunks in 44 Verbreitungsgebieten ausgestrahlt. (…) In den Verbreitung s-
gebieten gibt es Einrichtungen, die über den Bürgerfunk informieren, Interessenten und Nutzer beraten und 
Technik für die Prod uktion von Beiträgen vorhalten. Diese Information und Beratung sowie der Service so l-
len durch die Förderung der Grundlagen technischer und organisatorischer Infrastruktur unterstützt werden.“  
 
Pro Lokalfunk-Verbreitungsgebiet in NRW soll es in der Regel ei ne Servicestelle geben. Die Förderung b e-
trägt jeweils maximal 6.000 Euro pro Jahr: 
• Bis zu 3.000 Euro pro Jahr für die Grundlagen der organisatorischen Infrastruktur  
• Bis zu 2.000 Euro pro Jahr für die Grundlagen der technischen Infrastruktur (Neuanschaf fungen) 
• Bis zu 1.000 Euro pro Jahr Aufwandsentschädigung für Produktionsberatung und -begleitung. 
 
Das medienforum münster hatte sich unmittelbar nach Bekanntgabe der neuen Förderrichtlinien als „Se r-
vicestelle Bürgerfunk“ beworben.  Nach der Antragstellu ng bekam der Verein Anfang Juni 2015 einen Z u-
wendungsbescheid, der rückwirkend ab 01.04.2015 gilt, und ist somit als „Servicestelle Bürgerfunk“ für das 
Verbreitungsgebiet Münster beauftragt.  
Dies gilt zunächst für 18 Monate (01.04.2015 -30.09.2016), in der  Erprobungsphase für das gesamte neue 
Fördersystem der LfM. Die zweckmäßige Verwendung der Mittel ist nachzuweisen.  
 
 
 
3. Entwicklungen im Bereich Bürgermedien in Münster 
 
Insbesondere in den 80igern und 90igern erfuhr die Initiierung und Entwicklung von Bür germedien im Ko n-
text der Medienkompetenz und Medienbildung eine starke Beachtung.  In Münster, aber auch la ndesweit, 
wurden – im Großteil direkt oder indirekt auch kommunal getragen bzw. gefördert – entsprechende Initiati-
ven gestartet.  
 
Als Träger bzw. Anbieter von Bürgermedien (Bürgerfunk und Bürgerfernsehen) haben sich in Münster in den 
Folgejahren das Medienforum, das VHS -Bürgerfunkstudio, das Bennohaus, das Franz -Hitze-Haus, das 
Campus-Radio sowie später das Netzwerk mekomnet etabliert.  
Für die Entwic klung und den Ausbau der verschiedenen A nbieterstrukturen und -angebote war neben der 
kommunalen Förderung insbesondere auch die Förderung auf Landesebene durch die Landesanstalt für 
Medien NRW (LfM) entscheidend. Die bis in das Jahr 2007 gültige „Minutenf örderung“ der LfM garantierte 
allen produzierenden Anbietern eine befriedigende (gute) Arbeitsgrundlage und finanzielle Absicherung.  
 
Mit der LfM-Förderung für das Projekt „mekomnet – Das Medienkompetenz-Netzwerk“ - getragen vom medi-
enforum münster, der V HS Münster, der Filmwerkstatt Münster und dem Verein Bürgernetz büne e. V. - 
konnte im Jahr 2003 zudem eine stadtweite Kooperation zur Förderung der Medienkompetenz und Medie n-
partizipation aufgebaut werden, welches über das Internetportal wwww.mekomnet.de sowie dem mekoml o-
kal als zentrale Anlaufstelle dem Informations- und Orientierungsbedarf in lokalen Fragen der Medienkomp e-
tenz nachgehen konnte.  
 
Dem Regierungswechsel in NRW 2005 folgte eine Novelle des Landesmediengesetzes 2007. Es gab gravi e-
rende Einschnitte für Bürgerfunk und Bürgerfernsehen, auch und insbesondere bei der Förderung. Die Fö r-
dermöglichkeit für lokale Medienkompetenz -Netzwerke wie mekomnet entfiel komplett. Insbesondere in den 
Jahren 2007 / 2008 haben sich Kulturverwaltung und Kulturpolit ik intensiv mit der Situation der Bürgerm e-
dien in Münster auseinandergesetzt und bereits verschiedene Varianten der Bündelung geprüft.  
 
Im Fokus standen dabei die kommunal getragenen bzw. geförderten Einrichtungen medienforum, VHS -
Bürgerstudio und das Bennohaus mit der zentralen Frage, wie sich die Konzentration des Bürge rfunks unter 
Regie eines dieser Träg er räumlich und organisatorisch  darstellen würde. Alle Varianten wurden ermittelt 
und durchgespielt.  
 
Im Ergebnis wurden bereits die Leitlinien und die  Ausrichtung des Bennohauses überarbeitet und in Ergä n-
zung zu den Angeboten des medienforums sowie des VHS -Bürgerfunkstudios geschärft. Neben dem ve r-
einbarten Schwerpunkt  im Bereich der Stadtteilkultur  konzentriert sich  die Medienarbeit des Bennohauses 
insbesondere auf den TV - und Videobereich. Der Schwerpunkt verlagerte sich hier zudem vom reinen lize n-
sierten Sendebetrieb zur verstärkten Medienkompetenzvermittlung (TV, Video, Internet) im Aus - und Fortbil-
dungsbereich.  
 
Bzgl. der Angebote des medienforum m ünster e.V. und des VHS -Bürgerfunkstudio wurde im Prüfe rgebnis 
ein Modell favorisiert und vorgeschlagen, nach dem der medienforum münster e. V. auf der Grundlage einer

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V/0905/2015 
Kooperationsvereinbarung die Möglichkeit zur Nutzung von Infrastruktur in der VHS erhalt en sollte. 
(V/0015/200/1. Erg.) Insbesondere auch vor dem Hintergrund der seinerzeit bestehenden finanziellen Mie t-
rückstände des medienforum münster e.V. wurde diese räumliche Zusammenfassung von medienforum 
münster e.V. und VHS-Radiowerkstatt vorgeschlagen. 
Auf der Basis des bisherigen städtischen Zuschusses für den medienforum münster e.V. wurde auch die 
Handlungsoption offengehalten, dass sich der Verein selbstfinanzierte und selbstfinanzierbare eigene Rä u-
me sucht. Letztlich gelang dem medienforum münste r e.V. ab 2008 die Stabilisierung in seinen Räumlichke i-
ten am Verspoel, u.a. durch die Untervermietung auf seiner Etage.  Durch die zeitgleich durch die Kulturve r-
waltung begleitete Neuvermietung weiterer Räumlichkeiten in dieser städtischen Immobilie konnt en dort 
weitere Medien- und (inter-)kulturelle Akteure verortet werden.  
 
 
 
4. Analyse der aktuellen Ressourcen mit Blick auf Bündelungsoptionen  
 
Zur Prüfung möglicher Bündelungsoptionen wurden die aktuellen inhaltlichen Tätigkeitsfelder / Produkte 
sowie die  finanziellen, personellen und räumlichen Ressourcen von dem VHS-Bürgerfunkstudio und dem 
medienforum münster in einer Synopse zusammengestellt (s. Anlage 1).  
 
Die Gegenüberstellung macht deutlich:  
1. Beide Einrichtungen waren in den vergangenen Jahren in e rheblichem Maße von Kürzungen betro f-
fen, auf die sie inhaltlich und strukturell reagiert haben. Die  finanziellen und personellen Ressourcen 
sind dabei jeweils auf ein  Minimalstandard herabgesetzt wo rden. In beiden Einrichtungen steht nur 
noch eine 0,5 -Stelle zur Verfügung. Die weitere Vereinsarbeit erfolgt im medienforum münster e h-
renamtlich.  
Beide Einrichtungen ziehen für (Radiopass -)Schulungen, Zertifizierungen und Projekte bei Bedarf 
Fachkräfte und zertifizierte Medientrainerinnen heran, deren Kosten j eweils auf Antrag durch Pr o-
jektmittel der LfM refinanziert werden müssen. 
Der medienforum münster e.V. verfügt im Sinne des Qualitätsmanagements und der Legitimation 
zur Antragstellung für Mittel der LfM über die entsprechende Zertifizierung (QMB), die VHS  über eine 
Zertifizierung nach ISO 9001:2008 und AZWV. Die Antragstellung für Projekte und Schulungen ist 
möglich. 
 
2. Mit Blick auf die beiden Kernbereiche des Bürgerfunk –   „Medienkompetenzvermittlung und loka l-
publizistische Ergänzung“ –  setzen die Einrichtungen gemäß ihrer Kompetenzen und Möglichkeiten 
unterschiedliche, sich ergänzende Schwerpunkt e: 
Der Schwerpunkt des medienforum münster e.V. liegt insbesondere in der Beratung, Begleitung, 
Organisation sowie Bereitstellung von Infrastruktur für die qualifizierte Bürgerfunkproduktion (über 70 
% der Bürgerfunkproduktionen in Münster gegenüber 19 % im VHS -Bürgerfunkstudio). Die Medie n-
kompetenzvermittlung erfolgt insbesondere im Zuge des Produktionsprozesses sowie in den ve r-
pflichtenden, vorbereitenden Zertif izierungskursen (Radiopass -Schulungen) und weiterführenden 
journalistischen Schulungen. 
  
Der Schwerpunkt im VHS -Bürgerfunkstudio liegt demgegenüber auf Schul - und Medienprojekte n 
insbesondere auch für Schulen und / oder in Kooperation mit Hochschulen sowi e in Kombination mit 
Veranstaltungen und Kursen im Rahmen des Jahresprogramms der VHS im Fachbereich Medien 
und EDV. Die Produktion von Bürgerfunkbeiträgen ist eher untergeordneter Bestandteil des Ang e-
bots, bzw. z. T. eingebettet in spezielle Projektarbeit en. Auch die für die Produktion von Bürgerfun k-
beiträgen notwendigen Zertifizierungsschulungen (Radiopass) werden nur in einem geringen U m-
fang angeboten.  
 
3. Die Einrichtungen verfügen über unterschiedliche räumliche Ressourcen, die sich in den vergang e-
nen Jahren deutlich verändert haben: 
Trotz Neustrukturierung im Jahr 2008 hält das medienforum münster weiterhin zwei Studios vor, die 
durch ihre spezielle Ausstattung (Zweiteilung in Sprecher - und Technikraum, Aufna hme-/Schnitt-
Rechner etc.)  für die Produktion  sowohl im Regie - als auch Selbstfahrerbetrieb geeignet sind. Ihre 
Größe lassen zudem auch das Arbeiten und Produzieren mit größeren Gruppen zu.  Die Studios 
sind zudem nach Absprache rund um die Uhr zugänglich. 
 
 
Die räumlichen Ressourcen des VHS -Bürgerfunkstudios haben sich demgegenüber deutlich verä n-
dert. Mit dem (Teil -)Umbau der VHS wurde das VHS -Bürgerfunkstudio (vormals 60 qm) im Fachb e-

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reich „Medien und EDV“ angegliedert und zu einem Seminarraum (ca. 35 qm) mit Studiovorrichtung 
und sieben Schulungs -PCs eingerichtet. Als multifunktionaler Raum dient er sowohl als Seminar - 
und Schulungsraum im Veranstaltungsprogramm des Fachbereichs „M edien und EDV“ der VHS als 
auch als „Bürgerfunkstudio“. Der Raum ist barrierefrei zugänglich und vorwiegend für Kleingru ppen-
projekte (max. acht bis 10 Personen) geeignet.  
 
4. Entwicklungsoptionen:  
Als größte Bür gerfunkproduktionseinrichtung in  Münster hatte sich das medienforum münster A n-
fang des Jahres erfolgreich als „Servicestelle Bürgerfunk“ für das Verbreitungsgebiet Mü nster b e-
worben. Der Zuschlag des Landes erfolgte zunächst für 18 Monate (Laufzeit noch bis 30.9.2016) zur 
Erprobung für das gesamte neue Fördersystem der LfM. Das medienforum münster möchte auf di e-
ser leicht verbesserten finanziellen Grundlage zum einen se ine bisherige Bürgerfunkarbeit fortsetzen 
und intensivieren sowie zudem über das parallel im Aufbau befindliche Webradio lokalen Partnern 
die Möglichkeit der Live -Übertragung von Veranstaltungen bieten. Das medienforum münster möc h-
te damit neue mediale Nut zungs- und Verbreitungsformen aufgreifen und seine Funktion als loka l-
publizistische Ergänzung ausbauen.  
 
Das VHS-Bürgerfunkstudio strebt perspektivisch eine Beteiligung an dem Lehr- und Lernsender Hör-
funk in NRW an, der in dem neuen Landesmediengesetz vor gesehen ist. Der Fokus liegt demen t-
sprechend auch hier stärker im Bereich der Medienkompetenzvermittlung und den Schulprojekten.  
 
 
 
5. Fazit und Handlungsoptionen 
 
Durch die aktuellen Förderstrukturen der LfM hat der Bürgerfunk eine leichte Stärkung erfahren , dadurch 
dass neben der reinen Projektförderung auch wieder die kontinuierliche Förderung der Infrastruktur als „Se r-
vicestellen Bürgerfunk“ eingeführt wurde. Die digitalen Anforderungen und Verbreitungswege sowie die z u-
nehmend pluralisierte Gesellschaft b egründen die hohe Bedeutung der Medie nkompetenzvermittlung wie 
auch der Partizipation durch lokalpublizistische Ergänzungs-angebote neben den Lokalzeitungen.  
 
Im Ergebnis der Prüfung von Bündelungsoptionen ist festzuhalten, dass das medienforum münster un d der 
VHS-Bürgerfunk auf der Basis ihrer extrem schlanken Betriebsstrukturen sowie unterschiedlichen Raumre s-
sourcen in den vergangenen Jahren bereits eine zunehmend profilierte und sich ergänzende Aufgabenve r-
teilung praktizieren.  
Eine Bündelung mit Einspa rpotential läge – wie bereits im Jahr 2008 vorgeschlagen – nur in einer räuml i-
chen Zusammenfassung der Angebote, um ggf. Mietkosten einzusparen. Das seinerzeit favorisierte Modell 
der Nutzung der Räumlichkeiten des VHS -Bürgerfunkstudios durch das medienfor um münster auf der Basis 
eines Kooperationsvertrages ist aufgrund der deutlich reduzierten Raumressourcen in der VHS sowie der für 
einen umfänglichen Produktionsbetrieb weniger geeigneten Ausstattung nicht zielführend. Auch eine Mitnu t-
zung der Räumlichkeiten des medienforum durch das VHS -Bürgerfunkstudio generiert kein Einsparpotential, 
da der in der VHS nur noch vorhandene multifunktionale Seminarraum auch weiterhin für den umfänglichen 
Schulungs- und Seminarbetrieb im Fachbereich „Medien und EDV“ vorgehalten werden muss.  
 
Entwicklungs- und Handlungsoptionen werden darin gesehen, die Angebote und Raumressourcen der be i-
den Einrichtungen im Sinne einer Gesamtqualifizierung und P rofilierung noch stärker miteinander zu verza h-
nen und zu optimieren, um damit mit telfristig höhere Einnahmen insbesondere beim medienforum mün ster 
und somit ggf. auch Einsparpotentiale zu generieren. Nach einem ersten Konzepten twurf (s. Anlage 2) findet 
dabei eine weitere Verlagerung der Bürgerfunkproduktionen in das medienforum statt,  die dort auch Produk-
tionshilfe erfahren (Bestandteil der Förderleistung der LfM). Gruppen, die barrierefreien Zugang benöt igen, 
sowie weitere Produktionen im Rahmen von Projektarbeiten mit Schulen und Hochschulen produzieren we i-
terhin im VHS-Bürgerfunkstudio. Bei größeren Gruppen kann die VHS auch die Studiokapazitäten des med i-
enforums nutzen.  
 
Aufgrund der inhaltlichen Zuordnung sollen – mit entsprechendem Verweis durch VHS und Antenne Münster 
– zukünftig die Zertifizierungen / Radiopass -Schulungen vom m edienforum münster über nommen werden. 
Durch diese Zentrierung wird ein stärkeres Angebot bzw. eine bessere Auslastung des Angebots beim m e-
dienforum erzielt mit höheren Einnahmen in Folge, die jedoch aufgrund der geringen Fördersätze der LfM 
begrenzt sind.  
 
Gemeinsam wirken beide Einrichtungen daran mit  den Bereich Bürgermedien in Münster weiter zu qualifizi e-
ren. Im Sinne der  Anschlussfähigkeit und des veränderten Nutzungsverhaltens sollen zukünftig digitale Ve r-

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V/0905/2015 
breitungswege stärker fokussiert werden sowie  perspektivisch die angekündigte neue Plattform des Ler n-
senders NRW genutzt werden.  
 
 
 
 
 
 
I.V. 
 
 
gez. 
Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Synopse zu Aufgaben und Ressourcen des medienforum münster  e.V. und VHS -
Bürgerfunkstudios  
Anlage 2: Konzept zu r weiteren inhaltlichen und räumlichen Optimierung der Kooperation von 
VHS-Bürgerfunk und medienforum münster

Anlage 2 Konzept zur weiteren inhaltlichen und räumlichen Optimierung der Kooperation von VHS-Bürgerfunk und medienforum münster

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Anlage 2:  
Konzept zur weiteren inhaltlichen und räumlichen Op timierung der Kooperation von 
VHS-Bürgerfunk und medienforum münster  
 
 
Die Einrichtung der neuen „Servicestelle Bürgerfunk “ beim medienforum münster ermöglicht und 
erfordert eine Bündelung des Angebotes in den Berei chen Erstkontakt und Beratung, technischer 
Support und praktische Produktionshilfe, Sendeplatz vergabe und Kontakt zu Antenne Münster. Diese 
Bündelung könnte wie folgt aussehen: 
 
Erstberatung, Kontakt 
 
Die Servicestelle Bürgerfunk beim medienforum münst er e. V. führt zu ausgewiesenen Öffnungszeiten 
eine Erstberatung für Interessierte durch. Die Volk shochschule Münster und Antenne Münster 
verweisen auf dieses Angebot. 
 
Produktionen und Projekte 
 
Das medienforum münster e. V. leistet Produktionshi lfe für Gruppen und gewährleistet dadurch die 
Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern am lokale n Hörfunk als offenes Angebot. Die 
verbleibenden regelmäßigen Gruppen im VHS-Bürgerfunkstudio sollen das Angebot nutzen. 
 
Das Bürgerfunkstudio der Volkshochschule wird für P rojektarbeit und besondere Zielgruppen genutzt. 
Bei besonders raum- und personalintensiven Projekte n kooperieren medienforum münster e. V. und 
VHS, z. B. beim jährlichen Girls‘ Day, Mädchenzukunftstag und machen ein gemeinsames Angebot. 
 
Technischer und organisatorischer Support 
 
Das medienforum münster e. V. stellt die technische  Infrastruktur zur Sendeproduktion Gruppen im 
Bürgerfunk zur Verfügung. Diese beinhaltet Studiorä ume, tragbare Aufnahmegeräte und digitale 
Schnittplätze.  
 
Es unterstützt die technischen und organisatorische n Abläufe zur Ausstrahlung von 
Bürgerfunksendungen bei Antenne Münster. Dazu gehör en die Koordinierung von Sendeplätzen und 
der Kontakt zur Redaktion von Antenne Münster. 
 
Qualifizierung  
 
Zur Qualifizierung bietet vorrangig das medienforum  münster e. V. Kurse an, die für den Erwerb des 
Zertifikats Bürgerfunk / den Radiopass der Landesan stalt für Medien Voraussetzung sind. Sowohl 
medienforum als auch VHS bieten weiterführende jour nalistische Schulungen an. Beide Einrichtungen 
arbeiten bei der Planung und Durchführung des Quali fizierungsprogramms zusammen. Das 
Gesamtangebot wird auf den Webseiten beider Einrich tungen sowie im Programmheft der VHS 
veröffentlicht.  
 
Neue Verbreitungswege 
 
Bürgerfunk ist eine publizistische Ergänzung des Lo kalfunks. Antenne Münster ermöglicht jedoch 
bisher kein Live-Radio für den Bürgerfunk. Dafür bi etet das medienforum münster e. V. Bürgerinnen 
und Bürgern die Beteiligung an einem (Live-) Webrad io, das den Ressourcen entsprechend aufgebaut 
werden soll. 
 
Weiterhin bieten eine geplante lokale Online-Zeitun g sowie eine von der LfM Ende September 2015 
ausgeschriebene landesweite Bürgermedienplattform P erspektiven für eine zusätzliche Verbreitung 
und Weiterentwicklung des Bürgerfunks in Münster. D ie On-Air-Ausstrahlung im Lokalradio – mit einer 
immer noch deutlich größeren Hörer-Reichweite als j edes Internet-Angebot – bleibt bestehen. Die 
zusätzlichen Web-Angebote reagieren auf verändertes  Nutzungsverhalten sowohl auf Rezipienten- als 
auch auf Produzentenseite. Damit wird die bisher üb erwiegend lineare Verbreitung ergänzt durch 
Möglichkeiten des zeitunabhängigen Abrufs von Beitr ägen on demand. Perspektivisch soll ein 
Lernsender Radio in NRW (noch keine Ausschreibung durch die LfM) entstehen.

Anlage 1 Synopse zu Aufgaben und Ressourcen des medienforum münster e.V. und des VHS-Bürgerfunkstudios

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Anlage 1: Synopse zu Aufgaben und Ressourcen des medienforum münster  e.V. und des VHS-Bürgerfunkstudios  
 
 
medienforum münster e.V.  
 
VHS -Bürgerfunkstudio  
 
Aufgaben / 
Produkte 
 
Das medienforum münster e. V. ist seit 1986 als Radioförderverein in 
Münster aktiv und leistet seit Sendestart des Lokalradios in Münster 
einen Rundum-Service für den Bürgerfunk: Von Informations- und 
Öffentlichkeitsarbeit über Beratung und organisatorische, technische 
und medienpädagogische Begleitung und Schulungsangeboten bis zur 
Interessenvertretung für den Bürgerfunk durch aktive Mitgliedschaft 
und Vorstandstätigkeit im Landesverband Bürgerfunk NRW e. V. sowie 
innovativen Projekten wie aktuell dem Aufbau eines Webradios für 
Münster. 
 
Produktionsstunden und Sendeanteil  
Das medienforum münster e. V. betreibt als freier Träger die größte 
und aktivste Bürgerradio-Einrichtung in Münster mit einem aktuellen 
Produktionsanteil von über 70 % des Sendezeitvolumens bei 
Vollauslastung.  
Das waren 2014 rund 13.800 Sendeminuten, die mit rund 1.900 
Studiostunden in den zwei vereinseigenen Studios produziert wurden.  
 
Beim medienforum produzieren 26 Gruppen für feste Sendeplätze, 
dazu kommen zahlreiche Einzelproduktionen.  
 
Der Verein kooperiert im täglichen Bürgerfunk-Betrieb mit einer 
Vielzahl lokaler Partner, u.a. im Kulturbereich mit dem Theater Münster 
und dem Wolfgang Borchert Theater mit jeweils regelmäßigen 
Sendungen sowie dem Zusammenschluss „moNoKultur – Initiative der 
freien Szene Münster“.  
Damit agiert das medienforum auch als Partner in der kulturellen 
Vernetzung in Münster.  
Weiterhin finden sich im Spektrum der Produktionen beim 
medienforum zahlreiche interkulturelle Beiträge sowie soziale und 
politische Themen mit Studiogästen aus Vereinen, Initiativen, lokalen 
Organisationen und Einrichtungen. 
 
Das VHS-Bürgerfunkstudio gehört zum Fachbereich Medien und 
EDV der Volkshochschule Münster, in dem über 250 EDV-Kurse, 
Lehrgänge und Zertifikate, zzgl. Personal- und Mitarbeiterfortbildung/ 
Firmenschulungen sowie die Kooperation „VHS und Schule“ 
angeboten wird.  
 
Seit 1990 ist der Bereich Bürgerfunk kontinuierlich mit 
Schulungsangeboten und einem offenen Bürgerfunkstudio im 
Weiterbildungsangebot der VHS vertreten. 
 
Produktionsstunden und Sendeanteil  
Die VHS Münster erstellt mit regelmäßig produzierenden Gruppen 
und sporadischen Gruppen monatlich ca. 19 % des 
Sendezeitvolumens. Die Gruppen produzierten 2014 ca. 3. 700 
Sendeminuten in 400 Produktionsstunden. 200 Unterrichtsstunden 
entfielen auf Projekte und Schulungen. 
 
Seit seinem Studiostart im Jahr 1991 mit seinerzeit noch ca. 20 bis 
25 Bürgerfunksendungen, vorwiegend mit Gruppen und Vereinen aus 
dem eher bürgerlichen und studentischen Spektrum, hat sich der 
Aufgabenschwerpunkt heute in Richtung „Schulung und 
Qualifizierung“ verschoben.

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Schulungen / Qualifizierung / Projekte:  
Das medienforum münster bietet sogenannte Zertifizierungskurse oder 
Radiopass-Schulungen an, die seit der Novellierung des 
Landesmedien-gesetzes für die Produktion von Bürgerfunkbeiträgen 
Voraussetzung sind. Dafür erfolgt eine Mittelbeantragung bei der LfM, 
um die Honorare der eingesetzten (zertifizierten) Fachkräfte zu 
decken. Es wird eine Organisations- und Technikpauschale erstattet.  
 
Neben journalistischen Schulungen / Qualifizierungen führt das  
medienforum münster in einem geringen Umfang Schulprojekte durch, 
ebenfalls auf der Basis projektbezogener Zuschüsse der LfM.  
 
Weitere Aufgaben / Perspektiven: 
Im Rahmen des im Aufbau befindlichen Webradios bietet das 
medienforum lokalen Partnern die Möglichkeit der Live-Übertragung 
von Veranstaltungen unter der Domain www.webradio-muenster.de. 
Zudem sollen in dem Webkanal längerfristig Sendungen, die im 
Bürgerfunk on Air ausgestrahlt wurden, nach einem festen 
Programmschema wiederholt werden. 
 
Schulungen / Qualifizierung / Projekte:  
Das VHS-Bürgerfunkstudio bietet ebenfalls in geringem Umfang die 
sogenannten Zertifizierungskurse oder Radiopass-Schulungen an. 
 
Das Bürgerfunkstudio führte seit 2008/9 vor allem 
drittmittelgeförderte Schulungen und Zertifikatskurse 
(Qualifizierungen), Veranstaltungen und Kurse im Rahmen des 
Jahresprogramms der Volkshochschule sowie Medienprojekte für 
Kinder und Jugendliche bei der Stadt Münster (Kulturstrolche, 
Kulturrucksack, Woche gegen Rassismus), Medien-, Kunst- und 
Ausstellungsprojekte für Schulen und Hochschulen durch.  
 
Weitere Aufgaben / Perspektiven: 
Auf der Ebene des Landesverbandes der Volkshochschulen in NRW 
ist es beratend für den Vertreter in der Landesmedienkommission 
tätig.  
Eine zukünftige Beteiligung an einem Lernsender Radio in NRW (im 
neuen Landesmediengesetz vorgesehen) ist geplant. 
 
finanzielle 
und 
personelle 
Ressourcen 
Der Wegfall der „Minutenförderung“ und „Produktionshilfe“ (der 
Veranstaltergemeinschaft von Antenne Münster) durch die 
Novellierung des Landesmediengesetzes NRW 2007 bedeutete für das 
medienforum ab 2008 einen Verlust von ca. 45.000 Euro jährlich und 
damit rund der Hälfte des damaligen Etats. 
 
Bei damals 1,5 festen Stellen musste die Stelle des Geschäftsführers 
(Vollzeit) gestrichen werden, übrig blieb eine halbe Stelle (20 h), die 
seitdem die jetzige Geschäftsführerin innehat.  
Die weitere Vereinsarbeit wird ehrenamtlich geleistet. 
 
Neben dem städtischen Zuschuss i.H.v. 35.000 € werden die für den 
Betrieb des medienforum münster e.V. erforderlichen Mittel erzielt 
durch: 
a) Untervermietung eines Teilbereichs der Etage am Verspoel (insg. 
rund 8.500 Euro / Jahr) 
b) Erhöhung der Mitgliedsbeiträge (ca.  6.000 Euro / Jahr) 
c) LfM-Projektmittel (ca. 3.000 Euro / Jahr) 
d) Einwerbung von Spenden (ca.  3.500 Euro / Jahr) 
Im Jahr 1991 wurde durch Ratsbeschluss vom 10.07.1991 die 
Einrichtung eines kommunalen Bürgerfunkstudios beschlossen und 1 
Stelle Medienpädagogik und 1 Stelle Sachbearbeiter/ Medientechnik 
bewilligt. 
Im Jahr 2000 entfiel die Stelle Sachbearbeiter/ Medientechnik“ und 
auf die Personalstelle „Medienpädagogik“ nur noch eine halbe Stelle 
„Leitung des VHS-Bürgerfunkstudios/ Öffentlichkeitsarbeit“.  
 
 
 
 
Auf Basis von Drittmittelprojekten erzielte das VHS-Bürgerfunkstudio 
seit der Umstellung der Minutenförderung (früher etwa 20.000 Euro 
jährlich) gesamt ca. 9.393,94 Euro (2009), 17.788,51 Euro (2010) 
18.481,42 Euro (2011), 16.290 Euro (2012), 11.850,- Euro (2013), 
13.494,- Euro (2014) an Einnahmen.

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Der Verein hat in seinen Reihen journalistische und pädagogische 
Fachkräfte, die für Schulungen und Projekte zur Verfügung stehen, 
sowie zwei LfM-zertifizierte Medientrainerinnen, die berechtigt sind, 
Zertifizierungskurse / „Radiopass“-Schulungen durchzuführen. Die 
Verlängerung der Trainer-Scheine erfolgt jährlich durch Fortbildungen 
der LfM.  
Die Finanzierung der Fachkräfte erfolgt auf Honorarbasis über 
beantragte Mittel bei der LfM.  
 
Für die Jahre 2015 sowie 2016 erhält das medienforum zusätzlich die 
neue Infrastrukturförderung als „Servicestelle Bürgerfunk“ in Höhe von 
jährlich bis zu 6.000 Euro. Der Verein erhält damit die Möglichkeit, 
notwendige Investitionen im Bereich der technischen Infrastruktur in 
Höhe von jährlich 2.000 € vorzunehmen. Mit den weiteren max. 3.000 
Euro für die Grundlagen der organisatorischen Infrastruktur sowie den 
bis zu 1.000 Euro. Aufwandsentschädigung für Produktionsberatung 
und -begleitung können erhöhte Kosten durch z. B. innovative 
Vorhaben (z. B. Webradio: GEMA, GVL, Streamprovider, Öffentlich-
keitsarbeit, Verwaltung/ Ehrenamtspauschale) sowie Schwankungen 
im grundsätzlich ausgeglichenen Haushalt aufgefangen werden. 
 
 
Zwei zertifizierte Medientrainer(innen), journalistische Profis und 
Social Media Trainer stehen als Honorarkräfte für Radio- und Cross- 
over-Media Projekte zur Verfügung. Diese werden im neugestalteten 
multimedialen Unterrichtsraum umgesetzt. 
 
 
 
Raum-
ressourcen  
 
Das medienforum münster verfügt über zwei Studios. 
Die Studios sind jeweils zweigeteilt mit Sprecher- und Technikraum,  
so dass sowohl Regie- als auch Selbstfahrerbetrieb möglich sind.  
Im größeren Studio steht neben dem Aufnahme-/ Schnitt-Rechner ein 
zusätzlicher Computer mit Internet-Anschluss und Drucker zur 
Verfügung, als Rechercheplatz und zur Erstellung von 
Moderationstexten u. a.. 
 
Weitere Räume sind: 
- Zwei Büros: Info- und Geschäftsführungsbüro, Vorstands- und 
Ehrenamtlichen-Büro 
- Ein Konferenz- und Seminarraum (der ebenfalls untervermietet wird) 
- Teeküche, WC-Räume 
 
Das Info-Büro hat werktags feste Öffnungszeiten, die Studios sind 
nach Absprache rund um die Uhr zugänglich. 
 
Das VHS-Bürgerfunkstudio (vormals 60 qm) wurde nach (Teil-) 
Umbau der VHS im Fachbereich Medien und EDV angegliedert und 
zu einem Seminarraum (ca. 35 qm) mit Studiovorrichtung und sieben 
Schulungs-PC eingerichtet. Die getrennte Sprecherkabine musste 
entfallen. 
Der Raum bietet Platz für maximal acht bis zehn Personen, 
vorwiegend für Schulungen und Kleingruppenprojekte.  
 
Das VHS-Bürgerfunkstudio ist für Rollstuhlfahrer barrierefrei 
zugänglich.  
 
Die Ressourcen des Fachbereichs Medien und EDV und der VHS im 
Aegidiimarkt können sowohl räumlich als auch ausstattungsmäßig 
mitgenutzt werden, was eine große Bandbreite von Kursangeboten 
und Schulungen im multimedialen Bereich ermöglicht. Dadurch 
entstehen für das frühere Bürgerfunkstudio Synergieeffekte, die für

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Durch die Untervermietung von Räumlichkeiten sowie die zeitgleich 
erfolgte Veränderung im gesamten Mietgefüge der städtischen 
Immobilie am Verspoel ist eine Art (Inter-)Kultur- und Medienhaus mit 
aktuell folgender Besetzung entstanden:  
Ladenlokal: Verein Bürgernetz – büne e. V. 
1. Etage: medienforum münster e. V., Upla e. V., Eine-Welt-Netz NRW 
e. V. 
2. Etage: Radio-Kaktus Münster e.V., Kultur Kooperative Münster e. V., 
Alevitisches Kulturzentrum Münster und Umgebung e.V. 
3. Etage: Privatwohnungen 
 
Nicht nur im Sinne der synergetischen Nutzung der Räume und der 
Produktionsmöglichkeiten, sondern auch mit Blick auf die Partizipation 
migrantischer Organisationen ist dieses Nutzungsmodell durchaus 
gewinnbringend.  
 
die Konzeption und Entwicklung neuer Schulungsangebote genutzt 
werden. 
 
Die Beratungszeiten des Bürgerfunks wurden auf Mo-Do 15-17 Uhr 
reduziert, Anmeldungen zu Schulungen und Seminaren nimmt der 
VHS-Infotreff täglich zu seinen Öffnungszeiten entgegen. Über das 
Internet ist eine Anmeldung jederzeit möglich.  
 
Die allgemeinen Öffnungszeiten der Volkshochschule schaffen für 
Gruppen einen täglichen Zugang zum multimedialen Unterrichtsraum 
(eingeschränkt in den Schulferien und bei Schließzeiten der VHS).  
 
 
 
 
 
Qualitäts- 
management 
 
Das medienforum münster ist im Rahmen des von der LfM 
angebotenen Qualitätsmanagements Bürgerfunk (QMB) bis Ende 2016 
zertifiziert und hat dafür ein Leitbild erstellt.  
 
Bis 2010 nahm das VHS-Bürgerfunkstudio am Pilotprojekt „QMFB“ 
zur Zertifizierung von Radiowerkstätten teil. Die VHS ist zertifiziert 
nach ISO und AZWV.

Beratungsverlauf (1)

03.12.2015 Kulturausschuss
TOP 9 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Aegidiimarkt
  • Verspoel

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0905/2015
Typ
Vorlagen
Datum
02.11.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37