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1163/2018

Jahresbericht 2017 Naturschutzwacht, Bezirk 6 Chorweiler - Ost

Mitteilung BV 16.04.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 17.05.2018, TOP 10.2.5

Mitteilung BV

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Jahresbericht 2017_Bez 6 Ost_Herr Jansen

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Mitteilung BV

451 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 1163/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 07.05.2018 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 17.05.2018 
 
Jahresbericht 2017 Naturschutzwacht, Bezirk 6 Chorweiler - Ost 
In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2017 des Naturschutzwartes Herrn Jansen für den Be-
zirk 6 Chorweiler – Ost zur Kenntnisnahme.

Jahresbericht 2017_Bez 6 Ost_Herr Jansen

4808 Zeichen

Jahresbericht 2017 
Herbert Jansen  Naturschutzwart                Stadt Köln  Bezirk 6  Chorweiler Ost 
Naturschutzgebiete Worringer Bruch, Rheinaue und Umgebung: 
Am Auffälligsten war im Jahr 2017 ab Mai die lange Trockenheit. Kurzfristiger Regen oder 
mal steigender Rheinpegel konnten den Grundwasserstand nicht auffüllen. Der Fühlinger See 
hatte im Sommer einen 2m tieferen Stand als vor einem Jahr. Die Wasserflächen im 
Worringer Bruch waren bis auf zwei kleine Flächen ausgetrocknet und der sonst immer 
weiche Lehmboden wurde im Sommer noch absolut trocken und fest. Kröten Frösche und 
Molche hatten keine Chance auf eine Nachkommenschaft in diesem Jahr. Auf den Flächen wo 
sonst die kleinen Erdkröten zu Haufen umhersprangen waren in diesem Jahr massenhaft 
Heuschrecken und Schmetterlinge zu sehen. Fluginsekten und besonders Mückenschwärme 
waren kaum vorhanden. Links und rechts vom Senfweg blühte der Blutweiderich dunkelrot 
auf der gesamten ehemaligen Wasserfläche. Auch früher gab es schon mal solche trockenen 
Zeiten. Damals war hier aber noch kein Naturschutzgebiet und man kannte  hier noch nicht 
den Kammmolch. Der NABU und die unteren Naturschutzbehörde waren vor Ort und 
überlegten, was bei weiteren trockenen Jahren vieleicht in Zukunft zur Vorsorge zu tun sei um 
die Population bei den Kammmolchen und Kröten zu ermöglichen. Man wird wohl einige 
verlandete Senken wieder vertiefen müssen.  
Der Bürgerverein in Worringen hat die beiden Infotafeln am Worringer Bruch nach 18 Jahren 
erneuert und auf den neuesten Stand gebracht. Hier werden die Geschichte, Tiere und 
Pflanzen des Worringer Bruches den Besuchern am Rande des Köln-Pfades erklärt. 
Der Pflege und Entwicklungsplan aus dem Jahre 2014 für die Rheinaue war weiterhin Thema. 
Am 13. Oktober 2017 erläuterten Frau Dr. Heidrun Dresen und Frau Annika Eitner vom 
Grünflächenamt Köln den augenblicklichen Stand des PEPL 2014 vor Ort in Langel. Der 
Einladung über die Presse waren rund 30 Anlieger aus Worringen, Langel und Merkenich 
gefolgt. Hier gab es noch mal eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem PEPL. 2014. 
Geplant für dieses Jahr sind der Austausch und neue Infotafeln an den Zugängen zu den 
Rheinauen. Die Kennzeichnung der erlaubten Wege  und das Anlegen einer Liegewiese und 
einer Hundefreilauffläche in der Nähe der Fähre Langel, als zusätzliche Möglichkeit den 
Besucherandrang zu steuern und das Naturschutzgebiet zu entlasten. 
Mit 5 Mitgliedern der NABU machte ich eine Tagesbegehung in der Rheinaue zwischen 
Worringen und Merkenich. Wir machten uns Gedanken, wie man hier Mensch und Tier 
nebeneinander bekommt, ohne das sich beide beeinträchtigen. An diesem Tage waren wenige 
Vögel zu sehen und auch Spaziergänger waren an diesem Tage rar. Auffällig ist der Rückgang 
der Bodenbrüter, z.B. auch der Kiebitze, und die starke Zunahme der Saatkrähen. Man kann 
oft 200 Krähen zwischen Worringen und Langel zählen. Mal sind sie auf den Feldern, mal in 
den Wiesen aber auch direkt am Rheinufer. Sie laben sich dann an den reichlich vorhandenen 
Muscheln. Die Krähen räumen auch die Abfallkörbe an den Deichwegen aus, auf der Suche 
nach Essbarem. 
Ein weiteres Treffen der NABU fand mit den Mitgliedern der Bezirksvertretung in 
Chorweiler und Abgeordneten der Bürgervereine aus dem Kölner Norden statt. Die 
Bezirksvertretung hat immer ein offenes Ohr für den Naturschutz. Im Sommer gab es wieder 
eine Radtour, organisiert vom Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner. Bei diesen Touren ist 
immer viel Raum für Naturschutz vorgesehen. Auch für dieses Jahr ist eine solche Radtour

geplant. Im Herbst durften beide Naturschutzwarte aus dem Bezirk 6 sich nochmal bei der 
Bezirksvertretung vorstellen und auch Fragen beantworten. 
Die Wiesenflächen im Naturschutzgebiet zwischen Worringen, Langel, Rheinkassel, 
Kasselberg und Merkenich werden seit  Jahren für die Heuernte genutzt. Seit einiger Zeit 
werden sie abschnittsweise zu verschiedenen Zeiten gemäht. Dadurch sollen Pflanzen und 
Tiere eine bessere Überlebenschange haben. Vieleicht entstehen dadurch dann in Zukunft mal 
wieder eine bunte Blumenwiese mit mehr Insekten und vielen verschiedenen Vögeln. Heute 
sieht man hier nur Gras und Krähen. In Worringen sind einige Flächen  neu eingesät worden 
um das zu unterstützen. Einige Flächen um die Maisfelder wurden von den Landwirten  mit 
Blühstreifen versehen. Auch die Steb könnte Ihren Deich in Zukunft mit Blühpflanzen 
aufwerten. 
Die Arbeiten an der Leverkusener Autobahnbrücke  bei Merkenich, nördlich der jetzigen 
Brücke, haben begonnen. Im Laufe des Jahres wurden schon einige Pipelines umgelegt. Ab 
November wurden dann die Bäume gerodet, die der neuen Brücke und ihrer Zufahrtsrampe 
im Wege standen. Die Arbeiten waren im wesentlichen außerhalb des Naturschutzgebietes.

Beratungsverlauf (2)

07.05.2018 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.05.2018 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1163/2018
Typ
Mitteilung BV
Datum
16.04.2018
Erstellt
11.04.2018 16:17