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AN/0968/2025

Industriestandort Köln stärken - Arbeitsplätze sichern und schaffen

SPD Antrag nach § 3 23.06.2025

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 31.12.2025, TOP 2

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Ansehen

SPD Antrag nach § 3

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Ansehen

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

16525 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IX/IX/3 
 
 
Vorlagen-Nummer 
AN/0968/2025
Stand: 03.07.2026 
Sachstandsbericht  
Industriestandort Köln stärken - Arbeitsplätze sichern und schaffen 
Beschluss:  
1. Auf der Grundlage des am 13.2.25 (3989/2024) beschlossenen Stadtentwicklungskon-
zepts für die produzierende Wirtschaft soll eine Task Force die speziellen Bedürfnisse 
der Industrie vertieft in den Blick nehmen und Vorschläge für eine effizientere Struktu-
rierung wirtschafts- und industrierelevanter Verwaltungsvorgänge erarbeiten. Dazu ge-
hört die Bereitstellung von Industrie- und Gewerbeflächen (GI-/GE-Flächen). Die Ver-
waltung wird nach nun erfolgtem Beschluss des Regionalplans beauftragt, die für Köln 
vorgesehenen 370 ha Gewerbeflächen planungsrechtlich voranzutreiben. Dies kann 
ggf. mit externer Unterstützung (z.B. “Moderne Stadt”) geschehen. Dazu gehört auch 
die Entwicklung von modernen Mobilitätskonzepten, die den Wirtschaftsverkehr maß-
geblich tangieren und die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen.  
2. In der Verwaltung wird ein modernes strategisches Flächenmanagement eingerichtet. 
Ziel ist es, sinnvolle Flächentausche, die optimale Nutzung vorhandener GI/GE-Flä-
chen und die Erschließung neuer, wirtschaftlich nutzbarer Flächen strukturiert zu orga-
nisieren. Die Umwidmung bisheriger GI/GE-Flächen erfolgt künftig nur, wenn qualitativ 
und quantitativ adäquate Ersatzflächen für GI/GE-Nutzung bereitgestellt werden.  
3. Die Verwaltung soll die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Innovationsparks 
prüfen, in dem Industrie (Pharma, Biotech, Maschinenbau, moderne Mobilitätswirt-
schaft) und digitale Technologien (KI, Robotik) verknüpft werden. Auf der erfolgreichen 
Struktur des BioCampus soll aufgesetzt werden. Es soll ein regionaler Forschungsaus-
tausch unter Einbeziehung des Rheinischen Reviers aufgebaut werden. In diesem In-
novationsnetzwerk sollen die Hochschulen, Forschungseinrichtungen und relevante 
Wirtschaftsunternehmen ein Exzellenz-Cluster bilden, der Start Ups mit hochprodukti-
ven Arbeitsplätzen anzieht. Im Fokus steht hier, weiteres Potential bei den vorhande-
nen Stärken Kölns rund um Digitaltechnologien zu heben und in der Zusammenarbeit 
mit den Industrieunternehmen unserer Stadt zu verknüpfen. Im Fokus muss generell 
die Entwicklung intelligenter Produkte stehen. 
4. Die regionale Zusammenarbeit ist auch darüber hinaus zu intensivieren. Hier können 
wir an die Erfahrungen der Stadtwerke Köln GmbH mit der RheinEnergie und deren 
vielfältigen Beteiligungen anknüpfen. Sofern für große, arbeitsplatzreiche Ansiedlun-
gen von Industrie- oder industrienahen Unternehmen keine geeigneten Flächen auf 
Kölner Stadtgebiet bereitgestellt werden können, so ist eine Lösung in Zusammenar-
beit mit den Kommunen im Umland zwingend zu suchen. Die Verwaltung wird darüber 
hinaus gebeten, aktiv das Gespräch mit den Umlandgemeinden zu suchen, um die 
Möglichkeit der Einrichtung interkommunaler Gewerbegebiete zu eruieren. In diesem 
Zusammenhang sind in besonderem Maß die erheblichen Abwärmepotenziale der ge-
planten Hyperscaler für die Nutzung durch Kölner Industrieunternehmen zu prüfen.  
5. Die Verwaltung wird in Zusammenarbeit mit KölnBusiness die Voraussetzungen für 
eine erfolgreiche Akquise von Speichertechnologien in Köln schaffen. Hierbei ist die

2 
 
gesamte Bandbreite von Energiespeichern, die über E-Mobilität hinausgeht, zu berück-
sichtigen. Eine Zusammenarbeit mit Ford ist dabei unverzichtbar. Zudem ist sicherzu-
stellen, dass durch die Ford-Transformation zur E Mobilität frei gewordenen Flächen 
zur Ansiedlung von zukunftsfähiger Produktion genutzt wird. 
6. Die Verwaltung wird die KölnBusiness bei der Einführung des International Welcome 
Desk (International Talent Service Desk 0583/2025) so unterstützen, dass das Projekt 
spätestens Anfang 2026 beginnen kann. 
7. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH wird künftig einen Schwerpunkt ihrer 
Arbeit auf die strukturierte Betreuung der ansässigen Unternehmen legen, um Wachs-
tumspotentiale insbesondere in den Branchen Chemie, Pharma, Maschinenbau, Mobi-
litätswirtschaft und Digitales zu heben. Dabei ist auch die Bedeutung der Industrie für 
das Handwerk in den Blick zu nehmen. 
8. Die Verwaltung soll auch soziale Faktoren betrachten: Ausbildungsplätze, Betriebs-
wohnungen, Gute Arbeit und Bezahlung statt prekärer Beschäftigung. 
9. Die Verwaltung wird beauftragt, ein systematisches und dezernatsübergreifendes Con-
trolling für EU-, Bundes- und Landesförderungen zu etablieren bzw. vorhandene Struk-
turen zu optimieren. 
 
 
Status   x in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Mit dem Ratsbeschluss „Industriestandort Köln stärken - Arbeitsplätze sichern und schaffen“ 
[AN/1256/2025] wurde die Verwaltung beauftragt eine Task-Force Industrie einzurichten und 
Vorschläge für effizientere wirtschafts- und industrierelevante Verwaltungsvorgänge zu ma-
chen.  
Die Einrichtung der Task-Force Industrie ist erfolgt und der Kick-off hat am 2. März 2026 statt-
gefunden. Seitdem wurden die einzelnen Aufträge der Beschlüsse verwaltungsintern abge-
stimmt und der aktuelle Sachstand erhoben. Parallel wurde bereits Gespräche mit externen 
Stakeholdern geführt. Der erste Sachstand zu den einzelnen Aufträgen wird der Übersichtlich-
keit halber in Themenclustern dargestellt, die laufend ergänzt werden: 
 
Industrie- und Gewerbeflächen:  
Maßnahmen, um mehr Industrie- und Gewerbeflächen bereitzustellen und ein modernes stra-
tegisches Flächenmanagement einzurichten werden bereits im Stadtentwicklungskonzept für 
die produzierende Wirtschaft (StEK Wirtschaft) adressiert. Mit dem Ziel, neue Flächen für Ge-
werbe zu aktivieren, wird derzeit das Gewerbeflächenbereitstellungskonzept (GFBK) zu einem 
Flächenprogramm Wirtschaft, als Teils des strategischen Flächenmanagements weiterentwi-
ckelt. Das Flächenprogramm Wirtschaft wird neben den Flächen des GFBK auch die Reserve-
flächen aus dem Regionalplan, sowie un- bzw. mindergenutzte Flächen in den im Flächennut-
zungsplan ausgewiesenen Gewerbe- und Industriegebieten enthalten. 
Der aktuelle Umsetzungsstand des Stadtentwicklungskonzept für die produzierende Wirt-
schaft, mit Strategien für den Umgang mit der Knappheit von Gewerbeflächen, auch mit dem 
Fokus auf Industrie, wurde zudem kürzlich in einer Mitteilung ausführlich dargestellt 
[0975/2026].  
Parallel zur Umsetzung des StEKs Wirtschaft laufen konzeptionelle Überlegungen zu Flächen, 
die transformationsbedingt anders genutzt oder weiterentwickelt werden müssen. Bei der Kon-
zeptentwicklung steht eine gesamtstädtische Strategie und die weitere industrielle Nutzung im 
Vordergrund.  
 
Umweltverträglichkeitsprüfungen 
Sofern bei der Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen ein Bebauungsplanverfahren 
erforderlich ist, kann eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig sein. Ob eine Umweltprü-
fung erforderlich ist, hängt vom geplanten Vorhaben ab und ist im Gesetz über die Umweltver-
träglichkeitsprüfung (UVPG) geregelt. Zunächst ist das Vorhaben zu entwickeln und konkret 
zu planen. Auf der Basis dieser Planung beauftragt der Vorhabenträger einen Gutachter, der

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prüft, ob die Voraussetzungen für eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorliegen. Die Stadt 
Köln unterstützt im Vorfeld eines Genehmigungsverfahrens bezüglich der Umweltbelange, die 
bezogen auf das konkrete Vorhaben zu berücksichtigen sind und kann beraten, ob eine Um-
weltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist. Wenn das der Fall ist, wird der Untersuchungsrah-
men in Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange festlegt. Betroffen sein könnten, je 
nach Vorhaben, der Artenschutz, der Immissionsschutz, der Bodenschutz, die Klimafolgenan-
passung und andere Umweltbelange. Das Gutachten wird durch die Umweltbehörden im Rah-
men der Baugenehmigung geprüft. 
 
Ansiedlungen Energiespeicher 
Bezüglich der Ansiedlungen von neuen, zukunftsgerichteten Branchen können Speichertech-
nologien eine Schlüsselrolle für die Energiewende spielen. Sie ermöglichen eine stabile, zu-
verlässige Energieversorgung und leisten einen direkten Beitrag zur Senkung des CO₂-Aussto-
ßes, da sie fossile Backup-Systeme ersetzen können. Die Speicherbranche an sich hat hohes 
Wachstumspotenzial. Gleichwohl gibt es zahlreiche weitere zukunftsträchtige Branchen, in de-
nen eine gezielte Unternehmensakquise sich als gleichermaßen attraktiv darstellt. Um heraus-
zufinden, wie und in welchen Branchen, Segmenten und Subsegmenten eine gezielte Anwer-
bung am vielversprechendsten umzusetzen ist, hat das für die Akquise zuständige KölnBusi-
ness-Team International Desk gemeinsam mit einem Strategieberatungsunternehmen eine ge-
zielte Akquise-Strategie erarbeitet. Der International Desk der KölnBusiness fokussiert sich in-
nerhalb der proaktiven investment-attraction maßgeblich auf die folgenden Zukunftsbranchen 
bzw. Subsegmente:    
Gesundheitswirtschaft bzw. Health & Life Sciences u.a. mit Segmenten/Subsegmenten: Bio 
Tech, MedTech, Medical Devices, Digital Health   
 IT mit den Segmenten/Subsegmente: Digital Infrastructure, KI, Cybersecurity    
 Kreativwirtschaft bzw. Media/Creative Industries mit Segmenten/Subsegmen-
ten: Games, XR, Creative T echnologies   
 Finanzwirtschaft bzw. Financial & Professional Services mit Segmenten/Sub-
segmenten: Insurtech, Fintech, Consulting   
 Industrie bzw. Industry: Maschinenbau, Automotive, Wasserstoff, New Mobilty    
 Nachhaltigkeit bzw. Sustainability mit Segmenten/Subsegmenten: Energie & 
Umweltwirtschaft, Cleantech   
Innerhalb der Bereiche Industrie und Nachhaltigkeit wird bereits heute die Branche der Spei-
chertechnologien berücksichtigt und entsprechende Unternehmen zu Akquise Zwecken proak-
tiv angesprochen. Vor dem Hintergrund des Flächenmangels und der Attraktivität vieler unter-
schiedlicher Branchen, sollte die Speichertechnologie zwar nicht unberücksichtigt bleiben. Sie 
sollte und kann aber zugleich nur eines von mehreren bearbeiteten Zukunftsthemen sein. Auf 
diese Weise kann sichergestellt werden, dass unter den derzeitigen Gegebenheiten und un-
ter Berücksichtigung der heutigen Stärken des Wirtschaftsstandortes Köln, das größtmögliche 
Investment-Potenzial gehoben wird. Diese Vorgehensweise kommt bei der KölnBusiness im 
International Desk bereits zum Einsatz. 
 
Stärkung Industrieunternehmen, Innovation & Forschung sowie regionaler Austausch 
Die strukturierte Betreuung der ansässigen Unternehmen wird bei der KölnBusiness in den 
Teams Unternehmensservice, Transformation, Leitmarkentwicklung und Einzelhandel auch in 
Zukunft fortgeführt. Dabei werden die Chancen für Wachstumspotenziale in den einzelnen 
Branchen aufgrund aktueller gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen berücksichtigt.  
Die Unternehmensbetreuung bei der KölnBusiness unterstützt ansässige Unternehmen bran-
chenübergreifend in allen wirtschafts- und verwaltungsrelevanten Belangen. Hierbei geht es 
insbesondere um die Unterstützung bei Anträgen und Verwaltungsfragen, die Beschleunigung 
von Genehmigungsverfahren, Hilfe bei der Immobilien- und Flächenfindung sowie die Vernet-
zung mit relevanten Wirtschafts-Akteur*innen. Dieses Angebot richtet sich gleichermaßen an 
Industrieunternehmen der Branchen Chemie, Pharma, Maschinenbau sowie Mobilität und Di-
gitales.   
Gleichzeitig sollen branchenübergreifend Wachstumsimpulse und Transformationsthemen an-
gegangen werden, um auch wachstumsstarke Branchen wie die Life-Science-Branche, die

4 
 
Gesundheitswirtschaft und die Kreativwirtschaft zu berücksichtigen. In diesem Zusammen-
hang geht es um Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Fördermittelberatung.  
 
Handwerk 
Zudem wird die Bedeutung der Industrie für das Handwerk berücksichtigt. Dies erfolgt insbe-
sondere im Rahmen der Umsetzung des Masterplan Handwerks. Der Kick-off zur Koordinie-
rung der Maßnahmen zwischen Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Köln, Handwerks-
kammer und Kreishandwerkerschaft Köln hat bereits stattgefunden. Eine Priorisierung der 
Umsetzung wird zurzeit abgestimmt. Zudem wurde im Unternehmensservice von KölnBusi-
ness ein Handwerksbeauftragter eingerichtet.  
 
Innovation und Forschung  
Hinsichtlich eines möglichen Innovationsparks laufen bei der KölnBusiness Wirtschaftsförde-
rung aktuell Überlegungen zu einem „smart mobility innovation hub“. Inwieweit auf die erfolg-
reiche Struktur des BioCampus aufgebaut werden kann, wird im Lauf der Erarbeitung in die 
Überlegungen mit einbezogen. Eine Realisierungsaussage kann voraussichtlich Mitte 2027 
getroffen werden. Bezüglich von Forschungsnetzwerken wird an bestehende Formate ange-
knüpft und es werden wichtige Akteure berücksichtigt. 
 
Regionaler Austausch 
Die Stadt Köln und KölnBusiness stehen darüber hinaus im intensiven Austausch mit regiona-
len Akteuren und nehmen u.a. am AK Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung des Region 
KölnBonn eV teil und sind hierdurch in die regionale Zusammenarbeit eingebunden. Die Köln-
Business kooperiert mit umliegenden Kreisen mit Blick auf das Förderprojekt Talent Hub Co-
logne und kooperiert mit NRW Global Business auf der Messe mipim mit Blick auf das Rheini-
sche Revier. Gleichzeitig besteht ein Austausch zwischen der Stadt Köln und ihren Beteiligun-
gen, wie den Stadtwerken Köln oder der RheinEnergie zu industriespezifischen und regiona-
len Themen. Zudem ist ein Austausch mit den Umlandgemeinden der Stadt Köln in Planung.  
 
Abwärmepotenziale 
Bei der Prüfung möglicher Abwärmepotenziale der geplanten Hyperscaler für die Nutzung 
durch Kölner Industrieunternehmen wird die RheinEnergie eingebunden. Gleichzeitig kann da-
mit eine Anbindung an das Fernwärmenetz überprüft werden und erste Potenziale abge-
schätzt werden.  
 
Wirtschaftsverkehr und Logistik 
 
Mobilitätskonzept 
Mit dem Ziel der Entwicklung moderner Mobilitätskonzepte, die den Wirtschaftsverkehr maß-
geblich tangieren, wird zurzeit ein Logistikkonzept erarbeitet. Dies geschieht zusammen mit 
einem externen Dienstleister. Im Rahmen der Erarbeitung wird es zudem umfangreiche Betei-
ligungsformate geben. So ist eine erste Sitzung unter dem Motto „Kölner Stadtlogistik-Dialog“ 
für Juni 2026 geplant.  
 
Stärkung E-Mobilität 
Zum Ausbau der Ladeinfrastruktur und zur Stärkung der E-Mobilität hat die Stadt Köln in der 
Vergangenheit mit dem SWK-Konzern zwei Verträge geschlossen, die so genannten LIS I- 
und LIS II-Verträge. Der LIS I-Vertrag mit 200 Ladesäulen und 400 Ladepunkten ist im Okto-
ber 2023 erfolgreich abgeschlossen worden. Aktuell läuft der LIS II-Vertrag noch. Dieser sieht 
einen weiteren Ausbau von 500 Ladesäulen und 1.000 Ladepunkten vor. Der Ausbau wird ei-
nige Zeit noch benötigen. Insgesamt sind aus diesen beiden Verträgen zum Stichtag 
31.12.2025 etwa 850 Ladepunkte im Stadtgebiet realisiert. Zur weiteren Stärkung der Elektro-
mobilität wurde zum 01.02.2024 der Markt für Drittanbieter geöffnet. Seit diesem Stichtag kön-
nen Betreiber mit der Stadt Köln einen Rahmenvertrag eingehen und Ladeinfrastruktur im öf-
fentlichen Straßenraum sich gestatten lassen und zur Verfügung stellen. Die ersten Ladesäu-
len der Drittanbieter werden in diesem Jahr in Betrieb gehen. 
 
Arbeitsplätze: 
Der Start des International Welcome Desk [0583/2025] ist Anfang 2026 als „Talent Hub Co-
logne“ erfolgt. Gemeinsam mit der TH Köln setzt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung das

5 
 
Projekt um. Die neue zentrale Anlaufstelle für die Wirtschaft soll künftig bei der Gewinnung 
und Bindung von internationalen Mitarbeiter*innen helfen und so die Wettbewerbsfähigkeit in 
der Region stärken und sichern.  
 
Nächste Schritte: 
Der dargestellte Sachstandsbericht gibt den aktuellen Status quo der Umsetzung wieder. Auf-
grund der vielen unterschiedlichen Aufträge, die auf eine Verbesserung der Rahmenbedingun-
gen des Industriestandorts abzielen, werden diese weiterhin eng in der Task-Force Industrie 
koordiniert. Dies ist erforderlich, um die einzelnen Themencluster aufeinander abzustimmen 
und, um Synergien zwischen den einzelnen Themen sicherzustellen.  
Zusätzlich werden im nächsten Schritt eine Vielzahl von Stakeholdern miteinbezogen: Unter-
nehmen, Verbände und Kammern, das Land, städtische Beteiligungen und Forschungsein-
richtungen. Damit wird gewährleistet, dass die konkreten Schritte praxisnah umgesetzt wer-
den. Zudem werden die Erkenntnisse aus den beiden Branchendialogen Industrie in die wei-
tere Bearbeitung fließen.  
 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
Januar 2027

SPD Antrag nach § 3

5835 Zeichen

Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 23.06.2025 
 
AN/0968/2025 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 03.07.2025 
 
Industriestandort Köln stärken - Arbeitsplätze sichern und schaffen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
des Rates am 03.07.2025 zu setzen. 
 
Vorbemerkung: 
Eine starke, erfolgreiche Wirtschaft ist für den sozialen und kulturellen Pulsschlag Kölns un-
erlässlich. Nur mit sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen werden Rat und Verwaltung un-
sere Stadt auch in Zukunft aktiv gestalten können. Köln bleibt hinter seinen Möglichkeiten zu-
rück, Wachstumspotenziale in Industrie und Digitalwirtschaft zu heben und so die Einnah-
men signifikant zu verbessern. 
 
Wirtschaftsakteure attestieren Politik und Verwaltung dagegen immer wieder eine nicht aus-
reichende Berücksichtigung von wirtschaftlichen Interessen und Notwendigkeiten. Die kürz-
lich vorgelegte Studie von IW Consult „Starke Wirtschaft. Starkes Köln.“ hat der Stadt daher 
sehr deutlich ins Stammbuch geschrieben, dass sich diesbezüglich dringend ein „M indset-
Wandel“ vollziehen muss. Industrie muss als Teil der Lösung und nicht als Problem verstan-
den werden. 
 
Neue Unternehmen müssen auf eine einladende Willkommenskultur treffen, angestammte 
eine an ihren Bedürfnissen orientierte Betreuung durch die Verwaltung und die KölnBusiness 
Wirtschaftsförderungs-GmbH erfahren. 
 
Die hohe Zahl von Ansiedlungswünschen, die in der Vergangenheit nicht befriedigt werden 
konnten, macht deutlich, dass auch hinsichtlich der Bereitstellung und Bereithaltung von in-
dustriell und gewerblich nutzbaren Flächen stringente Maßnahmen erforderlich sind.
 
Zur Stärkung der Kölner Wirtschaft fasst der Rat deshalb folgenden

- 2 - 
 
 
 
 Beschluss: 
1. Der Wirtschaftsdezernent wird aufgefordert, bis zum Sommer 2026 einen „Wachs-
tumsplan Industrie“ zu erarbeiten, der Vorschläge für eine effizientere und wirt-
schaftsfreundliche Strukturierung wirtschafts- und industrierelevanter Verwaltungsvor-
gänge beinhaltet. Dazu gehört die Bereitstellung von Industrie- und Gewerbeflächen 
(GI-/GE-Flächen), die Entwicklung von Mobilitätskonzepten, die den Wirtschaftsver-
kehr maßgeblich tangieren und die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfun-
gen. Die Erarbeitung des Logistikkonzepts ist wie angekündigt 2026 zu beginnen, 
konsequent voranzutreiben und bis Anfang 2027 vorzulegen. Die Bearbeitung von 
Bauverwaltungsvorgängen müssen priorisiert, deutlich beschleunigt, digitalisiert und - 
wo immer möglich - verschlankt werden.  
 
2. In der Verwaltung wird ein modernes strategisches Flächenmanagement eingerichtet. 
Ziel ist es, sinnvolle Flächentausche, die optimale Nutzung vorhandener GI/GE-Flä-
chen und die Erschließung neuer, wirtschaftlich nutzbarer Flächen strukturiert zu or-
ganisieren. Die Umwidmung bisheriger GI/GE-Flächen erfolgt künftig nur, wenn quali-
tativ und quantitativ adäquate Ersatzflächen für GI/GE-Nutzung bereitgestellt werden.  
 
3. Die Verwaltung wird die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Innovationsparks 
schaffen, in dem Industrie (Pharma, Biotech, Maschinenbau, Mobilitätswirtschaft) und 
digitale Technologien (KI, Robotik) verknüpft werden. Auf der erfolgreichen Struktur 
des BioCampus soll aufgesetzt werden. Der Wirtschaftsdezernent wird in diesem Zu-
sammenhang ferner beauftragt, einen regionalen Forschungsverbund aufzubauen, 
insbesondere unter Einbeziehung des Rheinischen Reviers. In diesem Innovations-
netzwerk sollen die Hochschulen, Forschungseinrichtungen und relevante Wirt-
schaftsunternehmen ein Exzellenz-Cluster bilden, der Start Ups mit hochproduktiven 
Arbeitsplätzen anzieht. Im Fokus steht hier, weiteres Potential bei den vorhandenen 
Stärken Kölns rund um Digitaltechnologien zu heben und in der Zusammenarbeit mit 
den Industrieunternehmen unserer Stadt zu verknüpfen. 
 
4. Die regionale Zusammenarbeit ist auch darüber hinaus zu intensivieren. Sofern für 
große, arbeitsplatzreiche Ansiedlungen von Industrie- oder industrienahen Unterneh-
men keine geeigneten Flächen auf Kölner Stadtgebiet bereitgestellt werden können, 
so ist eine Lösung in Zusammenarbeit mit den Kommunen im Umland zwingend zu 
suchen. Die Verwaltung wird darüber hinaus gebeten, aktiv das Gespräch mit den 
Umlandgemeinden zu suchen, um die Möglichkeit der Einrichtung interkommunaler 
Gewerbegebiete zu eruieren. In diesem Zusammenhang sind in besonderem Maß die 
erheblichen Abwärmepotenziale der geplanten Hyperscaler für die Nutzung durch 
Kölner Industrieunternehmen zu prüfen. 
 
5. Die Verwaltung wird in Zusammenarbeit mit KölnBusiness die Voraussetzungen für 
eine erfolgreiche Akquise von Speichertechnologien in Köln schaffen. Hierbei ist die 
gesamte Bandbreite von Energiespeichern, die über E-Mobilität hinausgeht, zu be-
rücksichtigen.  
 
6. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH wird künftig einen Schwerpunkt ihrer 
Arbeit auf die strukturierte Betreuung der ansässigen Industrieunternehmen legen, 
um Wachstumspotentiale insbesondere in den Branchen Chemie, Pharma, Maschi-
nenbau und Digitales zu heben. Der Wirtschaftsdezernent wird aufgefordert, ein ent-
sprechendes Konzept bis zum Frühjahr 2026 vorlegen.

- 3 - 
 
7. Die Verwaltung wird beauftragt, ein systematisches und dezernatsübergreifendes 
Controlling für EU-, Bundes- und Landesförderungen zu etablieren bzw. vorhandene 
Strukturen zu optimieren. 
 
 
Begründung  
Erfolgt mündlich 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Gez. Thomas Breustedt 
Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (2)

04.09.2025 Rat
TOP 3.1.8 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung
31.12.2025 Wirtschaftsausschuss
TOP 2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: für das Digitale Berichtswesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Markt

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Details

Aktenzeichen
AN/0968/2025
Typ
SPD Antrag nach § 3
Datum
23.06.2025
Erstellt
23.06.2025 09:43