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3373/2023

Räumliche Einbauten und Vitrinen für die Ausstellung "Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK"

Beschlussvorlage Ausschuss 19.01.2024

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Anlage 1 Stellungnahme Rechnungsprüfungsamt

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1 Stellungnahme Rechnungsprüfungsamt

999 Zeichen

14       01.2024 
141/2  
  
 
 
4514 
 
Bedarfsprüfung – Beschlussvorlage 
Räumliche Einbauten und Vitrinen für die Ausstellung 
„Faszination Schmuck.7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK“  
Voraussichtliche Auftragssumme rund 408.400 Euro netto / 486.000 Euro brutto  
Session Vorlagen-Nummer 3373/2023 
RPA-Nr. 141/21/01/24 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
Sie haben die oben genannte Beschlussvorlage 14/Rechnungsprüfungsamt am 
16.01.2024 vorgelegt. 
Das Auftragsvolumen setzt sich zusammen: 
 Vitrinen, Lichtstrahler, Zubehör      308.420,00 Euro 
 Beschattung Fenster         54.000,00 Euro 
 Infotafeln           19.600,00 Euro 
 Einbauarchitektur (inkl. Technische Planung, Konstruktion, 
Installation)        104.000,00 Euro 
Gesamt, brutto        486.020,00 Euro. 
Der Bedarf ist nachvollziehbar dargestellt. 
Das Rechnungsprüfungsamt begrüßt die Möglichkeit, die Vitrinen und die Ausstel-
lungsarchitektur auch nach der Generalsanierung beibehalten zu können. 
Mit freundlichen Grüßen 
22.

Beschlussvorlage Ausschuss

12510 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4514 
 
Vorlagen-Nummer 
 3373/2023 
Freigabedatum 
 19.01.2024 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Räumliche Einbauten und Vitrinen für die Ausstellung „Faszination Schmuck. 7000 
Jahre Schmuckkunst im MAKK"  
Beschlussorgan 
Finanzausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
1. Der Ausschuss Kunst und Kultur stellt den Bedarf fest, die räumlichen Einbauten und 
Vitrinen für die Ausstellung „Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im 
MAKK vorzunehmen. 
 
2. Der Ausschuss Kunst und Kultur beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung der 
Maßnahme. 
 
3. Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe investiver Auszahlungsermächtigungen 
für das Haushaltsjahr 2024 in Höhe von 486.000 Euro für die Durchführung der Maß-
nahme beim Teilfinanzplan des MAKK in der Produktgruppe 0405 – Museum für Ange-
wandte Kunst, Teilplanzeile 9 – Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anla-
gevermögen, Finanzstelle 4514-0405-0-1001 – Neuausrichtung Schausammlung. 
 
 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 29.01.2024 
Ausschuss Kunst und Kultur 30.01.2024 
Finanzausschuss 05.02.2024

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen   486.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  
Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  
Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2025 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen   17.300 € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Die Schmucksammlung des MAKK 
 
Im Bestand des MAKK befindet sich eine der bedeutendsten Schmucksammlungen in deut-
schen Museen. Mit nahezu 1600 Objekten deckt die Sammlung 7000 Jahre Schmuckkunst 
ab. Das Spektrum reicht hier von altorientalischen Gemmen des 5. Jahrtausends v. Chr. bis 
zu zeitgenössischen Schmuckarbeiten. Vertreten sind nicht nur bedeutende Beispiele unter-
schiedlicher Epochen und Kulturlandschaften, sondern auch der wichtigsten Schmucktypen: 
Haar-, Stirn-, Ohr-, Hals-, Brust-, Arm-, Körper- und Gewandschmuck von hoher künstleri-
scher und gestalterischer Qualität, gefertigt aus allen erdenklichen Materialien – von Edelme-
tall, Kunststoff, Wachs bis zum Käferpanzer.  
 
Sammlungsschwerpunkte liegen auf Arbeiten der Antike, des Mittelalters und der Renais-
sance sowie des 19. Jahrhunderts. Das 19. Jahrhundert – als die vielleicht reichste Epoche 
der europäischen Edelschmiedekunst – wartet mit Werken u.a. von Lucien Falize, Jules 
Wièse, Eugène Fontenay, Carlo Giuliano oder den Gebrüdern Castellani auf. Der Jugendstil 
ist mit Werken von Lucien Gaillard, Eugène Feuillâtre, Louis C. Tiffany, Edouard Colonna, 
Ludwig Habich, Patriz Huber oder Arbeiten von Theodor Fahrner vertreten. Elisabeth Treskow

3 
– die in Köln tätige und vielleicht renommierteste Goldschmiedin des 20. Jahrhunderts – stif-
tete dem MAKK ihre Sammlung antiker Gemmen sowie ihre Studiensammlung mit antikem 
Schmuck. Auch ihr eigenes Werk, das die antike Technik der Granulation wieder in die 
Schmuckkunst einführte, ist in der Sammlung vertreten. Aber auch zahlreiche andere Gold-
schmied*innen und Schmuckkünstler*innen des 20. und 21. Jahrhunderts sind in der Samm-
lung präsent, darunter Karl Gustav Hansen, Raymond Templier, Herbert Zeitner, Johann Mi-
chael Wilm, Hildegard Risch, Falko Marx, Friedrich Becker, Emmy van Leersum, Peter Sku-
bic, Wendy Ramshaw, Dieter Roth, E.R. Nele, Lutz Fritsch, Sam Tho Duong, Ted Noten, Da-
vid Bielander, Annamaria Zanella und Svenja John. 
 
Profil und Sammlungsstrategie 
Die Schmucksammlung des MAKK ist das Ergebnis einer lebendigen und bis heute ungebro-
chenen Stiftertradition. So gelangte ein Großteil der Objekte nicht durch eine gezielte An-
kaufspolitik, sondern vor allem durch großzügige Schenkungen an das Museum. Um das Pro-
fil der Schmucksammlung zu schärfen, ist das MAKK seit 2017 mit dem strategischen Ausbau 
des Bestandes befasst. Hierfür wurde die Sammlung zunächst digital erfasst und wissen-
schaftlich neu bewertet. Im Austausch mit internationalen Fachkolleg*innen wurden zudem 
mögliche Ansätze für ein zeitgemäßes Sammlungsprofil erarbeitet. Darauf aufbauend liegt in 
Zukunft ein wesentlicher Schwerpunkt des Sammlungsprofils auf einer Ankaufspolitik im Be-
reich der modernen und zeitgenössischen Schmuckkunst. In Abgrenzung zu Sammlungsprofi-
len anderer Museen legt das MAKK den geografischen Schwerpunkt auf Europa mit besonde-
rer Berücksichtigung der Beneluxländer, mit denen im Bereich der Schmuckkunst ein histo-
risch gewachsener Austausch besteht. In Zukunft wird sich die Diversität der Gesellschaft ver-
stärkt im Sammlungsprofil sowie in den Ausstellungen widerspiegeln.  
 
Präsentation und Vermittlung der Sammlung  
Von 1989 bis 2018 waren ausgewählte Objekte der Schmucksammlung innerhalb der chrono-
logischen Präsentation der Historischen Schausammlung des MAKK ausgestellt. Die vielfälti-
gen Facetten der Schmuckkunst konnten den Besucher*innen hier jedoch nicht vermittelt wer-
den, denn die ausgestellten Exponate standen neben anderen Objektgruppen in erster Linie 
stellvertretend für die Kunstfertigkeit der Angewandten Kunst im Allgemeinen.  
 
In den letzten Jahren wurden ausgewählte Beispiele der Schmucksammlung im Kontext von 
Sonderausstellungen präsentiert: „Boys get skulls, girls get butterflies“ (2013), „Ein Museum 
im Glück“ (2013), „Künstlerblick. Clemens, Sigmund & Siecaup. 100 Jahre Sammlung 
Clemens“ (2020) und zuletzt „Danish Jewellery Box. Zeitgenössisches Schmuckde-
sign“ (2021).  
 
Wegen Baumaßnahmen ist die Historische Schausammlung seit Anfang 2018 geschlossen. 
Eine zeitnahe Wiedereröffnung, wie ursprünglich geplant, ist mittlerweile unrealistisch, da das 
MAKK zunächst aufgrund eines erheblichen Sanierungsstaus generalsaniert werden muss. 
Trotzdem möchte das MAKK bis zur Umsetzung der Generalsanierung den Besucher*innen 
auch weiterhin Bereiche der Historischen Schausammlung zugängig machen. Eine elemen-
tare Rolle kommt hierbei der Schmucksammlung des MAKK zu.  
 
Mit der Ausstellung „Faszination Schmuck. 7000 Jahre Schmuckkunst im MAKK“ wird erst-
mals in der 135-jährigen Museumsgeschichte die herausragende Schmucksammlung des 
MAKK in einem bisher nicht dagewesenen Umfang als zusammenhängender Sammlungs-
komplex präsentiert. Die Ausstellung eröffnet im Dezember 2024. Sie umfasst auf ca. 300 m² 
Ausstellungsfläche insgesamt 370 Exponate. Die Vorplanungen hierzu sind abgeschlossen. 
Die Ausstellung soll die nächsten Jahre bis zur Generalsanierung neben der permanenten 
Präsentation der Designsammlung den wichtigsten Publikumsmagneten bilden und später im 
Kontext der räumlichen und inhaltlichen Neuausrichtung des MAKK in das zukünftige Muse-
umskonzept integriert werden.  
 
Für die Ausstellung haben die beiden Kuratorinnen Petra Hesse und Lena Hoppe ein inhaltli-
ches Konzept entwickelt, das eine Kombination von chronologischen sowie epochen- und kul-
turübergreifenden Inhalten vorsieht. Insgesamt sind Themen mit folgenden Titeln geplant: 
Schongauer, Dürer & Co. / Farbenprächtig und edel / Glanz und Glaube / Reine Stilfrage / An-

4 
tikenrezeption / Luxus für die Massen / Der große Auftritt / Schmuckgestalterinnen / Faszina-
tion Granulation / Materialexperimente / Fundstücke / Im Wesentlichen / Schmuck & Körper / 
Konstruktiv / Schmuck & Freie Kunst / Privatsache / Symbolik / Schön und nützlich / Die 
Macht der Ringe / Andenken und Erinnerung / Von Angesicht zu Angesicht / Inspiration Natur. 
Die Themenstellungen ermöglichen vielfältige und individuelle Zugänge in den Bereich der 
Schmuckkunst. Sie führen beispielhaft in den Facettenreichtum der Schmuckgestaltung ein 
und ermöglichen Besucher*innen Einblicke in die gesellschaftlichen, sozialen, emotionalen 
und symbolischen Aspekte des Schmucks. 
 
Schmuckausstellungen sind Besucher*innenmagnete und sprechen diverse Zielgruppen an. 
Um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen, wird aktuell das kreative Vermittlungspro-
gramm des Museums ausgebaut. Darüber hinaus verspricht sich das MAKK von der Ausstel-
lung einen verstärkten Austausch mit der Community der Schmucksammler*innen, -liebha-
ber*innen, -künstler*innen und -gestalter*innen.  
 
Vermittlung 
Die Ausstellungsgestaltung stellt die Exponate in den Mittelpunkt. Die vorwiegend kleinteiligen 
Schmuckobjekte werden in einem spezifischen, eigens entwickelten Vitrinentypus optimal prä-
sentiert und ausgeleuchtet. Für die Vermittlung der Ausstellungsinhalte fließen experimentelle, 
kreative und technisch innovative Ansätze ein, die ein breites, internationales Publikum an-
sprechen und dabei auch neue, jüngere Zielgruppen erschließen sollen. Der zentrale Schwer-
punkt der analogen und digitalen Vermittlung ist dabei der Gedanke des Mitgestaltens und 
des Miterlebens von Gestaltungsprozessen. Für die digitale Vermittlung sind deshalb QR-
Codes mit barrierearmen bzw. barrierefreien Zugängen für ein diverses Publikum geplant. Ziel 
ist es, die Objekte zu kontextualisieren, ihre Geschichten zu erzählen sowie vertiefende Infor-
mationen und detailreiche Objektfotos anzubieten.  
 
Die Ausstellung ist bewusst epochen- und kulturübergreifend angelegt, um der globalen Be-
deutung von Schmuck für Menschen zu allen Zeiten und Orten gerecht zu werden. Die Aus-
stellung soll zudem einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung dieses herausragenden Samm-
lungskomplexes und zur inhaltlichen Profilschärfung des MAKK leisten. 
 
Online Collection 
Gleichzeitig werden alle ausgestellten Objekte in die zukünftige Online Collection auf der 
Website des MAKK eingepflegt. Damit werden ein transparenter Zugang zu allen Informatio-
nen des Wissensspeichers geschaffen und beispielswiese mit „My Collection“-Tools spieleri-
sche Möglichkeiten des digitalen kuratorischen Gestaltens angeboten. Die Online Collection 
bietet zudem die Möglichkeit, den Schmuck zu anderen Objekten der vielfältigen Sammlungen 
des MAKK in Beziehung zu setzen. 
 
Einbauten und Vitrinen 
Die Ausstellung „Faszination Schmuck“ ist Bestandteil der Neupräsentation der Schausamm-
lungen des MAKK. Die Präsentation soll zunächst bis zur Generalsanierung gezeigt, dann ab-
gebaut und nach der Sanierung mit einem neuen inhaltlichen Konzept, aber unter Beibehal-
tung der Vitrinen und Ausstellungsarchitektur wiedereröffnet werden. Aus Gründen der Nach-
haltigkeit und unter dem Aspekt der Wiederverwendbarkeit ist die Ausstellungsarchitektur mo-
dular gestaltet. Für die in die Architektur integrierten Vitrinen wurde eigens ein Prototyp entwi-
ckelt, um die konstruktiven, die hohen sicherheitstechnischen sowie ästhetische Vorgaben 
testen zu können.  
 
Die Planungen zur Präsentation der Schmucksammlung sind größtenteils durch das MAKK 
selbst erfolgt. 
 
Finanzierung: 
 
Die Finanzierung der Maßnahme in Höhe von 486.000 Euro erfolgt im Haushaltsjahr 2024 im 
Teilfinanzplan des MAKK in der Produktgruppe 0405 – Museum für Angewandte Kunst in Teil-
planzeile 9 – Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen, Finanzstelle 
4514-0405-0-1001 – Neuausrichtung Schausammlung. Die Deckung erfolgt aus investiven 
Auszahlungsermächtigungen in Höhe von 486.000 Euro im Teilfinanzplan des MAKK in der

5 
Produktgruppe 0405 – Museum für Angewandte Kunst, Teilplanzeile 8 – Auszahlungen für 
Hochbaumaßnahmen, Finanzstelle 4514-0405-0-0300 – RLT –Anlage. Die Mittel werden im 
Rahmen der Bewirtschaftung innerhalb des Teilfinanzplanbudgets umgeschichtet. Die in 2024 
für die Maßnahme „RLT-Anlage“ veranschlagten Mittel werden nicht in voller Höhe benötigt, 
da die Maßnahme im Kontext der weiteren anstehenden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt 
wird und sich verzögert 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
 
Der verwaltungsinterne Abstimmungsprozess hat sich verzögert. Der Beschluss muss in der 
ersten Ausschussrunde 2024 gefasst werden, da sonst das Ausstellungskonzept, an dem 
auch externe Fördergelder hängen, nicht rechtzeitig umgesetzt werden kann.

Beratungsverlauf (3)

29.01.2024 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 10.8 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
30.01.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
05.02.2024 Finanzausschuss
TOP 7.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3373/2023
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
19.01.2024
Erstellt
20.10.2023 11:03