Mandari Insight

V/0415/2005

Jugendarbeitslosigkeit - Kommunale Handlungsschwerpunkte

Vorlage 18.05.2005

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 16.06.2005, TOP 5.1

Anlage 2

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Berichtsvorlage

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Anlage 2

26926 Zeichen

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der  
Agentur für Arbeit Münster 
Arbeitsmarktreport 
 
Berichtsmonat April 2005 
Agentur für Arbeit Münster

Zur Lage und Struktur des Agenturbezirkes Münster 
 
•  Der Agenturbezirk Münster ist deckungsgleich mit dem kommunalen Raum der Stadt Münster. Er besteht in den 
heutigen Grenzen seit Anfang 1980. 
•  Münster hat als Beschäftigungsort eine ausgeprägt überregionale Bedeutung. Dies wird nicht zuletzt durch die 
hohe Zahl an Berufspendlern deutlich. Über 65.000 sind täglich auf Mü nsters Straßen unterwegs. Auf vier 
Einpendler kommt ein Auspendler. 
•  Die Wirtschaftsstruktur ist dienstleistungsorientiert. Über 75 Prozent der Beschäftigten sind in dem sogenannten 
“tertiären” Bereich tätig. In der Westfalenmetropole dominieren neben dem H andel die Wissenschaft und Lehre, 
das Gesundheitswesen, Kreditinstitute, Versicherungen und die öffentliche Verwaltung. Die Industriestruktur ist 
vor allem mittelständisch geprägt. 
•  Überdurchschnittliches Bi ldungsangebot: Hochschulen mit 5 5.000 Studierenden, höhere Schulen, zahlreiche 
Weiterbildungseinrichtungen. 
 
       Erläuterungen zu den Arbeitmarktdaten 
•  Arbeitsuchende sind Personen, die im Bundesgebiet wohnen und das 15. Lebensjahr vollendet haben, eine 
Beschäftigung als Arbeitnehmer mit einer Dauer von  mehr als sieben Kalendertagen im In - oder Ausland 
suchen (auch wenn sie bereits eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit ausüben), sich bei einer Agentur 
für Arbeit gemeldet haben und die angestrebte Arbeitnehmertätigkeit ausüben können und dürfen. 
•  Arbeitslose sind Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen (oder nur eine 
kurzzeitige Beschäftigung, d.h. weniger als 15 Stunden wöchentlich, ausüben), die ein Arbeits - oder 
Heimarbeitsverhältnis von mehr als 7 Kalendertage n als Arbeitnehmer/in eingehen wollen und sich persönlich 
bei der Agentur für Arbeit  arbeitslos gemeldet haben. 
•  Zugang an Arbeitslosen (Arbeitslosmeldungen): Zahl der Arbeitnehmer, die sich im Laufe des Berichtsmonats 
neu oder erneut arbeitslos melden (Bewegungszahl). 
•  Abgang an Arbeitslosen : Zahl der Arbeitnehmer, die im Laufe des Berichtsmonats die Arbeitslosigkeit 
beenden. 
•  Arbeitslosenquote ist der Anteil der bei der Agentur für Arbeit Münster registrierten Arbeitslosen an allen 
abhängigen zivilen Erwerb spersonen (sozialversicherungspflichtige und geringfügig Beschäftigte, Beamte und 
Arbeitslose), bzw. an allen zivilen Erwerbspersonen (abhängig zivile Erwerbspersonen plus Selbständige und 
mitarbeitende Familienangehörige), ausgedrückt in Prozent. 
•  Als offene Stellen gelten die bei der Agentur für Arbeit zur Besetzung gemeldeten Arbeitsplätze für namen tlich 
nicht genannte Arbeitnehmer und Heimarbeiter. Erfasst werden nur offene Stellen für eine Beschäftigung von 
voraussichtlich mehr als 7 Kalendertagen. Stellen für Heimarbeit gelten als offene Stellen für Teilzeitarbeit. 
•  Kurzarbeiter sind Arbeitnehmer, deren Arbeitszeit wegen eines vorübergehenden Arbeitsausfalls von mehr als 
zehn Prozent eingeschränkt ist und die Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. 
•  Teilnehmer an beruflicher Weiterbildung  sind Arbeitnehmer, die an einem Stichtag zum Monatsende an 
einer von der Agentur für Arbeit geförderten beruflichen Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen (Bestandszahl). 
•  Beschäftigte in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM)  sind Ar beitnehmer, die an einem Stichtag zum 
Monatsende in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme  beschäftigt sind (Bestandszahl). 
       
 
 
 
 
 
 
 
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.4.2005 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster   
Impressum 
Herausgeber: 
Agentur für Arbeit Münster 
Information und Controlling 
Ansprechpartner: Harry Penellis 
É 0251/698-255  Ê 0251/698910673 
¿ muenster.ic@arbeitsagentur.de

Sperrfrist bis 9:55 Uhr
Eckwerte des Arbeitsmarktes im April 2005
absolut in % absolut in %
ARBEITSUCHENDE insgesamt
- Bestand am Monatsende 19.410  19.238  19.374  16.509  172  0,9   2.901  17,6   
darunter ARBEITSLOSE
- Bestand am Monatsende 13.065  13.457  13.990  11.581  -392  -2,9   1.484  12,8   
  dar. 42,1 % Frauen 5.498  5.609  5.832  4.460  -111  -2,0   1.038  23,3   
44,6 % Angestellte 5.831  5.895  6.145  5.585  -64  -1,1   246  4,4   
9,7 % Jüngere u. 25 Jahren 1.268  1.508  1.670  1.132  -240  -15,9   136  12,0   
1,4 % Jugendl. u. 20 Jahren 180  215  231  118  -35  -16,3   62  52,5   
19,7 % 50 Jahre und älter 2.570  2.554  2.574  2.206  16  0,6   364  16,5   
32,9 % Langzeitarbeitslose 4.296  4.320  4.324  3.778  -24  -0,6   518  13,7   
3,9 % Schwerbehinderte 509  519  564  505  -10  -1,9   4  0,8   
17,6 % Ausländer 2.294  2.436  2.556  1.935  -142  -5,8   359  18,6   
14,2 % Teilzeitarbeitsuchende 1.860  1.863  1.888  1.276  -3  -0,2   584  45,8   
- Zugang seit Jahresbeginn 8.684  6.897  5.315  8.250             .            . 434  5,3   
im Monat 1.787  1.582  2.790  2.030  205  13,0   -243  -12,0   
dar. aus Erwerbstätigkeit 804  679  694  1.041  125  18,4   -237  -22,8   
aus Ausbildung 265  217  429  188  48  22,1   77  41,0   
- Abgang seit Jahresbeginn 7.281  5.102  2.987  7.918             .            . -637  -8,0   
im Monat 2.179  2.115  1.476  1.898  64  3,0   281  14,8   
dar. in Erwerbstätigkeit 852  776  607  775  76  9,8   77  9,9   
in Ausbildung 504  356  276  330  148  41,6   174  52,7   
ARBEITSLOSENQUOTEN 2) bezogen auf 
alle zivilen Erwerbspersonen 9,4   9,7   10,0   8,3   -0,3              . 1,1              .
alle abhängigen zivilen Erwerbspersonen 2) 10,4   10,8   11,2   9,2   -0,4              . 1,2              .
Männer 12,2   12,6   13,1   11,4   -0,4              . 0,8              .
Frauen 8,7   8,9   9,3   7,1   -0,2              . 1,6              .
Jüngere unter 25 Jahren 8,0   9,5   10,5   6,9   -1,5              . 1,1              .
Jugendliche unter 20 Jahren 4,9   5,9   6,3   3,0   -1,0              . 1,9              .
Ausländer 26,9   28,5   29,9   22,8   -1,6              . 4,1              .
GEMELDETE STELLEN
- Bestand am Monatsende 1.601  1.525  1.341  383  76  5,0   1.218  318,0   
- Zugang seit Jahresbeginn 4.629  3.670  2.600  2.705             .            . 1.924  71,1   
im Monat 959  1.070  1.259  453  -111  -10,4   506  111,7   
- Abgang seit Jahresbeginn 3.737  2.854  1.968  2.810             .            . 927  33,0   
im Monat 883  886  910  549  -3  -0,3   334  60,8   
AKTIVE ARBEITSMARKTPOLITIK
- Bestand am Monatsende
  Kurzarbeiter 4) . 393  393  306  . . . .
  Direkte Förderung regulärer Beschäft. 3) 1.276  1.177  1.178  784  99  8,4   492  62,8   
  Berufliche Weiterbildung 488  371  316  479  117  31,5   9  1,9   
  Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 46  47  52  23  -1  -2,1   23  100,0   
MÜNSTERLAND
Bestand Arbeitslose 63.021  65.162  66.944  59.363  -2.141  -3,3   3.658  6,2   
Ouote (alle ziv. Erw.personen) 8,0   8,3   8,5   7,6   -0,3              . 0,4              .
Zugang Arbeitslose 7.932  7.278  9.970  9.437  654  9,0   -1.505  -15,9   
Bestand gemeldete Stellen 6.152  7.251  6.749  5.837  -1.099  -15,2   315  5,4   
Zugang gemeldete Stellen 3.401  3.609  4.651  2.996  -208  -5,8   405  13,5   
Kurzarbeiter 4) . 3.084  3.322  3.376  . . . .
NORDRHEIN-WESTFALEN
Bestand Arbeitslose 1.060.506  1.086.271  1.083.382  912.115  -25.765  -2,4   148.391  16,3   
Ouote (alle ziv. Erw.personen) 12,1   12,4   12,3   10,3   -0,3              . 1,8              .
Zugang Arbeitslose 104.771  110.931  189.219  117.955  -6.160  -5,6   -13.184  -11,2   
Bestand gemeldete Stellen 81.604  77.193  68.762  58.130  4.411  5,7   23.474  40,4   
Zugang gemeldete Stellen 44.718  44.152  39.655  32.158  566  1,3   12.560  39,1   
Kurzarbeiter 4) . 42.212  40.773  44.461  . . . .
1) Veränderung der Quoten in Prozentpunkten
2) neue Basiswerte ab Mai 2004
3) 
Hierzu gehören: Eingliederungszuschüsse, Einstellungszuschüsse bei Neugründungen, Einstellungszuschüsse bei Vertretungen, 
    Entgeltsicherung für Ältere, Arbeitsentgeltzuschüsse für Ungelernte und von Arbeitslosigkeit Bedrohte, Strukturanpassungsmaßnahmen (OfW), 
    Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose, Überbrückungsgeld, Existenzgründungszuschüsse und Personal-Service-Agenturen.
4) Aus technischen Gründen erfolgt die Veröffentlichung der Kurzarbeiterzahlen ab Januar 2005 mit einer Zeitverzögerung von einem Monat.
April
2004
Vorjahres-
veränderung 1)
Vormonats-
veränderung 1)Merkmal April
2005
März
2005
Februar
2005
 
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.4.2005 
Arbeitsmarktreport  Bezirk der Agentur für Arbeit Münster   
 
 
 
 
 
 Arbeitslosigkeit im April erneut abgebaut 
 Frühjahrsbelebung jahreszeitlich bestimmt 
 Einstellungsbereitschaft der Betriebe zugenommen 
 Situation besser als im Landesdurchschnitt NRW 
 
Im April kam die jahreszeitlich übliche Frühjahrsbelebung des Ar beitsmarktes stärker voran 
als vor einem Jahr um diese Zeit,  da sich wegen des kalten Februars und März der Abbau 
saisonaler Arbeitslosigkeit vermehrt in den April und Mai verschiebt. Die Zahl der arbeitslosen 
Frauen und Männer in Münster verringerte sich gegenüber dem März um 392 oder 2,9 
Prozent auf 13.065. Die Arbeitslosenquote –  bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen –  
sank von 9,7 Prozent im März auf 9,4 Prozen t im April. Vor einem Jahr betrug  sie 8,3 
Prozent.  
 
Arbeitsmarkt ohne konjunkturelle Impulse 
„Nach wie vor kann die Konjunktur den Arbeits markt kaum beleben“, kommentiert Jürgen 
Katerkamp, Geschäftsführer der  Agentur für Arbeit Münster, die  Abnahme der 
Arbeitslosenzahl. So seien der Rückgang der Arbeitslosigkeit und die seit Anfang des Jahres 
festzustellende erhöhte Nachfrage nach Arbeitskräften in der Westfalenmetropole vor allem 
auf jahreszeitliche Gründe zurück zu führen.  Nicht saisonal bestimmt, son dern 
arbeitsmarktlich gezielt kam es zur Verringerung der  Jugendarbeitslosigkeit. Angesichts der 
kritischen Situation setzt die Agentur gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Münster bei 
der Jugendarbeitslosigkeit einen der Schwerpunkte ihrer Aktivitäten. Erste Erfolge werden 
sichtbar: im Vergleich zum März konnte die Erwerbslosigkeit  junger Mensche n um 15,9 
Prozent auf 1.268 Betroffene gesenkt werden. 
 
Die Entwicklung des Stellenangebots wird  seit Januar  von Meldungen für Zusatzjobs  
beeinflusst, die ab Januar statistisch erfasst  werden  und arbeitsmarktpolitisch  auf  die 
Beschäftigung von Langzeitarbe itslosen und Jugendlichen  abzielen . Der Bestand an 
gemeldeten Stellen  insgesamt  ist im April  g estiegen, und zwar um 76 auf 1.601 . Im 
Berichtsmonat meldeten Arbeitgeber zwar weniger freie Stellen als noch im März, seit Anfang 
des Jahres mit 4.629 allerdings 1.924 oder 71,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des 
Vorjahres. Auf Zusatzjobs entfallen 10,7 Prozent aller seit Jahresbeginn bekannt gegebenen 
Stellenangebote. 
 
Entwicklung in Münster günstiger als im NRW-Durchschnitt 
Nach wie vor weist Münster mit  9,4  Prozent im nordrhein -westfälischen Vergleich eine 
günstige Arbe itslosenquote aus (NRW: 12,1  %). Auch im Vergleich mit dem Vormonat 
schneidet die Westfalenmetropole günstiger ab. Während im hiesigen Agenturbe zirk die 
Arbeitslosenzahl um 2,9 Prozent sank, nahm sie im nordrhein-westfälischen Durchschnitt um 
2,4 Prozent ab. 
Presseinformation                     Nr. 26/2005

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Die Arbeitslosigkeit hat sich im April 2005 um 392 auf 13.065 verringert. Im Vergleich zum 
Vorjahr gab es 1.484 Arbeitslose mehr. 
Für Bezirke der Agenturen für Arbeit gibt es keine saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen. Um die Entwicklung der 
Arbeitslosigkeit wenigstens näherungsweise von saisonalen Einflüssen zu bereinigen wird ein gleitender 12-
Monatsdurchschnitt berechnet, der jeweils dem mittleren Monatswert zugeordnet wird. Für die letzten sechs Monate ist 
der Durchschnitt auf diese Weise jedoch nicht zu ermitteln. 
Ursprungswerte gleitender 12-Monatsdurchschnitt 
Arbeitslosigkeit 
Bestand an Arbeitslosen 
Die Arbeitslosenquote, berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im 
April 9,4 %.  Vor einem Jahr hatte sie bei 8,3 % gelegen. 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Arbeitslosigkeit von ausgewählten Personengruppen 
 - Vorjahresveränderung in % -  
Arbeitslosigkeit von ausgewählten Personengruppen 
- Anteil an allen Arbeitslosen in % - 
Das Gewicht der ausgewählten Personengruppen am Arbeitslosenbestand ist 
unterschiedlich groß. Von besonderem Interesse ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen. So 
waren im April 33 % der Arbeitslosen länger als ein Jahr auf der Suche nach einer 
Beschäftigung. 
 
Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich: 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Zugang in und Abgang aus Arbeitslosigkeit  
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Zugang in Arbeitslosigkeit  
im Berichtsmonat seit Jahresbeginn 
insgesamt Vorjahresveränderung insgesamt 
absolut absolut absolut absolut in % in %
Vorjahresveränderung 
 1.787 -12,0 -243  8.684  434  5,3Zugänge insgesamt 
 804 -22,8 -237  3.426 -696 -16,9aus Erwerbstätigkeit 
 18  63,6  7  72  5  7,5- Land- und Forstwirtschaft 
 86 -18,9 -20  361 -47 -11,5- Produzierendes Gewerbe (ohne Bau) 
 48  4,3  2  254 -35 -12,1- Baugewerbe 
 637 -25,5 -218  2.700 -577 -17,6- Dienstleistungsgewerbe 
 265  41,0  77  1.188  288  32,0aus Ausbildung/Qualifizierung 
 716 -10,4 -83  4.066  852  26,5aus sonstiger Nichterwerbstätigkeit 
804 Personen meldeten sich nach Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses 
arbeitslos, 237 oder 23 % weniger. 
Abgang aus Arbeitslosigkeit  
im Berichtsmonat  seit Jahresbeginn 
insgesamt Vorjahresveränderung insgesamt 
absolut absolut in % in % absolut absolut
Vorjahresveränderung 
 2.179 Abgänge insgesamt   281  14,8  7.281 -637 -8,0 
 852 in Erwerbstätigkeit  77  9,9  2.989  159  5,6 
 130   dar.: durch Auswahl und Vorschlag  46  54,8  404  202  100,0 
 504 in Ausbildung/Qualifizierung  174  52,7  1.375  86  6,7 
 567 in sonstige Nichterwerbstätigkeit -16 -2,7  1.866 -1.094 -37,0 
Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten im April 852 Personen ihre 
Arbeitslosigkeit beenden, 77 oder 10 % mehr als vor einem Jahr. In 130 Fällen war die 
Agentur für Arbeit Münster durch Auswahl und Vorschlag an der Stellenbesetzung 
beteiligt. 
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel 
Bewegung. Im April meldeten sich 1.787 Personen neu oder erneut arbeitslos, das 
waren 243 oder 12 % weniger als vor einem Jahr. 
Gleichzeitig beendeten 2.179 Personen ihre Arbeitslosigkeit, das waren 281 oder 15 
% mehr als vor Jahresfrist. 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

28.04.2005Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Münster waren im April 1.601 Stellenangebote 
registriert, gegenüber März ist das ein Plus von 76. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 
1.218 Stellen mehr. 
Ursprungswerte
 gleitender 12-Monatsdurchschnitt 
Stellenangebote 
Für Bezirke der Agenturen für Arbeit gibt es keine saisonbereinigten Stellenzahlen. Um die Entwicklung der 
offenen Stellen wenigstens näherungsweise von saisonalen Einflüssen zu bereinigen, wird ein gleitender 12-
Monatsdurchschnitt berechnet, der jeweils dem mittleren Monatswert zugeordnet wird. Für die letzten sechs 
Monate ist der Durchschnitt auf diese Weise jedoch nicht zu ermitteln. 
Betriebe und Verwaltungen meldeten der Agentur für Arbeit im April 959 Stellen,  das 
waren 506 oder 112 % mehr als vor einem Jahr.  Seit Jahresbeginn sind  4.629 
Stellen eingegangen, gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ist das ein 
Zuwachs von 1.924 oder 71 % . 
Stellenangebot  
Im April wurden  883 Stellen abgemeldet, 334 oder 61 % mehr als im Vorjahr. Von 
Januar bis April gab es  3.737 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 
ist das ein Zuwachs von 927 oder 33 % . 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Wirtschaftszweige 
Die Arbeitslosmeldungen und Stellenzugänge nach Branchen geben Anhaltspunkte über 
Veränderungen der regionalen Wirtschaftsstruktur. 
Im April zeigt sich folgendes Bild: 
Zugang von Arbeitslosen und Stellen 
nach Wirtschaftszweigen 
Arbeitslosmeldungen nach 
vorheriger Erwerbstätigkeit Stellenmeldungen 
Berichts- 
monat Vorjahres- 
veränderung 
Berichts- 
monat Vorjahres- 
veränderung 
absolut in % absolut absolut absolut in % in % in % 
 804  959 Insgesamt -237 -22,8  100,0  100,
0
 506  111,7
 18  17 dar.: Land- und Forstwirtschaft  7  63,6  2,2  1,8  1  6,3
 86  53         Prod. Gewerbe (ohne Bau) -20 -18,9  10,7  5,5  31  140,9
 48  25         Baugewerbe  2  4,3  6,0  2,6  3  13,6
 637  862         Dienstleistungen -218 -25,5  79,2  89,9  469  119,3
 169  225         dav.: Handel, Gastgewerbe und Verkehr -81 -32,4  21,0  23,5  78  53,1
 179  389                  Finanzierung, Vermietung, Unternehmensdienstleistung -47 -20,8  22,3  40,6  253  186,0
 289  248                  öffentliche und private Dienstleister -90 -23,7  35,9  25,9  138  125,5
 Arbeitslosmeldungen je 100 Stellenzugänge 
- Werte für den Zeitraum Januar bis April - 
Für den Zeitraum Januar bis April ergeben sich unterschiedliche Relationen aus 
Arbeitslosmeldungen nach vorheriger Erwerbstätigkeit und Stellenzugängen: 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Berufe 
Die berufsfachlichen Strukturen von Arbeitslosen und gemeldeten Stellen und deren 
Veränderungen lassen Chancen und Grenzen für die Integration in Arbeit erkennen. Ende 
April stellt sich die Situation so dar: 
Arbeitslose und offene Stellen  
nach Berufen 
Bestand an Arbeitslosen Bestand an Stellen 
Berichts- 
monat Berichts- 
monat Vorjahres- 
veränderung Vorjahres- 
veränderung 
absolut absolut absolut absolut in % in % in % in % 
 13.065  1.601 insgesamt  1.484  1.218 12,8  318,0  100,0  100,0 
 350  41 dar.: Grüne Berufe  59  36 20,3  720,0  2,7  2,6 
 2.330  383         Fertigungsberufe (ohne Bau) 1)  345  247 17,4  181,6  17,8  23,9 
 922  31         Bau- und baunahe Fertigungsberufe  69  12 8,1  63,2  7,1  1,9 
 485  24         Technische Berufe -66  4-12,0  20,0  3,7  1,5 
 8.725  1.122         Dienstleistungsberufe  1.042  919 13,6  452,7  66,8  70,1 
 1.435  373         dav.: Waren- und Dienstleistungskaufleute  196  312 15,8  511,5  11,0  23,3 
 1.288  63                  Verkehrsberufe  146  29 12,8  85,3  9,9  3,9 
 1.531  229                  Organisations-, Verwaltungs- u. Büroberufe  8  189 0,5  472,5  11,7  14,3 
 629  143                  Ordnungs- und Sicherheitsberufe  61  140 10,7  4.666,
7 
 4,8  8,9 
 270  17                  Medien- und künstlerische Berufe -8  13-2,9  325,0  2,1  1,1 
 491  34                  Gesundheitsdienstberufe  29  21 6,3  161,5  3,8  2,1 
 1.418  145                  Sozial- und Erziehungsberufe  88  129 6,6  806,3  10,9  9,1 
 1.663  118                  Sonstige Dienstleistungsberufe  522  86 45,7  268,8  12,7  7,4 
 Unterschiede veranschaulicht auch das Diagramm: 
- April 2005 - 
 Arbeitslose je gemeldete Stelle nach Berufen 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster 
1) Einschließlich Bergleute und Mineralgewinner.

63,2%11,5%
23,1%
2,2%
Beschäftigungsbegleitende
Leistungen
Trainingsmaßnahmen
Berufliche Weiterbildung
Beschäftigung schaffende
Maßnahmen
 
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Arbeitsmarktpolitik 1) 
Mit dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte für zahlreiche Personen im 
Bezirk der Agentur für Arbeit Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden. Die 
nachfolgenden Übersichten geben für die wichtigsten Maßnahmen einen Überblick über 
die Zahl der geförderten Personen: 
Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen 
aktiver Arbeitsmarktpolitik Vormonatsveränderung Vorjahresveränderung 
absolut absolut in % in % 
April 
2005 
Beschäftigungsbegleitende Leistungen  1.335 98 7,9 475 55,2
dav.: in abhäng. Beschäftigung  128 -10 -7,2 -27 -17,4
     dar.: in Personal-Service-Agenturen  59 -1 -1,7 -17 -22,4
     in Selbständigkeit  1.207 108 9,8 502 71,2
Berufliche Weiterbildung  488 117 31,5 9 1,9
Trainingsmaßnahmen  242 -47 -16,3 -161 -40,0
Beschäftigung schaffende Maßnahmen  46 -1 -2,1 22 91,7
dar.: Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen  46 -1 -2,1 23 100,0
Strukturanpassungsmaßnahmen (trad.)  0 0 0,0 -1 -100,0
Zugänge in ausgewählte 
Maßnahmen aktiver 
Arbeitsmarktpolitik 
April 
2005 
absolut absolut in % in % 
seit Jahres- 
beginn Vorjahresveränderung Vorjahresveränderung 
 436 Unterstützung der Beratung und Vermittlung  1.981 91 26,4 341 20,8 
 92 Beschäftigungsbegleitende Leistungen  450 -77 -45,6 -31 -6,4 
 25 dav.: in abhäng. Beschäftigung  88 -40 -61,5 -31 -26,1 
 6         dar.: in Personal-Service-Agenturen  13 -30 -83,3 -47 -78,3 
 67         in Selbständigkeit  362 -37 -35,6 0 0,0 
 157 Berufliche Weiterbildung  245 90 134,3 37 17,8 
 304 Trainingsmaßnahmen  1.075 14 4,8 -116 -9,7 
 5 Beschäftigung schaffende Maßnahmen  42 -7 -58,3 27 180,0 
 5 dar.: Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen  42 -7 -58,3 27 180,0 
 0 Strukturanpassungsmaßnahmen (trad.)  0 0 0,0 0 0,0 
Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik 
Die Zugänge in Maßnahmen entwickelten sich folgendermaßen: 
1) Außer Mobilitätshilfen, Unterstützung der Beratung und Vermittlung und Personal-Service-Agenturen vorläufige Ergebnisse, da die 
Werte auf Basis der bisher eingegangenen Meldungen hochgerechnet werden. Die Ergebnisse für den Berichtsmonat stehen erst nach 
einer Wartezeit von 3 Monaten endgültig fest.  
 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Die Entwickung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Ausbildungsstellenmarkt 
Eckdaten des 
Ausbildungsstellenmarktes  
Berufsberatungsjahr Vorjahresveränderung 
absolut in % 2004/2005 2003/2004 2002/2003 
Berufsausbildungsstellen 
 1.965  2.156 gemeldet seit Beginn des Berichtsjahres -140 -7,1  1.825 
 1.932  2.151     darunter betriebliche -121 -6,3  1.811 
 735  1.137 unbesetzt am Monatsende -234 -31,8  501 
Bewerber 
 1.383  1.405 gemeldet seit Beginn des Berichtsjahres  116  8,4  1.499 
 773  762 nicht vermittelt am Monatsende  66  8,5  839 
Bewerber und 
Berufsausbildungsstellen nach 
Berufsgruppen  
absolut in % 
Vorjahresveränderung Vorjahresveränderung 
absolut in % 
nicht ver- 
mittelt / 
unbesetzt am 
Monatsende 
gemeldet 
von Oktober 
bis April 
Bewerber 
 1.499  839 insgesamt  116  66  8,4  8,5 
 507  307 davon für: Fertigungsberufe  71  59  16,3  23,8 
 910  486                  Dienstleistungsberufe  50  8  5,8  1,7 
 82  46                  sonstige Berufe -5 -1 -5,7 -2,1 
Berufsausbildungsstellen 
 1.825  501 insgesamt -140 -234 -7,1 -31,8 
 361  116 davon für: Fertigungsberufe -64 -73 -15,1 -38,6 
 1.379  374                  Dienstleistungsberufe -79 -134 -5,4 -26,4 
 85  11                  sonstige Berufe  3 -27  3,7 -71,1 
Der Agentur für Arbeit wurden seit Oktober letzten Jahres 1.825 Ausbildungsstellen 
gemeldet, 7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 1.499 
Bewerbermeldungen, 8 % mehr. 
Ende April waren 501 Ausbildungsstellen noch unbesetzt und 839 Bewerber noch nicht 
vermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es weniger unbesetzte Ausbildungsstellen (-32%).  
Die Zahl der unversorgten Bewerber war größer (9%). 
Dabei war die Entwicklung nach Berufsbereichen unterschiedlich:  
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Die Entwickung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.04.2005 
Eine Beurteilung der aktuellen Lage am Ausbildungsstellenmarkt ist auf der Grundlage 
von unbesetzten Ausbildungsstellen und unversorgten Bewerbern im Vergleich zum 
vorhergehenden Berufsberatungsjahr möglich: 
noch unbesetzte Ausbildungsstellen noch nicht vermittelte Bewerber 
Ausbildungsstellenmarkt im Vorjahresvergleich 
Arbeitsmarktreport Bezirk der Agentur für Arbeit Münster

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im April 2005 28.4.2005 
Arbeitsmarktreport  Bezirk der Agentur für Arbeit Münster   
 
 
 
 
Anhang: 
 
Wichtige Hinweise zur Interpretation der Arbeitsmarktdaten 
 
Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches II (SGB II) ändern sich die Grundlagen der 
Arbeitsmarktstatistik in Deutschland. Bis Ende 2004 basierten die Statistiken allein auf den 
Geschäftsdaten der Agenturen für Arbeit. Nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und 
Sozialhilfe sind die Agenturen nur noch für einen Teil der Arbeitslosen zuständig. Als Träger der 
neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II treten mit den 
Arbeitsgemeinschaften von Arbeitsagenturen und Kommunen und den zugelassenen 
kommunalen Trägern (optierende Kommunen) weitere Akteure auf den Arbeitsmarkt.  
 
Zur Sicherung der Vergleichbarkeit und Qualität der Statistik wurde die Bundesagentur für Arbeit 
im SGB II beauftragt, die bisherige Arbeitsmarktstatistik unter Einschluss der Grundsicherung für 
Arbeitsuchende weiter zu führen. Dabei wird die Definition der Arbeitslosigkeit aus dem SGB III 
beibehalten. Durch die Kombination von Informationen aus dem SGB II und dem SGB III-Bereich 
über Arbeitslose, erwerbsfähige Hilfebedürftige, Bedarfsgemeinschaften, Leistungsbezug und 
Förderung wird eine integrierte Statistik geschaffen, die für die einzelnen Regionen ein 
Gesamtbild von Arbeitslosigkeit und sozialer Sicherung zeigen kann. Die Realisierung dieses 
umfassenden Berichtsprogramm in sehr kurzer Zeit ist eine große Herausforderung. So mussten 
die SGB II-Besonderheiten in die bestehenden Statistikverfahren integriert und insbesondere  
eine Differenzierung nach Rechtskreis (SGB III bzw. SGB II) und Trägerschaft (Arbeitsagenturen, 
Arbeitgemeinschaften, getrennte Trägerschaft, optierenden Kommune) ermöglicht werden. Alle 
Daten über Kunden der Bundesagentur für Arbeit, die ab dem 1. Januar 2005 in den 
Zuständigkeitsbereich des SGB II übergehen, müssen auf den neuen zuständigen Träger 
umgestellt werden. Für die SGB II-Leistungen wurde ein neues IT-Fachverfahren geschaffen 
(A2LL), aus dem erste Eckwerte gewonnen werden können; eine Schnittstelle zum regulären 
Statistikverfahren wird im Laufe des Jahres 2005 installiert und dann detaillierte Daten liefern 
können. Mit den zugelassenen kommunalen Trägern wurden Datenstandards vereinbart, um 
deren Daten in die Datenstruktur des BA-Statistik-Data-Warehouse einbinden zu können.  
 
Diese neuen Verfahren und Datenlieferungsprozesse brauchen eine Anlaufzeit um vollständige, 
hinreichend sichere und differenzierte Daten bereitstellen zu können. Trotzdem kann über Lage 
und Entwicklung des Arbeitsmarktes berichtet werden.

Jugendarbeitslosigkeit Anlage 1

9581 Zeichen

Anlage  
 
Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungssituation 
 
Die Sorgen um Ausbildung und berufliche Zukunft sow ie Arbeitslosigkeit nach Beendigung 
der Ausbildung gehören seit vielen Jahren zu einer prägenden Erfahrung für die junge Gene- 
ration. Auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist die Ent wicklung einerseits dadurch gekenn- 
zeichnet, dass eine große Nachfrage an betriebliche n Ausbildungsplätzen und andererseits 
ein Rückgang an Ausbildungsplätzen besteht. Eine be sondere Problematik ergibt sich dabei 
auch aus dem Umstand, dass in den letzten Jahren ei ne zunehmende Zahl von Abitu- 
rient/innen eine Ausbildung im dualen System anstre bt. Mit dem steigenden Angebot an gut 
qualifizierten Bewerber/innen verschlechtern sich d ie Chancen für Jugendliche ohne Schul- 
abschluss oder mit einem schlechten Schulabschluss einen Ausbildungsplatz zu bekommen 
deutlich.  Die erwerbsbiographischen Folgen sind fü r die Jugendlichen gravierend, da ein 
fehlender oder schlechter Schulabschluss den Überga ng von der Schule in den Beruf ver- 
hindert.  
 
Die Verwaltung legt den fünften Bericht zur Jugenda rbeitslosigkeit und Jugendberufshilfe 
vor. Dieser Bericht enthält aktuelle Stichtagszahle n nach Inkrafttreten der sog. Hartz-
Gesetze und die damit einhergehende Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe. 
Hierdurch sind viele Jugendliche wieder statistisch  erfasst, die zuvor in den Statistiken nicht 
mehr auftauchten. Die jetzt vorliegenden Zahlen bel egen, dass die städtischen Angebote der 
Jugendberufshilfe unverzichtbar sind und in einigen Bereichen intensiviert werden sollten.  
 
Bevor auf einzelne Aspekte der Jugendarbeitslosigke it eingegangen wird, vorab einige An- 
merkungen zu der verwendeten Statistik. Art und Umf ang der Statistik sowie die Berichter- 
stattung obliegt der Agentur für Arbeit. Somit ist gewährleistet, dass bundesweit vergleichba- 
re Daten vorliegen. Allerdings entspricht die Aufbe reitung der Daten nicht zwingend die Be- 
dürfnisse der Kommunen, spezielle Zielgruppen oder Probleme weitgehender zu analysie- 
ren. Hierzu werden Sonderauswertungen benötigt, die  ausschließlich von der zuständigen 
Agentur durchgeführt werden kann und zu Mehraufwand  der Agentur führt. Differenzierte  
Auswertungen (z.B. differenziert nach Geschlecht, A ltergruppen und Ausländern) sind somit 
nur mit erheblichem Zeitaufwand möglich und erforde rn einen entsprechenden zeitlichen 
Vorlauf. Im Berichtsjahr wird diese Problematik noc h durch die gesetzlichen Änderungen am 
01.01.2005 verschärft. Erstmalig sind alle Arbeitsl osen statistisch gemeinsam erfasst und 
nicht einerseits in der Sozialhilfestatistik und an dererseits in der Arbeitslosenstatistik. Dies 
wiederum führt dazu, dass zurzeit ausschließlich au f monatliche Stichtagszahlen zurückge- 
griffen werden, die nicht unbedingt so genau sind w ie Jahresdurchschnittswerte. Angesichts 
dieser Ausgangslage wird auf eine sehr differenzier te Auswertung verzichtet. Die Verwaltung 
legt den parlamentarischen Gremien einen differenzi erteren Bericht zu dem Thema  „Ju- 
gendarbeitslosigkeit“ in Zusammenhang mit der Dokum entation der noch durchzuführenden 
„Jugendkonferenz“ vor.  
      
Jugendarbeitslosigkeit – Zahlen und Fakten 
 
Die Jugendarbeitslosigkeit verschärfte sich in Münster deutlich. Es sind erheblich mehr junge 
Menschen als im Vorjahr arbeitslos. Besonders gravi erend ist, dass sich auch die Struktur 
verschlechterte.  
 
Im April 2005 waren insgesamt 1.268 Jugendliche (ge genüber 1.507 am Stichtag 
21.03.2005) unter 25 Jahren in Münster arbeitslos g emeldet, davon hatten 614 mit Ansprü- 
che auf SGB III – Leistungen und 654 bezogen SGB II  – Leistungen  und werden von der

Arbeitsgemeinschaft Münster – der Zusammenschluss v on der Stadt Münster und der Agen- 
tur für Arbeit zur Wahrnehmung der Aufgaben nach dem Sozialgesetzbuch II -   betreut.   
 
Arbeitslose unter 25 Jahren nach Art des Leistungsb ezugs und Altergruppe in Müns- 
ter (Berichtsmonat April 2005)  
 
 insgesamt SGB III SGB II  
Unter 25 Jahre 1.268 614 654 
Davon unter 20    180   65 115 
Quelle: Agentur für Arbeit Münster 
 
Der Anstieg gegenüber dem April des Vorjahres war m it rund 30 Prozent deutlich höher als 
bei allen Arbeitslosen (plus 19 Prozent). Dies häng t unter anderem damit zusammen, dass 
die Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhil fe viele Jüngere wieder „sichtbar“ ge- 
macht hat, die vorher mangels Leistungsanspruches a us den offiziellen Statistiken ver- 
schwunden waren. 
 
Ende April waren in Münster 180 Arbeitslose unter 20 Jahren registriert. Der Anstieg gegen- 
über dem April des Vorjahres war mit 52,5 % deutlich höher als bei allen Arbeitslosen (+ 12,8 
Prozent). Von den 180 Jugendlichen können 168 keine Berufsausbildung nachweisen und 
jeder zweite besitzt keinen Hauptschulabschluss. 
  
Diese Entwicklung trifft auch zu, wenn die Gruppe d er Jugendlichen insgesamt, d.h. bis 25 
Jahre, betrachtet wird: Erheblich mehr junge Arbeitslose als vor einem Jahr (plus 46 Prozent) 
können keine abgeschlossene Berufsausbildung vorwei sen. Vor einem Jahr hatten gut 70 
Prozent der jüngeren ohne Berufsausbildung zumindes t die Hauptschule erfolgreich absol- 
viert. In der aktuellen Struktur sank dieser Anteil  auf 64 Prozent. In NRW haben 26.000 ar- 
beitslose Jugendliche (rund 20 Prozent haben weder einen Hauptschulabschluss noch eine 
Berufsausbildung). Diese landesweite Entwicklung ze igt sich auch in Münster: Von den 
1.268  im April  2005 als arbeitslos registrierten Jugendlichen in Münster trifft dies auf  734 
Jugendliche zu. Eine Sonderzählung der Arbeitsgemei nschaft Münster ergab, das allein 286 
Jugendliche, die Ansprüche auf Arbeitslosengeld II haben keine Schulabschluss haben. Da- 
von waren 192 männlich und 94 weiblich. 
 
Über keinen Berufsabschluss verfügen insgesamt 58,5 % aller als arbeitslos in Münster re- 
gistrierten Jugendlichen. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede, wenn nach Art des Leis- 
tungsbezugs differenziert wird. Keine abgeschlossene Berufsausbildung haben 32,4 % der 
BezieherInnen von Arbeitslosengeld I und 81,8 % der BezieherInnen von Arbeitslosengeld II.   
 
Jugendliche Arbeitslose in Münster ohne Berufsausbildung nach Leistungsbezug und 
Ausländern (Berichtsmonat April 2005)  
 
 insgesamt SGB III SGB II  
  743 199 535 
Davon Ausländer 189   58 131 
Quelle: Agentur für Arbeit Münster 
 
Ein viertel der jüngeren  Arbeitslosen (unter 25 Ja hren) in Münster (351) sucht bereits sechs 
Monate oder länger nach einem Arbeitsplatz und gilt  damit als langzeitarbeitslos. Von den 
unter Jahren sind es 180 Personen, die langzeitarbe itslos sind. Deutlich höher ist der Anteil 
der Langzeitarbeitslosen bei den SGB II  Beziehende n. Hier suchen 203 von 654 länger als 
ein halbes Jahr einen Arbeitsplatz, davon sind 115 unter 20 Jahreen 
  
Gegenüber dem März 2004 ist der – ohnehin schon hoh e – Anteil junger Ausländer/-innen 
ohne Berufsausbildung noch einmal um 40 Prozent ges tiegen. Drei von vier ausländischen

Jugendlichen haben keine Berufsausbildung, davon kn app die Hälfte auch keinen Haupt- 
schulabschluss.  
 
 
Ausbildungsmarkt 
 
Das Gesamtangebot der bei den Agenturen  für Arbeit  in NRW gemeldeten betrieblichen 
Ausbildungsplätze lag mit 74.280 um 6,6 Prozent (5. 285 Plätze) unter dem des Vorjahres. 
Auch hier zeigt sich eine deutliche regionale Diffe renzierung. Die größten Einbrüche gab es 
in Hamm mit minus 19,8 Prozent, den höchsten Zuwach s in Bonn mit plus 8,2 Prozent. In 
Münster wurden 191 weniger Ausbildungsstellen im Ve rgleich zum Vorjahr gemeldet. Bei 
diesen Zahlen muss jedoch berücksichtigt werden, dass viele Ausbildungsverträge nicht über 
die Vermittlung der Agenturen für Arbeit abgeschlossen werden, sondern direkt erfolgen, z.B. 
über das Internet oder über den Übergang in ein Aus bildungsverhältnis im Anschluss an ei- 
nen Maßnahme, z.B. Praktika. 
 
Landesweit befinden sich aus dem vergangenen Ausbil dungsjahr zurzeit 2.770 Jugendliche 
in einer Einstiegsqualifizierung, die z. T. neu auf  dem Ausbildungsmarkt als Bewerber er- 
scheinen werden. 
 
Aufgrund der weiter wachsenden Nachfrage nach Ausbi ldungsplätzen (Gründe: weitere An- 
stieg der Schulabgänger, Jugendliche aus weiterführ enden Schulen und schulischen  Warte- 
schleifen) und der fehlenden Angebote wird sich die  Situation auf dem Ausbildungsmarkt im 
Vergleich zum Vorjahr eher verschärfen, so dass wie der immense Anstrengungen zur 
Schließung der Lehrstellenlücke notwendig sein werden. 
 
Seit Oktober letzten Jahres wurden der Agentur für Arbeit in Münster 1.825 Ausbildungsstel- 
len gemeldet. Dies entspricht einem minus von 7,1 P rozent, dem ein plus von 8 Prozent auf 
der Seite der BewerberInnen gegenüber steht. 
 
 
 
Eckdaten des 
Ausbildungsstellenmarktes 
 
Berufsberatungsjahr 
 
Vorjahresveränderung 
 2004/2005  2003/2004  2002/2003  absolut In %  
Berufsausbildungsstellen: 
gemeldet seit Beginn des Berichtsjahres 
 
    >darunter betriebliche 
 
unbesetzt am Monatsende 
 
1.825  
 
1.811  
 
501  
 
1.965  
 
1.932  
 
735  
 
2.156  
 
2.151  
 
1.137  
 
-140 
 
-121 
 
-234 
 
-7,1  
 
-6,3  
 
-31,8  
Bewerber:  
gemeldet seit Beginn des Berichtsjahres 
 
nicht vermittelt am Monatsende 
 
1.499  
 
839  
 
1.383  
 
773  
 
1.405  
 
762  
 
116 
 
66 
 
8,4  
 
8,5  
 
 
 
Ende April waren 501 Ausbildungsstellen noch unbese tzt und 839 BewerberInenn noch nicht 
vermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es weniger  unbesetzte Ausbildungsstellen (- 32 %). 
Die Zahl der unversorgten BewerberInnen war größer (9 %).

Berichtsvorlage

17474 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
AIM jugend+ 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jugendarbeitslosigkeit - Kommunale Handlungsschwerpunkte Teil I 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
 
02.06.2005 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
02.06.2005 Ausländerbeirat Bericht 
08.06.2005 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
14.06.2005 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 
16.06.2005 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungssituation 
 
Die Integration von Jugendlichen in
 Ausbildung und Beruf  hat höchste Priorität. 
In seiner Sitzung am 8.12.2004 beauftragte der Rat der Stadt Münster die Verwaltung ein Kon-
zept zur Überwindung der Jugendarbeitslosigkeit in Münster zu erarbeiten und den parlamentari-
schen Gremien vorzulegen.  
 
Die Arbeitslosenquote lag im April 2005 bei 12,1 % landesweit und 9,4 % in Münster. Deutlich 
höher ist die Arbeitslosenquote Jugendlicher mit 12,0 % in Münster. Der größte Anteil der arbeits-
losen Jugendlichen (64 %) erhält Leistungen nach dem SGB II und wird in der Trägerschaft der 
Arbeitsgemeinschaft Münster betreut. Besorgniserregend in diesem Zusammenhang ist der An-
teil der SGB II – Leistungsbeziehenden die keinen Schulabschluss und Berufsabschluss haben. 
Zum Stichtag 29.04.2005 traf dies auf 286 Jugendliche zu, davon waren 192 Jungen und 94 
Mädchen (vgl. Anlage „Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungssituation“; Arbeitsmarktreport der 
Agentur für Arbeit Münster).   
 
Handlungsschwerpunkte der AIM jugend + 
 
Junge arbeit
slose Menschen sind eine Gruppe, die besonderer Aufmerksamkeit und Förderung 
bedürfen. Wird der Einstieg in das Ausbildungs- bzw. Erwerbssystem blockiert, kann dies die 
gesamte berufliche Sozialisation negativ beeinflussen. Die frühe Erfahrung der beruflichen Aus-
grenzung führt bei vielen Jugendlichen zu Verweigerungen und leitet langfristig instabile Er-
werbsverläufe ein. Außerdem fehlt den Jugendlichen ein wichtiges Element ihrer persönlichen 
Sozialisation, und psycho-soziale Folgen der Arbeitslosigkeit betreffen sie in besonderem Maße. 
Sie sind noch in der Entwicklung der Persönlichkeit, auf der Suche nach Identität, die sich in un-
serer Gesellschaft  zentral an der Erwerbsbeteiligung orientiert. Zudem ist an die Planung der 
Vorlagen-Nr.: 
V/0415/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Ringbeck 
Ruf: 
492 28 80 
E-Mail: 
aim@stadt-muenster.de 
Datum: 
18.05.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
Berufsausbildung die gesamte Lebensplanung gekoppelt. Empirische Studien zeigen, dass bei 
fehlender oder durch Arbeitslosigkeit unterbrochener beruflicher Sozialisation junge Menschen 
mit psychischen Störungen, Krankheiten und massiven Zukunftsängsten reagieren. Vor diesem 
Hintergrund steht bei Jugendlichen die Teilnahme an Bildung sowie der Aufbau und die Stabili-
sierung ihrer Arbeitsmotivation im Vordergrund, im Gegensatz zur Realisierung von schnellen 
und möglicherweise nur kurzfristigen Eingliederungserfolgen.  
 
Mit dem zum 01.01.2005 in Kraft getretenen Gesetzen im Rahmen von Hartz IV werden die Leis-
tungsgrundsätze für die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen unter 25 Jahren und diejenigen über 25 
Jahre bis 65 Jahre neu gefasst. Diese neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen ergeben not-
wendige Abgrenzungen zur Jugendberufshilfe und eine Definition der Schnittstellen zu der Ziel-
gruppe SGB II. Die gesetzlichen Leistungen  nach dem SGB II gelten nur für die Jugendlichen, 
die wegen  (finanzieller) Hilfebedürftigkeit anspruchberechtigt sind. Dazu gehören nicht die jun-
gen Menschen, bei denen keine (finanzielle) Hilfebedürftigkeit nach SGB II vorliegt, weil sie fi-
nanziell von ihrer Familie versorgt werden oder Leistungen der Jugendhilfe nach SGB VIII erhal-
ten. Auch ein Teil dieser jungen Menschen kann zu der benachteiligten Personengruppe gezählt 
werden, für die  kommunale Angebote erforderlich sind. Die Kooperation und Abstimmung der 
Angebote und Vorhaben des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien mit dem Amt für Schule 
und Weiterbildung als Schulträger ist hier von besonderer Bedeutung. Unabdingbar ist die Koor-
dinierung des gemeinsamen kommunalen Engagements mit den Interessen, Zielsetzungen und 
Angeboten anderer Akteure (Agentur für Arbeit, freie Träger, Schulen, Schulaufsicht, Wirtschaft, 
Kammern), die sich für die Verbesserung der Ausbildungschancen einsetzen. 
 
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Münster, insbesondere auch die Zahl derer ohne 
Schul- und Berufsabschluss erfordern die Fortführung und Ausweitung des kommunalen Enga-
gements. Im Bereich der Jugendberufshilfe und des SGB II und III sind flankierende und ergän-
zende Maßnahmen zur Überwindung der Jugendarbeitslosigkeit erforderlich.  
 
Jugendberufshilfe richtet sich mit ihren Angeboten hauptsächlich an junge Menschen, die allge-
meine Schulpflicht erfüllt haben und  die aufgrund individueller Beeinträchtigungen  und sozialer 
Benachteiligungen einer besonderen Unterstützung auf dem Weg in Ausbildung, zur Eingliede-
rung in Arbeit oder zur Förderung der sozialen Integration benötigen. Jugendberufshilfe leistet 
einen wichtigen Beitrag für Jugendliche, die während der Schulzeit trotz unterschiedlicher Förde-
rungen wie BUS, Orient/ Equal, BQF oder dem Kooperationsprojekt Südviertel keinen Schulab-
schluss erreichen oder in Ausbildung vermittelt werden konnten. 
Um die Chancen gerade der benachteiligten Jugendlichen zu verbessern, ist eine möglichst früh-
zeitige Unterstützung erforderlich, die nach Möglichkeit bereits während der Schulzeit beginnen 
sollte und den Übergang in Ausbildung fördert. Misserfolge und Erfahrungen des Scheiterns in 
der Schule können den Übergang in Ausbildung stark beeinträchtigen oder verhindern.  
 
Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über alle zurzeit unter städtischer Beteiligung geför-
derter Projekte, differenziert nach den zentralen Kategorien „Prävention in der Schu-
le/Berufsorientierung“ und „Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung“.

3 
Übersicht über die derzeitigen Projekte mit städtischer Beteiligung, unterteilt in zwei Kate-
gorien 
 
 
(A) Prävention in der Schule/ Berufsorientierung 
 
Kurztitel: Jugendhilfe direkt 
Finanzierung: 47.880 € städtischer Zuschuss 
Laufzeit: Unbefristet 
Projektträger: Jugendhilfe direkt e.V. 
Zielsetzung: Berufsorientierung, Praktikumsvermittlung, Beratung und Beglei-
tung, Lehrstellenvermittlung 
Zielgruppe: SchülerInnen der Hauptschule Hiltrup (8. – 10. Klasse) 
 
 
Kurztitel: Orient 
Finanzierung: Bundesmittel „Lernende Regionen“; ESF; Stiftung Siverdes; AIM-
Proje
ktförderung; Unternehmen 
Laufzeit: 01.07.2003 – 30.06.2006 
Projektträger: Initiative für Beschäftigung gGmbH in Kooperation mit Amt 40 
Zielsetzung: Beratung u. Begleitung; Erprobung von Qualifizierungsbaustei-
nen 
Zielgruppe: Benachteiligte Jugendliche in den Abgangsklassen der Förder- 
und Hauptschulen (Adolph-Kolping Schule; Anne-Frank-Schule; 
Richard-von-Weizäcker-Schule; Martin-Luther-King-Schule; 
Geistschule), sowie Vorklassen zum BGJ und SOB an den Be-
rufskollegs 
 
 
Kurztitel: EQUAL 
Finanzierung: ESF- EQUAL; Stiftung Siverdes; AIM-Projektförderung; Unternehmen 
Laufzeit: 01.09.2004 – 30.06.2007 
Projektträger: Initiative für Beschäftigung gGmbH in Kooperation mit Amt 40 
Zielsetzung: Beratung u. Begleitung bei der Vermittlung in Ausbildungsstelen 
und Jahrespraktika; Ausbau der Elternarbeit 
Zielgruppe: Jugendliche in den Klassen 8- 10 an Hauptschulen, die keinen 
oder einen schwachen Abschluss erwarten (Hauptschule Wol-
beck; Wartburghauptschule; Hauptschule Roxel; Fürstenberg-
Hauptschule) 
 
 
 (B) Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung arbeitsloser Jugendlicher 
 
 
Kurztitel: Jugendwerkstatt im JIB 
Finanzierung: Städtische Mittel max. 107.400 € plus Projektmittel Landesjugendplan 
Laufzeit: Unbefristet 
Projektträger: Jugenausbildungszentrum 
Zielsetzung: Tagesstrukturierung, Erlangen von Schlüsselqualifikationen, 
Berufsorientierung 
Zielgruppe: 16 bis 20 Jahre, nach Beendigung der allgemeinen Schulpflicht

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Kurztitel: Stadtteilwerkstatt Nord 
Finanzierung: Städtischer Zuschuss ; Agentur für Arbeit bis Ende 2005 
Laufzeit: Unbefristet 
Projektträger: Am 51 und JAZ 
Zielsetzung: Tagesstrukturierung, Erlangen von Schlüsselqualifikationen, 
Berufsorientierung 
Zielgruppe: 16 bis 24 Jahre aus Münster-Nord nach Beendigung der allge-
meinen Schulpflicht, keine Vermittlung in Maßnahmen der Agen-
tur oder in schulische Maßnahmen möglich 
 
 
Kurztitel: Tagelöhner Projekt 
Finanzierung: AIM-Projektförderung und Einnahmen aus dem Projekt 
Laufzeit: 01.01.2005 bis 31.12.2005 
Projektträger: Arbeitgemeinschaft Betriebssozialarbeit e.V. 
Zielsetzung: Stundenweise Heranführung an Arbeitsalltag mit dem Ziel Integ-
ration in Wohnung und Arbeitsmarkt 
Zielgruppe: Arbeits- und wohnungslose Jugendliche 
 
 
Kurztitel: Teilzeitausbildung f. junge Mütter 
Finanzierung: ESF; SGB III  
Laufzeit: 01.01.2005 – 31.08.2006 
Projektträger: Gesellschaft f. Berufsförderung und Ausbildung mbH 
Zielsetzung: Beratung der Betriebe in Bezug auf Arbeitszeitmodelle; Coa-
ching der Frauen während des 1. Ausbildungsjahres 
Zielgruppe: Junge Frauen, die aufgrund ihrer Situation keine Vollzeitausbil-
dung absolvieren können 
 
 
Kurztitel: Arbeiten und Lernen 
Finanzierung: SGB II; Städtischer Zuschuss 
Laufzeit: 1 Maßnahme jährlich, Laufzeit 13 Monate 
Projektträger: JAZ 
Zielsetzung: Nachträgliches Erlangen des Hauptschulabschlusses und Be-
schäftigung 
Zielgruppe: Jugendliche 16 bis 27 Jahre, die die allgemeine Schulpflicht 
erfüllt haben und keinen Hauptschulabschluss haben 
 
 
Kurztitel: Jugend online 
Finanzierung: Städtische Mittel, ESF Agentur f. Arbeit 
Laufzeit: Bis 2007 
Projektträger: Amt 51 
Zielsetzung: Bewerbungshilfen und Einführungskurse EDV 
Zielgruppe: 16 – 27 jährige Jugendliche

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Kurztitel: Gemeinnützig zusätzliche Arbeit  
Finanzierung: Agentur für Arbeit SGB II 
Laufzeit: Unbefristet 
Projektträger: Stadt Münster/ AIM jugend +;  Einsatz in den städtischen Äm-
tern (u.a.  26 Arbeitsgelegenheiten bei Amt 51) 
Zielsetzung: Beschäftigung und Qualifizierung (rd. 100 Plätze bei der Stadt, 
davon ca. 20 für Jugendliche) 
Zielgruppe: BezieherInnen von Leistungen nach dem SGB II 
 
Kurztitel: EQUAL II 
Finanzierung: ESF- EQUAL; Agentur für Arbeit; AIM-Projektförderung; 
Laufzeit: 01.09.2005 – 31.12.2006 
Projektträger: concept gGmbH 
Zielsetzung: Profiling und modulare Qualifizierungsbausteine zur Verbesse-
rung des Zugangs zu Ausbildungs- und Weiterbildungsangebo-
ten 
Zielgruppe: 100 Migranten und Migrantinen, darunter ca. 25 Plätze für unter 
27 jährige 
 
 
Bei den Maßnahmen und Projekten, die zeitlich befristet aus Mitteln der EU, des Bundes, der 
Kommune, Stiftungen und der AIM jugend+ gefördert werden, sollen, soweit für die Maßnahmen 
weiterhin Bedarf besteht,  entsprechende Drittmittel akquiriert oder städtische Mittel eingesetzt 
werden. Nach Abstimmung  der Bedarfe mit den Trägern und Kooperationspartnern wird die Ver-
waltung dem Rat und seinen Ausschüssen eine entsprechende Beschlussfassung in der 2. Jah-
reshälfte 2005 vorlegen.                                                                                                                                         
 
Zukünftige Handlungsschwerpunkte der AIM jugend+ 
  
Über das vorhandene Spektrum von Angeboten und Maßnahmen im Rahmen des SGB III, SGB 
II und SGB VIII  lassen sich auf Grundlage der Analyse der Arbeitsmarktdaten Zielgruppen und 
Förderschwerpunkte ableiten, für die weiterhin Angebote bereitgestellt werden müssen. Hierzu 
gehören insbesondere: 
 
• Junge Männer und Frauen mit schwachem oder ohne Schulabschluss  
• Alleinerziehende unter 27 Jahre ohne Berufsausbildung 
• Arbeitslose Jugendliche ohne Ansprüche auf Arbeitslosengeld I und II  
• Schulmüde im Übergang Schule/ Beruf 
• Jugendliche im Übergang Schule/ Beruf  
• Sog. Kindergeldarbeitslose  
• Jugendliche, die eine berufliche Fördermaßnahme abgebrochen haben  
• Junge Migranten und Migrantinnen  
 
Um eine mö
glichst große Zahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erreichen und um 
dem erforderlichen Unterstützungsbedarf derjenigen gerecht zu werden, die wenige Chancen 
haben, sind in Ergänzung und in Kombination zu den Instrumentarien der Agentur für Arbeit auch 
kommunale Angebote notwendig. Viele junge Frauen und Männer, die weder Arbeitslosengeld II 
noch Arbeitslosengeld I beziehen, benötigen auf ihrem Weg ins Erwerbsleben professionelle, 
individuelle Begleitung.  
 
Für die beschriebenen Zielgruppen sollen passgenaue Angebote und Maßnahmen entwickelt und 
gefördert werden. Im Rahmen eines Trägergesprächs am 12.05.2005 wurden die Träger der Ju-
gendberufshilfe und die Bildungs- und Qualifizierungsträger, die im Rahmen ihrer Aktivitäten 
Maßnahmen für Jugendliche anbieten, über zukünftige Handlungsschwerpunkte informiert. Die 
Träger wurden aufgefordert, Projektvorschläge zu entwickeln und mit der AIM jugend+ auf För-

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derfähigkeit hin abzustimmen. AIM jugend+ prüft in jedem Fall inwieweit eine Beteiligung Dritter 
(insbesondere Mittel des Bundes im Rahmen des SGB II oder III) als Komplementärfinanzierung 
möglich ist. Gefördert werden sollen in diesem Zusammenhang z. B. Projekte zum „nachträgli-
chen Erwerb des Hauptschulabschlusses“, niedrigschwellige Maßnahme zur Vermittlung ar-
beitsmarktrelevanter Grundkompetenzen und präventive Ansätze im Übergang von Schule und 
Beruf. Eine Abstimmung der beantragten und für förderfähig befundenen Angebote ist z.B. im 
Rahmen bestehender Netzwerke (Schule-Wirtschaft, AG 3, Lernende Regionen) gewährleistet. 
 
Die strukturelle Benachteiligung von jungen Frauen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wird bis-
lang durch spezielle Förderprogramme nur unzureichend kompensiert. Mit der Entwicklung von 
Teilzeitausbildungen für allein erziehende junge Mütter soll der besonderen Situation der Frauen 
Rechnung getragen werden und dabei adäquate Unterstützung und Begleitung angeboten wer-
den. Darüber hinaus sollen junge Mädchen und junge Frauen in verstärktem Maß auf die Be-
schäftigungsperspektiven in zukunftsweisenden Berufsfeldern aufmerksam gemacht und bei der 
Erweiterung ihres Berufswahlspektrums gezielt unterstützt werden. Diese Aspekte sollen grund-
sätzlich bei der Initiierung und Förderung von Maßnahmen berücksichtigt werden. 
 
Darüber hinaus soll auf der Grundlage einer weiteren Ausdifferenzierung der vorhandenen Daten 
bei der Arbeitsgemeinschaft Münster, der Agentur für Arbeit und der endgültigen Aufstellung des 
U 25-Teams und aus den im Rahmen der Jugendkonferenz gewonnenen Erkenntnisse eine An-
passung der Handlungsschwerpunkte erfolgen. 
  
 
Jugendkonferenz 
 
Die Bundesagentur für Arbeit erstellte ein „Kompendium Aktive Arbeitsmarktpolitik n
ach dem 
SGB II“. Ein Schwerpunkt befasst sich mit dem Thema „Angebote für junge Menschen“ und die 
Einrichtung von Jugendkonferenzen wird empfohlen. Zentrale Aufgabe der Jugendkonferenz 
ist es, die Ressourcen und jugendspezifischen Angebote und Aktivitäten aller Bildungs- und Ar-
beitsmarktakteure im Interesse einer nachhaltigen sozialen und beruflichen Integration junger 
Menschen aufeinander abzustimmen. Idealtypisch geht es dabei um die Aufstellung eines koor-
dinierten Arbeitsmarktprogramms durch die Träger der Grundsicherung (SGB II) in Abstimmung 
mit Wirtschaft, Bildungsträgern, Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern, dem Schulträger  
und regionalen Jugendhilfeträgern u.a. mit dem Ziel, die Integration junger Menschen zu optimie-
ren.  
 
Der Beirat der Arbeitgemeinschaft Münster übertrug die Durchführung der Jugendkonferenz auf 
das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Federführung liegt bei AIM jugend+. Stattfin-
den soll die Jugendkonferenz im 3. Quartal 2005. 
 
Die Aufgabenstellung der Jugendkonferenz umfasst ein breites Spektrum: 
• Analyse des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes 
• Vorstellung aktueller Programme und Überprüfung der Umsetzungsmöglichkeiten 
• Auf- und Ausbau der Netzwerkstrukturen 
• Transparenz über lokale Maßnahmeangebote und Dienstleistungen für Jugendliche 
herstellen 
• Schwerpunktsetzung für besondere Zielgruppen der unter 25 jährigen (z.B. junge Müt-
ter, Migrant/- innen, Jugendliche ohne Schul- und Berufsabschluss) 
• Konzepte für besonders Benachteiligte entwickeln 
• Schaffung von Arbeitsgelegenheiten 
• Mitteleinsatz 
 
Teilnehmende sind Politik und Verwaltung, Agentur für Arbeit, Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-
verbände, Verbände der freien Wohlfahrtspflege, Träger der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe, 
Vertreter und Vertreterinnen von Bildungseinrichtungen (Schulträger und Schulen, Hochschulen 
etc.) und Frauenbeauftragte.

7 
 
Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten sollen Folgekonferenzen durchgeführt werden, in denen 
die praktische Zusammenarbeit der Akteure im Vordergrund steht. Sie können demzufolge auch 
in einem engeren personellen Rahmen stattfinden. Die Kompetenzen in der Region müssen ab-
gerufen und gebündelt werden. Der Zielereichungsgrad ist mittels eines transparenten Control-
lings zu überprüfen und zu dokumentieren. 
 
Darüber hinaus ist vorgesehen die Jugendkonferenz zu dokumentieren und die Ergebnisse für 
die zukünftige Schwerpunktsetzung der kommunalen Handlungsfelder zu nutzen. 
 
Weiteres Verfahren: 
 
Die Verwaltung legt in der 2. Jahreshälfte 2005 ein abgestimmtes Förderkonzept von Jugendar-
beitslosigkeit (Teil II) vor. 
 
 
i.V. 
 
gez. 
 
Dr. Klein 
Stadträtin

Beratungsverlauf (5)

02.06.2005 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 12 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.06.2005 5. Sitzung
TOP 3.5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.06.2005 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.06.2005 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.06.2005 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 5.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0415/2005
Typ
Vorlage
Datum
18.05.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37