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AN/2060/2023

Köln - Eine stillfreundliche Kommune

Gem. Antrag nach § 3 (Volt) 20.11.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 04.12.2023, TOP 2.3

Gem. Antrag nach § 3 (Volt)

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Gem. Antrag nach § 3 (Volt)

5179 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An die Vorsitzende des Kölner Rates 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
An die Vorsitzende  
des Ausschusses für die Gleichstellung  
von Frauen und Männern 
Frau Teresa De Bellis-Olinger 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 20.11.2023 
 
AN/2060/2023 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 04.12.2023 
 
Köln - Eine stillfreundliche Kommune 
Sehr geehrte Frau De Bellis-Olinger,  
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
die Antragstellenden bitten Sie, folgenden Antrag zur Beschlussfassung für die Sitzung des 
Ausschuss Gleichstellung von Frauen und Männern am 04.12.2023 auf die Tagesordnung zu 
setzen:  
 
Beschluss:   
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt - nach dem Vorbild von Projekten wie Happy Toilets 
und Edelgard - ein Netzwerk von stadtnahen Einrichtungen aufzubauen, die stillenden 
Eltern kostenfrei einen Platz zur Ernährung ihrer Säuglinge zur Verfügung stellen. 
Diese Orte weisen folgende Ausstattung auf:  
- Sitzgelegenheit an einem ruhigen Ort 
- Kostenloses Wasser 
- Wickelmöglichkeit 
- Informiertes Personal 
- Wegweiser zu Stillbereichen 
- Wenn möglich eine Toilette 
 
2. Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, Infomaterialien über das Netzwerk und das 
Thema Stillen zur Bewerbung des Projektes an einschlägigen Orten zur Verfügung zu 
stellen. 
 
3. Die identifizierten stillfreundlichen Orte werden öffentlich gekennzeichnet (z.B. durch 
Aufkleber) und langfristig über eine digitale Stadtkarte einsehbar gemacht.

- 2 - 
 
Die Federführung des Projektes soll dabei bei der Abteilung Zentrale Steuerung der Frühen 
Hilfen des Jugendamtes liegen, da dort gesundheitsorientierte Familienbegleitung stattfindet. 
Wo nötig soll das Gleichstellungsamt mit ihrer Best Practices Erfahrung im Projekt Edelgard 
zu Rate gezogen werden. Bei der Projektplanung und Umsetzung soll außerdem die An-
spruchsgruppe mit einbezogen werden, um das Konzept auf Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit 
zu prüfen. Darunter fallen beispielsweise stillende Eltern, Fachpersonen (z.B. Stillberater*in-
nen / Hebammen), Vertreter*innen der Lokalitäten. 
 
Der Gleichstellungsausschuss stellt für dieses Projekt ein Budget von 10.000 € zur Verfügung 
(bspw. für eine öffentlichkeitswirksame Kick-Off Veranstaltung). Die Finanzierung erfolgt aus 
dem Teilplan 0111 – Sonstige Innere Verwaltung; Teilplanzeile 13. Alle Haushaltsmittel, die in 
diesem Jahr nicht verausgabt werden, sind in das nächste Haushaltsjahr zu übertragen.  
 
Wir bitten die Verwaltung, diesen Antrag zur Kenntnisnahme auch auf die Tagesordnung des 
nächsten Gesundheitsausschusses zu setzen und in beiden Ausschüssen im kommenden 
Jahr einen Bericht über die Lage des Projektes abzugeben. 
 
Begründung: 
 
Menschen, die stillen, sind selbstverständlicher Teil des öffentlichen Lebens in der Kommune. 
Aktuell gibt es noch zu wenige öffentlich zugängliche Orte, die den grundlegenden Bedürfnis-
sen von Stillenden gerecht werden. In Anlehnung an Kölner Best Practices wie Happy Toilets 
und Edelgard soll durch den Antrag langfristig ein Netzwerk von Kölner privaten und öffentli-
chen Einrichtungen geschaffen, die für Stillende und deren Bedürfnisse bereitstehen. So wird 
im Einklang mit der "Nationalen Stillstrategie" des Bundesministeriums für Ernährung und 
Landwirtschaft mit einfachen Mitteln das Wohlbefinden von stillenden Menschen sowie die 
Akzeptanz des Stillens im öffentlichen Raum gefördert. Wir gehen in Köln nun den ersten 
Schritt und folgen Best -Practices anderer Städte in Deutschland und Europa wie Bielefeld, 
Mailand oder Kassel. 
Langfristig streben wir eine Zertifizierung der Stadt als stillfreundliche Kommune an. Dafür sind 
eine ganzheitliche Strategie der Verwaltung und ausreichend personelle und finanzielle Res-
sourcen nötig. 
So bekommen stillende Menschen Orte in der Stadt, die sie jederzeit ohne großen (Planungs-
)Aufwand von unterwegs aufsuchen können. Damit das Stillen einfach in den Alltag passt. 
Denn ein stillfreundliches Köln ermöglicht Teilhabe für Eltern mit kleinen Kindern am Leben in 
der Kölner Innenstadt. 
 
 
 
Zusammenfassung leichte Sprache:  
 
Kleine Kinder und Babys werden oft gestillt. 
Dazu mögen viele Mütter einen ruhigen Ort, setzen sich gerne gemütlich hin und müssen viel 
trinken. 
Das ist aber nicht überall in der Innenstadt möglich. 
Wir wollen Orte schaffen, an denen das geht. 
Diese Orte haben bequeme Sitze, kostenloses Wasser und Wickelmöglichkeiten. 
Das kann in Cafés, in Restaurants, in Geschäften oder in öffentlichen Gebäuden sein. 
Diese Orte müssen von den Müttern gefunden werden. 
Es soll Werbung für diese Orte gemacht werden, wo oft Eltern sind.  
Eine digitale Karte zeigt die Standorte an. 
Diese Orte erleichtern Menschen mit Kindern den Alltag in der Stadt.

- 3 - 
 
Mit freundlichen Grüßen  
 
gez. Lino Hammer     gez. Niklas Kienitz 
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer   CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
 
gez. Lucas Sickmöller     
Volt-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

04.12.2023 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 2.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/2060/2023
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Volt)
Datum
20.11.2023
Erstellt
20.11.2023 16:41