V/0606/2009
Konzernabschluss 2008 der Stadtwerke Münster GmbH
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39004 Zeichen
1
Münster, 31/08/2009
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 27/2009
Betreff
Konzernabschluss 2008 der Stadtwerke Münster GmbH
Berichterstatter
Herr Dr. Müller-Tengelmann
Herr Dr. Ohlms
Anlagen: Konzernbilanz zum 31.12.2008
Konzerngewinn- und –verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008
Konzernanhang und Konzernlagebericht für das Geschäftsjah r 2008
Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlu ssprüfers
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern- Eigenkapitalspiegel
Antrag
Der Aufsichtsrat wolle beschließen:
Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme emp-
fohlen:
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2008 sowie
der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 in der vorliegenden, vom
Jahresabschlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öf-
fentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düssel-
dorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 30.07.2009 tes-
tierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der
Stadtwerke Münster GmbH festgestellt.
Begründung
Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB hat für
das Geschäftsjahr 2008 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustel-
len.
Die gemäß §§ 294 HGB (Konsolidierungskreis) vom Mutterunternehmen einbezoge-
nen Tochterunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von § 271 Abs. 2 HGB.
2
Davon wurden gemäß §§ 300 ff. HGB voll konsolidiert:
Vollkonsolidierter Unternehmen
Eigenkapital
am
31.12.2008
T€
__________
Höhe des
Anteils am
Kapital am
31.12.2008
%
_________
• items GmbH, Münster 3.099 52,2
• items project GmbH, Münster 66 52,2
• Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100 100,0
• Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 175 100,0
• Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 493 100,0
• Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 31.906 99,0
Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß § 310 Abs. 1 HGB
wurde anteilmäßig konsolidiert:
• Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.534 50, 0
Als assoziierte Unternehmen gemäß § 311 Abs. 1 HGB
im Konzernabschluss berücksichtigt:
• smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 400 50,0
• smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 25 50,0
• Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 6.718 27,8
• FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven
(Teilkonzernabschluss) 30.352 35,1
• Nederlands-Duitse Internet Exchange B. V., ./. 498 50 ,0
Enschede/Niederlande
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres- und Konzernabschlüsse folgen
bis auf die at-equity einbezogenen Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., En-
schede/Niederlande, und die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in
Bilanzierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH
angewandten Methoden und sind von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und
uneingeschränkt bestätigt worden.
3
Sonstige Beteiligungen
Die Stadtwerk Münster GmbH hält ferner Anteile an
folgenden Unternehmen:
Höhe des
Anteils am
Kapital am
31.12.2008
%
_________
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum* 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH und Co. KG, Münster*
25,0
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen
2,0
Auf Grund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären die
mit einem Stern gekennzeichneten Unternehmen nach § 311 Abs. 1 HGB als assozi-
ierte Unternehmen (Beteiligung >
20 %) in den Konzernabschluss einzubeziehen. In
Ausübung des Wahlrechts gemäß § 311 Abs. 2 HGB ist die Einbeziehung unterblie-
ben, da sowohl die Unternehmen im Einzelfall als auch zusammen für die Vermitt-
lung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.
Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2008 sind
dem beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen.
Der Konzernabschluss 2008 ist von der KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft
für den Öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düs-
seldorf, geprüft worden. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneinge-
schränkte Be-stätigungsvermerk wurde erteilt.
Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes an den Aufsichtsrat
ergibt sich aus § 52 GmbHG in Verbindung mit § 171 AktG, die Vorlage an die Ge-
sellschafterversammlung erfolgt nach § 46 GmbHG.
Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Ohlms
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Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2008 (1.1.-31.12.)
I. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss wurden die folgenden Gesellschaften einbezogen. Die Angaben
erfolgen zum 31.12.2008:
Name/Sitz
Kapitalanteil in %
Als verbundene Unternehmen wurden in die Vollkonsolidierung einbezogen:
items GmbH, Münster 52,2
items project GmbH, Münster 52,2
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100,0
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 100,0
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100,0
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99,0
Als Gemeinschaftsunternehmen wurde anteilsgerecht einbezogen:
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50,0
Als assoziierte Unternehmen wurden „at equity“ einbezogen:
smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 50,0
Smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 50,0
Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 2 7,8
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35,1
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50,0
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Darüber hinaus sind die Stadtwerke Münster GmbH an folgenden Unternehmen beteiligt:
Name/Sitz
Kapitalanteil in %
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum *) 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co KG, Münster *) 25,0
Diese Gesellschaften (*) wurden gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogen, weil deren
Einfluss - auch zusammengefasst - auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Kon-
zerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beurte ilung erfolgte in Berücksichtigung der
jeweiligen Jahresabschlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtungen.
Nicht in den Konsolidierungskreis einzubeziehen war die im Februar 2008 erworbene Beteili-
gung der Stadtwerke Münster an dem Gemeinschaftskra ftwerk Steinkohle Hamm GmbH &
Co. KG, Essen. Der von den Stadtwerke Münster gehal tene Anteil am Kommanditkapital
beträgt 2,0% bzw. 980 T€.
II. Konsolidierungsmethoden
Die im Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung eines K onzernabschlusses als Tochtergesell-
schaft einbezogene Westfälische Bauindustrie GmbH, die als Gemeinschaftsunternehmen
anteilmäßig konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH sowie die als assoziier-
tes Unternehmen einbezogene FMO Flughafen Münster/O snabrück GmbH wurden mit dem
31.12.1997 einheitlich auf den ersten Konzernabschl ussstichtag konsolidiert. Bei Gesell-
schaften, die später erworben oder gegründet wurden , erfolgt die Verrechnung auf den Er-
werbs- oder Gründungszeitpunkt.
Die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH wurde z um 31.12.2005 erstmals in den Kon-
zernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH einbezoge n. Der Beteiligungsbuchwert und
das darauf entfallende Eigenkapital wurden auf der Grundlage der Wertansätze zum Grün-
dungszeitpunkt der Tochtergesellschaft, den 24.09.2 005, nach der Neubewertungsmethode
miteinander verrechnet. Hierbei entsprachen die Zei twerte den Buchwerten in der Eröff-
nungsbilanz des Tochterunternehmens.
Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH wurde eben so wie die items project GmbH
zum 31.12.2007 in den Konzernabschluss der Stadtwer ke Münster GmbH einbezogen. Die
Kapitalkonsolidierung erfolgte für beide Gesellscha ften ebenfalls nach der Neubewertungs-
methode. Die Verrechnung von Beteiligungsbuchwert u nd anteiligem Eigenkapital erfolgte
dabei auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpun kt der Gesellschaftsgründung. Die
Zeitwerte der in den Eröffnungsbilanzen ausgewiesen en Vermögensgegenstände entsprach
dabei den Buchwerten.
Mit Gesellschaftsvertrag vom 23. Dezember 2008 wurd e die smart Optimo GmbH & Co. KG
mit Sitz in Osnabrück als Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Münster GmbH und
der Stadtwerke Osnabrück AG gegründet. Vor dem Hint ergrund der beabsichtigten Beteili-
gung weiterer kommunaler Gesellschaften wurde die K ommanditgesellschaft als assoziiertes
Unternehmen in den Konzern Stadtwerke Münster GmbH einbezogen.
Gleiches gilt für die 50%ige Beteiligung am Kapital der smart Optimo Verwaltungs-GmbH,
Sitzort Osnabrück, die Komplementärin und Geschäfts führung der smart Optimo GmbH &
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Co. KG. Diese Beteiligung wurde ebenfalls nach den Grundsätzen über die Einbeziehung
assoziierter Unternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
Für diese erstmalig einbezogenen assoziierten Unter nehmen wurden die Beteiligungen je-
weils mit dem Buchwert im Zeitpunkt der Gründung de r KG angesetzt. Unterschiedsbeträge
aus der Differenz von Buchwert und anteiligem Eigenkapital waren nicht zu berücksichtigen.
Durch die erstmalige Konsolidierung dieser zwei Ges ellschaften ist die Vergleichbarkeit von
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Einbl ick in die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage nicht beeinträchtigt.
Die für Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen aufgr und von Gewinnthesaurierungen vor
Erstkonsolidierung entstandenen passiven Unterschie dsbeträge aus der Kapitalkonsolidie-
rung werden unter dem Passivposten B. ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten
sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsoli dierten Unternehmen wurden ver-
rechnet.
Die in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermög ensgegenstände, die auf Lieferun-
gen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabsc hluss einbezogenen Unternehmen
beruhen, wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.
III. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Entsprechend § 265 Abs. 5 HGB über die weitere Untergliederung der Posten wurde
die Darstellung der Sachanlagen um die Posten
- Verteilungsanlagen,
- Fahrzeuge für Personenverkehr,
die Darstellung der Vorräte wurde um den Posten
- Emissionsrechte,
die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um den Posten
- Forderungen gegen den Gesellschafter,
die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten
- Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
erweitert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsja hr 2008 (1.1. - 31.12.) wurde nach
dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
IV. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bi-
lanz erläutert.
Für die at-equity einbezogene N-Dix wurde der nach niederländischem Recht aufgestellte
und geprüfte Jahresabschlusses unverändert übernommen.
Die at-equity einbezogene FMO Flughafen Münster-Osn abrück GmbH hat in dem von ihr
aufgestellten und geprüften Jahresabschluss teilwei se abweichende Bewertungsmethoden
angewandt. Die immateriellen Vermögensgegenstände u nd Sachanlagen wurden linear ab-
geschrieben. Bei der Ermittlung der Pensionsrückste llungen wurde ein Zinssatz von 6% an-
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gewendet. Eine Rückstellung für die mittelbare Verp flichtung aus der Unterdeckung von Ver-
sorgungsansprüchen der Mitarbeiter gegenüber der ZK W wurde nicht gebildet. Auf eine Um-
stellung der Bewertungen im Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 312 Abs. 5 HGB
verzichtet, da die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von unterge-
ordneter Bedeutung sind.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sach anlagen sind zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet worden. Eigene Leistung en sind entsprechend der steuerlichen
Aktivierungspflicht in den Wertansatz einbezogen. Z uschüsse werden von den Anschaf-
fungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Den planmä ßigen Abschreibungen liegen die in
den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, wobei
alle Anlagegüter – soweit steuerlich zulässig – zun ächst degressiv abgeschrieben werden
mit Übergang zur linearen Methode. Geringwertige Wi rtschaftsgüter mit Anschaffungskosten
von bis zu 150 € wurden als Aufwand gebucht. Für Ge ringwertige Wirtschaftsgüter mit An-
schaffungskosten von mehr als 150 € bis zu 1.000 € wurde ein Jahressammelposten ange-
setzt, der im Jahr der Bildung und den folgenden vi er Jahren mit jeweils einem Fünftel abge-
schrieben wird. Hiervon abweichend wurden Geringwer tige Wirtschaftsgüter mit einer Nut-
zungsdauer von weniger als fünf Jahren linear abges chrieben. Von den Finanzanlagen wur-
den die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich u m unverzinsliche oder niedrigverzinsli-
che Darlehn handelt, gemäß BFH-Urteil vom 30.11.198 8 und dem BMF-Schreiben vom
17.01.1990 zum Nennwert bewertet. Die übrigen Finan zanlagen werden zu Anschaffungs-
kosten abzüglich vorgenommener Wertberichtigungen a usgewiesen. Soweit die Gründe für
die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend § 280 Abs.
1 HGB zugeschrieben worden.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berü cksichtigung von Abschreibungen gemäß
§ 253 Abs. 3 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittl ichen Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlusssti chtag bewertet. Die Bewertung der un-
fertigen Leistungen entspricht der der selbsterstellten Anlagen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des erkenn-
baren Ausfallrisikos bewertet.
Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszusc hüsse (Baukostenzuschüsse Netz)
werden auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswert es aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zu-
gang wird der Abgang unterstellt und der verblieben e Ursprungswert vollständig aufgelöst.
Die Zugänge werden ab dem 01.01.2003 direkt gegen d ie Positionen des Anlagevermögens
verrechnet und wirken sich entsprechend den dort ge ltenden Nutzungsdauern abschrei-
bungsmindernd aus. Für Anschlüsse an die der Reguli erung nach Energiewirtschaftsrecht
unterliegenden Netze der Strom- und Gasversorgung v on den Anschlussnehmern an den
Netzbetreiber gezahlte Ertragszuschüsse werden als Netzentgeltvorauszahlungen betrachtet
und in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten ei ngestellt, der über 20 Jahre aufge-
löst wird.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpf lichtungen einschließlich der aus Al-
tersteilzeitvereinbarungen folgenden sind aufgrund der neuen Richttafeln 2005 G zum versi-
cherungsmathematisch ermittelten Barwert angesetzt. Der Berechnung des Verpflichtungs-
umfanges wurde ein Rechnungszinsfuß von 4 % zugrund e gelegt. Für die Ermittlung des
Verpflichtungsumfanges nach steuerlichen Vorschrift en blieb der Rechnungszinsfuß unver-
ändert. Ergänzend wurden die vom BFH (Revisionsverf ahren vom 30. November 2004) bes-
tätigten Wertansätze des Finanzgerichts Hessen ange wandt. Die Rückstellung zur Abde-
ckung der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW resultierenden Verpflichtungen wurde
auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutach tens bewertet. Unter Berücksichti-
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gung der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeit szeiten bis zum Eintritt der Verpflichtung
wird die Rückstellung anteilig dotiert. Bei den übr igen Rückstellungen sind alle erkennbaren
Risiken berücksichtigt.
Für die im Rahmen der Konsolidierung zu berücksicht igenden latenten Steuern konnte auf-
grund des regionalen Schwerpunkts des Konzerns ein einheitlicher Ertragsteuersatz zugrun-
de gelegt werden.
Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.
2. Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anl age gezeigt. Es wurden außerplanmä-
ßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB in Höhe von 48 T€ auf die Beteiligung
der Stadtwerke Münster GmbH an der WLE, Westfälisch e Landeseisenbahn GmbH, vorge-
nommen.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden auf grund des Kurswertes zum Bilanz-
stichtag 202 T€ zugeschrieben.
Die den Stadtwerke Münster GmbH und der Westfälisch en Fernwärmeversorgung GmbH
unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach § 9 TE HG i.V. mit §§ 7 und 14 ZuG sind mit
dem Wert von 1 €, im übrigen zu Anschaffungskosten ausgewiesen.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i st auch der abgegrenzte Verbrauch
zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlun-
gen saldiert wurde.
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen im w esentlichen IT-Leistungen und den
Betrieb der Straßenbeleuchtung.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als w esentliche Posten Forderungen aus
Überzahlungen von Steuern und Schadensersatzansprüche.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle Restlaufzeiten von bis
zu einem Jahr.
Das gezeichnete Kapital der Stadtwerke Münster GmbH beträgt unverändert 51.200.000 €.
Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung hat eigenkapitalähnlichen Charakter.
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermitteln 40 T€ zugeführt worden.
In den Steuerrückstellungen sind die latenten Steue rn gemäß § 306 HGB mit 2,6 Mio. € be-
rücksichtigt.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Netz- und Rohr-
netzsanierung, die Rückstellung für die Mehrerlösab schöpfung, für Urlaubsansprüche und
Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter, für Entsorgungsv erpflichtungen, für bestehende Altersteil-
zeitverpflichtungen, für das Rückzahlungsrisiko ver schiedener öffentlicher Zuschüsse ein-
schließlich möglicher Zinsen, für ungewisse Verbind lichkeiten des Verkehrsbetriebes, für
betriebliche Umstrukturierungen sowie für rechtlich e Risiken bei einzelnen Energieprodukten
sowie Mengenrisiken in der Energiebeschaffung.
Das Genussscheinkapital ist zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Es wurde mit 8% verzinst.
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im wesent lichen Energiesteuern, erhaltene Sicher-
heitsleistungen, Überzahlungen aus der Verbrauchsab rechnung sowie Posten der Lohnab-
rechnung Dezember 2008.
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Davon mit einer Restlauf-
zeit Restlaufzeit
Bilanzpositionen
Konzernbilanz
31.12.2008
in T€
bis 1
Jahr
1 bis 5
Jahre
mehr als
5 Jahre
bis 1 Jahr
Vorjahr
Genussscheinkapital 100 -,- -,- 100 -,-
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.583 8.811 22.153 40.619 10.250
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 231 231 -,- -,- 1.217
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.285 20.770 2.511 4 27.910
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.29 8 1.298 -,- -,- 844
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.398 8.398 -,- -,- 8.473
Sonstige Verbindlichkeiten 6.121 6.121 -,- -,- 12.979
111.016 45.629 24.664 40.723 61.673
Durch Grundpfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.
3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Von den Umsatzerlösen (ohne Ökosteuer) entfallen 392,8 Mio. € auf den Versorgungsbe-
reich, 28,2 Mio. € auf den Verkehrsbereich, 12,9 Mio. € auf IT - Leistungen und 1,5 Mio. €
auf andere Bereiche.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstel-
lungen(6,5 Mio. €), die als periodenfremd zu werten sind, Pacht- und Mieteinnahmen (4,3
Mio. €), Ausgleichszahlungen nach dem KWK – Gesetz (7,8 Mio. €), Entgelte für die Vergä-
rung von Bio-Abfällen (2,5 Mio. €), Pönale (1,3 Mio. €), verschiedene Kostenerstattungen
(1,6 Mio. €) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 0,9 Mio. €, von denen 0,5 Mio. € auf
verschiedene Fahrgelderstattungen des Verkehrsbetriebes entfallen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe (17,2
Mio. €) periodenfremde Aufwendungen (7,2 Mio. €), d ie im wesentlichen durch die Bildung
einer Rückstellung für Mehrerlösabschöpfung (6,7 Mi o. €) und für periodenübergreifende
Saldierung (0,3 Mio. €) verursacht sind.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern von 0,2
Mio.€.
Seite 7 von 5
V. Angaben zum Jahresergebnis
Die Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung schließt ab mit einem Jahresüberschuss von
2,0 Mio. €. Unter Berücksichtigung des auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinns in
Höhe von 0,4 Mio. € und des Gewinnvortrags in Höhe von 1,5 Mio. € ergibt sich ein Kon-
zernbilanzgewinn von 3,0 Mio. €.
VI. Vermerke
Der Bilanzvermerk betrifft 14 Bürgschaften zugunste n der FMO Flughafen Münster-
Osnabrück GmbH, zwei Patronatserklärungen und drei Bürgschaften zugunsten der Ener-
giehandelsgesellschaft West mbH sowie eine Bürgscha ft zugunsten der Windkraft Nordsee-
heilbad Borkum GmbH. Der Bilanzvermerk berücksichti gt die Höhe der Bürgschaftsvaluta
per 31.12.2008.
VII. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich b eliefen sich zum 31.12.2008 auf 2,4 Mio.
€. Aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen mit eine r Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren re-
sultieren jährliche Verpflichtungen von 0,6 Mio. €.
Bei einer assoziierten Gesellschaft (at-equity) bes tehen gegenüber Dritten Entschädigungs-
verpflichtungen aus Erbbaurechtsverträgen in Höhe von 20,1 Mio. €.
Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus beste henden Verträgen mit Sondervertrags-
und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in ver antwortungsvoller unternehmerischer
Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge ü ber den Bezug von Energie und Wasser
geschlossen worden.
Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus den b estehenden Bezugsverträgen Erdgas
sind Rohwarentermingeschäfte (sogenannte Festpreis- SWAPS) abgeschlossen worden. Im
Ergebnis ist das Risiko von Preissteigerungen durch diese Geschäfte begrenzt worden.
Oberster Grundsatz des Einsatzes von Finanzderivate n – wie den oben beschriebenen
Rohwarentermingeschäften – ist die Absicherung von Risiken aus dem Grundgeschäft. Eine
Verwendung aus spekulativen Motiven ist ausgeschlossen.
Die Bilanzierung des Rohwarentermingeschäfts erfolg t zusammen mit dem Grundgeschäft,
dem abgesicherten Gasbezug, in einer Bewertungseinh eit. Die auf den Festpreis-SWAP
entfallenden geleisteten Zahlungen für den Bezug na ch dem 01.01.2009 (2.938 T€) sind in
den Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der bei zulegende Wert der zukünftigen Ver-
pflichtungen zum diskontierten Barwert bei einem Re chnungszinssatz von 4% ergibt sich mit
5.025 T€.
Seite 8 von 5
2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:
Dr. Henning Müller-Tengelmann (seit dem 01.04.2008)
Dr.-Ing. Norbert Ohlms.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind in der Anlage genannt.
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 306 T€.
Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbli ebenen wurden 179 T€ an Pensionen
aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.718T€.
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 1.489,80 €.
Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darlehn
erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während Ihrer Tätigkeit als Mitglieder des
Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehn erhalten; deren Wert betrug
zum 31.12.2008 40.242,34 € bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %. Im Geschäftsjahr 2008
wurden kein Darlehn gewährt; von den bestehenden wurden 3.975,84 € getilgt. Lohn- und
Gehaltsvorschüsse waren zum 31.12.2008 nicht zu bilanzieren.
3. Belegschaft
Von der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer (1 .256) waren 599 Lohnempfänger und
657 Gehaltsempfänger. Weiterhin waren bei dem Gemei nschaftsunternehmen Westfälische
Fernwärmeversorgung GmbH von 7 Arbeitnehmern 5 Lohn empfänger und 2 Gehaltsemp-
fänger.
Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Zusatz versorgungskasse Westfalen-Lippe
(ZKW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung
eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorg ung zu gewähren. Die Gesellschaft hat
sich bei Begründung der Mitgliedschaft verpflichtet , alle Arbeitnehmer zu versichern, die
nach dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbei tnehmer kommunaler Verwaltungen
und Betriebe (Vers. TV-G) zu versichern sind.
Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % + 3
% Sanierungsgeld und wird von der Gesellschaft alle in getragen. Die Summe der versiche-
rungspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 20 08 beträgt 46,4 Mio.€. Zur Abdeckung
der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW folge nden Verpflichtungen hat die Gesell-
schaft eine Rückstellung von 12 Mio. € gebildet.
Münster, am 29.05.2009
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Norbert Ohlms
Seite 1 von 5
Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2008 (01.01.-31.12.)
Geschäft und Rahmenbedingungen
Der weltweite Einbruch der Finanzmärkte 2007/2008 u nd die daraus folgende negative wirt-
schaftliche Entwicklung haben in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008 erste negative
Auswirkungen auf den für unseren Konzern maßgebende n Wirtschaftsraum Münster gehabt.
Dieses wurde durch die von den internationalen Ener giemärkten ausgehenden Preissteigerun-
gen verschärft, die unsere Kunden ebenso wie den Ko nzern vor starke Belastungsproben stell-
ten. Der durch beide Faktoren induzierte Rückgang d er Nachfrage wurde bei den Heizenergien
teilweise durch die kühlere Witterung kompensiert.
Die Stadtwerke haben auf diese Entwicklungen mit ei ner moderaten Preispolitik und der Einfüh-
rung neuer Produkte reagiert.
Der zum Teil extreme Anstieg der Preise an den inte rnationalen Rohstoffmärkten hat auch die
Beschaffungsmärkte der Konzernunternehmen stark bee influsst. Die Börsenpreise für Strom
sowie die Weltmarktpreise für Öl und Dieselkraftsto ffe verteuerten unsere Beschaffungskosten
für Strom und Gas, die Erzeugungskosten in unseren Heizkraftwerken sowie die Leistungser-
stellung im Verkehrsbereich.
Die planmäßige Markterschließung in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern wurde auch im
Geschäftsjahr 2008 weiter vorangetrieben. Durch kon sequente benchmarkorientierte Kontrolle
der Geschäftsprozesse wurden Kostensenkungspotentiale ermittelt und effektiv umgesetzt.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen im Konz ern lagen mit 23,0 Mio. € auf einem an-
gemessenen Niveau und erfolgten im Wesentlichen in den planmäßigen Ausbau und die Ver-
dichtung der Energie- und Wassernetze.
Der Kapitalfluss aus laufender Tätigkeit ist um 24, 1 Mio. € auf 19,1 Mio. € gesunken. Wesent-
lich waren der Rückgang der Verbindlichkeiten aus L ieferungen und Leistungen, des Jahres-
überschusses sowie der Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens.
Durch den positiven Kapitalfluss aus der Investitio nstätigkeit, der um 19,8 Mio. € gestiegen ist,
standen trotzdem Mittel für die Investitionen in di e Sachanlagen sowie die Tilgung von Verbind-
lichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Verfügung . Wesentlich zu dem positiven Kapitalfluss
haben die Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen beigetragen.
Der Finanzmittelfonds hat sich zum Ende des Geschäf tsjahres 2008 um 8,2 Mio. € auf 94,4
Mio. € erhöht.
Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008 weist mit 11,7 Mio. € ein um 11,8
Mio. € niedrigeres Ergebnis der gewöhnlichen Geschä ftstätigkeit aus. Diese Entwicklung ist
wesentlich durch die Bildung einer Rückstellung für Mehrerlösabschöpfung bei der Stadtwerke
Münster Netzgesellschaft mbH aufgrund eines BGH-Urt eils vom 14.08.2008 in einem Muster-
prozess zur Gültigkeit der Kalkulationsvorgaben der Stromnetzentgelt-VO sowie die nicht voll-
ständige Weitergabe der erhöhten Beschaffungsaufwendungen in den Energiesparten geprägt.
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Die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Konzer ns Stadtwerke Münster GmbH kann für
das Geschäftsjahr 2008 insgesamt nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden.
Der Geschäftsverlauf des Jahres 2008 war durch weit erhin stark steigende Preise auf den
Beschaffungsmärkten geprägt, die nur teilweise an d ie Kunden durch Preis- und Tarifanpas-
sungen weitergegeben werden konnten. In einigen Ber eichen gelang es außerdem, die ab-
gesetzten Mengen zu steigern. Im Wärmemarkt führte die kühle Witterung zu einer positive
Absatzentwicklung. Dementsprechend stiegen die Umsa tzerlöse im Konzern um 18,9 Mio. €
(4,5 %) gegenüber dem Vorjahr. Hauptträger dieser E ntwicklung war der Versorgungsbe-
reich mit um 15,9 Mio. € gestiegenen Umsatzerlösen. Im Verkehrsbereich konnten die Um-
satzerlöse um 1,4 Mio. €, bei den IT-Leistungen sogar 1,6 Mio. € gesteigert werden.
Das Finanzergebnis verbesserte sich um 6,0 Mio. € a uf 1,6 Mio. €. Wesentlich hat dazu der
um 3,0 Mio. € verbesserte Zinssaldo beigetragen. Im Vorjahr waren noch Aufwendungen
aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen von 3 ,7 Mio. € zu tragen, geprägt durch
die Abschreibung der Beteiligung an der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH.
Der Konzern – Jahresüberschuss verminderte sich in der Folge um 7,1 Mio. € auf 2,0 Mio. €.
Die Entwicklung der Liquidität des Konzern ist in d er als Anlage beigefügten Kapitalfluss-
rechnung dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, s eine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen,
war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der um 19,8 Mio. € (4,0%) auf
468,7 Mio. € gesunkenen Bilanzsumme um 1,6%-Punkte auf 35,8 %. Der Anlagendeckungs-
grad (Anteil des durch Eigenkapital finanzierten An lagevermögens) liegt bedingt durch das
um 35,6 Mio. € (10,6%) geminderte Anlagevermögen be i 56,1%. Die weiterhin gute Bonität
spiegelt sich auch in der Einstufung der Kreditwürd igkeit des Mutterunternehmens in unab-
hängigen Ratings.
Demgegenüber stieg das Umlaufvermögen um 12,4 Mio. € (8,1%) insbesondere durch um
7,4 Mio. € (17,2%) höhere Forderungen aus Lieferung en und Leistungen und um 6,7 Mio. €
(29,5%) gestiegene liquide Mittel. Die Rückstellun gen von 145,9 Mio. € decken kurz- und
mittelfristige Risiken. Die Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten konnten um weitere
11,2 Mio. € auf 71,6 Mio. € reduziert werden. Die V erbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen wurden trotz der gestiegenen Preise auf den Beschaffungsmärkten für Energie
um 6,9 Mio. € auf 23,3 Mio. € zurückgeführt
Unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftli chen Situation des Berichtsjahres, insbe-
sondere der Finanzwirtschaft, kann die Vermögens- u nd Finanzlage als solide bezeichnet
werden.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2008, die eine
maßgebliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- od er Vermögenslage des Konzerns ge-
habt hätten, waren nicht zu verzeichnen.
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Chancen und Risiken
Im Rahmen des bei der Konzernmutter angesiedelten B eteiligungscontrollings werden die
Risikoaspekte der Beteiligungsunternehmen erfasst u nd angemessen berücksichtigt. Die
verantwortlichen Vertreter der Stadtwerke Münster G mbH in den zuständigen Organen der
Beteiligungsgesellschaften (Gesellschafterversammlu ngen, Beiräte und Aufsichtsräte) erör-
tern regelmäßig in den vorgenannten Gremien die wes entlichen Aspekte des Risikomana-
gements für das betroffene Unternehmen und ihre Aus wirkungen auf andere Konzerngesell-
schaften. Die Ergebnisse dieser Erörterungen werden regelmäßig in den Sitzungen des Auf-
sichtsrates der Muttergesellschaft Stadtwerke Münst er GmbH in zusammengefasster Form
im laufenden Risikobericht der Geschäftsführung dargestellt.
Das gesamte Risikomanagement wird durch die interne Revision der Stadtwerke auf Funkti-
onsfähigkeit und Angemessenheit überprüft. Bei den operativen Beteiligungsgesellschaften
wurde die interne Revision der Stadtwerke Münster G mbH beauftragt, ein Risikocontrolling
durchzuführen.
Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsunternehmen oder der Muttergesellschaft wesent-
lich zu beeinträchtigen, sind nach unserer Einschät zung derzeit nicht zu erkennen. Beste-
henden Risiken wird durch bilanzielle Vorsorge oder durch den Abschluss entsprechender
Versicherungen begegnet.
Als Hauptrisiken werden die sprunghafte Preisentwic klung auf den internationalen Energie-
märkten sowie deren Folgerungen für die Beschaffung s- und Verkaufspreise der Stadtwerke
Münster GmbH gesehen. Bei zum Teil widersprüchliche n Urteilen verschiedener deutscher
Gerichte zur Billigkeitskontrolle der Energiepreise sowie der Gültigkeit von Preisanpassungs-
klauseln ist das Risiko einer gerichtlich angeordne ten Preisreduzierung, insbesondere von
Gaspreisen, weiterhin latent.
Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus den b estehenden Bezugsverträgen Erdgas
sind Rohwarentermingeschäfte (sogenannte Festpreis- SWAPS) abgeschlossen worden. Im
Ergebnis ist das Risiko von Preissteigerungen durch diese Geschäfte begrenzt worden.
Oberster Grundsatz des Einsatzes von Finanzderivate n – wie den oben beschriebenen
Rohwarentermingeschäften – ist die Absicherung von Risiken aus dem Grundgeschäft. Eine
Verwendung aus spekulativen Motiven ist ausgeschlossen.
Die Geschäftsführung sieht als ein weiteres wesentl iches Risiko die sich abzeichnende Ver-
änderungen in den liberalisierten Energiemärkten, i nsbesondere die noch nicht quantifizier-
baren Preisrisiken aus der weiteren Festsetzung der Netzentgelte für Strom und Gas im
Rahmen der Anreizregulierung.
Die zukünftig wirtschaftlich tragbare Entwicklung d es öffentlichen Personennahverkehrs wird
durch die angekündigte weitere Reduzierung von Ausg leichsleistungen des Landes Nord-
rhein – Westfalen für die gemeinwirtschaftlichen Le istungen des öffentlichen Personennah-
verkehrs bestimmt.
Ebenso sieht die Geschäftsführung die Änderung des Ordnungsrahmens für kommunale
Unternehmen durch die Novellierung der Gemeindeordn ung NW als kritisch für die weitere
Entwicklung des Konzerns an.
Diese Risiken werden jedoch sowohl einzeln und kumu lativ als nicht bestandsgefährdend
eingeschätzt.
Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wurde dem A ufsichtsrat und der Gesellschafterin
der Stadtwerke Münster GmbH regelmäßig berichtet.
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Die Stadtwerke Münster sehen in der Beteiligung an Großkraftwerken eine reelle Chance,
die Wertschöpfungskette in diesem Bereich zu verstä rken und die Unternehmensrisiken im
Energiegeschäft zu reduzieren. Im Februar 2008 habe n die Stadtwerke Münster eine Beteili-
gung am Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen, in Höhe von
rd. 2,0% erworben. Das Kraftwerk, an dem sich außer den Stadtwerken Münster weitere
kommunale Unternehmen aus der Region mit insgesamt 350 MW beteiligen, befindet sich
zurzeit im Bau und wird laut Plan Ende 2011 in Betrieb genommen.
Im März 2008 haben die Städte Münster und Osnabrück sowie die Stadtwerke Münster
GmbH und die Stadtwerke Osnabrück AG eine Absichtse rklärung zur engen Kooperation im
operativen Bereich abgeschlossen.
Ziel dieser Kooperation unter dem Titel KOSMOS 2020 ist die bestmögliche Vorbereitung auf
die weitreichenden Veränderungen in den Kerngeschäf ten der Unternehmen durch die In-
tensivierung des Wettbewerbs und die zunehmende Regulierungsdichte.
Erste Erfolge wurden erzielt in der gemeinsamen Aus schreibung und Vergabe von Busliefe-
rungen für die Jahre 2008 bis 2010 sowie der Rahmen verträge Tiefbau, Rohrbau und Netz-
montage.
Mit der Gründung der gemeinsamen Gesellschaft smart OPTIMO GmbH & Co. KG mit Sitz in
Osnabrück sollen künftig die sich aus der Marktöffn ung im deregulierten Bereich des Mess-
und Zählerwesens ergebenden Chancen gemeinsam und effizient genutzt werden.
Die Kooperation zwischen den Stadtwerken Münster un d Osnabrück garantiert die Selbstän-
digkeit der Unternehmen in strategischen Fragen. Eb enfalls operieren beide Unternehmen
weiterhin selbständig am Markt. Mit der Umsetzung d er Kooperationsziele erwarten beide
Unternehmen neben der deutlichen Senkung der operat iven Kosten auch eine Stärkung der
Position in den jeweiligen Kerngeschäftsfeldern.
Synergieeffekte durch verstärkte Kooperationen werd en auch in der Umsetzung weiterer
Vorgaben der Regulierungsbehörden erwartet. Die von der Bundesnetzagentur in 2008 end-
gültig vorgegebenen Festlegungen zur Einführung ein es Zweimandantensystems werden mit
Kooperationspartnern in einem Projekt gemeinsam umgesetzt.
Ausblick
Die Anlageninvestitionen werden weiter auf einem angemessen hohen Niveau liegen.
Bei der FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH ist nach einem in 2009 erwarteten posi-
tiven Beschluss zum Ausbau der Start- und Landebahn eine weitere Eigenkapitalzuführung
der Gesellschafter vorgesehen.
Bei der Kraftwerksbeteiligungsgesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH
& Co. KG ist die weitere Finanzierung über Gesellsc hafterdarlehn entsprechend Baufort-
schritt vorgesehen.
Im Rahmen des kommunalen Konjunkturförderungsprogra mms der Stadt Münster beteiligt
sich die Konzernunternehmen mit einem zusätzlichen Investitionsbudget in Höhe von 1,5
Mio. € insbesondere für Investitionen in Fotovoltai kanlagen, die Modernisierung des Fahr-
zeugparks durch umweltfreundliche erdgasgetriebene Kraftfahrzeuge sowie die Sanierung
von Thermokonzeptanlagen.
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Die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2009 wird annähernd stabil erwartet.
Bei nicht abschätzbaren Entwicklungen der Preise au f den Beschaffungsmärkten sowie der
Entscheidungen der Regulierungsbehörde ist ein weit erer Margenverlust in den Energiespar-
ten nicht auszuschließen. Unter Berücksichtigung de r in den vergangenen Jahren begonne-
nen Kostensenkungsprogramme bei gleichzeitiger Stei gerung der Leistungsqualität wird das
Planergebnis des laufenden Geschäftsjahres 2009 voraussichtlich erreicht werden können.
Für das Geschäftsjahr 2010 wird trotz der relativ g esunden Wirtschaftstruktur des Groß-
raums Münster mit einem Rückgang der Absatz- und Leistungsdaten gerechnet.
Münster, am 29.05.2009
Stadtwerke Münster GmbH
Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Norbert Ohlms
Organe der Gesellschaft
1422 Zeichen
Gesellschafter Stadt Münster zu 100 % Aufsichtsrat Stefan Weber Vorsitzender des Aufsichtsrates, Ratsmitglied, Selbständiger EDV-Berater Heinz Röhricht 1. Stellvertretender Vorsitzender, Arbeitnehmervertreter, Freigestellter Betriebs rats vorsitzender Joachim Tonn 2. Stellvertretender Vorsitzender, Ratsmitglied, Kaufm. Angestellter Frank Baumann Ratsmitglied, Online-Designer Helga Bickeböller Stadtkämmerin Andrea Bleckmann (bis 05.06.2008) Arbeitnehmervertreterin, Kaufm. Angestellte Wilhelm Breitenbach Ratsmitglied, Lehrer Ulrich Eisenack Ratsmitglied, Ltd. Regierungsdirektor Werner Frenzel (bis 05.06.2008) Arbeitnehmervertreter, Kaufm. Angestellter Inge Jachmann Sachkundige Bürgerin, Architektin Dr. Michael Jung Ratsmitglied, Historiker Günther Kronberg (ab 05.06.2008) Arbeitnehmervertreter, Kaufm. Angestellter Klaus Langebröker (ab 05.06.2008) Arbeitnehmervertreter, Freigestelltes Betriebsratsmitglied Dieter Maager Sachkundiger Bürger, Heizungs- und Lüftungssanitärmeister Antonio Machado Arbeitnehmervertreter, Lagerist Andreas Nicklas Ratsmitglied, Rechtsanwalt Robert Otte Ratsmitglied, Finanzmakler Carsten Peters Ratsmitglied, Geschäftsführer Michael Weidekamp Arbeitnehmervertreter, Techn. Angestellter Rolf Wischer Arbeitnehmervertreter, Freigestelltes Betriebsratsmitglied Geschäftsführung Dr. Henning Müller-Tengelmann (ab 01.04.2008) Dr.-Ing. Norbert Ohlms Organe der Gesellschaft
Beschlussvorlage
2349 Zeichen
V/0606/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Konzernabschluss 2008 der Stadtwerke Münster GmbH Beratungsfolge 29.09.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesells chafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt folgenden Beschluss zu fassen: Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2008, der a) in der Konzernbilanz mit Aktiva und Passiva von 468.716.654,13 € b) in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung bei Umsatzerlösen von 435.388.514,84 € mit einem Bilanzgewinn von 3.044.266,80 € abschließt, sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 in der vorliegenden, vom Jahresabschlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öffentlichen Sektor AG mit einem Bestätigungsvermerk vom 30.07.2009 testierten Fassung, werden von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. Begründung: Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des Ge- sellschaftervertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der Ge- sellschafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses. Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2008 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt- schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Einzelheiten zum Konzernabschluss 2008 können der als Anlage beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 27/2009 der Stadtwerke Münster GmbH entnommen werden. Vorlagen-Nr.: V/0606/2009 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 09.09.2009 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0606/2009 Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wird am 07.10.2009 über den Beschluss beraten. Die Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung steht unter dem Vorbehalt, dass der Auf- sichtrat der Stadtwerke Münster GmbH der Beschlussfassung folgt. I. V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlagen: Vorlage des Aufsichtsrates Nr. 27/2009
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0606/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.09.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37