A-N/0013/2011
Handlungskonzept für Coerde
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A-N-0013-2011-Handlungskonzept Coerde
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A-N/0013/2011 CDU SPD Bündnis 90/Die Grünen FDP Die Linke in der Bezirksvertretung Münster-Nord 16. Juni 2011 Antrag Die BV möge beschließen: Die Verwaltung wird gebeten ein Handlungskonzept für Coerde zu erstellen. Dabei ist insbe- sondere zu berücksichtigen bzw. zu beachten: - Erweitern bzw. modifizieren der bestehenden Angeb ote in Coerde, speziell für junge Erwachsene (18 – 25-jährig), im Hinblick auf den aktuellen konkreten Bedarf. Schaffen und vermitteln von dringend erforderlichen beruflichen Zukunftsperspekti- ven in Form von Berufsberatung, Hilfen im Übergang Schule und Beruf im Rahmen der AIM-Förderung unter Anbindung an eine bereits bestehende Einrichtung. - Verlagern der Öffnungszeiten in den bestehenden Ei nrichtungen der Jugendhilfe nach hinten. - Ausgestalten der Suchtprävention (Drogen- Alkohol- und Spielsucht) in Zusammen- arbeit mit den bestehenden Einrichtungen und der Jugendhilfe vor Ort. Die Möglich- keiten von Sprechstunden/Beratung, z.B . durch den Verein Indro, sollten hier mit ein- bezogen werden. - Regelmäßige, ordnungspolitische und polizeiliche K ontrolle der Spielhalle am Ha- mannplatz und deren Umfeld. Hier müssen die Polizei und die städtischen Ordnungs- kräfte enger zusammenarbeiten und regelmäßig Präsenz zeigen. - Maßnahmen ergreifen, wie eine Pachtverlängerung fü r die Spielhalle an diesem für Coerde sensiblen Ort verhindert werden kann. Hier muss die Stadt Münster als Al- lein-Gesellschafter auf die WBI als Vermieterin einwirken. Begründung: 1) Wir verweisen auf das 9. Coerder Stadtteilgespr äch vom 30.03.2011. Ein Auszug aus dem Ergebnisprotokoll ist als Anhang beigefügt. Ergänzend ist festzustellen, dass bereits im Jahr 2004 im Rahmen einer seitens der Jugendhilfe durchgeführten Jugendbefragung von den jungen Heranwachsenden ein Bedarf für einen Treffpunkt gesehen wurde. Danach kamen allerdings keine weiteren Aktivitäten diesbezüglich seitens der Jugendlichen/jungen Erwachsenen. Das Ziel war damals, die an einem solchen Treffpunkt Interessierten aktiv in die Planung und Umsetzung eines Treff- punkts einzubinden, was wohl scheiterte . Daher ist es notwendig, nicht nur einen Treffpunkt einzurichten, sondern den jungen Erwachsenen in diesem Zusammen- hang berufliche Perspektiven in der oben genannten Form zu vermitteln. Da viele Ju- gendliche nach Torschluss der Jugendeinrichtungen dann im Umfeld des Hamann- platzes „abhängen“ muss eine Anpassung der Öffnungszeiten der Jugendzentren an den tatsächlichen Bedarf der Jugendlichen/jungen Erwachsenen (das HOT hat nur bis 21.00 Uhr geöffnet) erfolgen. 2) Im Umfeld der Spielhalle ist es in letzter Zeit zu massiven Klagen von Besuchern des Coerdemarktes und Anwohnern gekommen. Von der Spielhalle und deren Besuchern geht eine massive Belästigung aus, die das umgebende Wohnumfeld inkl. des Kin- dergartens durch massive Vermüllung erheblich beeinträchtigen. Vergl. auch das Schreiben vom 05.05.2011 an die BV-Nord des Presbyteriums der Ev. Andreas- Gemeinde. Es ist zu beobachten, dass das rückwärtige Fenster der Spielhalle sowie die Tür häu- fig geöffnet sind. Der Zugang in die Spielhalle hinein kann so nicht kontrolliert wer- den. Außerdem werden hier vor Ort von Spielhallenbesuchern und im Umfeld der Spielothek Drogen und Alkohol konsumiert. 3) Durch diesen (auch laut Auskunft einiger beim letzten Stadtteilgespräch anwesenden jungen Erwachsenen bestätigten) vermehrten Drogenkonsum in und im Umfeld der Spielothek ist ein (auch präventiv wirkendes) Beratungsangebot der Suchthilfe in Form aufsuchender Arbeit und im Rahmen einer festen Sprechstunde notwendig. Dieses Angebot gibt es derzeit in Coerde nicht und aufgrund der gezielten und bes- seren Zugänglichkeit der Betroffenen macht es hier Sinn, ein solches Angebot in Coerde vorzuhalten. Viele Besucher leiden an einer Spielsucht. In diesem Punkt be- darf es auch fachkompetenter Unterstützung und Beratung in Form niedrigschwelliger Erstkontaktaufnahme bis hin zu suchtpräventiven Veranstaltungen z.B. in der Haupt- schule Coerde durch die Suchtberatung Aus allen diesen Ausführungen lässt sich ein dringender Handlungsbedarf ableiten. Uns ist es wichtig, dass die beschriebenen Probleme in Coerde möglichst zeitnah an die Verwaltung transportiert werden und durch effektive Maßnahmen unter Beteiligung aller Akteure im Stadtteil Abhilfe geschaffen wird. Bloch Frese Möller Stuttmann Siewering u. Fraktion u. Fraktion u. Fraktion u. Fraktion
A-N-0013-2011-Anlage-Handlungskonzept Coerde
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Anlage zum gemeinsamen Antrag vom 16.6. 2011 für ein Handlungskonzept Coerde Auszug aus der Ergebnisniederschrift über das 9. Co erder Stadtteilgespräch am 30.03.2011 im Begegnungszentrum Meerwiese Top 2 Thema Spielhalle am Hamannplatz Herr Griese berichtete, dass er in der vergangenen Woche von jungen Männern auf dem Hamann- platz dahingehend angesprochen wurde, dass diese si ch Sorgen darüber machen, dass zum einen im Bereich der Spielothek mit Drogen gehandelt und diese auch konsumiert werden und dass sie mitbekommen haben, dass in der Spielothek Joints ge fertigt werden, die dann vor der Tür geraucht werden. In der Nähe der abgebrannten Hütte wurden g ebrauchte Spritzen etc. gefunden. Ebenso wurden schon öfters Jugendliche unter 18 Jahre aus der Spielothek verwiesen. Von Seiten der Polizei wurde während einer Razzia mitgeteilt, dass zukünft ig das Rauschgiftdezernat häufiger Razzien in der Spielothek und im Umfeld durchführen wird. Um auf die Probleme aufmerksam zu machen, waren ein ige der betroffenen jungen Männer persön- lich anwesend. Nach ihren Schilderungen ist das Ang ebot für Jugendliche und junge Erwachsene in Coerde eher dürftig. Besonders fehlt es an Räumlich keiten für einen Treffpunkt. Diese Funktion über- nimmt derzeit die Spielothek, in der dann natürlich auch gespielt wird. Dies birgt für einige die Gefa hr, abhängig zu werden. Sie möchten, dass die Polizei d ort öfter und zu unterschiedlichen Zeiten kontrol- liert. Herr Wardemann von der Polizei berichtete, dass bei den bisherigen Kontrollen nichts gefunden wur- de. Um die Razzien effektiver zu gestalten, sei man auf konkrete Hinweise (Namen etc.) angewiesen. Auf Nachfrage von Herrn Griese bei den jungen Männe rn stellte sich heraus, dass sowohl Verkäufer als auch Konsumenten der Drogen nicht nur aus Coerd e, sondern auch aus anderen Stadtteilen und umliegenden Gemeinden und Städten kommen. Zum Problem mit der Spielothek erläuterte Herr Köst er noch mal die Bedingungen, unter denen es eine Konzession gibt. Sollte es tatsächlich der Fal l sein, das auch Minderjährige dort spielen würden, wäre dies bei mehrmalig festgestellten Verstößen ei ne Möglichkeit, der Spielothek die Konzession zu entziehen. Allerdings müssten hierfür die Minderjährigen auf „frischer Tat“ ertappt werden. Nach Kenntnis von Herrn Steinfort ist Vermieterin d er Spielothek die städtische WBI . Er schlug vor, den Einfluss der Stadt - als Mutter der Gesellschaf t - geltend zu machen und auf die Kündigung des Pachtvertrages hinzuwirken. Frau Wübbena-Becker sc hlug vor, hierzu eine Unterschriftensammlung vorzunehmen und das Ergebnis der Stadt vorzulegen. Sie bot hierzu ihre Unterstützung an. Frau Hess berichtete, dass der Beratungsbedarf auf Grund des Geldmangels durch die Spielsucht von Angehörigen enorm zugenommen habe. Sie gab zu beden ken, dass es nicht im Interesse der Stadt Münster als Mitinhaberin der WBI liegen könne, solche finanziellen Auswirkungen mit telbar selbst herbeizuführen. Die anwesenden Betroffenen betonten, dass eine Schl ießung der Spielhalle das Problem allein nicht lösen sondern nur verlagern würde, da es im näheren Umfeld noch weitere Spielhallen gibt. Solange es keine anderen Möglichkeiten der Freizeitgestaltu ng für ca. 18 – 25-jährige gibt, bleibt der Reiz de r Spielothek bestehen. Frau Wübbena-Becker fragt an, ob es nicht die Mögli chkeit gebe, die seit kurzem wieder geschlosse- ne Kneipe auf dem Hamannplatz oder gar die Räumlich keiten der Spielothek als Jugendtreff zu nut- zen. Fraglich ist, unabhängig von der Verfügbarkeit der Räumlichkeiten, wer so einen Treff finanziert und betreibt. Frau Virus regte an, dass die jungen Männer doch mi t Hilfe von Herrn Griese einen Antrag nach § 24 GO stellen könnten. Damit würden Politik und Verwal tung auf das Problem aufmerksam und müssten reagieren. Herr Griese und Frau Hess erklären sich bereit, einen Antrag nach § 24 GO mit den Ju- gendlichen zu erarbeiten und sie dabei zu unterstüt zen, den Antrag einzureichen. Des Weiteren wer- den die Jugendlichen dabei begleitet, eine Unterschriftenaktion zu starten. Herr Guddorf und Herr Steinforth nahmen die Anregun gen mit und wollen mit dem Problem an ihre Parteien herantreten.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- A-N/0013/2011
- Typ
- Antrag an die BV Nord
- Datum
- 24.06.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37