AN/1589/2017
Stärkung und Ausweitung des KVB-Busnetzes
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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss 01/2026
3061 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
III/622
Vorlagen-Nummer
AN/1589/2017
Stand: 05.02.2026
Sachstandsbericht
Stärkung und Ausweitung des KVB-Busnetzes
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, in Kooperation mit der KVB AG zügig ein Umsetzungskonzept
zur Weiterentwicklung der KVB-Busangebote im Kölner Stadtgebiet unter den hier aufgeführ-
ten Maßgaben zu erstellen und dem Verkehrs-, Stadtentwicklungs- und Finanzausschuss vor-
zulegen.
1. Es sollen Vorschläge für eine dauerhafte Erweiterung des KVB-Busnetzes durch Taktver-
dichtungen und neue Buslinien bzw. -linienführung erstellt werden. Diese sollen vor allem die
außenliegenden Bezirke betreffen, um eine bessere bzw. attraktivere Verbindung zur Innen-
stadt anzubieten. Insbesondere die Neubaugebiete im Westen wie Widdersdorf und der neue
Schulstandort Girlitzweg, dazu im Süden die Gebiete um Rondorf und das Sürther Feld sollen
besser angebunden und die „Unibuslinie“ verstärkt werden. Im Norden sollen das Gewerbege-
biete Feldkassel und die Fordwerke als auch die anliegenden Rheindörfer sowie Auweiler und
Esch besser bedient werden. Die rechtsrheinischen Stadtgebiete sind ebenfalls unter dem
Gesichtspunkt der Stadtentwicklung zu optimieren. Dazu zählen neben den geplanten Neu-
baugebieten im Porzer Süden das künftige Wohnquartier Deutzer Hafen und Mülheimer Ha-
fen.
2. Es sollen Vorschläge für Angebotsausweitungen des Busnetzes im Interim erstellt werden,
da die langen Zeiträume zur Umsetzung der im ÖPNV-Bedarfsplan vorgesehenen Vorhaben
zur Erweiterung des Stadtbahnnetzes überbrückt werden müssen. Dies soll Taktverdichtun-
gen und neue Buslinien für die Verbindung Hürth – Universität zwecks Entlastung der Linie
18, für die rechtsrheinische Verbindung zum Bahnhof Deutz zur Entlastung der Linie 9, die
Entlastung der Linie 4 zwischen Höhenhaus und Wiener Platz, die Entlastung der Linie 1 zwi-
schen Kalk und Innenstadt sowie zwischen Weiden und der Innenstadt und die Anbindung
von Rondorf umfassen.
3. Die KVB-Buslinien sollen sukzessive durch E-Busse betrieben werden. Daher soll eine Um-
setzungsplanung für die Umstellung der Busflotte für den Zeitraum bis spätestens 2030 er-
stellt und vorgelegt werden.
4. Zur Finanzierung der dargestellten Ziele zur Stärkung und Ausweitung des KVBBusnetzes
sollen Ergebnisverbesserungen der KVB AG im Zeitraum 2018 bis 2022 genutzt werden, die
die Verlustdeckelung von 90 Mio. Euro gemäß Vorgabe für die Direktvergabe unterschreiten.
Darüber hinaus sollen Mittel aus dem in Aussicht gestellten „Mobilitätsfonds“ der Bundesregie-
rung zur Verminderung der Luftschadstoffbelastung in den Städten eingesetzt werden, die be-
reits beantragt wurden.
Status in Bearbeitung
erledigt
2
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die Verwaltung hat das geforderte Umsetzungskonzept erarbeitet und dem Rat sowie den be-
troffenen Bezirksvertretungen zur Beschlussfassung vorgelegt (vgl. Vorlagen-Nr. 1037/2018,
1075/2018, 1103/2019 und 1215/2019).
Dieser Beschluss ist somit aus Sicht der Verwaltung erledigt.
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
5364 Zeichen
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Wählergruppe GUT Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Historisches Rathaus Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 02.11.2017 AN/1589/2017 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 14.11.2017 Stärkung und Ausweitung des KVB-Busnetzes Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller möchten Sie bitten, folgenden Antrag zur Beschlussvorlage in die Tages- ordnung der nächsten Ratssitzung aufzunehmen: Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, in Kooperation mit der KVB AG zügig ein Umsetzungskon- zept zur Weiterentwicklung der KVB-Busangebote im Kölner Stadtgebiet unter den hier auf- geführten Maßgaben zu erstellen und dem Verkehrs-, Stadtentwicklungs- und Finanzaus- schuss vorzulegen. 1. Es sollen Vorschläge für eine dauerhafte Erweiterung des KVB-Busnetzes durch Takt- verdichtungen und neue Buslinien bzw. -linienführung erstellt werden. Diese sollen vor allem die außenliegenden Bezirke betreffen, um eine bessere bzw. attraktivere Verbin- dung zur Innenstadt anzubieten. Insbesondere die Neubaugebiete im Westen wie Wid- dersdorf und der neue Schulstandort Girlitzweg, dazu im Süden die Gebiete um Ron- dorf und das Sürther Feld sollen besser angebunden und die „Unibuslinie“ verstärkt werden. Im Norden sollen das Gewerbegebiete Feldkassel und die Fordwerke als auch die an- liegenden Rheindörfer sowie Auweiler und Esch besser bedient werden. Die rechtsrheinischen Stadtgebiete sind ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Stadt- entwicklung zu optimieren. Dazu zählen neben den geplanten Neubaugebieten im Por- zer Süden das künftige Wohnquartier Deutzer Hafen und Mülheimer Hafen. 2. Es sollen Vorschläge für Angebotsausweitungen des Busnetzes im Interim erstellt wer- den, da die langen Zeiträume zur Umsetzung der im ÖPNV-Bedarfsplan vorgesehenen Vorhaben zur Erweiterung des Stadtbahnnetzes überbrückt werden müssen. Dies soll - 2 - Taktverdichtungen und neue Buslinien für die Verbindung Hürth – Universität zwecks Entlastung der Linie 18, für die rechtsrheinische Verbindung zum Bahnhof Deutz zur Entlastung der Linie 9, die Entlastung der Linie 4 zwischen Höhenhaus und Wiener Platz, die Entlastung der Linie 1 zwischen Kalk und Innenstadt sowie zwischen Weiden und der Innenstadt und die Anbindung von Rondorf umfassen. 3. Die KVB-Buslinien sollen sukzessive durch E-Busse betrieben werden. Daher soll eine Umsetzungsplanung für die Umstellung der Busflotte für den Zeitraum bis spätestens 2030 erstellt und vorgelegt werden. 4. Zur Finanzierung der dargestellten Ziele zur Stärkung und Ausweitung des KVB- Busnetzes sollen Ergebnisverbesserungen der KVB AG im Zeitraum 2018 bis 2022 ge- nutzt werden, die die Verlustdeckelung von 90 Mio. Euro gemäß Vorgabe für die Direkt- vergabe unterschreiten. Darüber hinaus sollen Mittel aus dem in Aussicht gestellten „Mobilitätsfonds“ der Bundesregierung zur Verminderung der Luftschadstoffbelastung in den Städten eingesetzt werden, die bereits beantragt wurden. Begründung: Ausgehend von den Leitlinien „köln mobil 2025“, dem Nahverkehrsplan 2017 und den An- meldungen zum ÖPNV-Bedarfsplan ist es nun notwendig angesichts der Mobilitätsheraus- forderungen durch die wachsende Kölner Bevölkerung, die Anforderungen an die Luftreinhal- tung und nicht zuletzt zur Erreichung der kommunalen Klimaziele kurzfristig umsetzbare Maßnahmen bei der Kapazitätsausweitung des ÖPNV zu realisieren. Eine aktuelle Bestandsanalyse zeigt, dass in den kommenden zehn Jahren ein Potenzial von 70-100 Mio. (25 – 35%) zusätzlichen Fahrgästen aus dem Bevölkerungswachstum von ca. 15 Prozent besteht. Bereits heute sind auf vielen Linien der KVB die Kapazitätsgrenzen er- reicht, so dass ein Ausbau unumgänglich ist, um dieses Potenzial zu erschließen. Das LANUV NRW betreibt auf Kölner Stadtgebiet ein Messnetz mit zehn Passivsammlern und vier Messcontainern. Mit Ausnahme der zwei Hintergrundmessstationen werden an allen übrigen Messeinrichtungen Überschreitungen des NO2-Jahresmittelwerts festgestellt. Am Clevischen Ring in Köln-Mülheim wurde mit 63 μg/m³ die landesweit höchste Belastung ge- messen. Die Einwohnerzahl Kölns wird weiterhin überdurchschnittlich stark wachsen, eben- so die Pendlerbewegungen mit dem Umland. Zusätzlich erschweren viele Straßen- und Brü- ckenbaumaßnahmen den Verkehrsfluss. Daher ist eine Reduzierung der Stickoxidbelastung ohne umfängliche und gezielte Maßnahmen nicht realisierbar. Die Antragsteller legen mit diesem Ratsantrag den Schwerpunkt auf den Ausbau vorhande- ner Buslinien zur Entlastung der Stadtbahnlinien 1, 4, 9 und 18, sowie auf dauerhafte Bus- netzerweiterungen, z.B. für neue entstehende Wohngebiete, wie im Sürther Feld und im Deutzer Hafen und nicht zuletzt auf die Erweiterung der E-Busflotte. Diese Maßnahmen sind in den nächsten Jahren finanzierbar aus Ergebnisverbesserungen der KVB AG und dem sogenannten Mobilitätsfonds der Bundesregierung (Dieselgipfel). Mit freundlichen Grüßen gez. Niklas Kienitz gez. Jörg Frank CDU- Fraktionsgeschäftsführer GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer - 3 - gez. Ulrich Breite gez. Thor Zimmermann FDP-Fraktionsgeschäftsführer Wählergruppe GUT
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: für das Digitale Berichtswesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1589/2017
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
- Datum
- 02.11.2017
- Erstellt
- 02.11.2017 12:56