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Verkehrsunfallentwicklung, Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2020 in Köln
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Anlage 1 - Unfallhäufungsstellen 2020 1JB Köln
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Unfallhäufungsstellen 2020 im Kölner Stadtgebiet Anlage 1 Nr. Standort Stadtteil Verkehrs- unfälle der Kategorie 1 - 4 davon Verkehrs- unfälle mit zu Fuß Gehenden davon Verkehrs- unfälle mit Rad- fahrenden Unfallfolgen (T - Getötet / SV - Schwer- verletzt / LV - Leicht-verletzt Maß- nahmen sind erfolgt Maß- nahmen in Vor- bereitung/ werden geprüft Kreuzung wurde überprüft - keine geeigneten Maßnahmen ersichtlich 1 Deutz-Mülheimer Straße/Messekreisel/Pfälzischer Ring 1 - Deutz 10 0 0 1 SV, 7 LV X 2 Boltensternstraße/Amsterdamer Straße/Graditzer Straße/Industriestraße/Niehler Damm 5 -Niehl 5 0 0 6 LV X 3 Neusser Landstraße/Oranjehofstraße 6 - Fühlingen 6 0 2 5 LV X 4 Venloer Straße/Anschlussstelle Bocklemünd-West 4 - B ocklemünd-Mengenich 8 0 0 9 LV X* 5 Brauweiler Straße/Kölner Straße 3 - Lövenich 4 0 1 1 SV, 4 LV X 6 Bensberger Straße/AS Königsforst Nord 7 - Eil 8 0 0 5 LV X 7 Hohenstaufenring/Jahnstraße/Zülpicher Platz 1 - Neus tadt-Süd 6 0 5 2 SV, 4 LV X 8 Dürener Straße/Militärringstraße 3 - Lindenthal 8 0 1 4 SV, 3 LV X 9 Chlodwigplatz 1 - Neustadt-Süd 6 2 0 10 LV X 10 Aachener Straße/Moltkestraße 1 - Neustadt-Süd 4 0 1 4 LV X X 11 Maarhäuser Weg/AS Rath West 7 - Gremberghoven 4 0 0 4 LV X 12 Rolshover Straße/Dillenburger Straße 8 - Kalk 3 0 0 1 LV X 13 Frankfurter Straße/Kennedystraße 7 - Urbach 6 1 0 7 LV X 14 Liburer Landstraße/Wahner Straße/St.-Sebastianus-Straße 7 - Libur 5 0 1 1 SV, 2 LV X 15 Gleueler Straße/Zülpicher Straße 3 - Lindenthal 3 0 2 2 LV X 16 Ringstraße/Schillingsrotter Straße 2 - Rodenkirchen 4 0 2 4 LV X 17 Wipperfürther Straße/Nießenstraße 8 - Kalk 3 0 0 1 LV X 18 Olpener Straße/Servatiusstraße 8 - Merheim 3 0 3 3 LV X 19 Bonner Straße/Rolandstraße/Teutoburger Straße 1- Neu stadt-Süd 4 0 3 5 LV X 20 Dürener Straße/Emmy-Noether-Straße 3 - Junkersdorf 3 0 0 2 LV X 21 Dürener Straße/Falkenburgstraße 3 - Lindenthal 3 0 2 1 SV, 2 LV X 22 Stadtwaldgürtel/Wüllnerstraße 3 - Lindenthal 3 0 1 4 LV X Nr. Standort Stadtteil Verkehrs- unfälle der Kategorie 1 - 4 davon Verkehrs- unfälle mit zu Fuß Gehenden davon Verkehrs- unfälle mit Rad- fahrenden Unfallfolgen (T - Getötet / SV - Schwer- verletzt / LV - Leicht-verletzt Maß- nahmen sind erfolgt Maß- nahmen in Vor- bereitung/ werden geprüft Kreuzung wurde überprüft - keine geeigneten Maßnahmen ersichtlich 23 Bayardsgasse/Fleischmengergasse 1 - Altstadt-Süd 3 0 2 3 LV X 24 An den Dominikanern/Domprobst-Ketzer- Straße/Marzellenstraße 1 - Altstadt-Nord 3 0 3 3 LV X 25 Maarhäuser Weg/AS Rath Ost 7 - Gremberghoven 4 0 0 1 SV, 1 LV X 26 Frankfurter Straße/Poststraße 7 - Elsdorf 3 0 3 4 LV X 27 St.-Sebastianus-Str./Str.-Sebastianusstr. 7 - Wahn 3 0 0 2 LV X 28 Gleueler Straße/Geibelstraße/Joseph-Stelzmann-Straße 3 - Lindenthal 3 0 3 1 SV, 2 LV X 29 Militärringstraße/Am Eifeltor/Oberer Komarweg 2 - Zo llstock 6 0 1 6 LV X 30 Venloer Straße/Ehrenfeldgürtel 4 - Ehrenfeld 9 0 3 2 SV, 15 LV X * Unfallkategorien 1 - Unfall mit einer getöteten Person 2 - Unfall mit einer schwer verletzten Person 3 - Unfall mit einer leicht verletzten Person 4 - Unfall mit erheblichem Sachschaden * ortsfeste Rotlicht-Geschwindigkeitsüberwachung
Anlage 5 - Verkehrssicherheitsaktionen 2020
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Anlage 5 - Verkehrssicherheitsaktionen der Stadt Köln in 2020 Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ – Auftakt: Verkehrssicherheitsaktion Fahrradquiz – Rita Rostisch – Alles neu macht der April Auftaktaktion „Wir sind wieder unterwegs!“ – Schulstart 2020 Seniorenfahrradkurse „Wir fahren Rad!“ Verkehrssicherheitsaktion „Fahrradcheck im Rheinpark – Alles im grünen Bereich“
Anlage 4 - Verkehrsunfallbericht der Polizei 2020
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bürgerorientiert · professionell · rechtsstaatlich Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020 Stadtgebiet Köln Polizeipräsidium Köln Direktion Verkehr Inhaltsverzeichnis Verkehrsunfälle gesamt Verunglücktenhäufigkeitszahl Verunglückte mit schweren Unfallfolgen Kinder Jugendliche Junge Erwachsene Erwachsene Senioren Verunglückte Rad Fahrende Verunglückte Pedelec Fahrende Verunglückte Rad Fahrende nach Unfallursachen Verunglückte zu Fuß Gehende Verunglückte auf Krafträdern mit Versicherungskennzeichen (ohne E-Scooter) Verunglückte bei Straßenbahnunfällen Unfallursache „Alkohol“ Unfallursache „andere berauschende Mittel“ Unfallursache „Geschwindigkeit (bei Kfz)“ Unfallursache „Abstand“ Unfallursache „Vorfahrt (ohne Rotlicht)“ Unfallursache „Rotlicht (Fahrzeuge und zu Fuß Gehende)“ Unfallursache „Abbiegen“ Erläuterungen/Definitionen Verkehrsunfälle mit Verunglückten Verunglückte Verunglückte Rad Fahrende bei Alleinunfällen Verunglückte auf Krafträdern mit amtlichen Kennzeichen Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln3 Verkehrsunfälle 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 7.695 (-18,6%) Verkehrsunfälle nach Unfallfolge Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln4 Verkehrsunfälle mit Verunglückten 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 619 (-12,1 %) Verunglückte 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 699 (-12,8 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln5 Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln6 Verunglücktenhäufigkeitszahl (Verunglückte je 100.000 Einwohner) Verunglückte mit schweren Unfallfolgen Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln7 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 90 (-12,1 %) Verunglückte Kinder 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 30 (-8,6 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln8 Verunglückte Jugendliche 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 18 (-12,3 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln9 Verunglückte Junge Erwachsene 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 105 (-14,5 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln10 Verunglückte Erwachsene 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 432 (-12,0 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln11 Verunglückte Senioren 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 132 (-20,8 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln12 Verunglückte Rad Fahrende 2020: Veränderung zum Vorjahr plus 14 (+0,7 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln13 Verunglückte Pedelec Fahrende 2020: Veränderung zum Vorjahr plus 41 (+49,4 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln14 Verunglückte* Rad Fahrende bei Verkehrsunfällen nach Unfallursachen Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln15 *Mehrfachzählung aufgrund diverser Unfallursachen 16 Verunglückte Rad Fahrende bei Alleinunfällen 2020: Veränderung zum Vorjahr plus 41 (+7,9 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln Verunglückte zu Fuß Gehende 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 211 (-29,0 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln17 Verunglückte auf Krafträdern mit Versicherungskennzeichen (ohne E-Scooter) 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 47 (-16,3 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln18 Verunglückte auf Krafträdern mit amtlichen Kennzeichen 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 2 (-0,7 %) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln19 Verunglückte bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Straßenbahnen 2020: 1 Vorfall mit 25 Verunglückten Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln20 Verunglückte bei Unfallursache „Alkohol“ Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln21 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 19 (-8,5 %) Verunglückte bei Unfallursache „andere berauschende Mittel“ Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln22 2020: Veränderung zum Vorjahr plus 4 (+12,1 %) Verunglückte bei Unfallursache „Geschwindigkeit bei Kfz.“ Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln23 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 2 (-1,1 %) Verunglückte bei Unfallursache „Abstand“ Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln24 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 225 (-27,6 %) Verunglückte bei Unfallursache „Vorfahrt/Vorrang“ (ohne Rotlicht) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln25 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 19 (-4,4%) Verunglückte bei Unfallursache „Rotlicht“ (Fahrzeuge und zu Fuß Gehende) Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln26 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 109 (-30,4 %) Verunglückte bei Unfallursache „Abbiegen“ Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln27 2020: Veränderung zum Vorjahr minus 28 (-4,3 %) Erläuterungen/Definitionen Verkehrsunfall: Ein Verkehrsunfall ist jedes plötzliche und zumindest für einen Beteiligten ungewollte, mit dem öffentlichen Straßenverkehr und seinen typischen Gefahren ursächlich zusammenhängende Ereignis, bei dem Personen- oder Sachschaden entstanden ist. Verunglückte: Als Verunglückte gelten alle Personen, die bei einem Verkehrsunfall einen Körperschaden erlitten haben. Schwerverletzte: Diejenigen Verunglückten, die in Folge eines Verkehrsunfalles zur stationären Behandlung in einem Krankenhaus aufgenommen werden, gelten als Schwerverletze. Getötete: Als Getötete im Sinne des Straßenverkehrsunfallstatistikgesetzes werden alle Personen gezählt, die innerhalb von 30 Tagen nach einem Verkehrsunfall an den Unfallfolgen verstorben sind. Altersgruppen: Die Altersgruppen umfassen folgende Altersspannen: Kinder ≤ 14 Jahre Jugendliche 15-17 Jahre Junge Erwachsene 18-24 Jahre Erwachsene 25-64 Jahre Senioren ≥ 65 Jahre Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2020_Stadtgebiet Köln28
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/660/1 Vorlagen-Nummer 12.08.2021 2795/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 31.08.2021 Verkehrsunfallentwicklung, Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2020 in Köln In den als Anlagen 1 und 2 beigefügten Listen sind alle Unfallhäufungsstellen nach der Einjahres- und Dreijahresbetrachtung des Jahres 2020 im Kölner Stadtgebiet aufgeführt. Die detaillierte Aufstellung der tödlichen Verkehrsunfälle ergibt sich aus der Aufstellung der Anlage 3. Beigefügt wurden als An- lage 4 der Gesamtunfallbericht 2020 der Polizei und als Anlage 5 Darstellungen zu Verkehrssicher- heitsprogrammen der Stadt Köln. 1. Allgemeines zur Arbeit der Unfallkommission Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr vom 25. Juni 2017 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der Einjah- resbetrachtung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1–4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelas- tung eines Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungs- stelle führt, erhöhen. Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten (Unfallbeteiligte/r verstirbt innerhalb von dreißig Tagen nach dem Unfall). Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten (Unfallbeteiligte/r wird stationär in ein Krankenhaus aufgenommen). Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten. Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden (Ein beteiligtes Fahrzeug ist nicht mehr fahrbereit). Neben diesen Einjahresbetrachtungen meldet die Polizei seit dem 01.01.2018 grundsätzlich Unfälle nach der Dreijahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Unfallhäufung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise in einem Knoten innerhalb von drei Jah- ren fünf Unfälle auf, bei denen Radfahrende oder zu Fuß Gehende leicht verletzt wurden, führt diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Eine Meldung innerhalb der Dreijahresbetrachtung erfolgt ebenfalls, wenn innerhalb dieses Zeitraums in einem Kno- ten drei Verkehrsteilnehmende schwer verletzt oder getötet wurden. Aufgrund dieser geringen Schwellenwerte entscheidet die Unfallkommission darüber, welche Dreijahresbetrachtungen ausführ- lich diskutiert werden, da es beispielsweise überflüssig wäre, Kreuzungen zu besprechen, in denen sich in drei Jahren fünf Unfälle aus vollkommen unterschiedlichen Gründen ereignet haben. Nach der Meldung erfolgt die Diskussion in der Unfallkommission, an der Vertreter*innen des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, des Amtes für Verkehrsmanagement und der Verkehrsüberwa- 2 chung der Stadt Köln, der Polizei, des Landesbetriebs Straßen.NRW, der Bezirksregierung Köln und der KVB AG beteiligt sind. Das Gremium entwickelt hier Vorschläge zur Erhöhung der Verkehrssi- cherheit an den Kreuzungen, die in den Fachämtern geprüft und möglichst zeitnah umgesetzt wer- den. 2. Gesamtunfallgeschehen Im Vergleich zum Jahr 2019 in dem sich 41.440 Verkehrsunfälle ereigneten, sank die Unfallgesamt- zahl in 2020 um 18,6 % auf 33.745 polizeilich erfasste Verkehrsunfälle (Anlage 4, Seite 3). Bei diesen Verkehrsunfällen wurden 640 Personen schwer verletzt. 13 Menschen starben 2020 auf den Kölner Straßen. (Anlage 4, Seite 5). Im Gesamtunfallbild sind die Verkehrsunfälle laut Bewertung der Polizei insbesondere auf mangeln- den Abstand, Missachtungen der Vorfahrt oder des Vorrangs, Verstöße gegen das Rotsignal, Ge- schwindigkeitsüberschreitungen oder auf Fehler beim Abbiegen zurückzuführen (Anlage 4, Seite 23 bis 27). Als eine weitere ernst zu nehmende Unfallbegünstigung wurde die Problematik des Alkohol- oder Drogenmissbrauchs im Straßenverkehr genannt. Die Unfallursache „Alkohol“ führte im Jahr 2020 insgesamt zu 205 Verunglückten, von denen 56 Menschen schwer verletzt und drei getötet wurden. Im Vergleich zum Jahr 2019 lag zwar ein Rückgang von 8,5 % vor, doch müsste dieser – dem Unfalltrend folgend – grundsätzlich wesentlich höher ausfallen. Ein Anstieg von 12,1 % war bei der Unfallursache „Andere berauschende Mittel“ festzustellen. (Anlage 4, Seiten 21 und 22). Unfälle, die auf diesen Ursachen beruhen lassen sich nicht mit verkehrstechnischen Maßnahmen bekämpfen. Hier können allenfalls Präventivmaßnahmen wie Aufklärungsarbeit und Verkehrssicher- heitskampagnen helfen, bevor zuletzt die Überwachung der Polizei greift. Im Vergleich zum Vorjahr ließen sich bei allen aufgeführten Unfallursachen rückläufige Zahlen erken- nen. Erheblich waren diese im Bereich der „Verstöße gegen das Rotlicht“ (- 30,4 %) und „Abstand“ (- 27,6%). Die Unfallursachen „Abbiegen“, „Vorfahrt, Vorrang“ und „Geschwindigkeit“ erfuhren geringe Rückgänge. Bei der Ursache „Geschwindigkeit“ konnte der seit 2016 rückläufige Trend fortgesetzt werden. Der Rückgang des Gesamtunfallgeschehens dürfte sich insbesondere durch die geringere Verkehrs- dichte erklären, die Köln wegen der diversen Infektionsschutzmaßnahmen rund um Covid-19 beson- ders traf. In 2020 trat eine deutliche Reduzierung des motorisierten Verkehrs und der Fußgänger- ströme ein. Die Verkehrsgruppe der Radfahrenden – und auch der Pedelec-Fahrenden - erfuhr nicht zuletzt auch wegen der Covid-19 Folgen dagegen einen Zuwachs. 3. Tödliche Verkehrsunfälle in 2020 Im Vergleich der Jahre 2019 und 2020 sank die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle um rund 46 % von 24 auf 13 Personen (Anlage 4, Seite 5). Alle tödlichen Verkehrsunfälle wurden in den Sitzungen der Unfallkommission besprochen. Gemeinsame Ursachen im Verkehrsraum oder Verdichtungen, die auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen waren, waren nicht zu erkennen. Die aufgetretenen Unfälle beruhten auf vielen unterschiedlichen Faktoren und waren nach der Einschätzung der Unfallkommis- sion in verschiedenen Fällen auf menschliches Fehlverhalten der einzelnen Beteiligten und auf un- glückliche Verkettungen zurückzuführen (siehe dazu Anlage 3). Bei schwer verletzten Unfallbeteilig- ten trat im Vergleich der Jahre 2019/2020 ebenfalls ein Rückgang von rund 11 % auf, mussten in 2019 doch noch 719 Personen und in 2020 640 Personen stationär in ein Krankenhaus aufgenom- men werden. Bei den Unfällen mit Getöteten waren in 2020 insbesondere die Gruppe der Radfahrenden und zu Fuß Gehenden – der sogenannten „schwachen“ Verkehrsteilnehmenden – betroffen. Unter ihrer Be- teiligung ereigneten sich zehn der 13 Unfälle mit Getöteten. 3.1 Tödliche Unfälle unter Beteiligung von Radfahrenden Im Vergleich der fünf Unfälle mit der Beteiligung von Radfahrenden ließ sich keine einheitliche Ursa- che feststellen: In einem Fall wurde eine Radfahrerin von einem nach rechts abbiegenden Lkw-Fahrer erfasst. Möglicherweise stand dieser Unfall im Zusammenhang mit dem „Toten Winkel“. Bei einem weiteren tödlichen Verkehrsunfall stieß eine Radfahrerin, die unvermittelt nach links abbiegen wollte, mit einer überholenden Radfahrerin zusammen und erlitt bei dem Sturz schwere Verletzungen, denen 3 sie später erlag. Bei zwei weiteren tragischen Unfällen verloren Radfahrende offensichtlich die Kon- trolle über ihr Fahrzeug und erlitten beim Sturz oder bei einer Kollision tödliche Verletzungen. Bei einem weiteren Verkehrsunfall missachtete ein Radfahrer, der aus der Grünfläche ausfuhr, die Vor- fahrtsregeln und kollidierte mit einem Pkw-Fahrer. 3.2 Tödliche Unfälle unter Beteiligung von zu Fuß Gehenden Auch im Vergleich der Unfälle mit tödlich verunglückten zu Fuß Gehenden waren nur bei zwei Unfäl- len Gemeinsamkeiten festzustellen: Zwei zu Fuß Gehende stolperten nach Verlassen der Straßen- bahn und stürzen zwischen die Waggons der wieder anfahrenden Bahn. Diese Unfälle wären mit an- gemessenen verkehrstechnischen Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen. Diese Aussage galt auch für den Unfall, bei dem ein junger Mann im Gleisbett liegend von der Straßenbahn erfasst wur- de. Bei zwei weiteren Unfällen wurden zu Fuß Gehende von Lkw-Fahrern überrollt. In einem Fall hat- te eine Seniorin unmittelbar vor dem Lkw die Fahrbahn überquert und war von dem anfahrenden Fahrzeug überrollt worden. Bei dem zweiten Unfall wurde ein vierjähriger Junge, der seinem Vater vorweg gelaufen war, von einem Lkw-Fahrer erfasst, der zu einem Supermarktparkplatz einbog und den Jungen nicht gesehen hatte. 4 4. Unfallgeschehen bei Radfahrenden 4.1 Entwicklung Bei der Betrachtung der verschiedenen Verkehrsgruppen soll aufgrund der hohen Unfallbeteiligung lediglich auf die Gruppe der Radfahrenden eingegangen werden. Im Jahr 2020 verunglückten 1.999 Radfahrende, wovon sich 288 schwer verletzten und fünf Radfahrende getötet wurden (Anlage 4, Seite 13). Von diesem Personenkreis wurden 124 Unfälle mit E-Bikes verzeichnet, bei denen sich 26 Pedelec- Fahrende schwer verletzt und einer getötet wurden. (Anlage 4, Seite 14). Somit stieg die Unfallbeteili- gung der Radfahrenden im Allgemeinen um 0,7 %, die der Pedelec-Fahrenden aber um 49,4 % an. Die besondere und zusätzliche Problematik bei Pedelec-Fahrenden kann zusätzlich darin gesehen werden, dass die Fahrzeuge bei oberflächlicher Betrachtung wie Fahrräder wirken, aber mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit gefahren werden. Damit kommt es möglicherweise zu Fehlein- schätzungen anderer Verkehrsteilnehmenden, die dann zu Unfällen führen können. Auf der anderen Seite ist aber genauso fraglich, ob Pedelec-Fahrende tatsächlich erst dann am Straßenverkehr teil- nehmen, wenn sie mit ihrem Fahrzeug vertraut sind. Waren andere Unfallbeteiligte involviert, beruhten die Unfälle, die auf Fehlverhalten gegenüber Rad- fahrenden zurückzuführen waren, auf Fehlern beim Abbiegen (z. B. „toter Winkel“ oder fehlender Schulterblick), auf Missachtungen der Vorfahrt oder auf Fehlern beim Ein- und Aussteigen (z. B. un- vermitteltes Aufreißen der Autotüren). Radfahrende selbst verursachten Unfälle durch nicht näher gekennzeichnete unterschiedliche Fehler, durch Fahren mit nicht angepasster Geschwindigkeit oder durch alkoholisiertes Fahren (Anlage 4, Seite 15). Eine hohe Anzahl der Zweiradunfälle war auch auf Alleinunfälle – also Stürze, bei denen kein anderer Verkehrsteilnehmender am Unfall beteiligt war – zurückzuführen (Anlage 4, Seite 16). 4.2 Unfallbekämpfung bei der Gruppe der Radfahrenden Im Hinblick auf die Ursachen „Missachtung der Vorfahrt und Fehler beim Abbiegen“ gegenüber den Radfahrenden optimiert die Stadt Köln seit Jahren den Verkehrsraum, um so die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer zu erhöhen. So wurden Schutzstreifen und vorgezogene Aufstell- bereiche an Ampeln angelegt, um so die Radfahrenden verstärkt in den Sichtbereich der Pkw- Fahrerinnen und Pkw-Fahrer zu führen. Tempo 30-Zonen, die Einrichtung von Kreisverkehren und von Fahrradstraßen trugen zusätzlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende bei. Die Stadt Köln führte im Jahr 2021 ebenfalls eine stadtweite Plakatkampagne zur Vermeidung der „Doo- ring-Unfälle“ durch. Problematisch ist bei den aufgetretenen Unfällen, dass viele Fehler aller Ver- kehrsbeteiligten grundsätzlich auf Verstößen gegen Regeln beruhten, die allgemein bekannt sind. Festzustellen ist aber, dass Regelverstöße bewusst oder fahrlässig begangen und die dadurch aus- gelösten Gefahrensituationen unterschätzt werden. Es ist somit schwierig und langwierig, ein Umden- ken oder eine Verhaltensänderung durch Verkehrssicherheitskampagnen zu erreichen. In 2020 wurden bau- oder verkehrstechnische Maßnahmen in den Unfallhäufungsstellen sowie die Einrichtung von Schutz- und Radfahrstreifen im Stadtgebiet und verstärkte Kontrollen des Fahrrad- verkehrs durchgeführt. Zusätzlich wurden neben diesen restriktiven Maßnahmen auch die Aspekte der Verkehrserziehung berücksichtigt. Die Stadt Köln rief auch im Jahr 2020 wieder dazu auf, sich an dem Quiz „Sicheres Fahrradfahren“ zu beteiligen. Bei diversen Fragen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, ihr Wissen über die Regeln im Radverkehr zu erproben und unter Be- weis zu stellen (Anlage 5, Seite 2). An diesem Wettbewerb nahmen insgesamt rund 3.700 Einzelper- sonen und 14 Schulklassen aus fünf Schulen teil. Für die beteiligten Schulen wurden neben den ei- gentlichen Preisen Sondergewinne für die Klassenkasse ausgelobt. Einen festen Bestandteil der Ver- kehrssicherheitsarbeit bilden mittlerweile die kostenlosen Fahrradchecks, die grundsätzlich an zwei Sonntagen im September 2020 erfolgen, aber in 2020 aus personaltechnischen Gründen auf einen Sonntag reduziert werden mussten. (Anlage 5, Seite 4). Die Kölnerinnen und Kölner hatten an diesem Tag die Gelegenheit, ihre Fahrräder durch Fahrradmonteure kostenlos überprüfen zu lassen. Im An- schluss konnten festgestellte Schäden in der beteiligten Werkstatt verbilligt beseitigt werden. Das Angebot zur Überprüfung erfreute sich am Aktions-Sonntag einer großen Beteiligung der Radfahren- den und so konnten bis zu 100 Personen über die Verkehrssicherheit ihrer Fahrzeuge informiert wer- den. 5 5. Unfallbeteiligung verschiedener Altersgruppen 5.1 Seniorenunfallbeteiligung Im Vergleich der Jahre 2019 und 2020 brachte das Jahr 2020 einen erfreulichen Rückgang der Ge- samtunfallbeteiligung der Seniorinnen und Senioren am Unfallgeschehen. Waren in 2019 noch 634 Personen, die über 65 Jahre alt waren, verunglückt, belief sich die Gesamtzahl in 2020 auf 502 Ver- unglückte und ging damit um 20,8 % zurück. Dennoch blieb die Anzahl der Schwerverletzten unge- fähr gleich, reduzierte sie sich doch nur von 125 (2019) auf 116 (2020) Personen. Im Jahr 2020 verlo- ren fünf Menschen über 65 Jahren ihr Leben im Straßenverkehr, damit war bei aller Tragik auch hier ein Rückgang von rund 44 % zu verzeichnen. Möglicherweise stand die geringe Gesamtunfallbeteili- gung mit den Vorsichtsmaßnahmen der Seniorinnen und Senioren wegen Covid-19 im Zusammen- hang, wogegen sich die hohe Zahl der Schwerverletzten durch die höhere Gebrechlichkeit erklären ließ. Um dem Unfallgeschehen dieser Altersgruppe entgegenzuwirken und damit Verkehrssicherheitsakti- onen für diese Altersgruppe entwickelt werden können, nimmt eine Seniorenvertreterin grundsätzlich regelmäßig an den Sitzungen des Arbeitskreises „Sicherheit im Straßenverkehr“ teil. In diesem Jahr konnten aber so gut wie keine Verkehrssicherheitsaktionen durchgeführt werden, so dass auch die Sitzungen des Arbeitskreises unterblieben, hätten sie doch keinen Sinn gemacht. Generell stellt sich die Etablierung möglicher Kampagnen als problematisch dar, da Menschen dieser Altersgruppe aus diversen unterschiedlichen Gründen im Straßenverkehr verunglücken und ihre Erreichbarkeit für die Durchführung von Aktionen – anders als bei Schulkindern – wesentlich geringer ist. Die Stadt Köln führte auch im Jahr 2020 die Verkehrssicherheitsaktion „Ein zweiter Frühling beim Fahrradfahren“ fort. Seniorinnen und Senioren, die sich auf dem Fahrrad nicht mehr sicher fühlten, hatten dabei die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten innerhalb eines einwöchigen kostenlosen Kurses aufzufrischen. Die für Mai und Juni geplanten Kurse mussten aber im Frühjahr wegen des Infektionsschutzes abgesagt werden. Immerhin fanden im September und Oktober zwei Kurse statt. Sie wurden von einer diplo- mierten Fahrradlehrerin angeleitet und boten Plätze für insgesamt 20 Seniorinnen und Senioren (An- lage 5, Seite 3). Aus Gründen des Infektionsschutzes musste in 2020 auch der „Rollatorentag“, den die Verkehrsverbände KVB AG und VRS GmbH normalerweise im September 2019 auf dem Neu- markt durchführen, abgesagt werden. 5.2 Kinderunfallbeteiligung: Grundsätzlich war im Hinblick auf die Kinderunfallbeteiligung ein erfreulicher Rückgang von 8,6 % zu beobachten (Anlage 4, Seite 8). Diese Entwicklung wurde aber durch den tragischen Tod eines vier- jährigen Kindes überschattet, der auf dem Höninger Weg seinem Vater vorauslief und von einem ein- biegenden Lkw-Fahrer erfasst wurde. Kinder verunglückten mehrheitlich als zu Fuß Gehende und als Radfahrende aber auch nach wie vor als Mitfahrende im Auto Erwachsener. 2020 wurden 31 Kinder im Straßenverkehr schwer verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Beteiligung dabei um rund 28 %. 5.2.1 Maßnahmen gegen Kinderunfälle Die Stadt Köln unternimmt bei der Ausgestaltung der Verkehrswege als auch bei der Verkehrserzie- hung erhebliche Anstrengungen, damit Unfälle unter Beteiligung von Kindern vermieden werden kön- nen. Ein wichtiger Schwerpunkt dieser Arbeit liegt dabei in der Kooperation mit den Schulen. So führt das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in jedem Jahr Verkehrssicherheitsaktionen zur Ein- schulung durch, bei dem die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rück- sicht auf die Schulkinder aufgerufen werden. Ein Bestandteil dieser Kampagne ist der Plakataufruf „Wir sind wieder unterwegs“ (Anlage 5, Seite 3 Plakatmotiv). An neun Grundschulen an verkehrsrei- chen Straßen im Grundschulumfeld werden Geschwindigkeitsmessanlagen installiert, die Autofah- rende auf Geschwindigkeitsüberschreitungen hinweisen, ohne dieses Verhalten direkt zu sanktionie- ren. Anlässlich der Einschulung der Schulneulinge („I-Dötzchen“) führte das Amt für Straßen und Ver- kehrsentwicklung ebenfalls die „Elternbefragung“ durch. Die Eltern der eingeschulten Kinder haben dabei normalerweise die Möglichkeit, im unmittelbaren Interview Verbesserungsvorschläge zum Schulweg abzugeben, in 2020 wurden die Befragungsbögen aus Gründen des Infektionsschutzes unmittelbar an die Schulen übergeben, die sie den Eltern am ersten Elternabend aushändigten und anschließend an die Stadt Köln übersandten. Anschließend wurden die Stellen, die die Eltern als 6 problematisch empfanden, von Vertreter *innen des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung ge- prüft. Dabei wurden bereits verschiedene Optimierungsmöglichkeiten festgestellt und zeitnah umge- setzt. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung ist auch ständiges Mitglied des Arbeitskreises „Verkehrserziehung“ (AVEK) der Schulen und beteiligt sich hier auch aktiv und engagiert an den je- weiligen Projekten. 5.2.3 Verkehrserziehung – Aktion „Toter Winkel“ Ein besonderes Augenmerk sollte sich im Jahr 2020 wieder auf die Verkehrssicherheitsarbeit zur Vermeidung von Unfällen im Zusammenhang mit dem „Toten Winkel“ richten. Oftmals sind sich Rad- fahrende und zu Fuß Gehende der Gefahr nicht bewusst, die ihnen droht, wenn neben ihnen fahren- de Fahrzeuge nach rechts einbiegen und diese schwachen Verkehrsteilnehmenden im „Toten Winkel“ nicht wahrnehmen. So ereignen sich immer wieder tragische Unfälle in diesem Zusammenhang. Um die Radfahrenden und zu Fuß Gehenden ausdrücklich auf diese drohende Gefahr aufmerksam zu machen, wurde gemeinsam mit dem ADAC Nordrhein und der Polizei eine Verkehrssicherheitsaktion entwickelt, bei der Schulkinder für die speziellen Gefahren im „Toten Winkel“ sensibilisiert werden. Nach einer kurzen theoretischen Einführung wird den Kindern mittels einer ausgelegten Plane und eines Lkw die Größe und Lage dieses nicht einsehbaren Bereiches demonstriert. Jedes Kind kann sich anschließend vom Fahrersitz aus von der Größe des Winkels überzeugen. Neben dieser De- monstration erhalten die Schülerinnen und Schüler wichtige Tipps, wie sie Gefahren im Zusammen- hang mit diesem optischen Phänomen vermeiden können. Im Jahr 2020 wurden Termine mit 294 Schulklassen abgestimmt und damit eine neue Höchstbeteili- gung erreicht. Aber es kam ganz anders als gedacht: Wegen des bundesweiten Lockdowns mussten alle Termine nach der Auftaktveranstaltung am 04.03.2020 (Anlage 5, Seite 1) abgesagt werden und so wurden nur 20 Schulen besucht. Immerhin konnten noch einige Schulen und diverse Bürger*innen über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bzw. über die Berichterstattung über den Toten Winkel in- formiert werden. Anlagen: Anlage 1 – Unfallhäufungsstellen 2020 in Köln (Einjahresbetrachtung) Anlage 2 – Unfallhäufungsstellen 2020 in Köln (Dreijahresbetrachtung) Anlage 3 – Tödliche Verkehrsunfälle 2020 in Köln Anlage 4 – Verkehrsunfallbericht 2020 der Polizei Anlage 5 – Verkehrssicherheitsaktionen 2020 Gez. Greitemann i.V. für Dez. III
Anlage 3 - Tödliche VU 2020
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Anlage 3 Nr Datum Zeit Bezirk Straße Beteiligung Folgen Ursache 1 22.01.2020 08:04 4 - Ehrenfeld Subbelrather Straße, StraB-Haltestelle F (49) - StraB (27) 1 T (49) - 1 LV (27) F steigt aus der Bahn aus, stolpert und stürzt zwischen zwei Waggons der anfahrenden Bahn 2 24.02.2020 17:28 1 - Neustadt-Süd Barbarossaplatz - Haltestelle Gleis 2 F (20) - StraB (56) 1 T (20) - LV (56) F stürzt und g erät zwischen zwei Waggons der anfahrenden Bahn 3 09.04.2020 15:55 2 - Zollstock Höninger Weg 133 Lkw (36) - F (4) 1 T (4) Rechtsabbiegender Lkw überrollt vierjährigen F, der rund 30 m vor seinem Vater herlief 4 11.04.2020 17.42 7 - Gremberghoven Frankfurter Straße 796 - Unterführung S- Bahn Haltestelle Lkw (35) - Krad (50) 1 T (50) - 3 LV (35, 31, 6) Lkw versucht auf der Fahrbahn zu wenden, Krad fährt in das Fahrzeug hinein, Beifahrer des Lkw-Fahrer werden ebenfalls verletzt 5. 14.05.2020 01:23 6 - Esch/Auweiler Thenhovener Straße / Autobahn- Unterführung Pkw (20) 1 T (20) Pkw-Fahrer überschreitet massiv die Geschwindigkeit und kollidiert mit Brückenbauwerk 6 14.05.2020 11:09 1 - Neustadt-Süd Friesenplatz Lkw (45) - R (56) 1 T (56) Rechtsabbiegender Lkw überrollt R - möglicheweise "Toter Winkel"-Unfall 7 12.06.2020 08:52 8 - Rath/Heumar Rösrather Straße 313 Kkrad (58) 1 T (58) Kkrad (58) fährt aus unklarer Ursache stark nach rechts und kollidiert mit Lichtmast. 8 30.06.2020 11:20 5 - Nippes Kempener Straße/Etzelstraße R (79) - R (32 ) 1 T (79) R (79) biegt plötzlich nach links ab, kollidiert mit überholender R (32) und stürzt schwer 9 25.09.2020 09:10 4 - Neuehrenfeld Äußere Kanalstraße 276 R (89) - Pkw (85) 1 T (89) R überfährt aus Grünfläche kommend ungebremst die F ahrbahn und kollidiert mit Pkw 10 11.10.2020 12:25 7 - Grengel Alte Kölner Straße - Parkplatz Paradepla tz R 85) Pkw- (58) 1 T (85) R kommt von der Fahrbahn ab, fährt nach links über zwei Fahrstreifen und prallt gegen geparkten Pkw 11 17.10.2020 09:48 2- Zollstock Vorgebirgstraße/Bischofsweg R (81) 1 T (81) Alleinunfall, R verliert Kontrolle über das Rad, stürzt und erleidet schwere Kopfverletzungen 12 06.11.2020 08:20 4 - Ehrenfeld Venloer Straße/Neptunstraße LKW (34) - F (88) 1 T (88), 1 LV (34) LKW fährt beim Grünsignal an und erfasst F, die gerade die Fahrbahn quert 13 08.11.2020 23:50 4 - Ehrenfeld Melatengürtel 125 F (27) - StraB (34) 1 T (27) - 1 LV (34) Im Gleisbett liegender F wird von der StraB überrollt F - Fußgänger T - Getöte/r R - Radfahrer LV - Leichtverletze/r StraB - Straßenbahn SV - Schwerverletzte/r Krad- Motorrad Kkrad - Mofa, Motorroller Tödliche Verkehrsunfälle 2020 im Kölner Stadtgebiet
Anlage 2 - Unfallhäufungsstellen 2020 3JB Köln
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Anzahl der Verkehrsunfälle nach Kategorien 1 bis 4ategorien 1 - 4 lfd. Nr. Straße Bezirk 1 2 3 4 Summe 1 2 3 Summe 7 Hahnenstraße/Im Rinkenpfuhl 1 0 1 4 0 5 0 0 5 R 5 R X 15 Niederländer Ufer/Abfahrt von der Zoobrücke/Frohngasse 5 0 4 3 0 7 0 1 F, 1 R 4 R, 1 Ped 1F, 5 R, 1 Ped X X 16 Bachemer Straße/Alphons-Silbermann-Weg 3 0 2 3 0 5 0 1 F, 1 R 3 R 1 F, 4 R X 19 Parkgürtel/Escher Straße 5 0 0 7 0 7 0 0 2F, 5 R 2 F, 5 R X* 23 Trankgasse/Am Alten Ufer/Frankenplatz 1 0 0 5 0 5 0 0 5 R 5R X 24 Östlicher Zubringerstraße/Deutz-Kalker- Straße/Opladener Straße 1 0 4 7 0 11 0 2 F 6R, 2F 6R, 4F X* 40 Neurather Ring/Cottbuser Straße 9 0 2 5 0 7 0 1R 6 R 7 R X 54 Deutzer Ring/Deutz-Kalker-Straße/Kalker Hauptstraße 8 0 2 3 0 5 0 2 R 3 R 5 R X X * Unfallkategorien 1 - Unfall mit einer getöteten Person 2 - Unfall mit einer schwer verletzten Person bau der 3 - Unfall mit einer leicht verletzten Person X*- Untersuchung im Rahmen des stadtweiten Programms zum Rückbau der frei laufenden Rechtsabbieger 4 - Unfall mit erheblichem Sachschaden Prüfuung ist erfolgt - keine geeignete Maßnahme ersichtlich Anlage 2 Übersicht aller aktuellen Dreijahres-Unfallhäufungsstellen im Jahr 2020 (Jahre 2017 - 2019) im Straßennetz der Stadt Köln Unfälle Radfahrende (R) und zu Fuß Gehende (F) nach Kategorien Maßnahmen sind erfolgt Maßnahmen in Vorbereitung / werden geprüft
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2795/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.08.2021
- Erstellt
- 05.08.2021 16:39