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AN/0390/2018

Graseggerstraße

Gem. Anfrage BV5 (CDU) 08.03.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 15.03.2018, TOP 7.2.9

Gem. Anfrage (CDU BV5)

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Graseggerstraße Antwortschreiben

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Gem. Anfrage (CDU BV5)

1465 Zeichen

SPD 
CDU  
Herrn Bezirksbürgermeister 
Bernd Schößler 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 04.03.2018 
AN/0390/2018 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 5 (Nippes)  
 
Graseggerstraße 
- Gemeinsame Anfrage von SPD und CDU - 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
Anwohner der Graseggerstraße in Longerich fühlen sich durch Besuchs-, Liefer- und „Park-
Suchverkehr“ von und zum Hl. Geist-Krankenhaus stark belästigt. Aus Sicht des Hl. Geist-
Krankenhauses gestaltet sich die Zufahrt, insbesondere für die Aufrechterhaltung des Kran-
kenhausbetriebs, zunehmend schwieriger. 
 
Die Fraktionen von SPD und CDU fragen daher an: 
 
1. Wie könnte eine zweite Zufahrt zum Hl. Geist-Krankenhaus unter Berücksichtigung öko-
logischer Gesichtspunkte zur Entlastung der Graseggerstraße realisiert werden? 
2. Die BV Nippes beauftragte die Verwaltung mit der Erstellung eines Verkehrskonzeptes 
für den Bereich Graseggerstraße/Rambouxstraße. Wie stellt sich der derzeitige Sach-
stand zur Verkehrskonzeption dar? 
3. Sollten noch keine Ergebnisse vorliegen, wann kann mit Ergebnissen gerechnet werden? 
4. Wie schätzt die Verwaltung die Umsetzbarkeit der Anliegen der Bürgerschaft gemäß der 
beigefügten Anlage ein? 
 
 
 
gez. Schmitz                                                                                   gez. Baumann

Graseggerstraße Antwortschreiben

5626 Zeichen

Anwohnerinitiative Verkehrsberuhigung Graseggerstraße
Josef Bayer-Ruf Graseggerstr. 154 50737 Köln

18.01.2018
Martin Erkelenz MdR Geschäftsführung Heilig Geist Krankenhaus
CDU-Fraktion - Rathaus Herr Hanke
50667 Köl Graseggerstr. 105
Eu 50737 Köln
Bezirksbürgermeister Horst Baumann
Bernd Schößler Bezirksrathaus Nippes
Neusser Str. 450 Neusser Straße 450
50733 Köln 50733 Köln

Ihre Schreiben
vom 14. 11. 2017 (Heilig-Geist-Krankenhaus)
sowie vom 28.11.2017 (Bürgeramt Nippes)

Sehr geehrter Herr Hanke, Herr Erkelenz, Herr Baumann, Herr Schößler,
zunächst bedanken wir uns für Ihre Antwortschreiben.

Für den weiteren Schriftverkehr, sowie den Kommunikationsprozess aller Beteiligten
insgesamt, halten wir eine größtmögliche Transparenz für unabdingbar. Daher
nehmen wir zu Ihren Vorschlägen und Ausführungen nicht gesondert, sondern
adressiert an die Bezirksvertretung und die Geschäftsführung des Heilig-Geist-
Krankenhauses insgesamt Stellung.

Grundsätzlich:

Die Verantwortung der Stadt Köln, als auch des Heilig-Geist-Krankenhauses

(im weiteren HGK) die Gesundheitsversorgung im Kölner Norden sicher zu stellen,
kann niemand ernsthaft in Frage stellen. Allerdings sind der weiteren Expansion des
HGK aufgrund der verkehrstechnischen Voraussetzungen in der Graseggerstrasse
Grenzen gesetzt. Die sich in der Straße schon heute abspielenden Szenen von
genervten, verzweifelt nach Parkraum suchende und hin und her rangierende
Autofahrer, die wir Anwohner täglich erleben, machen überdeutlich, dass ein
Verkehrskonzept mehr als überfällig ist.

Dass dieses notwendige Verkehrskonzept auch historisch von Beginn an verschlafen
wurde, entbindet alle Beteiligten nicht, endlich aufzuwachen. Insofern kann
mittelfristig, so wie es auch von Seiten des HGK als wünschenswert betrachtet wird,
nur eine weitere Zuwegung in Betracht kommen.

Diese würde auch die zukünftig zu erwartenden verkehrsbedingte Mehrbelastung des
Stadtteils durch die neu errichtete Gesamtschule wesentlich entschärfen.

Wie uns die Bezirksvertretung mitteilt, hat sie die Stadtverwaltung mit der
Entwicklung eines Verkehrskonzeptes beauftragt. Selbstverständlich sind wir als
Anwohnerinitiative bereit daran mitzuarbeiten, erwarten allerdings dann auch
konkrete Vorschläge, wie eine ernstzunehmende Partizipation unsererseits aussehen
wird.

Ungeachtet dieser grundsätzlichen Aspekte, sind folgende Maßnahmen ohne
enormem Aufwand sofort möglich und können kurzfristig zur Entschärfung der
aktuellen Situation beitragen.

Sofortmaßnahmen:

Im Folgenden gehen wir auf die in Ihren Schreiben konzedierten Möglichkeiten ein
und präzisieren unsere Vorstellungen:

1. Parkleitsystem, das das bestehende Parkhaus ankündigt.
Das HGK hat diesbezüglich bereits eine Prüfung dieser Maßnahme zugesagt.
Wie weit ist die Prüfung gediehen?
Darüber hinaus sollten Besucher auf der Homepage des HGK neben dem
Hinweis, dass ein Parkhaus existiert, auch darum gebeten werden, im Interesse
der Anwohner das Parkhaus zu nutzen.

2. Geschwindigkeitsmessung mit optischem Hinweis auf die erlaubte
Geschwindigkeit und der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit.
Eine temporäre Finanzierung lehnen wir als Anwohner ab.

Die Kosten hierfür sind von der Stadt Köln zu tragen.

Antrag der Anwohnerinitiative Verkehrsberuhigung Graseggerstraße:

Die BV Nippes beantragt unverzüglich bei der Stadt Köln die entsprechende
Aufstellung einer Geschwindigkeitsmessung mit optischem Hinweis der
tatsächlichen und der erlaubten Geschwindigkeit.

3. Statt eines Zebrastreifens zwischen Eingang zum Park und Fußweg in die
Rambouxstraße, muss zumindest eine Zickzacklinie auf der Fahrbahndecke
aufgebracht werden. Der Hinweis seitens der Vertreter der BV Nippes, hier
würde Parkraum (2 Parkplätze) genommen, ist aus unserer Sicht absurd und im
Blick auf die eingeschränkte Sichtmöglichkeit besonders von Kindern und
Rollstuhlfahrern grob fahrlässig.

4. An der Forderung, die vorhandenen Parkplätze auf der Fahrbahndecke zu
markieren, halten wir unverändert fest. Wir alle sind auch Autofahrer und
wissen aus Erfahrung, dass eindeutige Parkplatzmarkierungen Orientierung
geben und das Zuparken von privaten Ausfahrten deutlich verringern.

5. Der Taxistand, der ausschließlich für Patienten und Besucher des HGK attraktiv
ist, muss unseres Erachtens dringend auf dem Gelände des Krankenhauses
errichtet werden. Die Geräusch- und Geruchsbelästigung ist für die direkten
Anwohner unzumutbar!

6. Der besonders neuralgische Kurvenbereich in Höhe der Hausnummer 158
muss gleichfalls durch eine Zickzacklinie markiert werden.

Fazit:

Die Gesamtbelastung der Anwohner ist kurzfristig reduzierbar. Mittelfristig können
diese Maßnahmen das Gesamtproblem, bei weiterer Expansion des HGK, nicht lösen.
Diese Erkenntnis wird auch im Schreiben der Vertreter der Bezirksvertretung zum
Ausdruck gebracht. Im Zielkonflikt zwischen der Sicherstellung der
Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kölner Norden und den infrastrukturellen
Gegebenheiten sind zwei Lösungswege denkbar:

1. Verzicht auf zügellose Expansion des HGK
2. Alternativer Zuweg zum HGK, möglicherweise parallel zur eingleisigen
Bahntrasse.

Wir schließen ausdrücklich nicht aus, dass die BV als auch die Verkehrsplaner der
Stadt Köln kreative Ideen zur Lösung der Gesamtproblematik haben. Von daher
erachten wir einen „Runden Tisch“ mit allen Beteiligten als durchaus nächsten
sinnvollen Schritt.

Zu einem zeitnahen Termin hierfür stehen wir gerne zur Verfügung. Wir gehen davon
aus, dass ein Terminvorschlag Ihrerseits bis Mitte März 2018 gemacht werden kann.

Mit freundlichem Gruß

Im Auftrag der Anwohnerinitiative Graseggerstrasse

Beratungsverlauf (1)

15.03.2018 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 7.2.9 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
AN/0390/2018
Typ
Gem. Anfrage BV5 (CDU)
Datum
08.03.2018
Erstellt
08.03.2018 10:39