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Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2019/2020 in den Stadtbezirken Kalk, Porz, Mülheim

Mitteilung BV 4183/2019 vom 02.12.2019

Stand: Am 23.01.2020 in der Bezirksvertretung 8 (Kalk) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/671/2 Vorlagen-Nummer 4183/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 09.12.2019 Bezirksvertretung 7 (Porz) 10.12.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 23.01.2020 Bewirtschaftung des städtischen Waldes 2019/2020 in den Stadtbezirken Kalk, Porz, Mülheim Der städtische Wald konnte sich leider in diesem Jahr von der extremen Dürre des Jahres 2018 nicht erholen. Aufgrund geringer Niederschläge im Winter und Frühjahr 2018/19 und dem trockenen Som- mer wurden die Bodenwasservorräte nicht aufgefüllt, sodass der Wald bereits zu Beginn der Vegeta- tionsperiode mit einem erheblichen Wasserdefizit auskommen musste. Im April wurden die Folgen der Dürre besonders bei Buchenalthölzern an Waldrändern im Stadtwald, im Äußeren Grüngürtel und im Gremberger Wäldchen erkennbar. Einzelne Altbuchen trieben nicht aus, andere entwickelten nur eine schüttere Belaubung. In der Folge starben ganze Bäume oder Teile der Baumkrone ab. Beim Bergahorn führte die Trockenheit zu einem Schub der Rußrindenkrankheit. Im gesamten städtischen Wald ist Bergahorn, vor allem auf trockenen Standorten und an sonnenexponierten Waldrändern, befallen. Die Bäume sterben sehr schnell ab. Trockenschäden, wie eine schüttere Belaubung, abge- storbene Bäume oder Kronenteile sind auch vereinzelt bei der Eiche zu erkennen. Der Befall durch Eichenprozessionsspinner nahm zu. Insgesamt macht die Eiche aber noch einen vitalen Eindruck. Die Esche hat unter der Trockenheit weniger gelitten, allerding werden weiterhin Bäume vom Eschen- triebsterben befallen. In den Fichtenbeständen konnte die Borkenkäferkalamität auch durch den Aus- hieb und die Abfuhr befallener Bäume nicht gestoppt werden, sodass die meisten Fichtenbestände, vor allen in Dünnwald und Brück, abgestorben sind. Die abgestorbenen Bäume werden zum größten Teil stehen gelassen und nur entlang von Waldwegen und Straßen zum Schutz der Waldbesucher gefällt. Die abgestorbenen Fichten haben als Totholz eine wichtige ökologische Funktion. In ihrem Schutz kann sich die vorhandene Laubholznaturverjüngung entwickeln. Der städtische Wald besteht überwiegend aus Laubholzmischbeständen. Dadurch ist er widerstands- fähiger gegen über Witterungsextremen und Schädlingsbefall, da beigemischte Baumarten die abge- storbenen Bäume ersetzen können. In den meisten Beständen ist natürliche Verjüngung vorhanden, sodass Lücken durch nachwachsende Bäume geschlossen werden. Die flächig abgestorbenen Fich- tenbestände liegen eingebettet in Laubholzbestände, sodass sich von dort aus Laubholznaturverjün- gung auf den Schadensflächen entwickeln kann. Positiv wirken sich jetzt auch die in der Vergangen- heit durchgeführten Umbaumaßnahmen in den Fichtenbeständen aus. In den durch Borkenkäfern abgestorbenen Beständen sind oft Vorausverjüngungen vor allem von Buche, Eiche, Hainbuche, Bir- ke vorhanden, sodass Pflanzungen zur Wiederaufforstung nur in geringem Maße erforderlich sind. Sie beschränken sich auf Initialpflanzungen trockenheitsertragender Baumarten (v.a. Eiche, Linde, Vogelkirsche) in weiten Pflanzverbänden, die dann zusammen mit der Naturverjüngung zu Laub- mischwäldern heranwachsen können. Insgesamt ist festzustellen, dass die Vitalität des städtischen Waldes durch die Trockenheit ge- schwächt ist. Obwohl zum Aufbau klimastabiler Wälder eine regelmäßige Waldpflege zur Förderung der Baumartenvielfalt und Stabilität des Waldes geboten ist, ist es vor dem Hintergrund des Trocken- 2 stresses unter dem der Wald steht, nicht zu vertreten Durchforstungen zu planen, da nicht absehbar ist, wie sich die Vitalität des Waldes weiter entwickeln wird. Deshalb sind im Winter 2019/20 keine Durchforstungen in den Altwäldern im rechtrheinischen Wald vorgesehen. In den jungen und mittelal- ten Beständen werden nur die für 2019 geplanten aber noch nicht durchgeführten Durchforstungen umgesetzt, wenn es die Vitalität des Waldbestandes zulässt. Dies wird vor Beginn der Maßnahme vom Förster beurteilt. Forstbetriebliche Schwerpunkte der Waldpflegearbeiten im städtischen Wald werden im kommenden Winter die notwendigen Fällungen zur Verkehrssicherung entlang von Wegen, Bebauung und Stra- ßen sein. Diese verteilen sich auf den gesamten Wald im Stadtbezirk.

Beratungsverlauf

  1. 09.12.2019

    Bezirksvertretung 9 (Mülheim)

    TOP 10.2.14, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 10.12.2019

    Bezirksvertretung 7 (Porz)

    TOP 10.2.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 23.01.2020 zuletzt

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 10.2.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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