AN/1374/2018
Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 und Kulturförderabgabe
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181008 Haushalt 2019_VN DIE LINKE_06
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Produktgruppe Maßnahme konsumtiv investiv Wohnen 0902 - Stadtentwicklung Milieuschutzsatzung: Vier zusätzliche Stellen für die Begleitung von zwei Milieuschutzgebieten -240.000 1001 - Baugenehmigungen, Bauordnungsbehördliche Maßnahmen Baulückenprogramm: fünf zusätzliche Stellen -250.000 1003 - Wohnraumförderung, Wohnungserhaltung u. –pflege, Hilfen für Wohnungssuchende Wohnraumzweckentfremdung: fünf zusätzliche Stellen zur Erfassung und Verfolgung von Verstößen -250.000 1004 - Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum Wohnungsamt: Erhöhung der investiven Mittel auf 100 Mio. für den Neubau von Wohnanlagen -22.000.000 1004 - Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum Neu zu schaffender Fonds für selbstverwaltete, soziale Wohnprojekte -500.000 1601 - Allgemeine Finanzwirtschaft Verzicht auf Gewinnabführung Grubo zugunsten einer Kapitalaufstockung bei der Grubo zur Ermöglichung von mehr Wohnungsbau: 90 zusätzliche Wohnungen pro Jahr -3.500.000 1601 - Allgemeine Finanzwirtschaft Verwendung der Dividendenausschüttung GAG zugunsten einer Kapitalaufstockung bei der Grubo zur Ermöglichung von mehr Wohnungsbau: 280 zusätzliche Wohnungen pro Jahr -11.100.000 Zwischensumme Wohnen -15.840.000 -22.000.000 Radverkehr / Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) 1201 - Straßen, Wege, Plätze Ausbau eines Netzes von Radschnellwegen auf Pendlerrouten -15.000.000 1201 - Straßen, Wege, Plätze Aufhebung Radwegbenutzungspflicht: Zwei zusätzliche Stellen zur beschleunigten Prüfung und Aufhebung -100.000 1201 - Straßen, Wege, Plätze Busspur für eine Schnellbuslinie auf dem Clevischen Ring (hier: Gutachten und Planung) -150.000 1201 - Straßen, Wege, Plätze Busspur für eine Schnellbuslinie auf der Inneren Kanalstraße (hier: Gutachten und Planung) -150.000 Zusetzungen (-) und Absetzungen (+) DIE LINKE: Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 - Aufwendungen Seite 1 von 8 1201 - Straßen, Wege, Plätze Busspur für eine Schnellbuslinie auf der Aachener Straße(hier: Gutachten und Planung) -150.000 1201 - Straßen, Wege, Plätze Fahrradabstellplätze an Schulen -500.000 1201 Straßen, Wege, Plätze Baumaßnahmen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit -5.000.000 1201 - Straßen, Wege, Plätze Rückbau freilaufender Rechtsabbieger für die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern (hier: Gutachten und Planung) -450.000 1202 Brücken, Tunnel, Stadtbahn, ÖPNV Fahrscheinloser Tag ausbauen zu "Osterferien fahrscheinlos" -1.120.000 1202 Brücken, Tunnel, Stadtbahn, ÖPNV Fachpersonal für den ÖPNV-Ausbau einstellen (20 Stellen in 2019) -1.400.000 Zwischensumme Radverkehr / ÖPNV -3.520.000 -20.500.000 Migration 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Interkulturelles Maßnahmenprogramm: Umsetzung des Ratsbeschlusses -800.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Interkulturelle Zentren: Erhöhung des Zuschusses -45.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Kompensation Landesmittel Clearingstelle (Migration Südosteuropa) -120.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Kompensation Ausfall Landesförderung ESF-Mittel (Migration Südosteuropa) -533.300 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Therapiezentrum für Folteropfer: vier Stellen Therapeut*in -304.000 Zwischensumme Migration -1.802.300 0 Freiwillige Sozialleistungen 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Einstieg in Ausweitung der Sozialraumgebiete: konzeptionelle Weiterentwicklung und erste Schritte -500.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Seniorenarbeit: präventive Hausbesuche, zusätzlich zwei halbe Stellen -60.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Assistenz Geschäftsführung Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik: halbe Stelle -30.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Budget StadtAG Behindertenpolitik und StadtAG LSTBI -20.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Aktion Arbeitsunrecht: erstmaliger Zuschuss -12.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity HennaMond – Mut, Rat und Lebenshilfe e.V., Zuschuss -40.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung - Baumscheibenprojekt -35.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Initiativen gegen Obdachlosigkeit: erstmaliger Zuschuss zur Förderung der ehrenamtlichen Arbeit -100.000 Seite 2 von 8 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Öffentlichkeit gegen Gewalt: Übernahme der arbeitsplatzbezogenen Sachkosten für zwei halbe, von der Stadt Köln geförderte Stellen -4.400 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Gemeinwesenarbeit in vier neuen Gebieten -168.000 0504 Freiwillige Sozialleistungen und Diversity Zuschuss für Frauenprojekte - Zuschuss Frauen gegen Erwerbslosigkeit - Personalstelle Beratung erwerbslose Frauen -60.000 0507 Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und - zentren Sachkosten (Schließdienst) Alte Feuerwache -15.000 0507 Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und - zentren 1 PR-Stelle Alte Feuerwache -60.000 0508 Leistungen für Bildung und Teilhabe Köln-Pass: Berechtigtenkreis um 10.000 Personen erweitern -1.700.000 Zwischensumme Freiwillige Sozialleistungen -2.804.400 0 Gesundheit 0701 Gesundheitsdienste Kölner Aids-Hilfe: Erhöhung Zuschuss -80.000 Zwischensumme Gesundheit -80.000 0 Kinderbetreuung 0603 Kindertagesbetreuung Kita: Beitragsfreiheit wieder von 12 auf 18 Monate erhöhen -3.400.000 0603 Kindertagesbetreuung Kitagebühren für Bezieher niedriger Einkommen (Stufe 2 und 3) senken -125.000 0603 Kindertagesbetreuung Stellenzusetzung Kita: Ständige Vertretung vorhalten (Umsetzung des Tarifvertrages) -6.000.000 Zwischensumme Kinderbetreuung -9.525.000 0 Schule 0604 Kinder- und Jugendarbeit Schulsozialarbeit - 20 Stellen zusätzlich -1.200.000 0604 Kinder- und Jugendarbeit Ganztagsgrundschulen in sozialen Brennpunkten unterstützen -490.000 0604 Kinder- und Jugendarbeit Stadtjugendring Ausgleich Tarifsteigerung -7.000 0604 Kinder- und Jugendarbeit Mittendrin e.V.: eine Stelle in der Geschäftsstelle, Miete und weitere laufende Kosten -100.000 0301 Schulträgeraufgaben Modellprojekt Musikprofil an der IGIS -10.000 0301 Schulträgeraufgaben Mehrstelle Elternberatung Inklusion -70.000 0301 Schulträgeraufgaben Offener Ganztag (OGS): Einstieg in Ausbau und Qualität -1.000.000 Seite 3 von 8 Zwischensumme Schule -2.877.000 0 Kinder und Jugend 0604 Kinder- und Jugendarbeit Prioritätenliste Jugendeinrichtungen; Bereitstellung der notwendigen Mittel -1.085.000 0604 Kinder- und Jugendarbeit Kinder- und jugendpädagogisches Angebot am Kölnberg -200.000 0604 Kinder- und Jugendarbeit Väter in Köln e.V.: Erhöhung Zuschuss -65.000 0604 Kinder- und Jugendarbeit Jugendeinrichtung eins2null - zusätzliche halbe Stelle -30.000 0604 Kinder- und Jugendarbeit Jugendladen Nippes Museum: Regelförderung weitere Stelle -60.000 Zwischensumme Kinder und Jugend -1.440.000 0 Umwelt und Grün 1301 Öffentliches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen Grünanteil an Friedhöfen auf 25 % festlegen - in der Folge: Senkung der Friedhofsgebühren -1.500.000 1401, Umweltordnung, -vorsorge AGORA Köln Erhöhung des Zuschusses auf 220.000 € zur Sicherung der Arbeit der Initiative -160.000 1301 Öffentliches Grün, Wald- und Forstwirtschaft, Erholungsanlagen Grünflächenamt: Aufstockung der Zahl der Arbeiter um acht Stellen nach jahrzehntelangen Stellenreduzierungen -400.000 Zwischensumme Umwelt und Grün -2.060.000 0 Summe Aufwendungen: -39.948.700 -42.500.000 Seite 4 von 8 Produktgruppe Maßnahme konsumtiv investiv Kultur Dezernat VII Kunst und Kultur Kostenfreier Eintritt in die ständigen Ausstellungen der Kölner Museen -3.212.000 0414 VHS Steigerung des Honorars um 5 € auf 40 € pro Stunde (Deutsch) -311.000 0414 VHS Steigerung des allgemeinen Honorarsatzes um 5 € auf 26 € pro -620.000 0414 VHS Dynamisierung des Stundenhonorars (Anpassung analog zu Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst) -180.000 0415 Rheinische Musikschule 8 weitere Vollzeitstellen (ermöglicht in der Folge auch eine Anhebung der Honorare auf 40 € pro Stunde) -480.000 0416 Kulturförderung Akademie der Künste der Welt -400.000 0416 Kulturförderung Rom e.V. - Aufbau eines Archivs -150.000 0416 Kulturförderung Frauengeschichtsverein: Aufstockung der jährlichen Förderung von 8.750 € auf 13.000 € -4.250 0416 Kulturförderung Frauengeschichtsverein: Einmaliger Zuschuss zur Digitalisierung des Archivbestandes -11.000 0416 Kulturförderung Kölner Kulturrat Finanzierung der Geschäftsstelle -30.000 0416 Kulturförderung Neue innovative Kleinfestivals (Festivals und sonst. Förderungen) -40.000 Zwischensumme Aufwendungen Kultur -5.438.250 16 Allgemeine Finanzwirtschaft Kulturförderabgabe: Erhöhung des Ansatzes 2019 zur Anpassung an die tatsächlichen Einnahmen (2017: 12,5 Mio.) 5.500.000 Ergebnis Kulturförderabgabe 61.750 0 DIE LINKE: Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 - Kulturförderabgabe Zusetzungen (-) und Absetzungen (+) Produktgruppe Maßnahme 2019 2020 2021 2022 1601 - Allgemeine Finanzwirtschaft Verzicht auf die zusätzliche Abführung von Finanzmitteln aus dem Stadtwerkekonzern; geplant sind durch die Verwaltung: 2019: 48,3 2020: 75,8 2021: 86,9 2022: 87,5 Die Mittel sollen stattdessen für den Aufbau von Werkswohnungen für Arbeiter und Angestellte mit geringen und mittleren Einkommen verwendet werden. (Ermöglicht bis 2022 den Bau von 2.630 Wohnungen) 0 -27,5 -38,6 -39,2 DIE LINKE: Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 - mittelfristige Finanzplanung Zusetzungen (-) und Absetzungen (+) Produktgruppe Zusetzungen (-) und Absetzungen (+) ÜM Übergreifende Maßnahmen (Teilbereiche 1-18) Verminderung externer Beauftragungen (Gutachten, Beratungen) durch eigenes Fachpersonal 5.000.000 ÜM Übergreifende Maßnahmen (Teilbereiche 1-18) Zusatz von Fachpersonal zur Vermeidung externer Beauftragungen -2.500.000 ÜM Übergreifende Maßnahmen (Teilbereiche 1-18) Qualifizierung städtischer Mitarbeiter zur Vermeidung externer Beauftragungen -1.000.000 ÜM Übergreifende Maßnahmen (Teilbereiche 1-18) Verzicht auf Gutachten zur Klinikfusion 900.000 1501 Wirtschaft und Tourismus Verzicht auf Gründung einer Wirtschaftsförderungs GmbH; stattdessen Beibehaltung des effektiven und kostengünstigen Amtes für Wirtschaftsförderung; hierdurch Wegfall: - des Zuschusses von 4 Mio. - der "herausgehobenen Dienststelle" für 0,36 Mio. - der zusätzlichen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen von ca. 2,5 Mio. 6.860.000 16 Allgemeine Finanzwirtschaft Gewerbesteuer; Verdopplung der Zahl der Betriebsprüfer von sechs auf zwölf -420.000 16 Allgemeine Finanzwirtschaft Gewerbesteuer; Mehreinnahmen durch sechs zusätzliche Betriebsprüfer 6.000.000 16 Allgemeine Finanzwirtschaft Mehr Kontrollen Vergnügungssteuer (Automatenkontrollen) 1.500.000 16 Allgemeine Finanzwirtschaft Anhebung der Gewerbesteuer um 10 auf 485 Hebepunkte 23.800.000 Summe Erträge: 40.140.000 DIE LINKE - Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 - Erträge und Minderaufwendungen Zusetzungen (-) und Absetzungen (+) Erträge 45.640.000 Aufwendungen -45.386.950 Gesamter VN DIE LINKE 253.050 DIE LINKE: Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 - gesamt (inklusive VN Kulturförderabgabe)
Linke Änderungsantrag nach § 13
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Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 05.10.2018 AN/1374/2018 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Finanzausschuss 08.10.2018 Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 und Kulturförderabgabe Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Börschel, die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, den als Anlage beigefügten Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019 auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Finanzausschusses zu nehmen. Die Anlage umfasst: - Veränderungsnachweis zum Haushalt 2019: Aufwendungen (S. 1-4) - Kulturförderabgabe; Anpassung des Ansatzes und Verwendung (S. 5) - Anpassung der mittelfristigen Finanzplanung (S. 6) - Veränderungsnachweis: Erträge (S. 7) - Veränderungsnachweis: Gesamtrechnung (S. 8) Mit freundlichen Grüßen gez. Michael Weisenstein Geschäftsführer Fraktion DIE LINKE Begründung und Erläuterung der einzelnen Positionen des Veränderungsnachweises: Wohnen Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu erhalten ist aus Sicht Fraktion DIE LINKE Dreh- und Angelpunkt für die weitere Entwicklung Kölns. Die städtischen Unternehmen müssen in die Lage versetzt werden, deutlich mehr günstige Wohnungen zu schaffen. Eine Reinvestition der Dividendenausschüttung der GAG in die Grubo und ein Verzicht auf die Gewinnabführung der Grubo ermöglichen den Bau von 370 jährlich zusätzlichen Wohnungen. Auch bei den Stadtwerken wird der Mangel an bezahlbaren Wohnungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr zu einer Herausforderung. Daher wendet sich DIE LINKE gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung, immer weitere Finanzmittel aus dem Stadtwerkekonzern abzuziehen, um damit den städtischen Haushalt zu finanzieren. Die Abführung von Finanzmitteln sollte auf dem bisherigen Stand belassen werden und die in der Mittelfristigen Finanzplanung vorgesehene Steigerung stattdessen zum Bau von Werkswohnungen verwendet werden. Bereits die Mittel bis 2022 reichen aus, die Zahl der Werkswohnungen innerhalb des Stadtwerkekonzerns von 1.900 auf 4.500 zu erhöhen. Das Wohnungsamt muss den eingeschlagenen Weg, Sozialwohnungen zu bauen, verstärkt fortsetzen. Hierzu sieht der Veränderungsnachweis eine Erhöhung der investiven Mittel auf 100 Mio. vor. Zur wirksamen Verfolgung der Wohnraumschutzsatzung soll wenigstens die Personalausstattung Bonns (im Verhältnis zur Stadtgröße) erreicht werden, zur Einführung und Begleitung von sozialen Erhaltungssatzungen (Milieuschutzsatzungen) soll Personal zugesetzt werden. Radverkehr / Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) Nur mit einer Verkehrswende kann soziale und umweltgerechte Mobilität in der wachsenden Stadt Köln in den nächsten Jahren gewährleistet werden. Daher setzt DIE LINKE auf den ÖPNV und Radverkehr. Ein Netz von Radschnellwegen soll entlang von Pendlerrouten entstehen. Diese Radschnellwege bieten eine klare und attraktive Alternative zum Auto. Hierzu sollen investive Mittel in Höhe von 15 Mio. Euro bereitgestellt werden. Weitere Mittel sollen in die Prüfung und Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht, in den Rückbau freilaufender Rechtsabbieger und in den Aufbau von Fahrradstellplätzen fließen. Die Stadt Köln hat zu wenig Fachpersonal, um den geplanten Ausbau des ÖPNV umsetzen zu können. Wir wollen das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau so ausbauen, dass es die Kompetenzen ausüben kann, die einst das Kölner Tiefbauamt vor seiner Zerschlagung hatte. Hierzu wollen wir in 2019 erste 20 Stellen schaffen. Ein schneller Ausbau attraktiver ÖPNV-Verbindungen ist durch Expressbuslinien auf eigenen Busspuren möglich. Für drei solcher Linien wollen wir Gutachten und Planung in Auftrag geben. Den fahrscheinlosen Tag im ÖPNV wollen wir ausweiten. In 2019 sollen die Osterferien fahrscheinlos und damit für die Nutzer und Nutzerinnen kostenfrei werden. Migration Die viel zu lange Wartezeit auf einen Therapieplatz für traumatisierte Geflüchtete soll sich verkürzen. Dafür haben wir vier weitere Vollzeitstellen für das Therapiezentrum für Folteropfer vorgesehen. In den letzten Jahren haben sich erfolgreiche Projekte für Menschen aus Rumänien und Bulgarien entwickelt, um diesen Menschen Wege in den Arbeitsmarkt zu ebnen. Wir möchten, dass die Stadt diese Projekte weiterführt, notfalls auch ohne die Zuschüsse, die bisher von der Landesregierung kamen. Für alle Migranten möchten wir die Zuschüsse für die Interkulturellen Zentren erhöhen und weitere Projekte des Interkulturellen Maßnahmenprogramms, die die Stadt bisher auf die lange Bank schiebt, umsetzen. Soziales DIE LINKE möchte, dass mehr Menschen Anspruch auf den Köln-Pass und seine zahlreichen Vergünstigungen bekommen. Köln ist eine wachsende und bunte Stadt. Um benachteiligte Menschen zu unterstützen und aufkommende Konflikte zu lösen, will DIE LINKE die klassische Sozialarbeit ausweiten. In vier neuen Gebieten soll Gemeinwesenarbeit installiert werden. Außerdem soll das bewährte Konzept der Sozialräume langfristig auf neue Gebiete ausgedehnt werden. In der Seniorenarbeit soll es mehr Hausbesuche geben, die es den Menschen ermöglichen, länger allein zu leben. Initiativen, die sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Erwerbslosigkeit, Obdachlosigkeit, Diskriminierung und Zwangsheiraten richten, sollen durch eine Aufstockung ihres Zuschusses bessere Arbeitsmöglichkeiten erhalten. Kinderbetreuung DIE LINKE strebt weiterhin eine kostenfreie vorschulische Bildung an. Auf dem Weg dorthin möchten wir kommunal die Beitragsfreiheit wieder von 12 auf 18 Monate ausdehnen und die Elternbeiträge bis zu einem Einkommen von 36.000 Euro um 25 % absenken. Für ein qualitativ gutes Kitasystem muss der geltende Tarifvertrag unverzüglich umgesetzt werden. Für ständige Vertretungen möchten wir 6 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Schule Damit Schule fit für die Herausforderungen einer wachsenden und vielfältiger werdenden Schülerschaft ist, soll Schulsozialarbeit ausgedehnt werden. Zunächst 1 Mio. Euro möchte DIE LINKE in die Qualität des Offenen Ganztags investieren. Die knapp 50 Grundschulen in sozialen Brennpunkten sollen mit einer Förderung von je 10.000 Euro unterstützt werden. Eltern sollen durch zwei zusätzliche Stellen schneller und besser zur Inklusion beraten werden. Kinder- und Jugendarbeit DIE LINKE möchte bestehende Jugendzentren stärken und neue Einrichtungen aufbauen. In Höhenberg, Roggendorf/Thenhoven, Kalk, Nippes, Niehl und am Kölnberg sollen neue Einrichtungen entstehen. In Gremberghoven soll die Grembox erweitert werden, in Rondorf die Jugendeinrichtung eins2null, ebenso die Einrichtungen „Zurück in die Zukunft“ und der Jugendladen Nippes Museum in Nippes. Für Porz soll ein mobiles Angebot mit einem Truck finanziert werden. Kulturförderabgabe Im Zentrum des Veränderungsnachweises zur Kulturförderabgabe steht, einen kostenfreien Eintritt in die Kölner Museen zu ermöglichen. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern tragen gerade einmal 8 % zur Finanzierung der städtischen Museen bei, die hohen Eintritte sind aber für viele Menschen ein Hindernis, die Museen zu besuchen. An den beiden wichtigen Bildungsstätten Volkshochschule und Rheinische Musikschule arbeiten viele Dozenten auf Honorarbasis. Um das Einkommensgefälle zu den Festangestellten zu verringern, kommt DIE LINKE den Forderungen der Lehrenden entgegen und möchte zusätzlich zu den bereits versprochenen 12 weitere 8 neue Stellen an der Rheinischen Musikschule schaffen. Außerdem sollen die Stundenhonorare auf 40 Euro gesteigert werden. An der VHS soll der Stundensatz um 5 Euro steigen, und außerdem die Honorare analog zu den Tarifsteigerungen des öffentlichen Dienstes angepasst werden. Bei den Einnahmen aus der Kulturförderabgabe passt DIE LINKE den Haushaltsansatz an die tatsächlichen Einnahmen an. Diese betrugen 12,5 Mio. Euro in 2017, angesetzt sind für 2019 sind jedoch nur 7 Mio. Da DIE LINKE sich zur Finanzierung ihrer Forderungen auf diese 5,5 Mio. Euro beschränkt, ist es den haushaltstragenden Fraktionen möglich, diese Vorschläge zu übernehmen, ohne ihre eigenen Planungen zu beschneiden. Erträge Verzicht auf Ausgliederungen, moderate Anhebung der Gewerbesteuer Der Veränderungsnachweis enthält Mehrerträge bzw. Minderausgaben in Höhe von 45,64 Mio. Euro. DIE LINKE schlägt vor, auf die Umwandlung des Amtes für Wirtschaftsförderung in ein privatrechtliches Unternehmen zu verzichten. Hierdurch können im städtischen Haushalt Mehraufwendungen von etwa 6,9 Mio. Euro eingespart werden. Ebenfalls sollen externe Beauftragungen vermindert werden, darunter auf das Gutachten zur Fusion der städtischen Kliniken mit der Uniklinik. Allein hierdurch würden 900.000 Euro eingespart. Insgesamt sieht DIE LINKE bei den externen Beauftragungen ein Einsparpotential von mindestens 5 Mio. Euro, das durch eigenes Fachpersonal erschlossen würde. Durch die Einstellung von zusätzlichen Betriebsprüfern könnten Mehreinnahmen von 6 Mio. Euro bei Personalkosten unter einer halben Million Euro gewonnen werden. Eine leichte Anhebung des Gewerbesteuerhebesatzes um 10 Hebepunkte ermöglicht in 2019 Mehreinnahmen von 23,8 Mio. Euro. Bis 2022 steigen die Mehreinnahmen durch diese Erhöhung auf 32,5 Mio. Euro.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1374/2018
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 05.10.2018
- Erstellt
- 04.10.2018 19:14