0713/2017
Jahreszahlen zur Versorgung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern (UMA) in 2016 in der Stadt Köln
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Mitteilung Ausschuss
3214 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 09.03.2017 0713/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 14.03.2017 Integrationsrat 20.03.2017 Jahreszahlen zur Versorgung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern (UMA) in 2016 in der Stadt Köln In 2016 ist die Erstversorgung und die Verteilung von neu eingereisten Kinder und Jugendli- chen durch die enge Kooperation mit den Unterbringungseinrichtungen und der Flücht- lingsambulanz der Universitätsklinik Köln gut gelungen. 711 Kinder und Jugendliche wurden im Kalenderjahr 2016 erstmalig in Köln vorläufig in Obhut genommen (Vorjahr 1.145 Jugendliche). Davon wurden 482 Kinder und Jugendliche (420 männlich, 62 weiblich) zur Verteilung an- gemeldet, jedoch tatsächlich verteilt wurden 434 UMA. 48 Jugendlichen entzogen sich durch Entweichung der Verteilung und tauchen in Köln nicht mehr auf. 195 Kinder und Jugendliche (143 männlich;52 weiblich) wurden nicht zur Verteilung ange- meldet und erhielten eine sozialpädagogische Zuweisung nach Köln, weil - sie Verwandte in Köln hatten - mit Fluchtgemeinschaften kamen - Reiseunfähig waren - Oder eine Kindeswohlgefährdung vorlag In 34 Fällen (33 männlich, 1 weiblich) von in Obhut genommen Personen wurde nach einer Alterseinschätzung oder auch durch eigene korrigierte Angaben die Inobhutnahme beendet und die Personen als Erwachsene eingeschätzt. Im Bestand befanden sich insgesamt weitere 857 Kinder, Jugendlichen und junge Her- anwachsende (798 männlich; 59 weiblich) die im Rahmen der Jugendhilfe versorgt und be- treut wurden. Davon erhalten 202 junge Erwachsene über das 18 Lebensjahr hinaus Ju- gendhilfe, weil sie einen weiteren erzieherischen Bedarf haben. Es bestehen erhebliche Schwierigkeiten bei der Ablösung der Jugendlichen aus der Jugendhilfe in die Verselbständi- gung, da kaum Wohnraum auf dem freien Wohnungsmarkt für den hier betroffenen Perso- nenkreis zur Verfügung steht. Weitere 153 UMA`s (127 männlich; 26 weiblich) wurden in Köln in Obhut genommen, wa- ren jedoch anderen Kommunen zugewiesen und aus verschiedenen Gründen von dort entwichen. Gründe waren: - Jugendliche akzeptierten die Zuweisung nicht - Kein Interesse an Integrationsmaßnahmen innerhalb der Jugendhilfe 2 - Jugendlichen waren auf dem Weg zu ihrem Zielort (meist außerhalb von Deutschland) - Allgemeine jugendspezifische Problematiken Von den Neuzugängen kamen die Kinder und Jugendlichen in 2016 insgesamt aus 29 ver- schiedenen Herkunftsländern. Wie auch im Vorjahr kamen die meisten Flüchtlinge aus Erit- rea, Afghanistan und Marokko. Nach wie vor ist der überwiegende Teil der jungen Flüchtlinge männlich ( 87 % ). Der Alters- durchschnitt liegt in der Regel zwischen 14 und 17 Jahren (Mittelwert 15,3 Jahre ). Die in 2015 geschaffenen Notplätze wurden bis auf wenige Plätze im Laufe des Jahres 2016 alle aufgelöst. Bei einigen Einrichtungen, die noch nicht über eine Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes verfügen, werden entsprechende Verhandlungen mit dem Landesju- gendamt geführt beziehungsweise im Lauf des Jahres 2017 planmäßig geschlossen. Gez. Dr. Klein
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0713/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 09.03.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27